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Reisebericht: Italien - Wandern an der Amalfiküste und auf Capri

09.09. – 16.09.2018, 8 Tage Wanderreise Amalfi - Neapel - Positano - Insel Capri - Vesuv - Pompeji - Ravello - Scala (48/56 Wanderkilometer)

Blitzblaues Meer, wolkenloser Himmel, wunderschöne Wanderungen, danach Badevergnügen im Meer, buntes Weinlaub, gelb schimmernde Zitronen und überall Blumen - wir haben diese Reise bei sommerlichen Temperaturen in vollsten Zügen genossen!

Tag 1: Anreise nach Minori


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Die Berliner trafen die Reiseleiterin am frühen Morgen am Flughafen Tegel. Die anderen Gäste, die von Hamburg, Leipzig, Frankfurt und Dresden aus abflogen, trafen sich mit mir in Frankfurt am Flughafen. Alles klappte problemlos. Nur die Koffer ließen in Neapel ein bisschen auf sich warten. Aber zum Glück kamen schließlich alle unversehrt an. Ich freute mich nicht nur über ein Wiedersehen mit meinem Koffer sondern auch über ein Wiedersehen mit unseren Schweizerinnen, die in Neapel am Flughafen geduldig warteten, bis auch der letzte unserer Koffer angekommen war. Und ab gings per Bus nach Minori. Wir sausten über die Autobahn am Vesuv und Pompei vorüber bis nach Vietri sul Mare. Hier beginnt die romantische Küstenstraße, die sich am Steilhang der Amalfitana entlang schlängelt. Noch bevor wir das Hotel erreichten war ein Paar Wanderschuhe schon am Ende. Die Sohle ging eigene Wege. Und es war Sonntag! Mit etwas Glück konnten wir bei einem Kurztrip nach Maiori am Sonntag Abend noch Ersatz finden. Die meisten Gäste erprobten den Hotelpool oder gleich das Meer, denn Minori hat einen einladenden Strand, der jeden Abend zu unserem Treffpunkt wurde. Wir hatten hochsommerliche Temperaturen und das Meer war angenehm warm, aber auch erfrischend. Und recht schnell eroberte Anna die Herzen der Gäste, so dass das Cafe Europa bald schon ebenfalls zum regulären Treffpunkt unserer Gruppe wurde. Nachdem wir unsere Düsseldorfer und unsere Berlinerin, die zuvor noch Neapel ergründet hatte, getroffen hatten, ließen wir uns das leckere Abendessen im Hotel gut munden.

Tag 2: Wanderung von Amalfi ins Valle dei Mulini


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Unser gecharterter Bus brachte uns nach Amalfi. Wir durchwanderten den Ort und bewunderten die ganzjährig aufgestellten Weihnachtskrippen und ließen uns durch das Papiermuseum führen. Dann zogen wir los, durch Zitronenhaine aufwärts ins Mühlental. Zeig mir das Land wo die Zitronen blühn...es stürzt der Fels und über ihn die Flut. Wir hatten es gefunden! Bald schon ließen wir die Zitronenbäumchen hinter uns und durchwanderten das herrliche Valle dei Mulini, das Mühlental. Wir passierten überwucherte alte Gemäuer, die von verfallenden Papiermühlen stammen, und malerische Wasserfälle. Unser Weg schlängelte sich durch Wald aufwärts. An einer alten Eisenhütte machten wir noch einen Abstecher und suchten uns eine Stelle für eine kleine Pause direkt am Wasser. Dann folgte ein letzter Anstieg und es bot sich eine herrliche Aussicht auf Amalfi hinunter, bevor wir in Pontone auf dem Kirchplatz leckere Antipasti und Salate aufgetischt bekamen. Wir stiegen ab durch das Drachental nach Atrani, das wir am Nachmittag erreichten, und wanderten weiter nach Amalfi. Hier besichtigten wir dann noch den interessanten Dom Sant' Andrea, bevor wir in See stachen. Die Rückreise nach Minori erfolgte mit einem flotten Linienschiff. Es war sommerlich warm und die meisten Gäste landeten bald schon in den erfrischenden Fluten des Mittelmeers. Welch ein Genuss! Wir hatten 28 Grad und da war dieses Bad dann herrlich. Und wir ließen uns zum Abschluss dieses schönen ersten Wandertages wie jeden Abend das Abendessen munden.

Tag 3: Besichtigung der Villa Cimbrone und Wanderung zur Villa Maria


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Bei strahlend blauem Himmel fuhren wir nach Ravello. Wir besuchten den Dom und machten einen Abstecher zu einem aussichtsreichen Gärtchen zwischen alten Palazzi, die nun alle als 5-Sterne-Hotels dienen. Dann bummelten wir durch den Ort und erfreuten uns der herrlichen Blumen, der schönen Aussicht und der malerisch plazierten Plastiken im Park der Villa Cimbrone. Glitzerndes Blau prägte unseren Blick: der Himmel und das Meer – man wusste nicht wo das eine anfing und wo das andere aufhörte! Der Blick über die ganze Küste begeisterte uns. Dann starteten wir zu unserer Wanderung. Auf einem ruhigen Weg spazierten wir rund um Ravello herum und abwärts nach Torello und weiter über einen Treppenpfad zwischen Weinlaub und Blumen hinunter nach Minori. Für September war es ungewöhnlich heiß und es machte schon ein bisschen Mühe zur Villa Maria aufzusteigen. Dort erwartete uns frischer gesüßter Zitronensaft und ein leckeres Menü mit Lasagne. Auch allergiebedingte Sonderwünsche wurden berücksichtigt, denn es gibt auch glutenfreie Teigwaren in Italien. Anni, der Haushund räkelte sich auf den kühlen Bodenfliesen – ihre Sonnenplätzchen waren gerade out. Am Nachmittag stiegen wir ab nach Minori um dann unser tägliches Treffen am Strand nicht zu versäumen – diese Badeausflüge waren einfach herrlich!

Tag 4: Sentiero degli Dei – Der Wanderweg der Götter


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Die Götter empfingen uns mit strahlend blauem, wolkenlosen Himmel bei 35 Grad. 2018 war ein ungewöhnlich warmes Jahr – auch in Italien ist es im September normalerweise etwas kühler. Aber wir überstanden diese Wärme bestens mit vielen Getränken und erfreuten uns am strahlenden Blau, wohin wir auch schauten. In Bomerano gönnten wir uns noch einen Kaffee. Dann ging's los. I suoni degli Dei nennt sich eine Konzertreihe. Musiker stellen sich mitten in die Landschaft und machen klassische Musik. Und wir hatten das Vergnügen, dass man das Konzert mit Gitarre und Flöte auch noch in 500 m Entfernung sehr gut hören konnte – dort war Schatten, während die armen Musikanten in der Sonne brieten. Eine kleine Pause machten wir an einer aussichtsreichen Stelle unter einer Felswand. Sie warf genügend Schatten, dass wir diese Pause auch genießen konnten. Die große Pause folgte dann in Nocelle, einem kleinen Weiler, der hoch oben am Hang klebt. Und dort erwartete uns mal wieder Leckeres aus der Küche. Sehr gute Antipasti und wir hatten die ganze Terrasse für uns alleine. Ein paar Gäste genossen nun die Weiterreise per Bus, während die anderen sich mit mir zu Fuß auf den aussichtsreichen Pfad nach Positano begaben. Wir waren eine flotte Gruppe und so blieb uns noch genügend Zeit zum Bummel durch Positano. Den Rückweg traten wir übers Wasser an. Wir hatten ein eigenes Boot gechartert und als mich der Kapitän fragte wie wir denn reisen wollten – dierkt oder an der Küste entlang mit Abstechern, da war meine Antwort schnell gegeben: natürlich an der Küste entlang! So wurden uns die liebenden Elefanten gezeigt, ein Felsentor. Und wir machten einen Abstecher zum Fjord von Furore und konnten noch einige schöne Felsenhölen am Ufer sehen. Wir dankten es der netten Bootscrew und auch dieser Tag klang, wie immer, mit einem Strandbesuch und anschließend mit einem leckeren Essen in unserem Hotel aus.

Tag 5: Ausflug zum Vesuv und nach Pompei


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Heute war ein etwas trüber Tag. Wir starteten nun auf der Küstenstraße in Richtung Vietri sul Mare, genossen die herrlichen Blicke auf die Küste und die Tatsache, dass wir hier selbst nicht hinterm Steuer saßen. Dann sausten wir über die Autobahn auf den Vesuv zu. Wenig später schon quälte sich der Bus zwischen erstarrter Lava und Pinien aufwärts. Es war ein bisschen trüb, aber wir hatten trotzdem Aussicht bis nach Neapel und auf die Küste hinunter. Auch Pompei konnten wir von oben erkennen, während Capri und Ischia nur zu erahnen waren. Unser Blick fiel in den Krater hinein. Dort krabbelte ein Wissenschaftler herum und installierte ein neues Gerät um Erdbeben und Temperaturen aufzuzeichnen und sie nach Neapel zu den Forschern weiterzuleiten, denn der Vesuv wird genau beobachtet. Wissenschaftler rechnen damit, dass er in den nächsten 50 Jahren ausbricht. Und bei 800.000 Menschen, die dann evakuiert werden müssen, ist es schon hilfreich, wenn man rechtzeitig gewarnt wird. Antonio erzählte uns manch interessantes Detail zum Vulkan, bevor wir unser nächstes Ziel ansteuerten: einen kleinen Weinberg, verborgen hinter hohen Mauern am Fuße des Berges. Hier vergnügten wir uns mit den Tränen Christi. Diese sind trinkbar und bestehen aus Wein. Und dazu gab es wieder etwas Leckeres zum Essen. Am Nachmittag fuhren wir dann etwas beschwingt weiter in Richtung Pompei. Dort trafen wir Esther, die uns mit großem Wissen durch die ausgegrabene Stadt führte. Wir besichtigten Villen, die Unterkünfte der Gladiatoren, das Odeon und das Theater, alte Ladenstraßen, machten einen Abstecher in eine Herberge der besonderen Art, wo man die Dienstleistungen von Wandbildern enträtseln konnte, begaben uns in ein Thermalbad und flitzten schließlich wieder zurück zu unserem Hotel. Zum Baden blieb heute keine Zeit, aber ein sehr gutes Essen wartete wieder auf uns.

Tag 6: Fakultativer Ausflug nach Capri


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Alle wollten mit nach Capri. Und so zogen wir bei blitzblauem Himmel am frühen Morgen los. Wir hatten Glück, denn obwohl wir nicht die ersten Gäste an Bord waren, denn das Schiff startete in Maiori – alle konnten wahlweise außen oder innen sitzen. Dann fuhren wir über Amalfi und Positano nach Capri. Dort ging's ein Stück an der wilden Südküste entlang, wir sahen hinauf zur Villa Malaparte und näherten uns den berühmten Faraglioni-Inseln. Baci, baci, baci – küsst Euch! hieß die Devise für Paare, denn immer wenn das Boot durch den natürlichen Tunnel der Mittelinsel hindurchfährt, meldet sich ein local guide übers Mikrophon zu Wort und fordert zu einer Kussorgie auf. In Marina Grande besorgte ich ein Picknick und ab ging's mit der Funicolare aufwärts zum Hauptplatz von Capri. Im Herbst ist Capri zwar auch gut besucht, aber lange nicht so voll wie im Frühjahr, und das lässt die Warteschlange vor der Funicolare schrumpfen. Wir spazierten über den Bergrücken zu den Augustusgärten und genossen den Ausblick auf die Via Krupp, die sich im wahrsten Sinne des Wortes nach Marina Piccola den Hang hinunter schlängelt. Dann starteten die meisten von uns mit der Wanderung. Ein paar Gäste zogen es vor, diesen Tag beim Einkaufsbummel und in Cafes zu genießen und zogen alleine los. Die Sonne lachte mal wieder und das Meer schimmerte in türkisblauen Tönen. „Ach was sind diese Paninis doch lecker!" Auch dieses Mal war unser Mittagessen sehr gut. Dann wanderten wir oben an der Villa Malaparte vorüber, stiegen hoch zur Grotte Matermania und machten einen Abstecher zum Felsentor Arco Naturale. Uff – so viele Stufen! Sie lagen zwar im Schatten aber heute war es wirklich warm. Dann wanderten wir zurück nach Capri. Hier trennten wir uns, denn einige Gäste wollten den Nachmittag etwas ruhiger angehen. Die anderen wanderten noch weiter mit mir hoch zur Villa Jovis. Überall strahlendes Blau. Wir genossen die Aussicht auf die Küste vom Palast des römischen Kaisers Tiberius. Dann ging's abwärts, an herrlich blühenden Gärten vorüber zum Hafen hinunter. Am Hafen von Marina Grande trafen wir uns alle wieder und zum Abschluss besorgte ich noch Eis für alle. Danach genossen wir die Abendstimmung auf dem Wasser bei unserer Rückreise per Boot. Und auch heute Abend reichte die Zeit noch für einen kurzen Abstecher zum Strand und wir nahmen wie fast jeden Abend wieder ein Bad im Meer.

Tag 7: Wanderung durch das Valle delle Ferriere


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Die letzte Wanderung dieser Reise führte uns ins Tal der Eisenhütten, Valle delle Ferriere. Von Campidoglio aus schlängelt sich der Weg hoch über Ravello am Hang entlang. Auch hier faszinierte das Blau, das Schimmern des Meeres im Gegenlicht. Dann ging's zwischen Felswänden hindurch hoch über dem Valle dei Mulini in rund 400 m Höhe am Hang entlang. Ein strahlender Herbsttag. Unten im Tal wurden Papiermühlen betrieben, hoch oben in den Bergen standen früher Eisenhütten, die dem oberen Tal den Namen gaben. Die Wasserkraft wurde überall genutzt. Die roten Beerchen des Weißdorns gaben schöne Fotomotive ab. Und ein Hundchen begleitete uns mehrere Stunden lang auf dieser Wanderung, bis es für den Rückweg Wanderer traf, die uns entgegen kamen. Ganz hinten im Tal mussten wir bei einigen schönen Wasserfällen den Bach überqueren, was uns gut gelang. Zur Stärkung hatte ich noch Zitronenkekse mitgebracht. Es folgte nun nämlich ein etwas mühsameres Stück, aber nach dieser Woche waren alle gut trainiert. Abwärts durchstreiften wir Esskastanienplantagen. Leuchtend hellgrün hingen die stacheligen Früchte an den Bäumen. Das ist eine schöne Tour! Und wir hatten das ganze Tal für uns. In Pogerola gab es dann nebst leckerer Antipasti auch noch eine Pizza. Wer wollte konnte per Bus nach Amalfi weiterreisen. Die flotten Wanderer erreichten es zu Fuß. In Amalfi bummelten wir noch ein bisschen. Dann fuhren wir mit dem Schiff wieder zurück nach Minori. Ein letztes Mal trafen wir uns am Strand zum Baden. An unserem letzten Abend zog es einige schon zum Kofferpacken und früh ins Bett, während andere noch bei Anna die Reise gemütlich ausklingen ließen.

Tag 8 : Heimreise


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Früher Vogel fängt den Wurm. Unsere 2 frühen Vögel bekamen aber keine Würmer sondern ein Lunchpaket, bevor es zum Flughafen losging. Die anderen konnten gemütlich ausschlafen und nach dem Frühstück dann die Koffer packen. Am späten Vormittag wurden wir von unseren beiden Schweizerinnen, die mit großen Taschentüchern bewaffnet waren, zum Bus gebracht. Sie durften noch einige Tage länger bleiben und verabschiedeten sich mit schwenkenden Taschentüchern von uns. Nun fuhr der Bus durchs Gebirge. Die Straße von Tramonti war wieder passierbar. So hatten die meisten Gäste nun doch noch die Aussicht auf den Vesuv von oben. Aber viel Zeit zum Schauen blieb nicht. Wir mussten ja zum Flughafen Neapel. Alles lief wie am Schnürchen – kein Stau. Aber am Flughafen brauchten wir wieder etwas Geduld. Wir nahmen es gelassen. Und unsere Raucher stellten enttäuscht fest, dass es in Schengenländern keinen Dutyfreeverkauf mehr gibt. Aber wir hatten dafür große Zitronen mit in die Koffer gepackt. In Frankfurt verabschiedeten wir uns voneinander, denn nun hatten wir verschiedene Ziele. Die Berliner mussten noch ein bisschen warten – sowohl auf den Abflug wie dann auch auf das Gepäck. Aber alles kam an, unbeschädigt. Das war eine tolle Reise, wir sehen uns sicher bald mal wieder, sagten einige Gäste zum Abschied. Wie wär's mit der Wanderreise Cinque Terre Anfang Mai 2019??? Oder soll's leichter sein? Alleinreisende haben da die Wahl... Solche netten Sonnenmaskottchen wie Euch kann ich immer gebrauchen! Es hat mir viel Spaß gemacht mit Euch zu reisen.

Ciao, lasst es Euch gut gehen, viele liebe Grüße von Eurer Reiseleiterin

Margret van Blokland

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