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Reisebericht: Irland und Nordirland-Rundreise

02.09. – 14.09.2019, 13 Tage Rundreise Irland und Nordirland: Belfast - Giant's Causeway - Derry - Carrowmore - Connemara - Burren - Cliffs of Moher - Ring of Kerry - Midleton - Waterford - Kilkenny - Dublin

Die irische Insel verzaubert nach wie vor die Menschen in Kontinentaleuropa - und das zurecht! 24 Reisegäste ließen sich auf diesen Zauber ein und wurden nicht enttäuscht!

Montag, 2. September 2019 von Dresden über .... nach Amsterdam/Ijmuiden


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Mit dem frühen Einstieg in Dresden begann sich schrittweise eine kleine Busreisegruppe zu bilden, die sich mit einem letzten Zustieg in Eisenach komplettierte. Bei einer Pause in Teufelstal erfolgte auch ein Fahrerwechsel und Günter übernahm das Lenkrad des Busses vom Unternehmen Braunmiller. In Sachsen gestartet, ging es durch Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen über die niederländisch - deutsche Grenze nach Amsterdam/ Ijmuiden zum Fährhafen. Nicht ohne immer wieder notwendige und zweckmäßige Pausen einzulegen. Eine letzte Pause vor dem Erreichen der Fähre machten wir in Oudenhorst, hier konnte gleichzeitig auch unser Bus betankt werden. Ein richtig schöner Sommertag hatte sich im Tagesverlauf ergeben. Für Viele ein guter Grund, das Ablegen und Auslaufen des Schiffes vom Außendeck zu verfolgen. Nach dem Abendessen, ein reichhaltig gestaltetes Buffet, bot man auf dem Schiff noch manche Unterhaltungsmöglichkeiten. Es war jedoch ein langer Tag gewesen und die Müdigkeit setzte sich unermüdlich durch. Eine ruhige Nordseefährnachtpassage begann.

Dienstag, 3. September 2019 von Newcastle upon Tyne über .... nach Belfast


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Schon vor dem Frühstück waren einige Passagiere auf dem Außendeck, beobachteten die Fahrt entlang der englischen Küste und wurden mit einem herrlichen Sonnenaufgang überrascht. Da schmeckte das reichhaltige Frühstück noch einmal so gut. Pünktlich war die Ankunft und relativ zügig verlief die Personenkontrolle durch die britischen Grenzbeamten. Als wir alle wieder im Bus saßen, stellten wir die Uhren um eine Stunde zurück - wir waren ja nun für die kommenden Tage in einer anderen Zeitzone unterwegs. Am heutigen Tag galt es eine weitere Fährpassage zu absolvieren, die von Cairnryan in Schottland nach Belfast in Nordirland. Wir mußten uns dem Fahrplan der Fährgesellschaft unterordnen, schließlich wartete in Belfast eine Gruppe von Fluggästen auf unser Eintreffen mit dem Bus. So wurde die Busfahrt entlang des Hadrian´s Wall nur mit einer Pause unterbrochen, die aber legten wir in Gretna Green ein. Wir  fuhren südlich des Hadrian´s Wall entlang nach Gretna Green zu einer Mittagspause und waren in Schottland angekommen. Natürlich erfuhren wir einiges aus der Zeit des "römischen Schottlands", dem Befehl Kaiser Hadrians zum Bau eines Schutzwalles (Heute Weltkulturerbe Hadrian´s Wall) im Jahr 122. Und die Bedeutung, einst wie heute, von Gretna Green. Ein guter Grund eine Schottlandreise zu buchen, wiederzukommen - länger zu bleiben- mehr zu erfahren. Mit leichter Verspätung legte die Fähre ab, erreichte Belfast jedoch ziemlich pünktlich. Nur wenige Meilen waren zwischen Hafen und Hotel zurückzulegen. Dann erfolgte ein Check-In, die Zimmer wurden bezogen, die Fluggäste vom Reiseleiter begrüßt und es gab  ein erstes gemeinsames Abendessen für die jetzt vollständige Irlandreisegruppe. Einige Gäste nutzten noch die Zeit nach dem Essen für ein erstes Kennenlernen von Belfast, ihr gutes Recht und auch durch die Lage des Hotels zum Zentrum begünstigt.

Mittwoch, 4. September 2019 BELFAST


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Im Hotel wurde das Frühstück in einem optimalen Zeitrahmen angeboten, so war es sehr einfach für alle, die Zeit bis zum Treffen mit Willy - unserem Stadtführer in Belfast - zu gestalten. Grau hingen die Wolken über Belfast als wir am Stadtrand das Parlamentsgebäude - The Stormont - besuchten. Fast so, als wenn das Wetter von der gegenwärtigen Arbeitsunfähigkeit des nordirischen Parlaments wüßte und traurig darüber ist. Ein attraktives Fotomotiv war das Gebäude und seine Umgebung allemal. Anschließend fuhren wir zur Queen´s University und besuchten dann Stadtviertel in Belfast, die nicht nur für die Augen Zeugnis einer wechselvollen Geschichte der Bewohner Belfasts ablegten. Beeindruckende Wandbilder einer noch immer nicht vereinten Stadt, deren fragiler Frieden hoffentlich bewahrt bleibt. Ein Höhepunkt zum Abschluß der Stadtrundfahrt war der Besuch der Belfast City Hall. Es schloß sich für alle Reisegäste eine Mittagspause an. Für einen Teil der Gruppe war am Nachmittag der Besuch von Titanic Belfast gebucht, ein anderer Teil hatte individuelle Zeit für das Erkunden der nordirischen Hauptstadt. Das Museum TITANIC BELFAST wurde 2012 eröffnet - 100 Jahre nach Stapellauf und Katastrophe - und 2016 mit einem Preis für weltweit führende Touristenattraktionen ausgezeichnet. Auf 8 Galerien können Besucher interaktiv in die Geschichte dieses legendären Schiffes eintauchen. Zum Abendessen fand sich die Gruppe wieder im Hotel ein. Danach hatte der Reiseleiter zu einem Spaziergang BELFAST BY NIGHT eingeladen und fast alle waren dabei. Die Brücken über den Fluß Lagan waren illuminiert, auch der Fisch der Weisheit, das Rathaus, das Große Opernhaus sowie der wohl schönste Pub in Belfast - THE CROWN LIQUOR SALOON - sahen angestrahlt romantisch aus. Individuell gestaltbar war die Aufenthaltsdauer im Pub und die Rückkehr zum Hotel. Ein langer und abwechslungsreicher Tag ging zu Ende.

Donnerstag, 5. September 2019 Von Belfast über .... nach Letterkenny


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Nach dem Frühstück und der Gepäckverladung unternahmen wir einen kleinen Abstecher zum größten Binnensee der irischen Insel, dem Lough Neagh. Im Antrim Lough Shore Park, einer sehr schönen Freizeitoase, machten wir einen Fotostopp am Ufer des knapp 400 qkm großen Sees. Beachtliche ca. 32 km Länge und ca. 16 km Breite weist der See auf. Der Legende nach ist auch dieser See - wie Giant´s Causeway -  dem Wirken von Finn McCool zu verdanken. Von hier aus fuhren wir nach Larne und nun entlang der Antrim bzw. Causeway Coastal Route gen Norden. Bei gutem Begeitwetter bot sich unseren Augen eine fantastische Küstenlandschaft, immer wieder unterbrochen von durchfahrenen kleinen ehemaligen Fischerdörfern wie Glenarm, Carnlough, Cushendall und Ballycastle. Interessierte Fragen, die Nähe, das Wetter und ein kleiner "Zeitpuffer" ließen einen Besuch von The Dark Hedges zu. Wir konnten uns im Anschluß selbst ein Bild machen von diesem Drehort in Game of Thrones. Und wir waren nicht die einzigen Interessierten. Nächstes Ziel war der Giant´s Causeway, auch von Finn McCool geschaffen wie der Lough Neagh?! Die Wissenschaft erklärt diese Naturgegebenheit als Lavaströme, die vor ca. 60 Mio. Jahren abgekühlt und geschrumpft sind. Die mehr als 40 000 und meist sechseckigen Basaltsäulen stellten auch für uns ein geologisches Wunder dar. Der Ort wurde 1986 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Gerne hielten wir uns hier bei einer spektakulären Wanderung auf. Die Weiterfahrt ging nach Londonderry( so die royalistisch gesonnenen Iren) bzw. Derry( so die republikanisch gesonnenen Iren). Wir besuchten die nach Einwohnern zweitgrößte Stadt Nordirlands und in der Vergangenheit ein Hort größerer Unruhen als das in Belfast war. Insbesondere nach dem Inkrafttreten des Friedensabkommens 1998 sind die Bemühungen der Stadtväter nicht zu übersehen, die Stadt wieder attraktiv zu gestalten. Wir bummelten auf der Stadtmauer entlang. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als die längste besterhaltene Stadtmauer Irlands. Wir haben auch einen Blick auf das 1890 neogotisch errichtete Rathaus werfen können. Und wir besichtigten den zentralen Platz The Diamond mit kleinen Läden und Restaurants. Nach der Rückkehr zum Bus fuhren wir nach Letterkenny in der Grafschaft Donegal der Republik Irland. Bald wurde unser Abendessen serviert und im Anschluß zog es einige Reisegäste noch zu Live-Musik in den Pub "McGinley´s Bar". Alle kannten den Weg zum Hotel zurück und konnten sich unterschiedlich lange im Pub aufhalten.

Freitag, 6. September 2019 Ausflug Glenveagh Castle / County Donegal


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Der Tag begann mit unserem Frühstück und wechselhaftem Wetter. Alle Reisegäste nahmen am fakultativen Ausflug teil. Erstes Ziel war das Glenveagh Castle und Glenveagh Garden im Glenveagh Nationalpark. Im Besucherzentrum wurden wir zunächst mit der Geschichte des Parks, über Flora und Fauna sowie der Geologie der Umgebung vertraut gemacht - das hat man alles in einem ca. 13 Minuten langen Film sehr gut untergebracht. Zwischen dem Besucherzentrum und der Burganlage mit ihren Gärten liegt eine ca. 3 km lange Distanz. Die konnte mit einem Shuttlebus oder zu Fuß auf einem eigens geschaffenen Wanderweg bewältigt werden. Im Castle fand eine geführte Besichtigung statt und machte uns alle mit der vergangenen Welt der Reichen jener Zeit bekannt. Der Besuch lohnte sich, wenn auch die Existenz des Anwesens auf der Vertreibung von mehr als 200 Pächtern im Jahr 1861 durch den Erstbesitzer John George Adair beruht. Seit 1981 ist das Anwesen im Besitz des irischen Staates, der es mit viel Aufwand und Liebe hegt und pflegt. Die Gärten boten ein fülligen Reichtum exotischer Flora und einige Reisegäste hatten sogar die Chance, Hirsche in freier Wildbahn zu entdecken. Den Nachmittag gestalteten wir uns als Panoramafahrt mit Fotostopps und weiteren Aufenthalten in der wunderschönen Grafschaft Donegal. Ein erster Stopp wurde unterhalb des Mount Errigal´s eingelegt. Der Berg wurde von Eiszeitgletschern markant geformt und ist mit 752 m der höchste im Co.Donegal. Einen Aufenthalt legten wir am Atlantik ein bei Portnoo/ Narin und danach unternahmen wir eine kleine Wanderung zum Kilclooney Dolmen. Dolmen sind kleinere Megalithgräber und bestehen aus senkrecht stehenden Steinen auf denen ein großer Deckstein liegt. Ein solcher Dolmen ist der Jungsteinzeit zuzurechnen, also ca. 2500 Jahre v.Chr. Auf dem Rückweg zum Hotel lohnte sich noch ein Fotostopp am Lough Finne. Zu angemessener Zeit im Hotel angekommen, war Zeit zur Erholung von diesem abwechslungsreichen Tag im Nordwesten der irischen Insel. Nach dem Abendessen zog es einige Reisegäste erneut in einen Pub - ihr gutes Recht.

Sonnabend, 7. September 2019 Letterkenny über .... Gort


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Irisches Frühstück, Gepäckverladung und Abfahrt nach ....Donegal(Town). Die kleine, bunte und an der Mündung des Flusses Eske gelegene Stadt mit nur ca. 2000 Einwohnern hat einigen Charme. The Diamond, der Platz in der Ortsmitte, wird von einem 8 m hohen Obelisken geziert. Er erinnert an vier Franziskanermönche, die in einer Abtei - heute Ruine am Flußufer - im 17.Jh. die berühmten Annals of the four masters schrieben. Diesem geschriebenen Werk verdankt man heute viele Erkenntnisse aus dem alten Irland. Ein kleiner Ortsbummel konnte gemacht werden. Nächstes Ziel war Drumcliff. Schon aus der Ferne konnten wir das markante Landschaftsbild des Tafelberges Ben Bulben erkennen. In Drumcliff fanden wir das Grab von W.B. Yeats, einem irischen Literaturnobelpreisträger. Hier lebten seine Großeltern, die er liebte und oft besuchte und hier fand er seine letzte Ruhe. Er, der 1938 das Gedicht UNDER BEN BULBEN schrieb und wo auf seinem Grabstein die letzten Zeilen davon stehen. Sehenswert auch ein um 1000 entstandenes keltisches Hochkreuz sowie Reste eines Klosters mit Rundturm, der 1396 von einem Blitz getroffen sein soll. W.B. Yeats sollte uns auf der Weiterreise noch einmal begegnen. Carrowmore, einer der vier großen Megalithfriedhöfe Irlands, war nächstes Ziel. Bisher wurden über 60 Gräber freigelegt. Experten sind der Meinung, daß es ursprünglich mehr als doppelt soviel Gräber gab. Viele wurden im Lauf der Zeit zerstört. Auf dem Friedhof findet man drei Haupttypen von Gräbern. Dolmen, kleinere Ganggräber und Steinkreise. Eine gut ausgearbeitete Karte mit entsprechenden Erklärungen unterstützte den Rundgang über das weitläufige Areal. Irlands bekanntester Wallfahrtsort - Knock - lag auf dem weiteren Weg nach Gort. Die Iren sind ein sehr religiöses, frommes Volk und sehr viele Iren besuchen auch heute noch regelmäßig am Sonntag die Gottesdienste. Ihnen sind Dinge sehr wichtig, die ein Tourist nicht gleich bzw.  nie erkennt. 1979 wurde zum 100 jährigen Jubiläum einer Erscheinung eine Basilika eingeweiht und von Papst Johannes Paul II. eine Messe zelebriert. Unser Besuch in Knock war eine erweiterte Entspannungspause. Mit einem Besuch in Cong und dem Besuch von Coole-Park setzten wir die Fahrt zum Hotel in Gort fort. Coole-Park war einst im Besitz von Lady Gregory, die eng mit irischen Intellektuellen wie z.B. W.B.Yeats befreundet war und sie mit Kräften unterstützte. Heute würde man Mäzenin dazu sagen. Wir besuchte den AUTOGRAPH TREE , den Baum mit den Rindenschnitzereien einiger irischer Literaten. Vor dem Lady Gregory Hotel in Gort angekommen, sahen wir auch gleich die Jack Butler Yeats Bar. Die Bar des Hotels war nach dem Bruder von W.B.Yeats, er war Maler, benannt. Nach dem Abendessen verbrachten einige Reisegäste noch etwas Zeit in der Bar. Und das ganze Haus atmete historisches Flair durch zahlreiche Gemälde irischer Persönlichkeiten aus der ersten Hälfte des 20. Jh.

Sonntag, 8. September 2019  Connemara -mit irischem Bus


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Der einzige Sonntag auf dieser Reise begann mit .... dem Frühstück und spannungsvoller Erwartung. Mit einem irischen Reisebus und Paddy hinter dem Lenkrad wollen wir heute die Connemara-Region besuchen. Ein Spruch der englischen Truppen unter Cromwell hieß Mitte des 17.Jh. "TO HELL OR TO CONAUGHT" (Zur Hölle oder nach Connaught). Man vertrieb den irischen Landadel aus fruchtbaren Gegenden in die karge Landschaft Connemaras. Das hieß damals Armut und Hunger. Heute reisen die Menschen mit der Sehnsucht nach unberührter Natur und Romantik in diese herbe, kahle, aber sehr schöne Landschaft. Connemara verfügt über einen ganz besonderen Reiz mit den Bergseen, den Hochmooren, der zerklüfteten Küste, den feinen Sandstränden und den zwölf Bergen ( Twelve Bens ). Paddy fuhr uns nach Maam Cross. Das ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, war einst ein bekannter Marktflecken und dient auch heute noch regelmäßig als Viehmarkt. Wir legten eine Pause ein. Hier konnten wir auch erstmalig ein typisches irisches Cottage ( Kate; Bauernhaus ) von außen und innen besichtigen. Der weitere Weg führte über Leenane zu einem eindrucksvollen Wasserfall (Aasleagh Falls) und weiter zum Killary Harbour. Das ist ein ca. 16 km langer Wasserarm des Atlantiks, der in das Inselinnere hineinragt. Die Iren bezeichnen ihn als ihren einzigen Fjord. Einen genießerisch ausgedehnten Fotostopp war uns das Landschaftsbild wert. Nächstes Ziel war Kylemore Abbey. Zunächst als privates Schloß um 1860 von Mitchell Henry erbaut ging es 1920 in den Besitz eines Benediktinerordens über. Noch immer verwalten und bewirtschaften Benediktinernonnen das Anwesen mit viktorianischem Mauergarten und einer gotischen Kirche. Auch wir konnten im Andenkenladen Produkte aus täglicher Arbeit der Nonnen entdecken, so leckere Marmeladen, Kosmetika, Schokolade und Seifen. Diese wunderschöne Landschaft forderte danach zu einer Wanderung heraus. Diese unternahmen wir im ca. 20qkm großen Connemara Nationalpark unterhalb des Berges DIAMOND HILL. Zum Ende der Wanderung entdeckten wir zwei äsende Hirsche in freier Natur und die ließen sich von uns nicht stören, was für ein Fotomotiv. Es entwickelte sich teilweise das Gefühl in Irland angekommen zu sein. Noch einmal durch die Connemara Landschaft entlang des Lough Inagh fahrend erreichten wir am Nachmittag Galway. Wir nahmen uns etwas Zeit für die nach Einwohnern drittgrößte Stadt der Republik Irland. Vom mittelalterlichen Galway ist fast nichts mehr erhalten obwohl die Stadt an der Westküste einst bedeutenster mittelalterlicher Hafen Irlands war und einen schwunghaften Handel mit Spanien und Portugal betrieb. Mit einem kleinen Rundgang von der Kathedrale, entlang des Flusses Corrib und durch kleine Gassen zu Lynch´s Castle begleitete der Reiseleiter die Gruppe in den Fußgängerbereich mit vielen Geschäften, mit viel Geschäftigkeit und mit viel Live-Musik in eine kurze Freizeit. Schließlich wartete auf uns das Abendessen im Lady Gregory Hotel.

Montag, 9. September 2019 Von Gort über .... nach Tralee


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Ein wirklich schönes, sonniges Wetter und unser Frühstück waren ein guter Auftakt zu einem weiteren erlebnisreichen Tag. Bei der Abfahrt von Gort in Richtung des Burren, der steinreichsten Region Irlands, zeigte sich stolz von der Sonne angestrahlt ein Rundturm. Es war der etwas schief stehende Rundturm von Kilmacduagh. Im frühen 7.Jh. hat hier der Heilige Colman ein Kloster gegründet und die Ruinen der altirischen Klosterbaukunst boten ein spektakuläres Fotomotiv. Natürlich legten wir ein Stopp ein. Nächstes Ziel war das Kilfenora Burren Centre, hier fanden wir Entspannung und Wissenserweiterung zugleich. In einer kleinen Ausstellung vermittelt das Center Interessantes zu Flora, Fauna und der Naturgeschichte des Burren. Aufregend auch die kleine Kathedrale von Kilfenora, sie wurde im 12.Jh. zum Bischofssitz erhoben und weist die Besonderheit auf, das der jeweilige Papst immer auch ihr Bischof ist. Nun aber stand ein Höhepunkt des Tages an, der Besuch der Cliffs of Moher. Bis zu 200 m hoch und sich über eine Länge von ca. 8 km erstreckend waren die berühmten Klippen bei herrlichem Wetter ( nicht immer so! ) eine pure Einladung zum längeren Verweilen. Hier leben Seemöwen, Papageientaucher, Trottellummen und Eissturmvögel. Hier hat man vom O´Brian´s Tower die besten Aussichten. Hier ist man aber auch nicht alleine. Ein Besucherzentrum gibt u. a. Hinweise zu Wandermöglichkeiten. Am frühen Nachmittag besuchten wir im Burren noch den Poulnabrone Dolmen, Zeugnis einer frühen megalithischen Besiedlung. Der weitere Nachmittag galt dem Besuch von Bunratty Castle & Folk Park. Das jetzige Turmhaus wurde ca. 1450 an der Stelle von Vorgängerburgen begonnen zu bauen und war ca. 17 Jahre später fertig. Im 17.Jh. wurde Bunratty Castle erweitert und ein Park gestaltet. 1954 wurde die Burg restauriert und gibt heute, in der Hand des irischen Staates, ein gutes Abbild des 15./16.Jh. wieder. Wir wurden deutschsprachig durch die Burganlage geführt und bekamen einige interessante Geschichten zu hören. Regelmäßig finden hier auch mittelalterliche Bankette statt, die die Besucher in die Vergangenheit des 19.Jh. versetzen. Um die Burg herum hat man ein Modelldorf entstehen lassen. Entlang einer Dorfstraße können z.B. eine Schmiede, ein Schulhaus, ein Lebensmittelladen, eine Post oder ein Stoffladen besichtigt werden. Schließlich wurde es Zeit zum Hotel in Tralee aufzubrechen. Nach dem Abendessen gab es noch Gelegenheit sich die Grafschaftshauptstadt von Kerry bei einem kleinen Spaziergang anzusehen.

Dienstag, 10. September 2019 Ring of Kerry


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Mit einem etwas früheren Frühstück begann unser Tagesausflug entlang des berühmten RING OF KERRY. Wir trafen uns in Killarney mit unserer für diesen Tag bestellten deutschsprachigen Reiseleiterin Sabine. Sie begleitete uns ganztags und das zunächst nach Killorglin, dem kleinen Ort mit dem Ziegenbock als Denkmal. Jedes Jahr findet hier eine Feier statt, die PUCK FAIR. Ungeprüft ist der Ursprung der Feier, einst soll eine laut bläkende Ziegenherde durch die Strassen des Ortes gerannt sein und so die Bewohner vor einem drohenden Angriff englischer Truppen gewarnt haben. Sei es, wie es sei. Wir besuchten nun den Schäfer Brandon und er demonstrierte recht eindrucksvoll den Umgang mit seinen ausgebildeten Bordercollies sowie den Umgang der Hunde mit den Schafen. Viele Fragen an den Tagen zuvor waren damit erschöpfend beantwortet. Cahersiveen, Geburtsort von Daniel O´Connell - ein hoch verehrter irischer Freiheitskämpfer und Politiker, durchfahrend machten wir in Waterville eine Pause und Mittagspause zugleich. Waterville gilt als Anglerparadies und jüngst eröffnete man eine große Golfanlage. Waterville war aber auch bevorzugtes Urlaubsziel für Charlie Chaplin, jährlich zog es ihn hierher. Ihm hat man an der Strandpromenade ein bleibendes Denkmal gesetzt. Vorbei an mehreren Stone Forts fuhren wir weiter nach Sneem. Hier konnte man sich in der Pause ein gutes Eis schmecken lassen, noch eine lang gesuchte Musik-CD finden oder auch einfach nur Entspannungsoasen nutzen. Mit einem Fotostopp am LADIE`S VIEW ging es weiter. Ein Blick auf die bei Killarney gelegenen Seen war zwar möglich, ein Nachempfinden des Jubels vom Hofstaat von Queen Victoria 1861 eher nicht. Für ein Foto eignete sich das Wetter in dieser Situation eher nicht. Viel besser dann schon der Aufenthalt in Muckross Garden. Sabine zeigte und erklärte die Geschichte von Muckross House und Muckross Garden. Das Areal ist im Killarney Nationalpark gelegen und der beherbergt ausgedehnte Eichen- und Eibenbestände, ca. 14 Vogelarten, Rotwildherden und eingebürgerte Sika-Herden. Unsere Tagesbegleitung Sabine verabschiedete sich von uns und wir machten uns auf den Weg zum Hotel nach Tralee. Hier wartete ein etwas früher organisiertes Abendessen. Schließlich wollte ein Teil der Gruppe anschließend noch in das NATIONAL FOLK THEATRE OF IRELAND. Auf dem Programm stand FADO FADO und es war allemal lohnenswert, so der einhellige Kommentar von Reisegästen danach. Und wieder ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende.

Mittwoch, 11. September 2019 Von Tralee über .... nach Waterford


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Unser Frühstück war Tagesauftakt und Sonnenschein verlockte zu einem besonderen Abschied von Tralee. Wir besuchten mit einem kleinen Morgenspaziergang den Rosengarten in Tralee. Seit 1959 findet im August einen jeden Jahres das " ROSE OF TRALEE FESTIVAL" statt. Es bringt Besucher aus der ganzen Welt nach Tralee. Junge Frauen irischer Abstammung kommen und hoffen, den Titel " Rose of Tralee" zu erlangen. Ein gelungener Tagesauftakt. Kurz legten wir bei diesem schönen Wetter noch eine Pause am Aghadoe Viewpoint ein, was für ein eindrucksvolles Bild gaben die MacGillycuddy Reeks ab. Nicht schlecht. Unser nächstes Ziel war Cobh, ehemals Queenstown. Nicht aber ohne eine Entspannungspause, die wir in Macroom machten. Cobh ist über Jahrhunderte hinweg geprägt von der Seefahrt. Hier gingen die letzten Passagiere an Bord der TITANIC, bevor diese ihr tragisches Schicksal ereilte. Hier verließen viele Iren ihre Heimat in den Jahren der großen Hungersnot Mitte des 19.Jh. - das Denkmal der Annie Moore mit ihrem Bruder erinnert daran. Die Geschichte ist gut dokumentiert im alten Bahnhofsgebäude untergebracht - "QUEENSTOWN STORY". Cobh hatte auch Bedeutung während verschiedener Kriege (der Engländer!). Wir erlebten ein Kreuzfahrtschiff, sommerliches Wetter, viel Betriebsamkeit und eine Menge Live-Musik während unseres Aufenthaltes. Schließlich war es aber Zeit, nach Midleton zu fahren. Hier erwartete uns ein Besuch der Jameson Whiskey Distillery. Nach einem einführenden Film und einer geführten Besichtigung durch die Produktionsstätte ehemaliger Zeit war eine Verkostung angesagt und siehe da, es gab einige Liebhaber irischen Whiskeys mehr. Und es wurden sogar einige Fläschchen mitgenommen. Locker bzw. lockerer setzten wir unsere Fahrt in Richtung Waterford, der nächste Übernachtungsort, fort. Eine kleine Pause gönnten wir uns noch in Dungarvan. Zeitlich angemessen erreichten wir unser gutes Hotel in Waterford, der ersten von den Wikingern gegründeten Siedlung in Irland, und erhielten das Abendessen. Wieder war ein ereignisreicher Tag zu Ende.

Donnerstag, 12. September 2019 Von Waterford über .... nach Dublin


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Ein vorletztes irisches Frühstück für die gesamte Reisegruppe gab es als Tagesauftakt. Alsdann starteten wir nach Kilkenny, eine Stadt die über die irischen Grenzen hinaus als Zentrum für Handwerks- und Kunsthandwerkserzeugnisse einen sehr guten Ruf hat, natürlich seinen Bekanntsheitsgrad auch dem legendären Bier verdankt und mit ihren kleinen Straßen und Gassen als schönste Stadt Irlands für viele Iren gilt. Mächtig stand plötzlich Kilkenny Castle vor uns, ursprünglich eine Normannenburg datiert der heutige Bau aus dem 19.Jh.!  1967 wurde die Anlage an die Stadt und dann an den Staat übergeben. Nach aufwändiger Sanierung kann die Geschichte einstiger Besitzer und Bewohner gut nachvollzogen werden. Einige Reisegäste besichtigten Kilkenny Castle andere bummelten durch die pittoreske kleine Stadt. Am Nachmittag wurden wir von Doris erwartet. Sie war unsere Stadtführerin in Dublin. Pünktlich trafen wir sie am verabredeten Ort und zur verabredeten Zeit. Regengeduscht bestieg sie unseren Bus und die Stadtrundfahrt begann. Phönix-Park mit Präsidentenpalast und US-Botschafterresidenz, H´Penny-Bridge, River Liffey, Guinness-Brauerei, Trinity-College, Molly Malone, O´Connell-Street, Doors of Dublin and so much more lernten wir im zähfließenden Nachmittagsverkehr in der irischen Hauptstadt kennen. Wichtig war auch ihr Hinweis zum Vergnügungsviertel Temple Bar mit den vielen Pubs, lag doch unser Hotel fast daneben. Die Flugreisegäste konnten es etwas länger angehen lassen nach dem Abendessen im Hotel, für die Busreisegäste stand eine relativ kurze Nacht an. Beim Abendessen wurden alle Fluggäste verabschiedet, nach vielen Tagen mit großartigen Erlebnissen.

Freitag, 13. September 2019 Von Dublin über .... nach Kingston upon Hull


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Weckruf und kontinentales Frühstück zum Mitnehmen, so begann der Tag für die Busreisegäste. Hurtig ging es zum Dublin Port, dort wartete bereits unsere Fähre zur Passage über die Irische See nach Holyhead in Nordwales (Großbritannien). Pünktlich legten wir ab, pünktlich kamen wir an und setzten die Fahrt fort. In einem walisischen Dorf, dessen Namen 58 Buchstaben hat, machten wir eine Pause. Die Kurzform des Dorfnamens lautet Llanfair P.G.
Um Verzögerungen durch die Verkehrslage zu minimieren sind wir mit einer Servicepause zwischendurch kontinuierlich gefahren. Und das war gut so, denn die Grenzabfertigung in Hull erwies sich als ungewöhnlich und länger als bisher normal üblich. Letztlich waren wir alle an Bord der " PRIDE OF HULL" , das Schiff das uns über die Nordsee nach Rotterdam bringen sollte. Im Restaurant THE KITCHEN fanden wir ein gut gefülltes Buffet und später uns selbst noch in einer kleinen Talkrunde in der Sky Lounge versammelt. Die Nacht verbrachten wir bei ruhiger See in der jeweils gebuchten Kabine.

Sonnabend, 14. September 2019 Von Rotterdam über .... nach Dresden


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Das Frühstück erhielten wir wieder im Restaurant THE KITCHEN. Zur Ausschiffung sammelten sich alle Passagiere in der Sunset Show Lounge und erhielten über Lautsprecheransagen entsprechende Informationen. Zügig konnte unsere Gruppe von Bord gehen und zeitig konnten wir mit dem Bus den Hafen von Rotterdam verlassen. Die Verkehrslage erwies sich, auch durch das Wochenendfahrverbot für LKW, als gut und wir kamen flott voran. Natürlich haben wir auch auf der Rückfahrt immer wieder rechtzeitig Pausen eingelegt. In Teufelstal verabschiedete sich der Günter, unser Busfahrer, von uns letzten verbliebenen der Irlandreisegruppe. Den Rest der Heimfahrt übernahm Sascha und er brachte uns alle gut heim. An dieser Stelle ein großer Dank an Günter, der diese herausfordernde Fahrt wirklich gut gemeistert hat.
Danke auch noch einmal an Sie alle, es war mir eine Freude mit Ihnen unterwegs gewesen zu sein. Bleiben Sie gesund und alles Gute, das wünscht Ihnen Ihr Reiseleiter Norbert Binder


Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Einen großen Dank an unseren Reiseleiter Herrn Norbert Binder und an unseren Busfahrer Günter.
Haben viel über Irland erfahren und schöne Eintrücke mit nach Hause genommen. In unserer Reisegruppe haben wir uns sehr wohl gefühlt.
Danke für alles!
Vielen Dank auch an den Reisedienst Dresden - an Katrin und Heidi !
Bis zum nächsten Urlaub Familie Richter aus Dresden

Familie J. und K. Richter
01.10.2019

Liebe Familie Richter, Sie haben viel erfahren und viele schöne Eindrücke aus Irland mit nach Hause genommen. Und sich dabei auch noch in der Gruppe wohlgefühlt. Viel besser geht ein Urlaub kaum zu gestalten. Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihren Kommentar zur Reise und hoffe auf ein Wiedersehen. Bis dahin alles Gute und beste Grüße von Norbert Binder

Norbert Binder 01.10.2019
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