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Reisebericht: Italien - Rundreise Gardasee

19.09. – 26.09.2020, 8 Tage Busreise zum Gardasee mit 4-Sterne-Standorthotel in Malcesine - Sirmione - Limone - Verona - Mantua - Parco Sigurta

Mediterranes Flair am Gardasee, Isola Garda, Schifffahrten, Park Sigurta Stadtbesichtigung in Verona, Mantua, Trient - sechs schöne Tage in Norditalien

1. Tag: Von Dresden zum Gardasee nach Riva del Garda


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Mit unserem Bus der Firma Satra starten wir morgens 6 Uhr in Dresden.
Endlich können wir in den schweren Zeiten von Corona doch noch eine Urlaubsreise antreten. Viele Gäste warten schon seit dem Frühjahr sehnsuchtsvoll auf eine Reise in den Süden, heute geht es in den Norden Italiens.
Buschauffeur Andre bringt uns nach Münchberg. Zwischendurch steigen noch andere Gäste in unseren Bus. Stammfahrer Maik übernimmt hier den Bus, und unsere Gruppe ist nun mit 21 Gästen komplett.
Vorbei an Bayreuth, Nürnberg, München geht die Reise weiter durch Österreich, über Inntalautobahn und Brennerautobahn, durch die Bergwelt der Alpen. Auf dieser Reise ist coronabedingter Mundschutz unser Begleiter!
In Italien fahren wir im Eisack- und später im Etschtal durch das schöne Südtirol ins Trentino. Ab Rovereto geht es über eine kleine Anhöhe, den San Giovanni Pass, an den Gardasee nach Riva del Garda.
In unserem Tonelli Hotel Savoy Palace kommen wir gegen 18.30 Uhr an.
Herr Tonelli begrüßt uns beim Abendessen mit einem Prosecco und wünscht uns einen schönen Aufenthalt in seinem Familienhotel. Den werden wir haben, die besten Voraussetzungen sind gegeben. Wir werden immer ein leckeres Abendessen mit Antipastibuffet, Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch und Obstbuffet angeboten bekommen. Auch auf die Coronalage hat sich das Hotel gewissenhaft vorbereitet.
Die mediterrane Vegetation mit Palmen und Zypressen lockt uns noch zu einem kleinen Spaziergang in wenigen Minuten an den See. Aber auch das Hotel hat eine herrlich gestaltete Außenanlage, die zum Relaxen einläd.

2. Tag: Ausflug nach Sirmione, Schifffahrt nach Garda


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Unser erster Ausflug führt uns nach Sirmione, das auf einer Halbinsel am südlichen Ende des Gardasees liegt. Wir können die kleinen Orte am Ostufer des Sees auf unserer Durchfahrt bewundern.
Glücklicherweise haben wir genug Zeit, denn hinter Garda wird der Verkehr immer dichter. Die Zufahrt auf die Halbinsel ist schon für PKW gesperrt, auch für uns gibt es nur noch 1 Busparkplatz. Aber nicht, dass so viele Busse da sind, es steht alles voller italienischer Fahrzeuge.
Mit unserer Reiseleiterin Petra bummeln wir am Castello vorbei zum Hafen in Sirmione, denn von dort werden wir später mit dem Schiff nach Garda übersetzen. Vorher haben wir genügend Zeit, dieses idyllische Örtchen zu entdecken. Wir spazieren alle gemeinsam zur Inselspitze, zu den Grotten des Catull, und besichtigen noch in einem stillen Olivenhain die kleine uralte Kirche San Pietro in Mavino mit ihren interessanten Fresken.
Individuell kehren wir ins Zentrum zurück, bummeln am See entlang oder fahren mit der kleinen örtlichen Bahn.
Aber weder die Grotten, noch die Skaligerburg sind zu besichtigen, für heute scheint das Kontingent erschöpft zu sein?!
Natürlich darf Pizza, Eis oder Cappuccino nicht fehlen. Allerdings sind die Restaurants stark besucht. Die Italiener nutzen den schönen Sonntag, um die Zeit im Freien zu verbringen. Sie haben ja auch einiges nachzuholen!
Am frühen Nachmittag fährt unser Schiff über Bardolino nach Garda.
Wir haben noch die Gelegenheit, an der Uferpromenade zu bummeln oder durch die kleinen Gassen eine Einkaufstour zu starten. Oder wir machen es den Italienern nach, und genießen bei einem Aperol-Spritz oder Eisbecher das dolce far niente, das süße Nichtstun. Aber hier am Ostufer sind dann wohl doch mehr deutsche Touristen als Einheimische.
Unser Busfahrer Mike bringt uns wieder ins Hotel nach Riva. Aber vor Torbole müssen wir uns in den Wochenendstau einreihen, der sich fast 5 km hinzieht.
Kein Problem, wir haben so mehr Zeit, die herrliche Landschaft am See zu genießen,
und unsere Zeiten fürs Abendessen sind flexibel!

3. Tag: Verona


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Heute fahren wir nach Verona, in die Provinz Venetien!
Dort erwartet uns unser Stadtführer Stefano. Nach einer kleinen Fahrt genießen wir vom Santuario della Madonna di Lourdes einen herrlichen Blick über die berühmte Stadt an der Etsch, die unter dem Schutz der UNESCO steht.
Mit Stefano geht es zu Fuß weiter durch die engen Gassen mit den alten Palazzi. Er zeigt und erklärt uns die Scaligergräber, die Gebäude an der Piazza dei Signori, der Piazza delle Erbe, und geht mit uns am Haus der Julia vorbei. Der Zugang ist begrenzt, es steht eine längere Schlange, und das würde unsere Zeit zu sehr beanspruchen. So empfehlen wir den Gästen, die den Balkon der Julia, wo sie nach Shakespeare ihren Romeo empfing, sehen möchten, sich später in der Freizeit anzustellen.
An der Piazza Bra, mit der berühmten Arena, verabschieden wir uns von Stefano, aber nicht bevor er uns darüber berichtet hat. Die Arena hat die Stadt in der ganzen Welt bekannt gemacht, denn hier treffen sich in den Sommermonaten Opernfreunde von allen Kontinenten.
Die vielen Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein, ehe wir mit dem Shuttlebus zum Parkplatz fahren und uns unser Bus wieder ins Hotel bringt.
Einige Gäste nutzen noch die herrliche Poolanlage, mit angenehmen warmen Temperaturen, zum Schwimmen und Relaxen.

4. Tag - Schifffahrt nach Limone und Freizeit in Riva


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Der Bus bringt uns zum Hafen nach Riva, denn zum Laufen wäre es morgens unter Zeitdruck etwas zu weit. Weiter geht es mit dem Schiff nach Limone.
Dort holt uns Franco ab, um uns die Limonaie del Castel, die Zitronengewächshäuser der Burg, zu zeigen. Schon wenn man mit dem Schiff ankommt, prägen die Limonaie das Antlitz der Stadt. Wir erfahren viel über die Bedeutung der Zitronen, die Geschichte dieser Anlagen und die Zitrusfrüchte allgemein. Um die Bäume und Früchte vor dem Frost zu schützen, wurden ab dem 17. Jahrhundert die ersten Zitronengewächshäuser gebaut. In den Wintermonaten wurden sie mit Bretterabdeckungen und Glasscheiben verkleidet. Nach dem die Anlage in Limone verfallen war, restaurierte die Gemeinde sie liebevoll.
Es wurden an die 50 unterschiedlichen Zitrusgewächse angepflanzt, die wir nun bewundern können. 2004 wurden die Limonaie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sind nun ein Touristenmagnet. Wir dürfen auch Limoncellolikör verkosten.
Wir haben noch Freizeit in Limone, können durch die Gassen der Altstadt oder an der Seepromenade entlangspazieren. In Limone ist heute Markt, Gelegenheit nach einem Schnäppchen zu schauen. Besonders Lederwaren warten recht preiswert auf neue Besitzer.
Am frühen Nachmittag bringt uns das Schiff über Torbole wieder nach Riva zurück. Wir können auf der schönen Strandpromenade zum Hotel zurück bummeln, wo es nachmittags immer Kaffee und Kuchen gibt.
Einige Gäste fahren mit dem Taxi, andere nutzen die im Juli neu eröffnete Panoramabahn in der Altstadt, um im Panoramarestaurant 200 m über dem See bei Gelato und Cappuccino einen Traumblick über Riva und See und Berge zu werfen.
Wer zu lange gebummelt hat, wird von einem heftigen Regenguss überrascht.

5. Tag: Parco Sigurta und Mantua


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Heute besuchen wir den berühmten Park Sigurta, in Valeggio sul Mincio, südlich des Gardasees gelegen. Er gehört zu den schönsten Gartenanlagen der Welt.
Wir treffen unsere Führerin Anna. Erst einmal machen wir uns bei einer Bahnfahrt mit der Geschichte und den Sehenswürdigkeiten des Parks vertraut.
Gemeinsam spazieren wir nochmals zu den Seerosenteichen, um diese herrlichen Blüten aus der Nähe zu betrachten und zu fotografieren. Besonderes Flair verbreitet der Park aber im Frühjahr, wenn 1 Million Tulpen in allen Farben blühen.
Wir fahren weiter nach Mantua und sind nun schon in der Provinz Lombartei, Anna begleitet uns mit ihrem PKW.
Der Mincio erweiterte sich hier zu drei Seen, die die Stadt umgeben. 2008 wurde die Altstadt ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. 
Das gewaltige Castello di San Giorgio beeindruckt uns schon bei der Ankunft. Während der Herrschaft der Herzogsfamilie Gonzaga vom 14. bis zum 17. Jahrhundert entstanden die zahlreichen Kunstschätze Mantuas, die heute so eindrucksvoll das Stadtbild prägen.
Zu den größten Adelsresidenzen Europas gehört der kolossale Palazzo Ducale, Italiens größte Schloßanlage neben dem Vatikan. Wir schauen mal in einen der Innenhöfe und Anna führt uns weiter durch ihre Heimatstadt. Das historische Stadtzentrum ist geprägt von guterhaltenen historischen Bauten und Kirchen. Bekannt ist der Torre dell Orologio mit der astronomischen Uhr. Die Zeit mit Anna reicht nur noch, um eine der schönsten Kirchen der Hochrenaissance Sant Andrea kurz zu besichtigen. Und natürlich für ein gutes Eis! Dann bringt uns Maik zurück nach Riva.

6.Tag - fakultativ: Trient, Grappa-Destillerie der Familie Marzadro


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Die meisten Gäste nehmen an unserem fakultativen Ausflug teil.
Heute wählen wir die landschaftlich schönere Strecke durch das Tal der Seen, um vorbei am Toblinosee nach Trient, der Hauptstadt des Trentino, zu gelangen. Hier treffen wir unsere Stadtführerin Antonia.
Langsam bummeln wir zuerst zur Burg Buonconsiglio mit ihrem imposanten Mauerwerk. Sie war über Jahrhunderte die Residenz der Trienter Fürstbischöfe. Schon Albrecht Dürer hat sie skizziert. Einige Gäste kommen später in der Freizeit nochmals hierher, um die Burg genauer zu erkunden.
Antonia führt uns ins Zentrum der Stadt, zum Domplatz. Viele der Palazzi sind mit Fresken geschmückt. Sie berichten über die Geschichte der Stadt, über die Reise der deutschen Kaiser nach Rom, über das Konzil 1545. Antonia erklärt uns aber auch einige mythologische Figuren. Wir sind unter den ersten Gästen der Stadt, denen sie neue, erst kürzlich freigegebene Fresken zeigen kann. Der Dom von Trient, die Kathedrale San Vigilio, wird zwar gerade restauriert, aber wir können trotzdem einen Blick hineinwerfen.
Nach einer Mittagspause treffen wir uns am Neptunbrunnen, dem heimlichen Wahrzeichen der Stadt. Aber leider ist auch er wegen Renovierungsarbeiten eingerüstet.
Wir fahren weiter zur Grappabrennerei Marzadro nach Nogaredo. Bevor es ans Verkosten geht, besichtigen wir während einer Führung die modernen Produktionshallen und Lagerräume und erfahren die Geschichte der Familie Marzadro und ihres Grappas. Anschließend können wir all die interessanten Grappasorten oder auch selbsthergestellten Liköre in diversen Geschmacksrichtungen, auch Sekt und Olivenöl probieren. Es ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei, und manches Fläschchen tritt den Weg nach Deutschland an, denn Weihnachten steht ja bald vor der Tür!
Am frühen Abend sind wir wieder im Hotel zurück.

7. Tag - Fakultativer Ausflug zur Isola Garda


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Heute steht wieder ein fakultativer, aber besonderer Ausflug auf unserem Programm. Wir werden die größte Insel des Gardasees im Süden besuchen, die Isola Garda. Sie ist in Privatbesitz der Familie Cavazza und wir dürfen sie mit einer Führung besichtigen.
Mit unserem Bus müssen wir nach Garda, dort holt uns ein Schiff der Insel ab!
Zwei Gäste wollen lieber nach Malcesine, um mit der Seilbahn auf den Monte Baldo zu fahren. Wir setzen sie dort ab.
Ein Motorboot bringt uns zur Insel, wo uns schon unsere charmante Inselführerin Veronica erwartet. Sie führt uns durch den Garten und einige Privatgemächer der Familie. Auf der schönen Terrasse hat man für uns eine kleine Weinverkostung mit diversen Köstlichkeiten vorbereitet.
Mittags bringt uns das Schiff zurück nach Garda. Am Busbahnhof wartet Maik und wir legen noch einen Zwischenstopp in Malcesine ein. Leider überraschen uns heftige Regengüsse und es stürmt dermaßen, dass sogar Blumentöpfe durch die Luft geworfen werden. Wir können gerade noch in Geschäften oder Cafes vor dem Regen Unterschlupf finden.
Im Hotel haben wir nun heute noch Zeit, Kaffee und Kuchen zu genießen und in Ruhe unsere Koffer zu packen, denn morgen geht es wieder nach Hause zurück.

8. Tag -  Rückfahrt


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Morgens um neun Uhr starten wir in Riva unsere Heimreise nach Deutschland.
Herr Tonelli, der Besitzer des Hotels, verabschiedet sich herzlich von uns. Wir hatten eine sehr schöne Zeit, das Hotel ist fantastisch, schöne Anlage, tolles Essen, guter Service. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Unseren ersten Stopp legen wir noch in Italien, am Brenner Pass ein. Hier bekommen wir schon ein Gefühl, auf den nahenden Winter. Die Berge sind in Weiß gehaucht und die ersten Schneebälle fliegen.
Heute Nacht wurde Tirol zum Corona-Risikogebiet erklärt, so dass es sich empfiehlt, dort besser nicht anzuhalten. Da im Raum Kiefersfelden über eine Stunde Stau angesagt ist, entscheidet unser Fahrer, über Garmisch zu fahren. So können wir noch mal eine andere Landschaft bewundern. Nur Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, bleibt in den Wolken verborgen. Weiter geht die Fahrt durch Deutschland mit entsprechenden Pausen und vielen Regenschauern.
Da wir so gut durchgekommen sind, können wir unsere Ankunftszeiten für eine Stunde eher an Eberhard Travel melden, und die ersten Gäste können demzufolge eher nach Hause transferiert werden. Der erste Gast verlässt uns am Rasthof Münchberg.
Leider lassen sich nicht immer die lange vorbestellten Transferfahrzeuge einfach so verschieben, so dass wir uns dann bei unserer Ankunft in Dresden etwas gedulden müssen. Aber alle Gäste mit Haustürtransfer werden bequem nach Hause befördert.

Es war eine schöne Reise bei schönem Wetter und netten Mitreisenden, die uns den Sommer etwas verlängert hat und den Winter schon erahnen ließ.
Beim Bearbeiten und Betrachten unserer Fotos werden wir die vielen Eindrücke nochmals Revue passieren lassen und von den schönen Erinnerungen hoffentlich noch lange zehren können. Wir haben sehr viel Schönes von dieser herrlichen Landschaft und Natur am Gardasee und in den umliegenden Städten gesehen. Wir haben sehr viel Interessantes erfahren, wir hatten nette Erlebnisse, ...

Bleiben Sie gesund und reisefreudig!

Ihre
Petra Sauer
Reiseleiterin

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