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Apulien entdecken: Italiens sonniger Süden voller Schönheit

Reisebericht: 04.05. – 11.05.2026

Weiße Städte, weite Olivenhaine und das glitzernde Meer – Apulien zeigt sich von seiner schönsten Seite und lädt uns zum Entdecken und Genießen ein.

Monika Cortese

Ein Reisebericht von
Monika Cortese

Alberobello  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Kostproben in der Käserei  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Spaziergang durch Cisternino  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) 1000 Jahre alter Olivenbaum  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Lecce bei Regen, Piazza D'Oronzo  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Spaziergang durch Lecce  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Ostuni, die Matera – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Matera  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Höhlenwohnung, Matera  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Masseria Caselli, Apulien  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Masseria Caselli, Apulien  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Apulien

Von verschiedenen Flughäfen aus machen wir uns auf den Weg nach Süditalien. Durch die unterschiedlichen Abflugorte trifft unsere Gruppe gestaffelt in Apulien ein – die ersten Gäste erreichen ihr Ziel bereits am frühen Nachmittag, während ich mit dem letzten Teil der Gruppe am Abend in Bari landen.

Von dort fahren wir weiter zu unserer Unterkunft, der Masseria Caselli, wo sich nach und nach die gesamte Gruppe eingefunden hat.

Am Abend kommen wir schließlich alle zusammen, lernen uns in entspannter Atmosphäre kennen und lassen den Tag bei einem guten Abendessen ausklingen.

Unsere Unterkunft – eine stilvolle, typisch apulische Masseria – verbindet regionalen Charme mit elegantem Komfort und bietet einen schönen Rahmen für den Start unserer Reise.

So klingt der erste Tag in Apulien angenehm aus und wir freuen uns auf die kommenden Erlebnisse.

Castellana–Grotten & Alberobello

Nach dem Frühstück starten wir gemeinsam mit unserer örtlichen Reiseleitung Maria in Richtung apulisches Hinterland. Bereits während der Fahrt gibt sie uns spannende Einblicke in Land und Leute. So erfahren wir unter anderem mehr über die Herkunft des Namens Apulien, der auf das lateinische „Apolia“ zurückgeführt wird und sinngemäß als „Land ohne Regen“ gedeutet wird.

Auch die Castellana-Grotten sind bereits Thema im Bus: Maria erzählt uns von der Entdeckung dieses riesigen Höhlensystems und davon, welche Wirkung die gewaltige Tiefe und Dunkelheit früher auf die Menschen hatten. Die unzugängliche und geheimnisvolle Welt unter der Erde regte die Fantasie stark an, sodass sich im Volksglauben teils sehr bildhafte Vorstellungen entwickelten. Die Grotten wurden dabei auch mit Mythen rund um die Unterwelt und die Hölle in Verbindung gebracht.

Angekommen an den Castellana-Grotten tauchen wir anschließend selbst in diese faszinierende unterirdische Welt ein. Gemeinsam mit einer Gästeführerin der Grotten erkunden wir die gewaltigen Hallen und Gänge dieses eindrucksvollen Naturdenkmals. Über Millionen Jahre haben sich hier bizarre Kalksteinformationen gebildet, die der Fantasie viel Raum lassen: Manche Formationen erinnern an Tiere, Figuren, Gestalten, andere lassen sich ganz klar erkennen und wirken fast erstaunlich konkret. Diese Mischung aus Realität und Vorstellungskraft macht den Rundgang besonders eindrucksvoll.

Im Anschluss setzen wir unsere Fahrt nach Alberobello fort, dem wohl bekanntesten Ort Apuliens und UNESCO-Weltkulturerbe. Schon bei der Ankunft prägen die typischen Trulli das Stadtbild: kleine, weiß getünchte Rundhäuser mit charakteristischen Kegeldächern, die dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre verleihen.
Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Maria entdecken wir die beiden Ortsteile der Stadt: Aia Piccola, den ruhigeren und ursprünglichen Teil, in dem viele Trulli noch bewohnt sind und einen authentischen Eindruck des Alltags vermitteln, sowie den lebhafteren Rione Monti mit seinen dicht an dicht stehenden Trulli, kleinen Geschäften und verwinkelten Gassen. Von einem Aussichtspunkt eröffnet sich uns zudem ein weiter Blick über die Dächerlandschaft der Stadt - ein Panorama, das den besonderen Charakter Alberobellos eindrucksvoll unterstreicht.

Am späten Nachmittag kehren wir zurück zu unserer Masseria. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir schließlich den Tag entspannt ausklingen.

Zwischen Mozzarella, Olivenöl und weißen Gassen

Nach dem Frühstück starten wir heute etwas später in den Tag. Gemeinsam mit unserer örtlichen Reiseleitung Maria machen wir uns auf den Weg ins Valle d’Itria. Bereits während der Fahrt stimmt sie uns auf das Tagesprogramm ein und erzählt Wissenswertes über den Olivenanbau in Apulien, die Herstellung von Olivenöl sowie über aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft der Region.

Unser erstes Ziel ist heute eine Käserei, in der wir einen Einblick in die Herstellung des berühmten Mozzarellas erhalten. Schritt für Schritt verfolgen wir, wie aus frischer Milch der bekannte Käse entsteht, von der Zugabe von Lab bis hin zur Weiterverarbeitung der Masse in heißem Wasser. Besonders eindrucksvoll ist zu sehen, wie der Mozzarella von Hand gezogen und geformt wird, bis schließlich die typischen Kugeln entstehen. Natürlich darf auch eine Verkostung nicht fehlen, bei der wir den frischen Käse zusammen mit einem typischen Primitivo Rosato direkt probieren können.

Im Anschluss legen wir ganz spontan noch einen kurzen Stopp im hübschen Ort Cisternino ein. Bei einem kleinen Spaziergang durch die engen, weiß getünchten Gassen genießen wir die ruhige und authentische Atmosphäre dieses typisch apulischen Städtchens.

Weiter geht es zu einer traditionellen Ölmühle. Hier erfahren wir mehr über die Herstellung von Olivenöl, von der klassischen Pressung mit großen Steinrädern bis hin zu modernen Verfahren wie der Zentrifugation. Vor der Ölmühle steht eindrucksvoll auch ein jahrhundertealter Olivenbaum, der die lange Tradition des Olivenanbaus in Apulien greifbar macht. Bei der anschließenden Verkostung probieren wir verschiedene Olivenöle und entdecken die feinen geschmacklichen Unterschiede. Wer möchte, kann die Produkte direkt vor Ort erwerben.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Locorotondo, das - wie auch Cisternino - zu den „Borghi più belli d’Italia“, den schönsten Dörfern Italiens, zählt. Bei einem Rundgang entdecken wir die charmante Altstadt mit ihren weißen Häusern, blumengeschmückten Gassen und dem kreisförmig angelegten Ortskern, dem die Stadt ihren Namen verdankt. Immer wieder bieten sich schöne Ausblicke über die umliegende Landschaft.

Im Anschluss genießen wir eine entspannte Kaffeepause und etwas Freizeit, bevor wir am frühen Abend zu unserer Masseria zurückkehren. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Trani und das geheimnisvolle Castel del Monte

Nach dem Frühstück brechen wir heute in Richtung Norden auf. Während der Fahrt erzählt uns Maria wieder viel Interessantes über Apulien, von der bewegten Geschichte der Region bis hin zu bedeutenden Heiligen wie dem heiligen Nikolaus, dessen Verehrung in Süditalien bis heute eine große Rolle spielt.

Unser erstes Ziel ist die Hafenstadt Trani. Gemeinsam besichtigen wir zunächst die eindrucksvolle Kathedrale San Nicola Pellegrino, die direkt am Meer erbaut wurde und zu den schönsten romanischen Kirchen Apuliens zählt. Gewidmet ist die Kathedrale dem heiligen Nikolaus dem Pilger, dessen Gebeine hier aufbewahrt werden. Mit ihrer außergewöhnlichen Lage unmittelbar an der Küste zählt die Kirche zu den bekanntesten Wahrzeichen der Region und wirkt besonders eindrucksvoll vor dem Blau des Meeres.

Anschließend spazieren wir weiter zum Hafen von Trani mit seinen Fischerbooten, kleinen Cafés und der langen Promenade. Die entspannte Atmosphäre und das Leben rund um das Hafenbecken verleihen der Stadt einen besonderen Charme.

Nach der Stadtführung bleibt noch etwas Freizeit. Das herrliche Wetter lädt dazu ein, bei einem Eis oder einem Aperol Spritz am Hafen zu sitzen und den Blick auf die Fischerboote und das bunte Treiben am Wasser zu genießen.

In dieser Zeit besorge ich in einer bekannten Pasticceria das typische apulische Gebäck „Pasticciotto“, eine regionale Spezialität aus Mürbteig mit cremiger Füllung, die es in verschiedenen Varianten gibt. Mit einem ganzen Tablett voller frischer Pasticciotti kehre ich zur Gruppe zurück und wir nehmen die süßen Köstlichkeiten mit für später.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Castel del Monte, das schon vom Bus weithin sichtbar auf einer Anhöhe liegt und als eines der bekanntesten Wahrzeichen Apuliens gilt. Bevor wir mit dem Shuttlebus hinauffahren, genießen wir aber erst einmal gemeinsam in aller Ruhe die frisch gekauften Pasticciotti - sehr lecker!

Kurz darauf erreichen wir das Castel del Monte. Schon von außen beeindruckt das geheimnisvolle Bauwerk durch seine außergewöhnliche achteckige Form. Erbaut wurde das Kastell im 13. Jahrhundert unter Kaiser Friedrich II., einer der faszinierendsten Persönlichkeiten des Mittelalters.

Oben angekommen besichtigen wir es gemeinsam mit unserer örtlichen Gästeführerin. Dabei erfahren wir mehr über die außergewöhnliche Architektur des Bauwerks, in der sich die Zahl Acht nahezu überall wiederfindet: Das Castel besitzt einen achteckigen Grundriss, acht Türme und einen achteckigen Innenhof. Auch die Räume folgen diesem Prinzip, sowohl im Erdgeschoss als auch im oberen Stockwerk befinden sich jeweils acht Säle. Selbst in kleineren Details taucht die Symbolik immer wieder auf. So umfasst eine der berühmten Treppen beispielsweise 44 Stufen, 4 plus 4 ergibt wiederum 8. Bis heute gibt das Schloss Historikern und Wissenschaftlern Rätsel auf, denn viele Fragen, auch zu seiner tatsächlichen Nutzung, sind noch immer ungeklärt.

Nach einer kurzen Pause treten wir am Nachmittag die Rückfahrt zu unserer Masseria an. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir die Eindrücke dieses abwechslungsreichen Tages entspannt ausklingen.

Barockes Lecce und die Hafenstadt Otranto

Nach dem Frühstück fahren wir heute in den Süden Apuliens. Unser erstes Ziel ist Lecce, die Hauptstadt des Salento, die wegen ihrer prachtvollen Barockarchitektur auch als „Florenz des Südens“ bezeichnet wird.

Schon während der Fahrt sorgt der Wetterbericht für Gesprächsstoff: Laut meiner App soll es in Lecce trocken bleiben, während für Otranto Regen angekündigt ist - am Ende kommt es allerdings genau umgekehrt!

Bereits beim Rundgang durch die Altstadt wird schnell deutlich, warum Lecce diesen Beinamen trägt. Zwischen engen Gassen, reich verzierten Fassaden und hellen Sandsteinbauten entdecken wir eindrucksvolle Zeugnisse des sogenannten „Barocco Leccese“, der die Stadt bis heute prägt. Gemeinsam spazieren wir vorbei an der Porta Napoli, durch verwinkelte Straßen bis hin zur Piazza Sant’Oronzo mit dem römischen Amphitheater, das mitten im Herzen der Stadt liegt. Auch die prächtige Basilika Santa Croce mit ihrer außergewöhnlich reich geschmückten Fassade beeindruckt viele von uns.

Leider zeigt sich das Wetter in Lecce wie gesagt deutlich nasser als angekündigt. Mit Regenschirmen ausgestattet lassen wir uns die Stimmung der Stadt dennoch nicht nehmen und genießen die besondere Atmosphäre der Altstadt trotz Regenschauer.

Nach etwas Freizeit fahren wir weiter nach Otranto und dort erwartet uns entgegen aller Vorhersagen trockenes Wetter. Sogar die Sonne lässt sich manchmal blicken. Die charmante Hafenstadt liegt an der Straße von Otranto, der Meerenge zwischen Italien und Albanien, und gilt als östlichste Stadt Italiens.

Gemeinsam erkunden wir die Altstadt mit ihren kleinen Gassen, der Uferpromenade und dem Hafen. Besonders sehenswert ist die Kathedrale von Otranto mit ihrem berühmten mittelalterlichen Mosaikfußboden, der als eines der bedeutendsten Bodenmosaike Italiens gilt. Viele Gäste nutzen die Freizeit, um die Stadt noch ein wenig individuell zu entdecken oder den Blick auf das Meer zu genießen.

Am späten Nachmittag treten wir die Rückfahrt zu unserer Masseria an. Dort erwartet und wieder ein gemeinsames leckeres Abendessen.

Polignano a Mare und die weiße Stadt Ostuni

Heute zeigt sich Apulien von seiner sonnigen Seite: Bei strahlend blauem Himmel starten wir nach dem Frühstück zu einem entspannten Ausflug entlang der Adriaküste. Da heute keine festen Besichtigungstermine auf dem Programm stehen, geht es etwas gemütlicher zu als an den vergangenen Tagen.

Schon während der Fahrt sorgt unser Busfahrer Francesco mit typischer „Pizzica“-Musik für gute Stimmung. Maria erklärt uns die Besonderheiten dieser traditionellen süditalienischen Musikrichtung, die eng mit der Geschichte und Folklore Apuliens verbunden ist. Früher glaubte man, dass der schnelle, intensive Tanz dabei helfen sollte, das Gift eines Tarantelstichs „herauszutanzen“. Wenig später darf natürlich auch das berühmte Lied „Volare“ nicht fehlen, geschrieben und gesungen von Domenico Modugno, der genau in den Ort geboren wurde, zu dem wir gerade unterwegs sind: Polignano a Mare. Gemeinsam stimmen wir bei „Volare, oh oh …“ mit ein und genießen die ausgelassene Stimmung.

Schließlich erreichen wir Polignano a Mare, spektakulär auf hohen Kalksteinfelsen über der Adria gelegen. Die weißen Häuser schmiegen sich dicht an den Rand der Klippen, unter denen sich kleine Buchten und Grotten im türkisfarbenen Wasser öffnen. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt entdecken wir verwinkelte Gassen, kleine Plätze und immer wieder beeindruckende Ausblicke auf das Meer. Anschließend bleibt genügend Freizeit, um die besondere Atmosphäre des Ortes zu genießen. Einige Gäste nutzen die Gelegenheit für ein Mittagessen mit frischem Fisch und Meeresfrüchten oder ein italienisches Eis mit Blick auf die Küste.

Am frühen Nachmittag fahren wir weiter nach Ostuni, das schon von weitem mit seinen weiß leuchtenden Häusern sichtbar ist. Nicht umsonst trägt der Ort den Beinamen „Weiße Stadt“. Gemeinsam spazieren wir durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an weißen Häusern, blumengeschmückten Treppen und Balkonen. Immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke bis hinunter zur Küste. Besonders eindrucksvoll ist die Kathedrale von Ostuni mit ihrer kunstvollen spätgotischen Fassade. Während der Freizeit bleibt wieder Zeit für kleine Einkäufe oder einen Cappuccino in der Nachmittagssonne.

Auf der Rückfahrt sorgt Francesco erneut für beste Stimmung im Bus, begleitet von italienischen Klassikern wie „Azzurro“ oder „Felicità“, bei denen natürlich kräftig mitgesungen wird.
Das lenkt uns zunächst auch etwas von den unerwarteten Nachrichten über einige Flugstornierungen der Lufthansa ab. Glücklicherweise reagieren alle Verantwortlichen schnell, sodass bereits noch vor dem Abendessen passende Umbuchungen organisiert werden können. So endet auch dieser erlebnisreiche Tag trotz der ungeplanten Nachrichten in entspannter Atmosphäre.

Die faszinierende Felsenstadt Matera

Heute führt uns unser Ausflug in die benachbarte Region Basilikata - nach Matera, eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt. Bereits während der Fahrt erzählt uns Maria viel Interessantes über die außergewöhnliche Geschichte der Stadt, deren Ursprünge mehrere tausend Jahre zurückreichen. Der Name Matera soll dabei von „Mutter Erde“ abgeleitet sein, passend zu den in den Felsen gehauenen Höhlenwohnungen, die die Stadt bis heute prägen.

Nach unserer Ankunft laufen wir gemeinsam in Richtung Altstadt. Schon am ersten Aussichtspunkt eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die berühmten „Sassi“, die historischen Höhlenviertel Materas. Die dicht aneinandergebauten Steinhäuser, Kirchen und Höhlenwohnungen ziehen sich spektakulär den Hang entlang und verleihen der Stadt ihr ganz besonderes Aussehen.

Während unseres Rundgangs erfahren wir mehr über das frühere Leben in den Sassi. Über viele Generationen lebten Familien hier unter einfachsten Bedingungen, oft gemeinsam mit ihren Tieren in kleinen Höhlenwohnungen ohne fließendes Wasser oder ausreichend Licht. In den 1950er Jahren galten die Viertel deshalb sogar als „Schande Italiens“. Der Schriftsteller Carlo Levi machte damals mit seinem Buch „Christus kam nur bis Eboli“ auf die schwierigen Lebensbedingungen aufmerksam. In der Folge wurden viele Bewohner umgesiedelt und die Höhlenwohnungen zugemauert, damit niemand zurückkehrte. Erst später erkannte man den kulturellen Wert der einzigartigen Felsenstadt. Heute gehören die Sassi zum UNESCO-Weltkulturerbe und viele der ehemaligen Höhlenwohnungen wurden liebevoll restauriert.

Gemeinsam besichtigen wir auch eine Höhlenkirche sowie eine original eingerichtete Höhlenwohnung und bekommen so einen eindrucksvollen Einblick in das frühere Alltagsleben der Menschen. Besonders faszinierend ist außerdem das ausgeklügelte Wassersystem Materas. Obwohl die Menschen damals kaum lesen oder schreiben konnten, entwickelten sie ein erstaunlich modernes System zur Sammlung und Speicherung von Regenwasser, eine beeindruckende Leistung in dieser trockenen Region ohne natürliche Wasserquellen.

Immer wieder entdecken wir neue Aussichtspunkte und verwinkelte Gassen. Kein Wunder also, dass Matera bereits mehrfach als Filmkulisse diente, unter anderem für „Die Passion Christi“ von Mel Gibson oder auch einen James-Bond-Film.

Zum Mittagessen erwartet uns heute ein 5-Gänge-Menü mit regionalen Spezialitäten in einem Restaurant mit wunderschönem Blick auf Matera. Die typischen Gerichte und die besondere Atmosphäre sorgen für einen gelungenen kulinarischen Abschluss unseres Ausflugs.

Anschließend bleibt noch etwas Freizeit, um die besondere Stimmung der Stadt individuell zu genießen, bevor wir am Nachmittag die Rückfahrt antreten. Diese führt uns über schöne Landstraßen zurück Richtung Apulien und bietet noch einmal reizvolle Ausblicke auf die Landschaft Süditaliens.

Am Abend kommen wir zurück in unsere Masseria, wo wir uns herzlich von Francesco und Maria verabschieden und schließlich unseren letzten Abend bei einem leckeren Abendessen verbringen.

Abschied von Apulien

Heute heißt es Abschied nehmen von Apulien. Nach den erlebnisreichen vergangenen Tagen verbringen wir den Vormittag noch einmal ganz entspannt in unserer Masseria.

Viele Gäste nutzen die Gelegenheit, etwas länger auszuschlafen und das Frühstück in Ruhe zu genießen. Anschließend treffen wir uns noch einmal in der Hotelhalle, um gemeinsam die letzten organisatorischen Dinge für die Heimreise zu erledigen. Aufgrund des Lufthansa Streiks und den Flugänderungen und Umbuchungen gibt es noch einige aktuelle Informationen für die Gäste.

Nach dem Check-out verbringen wir die verbleibende Zeit auf der großen Terrasse der Masseria. Bei einem Spritz, einem kleinen Mittagssnack oder einfach mit Blick auf die mediterrane Landschaft lassen wir die Reise noch einmal Revue passieren. Dabei werden Erinnerungen an die vergangenen Tage ausgetauscht.

Am Nachmittag erfolgen schließlich die Transfers zu den Flughäfen von Bari und Brindisi beziehungsweise zu einem Hotel in Bari. Dort heißt es nach und nach Abschied nehmen: Ein Teil der Gruppe fliegt zurück nach Frankfurt, andere Gäste nach Zürich, während es für mich nach München geht. Am Flughafen verabschieden wir uns herzlich voneinander und blicken auf eine schöne gemeinsame Reise zurück.

Mit vielen Eindrücken, schönen Begegnungen und einem Stück süditalienischem Lebensgefühl im Gepäck endet unsere gemeinsame Reise durch Apulien.


Eine abwechslungsreiche Woche in Apulien geht zu Ende. Gemeinsam haben wir beeindruckende Städte entdeckt, sind durch verwinkelte Gassen spaziert, haben regionale Spezialitäten probiert und viele besondere Eindrücke gesammelt, von den Trulli in Alberobello über die Küstenorte am Meer bis hin zur faszinierenden Felsenstadt Matera.

Auch das gemeinsame Unterwegssein, die vielen Gespräche, die fröhlichen Busfahrten und das italienische Lebensgefühl werden uns sicher noch länger in Erinnerung bleiben.

Ich bedanke mich herzlich bei allen Gästen für die schöne gemeinsame Zeit und würde mich freuen, den einen oder anderen einmal wieder auf einer Reise begrüßen zu dürfen. Arrivederci und alles Gute!


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