Reisebericht: Städtereise Rom und Vatikan

23.06. – 28.06.2024, 6 Tage Flugreise nach Rom in Italien: Piazza del Popolo – Pincio–Park – Spanische Treppe – Trevibrunnen – Pantheon – Pompeius–Theater – Campo de Fiori – Trastevere – Papstaudienz – Vatikanische Gärten und Museen – Sixtinische Kapelle – Petersdom – Koloss


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Auf diesem sehr intensiven Kurztrip nach Rom erlebten wir die Stadt in all ihren Facetten. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten schauten wir uns an, doch bekamen wir trotzdem nur einen Bruchteil von dem zu sehen, was die Stadt eigentlich alles hergibt. Eindrucksvoll schmiegen sich die geschichtsträchtigen Häuser und Gassen in das moderne Stadtleben ein und mit den Worten unserer lieben Reiseleiterin Agniezka im Ohr erwachte auch die Vergangenheit zum Leben: Seien es die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum, die eigentlich französische Spanische Treppe, der Saus und Braus auf der Engelsburg oder die Geheimnisse der Künstler in den Vatikanischen Museen. Als "Pilgergruppe aus Kesselsdorf" begegneten wir dem Papst und erlebten den Hype um den katholischen Glaubensführer wie bei einem Popstar.
Ein Reisebericht von
Teresa Rumpel
Teresa Rumpel

Anreise und Willkommensgetränk auf der Dachterrasse

Für uns Dresdner ging es sehr früh am Morgen los, in München stießen dann noch zwei dazu und die restlichen fünf unserer Gruppe trafen wir dann in Rom. Alle zusammen kamen wir auf der Dachterrasse des Hotels zusammen und genossen ein leckeres Willkommensgetränk bei schönem Ausblick über den Dächern von Rom. Anschließend gingen wir geschlossen als Gruppe zum Abendessen. An die Gewohnheit hier, dass es eine Rechnung für den gesamten Tisch gibt, mussten wir uns erstmal gewöhnen. Doch nach einer ausgiebigen Rechenstunde war es dann geschafft. Wer noch wollte, spazierte zum abendlich beleuchteten Kolosseum. Hier war sogar gerade eine Veranstaltung im Gange, sodass wir einigen musikalischen Darbietungen folgen konnten.


Die Anfänge Roms mit Forum Romanum und Kolosseum

Nach einem ersten leckeren Frühstück holte uns unsere Reiseleiterin Agniezka vom Hotel ab. Ausgestattet mit Funkgeräten konnte das Sightseeing nun beginnen. Zu Fuß spazierten wir durch die Gassen des umliegenden Viertels bis wir zum Forum Romanum gelangen. Hier erlebten wir tausende Jahre von Geschichte, innerhalb kürzester Zeit, lebhaft und uns einbeziehend durch Agniezka. Auf diesem Platz nahm Rom seinen Anfang mit einer kleinen Siedlung - ein perfekter Start auch für unsere Stadterkundung. Sich daran anschließend erklommen wir den Palatinhügel, von wo aus wir einen tollen Blick auf die Stadt genossen. Nach einer kurzen Mittagspause stand dann das Kolosseum auf dem Programm. Hier passten wir mit Erklärungen im Innenraum den Regenguss ab und als wir schließlich soweit waren, herauszutreten, hatte sich auch das Wetter gebessert und selbst die Sonne ließ sich blicken. Während Agniezka von Gladiatoren, Tiermisshandlungen und Hinrichtungen in den "Pausen" berichtete, lehnten wir an dem Geländer mit Blick in die Arena und versuchten uns vorzustellen, wie es wohl damals gewesen sein muss. Welcher sozialen Schicht hätte man wohl selbst angehört und welche Privilegien hätte man wohl genießen dürfen? Nach diesem spannenden Einblick verabschiedete sich Agniezka von uns, gemeinsam liefen wir anderen zurück ins Hotel. Für alle Interessierten trafen wir uns kurze Zeit später wieder, um zum Nationaldenkmal auf dem Piazza Venezia zu gehen, dessen Ausmaße einfach nur als gigantisch beschrieben werden können. Mit dem Fahrstuhl fuhren wir hinauf zur Aussichtsterrasse. Bei untergehender Sonne erlebten wir so einen spektakulären Blick aus der Vogelperspektive. Abschließend kehrten wir gemütlich in ein Restaurant ein, bevor es zurück ins Hotel ging.


Stadtspaziergang mit Spanischer Treppe, Trevibrunnen und Trastevere

Nachdem wir unsere erste Fahrt mit der Metro gut überstanden hatten und an der richtigen Stelle herauskamen, an der Agniezka bereits auf uns wartete, stand dem heutigen Rundgang nichts mehr im Wege. Angekommen am Piazza del Popolo, welcher gerade für eine Festivität der Finanzpolizei hergerichtet wurde, spazierten wir durch den Pincio Park bis hin zur Spanischen Treppe, welche, wie wir gelernt haben, gar nichts mit Spanien zu tun hat, sondern von den Franzosen gebaut wurde. Nach einer kurzen Pause, auch zum Umschauen in der sich vor der Treppe befindlichen Luxuseinkaufsstraße, liefen wir weiter zum Trevibrunnen. Hier wimmelte es nur so von Menschen, die alle darauf aus waren, eine Münze mit ihrer rechten Hand über die linke Schulter zu werfen. Bei den Menschenmengen pro Tag ist es demnach kein Wunder, dass jährlich Millionen aus dem Brunnenbecken geholt werden. Bevor wir dann das Pantheon besuchten, legten wir erstmal eine ausgiebige Mittagspause ein. Gestärkt ging es dann in das kreisrunde antike Bauwerk, welches mit seiner beeindruckenden Architektur und künstlerischer Gestaltung aufwartet. Hier erfuhren wir etwas mehr über Michelangelo und Raffael. Unser letzter Stopp war der Stadtteil Trastevere. Früher ein eher verrufenes Viertel hat es sich heute seinen Charme bewahrt und wird immer beliebter. Nach den vielen Eindrücken fuhren wir zurück ins Hotel und gingen nicht zu spät schlafen. Schließlich wartete der Papst auf uns am nächsten Tag!


Besuch beim Papst und Abstecher zur Engelsburg

Der frühe Vogel fängt den Wurm - oder in unserem Fall: sichert sich die besten Plätze bei der Papstaudienz. Als "Pilgergruppe aus Kesselsdorf", wie wir ausgerufen wurden, hatten wir dank unserer frühen Ankunft eine sehr gute Ausgangsposition, um den vorbeifahrenden Papst aus nächster Nähe zu sehen. Wie bei einem Popstar gab es Menschen links und rechts neben uns, die hysterisch jubelten. Nach dieser einmaligen Erfahrung nahmen wir die Metro zur Engelsburg, legten eine Mittagspause ein und spazierten hier noch etwas durch die Gassen, bevor wir die Burganlage betraten und uns bis zur Aussichtsterrasse hochschlugen. Von hier oben hatte man alles im Blick und während Agniezka von wilden Partys und Verließen redete, versuchten wir uns vorzustellen, wie das Leben früher hier wohl ausgesehen haben muss. Mit Lebensmittelvorräten und Trinkwasserbrunnen ausgestattet, ließ sich hier eine Belagerung auf jeden Fall lange aushalten. Nach einer kleinen Freizeit, um das Burgcafé zu genießen oder nochmal durch die kleinen Geschäfte zu Füßen der Burg zu schlendern, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Heute wären wir fast Opfer einer Taschendiebin im Bus geworden, aber zum Glück ging alles noch gut und sie kam nicht zum Zug. Trotzdem verrückt, sowas aus nächster Nähe mitzubekommen. Später verabredeten wir uns noch zum Abendessen und anschließend bot ich noch an zum wohl berühmtesten Schlüsselloch Roms zu fahren. Trotz der späten Stunde standen hier immer noch Menschen an, um einen Blick durch das Tor des maltesischen Ordens zu werfen. In der Ferne erblickt man genau mittig vom Loch den Petersdom. Vor allem bei untergehender Sonne erstrahlt er in wunderschöner orangener Färbung.


Die Kunstwelt der Vatikanischen Museen und eindrucksvoller Petersdom

Angekommen an den Vatikanischen Museen, unternahmen wir zunächst eine Fahrt in einem offenen Bus durch die Gartenanlagen und bekamen einige Infos über die Vorlieben und Gewohnheiten der vergangenen Päpste. Anschließend trafen wir Agniezka für die Führung durch die Innenräume der Museen, wo sie uns auf die wichtigsten Stücke hinwies und einige interessante Anekdoten erzählen konnte. Die Führung endete in der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo, in der die Päpste in ihr Amt eingeführt werden. Hier durfte nicht fotografiert werden, aber die Eindrücke werden uns trotzdem bestehen bleiben. Von unglaublich filigranen und teilweise auch mächtigen Skulpturen, zu riesigen Wandteppichen und tollen Gemälden war in den einzelnen Hallen alles dabei. Man könnte Stunden hindurchschlendern, doch bei unserem Besuch bekamen wir einen perfekten ersten Eindruck. Über einen Verbindungsgang kamen wir schließlich direkt auf dem Platz vorm Petersdom, auf dem wir bereits am Vortag bei der Audienz waren und schlossen unser Besichtigungsprogramm der antiken Stadt mit dem Besuch des berühmten Doms ab. Durch seine schiere Größe, an die keine andere katholische Kirche weltweit herankommt, gab es einiges zu entdecken. Alles war proportional an die Größe des Gebäudes angepasst, sodass es im Gesamteindruck gar nicht übermächtig wirkte, doch trat man näher an bestimmte Objekte heran, ließ es sich nicht mehr leugnen! Ein gigantisches Meisterwerk!
Schließlich hieß es Abschied nehmen von Agniezka. Wir aßen bei tollem Service nochmal lecker in einem fußläufig vom Hotel entfernten Restaurant und kehrten in kleiner Runde noch in eine Weinbar ein, wo wir diese eindrucksvolle Reise an unserem letzten Abend ausklingen ließen.


Abreise zurück nach Deutschland

Nach dem Check-Out im Hotel wurden wir zum Flughafen gebracht und traten die Rückreise nach Deutschland an. Wer wollte konnte die verbleibende Zeit am Vormittag in Rom noch für einen letzten kleinen Souvenirbummel oder einen Abstecher zur Basilica Santa Maria nutzen. Letztere ist eine eindrucksvolle Kirche, welche kostenfrei und zu so früher Stunde noch relativ leer, besuchbar ist. Ohne weitere Probleme, aber mit vielen neuen Eindrücken und vor allem viel Wissenswertem im Gedächtnis, kamen wir wieder Zuhause an.


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