Rom – Ewige Stadt
Reisebericht: 22.05. – 26.05.2013
Rom im Frühling 2013 - auch bei Kälte und Regen
Ein Reisebericht von
Dr. Jutta Petzold-Herrmann
Mittwoch, 22.05.2013
Die Reisegruppe Eberhardt traf schon gegen 09:30 Uhr morgens in Rom ein und der Abholservice von Bonanni-Express brachte uns einige Zeit später ins Hotel Nova Domus in die Nähe des Vatikans. Alle Müdigkeit war nach einem kurzen Mittags - Bummel verflogen und einem ersten Spaziergang durch die Altstadt stand nichts im Weg. Da das Hotel nur 10 Minuten Fußweg von der Metro-Station Cipro entfernt liegt, gelangten wir sehr schnell zum Ausgangspunkt unserer Besichtigung - dem Spanischen Platz und tauchten in das römische Straßenleben ein. Nach ausgiebiger Fotopause und dem Aufstieg zur Kirche Trinita dei Monti führte uns danach der Weg vorbei am legendären Antico Caffe Greco zum Augustus-Mausoleum und dem Museum der ARA PACIS AUGUSTAE, dem Augustus gewidmeten Altar des Friedens. Von hier aus spazierten wir zum Haus Via del Corso 20, in dem Johann Wolfgang Goethe am 1. November 1786 auf seiner Reise nach Italien beim Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein eintraf. Heute befindet sich dort das kleine Museum Casa Goethe.
Weiter gelangten wir zur Piazza del Popolo, einem der schönsten Plätze Roms. Schon allein durch seine Ellipsenform bringt er den Betrachter ins Wirbeln. Die sogenannten Schwester-Kirchen Santa Maria dei Miracoli und Santa Maria in Monte Santo, der Obelisk, das Stadttor, der palastartig angelegte Aufgang zum Pincio-Hügel und die tiberseitig errichtete halbkreisförmige Mauer mit Neptun und Tritonen binden den Platz ein und ordnen wieder die Sinne. Eine Meisterschöpfung barocker Raumgestaltung!
Anschließend erreichten wir über die Via del Babuino wieder die belebte Piazza di Spagna und mit dem Blick auf das grandiose Architekturensemble war für alle Gäste klar: wir sind im Zentrum Roms angelangt! Nach einer Espresso-Pause kehrten wir ins Hotel zurück.
Donnerstag, 23.05.2013
Um 08:15 Uhr begrüßte uns unsere Stadtführerin Katja am Metro-Ausgang Colosseo zum gemeinsamen Besuch dieses gewaltigen antiken Bauwerkes, das als Kampf-Spielstätte aus der Zeit 80 n. Chr. alle Zeiten überdauert hat. Nach ausführlichen Erläuterungen begaben wir uns in das Forum Romanum und schauten uns die Reste bedeutender Bauten, wie die Basilika Julia, den Antoninus - Faustina Tempel, den Caesar-Tempel, den Septimius-Severus Bogen und die Kurie an.
Anschließend erstiegen wir den Kapitolsplatz und bewunderten, wie alle Besucher zu jeder Zeit, die geniale Konzeption dieses Platzes durch Michelangelo.
Über die Piazza Venezia entlang, durch dicht gefüllte Straßen, erreichten wir das Pantheon, eines der ältesten erhaltenen antiken Bauten Roms. Nach der Besichtigung und einer kurzen Pause ging es durch das Gewirr der Altstadtstraßen zum Trevi-Brunnen.
In der Mitte unter einem dreiachsigen Triumphbogen residiert Gott Neptun noch heute und kontrolliert die Münzen, die in den Brunnen geworfen werden. Jeder möchte schließlich in diese Stadt zurückkehren - irgendwann. Wie stets ist es hier jedoch fast unmöglich, sich durch den Touristenstrom zu wälzen und diese Münze auch tatsächlich in den Brunnen werfen zu können.
Unseren ausgiebigen Stadtrundgang beendeten wir an der Spanischen Treppe, die noch immer vom Touristenstrom fast völlig bedeckt war.
Zurück zum Hotel, war jetzt bis zum pünktlichen Abendessen bei fast allen Gästen Fußpflege angesagt !!
Freitag, 24.05.2013
Gegen 09:30 Uhr trafen wir uns mit Cristina, unserer örtlichen Stadtführerin, auf dem Petersplatz, um unser Besuchsprogramm zu beginnen. Während wir uns für den Besuch des Petersdomes anstellten, erläuterte sie uns die Platzgestaltung sowie die Bedeutung und Anordnung der Gebäude um den Petersdom. Die Menschenschlange schmolz nicht so schnell und erst nach ca. 80 Minuten konnten wir eintreten. Der Rundgang führte uns zum Hauptaltar, zur Kuppel des Michelangelo, zur Cathedra Petri in der Apsis und der ergreifenden Pieta des Michelangelo. Auch die Papstgräber erreichten wir über einen Zugang aus dem Hauptschiff des Domes.
Nach dem Besuch dieses überwältigenden Bauwerkes war etwas Muße angesagt, um die Eindrücke setzen zu lassen. Ein Teil der Gäste stieg in die Kuppel, um sich einen Gesamtüberblick über die Stadt zu verschaffen. Ein böiger, kalter Wind machte aber allen zu schaffen.
Wir trafen uns danach zur Besichtigung der Engelsburg. Von der Plattform aus hatte wir einen wunderbaren Blick auf den Tiber, den Vatikan, den Gianicolo und natürlich nochmals auf die gesamte Stadt.
Nach dem Abendessen fand sich die Hälfte der Reisegruppe ein, um die Vatikanischen Museen bei Nacht zu besuchen. Da sich der Besucherstrom in den Museen selbst in Grenzen hielt, hatte jeder Muse, in aller Ruhe eines der bedeutendsten Museen der Welt ungestört zu durchstreifen.
Sonnabend, 25.05. 2013
Ein Teil der Reisegruppe hatte sich entschieden, am fakultativen Ausflug nach Ostia teilzunehmen. Mit der S-Bahn fuhren wir nicht länger als 25 Minuten, vom Hotel aus benötigten wir deshalb nur ein Ticket. Wiederum mit Katja erkundeten wir einen großen Teil des Areals der antiken Stadt, die sich in einem Zustand befindet, der heute gute Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit ermöglicht. So sahen wir eine alte Schankstube, Toiletten, Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude, alles, was auch heute noch zu einer Siedlung oder Stadt gehört.
Mit S-und U-Bahn gelangten wir zurück ins Hotel, um uns noch etwas für die Fahrt zum Abendessen zu erfrischen.
18 Uhr war es soweit, die Gruppe nahm den Bus nach Trastevere und nach einem kurzen Rundgang bis zur Kirche Santa Maria in Trastevere erreichten wir die Gaststätte Vizi Capitali, wo ein Vier-Gänge-Menü auf uns wartete.
Anschließend begann unsere Lichterwanderung mit Cristina durch die Altstadt, die uns neben Kirchen und antiken Bauwerken ein turbulentes, liebenswertes, lebenslustiges Rom zeigte.
Nach diesem Rundgang verabschiedeten wir uns von ihr und auch schon ein wenig von Rom.
Sonntag, 26.05.2013
Der Tag der Rückreise bot uns noch Zeit für Besichtigungen. Am Petersplatzes fand 12 Uhr eine Messe mit Papst Franziskus statt, an der viele Reisegäste teilnehmen wollten. Zunächst war geplant, mit dem Papamobil eine Rundfahrt durch die Vatikanischen Gärten vorzunehmen. Jedoch war das an diesem Tag nicht möglich. Statt dessen besichtigten wir den deutschen katholischen Friedhof und die Kirche in unmittelbarer Nähe des Petersdomes. Anschließend lauschte der eine oder andere den Worten des Papstes auf dem Petersplatz. Pünktlich gelangten wir zum Flughafen und schließlich auch zurück nach Hause.
Insgesamt kann resümiert werden, dass die Rom-Reise mit dem abwechslungsreichen, ausgewogenen Programm als äußerst gelungen bezeichnet werden darf.
Ich möchte mich bei unseren Gästen herzlichst bedanken und stets Gesundheit und Reiselust wünschen.
Reisebericht Dr. Jutta Petzold-Herrmann 27.05.2013