Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Rom in der Karwoche

Reisebericht: 29.03. – 03.04.2026

In der Nähe des Osterwochenendes Rom zu besuchen, sorgt immer für ganz besondere Eindrücke.

Dr. Mathias Schirmer

Ein Reisebericht von
Dr. Mathias Schirmer


Anreise und erste Stadterkundung

Früh am Morgen geht es los. In Dresden trifft sich ein Großteil der Gruppe bereits 4:30 Uhr. Durch die Umstellung auf Sommerszeit ist es eigentlich erst 3:30 Uhr. Beim Zwischenstopp in Frankfurt treffen wir weiter Gäste und sogleich geht es gen Rom.
Die Koffer erhalten wir zügig, der Transfer mit Stefano klappt wie immer gut und so sind wir bereits am frühen Nachmittag nach 35 Minuten Fahrt im sehr gut gelegen Hotel Monti Palace im gleichnamigen Stadtteil Monti. Die Nähe zum Stadtzentrum und die in wenigen Sekunden zu erreichende Metrostation Cavor sind ein großer Vorteil dieses Hotels.
Zwei schon vorher angereiste Gäste gesellen sich zu unsere Gruppe und wir erkunden am Nachmittag die Stadt. Unser Weg führt uns am Colosseum und Forum Romanum vorbei zum Nationaldenkmal. Viele Treppenstufen gilt es zu bezwingen um im Anschluss mit dem Gläsernen Aufzug die Dachterrasse des Gebäude zu erreichen. Von hier aus erhält man einen guten Eindruck von der Stadt bis hin zu den Albaner Bergen, die wir in den nächsten Tagen auch besuchen werden.
Am frühen Abend treffen wir uns in der Bar des Hotels um gemeinsam zum Abendessen zu gehen.
In der Trattoria Il Tettarello hatten wir einen Tisch für uns als Gruppe reserviert, was gut war, denn in Zeiten der noch fehlenden Aussenplätze ist hier immer Not am Mann, bzw. an Sitzplätzen.
Gut verpflegt erkunden wir noch die Dachterrasse des Hotels, von wo man einen schönen Blich über die Dächer von Monti hat.

Zwei Kirchen und weitere Sehenswürdigkeiten

Gegen 9:30 Uhr treffen wir uns mit unserer Stadtführerin Agnieszka. Zuvor genossen wir das sehr gute Frühstück im obersten Stockwerk des Hotels.
Unser erstes Ziel ist schon ein besonderes. Wir erreichen die Basilika Santa Maria Maggiore fussläufig. Hier befindet sich die Grabstätte vom vorletzten Papst Franziskus. Dieses Gotteshaus ist eines der vier Papstkirchen und eine von den sieben Pilgerkirchen Roms. Erbaut wurde diese in zehn Jahren von 422 bis 432.
Unser Weg führt uns mit dem Linienbus weiter zur nächsten Kirche, der Lateransbasilka (Basilca San Giovanni in Laterano). Auch dies gehört zu den sieben Pilgerkirchens von Rom. Dies Basilka gehört zum Gebäudekomplex des Laterans im Stadtteil Monti. Hier befand sich zu Zeiten des Kaisers Konstantins der offizielle Sitz der Päpste. Zuvor war hier unter dem römischen Kaiser Marcus Aurelius ein Palast errichtet wurden.
Mit der Metro erreichen wir die Haltestelle Spagna, die an die Spanischen Treppe angrenzt. Nach der wohlverdienten Mittagsrast beginnt unser Stadtspaziergang. Dieser führt uns über den Trevibrunnen, den Campo Fiori zum Piazza Novona. Glücklicherweise führt uns von da aus der Bus der Linie 70 fast zum Hotel. Nach einem kleinen anschließenden Spaziergang durch den Ortsteil Monti beschließen wir nicht erst ins Hotel zu gehen sondern sogleich zum Abendessen. Restaurants gibt es zur Genüge in der Umgebung des Hotels. Dazu muss man nicht weit gehen, die Via Urban hinter dem Hotel bietet reichlich Einkehrmöglichkeiten.

Ausflug in die Umgebung

Wir werden am Hotel mit dem Bus abgeholt um in die Albaner Berge zu fahren. Unterwegs steigt Agnieszka zu und der erste Stopp findet an einem alten Teilstück der Via Appia Antica statt. Bei dieser Straße handelt es sich um eine Bau, der bereits 312 v. Chr. begann. Noch heute führt diese Verkehrsverbindung (1784 wurde begonnen diese Verbindung zu modernisieren) bis zur Hafenstadt Brindisi. Nach ca 540 km erreicht man diese Stadt in Apulien. Bemerkenswert: Ein Reisgast erzählte uns, dass er vor etlichen Jahren ein Teilstück der alten Straße anläßlich seines Marathonlaufes in Rom entlang gerannt sei.
Weiter führt uns die Fahrt in den kleinen Ort Castel Gondolfo (8.000 Einwohner). Im gleichnamigen Schloss befindet sich seit dem 17. Jh die Sommeresidenz der Päpste. Da Franziskus dies als besonderen Luxus ablehnte, befindet sich jetzt hier seit 2016 ein Museum, welches wir inklusive des dazugehörigen Gartens besichtigen. Bemerkenswert ist auch der Blick auf den See Lago Albano, wo 1960 zu den Olypischen Sommerspielen die Ruderwettbewerbe stattfanden.
Weiter führt uns die Fahrt durch mehrere Ortschaften in die Albaner Berge. Wir erreichen den kleine Ort Nemi, den Ort der Erdbeere. Überall gibt es Produkte im Zusammenhang mit Erdbeeren.
Wir kehren zum Mittagessen in einem urtypisch, regionalen Restaurant ein und werden nach allen Regeln der Kunst verwöhnt.
Frisch gestärkt, auch hier gibt es einen schönen Blick auf den Lago di Nemi, erkunden wir noch etwas den Ort und fahren weiter mit Edmund unserem albanischen Busfahrer.
Wir erreichen nach einigen Minuten die Kapelle Grottaferrata. Hier ist es uns vergönnt an einem eigentlich internen Gottesdienst mit viel Gesang teilzunehmen nehmen. Dies empfanden wir als besonders eindrucksvoll. Am frühen Abend erreichen wir voller Eindrücke wieder Hotel.

Kirchliches Rom

Zeitlich etwas gemütlicher geht es los. Wir fahren mit der Metro bis zur Haltestelle Ottaviano. Ein kurzer Fußweg führt uns innerhalb von zehn Minuten in die Nähe der Vatikanstadt. Die Schlange ist lang, aber wir erreichen recht zügig die Sicherheitskontrollen. Wir tauchen ein in die Vielfalt der Vatikanischen Museen. Hierbei handelt es sich um eine der größten Sammlungen aus vielen Zeitepochen. 7 Millionen Besucher zählen die Museen jährlich, also fast 25.000 am Tag. Eröffnet wurde das Kunstmuseum bereits vor über 500 Jahren. Alle Gänge aneinandergereiht ergibt es eine Gesamtlänge von 7 km. Agnieszka lotste uns geschickt durch diese und erläutert einige Highlights. Das eigentliche Highlight erreichen wir dann mit der Sixtinischen Kapelle.
Zeit für eine wirkliche Mittagsrast bleibt nicht, denn es geht weiter in den Petersdom, der eigentlich kein Dom ist und heißt in Wirklichkeit Basilica Di San Pietro und wirkt in seiner Größe gigantisch. Die überbaute Fläche beträgt 20.140 qm und das Fassungsvermögen wird mit 30.000 Menschen angegeben. Erbaut wurde sie von 1506-1626. Dabei kam es infolge mehrere Architektenwechsel auch zu Teilabrissen.
Die Pieta von Michelangelo und die 16 eckige Hauptkuppel (43 m Durchmesser) sind wohl das beeindruckendste was wir an diesem Tag sehen.
Wir haben immer noch nicht genug gesehen und beschließen die Aussichtsplattform der Kuppel zu besuchen. 40 Minuten des Anstehens schrecken uns nicht ab und der Ausblick ist auch auf Grund der Wetterlage ungetrübt genial.
Zum Abendessen kehren wir in unmittelbaren Nähe zur Vatikanstadt ein, da die Zeit schon reichlich fortgeschritten ist. Einmal in der Metro sitzend beschließen wir bis zur Station Colosseum zu fahren. Es ist bereits nach 20:00 Uhr und dunkel, so wirkt die Beleuchtung der antiken Gebäude der Innenstadt besonders.

Besuch des Antiken Roms

Nach zwei Metrostationen erreichen wir den Circo Massimo, wo bis ins 6. Jh Wagenrennen stattfanden. In der Arena sollen bis zu 250.000 Zuschauern Platz gefunden haben. Die eigentliche Rennstrecke ist 600 Meter lang und musste in den Rennen sieben mal umrundet werden. Heute wird das Gelände für Konzert genutzt.
Wir schlendern zum Hintereingang zum Forum Romanum. Dabei kommen wir an einem Markt vorbei, in dem am Wochenende die Bauern aus dem Latium ihre Waren anbieten. Unsere Stadtführerin erklärt uns, dass Sie da leidenschaftlich gern regional einkauft.
Das Forum Romanum war das politische, kulturelle, wirtschaftliche und religiöse Zentrum des Römischen Reiches. Es liegt eingebettet von den Hügeln Kapitol, Palatin und Esquilin. Heute stellt es die wichtigste Ausgrabungsstätte Roms dar. Zuvor was es ein von mehreren Flüssen durchzogenes Sumpfgebiet. Durch den Bau der Cloaca Maxima (600 v.Chr.) wurde dieser trocken gelegt.
Nach der Mittagspause, bei der die meisten von uns Pizza bestellen, geht es zur wohl am meisten besuchten Sehenswürdigkeit Italiens, dem Colosseo,/Kolosseum.
Es zählt zu den Neuen Weltwundern der UNESCO und wurde im Jahre 80 n.Chr. nach nur acht Jahren Bauzeit fertiggestellt. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung bot es analog zum Fußballstadion in Dortmund 80.000 Zuschauern Platz. Hier fanden Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen aber auch Hinrichtungen statt. Als Arena war es 450 Jahre in Betrieb.
Im Anschluss besichtigten wir in der neuen Metrostatione Colosseo der Linie C noch die Ausgrabung im Zusammenhang mit dem Bau.
Unser Abschlussessen bestellte ich in der Osteria La Mucca Biricchina an der Via Urbana. Es wurde ein gelungener Abend auch durch die Herzlichkeit des Personales der Gaststätte.

Letzter Stadtgang und Heimreise

Der größte Teil der Gruppe fliegt erst am späten Nachmittag, so dass wir bereits am Vorabend Pläne geschmiedet haben. Dank Unterstützung des Produktmanagers von Eberhardt Travel kommen wir in den Besitz von Karten für das Pantheons (128 n.Chr. fertiggestellt). Pünktlich 10 Uhr erreichen wir das Innere des Bauwerkes, nachdem wir 25 Minuten dahin zu Fuß unterwegs waren. Einzigartig ist die Kuppel des Bauwerkes. Der Innendurchmesser beträgt knapp 44 Meter und sie gilt noch heute als die größte unbewehrte Betonkuppel der Welt.
Anschließend teilt sich die Gruppe, um entweder nochmals den Trevibrunnen auf zu suchen oder dem Ortsteil Trastevere ein Besuch ab zu statten.
So langsam wird es Zeit, Abschied zu nehmen von der Stadt Rom und Bella Italia.


Wer die Schönheit der Welt erleben will muss auf Reisen gehen.
Wer Rom noch einmal erleben möchte, soll ein Geldstück mit der rechten Hand über die linke Schulter werfen.
Beim Verfasser dieser Zeilen hat es geholfen und ich hoffe, dass es für die Teilnehmer dieser rundum gelungenen Reise auch zutrifft.


Kommentare zum Reisebericht