Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Italien – Gartenkunst in der Toskana & rund um Rom

Reisebericht: 09.04. – 18.04.2026

Spektakuläre Gärten, so unterschiedlich wie nur denkbar, in einem spektakulären Land, das die Schönheit gepachtet zu haben scheint die charakteristischen Landschaften der Toskana und des Latium.

Lutz Finkler

Ein Reisebericht von
Lutz Finkler

05 Gardone, Hellergarten – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 11 Seggiano, Spoerrigarten – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 15 Siena – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 19 Pitigliano – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 22 Pitigliano – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 32 Tivoli, Villa d´Este – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 33 Tivoli, Villa d ´Este – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 36 Tivoli, Hadriansvilla – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 40 Ninfa – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 41 Ninfa – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 42 Ninfa – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL) 44 Ninfa – © Lutz Finkler (Eberhardt TRAVEL)

9.4.2026 Von Dresden bis Nogarole Rocca bei Verona

Wie immer muss man eine lange Anfahrt in Kauf nehmen, wenn man ins Sehnsuchtsland der Deutschen kommen will. Um 6 Uhr morgens ging es los am Dresdener Flughafen, erst in Bayern stiegen noch Personen dazu, Ilona und Frank Hansch wechselten sich am Lenkrad ab – und irgendwann waren wir tatsächlich über den Brenner, ohne Staus! Das fing gut an. Durch die Obst- und Weinbaugebiete Südtirols… irgendwann wurden die Berge kleiner und in schönster Abendsonne hielten wir vor unserem Hotel in einem umgebauten Landgut in der Nähe von Verona.

10.4.2026 Vom Gardasee bis ins Herz der Toskana

Morgens fuhren wir wieder auf die Alpen zu, dann bogen wir ab zum Gardasee und erreichten in dessen Südwesten Gardone mit dem Hellergarten. Hier befinden sich auf nur 1,5 ha über 2000 Pflanzenarten, bunt zusammengewürfelte und dichtgedrängte Landschaftssegmente (Indochina, die „Dolomiten“, mehrere Seen, die Monet oder Strawinsky heißen) und über 30 Freiskulpturen zeitgenössischer Künstler, u.a. von Keith Haring, Roy Lichtenstein, Niki de Saint Phalle, Mimmo Paladino - aber auch Buddhas sieht man und sogar historische Figuren von Rodin und Renoir. Die meisten Werke stammen vom Schöpfer des Gartens selbst: dem Multikünstler André Heller. Am prominentesten sind vielleicht seine sich gegenseitig bespuckenden Figuren am "See der Monster". Vieles stammt aber bereits aus der Zeit davor, aus der Entstehungszeit um 1910, als der Zahnarzt des Zaren, Dr. Hruska, hier einen "Weltgarten" errichtete. Nach dessen Tod 1971 verfiel die Anlage, bis 1988 Heller übernahm und neu ausstaffierte. Inzwischen ist auch Heller nach Marokko weitergezogen, der Garten wird von einer Stiftung aber in seinem Sinne gepflegt. Man kann und sollte sich treiben lassen, um wie in einem schönen Traum ständig mit neuen Situationen und Überraschungen konfrontiert zu werden.
Eine weite Fahrt von fast 400 km brachte uns durch die Poebene und über den Appenin in die Toskana, ins Hotel L'Albergo di Murlo südlich von Siena.

11.4.2026 Im Spoerrigarten am Fuße des Monte Amiata

Etwa 80 Kilometer südlich von Siena erreicht man über die Staatsstraße 2, die antike Cassia, die durch das Weltkulturerbe Orciatal führt, dann auf immer kleiner werdenden Straßen Seggiano – wie alle Orte hier an den Berg geklebt (z.B. Montalcino, Castiglione d´Orcia). Noch einmal durch ein tief eingeschnittenes Tal, dann ächzt der Bus durch ein Tor und man ist auf Spoerris Landgut, das sich schon an den Ausläufern des Monte Amiata befindet, dem weithin sichtbaren erloschenen Vulkan, der das südliche Ende der Toskana bildet. Hier kaufte der Schweizer Künstler einen Hof mit etwa 17 ha Land, auf dem sich Wäldchen, aber auch große lichtere Flächen mit Olivenbäumen befinden. Hier, wo auf der steinigen Erde auch Wein wächst, ferner nun die Himalayazeder, die Pflaumeneiche, Lorbeer, Esskastanie, Wacholder, Gingko und Feige, entstand ab 1997 sein Künstlergarten mit schließlich über hundert Freiskulpturen und Installationen. Über die Hälfte davon stammen von Spoerri selbst, viele von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern mit ähnlichem Hintergrund des um 1960 entstandenen „Nouveau Réalisme". Alltagsgegenstände wurden neu zusammengesetzt und repräsentierten teils humorvoll, teils bedrohlich Seelenzustände. Sterben, Lust, Alptraum und Schrecken werden thematisiert. Man kann es eine "begehbare Biografie" nennen, zu der auch gehörte, dass Spoerri als Kind dem Tod durch die Nazis nur knapp entging. Das erzählte anschaulich Susanne Neumann, selbst Künstlerin, die seit dem Tod Spoerris 2024 hier die Leiterin ist.
Wieder in Murlo, erwartete uns im Hotel eine Weinprobe mit hervorragenden Produkten eines jungen Paares (Podere Arizzi).

12.4.2026 Siena

Heute war Siena an der Reihe, tatsächlich mit gut 50.000 Einwohnern die größte Stadt, die wir auf dieser Reise aufsuchten. An der Fortezza stiegen wir aus dem Bus und machten uns mit unserer Führerin Luise auf dem Weg in die Altstadt. Wir wurden mit der Geschichte von Siena und seiner verschachtelten Struktur bekannt gemacht. 17 Viertel gibt es hier, jedes mit einem eigenen Wappen (Adler, Gans usw.). Einmal im Jahr, im August, treten 10 von ihnen im Palio an, einem Pferderennen, das auf dem zentralen Platz, dem sanft abfallenden Campo und dem tief liegenden Rathaus mit seinem streichholzdünnen Turm, ausgetragen wird. Die Stadt mit ihren Häusern aus vorwiegend Ziegelmauerwerk ist ein Denkmal der Gotik und zeigt sich bis heute mehr oder weniger in seinem Aussehen des 14. Jahrhunderts. Das, was die Stadt heute in Italien so einzigartig macht, geschah letztlich aus Mangel: nach Verlegung der Frankenstraße in die entsumpften Ebenen war es langsam mit dem Reichtum der Handelsstadt und des langjährigen Stadtstaates vorbei. Es gab keinen Veränderungsdruck mehr, und das, was wir heute malerisch nennen, ist letztlich Zeugnis des Niedergangs der Stadt, die vorher sogar Konkurrentin von Florenz war. Auch die Pest trug zum Ende der goldenen Zeit bei...in der man sogar den Dom auf das Doppelte seiner Größe ausbauen wollte. Das Resultat ist heute als imposanter Torso sichtbar. Siena war auch Zentrum der Kunst, wovon die Ausmalungen (z.B. die "gute und die schlechte Regierung" im 1325-44 entstandenen Rathaus durch Duccio, Martini und den Lorenzetti zeugen. Der Rathausturm, die Mangia, überragt auch den viel höher gelegenen Dom und zeugt vom frühen Einfluss bürgerlicher (ghibellinischer, d.h. kaisertreuer) Kräfte. Der Dom in durchgehend schwarz-weißer Wappenfarbe ist einer der bedeutendsten in der Toskana. Figuren von Bernini, die herrliche, von den Brüdern Pisani im 13. Jahrhundert gestaltete Kanzel und die von Pinturicchio ausgemalte Piccolomini-Bibliothek machen die Kirche auch zur Stätte bedeutender Kunstwerke.

13.4.2026 Pitigliano, Niki de St.Phalle und schließlich Marino südlich von Rom

Noch einmal ging es über kurvenreiche Straßen der Toskana, herum um die Monte Amiata, vorbei an Sorano, schließlich nach Pitigliano, wo uns Führerin Natascha erwartete. Huh, war das plötzlich kalt und regnerisch! Aber ohne diese „Einschübe“ ist ein Aufenthalt in Italien nicht vollständig. Natascha machte uns mit dem uralten, schon voretruskischen Ort bekannt, der auf einem Tuffplateau liegt und von tief eingeschnittenen Flusstälern umrahmt ist. Mit seiner Rauheit ist Pitigliano, im äußersten Südwesten der Toskana gelegen, schon fast dem Bild der Dörfer des Lazio entsprechend. Nur zwei Sträßchen mit kleinen Geschäften durchziehen die Altstadt, die immerhin ein ganzes jüdisches Ghetto aufzuweisen hat.
Wir erreichten schließlich die Küstenregion, die Maremma, und hielten bald vor dem Tarokgarten Niki de St. Phalles. Die französisch-schweizerische Künstlerin wollte ihren eigenen Parc Güell schaffen und errichtete hier über 17 Jahre bis zu ihrem Tod 2002 einen farbenfrohen Park aus riesigen, begehbaren Figuren, inspiriert von den Zufällen des Tarotspiels. Die Mosaike aus Spiegel- und Keramikbruch funkelten trotz Regenwetters. Die detailierten Formen laden ein, das Leben als bunte, magische Spielwelt zu betrachten.

Schließlich fuhren wir Richtung Rom, an der Stadt südlich vorbei, und kamen in unserem Hotel in Marino an, am Fuße der Albaner Berge und mit Blick auf die Vororte der Großstadt.

14.4.2026 Castel Gandolfo und der Chigipalast in Ariccia

Nur ein paar Kilometer waren es von unserem Hotel bis nach Castel Gandolfo, malerisch über dem Albaner Kratersee gelegen und durch seinen 1627 zur Sommer-Papstresidenz umgebauten Palast bekannt. Der war Tabuzone für Touristen, bis der unvergleichliche Franziskus 2016 alles in ein Museum umwandelte. Seitdem kann man nicht nur den "geheimen Garten" am Fuß des Gebäudes besichtigen, sondern das riesige Bauwerk selbst, inklusive sakralen Kostümen, einer Papst-Porträtgalerie und dem Schlafzimmer des Pontifex. Das alles zeigte uns Alessandra. Leider sind im Innenhof die einst dort ausgestellten Papstkarossen vom Mercedes 600 bis zum Papamobil verschwunden – warum nur?

Fast alle kamen mit, als ich einen spontanen (das geht noch im April) Besuch des gegenüber liegenden Barberinigartens vorschlug - ein italienischer Renaissancegarten schlechthin. Er ist so groß, dass er mit einem Minibus befahren werden muss. Im Garten finden sich auch die Reste der antiken Diokletiansvilla. Ein Belvedere verschafft einmalige Ausssicht auf die Anlage und auf das umliegende latinische Land.

Nach einer Mittagspause ging es ein paar Kilometer weiter zum Sommerpalast der Familie Chigi, einem Renaissancegebäude, das im 17. Jahrhundert von Bernini umgebaut wurde. Dieser schuf auch die gegenüber liegende Kuppelkirche. Der Palast, komplett mit Möbeln, Haushaltsgegenständen, Ledertapeten und Kunst ausgestattet, bietet einen hervorragenden Eindruck herrschaftlichen Lebens der frühen Neuzeit.

15.4.2026 Der Park der Villa d´Este und die Villa Hadriana

Tivoli, einst Sehnsuchtsziel von Künstlern und Reisenden aus ganz Europa, liegt in malerischer Hanglage östlich von Rom und bietet gleich mehrere bedeutende UNESCO-Welterbestätten. Zwei davon standen auf unserem Programm: die Villa d’Este mit ihrem berühmten Garten und die Villa Adriana (Hadriansvilla).
Die Villa d’Este ist ein Juwel der Gartenkunst der Renaissance. Die Villa entstand ab den 1560er Jahren unter Kardinal Ippolito d’Este, der – weil er nicht Papst wurde – all seinen Ehrgeiz in dieses Projekt steckte. Er ließ ein ehemaliges Kloster zum Palast umbauen, den Garten entwarf Pirro Ligorio. Die Hanglage mit weiter Aussicht und die außergewöhnliche Wasserführung machen ihn zu einem Meisterwerk. Zwei Hauptachsen – eine Sichtachse zur Villa und eine Wasserachse mit drei Fischteichen – strukturieren das Gelände. Entlang der berühmten Viale delle Cento Fontane (Weg der 100 Brunnen) reiht sich eine Fülle an Wasserspielen – fontänenartig, schwebend, tanzend.
Ein Höhepunkt der Anlage ist die Wasserorgel, ein technisches Wunder, das auf das 16. Jahrhundert zurückgeht (letzte Renovierung 2003): Ein Wasserrad betreibt eine Spielwalze, die die Orgelpfeifen automatisch erklingen lässt. Der Garten ist ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Gartenbau und Hydrotechnik.

Die Villa Adriana, unterhalb von Tivoli gelegen, war der Sommerpalast Kaiser Hadrians – doch „Villa“ ist fast untertrieben. Auf über 200 Hektar erstreckte sich ein weitläufiger Komplex mit Palästen, Tempeln, Thermen, Bibliotheken und Gärten – eine Art Miniaturwelt des römischen Reiches. Der Bau begann um 118 n.Chr. und dauerte rund 15 Jahre. Hadrian, selbst Architekt und weitgereister Herrscher, ließ hier Eindrücke und Bauformen aus Griechenland, Ägypten und dem Orient zusammentragen. Besonders eindrucksvoll ist das Wasserbecken des Kanopos, flankiert von Säulen und Skulpturen, das auf ein Heiligtum bei Alexandria verweist. Weitere Höhepunkte: das Poikile mit seiner riesigen Umfassungsmauer und das geheimnisvolle Teatro Marittimo – ein Rundbau mit Wassergraben und einer Miniaturvilla auf einer Insel. Diese Mischung aus architektonischer Vielfalt und landschaftlicher Gestaltung machte die Anlage über Jahrhunderte zum Studienobjekt für Künstler und Archäologen. Viele Skulpturen aus der Villa fanden sich später in Sammlungen weltweit.

16.4.2026 Ninfa und italienischer Alltag in Rocca di Papa

Ca. 60 km südlich von Rom und damit am südlichsten Punkt unserer Reise befindet sich der 8 ha große Landschaftsgarten Ninfa, benannt nach einem Wasserheiligtum und nach einem Ort, der sich einst hier befand. Der Garten liegt am Rande der Pomtinischen Ebene und am Fuße der steil abfallenden Lepinischen Berge. Erhaben liegt der Ort Norma hoch über der Anlage. 1381 zerstört und bis zum 17.Jahrhundert wegen grassierender Malaria verlassen, verfiel der mittelalterliche Ort mit seinen Palazzi, der Burg, Brücken, 7 Kirchen, Mühlen und Wohnhäusern und wurde überwuchert. Im spätromantischen Zeitalter notierte der deutsche Gelehrte Ferdinand Gregorovius 1860: "das Pompeji des Mittelalters...die märchenhafte Ruine einer Stadt...es macht einen unbeschreiblichen Eindruck, in diese Efeustadt einzuziehen...ich sah nie solchen phantastischen Trümmer." Um 1900 besannen sich die Caetani, Nachfolger der Adelsfamilien, die hier früher gewohnt hatten, ihres Erbes und begannen, hier einen Landschaftsgarten anzulegen. Die Überwucherungen wurden beseitigt, Zypressen, Rosen, Eichen und exotische Gewächse gepflanzt und einige Ruinen restauriert. Tonangebend waren vor allem Caetanis englische Frau Ada Boothe Wilbraham und zwei ihrer Söhne. Die faszinierenden Ruinen zu Staffagebauten zu machen, entspringt ganz englischer Tradition, doch die Authentizität der Bauten und die südländische Üppigkeit von Fauna und Flora (1300 Pflanzenarten, 100 Vogelarten) sowie das von Wasser durchzogene Terrain ergeben einen großen Reiz. Später übernahm Marguerite Chapin, eine Verlegerin, die viele namhafte Schriftsteller hierher führte, und schließlich ihre Tochter, die Malerin Lelia Caetani, die aus der Anlage eine Stiftung machte und 1977 verstarb. Ihr ist die heutige Gestaltung des Gartens wesentlich zu verdanken. Sie formte ihn zu ihrem Gemälde, vor allem an der Wasserseite. Hier steht eine 180 Jahre alte Schwarzpappel, dann folgt ein Bambuswäldchen, schließlich eine beeindruckende Wasserkunst vor der Kulisse des ehemaligen Palastes.
Wir kletterten mit dem Bus noch einmal in die Welt der Albaner Berge, die so ein charakteristisches Landschaftsbild darstellt, das über Jahrhunderte Maler und Poeten angezogen hat. Hinauf nach Rocca di Papa, dem höchstgelegenen Ort, der sich, aus der Ferne betrachtet, wie Lava den Berg herunter ergießt. Hier konnten wir, abseits von den Touristenströmen, italienischen Alltag erleben, inklusive Autos, die uns von der engen Straße jagten.

17.4.2026 Bomarzo und Reise nach Norden

Mit Bomarzo erreichten wir das letzte und krönende Highlight unserer Reise: den einzigartigen, verwunschenen „Heiligen Wald“ des Vicino Orsini. Anders als die harmonischen Renaissancegärten der Villa d’Este ist dieser Park bewusst chaotisch und rätselhaft gestaltet. Zwischen bizarren Skulpturen, schiefen Häusern, aus dem Boden auftauchenden Fischen und exotischen Tieren fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Die Wege sind labyrinthisch, die Größenverhältnisse verzerrt – ein Ort voller Täuschungen und Überraschungen, ganz typisch für den Manierismus: „Verblüffen“ war das Motto.
Vicino Orsini, ein gebildeter Adliger mit einer bewegten Vergangenheit, ließ den Park zwischen 1550 und 1580 als „Bilderrätsel für Gelehrte“ anlegen. Viele der Monumente beziehen sich auf antike Literatur und Renaissancewerke, besonders auf das Werk „Hypnomachia Polyphili“. Der Park spiegelt Orsinis persönliche Philosophie wider, geprägt von Sinneslust und einer Art Rebellion gegen Kirche und Gesellschaft. Schon am Eingang fordern zwei Sphingen den Besucher heraus: Ist das, was du siehst, reine Kunst oder bloße Täuschung? Diese Frage zieht sich durch den gesamten Park.
Auf unserem Rundgang begegneten wir mythologischen Wesen, Liebesthemen, Fabeltieren und sogar einem riesigen Höllenmaul, das anders als bei Dante nicht Schrecken, sondern lustvolle Gelassenheit ausstrahlt – mit einer Picknick-Tischzunge im Inneren.
Ja, das war´s. Nun hatten wir 1.500 km Rückreise vor uns. Sanft glitten wir dahin: erst noch durch die dramatische Landschaft des Lazio, dann wieder durch die liebliche, völlig andere Landschaft der Toskana, dann Berge, dann die Poebene, am nächsten Tag wieder Berge.

18.4.2026 Heimreise

Dann bayrischen Hopfen, schließlich im abendlichen Regen Dresden.


Kommentare zum Reisebericht