Städtereise Rom – Ewige Stadt am Tiber in Italien
Reisebericht: 22.04. – 26.04.2026
Rom: Johann Wolfgang von Goethe: „Anderer Orten muß man das Bedeutende suchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt“.
Ein Reisebericht von
Thomas Krupp
Anreise aus Deutschland
Aus sechs deutschen Städten reisen unsere Gäste in die „Ewige Stadt am Tiber“ an. Schon bei der Ankunft liegt eine besondere Spannung in der Luft: Nach dem oft grauen Wetter in Deutschland empfängt uns Rom mit Sonne, Wärme und diesem unverwechselbaren mediterranen Lebensgefühl.
Nachdem sich alle im Hotel eingefunden haben, machen wir uns gemeinsam auf den Weg zum Abendessen in einem Restaurant in der Nähe. Bei italienischen Spezialitäten und einem ersten Getränk lernen wir uns besser kennen, und schnell wird deutlich, wie viel Vorfreude auf die kommenden Tage in der Gruppe steckt. Aus anfänglicher Reisegemeinschaft wird schon an diesem Abend ein erstes Miteinander.
Zwischen antiker Pracht und päpstlicher Welt
Unser erster voller Tag in Rom beginnt mit strahlendem Sonnenschein und einer Begegnung, auf die wir uns ganz besonders freuen: Unsere Reiseführerin Sylvia empfängt uns vor dem Pantheon. Kaum ein Bauwerk macht die Größe des antiken Rom so deutlich wie dieses erstaunlich gut erhaltene Monument. Errichtet wurde es ursprünglich als Tempel für alle Götter, und noch heute beeindruckt es mit seiner gewaltigen Kuppel, die römische Ingenieurskunst in Vollendung zeigt. Wenn man unter der Öffnung in der Kuppel steht und das Licht hereinfällt, kann man sich leicht vorstellen, wie ehrfürchtig schon die Menschen der Antike hier gestanden haben müssen.
Von dort aus entdecken wir Rom zu Fuß, ganz so, wie man diese Stadt am besten erlebt: mit offenen Augen und Zeit für Details. Am Trevi-Brunnen halten wir einen Moment inne. Das Wasser, die Bewegung der Figuren und die barocke Inszenierung machen ihn zu einem Ort, der bis heute Menschen aus aller Welt anzieht. In der Zeit seiner Entstehung war er Ausdruck des Machtanspruchs und der Gestaltungsfreude des Papsttums, und genau diese Mischung aus Repräsentation und Schönheit ist bis heute spürbar.
Weiter geht es zur Spanischen Treppe, die im 18. Jahrhundert als Treffpunkt zwischen Kirche, Stadt und diplomatischer Welt entstand. Heute ist sie vor allem ein lebendiger Ort des Zusammentreffens, an dem sich Einheimische und Besucher begegnen. Anschließend wechseln wir die Perspektive und fahren mit der Metro in Richtung Vatikan. Dort erwartet uns mit den Vatikanischen Gärten ein ganz anderer Rom-Eindruck: ruhig, gepflegt und fast verborgen hinter den Mauern der großen Geschichte. Gerade dieser Kontrast zwischen öffentlicher Pracht und abgeschirmter Stille macht den besonderen Reiz dieses Ortes aus.
Den Höhepunkt des Tages bilden die Vatikanischen Museen. Zwischen antiken Skulpturen, Kunstwerken der Renaissance und den berühmten Stanzen Raffaels wird deutlich, wie stark Kunst und Glaube in jener Zeit miteinander verbunden waren. Schließlich erreichen wir die Sixtinische Kapelle, deren Deckenfresken Michelangelos bis heute zu den größten Meisterwerken der Kunstgeschichte zählen. Vor allem der Gedanke, unter welchen Bedingungen Michelangelo damals gearbeitet hat, allein auf dem Gerüst, mit enormen körperlichen Einsatz und unter dem Druck des Papstes, macht diesen Ort noch beeindruckender. Kein Wunder, dass wir dort für einen Moment ganz still werden.
Erschöpft, aber voller Eindrücke endet unser erster voller Rom-Tag. Sylvia hat uns mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung ihre Heimatstadt auf sehr lebendige Weise nähergebracht. Beim gemeinsamen Abendessen in Hotelnähe klingt der Tag in angenehmer Runde aus.
Auf den Spuren der Kaiser
Nach einem ereignisreichen Auftakt starten wir unseren zweiten Tag im Stadtteil Ostiense, direkt am Hotel Abitart. Schon vor der Tür wartet mit der Cestius-Pyramide ein ungewöhnliches Bauwerk auf uns. Sie erinnert daran, wie offen die Römer für fremde Einflüsse waren: Ein ägyptisch inspiriertes Grabmal mitten in Rom, errichtet in einer Zeit, in der das Imperium seine Macht bis weit über das Mittelmeer ausdehnte.
Von dort aus geht es hinauf auf den Aventin, einen der berühmten sieben Hügel Roms. Der Aufstieg wird mit einem wunderbaren Blick über die Stadt belohnt. Im Orangengarten genießen wir den stillen Moment und den weiten Blick bis zum Petersdom. Gerade hier spürt man, wie Rom über Jahrhunderte gewachsen ist: antike Grundlagen, christliche Zeichen, barocke Kuppeln und moderne Stadtlandschaft liegen direkt nebeneinander.
Ein kurzer Abstecher zum berühmten Schlüsselloch-Blick darf natürlich nicht fehlen. Danach spazieren wir bergab durch den Rosengarten und erreichen den Circus Maximus. Wo einst Zehntausende, vielleicht sogar Hunderttausende, die Wagenrennen verfolgten, lässt sich die frühere Begeisterung für Macht, Spektakel und öffentliche Inszenierung noch erahnen. Man kann sich gut vorstellen, wie das einfache Volk und die Kaiser gleichermaßen von diesem Massenereignis fasziniert waren.
Im Forum Romanum tauchen wir dann endgültig in das politische und religiöse Zentrum des alten Rom ein. Zwischen Tempelresten, Säulen und Triumphbögen wird Geschichte fast körperlich spürbar. Hier trafen sich Senatoren, Priester, Händler und Bürger; hier wurde entschieden, verhandelt und gefeiert. Den würdigen Abschluss bildet das Kolosseum, das wohl bekannteste Symbol der Stadt. Es entstand unter den flavischen Kaisern und sollte nicht nur Unterhaltung bieten, sondern auch die Macht und Großzügigkeit des Herrschers demonstrieren. Vor diesem Bauwerk wird deutlich, wie sehr Architektur im alten Rom immer auch ein Ausdruck politischer Botschaften war.
Rom zwischen Glauben und Barock
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der architektonischen Superlative. Unser Bus bringt uns am Morgen in die Nähe des Petersplatzes, wo wir Sylvia erneut treffen. Gemeinsam betreten wir die monumentale Welt des Petersdoms, der aus dem Anspruch heraus entstand, das Zentrum der katholischen Kirche sichtbar und unübersehbar zu machen. Dass hier so viele bedeutende Künstler und Architekten wie Bramante, Michelangelo und Bernini wirkten, zeigt, wie sehr sich Glaube, Macht und Kunst in diesem Bau vereinen.
Besonders eindrucksvoll sind der Baldachin Berninis und Michelangelos Pietà. Beide Werke machen deutlich, wie sehr die Kunst der Renaissance und des Barock nicht nur schön sein, sondern auch bewegen und beeindrucken sollte. Mit Sylvias Erklärungen wird die Geschichte des Doms für uns lebendig und greifbar.
Anschließend verlassen wir den Vatikan und spazieren durch die malerischen Gassen der Altstadt. Die Engelsburg, ursprünglich als Grabmal für Kaiser Hadrian erbaut, erzählt von einer Zeit, in der Rom sich immer wieder wandelte und neue Funktionen für alte Bauwerke fand. Über die Engelsbrücke, gesäumt von den eindrucksvollen Skulpturen, gelangen wir auf die andere Seite des Tibers.
Unser Weg führt uns weiter durch die typisch römische Altstadt mit ihren ockerfarbenen Fassaden, stillen Innenhöfen und kleinen Plätzen. Schließlich erreichen wir die Piazza Navona, die auf dem Grund eines antiken Stadions entstanden ist. Heute zeigt sie sich als einer der schönsten barocken Plätze Europas. Besonders Berninis Vierströmebrunnen macht die Piazza zu einem Ort, an dem Kunst und Geschichte auf wunderbare Weise zusammenkommen. Die barocke Inszenierung, die hier im 17. Jahrhundert entstand, sollte nicht nur gefallen, sondern auch beeindrucken und überzeugen.
Am späten Nachmittag verabschieden wir uns von Sylvia und kehren zum Hotel zurück. Den Abend genießen wir bei einer leckeren neapolitanischen Pizza und lassen die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.
Arrivederci, Roma!
Vier Tage Rom liegen hinter uns – vier Tage voller Geschichte, Begegnungen und eindrucksvoller Momente. Heute heißt es Abschied nehmen von der „Ewigen Stadt“.
Nach dem Frühstück bleibt noch ein letzter Augenblick, um das besondere Licht Roms auf sich wirken zu lassen. Dann bringt uns der Transfer zum Flughafen. Man merkt der Gruppe an, dass die Koffer zwar leichter geworden sind, die Erinnerungen aber umso schwerer wiegen. Vom ehrwürdigen Pantheon über den spirituellen Glanz des Petersdoms bis zu den gewaltigen Ruinen des Kolosseums haben wir das Herz Italiens in all seinen Facetten erlebt.
Am Flughafen mischen sich Wehmut und Vorfreude. Aus sechs deutschen Städten angereist, trennen sich unsere Wege nun wieder – doch alle nehmen etwas mit: gemeinsame Erlebnisse, eindrucksvolle Bilder und das gute Gefühl, eine besondere Reise miteinander geteilt zu haben.
Was bleibt, sind die vielen kleinen und großen Momente: das Staunen in der Sixtinischen Kapelle, der Blick vom Aventin, das Lachen beim Abendessen und das Bewusstsein, ein Stück Rom im Herzen mit nach Hause zu nehmen.
Arrivederci und einen guten Heimflug!
Ein herzliches Dankeschön an euch alle! Auch im Namen von Eberhardt Travel. Eine Reise lebt nicht nur von ihren Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem von den Menschen, die sie gemeinsam erleben. Danke für eure Pünktlichkeit, eure Neugier und die vielen schönen Gespräche bei Pasta und Wein. Ihr habt mir meine Aufgabe sehr leicht gemacht und diese vier Tage in Rom zu einem echten Erlebnis werden lassen. Herzlichen Dank auch an Sylvia.
Bleibt gesund und reisefreudig.
Euer Thomas
P. S. Ich freue mich auf die nächste Reise mit euch. 😎
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