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Das Land, wo die Zitronen blühen. Auf die Amalfiküste trifft das besonders zu.

Reisebericht: 21.05. – 28.05.2026

Eine Wanderwoche mit vielen Höhepunkten und manchen Treppen erwartet uns bei bestem Wanderwetter.

Dr. Mathias Schirmer

Ein Reisebericht von
Dr. Mathias Schirmer

Besuch Limoncelloherstellung – © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) Ausblick – © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL) © Mathias Schirmer (Eberhardt TRAVEL)

Sternförmige Anreise über Frankfurt nach Napoli…

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Und so treffen sich die ersten Gäste bereits 4:30 Uhr auf dem Flughafen Dresden. In Frankfurt treffen wir uns mit den anderen Gästen. Drei sind bereits vorher angereist. So kann man sich jederzeit, auch mit Hilfe von Eberhardt Travel, eine sinnvolle Reiseverlängerung organisieren.
Früh sind wir in Neapel und so bleibt einem jeden nach Bezug des Hotelzimmers individuell den Nachmittag im schönen Minori zu erleben. Auch das schwimmen im Meer ist bei 19 Grad Wassertemperatur gut möglich und bei dem ruhigen glasklaren Wasser sehr gut möglich.
Der Tag klingt beim ersten gemeinsamen und vorzüglichen Abendessen im wunderschönen Hotel Romana in Minori aus.

Bestes Wanderwetter führt uns hinauf nach Ravello

Wir genießen das reichhaltige Frühstück. Was in keinem Hotel am Morgen in Italien fehlt ist natürlich die reichliche Auswahl an Kuchen. Wir schlendern zuerst durch den Ort, besichtigen den Ort um dann in Richtung Villa Cimbrone zu laufen. Auf halber Strecke machen wir Halt an einer kleinen Fabrik, die u.a. Limoncello herstellt. Es wird nicht nur gekostet, sondern auch die gute Qualität gekauft.
Die Villa ist jetzt ein Fünfsternehotel, nachdem es zuvor etwas verwahrlost war. Die Parkanlage ist fast komplett zugänglich und uns bieten sich traumhafte Aussichten auf die wunderschöne Amalfiküste und das Hinterland.
Doch nun geht’s ans wandern. Nachdem unsere Wanderleiterin versucht hat unser Leistungsvermögen ein zu schätzen, wählt sie für heute die längere Variante. Der Weg führt uns zuerst über kleine Straßen um dann bald ein Waldstück zu erreichen. Wir laufen über Scalo Richtung Mittagseinkehr. In Pontone angekommen nehmen wir dankbar im Schatten Platz und genießen den Mittagsteller. Es gibt verschiedene gedünstete Gemüse, verschiedene Wurst- und Käsesorten.
Weiter geht es Richtung Amalfi. Viele, viele Treppenstufen müssen wir bewältigen um dann in das Gewusel des Städtchens Amalfi ein zu tauchen. Amalfi hat nur knapp 5.000 Einwohner, vermutlich aber genauso viele Gästebetten.
Richtung Hotel geht es dann mit dem 🚢 Schiff.

Pompei und Vesuv

Heute bleiben die großen Wanderschuhe im Hotel. Es geht mit dem Bus zuerst nach Pompei. Im Jahr 79 n.Chr. kam es zu dem großen Ausbruch des Vesuves.
Die unter der Asche begrabene Stadt blieb lange Jahre gut konserviert und unentdeckt. Erst im 18. Jh begann das Freilegen der Ruinen und man hat auch heute noch nicht die gesamte Stadt archäologisch erschlossen.
Weiter führt uns der Weg zum Gipfel des Vulkanes.
Jedoch bedarf es zuvor etwas Erholung. Wir kehren in ein familiengeführtes Weingut ein und werden vorzüglich bewirtet.
Nun empfängt und der Vesuv. Er ist 1.281 m hoch und wir können bis an den Kraterrand aufsteigen. Der Weg führt uns über Geröll und so ist höchste Aufmerksamkeit erforderlich. Der letzte Ausbruch wird mit 1944 datiert und im Umfeld von Neapel kommt es immer wieder zu kleineren und mittleren Erd/Seebeben.

Capri

Wenn man in Kampanien weilt ist der Besuch der Insel Capri ein Muss. Da das viele so sehen erwartet uns bei Ankunft unseres Schiffes erst mal eine gewisse Hektik. Jedoch gelingt es uns gut dem zu entfliehen, den einer der vielen Kleinbusse bringt uns nach Anacapri, der kleinen Schwesterstadt von Capri.
Wir bummeln zuerst durch die fast noch menschenleeren Gassen und besuchen die Kirche Monumentale si S.Michele.
Anschließend erklimmen wir in 60 Wanderminuten den Monte Solaro auf 589m Höhe.
Hier halten wir Mittagsrast. Im Grünen genießen wir die Panini Capres.
Nun geht’s wieder hinunter nach Anacapri um anschließend mit dem Kleinbus nach Capri zu fahren. Besichtigen die Stadt, genießen ein Eis und besuchen noch die Augustusgärten. Auch von hier bieten sich traumhafte Aussichten auf die der Insel vorgelagerten Felsmassive.
Voller Eindrücke laufen wir zum Hafen und es geht mit dem Schiff wieder in den Hafen von Amalfi, wo uns schon unser Bus nach Minori erwartet.

Weg der Götter

Heute geht’s den Weg entlang, den jeder in den Mund nimmt, wenn man eine Reise an die Amalfiküste plant. Wieder geht es mit dem Bus hinauf. Unser heutiger Startpunkt liegt in dem kleinen Ort Bomerano. Am hübschen Markplatz steigen wir aus und nutzen das Angebot der vielen Bars.
Der Sentiero degli Dei erwartet uns. Zuerst geht es über befestigte Wege bis bald der Wanderwegcharakter überwiegt. Traumhafte Ausblicke bieten sich uns. Und wir werden Zeuge eines Heiratsantrages! Wir wünschen dem deutschen Pärchen viel Glück und lassen sie zurück. Die Ausblicke sind wirklich spektakulär.
Es dauert auch nicht mehr lange bis wir den durchlöcherten Berg erreichen. Wir kehren ein ins Il Ritrovo im Örtchen Montepertuso. Heute gibt es Ravioli mit Käsefüllung und extrem guter Tomatensoße.
Gut gestärkt nehmen wir den Abstieg in Angriff. Hunderte Treppen führen uns nach Positano. Neben Amalfi und Sorent wohl einer der bekannteren Orte.
Positano liegt an der Südküste der Halbinsel von Sorrent, an der Amalfiküste an einer Bucht zwischen der Punta Germano und dem Capo Sottile in der Provinz Salerno. Der heutige Ort ist aus einem kleinen Fischerdorf entstanden, dessen historischer Ortskern unterhalb der Staatsstraße liegt.
Nach etwas individueller Freizeit folgt ein weiteres Highlight. Wir haben ein Schiff für uns allein und so fahren wir dicht neben dem Ufer Richtung Minori.

Durch das geheimnisvolle Eisenhüttental nach Amalfi

Am Tag der Zitronen wandern wir hinauf nach Tramonti

Heute geht es direkt am Hotel los. Wir durchstreifen den Ort Minori und steigen dann durch den Ort bergauf. Viel kleine gut gepflegte Häuser mit reichlich Gärten streifen wir. Die erste Rast gibt es bei einer älteren Frau, die uns Zitronensaft reicht. Weiter geht’s bergan, jetzt durch den Wald. Immer wieder haben wir Gelegenheit ins Tal zu schauen.
Nach reichlicher Wegstrecke und einiger Höhenmeter erreichen wir unser heutige Mittagsrast. Wir sind zu Gast bei einer Familie, die uns sehr freundlich empfängt und uns allerlei heimische Produkte reicht. Zum krönenden Abschluss gibt es Pizza und die zum Teil auch mit Zitronenschalen veredelt. Die Pizza hat sich zu dem am meisten verzehrten Lebensmittel entwickelt und hat seinen Ursprung ja in Neapel.
Diese Einkehr war ein sehr würdiger Abschluss unserer Wanderreise. Den laufen müssen wir nicht mehr all zu viel. Ins Tal zurück geht es mit dem Bus und wir verabschieden uns von unserer Wanderleiterin.
Es ist noch Zeit im Meer zu schwimmen und/oder die letzten Mitbringsel zu kaufen.
Quasi zur Verabschiedung treffen wir uns in der Bar 52 um bei einem Kaltgetränke gemeinsam die wunderschöne Reise Revue passieren zu lassen.

Es gilt adieu zu sagen….

Es ist am Morgen genügend Zeit in Ruhe Abschied von Minori zu nehmen. Gegen 9:00 Uhr verlassen wir den Ort Minori, der auf Grund seiner geringeren Größe und des damit auch erhalten gebliebenem Kleinstadtcharme immer eine Empfehlung wert ist. Ja mit dem Overtourismus wurden wir auf Capri und Positano auch konfrontiert. Dies tat jedoch unseren vielen positiven Erlebnissen keinen Abbruch. Es sind die Beengungen mit Menschen, die das Leben bereichern. Dies betraf uns untereinander und auch der Kontakt mit den Einheimischen. Gerade auf einer Wanderreise kommen diese Begegnungen sehr gut zu Stande.
Viele, viele Wanderkilometer, Höhenmeter und hunderte von Stufen liegen hinter uns. Der Muskelkater wird uns noch einige wenige Tage begleiten. Erhalten werden uns viel länger die vielen schönen Tage an der traumhaft schönen Amalfieküste.


Schon Goethe brachte es zum Ausdruck: Reisen bildet….
Er floh im Alter von 37 Jahren inkognito (als Filipo Müller) aus einer tiefen Lebens- und Schaffenskrise in Weimar, um sich im „Land, wo die Zitronen blüh'n“ künstlerisch und menschlich neu zu finden. Wir flohen nicht und mussten es auch nicht geheim tun, stiegen einfach so in den Flieger….
Bereichert hat die Reise unser Leben allemal!
Also bis bald mal wieder mit einer erneuten Wanderreise mit Eberhardt Travel. Vielleicht ja nach Sizilien oder Sardinien…


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