Reisebericht: Rundreise Israel - gelobtes Land im Nahen Osten

11.10. – 21.10.2018, 11 Tage Rundreise mit Tel Aviv - Cäsarea - Haifa - Akko - Nazareth - See Genezareth - Jericho - Masada - Jerusalem - Totes Meer

Ein faszinierendes Land mit beeindruckender Geschichte, Höhepunkten wie dem Totem Meer, der Negev Wüste und Jerusalem.

Tag 1: Donnerstag, den 11.Oktober 2018 Anreise nach Tel Aviv


Heute machten sich vierzehn Reisegäste gemeinsam mit ihrer Reisebegleitung auf den Weg in eins der interessantesten Reiseziele der Welt. Ein paar der Reisegäste flogen ab Dresden, die anderen von Leipzig und Berlin. In Frankfurt trafen wir dann am Weiterfluggate nach Tel Aviv aufeinander. Nach circa vier Stunden Flugzeit erreichten wir den Hauptflughafen des Landes: den Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Mit freudigen Erwartungen im Gepäck ertrugen wir auch das Anstehen an den Einreiseschaltern. Unser Reiseleiter Gavriel und unser arabische Busfahrer Khader erwarteten uns schon. Auf der Fahrt zu unserem Abendessen in Alt-Jaffa bekamen wir schon allerhand Informationen von unserem Reiseleiter Gabi. In dem am Strand gelegenen Restaurant wurden uns lokale Köstlichkeiten aufgetischt. Hier konnten wir gegrillten Fisch, Fladenbrot mit Humus und selbstgemachte Zitronenlimonade probieren. Anschließend ging es in unser Hotel in Tel Aviv.

Tag 2: Freitag, den 12.Oktober 2018 Caesarea, Haifa und Akko


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Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um die auch als ,,weiße Stadt" bezeichnete UNESCO-Weltkulturerbestadt Tel Aviv kennen zu lernen. So sahen wir einerseits die unterschiedlichen Baustiele der Stadt. Der einzigartige Bauhausstil machte die Stadt weltbekannt. Bei der Stadtrundfahrt erfuhren wir nicht nur zur Stadtgeschichte interessante Informationen, sondern lernten auch hier über das Leben der Bewohner. Einerseits traditionell und religiös gibt es hier sogar mehr Synagogen als in Jerusalem, aber die Stadt ist durch seine Toleranz und jungen Einwohner vielerlei modern geprägt. Dann verließen wir Tel Aviv auch schon in Richtung Norden. Nach kurzer Fahrtzeit kamen wir in Caesarea an. Mittlerweile strahlte uns auch schon die Sonne entgegen und begleitete uns fortwährend die ganze Reise über. Der erste Stopp des Tages fand bei den antiken Ausgrabungen der einstigen Kreuzfahrerstadt Caesarea statt. Im Nationalpark angekommen, begann auch Gabi mit seinen Erklärungen der geschichtlichen Ereignisse dieser Stadt. Zunächst betrachteten wir die romanischen und byzantinische Marmorstatuen ohne Köpfe, die nahe des Eingangs aufgestellt waren. Danach sahen wir uns einen circa zehnminütigen Film an, der die Geschichte vom römischen Reich bis zum byzantinischen Reich hin zu den Kreuzrittern und der Neuzeit darstellte. Von da aus ging es weiter zu dem restaurierten römischen Theater, wo heutzutage auch Veranstaltungen abgehalten werden. Anschließend drehten wir eine Runde durch die Anlage. Der große Hippodrom und die Überreste des Palastes von Herodes sind hier noch erhalten. Nur wenige Kilometer entfernt von dieser Stätte besuchten wir auch ein aus der herodianischen Zeit erhaltenes Aquädukt. Nachdem wir hier einige Minuten den Blick auf das Mittelmeer schweifen ließen, fuhren wir nach Haifa. Hier erwartete uns eine wunderbare Pracht an Ausblick auf die Stadt von den Bahai Gärten. Die gepflegte Anlage mit seinen 19 Terrassen, in dessen Mittelpunkt sich der Bahai Schrein mit einem monumentalen Kuppelbau befindet, gehört seit 2008 ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Anschließend ging es weiter in Richtung Norden. Links sahen wir ab und an das Mittelmeer und rechts das Karmelgebirge. Unser nächstes Ziel war Akko mit seiner ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Festung der Kreuzritter. Bei der Führung durch die Festung erkundeten wir Rittersäle und einen unterirdischen Gang. Um die Stadt noch ein wenig kennen zu lernen, unternahmen wir einen Spaziergang über den Markt. Hier konnte man sich an den Ständen der Markthändler frisch gepresste Säfte kaufen, um sich bei den warmen Temperaturen zu erfrischen. Besonders der pinke, aus einheimischen Granatäpfeln gewonnene Saft war lecker. Danach setzten wir unsere Reise in Richtung See Genezareth fort. Hier übernachteten wir in einem landestypischen Kibbutz.

Tag 3: Samstag, den 13. Oktober 2018: Banias, Brotvermehrungskirche, Capernaum


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Entlang des Ufers des See Genezareth fuhren wir heute nach dem Frühstück in den Norden Israels. Den Großteil der Fahrt sahen wir den See. Unser erstes Ziel war die Banias Quelle des Flusses Jordan am Fuße des Hermonberges. Sie ist eine der drei Quellen des Jordanflusses, wo später die Kultstelle unter dem Namen Caesarea Philippi entstand. Wir erkundeten nach einem kleinen Aufstieg die ausgegrabene Stätte des ehemaligen Heiligtums des Hirtengottes Pan. Dann ging es weiter zum Berg der Seligsprechung. Hier besichtigten wir die Kirche der Seligsprechung, welche von Architekt Antonio Barluzzi erbaut wurde, der viele Kirchen im Heiligen Land gebaut hat. An diesem Ort soll Jesus laut Matthäus- und Lukasevangelium der Bibel die berühmte Bergpredigt gehalten haben. Danach besichtigten wir noch eine weitere am See Genezareth gelegene Kirche: die Brotvermehrungskirche. Die im vierten Jahrhundert erbaute Kirche wurde an dem Ort erbaut, an dem Jesus die 5 Brote und 2 Fische vermehrt haben soll, um mehrere Tausend Menschen zu ernähren. Um die Mittagszeit kehrten wir in ein Restaurant am See Genezareth ein, um den schmackhaften St. Peter-Fisch zu probieren. Nach einem kleinen Spaziergang am See, fuhren wir nur wenige Minuten mit dem Bus zur Anlegestelle am See Genezareth. Bei einer kleinen Bootsfahrt auf dem stillen Gewässer, konnten wir die Landschaft um den See sehen. In Capernaum, einer Ausgrabungstätte, die heute von Franziskanern verwaltet wird, machten wir als nächstes Halt. Gabi erklärte uns, dass dies einer der Orte war, in denen Jesus währen seiner Zeit als Wanderprediger lebte. Hier entstand eine Synagoge aus weißem Kalksteinen, deren Steine aus einem 7 Kilometer entfernten Steinbruch hergebracht worden. Heute sind davon noch Überreste erkennbar, sowie die Ruinen der ältesten Kirche der Welt aus dem 6. Jahrhundert. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch zusätzlich die Yadenitquelle am Südufer des See Genezareth. Dies ist keine offizielle Taufquelle, an der Jesus getauft hatte, aber hier lassen sich bis in die heutige Zeit Menschen taufen. Auch als wir da waren, konnten wir so eine Taufe im Wasser des Jordanflusses beobachten.

Tag 4: Sonntag, den 14. Oktober 2018: Zippori, Nazareth und Bet Shean


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Am Morgen fuhren wir in unserem Bus über die Stadt Poriyya nach Zippori. Die nordwestlich von Nazareth gelegene Ausgrabungsstätte gewann in de Zeit des dritten Jahrhunderts Bedeutung, als Sitz des Hohen Rates von Bet Shearim. Wir erkundeten das weitläufige Ruinengelände mit seinen ausgegrabenen Synagogen und Theater. Vom Theater ging es den Hügel hinauf und wir konnten nach der beeindruckenden Aussicht, die Gundmauern von Häusern sehen. Auf dem Hügel steht die Zitadelle der Kreuzfahrer. Von da aus ging es über alte römische Straßen, in denen man bei einigen Steinen die Einkerbungen der Wagenräder sehen konnte. Besonders interessant waren die teilweise noch gut erhaltenen Mosaikfunde der Ausgrabungsstelle. In der 1993 entdeckten Synagoge aus dem 5. Jahrhundert erklärte uns unser Reiseleiter anhand der gefundenen Mosaike die Urgeschichte des jüdischen Volkes und die Darstellungen der Kultusgegenstände des Tempels. Unsere Fahrt setzten wir nach Nazareth, der heute größten arabischen Stadt des Landes, fort. Hier besichtigten wir den größten neuzeitlichen Kirchenbau in Israel: die Verkündigungskirche. Diese Kirche hat bereits vier Vorgängerbauten, über die uns Gabi erzählte. Durch die kunstvoll mit Geschichten aus der Bibel verzierten Türen, gelangten wir ins Innere der Kirche. Der Neubau der Kirche inkludiert im Herzen der Kirche alle Schichten der vorherigen Bauten von der Verkündigungsgrotte des dritten Jahrhunderts bis zu den folgenden Kirchenbauten. Nach der Besichtigung der Unterkirche, betraten wir die zweite Etage der Kirche: der Oberkirche. Beim Verlassen der Kirche sahen wir auch die von dem Deutschen Bernd Hartmann geschaffene Taufkapelle. Danach besichtigten wir noch die nur wenige Meter entfernte St. Josephskirche, ehe wir von der anderen Seite kommend wieder zur Verkündigungskirche und die mit Bildern verzierten Außengänge der Kirche, zum Bus zurückkehrten. Am zeitigen Nachmittag widmeten wir uns der Ausgrabungsstätte in Bet Shean. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde eine antike Stadt ausgegraben, die zu byzantinischer Zeit größer als Jerusalem gewesen sein soll. Heute zählt der Nationalpark mit seinem römischen Theater, den Thermen, der byzantinischen Ladenstraße und Säulengang zu einem der größten archäologischen Stätten Israels.

Tag 5: Montag, den 15. Oktober 2018: Qumran, Massada und Mittagessen bei Beduinen


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Als erstes ging es am heutigen Morgen zu dem nur drei Minuten Fahrzeit entfernten Qumran.
Nach einem kurzen Film, der uns einen Einblick in die Geschichte dieses Ortes gab, besuchten wir das kleine Museum. In Qumran wurden 1947 über 2000 Jahre alte Schriftrollen von Bibeltexten von einem Beduinenjunge gefunden worden. Im Museum sahen wir Gegenstände, die Tonkrüge, die ebenfalls in den Höhlen von Qumran gefunden wurden, sowie Kopien der gefunden Schriftrollen, deren Originale sich im Museum in Jerusalem befinden. Anschließend konnten wir die nur wenige Jahre nach dem ersten Fund der Schriftrollen ausgegrabenen jüdischen Siedlung ansehen. Auch konnten wir in einiger Entfernung die Höhlen sehen, in denen Archäologen nach weiteren Schriftrollen suchten und in elf von 40 durchsuchten Höhlen fündig wurden. Danach besuchten wir die Felsenfestung Massada. Auf dem Weg dahin gab uns unser Reiseleiter Auskunft über die Entstehung des Toten Meeres, an dessen Ufer wir in die südliche Richtung fuhren. Auf einem hohen Felsplateau mit Sicht auf das Tote Meer befindet sich die beeindruckende Festung von Herodes zwischen den Jahren 37 und 31 vor Christus erbaut. Mit einer Seilbahn wurden wir auf die Festung hochgefahren. Von oben hatte man einen spektakulären Ausblick auf die Weite der Landschaft.
Wir besichtigten die Ausgrabungen mit seinen ältesten römischen Fresken außerhalb von Italien, Lagerhäusern, Zisternen usw. Während dem Rundgang schilderte uns Gabi die Rolle im Jüdischen Krieg bis in die Neuzeit. Mit der Seilbahn verließen wir diese UNESCO Welterbestätte um unsere Reise weiter in die Negevwüste fortzusetzen. Auf der sich durch das Gebirge schlängelnden Straße, hielten wir an einem Aussichtspunkt an, um den Blick auf das Tote Meer und den Berg Sodom zu genießen. In der Wüste waren wir in einem Beduinencamp zu Besuch. Hier wurden uns Köstlichkeiten, wie Humus mit Fladenbrot, Couscous mit Gemüse und Hühnchen, sowie süße Nachspeisen gereicht. Nach dem Mittagessen gestärkt, lauschten wir einer Beduinenfrau bei Ihren Ausführungen zur Kultur der Beduinen und ihrem eigenen Leben. Gabriel übersetzte für uns die hebräischen Ausführungen der Frau und wir konnten im Anschluss noch Fragen stellen. Am Nachmittag brachen wir zur Heimreise auf zurück zu unserem Kibbutz in der Nähe des Toten Meeres.

Tag 6: Dienstag, 16. Oktober 2018: Jericho, Botanischer Garten Ein Gedi und Bad im Toten Meer


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Heute ging es zunächst in die am tiefsten gelegenste Stadt der Welt: Jericho. Die auch als älteste Siedlung der Welt bezeichnete Stadt im Westjordanland liegt 15 Kilometer nordwestlich des Toten Meeres. Heute konnten wir erneut Seilbahn fahren. Auf mehrere kleine Gondeln verteilt, ging es für uns auf den Berg der Versuchung. Diese wichtige Stätte der christlichen Glaubensgeschichte findet im Matthäusevangelium Erwähnung als der Ort, an welchem Jesus von Nazareth dem Teufel widerstanden hat und 40 Tage lang fastete. Wir besuchten das 1895 von der griechisch-orthodoxen Kirche erbaute Kloster Sarandarion. Beim Verlassen der Stadt fuhren wir auch an dem bekannten Maulbeerfeigenbaum vorbei. Nach der Überlieferung soll es der Baum sein, auf dem Zachäus gesessen haben soll, um Jesus zu sehen. Unser nächster Halt war das Kibbutz Ein Gedi, welches auf einer Anhöhe mit Blick auf das Tote Meer liegt. Hier trafen wir auf Sabo, einen älteren Herren, der uns die Geschichte des hier in den 50er Jahren entstandenen Kibbutz erklärte und uns durch seine unglaublich grüne Anlage führte. Hier sind verschiedene botanische Gewächse zu sehen, wie ein großer Baobabbaum mit seinen langen Wurzeln oder dem Seidenphaserbaum, sowie weiteren Pflanzen aus verschiedenen Ländern der Welt. Anschließend ging es mit dem Bus wenige Minuten den Berg hinab zum Ein Gedi Spa. Hier hatten wir die Möglichkeit die Anlage zu nutzen, um endlich auch einmal im Toten Meer zu baden, nachdem wir es die letzten Tage immer in der Ferne gesehen hatten. Nach dem Umziehen und Verstauen der Wertsachen, warteten wir an der Außenanlage auf den Transport zum Wasser. Das Ein Gedi Spa wurde nahe dem Ufer des Toten Meeres gebaut, aber nun liegt das Ufer fast einen Kilometer entfernt. So warteten wir einige Minuten hier, um von einem Traktor mit angehängten Wagen abgeholt zu werden, um zum Ufer des Meeres zu gelangen. Hier konnten wir für circa 15 Minuten (länger sollte man nicht in dem starken Salzwasser bleiben) ein Bad in dem Meer genießen.

Tag 7: Mittwoch, 17. Oktober 2018: Mitzpe Ramon, Avdat und Sede Boker


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Bei israelischer Musik ging es heute wieder ein Stück durch die Negev Wüste. Gabi erklärte uns unterwegs über die Förderung von Pottasche und Phosphor, welche exportiert werden, während wir an solchen Anlagen vorbeifuhren. Nach einiger Fahrzeit gelangten wir in das Städtchen Mitzpe Ramon. Hier befindet sich eine Naturerscheinung, genannt Maktesh Ramon. Nach Ausblicken auf einen Teil des 35 Kilometer langen und 10 Kilometer breiten Kraters, der an einen Vulkankrater erinnert. Bei der Besichtigung des Besucherzentrums lernten wir, dass diese Landschaft jedoch durch Erosionen und Erdeinbrüchen über Holräumen entstanden ist. Mehrere anschauliche Darstellungen und Videos vermittelten den Entstehungsprozess und über die Vegetation und Fauna der Negev Wüste. Der Krater wurde im Andenken an den ersten israelischen Astronauten im All Ilan Ramon benannt. Eine kleine Ausstellung über ihn, sowie ein Film, gab uns Aufschluss über sein Leben und seine Mission in der Raumfähre Columbia, welche nach zweiwöchigem Aufenthalt im All 2003 beim Eintritt in die Erdatmosphäre zerbrach und alle Besatzungsmitglieder tötete. Zu den bedeutendsten Denkmälern der Negevwüste gehört unter anderem unser nächstes Ziel, die Stadt Avdat. Die Nabatäerstadt, welche mit den drei weiteren Städten Mamshit, Schivta und Elusa zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die antike Stadt Avdat weist Gebäude aus nabatäischer, römischer und byzantinischer Zeit auf. Wir besichtigten die Anlage, die um das Jahr 3 vor Christus gegründet wurde. Anschließend fuhren wir nach Sede Boker. Das Kibbutz ist eng mit dem Namen Ben Gurion verbunden. Der erste Ministerpräsident Israels trat 1953 in das Kibbutz ein und widmete sich hier dem Vorhaben die Negevwüste fruchtbar zu machen. Zehn Jahre später ließ er sich endgültig hier nieder und fand hier auch seine letzte Ruhestätte. Gabi sprach über sein Wirken und seine Bedeutung für Israel, während wir unweit seines Grabes die Weite der Wüste im Hintergrund wahrnahmen. Anschließend machten wir uns auf die Fahrt nach Jerusalem. Wir kamen am Hotel am Abend an, als es schon dunkel wurde. Doch wir brachen nach dem Kofferabstellen gleich wieder auf, um zum Davidsturm in Jerusalem zu fahren. Hier besuchten wir noch zusätzlich eine Lichtershow, die mit herrlicher musikalischer Untermalung an den Mauern der Davidstadt die Geschichte Jerusalems erzählte.

Tag 8: Donnerstag, den 18.Oktober 2018: Jerusalem Tempelberg und Yad Vashem


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Heute machten wir uns auf, um Jerusalem kennen zu lernen. Zuerst durch den Warren's Tunnel- das unterirdische System, welches als antikes Wassersystem Wasser in die Stadt leitete. Höhepunkt der Erkundungen dieses Tages war natürlich der Tempelberg. Zunächst besichtigten wir nach dem Passieren der Kontrollen die Klagemauer. Hier konnten wir zahlreiche Gläubige bei ihren Gebeten beobachten und wie noch weitere zu den ohne hin schon reichlich vorhanden Gebetszetteln in die Mauerritzen der Mauer gesteckt wurden. Nach einem Spaziergang durch das umliegende jüdische Viertel gelangten wir auch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir die Klagemauer und den Felsendom von oben sahen. Danach stellten wir uns in die schon recht lange Schlange für den Besuch des Tempelberges mit seinen beliebten Fotomotiven der Al-Aqsa-Moschee und dem farbig prunkvollen Felsendom mit seiner goldenen Kuppel. Abschluss des Tages bildete der Besuch der 1957 eingerichteten Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Berg des Gedenkens. Als Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden und Forschungseinrichtung über den Holocaust, präsentierte sich die Ausstellung mit ausführlichen Dokumentationen verschiedener Art. Anschließend erkundeten wir noch die Außenanlage des Museum.

Tag 9: Freitag, den 19.Oktober 2018: Ölberg und Via Dolorosa


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Heute wurden wir am Morgen von unserem Reiseleiter Gabi mit Hans empfangen. Hans ist ein Gartenzwerg, der an einem Holzstock befestigt uns heute durch die gefüllten Straßen Jerusalems leiten sollte. Unser Bus brachte uns zunächst zum Ölberg, von wo wir uns zu Fuß zur Altstadt bewegten. Vom Ölberg hatte man einen guten Ausblick auf Jerusalem mit dem Tempelberg. Am jüdischen Friedhof vorbei mit Blick auf den Tempelberg, ging es zur 1954 vollendeten Kirche Dominus Flevit mit seiner Kuppel in Form eines Tränentropfen. Vor der kleinen römisch-katholischen Kirche erklärt uns Gabi Wissenswertes zum Bau der Kirche. Weiteres Ziel war der Garten Getsehmane mit den ältesten Olivenbäumen in Jerusalem. Daneben befindet sich die Kirche der Nationen, wo uns Gabi dann mit der entsprechenden Bibelstelle die Geschichte des Ortes und den religiösen Bezug erklärt. Laut der Bibel ist dies der Ort, wo Jesus seinen letzten Abend mit den Jüngern verbracht hat. Anschließend ging es bergauf zum Löwentor und über die Löwenstraße vorbei am Geburtshaus der Jungfrau Maria auf die Via Dolorosa. Wir erkundeten die Stationen des Leidenwegs Christus mit seinen vierzehn Stationen. Nach vielen Schritten in der Sonne gefüllt von Besuchern aus aller Welt, machten wir eine wohlverdiente Pause im Österreichischen Hospiz. Im Kaffeehaus des Gästehauses gab es leckeren Kaffee und Kuchen. Danach genossen wir noch einen Ausblick auf die Stadt von der Dachterrasse. Dann setzten wir unseren Weg zu Grabeskirche fort.
In dem heiligen Ort der Christenheit roch es nach Weihrauch und wir machten uns auf, die Kirche im Inneren zu erkunden. Die Kirche als eine Zusammenstellung von Kapellen, heiligen Stätten, Kirchenschiffen aus unterschiedlichen Bauepochen fasziniert nicht nur durch seine heiligste Stätte, der Grabstelle Jesus. Anschließend ging es durch die arabischen Suks, also den muslimischen Vierteln ins jüdische Viertel. Abschluss unseres Rundganges bildete der Berg Zion mit einem Besuch der Dormitiokirche. Wir beendeten unser Besichtigungsprogramm mit einer Panoramafahrt mit dem Bus zum Hotel durch die Neustadt Jerusalems.

Tag 10: Samstag, den 20.Oktober 2018: Knesset, Israelmuseum und Bethlehem


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Nach dem Frühstück fuhren wir ein kleines Stück mit dem Bus, um wenig später einen Spaziergang durch den Whol Rosengarten von Jerusalem zum 1964-66 gebaute Ministerium Knesset zu unternehmen. Gegenüber steht eine große Menora aus Stahl, welche von dem deutschen Juden Benno Elkan geschaffen wurde und 29 normative Ereignisse und Figuren aus der jüdischen Geschichte zeigt. Anschließend fuhren wir zum Israelmuseum. Gleich am Eingang des Museum ist ein großes Model der Stadt Jerusalem im Maßstab 1 zu 50 zur Zeit der zweiten Tempelperiode kurz vor seiner Zerstörung im Jahre 70. Dann besichtigten wir die Originale der Schriftrollen die in Qumran, in den Höhlen am Toten Meer gefunden wurden. Im Museum konnten wir uns näher dem Jüdischen Glauben widmen und lernten über das religiöse Leben der Juden von Geburt, Bat oder Bar Mitzwa über Heirat bis zum Tod anhand verschiedener Exponate. Vom Raum der Bücher mit verschiedenen jüdischen Biebeln in verschiedenen Sprachen aus unterschiedlichen Sprachen, ging es weiter zu einer Torarolle aus dem 19. Jahrhundert. Hier demonstrierte uns Gabi seine Lese- und Übersetzungskünste. Anschließend besichtigten wir verschiedene Synagogen, wie die Barocke goldene italienische Synagoge, eine indische Synagoge oder eine aus Suriname und eine Deutsche Synagoge aus dem frühen 18. Jahrhundert. Ausgestellt waren auch Torabestandteile aus Ländern des Nahen Ostens, wie Jemen, Syrien, Libanon, aber auch Afrika und anderen Ländern der Welt. Danach erkundeten wir noch den Herzl Berg. Der höchste Punkt der Stadt ist ein Militärfriedhof, wo sein Namensgeber und Zionismusbegründer Theodor Herzl bestattet liegt. Abschluss des Tages bildete ein Ausflug nach Bethlehem. Durch den Vorort Beit Jalla und einigen chaotischen Verkehrsverhältnissen brachte uns unser guter Busfahrer zu einem Busparkplatz, von dem wir einen Spaziergang zur Geburtskirsche Jesu antraten. Die seit der zweiten Hälfte des 5. Jahrhundert stehende Kirche wird heute von der griechisch-orthodoxen und armenischen Kirsche verwaltet.

Tag 11: Sonntag, den 21.Oktober 2018 Yahudamarkt und Heimreise


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Weil unser Rückflug nach Deutschland erst am Nachmittag war, besuchten wir am Morgen den Yahudamarkt in Jerusalem. Dazu liefen wir einige Minuten zur Bahnhaltestelle und fuhren einige Minuten zum Markt. Hier bummelten wir über den Markt, wo viele Händler an ihren Marktständen unterschiedliche Waren anboten. So sahen wir nicht nur Stände mit Bergen von Gemüse und Obst, sondern auch Gummibärchen, Halvatorten, Fisch, Käse und allerlei Gebäck. Nach der Rückkehr zu unserm Hotel, ging es zurück nach Tel Aviv, von wo aus wir am späten Nachmittag zurück nach Frankfurt flogen. Anschließend kehrten wir wieder nach Dresden, Leipzig und Berlin zurück.

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