Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Sardinien zu Fuß erleben – zwischen Küste, Bergen und Meer

Reisebericht: 21.05. – 28.05.2026

Zwischen türkisblauem Meer, wilden Bergen und kleinen Genussmomenten entdecken wir Sardinien Schritt für Schritt – gemeinsam, aktiv und mit ganz viel Inselgefühl.

Patrick Fritzsche-Vorwerg

Ein Reisebericht von
Patrick Fritzsche-Vorwerg

Wanderung zum Punta Giglio: Blick zum Capo Caccia – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) Nuraghe Palmavera – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) Aperol-Pause in Alghero – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) Hotel Punta Negra – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL)

Ankommen im Inselparadies – unser erster Tag auf Sardinien

Der erste Tag unserer Sardinien-Reise stand ganz im Zeichen der Ankunft – und die hätte unterschiedlicher kaum sein können. Während Team München mit fünf Gästen bereits am Vormittag in Olbia landete und den Tag entspannt am Pool, Strand und im Hotel genießen konnte, konnten sich Team Wien, Leipzig, Berlin und Dresden erst am Nachmittag auf den Weg Richtung Süden machen.

Schon beim Landeanflug war klar: Diese Insel hat etwas Besonderes. Das Wasser leuchtet in unglaublichen Türkis- und Blautönen, die Küste wirkt fast unwirklich schön. Kurz fragte man sich wirklich: Sind wir noch im Mittelmeer oder schon auf den Malediven?

Nach der Landung ging es gemeinsam mit dem Bus einmal quer über die Insel Richtung Alghero. Die Strecke zeigte schnell, wie abwechslungsreich Sardinien ist. Vorbei an kleinen Orten, wilden Landschaften und den ersten Bergen im Landesinneren, wurde die Fahrt fast schon zu einer kleinen Rundreise. Kurz vor Sassari färbte sich der Himmel langsam in warme Abendfarben – und die Vorfreude auf die kommenden Tage wurde bei allen spürbar größer.

Gegen 19:45 Uhr erreichten wir schließlich das Hotel Punta Negra, wo Team München bereits auf uns wartete. Ab diesem Moment wurde aus mehreren kleinen Gruppen ein gemeinsames Team „Sardinien“.

Nach dem Check-in ging es direkt zum Abendessen. Bei gutem Essen, einem ersten Glas sardischem Wein und vielen netten Gesprächen klang der lange Anreisetag entspannt aus. Die ersten Eindrücke machen definitiv Lust auf mehr – und morgen wartet schon die erste Wandertour auf uns.

Zwischen Küstenpfaden, Geschichte und sardischen Genussmomenten

Der zweite Tag auf Sardinien begann mit einem ausgezeichneten Frühstück und dem ersten richtigen Urlaubsgefühl. Einige nutzten die angenehmen Temperaturen bereits am Morgen und frühstückten draußen auf der Terrasse mit Blick aufs Meer. Besser kann ein Tag eigentlich kaum starten.

Mit geschnürten Wanderschuhen trafen wir anschließend unsere Wanderleiterin Marianna und unseren Fahrer Salvatore, die uns in den kommenden Tagen begleiten werden. Bevor es losging, machten wir noch Halt in einem kleinen Supermarkt in Fertilia, um uns mit Wasser und etwas Proviant für die heutige Tour und die nächsten Tage einzudecken.

Danach führte uns die Fahrt nach Porto Conte – eine weitläufige Bucht mit glasklarem Wasser und beeindruckender Kulisse.

Unsere erste Tour begann mitten im Nationalpark durch die typische sardische Mittelmeermacchia in Richtung Punta Giglio. Schon nach wenigen Minuten war klar, warum so viele Menschen diese Landschaft lieben: der würzige Duft der Macchia, die intensiven Farben der Natur, immer wieder fantastische Ausblicke auf das Meer und dazu ständig der markante Capo Caccia im Blick. Trotz der noch ungewohnten Wärme liefen die Kilometer fast wie von selbst.
Am Punta Giglio erinnern noch heute alte militärische Anlagen an den Zweiten Weltkrieg – ein spannender Kontrast zur friedlichen Natur ringsherum. In einer kleinen Bar legten wir eine wohlverdiente Pause ein, bevor es größtenteils schattig durch den Pinienwald zurückging. Eine perfekte Tour zum Einlaufen und Ankommen – im wahrsten Sinne des Wortes auch zum Warmwerden.

Am Nachmittag stand mit der Nuraghe Palmavera ein weiteres Highlight auf dem Programm. Die beeindruckende Anlage gehört zur geheimnisvollen Nuraghenkultur, die Sardinien bereits vor über 3.000 Jahren prägte. Die Nuraghen – massive Rundtürme aus großen Steinblöcken – sind bis heute typisch für die Insel und geben Archäologen noch immer viele Rätsel auf. Palmavera zählt zu den bedeutendsten Anlagen Sardiniens und vermittelt eindrucksvoll, wie fortschrittlich diese frühe Kultur bereits gewesen sein muss.

Danach ging es weiter nach Alghero – eine Stadt mit engen Gassen, historischen Mauern und einem schicken Yachthafen. Beim gemeinsamen Rundgang durch die Altstadt wurde schnell klar: Alghero hat Atmosphäre. Danach blieb Zeit für ein Eis, einen Kaffee oder einfach zum entspannten Bummeln auf eigene Faust.

Doch der Tag hatte noch einen besonderen Abschluss für uns vorbereitet. Auf dem kleinen Bio-Weingut Ledà d’Ittiri empfing uns Annamaria mit großer Herzlichkeit. Zwischen Weinreben und Olivenbäumen verkosteten wir Rosé, zwei Weißweine, einen Rotwein und ein hervorragendes Olivenöl aus eigener Produktion. Dazu gab es Pecorino und Salsiccia – schlicht, regional und unglaublich lecker. Besonders schön war dabei die Ruhe dieses Ortes und die Leidenschaft, mit der Annamaria von ihrer Arbeit erzählte.
Wer danach noch Energie hatte, spazierte mit ihr weiter durch die Reben bis zu den alten Olivenbäumen, die das Gut umgeben.

Zurück im Hotel blieb am Abend sogar noch Zeit für ein Bad im Meer oder Pool, bevor dieser erlebnisreiche Tag langsam ausklang. Viele Eindrücke, viele besondere Momente – und das Gefühl, auf Sardinien endgültig angekommen zu sein.

Zwischen Vulkanküste, Badebucht und süßen Genüssen

Heute zeigte sich Sardinien wieder von einer ganz anderen Seite – und genau das macht diese Insel so spannend. Nach einem erneut ausgezeichneten Frühstück ging es gemeinsam mit unserem Fahrer Salvatore und Wanderleiterin Marianna heute Richtung Süden.

Schon die Fahrt von Alghero Richtung Bosa war ein Erlebnis für sich. Die Küstenstraße schlängelt sich entlang des Meeres, hinter jeder Kurve eröffneten sich neue Ausblicke auf das tiefblaue Wasser, steile Felsen und die wilde Landschaft. Da fiel es schwer zu entscheiden, ob man lieber nach rechts aufs Meer oder nach links in die Landschaft schauen sollte.

An der Vulkanküste bei Bosa begann dann unsere heutige Wanderung. Doch bevor die ersten Meter gemacht wurden, gab es zunächst etwas zu beobachten – oder besser gesagt: etwas sehr Kleines. Winzige Pflanzen am Wegesrand zogen sofort die Aufmerksamkeit auf sich und plötzlich gingen zahlreiche Teilnehmer auf die Knie, um die perfekten Fotos zu machen. Ein herrlicher Anblick – und sicher eines der Bilder des Tages.
Kurz darauf wurde die Landschaft fast surreal. Schwarze Felsen, ungewöhnliche Formen und bizarre Strukturen ließen uns teilweise glauben, wir wären auf einer anderen Welt unterwegs. Die Vulkanküste rund um Bosa entstand vor Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten und unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Küsten Sardiniens. Lavagestein, durch Wind und Meer geformte Strukturen und markante Felsformationen verleihen dieser Gegend ihren ganz eigenen Charakter.
Da gerade Ebbe war, konnten wir sogar einen kleinen Umweg direkt an der Küste machen und noch näher an diese besondere Landschaft herankommen. Zwischen Felsen und kleinen Wasserbecken entdeckten wir Meerestomaten, selten gewordene Seeigel und kleine Fische – kleine Details, die man leicht übersieht und die diese Küste noch faszinierender machen.
Am Torre Argentina legten wir eine kleine Pause im Schatten ein – eine Pause, die heute wirklich willkommen war. Denn die Sonne meinte es ausgesprochen gut mit uns und machte die Tour zu einer echten Hitzeschlacht.

Anschließend führte uns der Weg durch herrlich duftende Mittelmeermacchia weiter entlang der Küste – mal bergauf, mal bergab, aber immer begleitet vom Blick auf das scheinbar endlose Meer. Das letzte Stück bis zur Badebucht wurde dann noch einmal etwas abenteuerlich. Zwischen Felsen und Gestrüpp blieb wohl der ein oder andere kleine Kratzer als Erinnerung zurück – kostenlose Urlaubssouvenirs sozusagen.
Die Belohnung wartete aber schon: die traumhafte Bucht Compoltitu, die nicht ohne Grund als Königin der Bosane-Strände bezeichnet wird. Das erfrischende Bad im glasklaren Wasser kam genau zum richtigen Zeitpunkt und tat nach der Wanderung einfach unglaublich gut.

Nach einem kurzen Anstieg wartete Salvatore bereits auf uns und brachte uns weiter nach Bosa. Das kleine Städtchen gehört sicherlich zu den charmantesten Orten Sardiniens. Besonders bekannt sind die bunten Häuser, die sich dicht aneinander den Hang hinaufziehen – wobei bei uns heute eher die „gebundenen Häuser“ zum Insider-Begriff des Tages wurden. Kleine Gassen, entspannte Atmosphäre und der Fluss Temo, der mitten durch die Stadt fließt, verleihen Bosa einen ganz besonderen Charakter.

Nach etwas Freizeit zum Mittagessen wartete bereits der nächste Genussmoment auf uns: eine Malvasia-Verkostung in der Cantina Columbu bei Vanna. Der Malvasia di Bosa gehört zu den bekanntesten Weinen Sardiniens und wird nur in dieser Region angebaut. Besonders ist sein aromatischer Charakter – oft mit feinen Noten von Honig, Mandeln und Trockenfrüchten. Traditionell wird er gerne zusammen mit Gebäck oder Desserts genossen – und genau so durften auch wir ihn heute erleben. Zusammen mit sardischem Gebäck bildete die Verkostung einen gelungenen süßen Abschluss unseres Aufenthalts in Bosa.

Auf der Rückfahrt konnten wir die traumhafte Küstenstraße noch einmal genießen, bevor im Hotel erneut Zeit für Pool oder Meer blieb.
Ein Tag voller Landschaften, Düfte, kleiner Entdeckungen und schöner gemeinsamer Momente – und wieder einer dieser Tage, an denen man am Abend denkt: Heute haben wir wirklich viel erlebt.

Zwischen Granitbergen, Korkeichen und sardischen Genussmomenten

Heute begann der Tag schon mit einer kleinen Veränderung, die direkt für gute Stimmung sorgte: Endlich konnten heute alle gemeinsam draußen auf der Terrasse frühstücken. Mit frischer Morgenluft, angenehmen Temperaturen und Meerblick schmeckt der Kaffee irgendwie gleich noch ein bisschen besser. Es sind oft die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

Zur gewohnten Zeit ging es anschließend los, denn heute lag eine etwas längere Strecke vor uns. In der Nähe von Sassari, direkt an der beeindruckenden Santissima Trinità di Saccargia, stieg unsere charmante Wanderleiterin Marianna dazu und begleitete uns weiter in die Gallura.

Während der Fahrt blieb Zeit für viele interessante Informationen und Geschichten über Sardinien. Besonders spannend ist immer wieder zu erleben, wie unterschiedlich die Insel wirkt. Die Landschaft veränderte sich Stück für Stück – und erneut waren wir begeistert von ihrer unglaublichen Vielfalt.
Marianna erzählte uns unterwegs einiges über die Korkgewinnung, denn rund um Tempio liegt das wichtigste Produktionsgebiet Sardiniens. Die Korkeichen werden dabei nicht gefällt – vielmehr wird ihre Rinde in regelmäßigen Abständen vorsichtig geschält und kann nachwachsen. Eine nachhaltige Tradition, die seit Generationen fest zur Region gehört.

Wir passierten zunächst Tempio Pausania und fuhren anschließend die Serpentinen hinauf nach Vallicciola. Dort begann unsere heutige Wanderung im beeindruckenden Granitgebiet des Monte Limbara. Gleich zu Beginn sorgte eine „Wildschwein-Abkürzung“ für etwas zusätzliche Abenteuerstimmung, bevor wir größtenteils durch schattige Wälder wanderten, die heute eine willkommene Erleichterung waren.
Vielleicht fehlte heute das eine große Wander-Highlight mit spektakulärem Ausblick oder besonderem Ziel – aber manchmal sind es genau diese Tage, an denen einfach die Bewegung, die Natur und das gemeinsame Unterwegssein im Mittelpunkt stehen. Und auch das tat richtig gut.
Zurück am Ausgangspunkt wartete dann noch eine kleine Überraschung: die Mammutbäume von Vallicciola. Vor rund 90 Jahren wurden sie hier zu Versuchszwecken angepflanzt – und heute stehen sie eindrucksvoll mitten in der sardischen Landschaft.

Anschließend wurde es genussvoll. Bei einem herrlich urigen Picknick ließen wir uns Käse, Aufschnitt, gegrilltes Gemüse und die traditionelle Mazza Frissa schmecken. Dieses alte Hirtengericht aus der Gallura besteht aus einem reichhaltigen Grießbrei, der aus wenigen einfachen Zutaten zubereitet und traditionell mit Honig – beispielsweise sardischem Blüten- oder Myrtenhonig – serviert wird. Eine zunächst ungewohnte Kombination, die aber wunderbar zeigt, wie einfach und gleichzeitig besonders die sardische Küche sein kann. Dazu ein süffiger Wein, gute Gespräche und entspannte Stimmung – manchmal braucht es wirklich nicht mehr.
Danach brachte uns Salvatore die kurvenreiche Strecke wieder hinunter nach Tempio Pausania. Die kleine Stadt wirkt mit ihren vielen Granitfassaden fast wie aus einem einzigen Stein gebaut. Beim Bummel durch die Gassen entdeckten wir in einer Boutique die erstaunliche Vielfalt der Korkverarbeitung: Taschen, Kleidung, Schmuck und viele kreative Accessoires zeigten eindrucksvoll, was aus diesem besonderen Naturmaterial entstehen kann.
Natürlich durfte zum Abschluss noch ein Eis nicht fehlen, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Auch wenn der Tag lang war, blieb am Abend noch Zeit für Pool oder Meer – und damit ein entspannter Ausklang eines Tages, der vielleicht nicht der spektakulärste, aber dafür auf seine ganz eigene Weise besonders war.

Zwischen Naturidylle, Meerblick und spontanen Inselmomenten

Heute versprach schon der Blick aufs Thermometer: Das wird ein heißer Tag. Daher wurde das Programm kurzerhand angepasst. Statt einer längeren Tour ohne Schutz entschieden wir uns für eine Wanderung, die zwischendurch etwas Schatten versprach und uns gleichzeitig wieder eine ganz andere Seite Sardiniens zeigen sollte.
Nur etwa 20 Minuten nördlich unseres Hotels, in der Region Nurra, begann unsere heutige Wanderung am Lago Baratz – dem einzigen natürlichen Süßwassersee Sardiniens. Schon nach den ersten Schritten wurde klar: Hier herrscht eine ganz andere Stimmung als an den Küsten und in den Bergen der vergangenen Tage. Ruhig, fast unberührt und herrlich entspannt.
Vor allem Natur- und Vogelfreunde kamen heute voll auf ihre Kosten. Immer wieder beobachteten wir Haubentaucher, Blässhühner und farbenfrohe Libellen, die über das Wasser tanzten. Und auch am Wegesrand gab es kleine Entdeckungen: Mit ihrem gewohnt aufmerksamen Blick entdeckte Elke einen grasgrünen Frosch, perfekt getarnt auf einem Blatt sitzend. Später wartete dann noch eine weitere Überraschung auf uns – eine wild lebende Schildkröte direkt am Weg. Solche Begegnungen sind oft die kleinen Momente, die einen Tag besonders machen.
Nach der Umrundung des Sees wurde der Weg etwas abenteuerlicher und führte Richtung Küste. Eigentlich stand noch der Weg bis zum Capo Negro mit seinem dunklen Wachturm im Raum – aber heute war schnell klar: Die Sonne gewann dieses kleine Duell eindeutig. Und ganz ehrlich – das glasklare Meer hatte ohnehin die besseren Argumente.
Also ging es weiter zum wunderschönen Strand von Porto Ferro. Der breite Strand mit seinem goldfarbenen Sand und den Dünen wirkte fast wie eine kleine Oase. Gemeinsam spazierten wir bis zur entspannten Strandbar Il Baretto und gönnten uns dort eine längere Pause.
Einige ließen sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen und sprangen direkt ins Meer, während andere einfach die entspannte Atmosphäre genossen, kalte Getränke tranken und dem Rauschen der Wellen lauschten. Es waren diese Momente, in denen niemand auf die Uhr schaute.
Anschließend brachte uns Salvatore zurück ins Hotel, wo noch etwas Zeit blieb – für ein kleines Schläfchen, eine Erfrischung im Pool oder einen weiteren Sprung ins Meer.

Doch der Tag war noch nicht vorbei. Am Abend wartete noch eine besondere Überraschung auf uns: Außerplanmäßig ging es noch einmal nach Alghero. Ein Privatboot nur für unsere Gruppe lag bereits bereit und sorgte sofort für Vorfreude. Noch im Hafen gab es zum Auftakt erst einmal eine Runde Mirto – Sardiniens typischen Likör aus den Beeren der Myrte. Ein gelungener Start in einen besonderen Abend.
Von dort aus führte uns die Fahrt entlang der Küste Richtung Punta Giglio – genau dorthin, wo wir bereits am ersten Wandertag unterwegs gewesen waren. Vom Wasser aus wirkte die Landschaft noch einmal ganz anders. Die Felsen, die Küstenlinie und die Natur bekamen aus dieser Perspektive eine völlig neue Wirkung.
In der Bucht von Porto Conte ankerten wir schließlich – und dort wartete schon die nächste Überraschung: Ein Aperitif an Bord mit Käse, Salsiccia, Oliven, frischem Brot und Wein. Während langsam die Sonne tiefer sank und die warmen Farben des Abends über das Wasser zogen, genossen wir diesen Moment in vollen Zügen.
Die Stimmung an Bord war fröhlich und ausgelassen – es wurde gelacht, angestoßen und einfach der Augenblick genossen. Auf dem Rückweg zeigte sich die Küste noch einmal von ihrer schönsten Seite. Die untergehende Sonne tauchte Alghero und die umliegenden Felsen in warme Orange- und Goldtöne, während wir langsam zurück in den Hafen glitten.
Ein Tagesabschluss, den man so nicht planen kann – aber sicher noch lange in Erinnerung behalten wird. Und wieder zeigte uns die Insel, dass manchmal gerade die ungeplanten Momente die schönsten Erinnerungen schaffen.

Wo rosa Granit auf türkisblaues Meer trifft

Der Tag begann erneut auf die schönste Art: mit einem herrlichen Frühstück und Meerblick. Mittlerweile gehört dieser Start fast schon zur liebgewonnenen Routine – und trotzdem fühlt es sich jeden Morgen wieder besonders an. Der erste Kaffee schmeckt mit Blick aufs Wasser einfach anders.
Zur gewohnten Zeit machten wir uns anschließend gemeinsam auf den Weg – natürlich wieder mit unserem „wunderschönen Salvatore“ am Steuer und Marianna an unserer Seite.
Heute führte uns die Fahrt in den Norden Sardiniens nach Isola Rossa – einem kleinen Ort an der beeindruckenden rosafarbenen Granitküste. Schon die Strecke dorthin war wieder ein Erlebnis für sich. Sardinien schafft es tatsächlich jeden Tag aufs Neue, eine andere Landschaft zu zeigen. Hinter jeder Kurve wechselten sich weite Ausblicke, bizarre Felsformationen und kleine Orte ab.
In Isola Rossa angekommen, legten wir zunächst eine entspannte Kaffee- und Supermarktpause ein. Noch einmal Wasser auffüllen, vielleicht ein Cappuccino oder einen Espresso – und dabei das entspannte Leben im kleinen Küstenort genießen.
Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, was für eine besondere Tour heute vor uns liegen würde.

Dann ging es los: Unsere Wanderung führte uns auf dem Sentiero della Torre immer entlang der Küste. Schon die ersten Meter machten Lust auf mehr – fantastische Panoramablicke auf die rosafarbenen Granitfelsen, azurblaues Meer und die typisch duftende Mittelmeermacchia begleiteten uns auf Schritt und Tritt.

Zunächst querten wir eine Kuhweide, verschwanden danach für kurze Zeit im Gebüsch und erreichten schließlich den wunderschönen Spiaggia La Marinedda. Das glasklare Wasser wirkte schon jetzt unglaublich verlockend – und wir wussten: Hier würden wir später noch einmal zurückkehren. Aber zuerst wartete noch der sportliche Teil auf uns.
Bis hierhin fühlte sich die Tour eher wie ein entspannter Spaziergang an. Doch dann wurde es zunehmend abwechslungsreicher – und auch etwas anspruchsvoller. Hier und da ging es über Felsen, es wurde gekraxelt und der Weg verlangte etwas mehr Aufmerksamkeit. Genau das machte die Wanderung aber umso spannender. Denn mit jedem Schritt und jeder Kurve warteten neue Ausblicke, die wieder alle Anstrengungen vergessen ließen.

In einem schattigen Pinienwald legten wir eine Pause ein – ein willkommener Moment zum Durchatmen. Doch danach sollte es noch einmal etwas abenteuerlicher werden: Die Runde zum Punta Li Canneddi hatte es durchaus in sich. Kleine Pfade, Felsen, Auf und Abs und immer wieder das Gefühl, irgendwo zwischen Meer, Himmel und Granit unterwegs zu sein.
Und spätestens jetzt war klar: Am Morgen konnten wir wirklich noch nicht ahnen, was für eine großartige Tour uns bevorsteht. Diese Wanderung war besonders – landschaftlich, sportlich und auch wegen der vielen kleinen gemeinsamen Momente unterwegs.

Die Pause an der Strandbar hatten wir uns danach mehr als verdient. Einige nutzten die Gelegenheit direkt für eine Abkühlung im Meer, andere ließen einfach die Beine baumeln und genossen die entspannte Atmosphäre.

Doch auch damit war der Tag noch nicht vorbei. Anschließend führte uns der Weg weiter ins hübsche Castelsardo. Ganz ohne Bewegung ging es natürlich auch dort nicht – zunächst mussten erst einmal einige Stufen überwunden werden, bevor wir das malerische Städtchen erkunden konnten. Hoch oben thronend mit seinen engen Gassen, bunten Häusern und Blicken aufs Meer versprüht der Ort seinen ganz eigenen Charme.
Glücklich, zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken brachte uns Salvatore am Abend wieder sicher zurück ins Hotel.

Und kaum zu glauben: Morgen wartet bereits unsere letzte gemeinsame Tour auf uns – dann geht es zu den sardischen Hirten. Wir sind gespannt, was Sardinien noch für uns bereithält.

Auf den Spuren der sardischen Hirten – ein Abschied voller Genuss und Lebensfreude

Heute stand bereits unsere letzte gemeinsame Wanderung auf Sardinien an – und sie führte uns noch einmal in eine völlig andere Welt der Insel: ins ursprüngliche Hinterland, auf die Spuren der sardischen Hirten.
Am Morgen brachte uns Salvatore ins kleine Dorf Bessude. Der beschauliche Ort wirkte fast ein wenig verlassen, gleichzeitig aber unglaublich authentisch. Kleine Häuser, enge Gassen und beeindruckende Wandmalereien verliehen dem Dorf seinen ganz eigenen Charakter und erzählten vom Leben und der Geschichte der Region.
Von hier starteten wir unsere letzte Wanderung – mitten durch die „sardische Auvergne“, wie diese vulkanisch geprägte Landschaft mit ihren weiten Hochebenen und markanten Bergen oft genannt wird. Gleich zu Beginn warteten einige Höhenmeter auf uns, doch schnell wurden wir wieder mit fantastischen Ausblicken belohnt.

Auf schmalen Hirtenpfaden wanderten wir durch ursprüngliches Weideland, vorbei an Steinmauern, alten Bäumen und weiter Landschaft. Rings um uns erhoben sich beeindruckende Tafelberge und die Silhouetten längst erloschener Vulkane – eine Landschaft, die rau und friedlich zugleich wirkt.

Da die Sonne heute noch einmal alles gab, freuten wir uns besonders über den schattigen Pinienwald, durch den unser Weg später führte. Fast gemütlich wanderten wir schließlich bis nach Bánari – einem weiteren kleinen sardischen Dorf mit erstaunlich imposanten Kirchen. In der Bar gönnten wir uns eine kurze Pause mit Espresso oder einem kühlen Bier, bevor Salvatore uns weiter zu einem ganz besonderen Erlebnis brachte.

Schon die Fahrt zum Agriturismo Santu Ainzu war ein kleines Abenteuer. Über schmale Wege und mitten durch die Natur chauffierte uns Salvatore – wie immer völlig entspannt – sicher ans Ziel. Der Name „Santu Ainzu“ bedeutet übrigens „Heiliger Gavino“ und verweist auf einen der wichtigsten Heiligen Sardiniens. Mitten im idyllischen Eichenwald wurden wir herzlich empfangen – traditionell mit frischem Quark, wie es hier vielerorts Brauch ist. Unter schattigen Bäumen nahmen wir Platz und ahnten noch nicht, was kulinarisch alles auf uns warten würde.

Zunächst begann eine wahre Parade sardischer Spezialitäten: Salsiccia, Pecorino, Gemüse, unglaublich zart gekochtes Schafsfleisch und dazu kräftiger Rotwein. Eigentlich dachten wir schon, das sei das große Finale gewesen – bis plötzlich das eigentliche Hauptgericht serviert wurde: knuspriges Spanferkel direkt vom Feuer. Spätestens jetzt war klar: Heute wird definitiv niemand hungrig nach Hause gehen.

Dazu traditionelle Hirtenmusik, entspannte Gespräche und eine wunderbar ausgelassene Stimmung mitten in der Natur – authentischer hätte dieser Tag kaum sein können.

Und dann kam noch ein echtes Highlight: Unser sardisches „Brautpaar“ Anke und Rüdiger erschien in traditioneller Kleidung und servierte Mirto und Grappa. Es wurde angestoßen, gelacht, getanzt und gefeiert – ein herrlich fröhlicher Abschluss unserer gemeinsamen Wanderwoche.

Zum Abschied bedankten wir uns herzlich bei Marianna und Salvatore, die diese Reise mit ihrer Art und ihrer Herzlichkeit ganz besonders gemacht haben. Auf der Rückfahrt herrschte beste Stimmung im Bus – und als Marianna schließlich auch noch mit beeindruckendem Gesang überraschte, war der perfekte Abschluss eigentlich komplett.

Zurück im Hotel blieb sogar noch Zeit für ein letztes Bad im Meer oder Pool, bevor auch dieser besondere Tag langsam zu Ende ging.

Und wieder fragte man sich: Wie kann eine Woche eigentlich gleichzeitig so lang und doch viel zu kurz sein?

Abschied von Sardinien

Heute hieß es Abschied nehmen. Noch einmal genossen wir gemeinsam das Frühstück draußen auf der Terrasse – mit Meerblick, warmen Temperaturen und diesem ganz besonderen Gefühl, das sich in den letzten Tagen irgendwie ganz selbstverständlich eingestellt hatte.

Doch schon am Morgen musste sich der erste Teil unserer Gruppe auf den Weg zum Flughafen machen. Koffer wurden verladen, letzte Fotos gemacht und natürlich durfte auch das ein oder andere „Bis bald“ nicht fehlen.

Für den zweite Teil blieb immerhin noch etwas Zeit, den Vormittag entspannt zu genießen – vielleicht ein letzter Spaziergang am Meer, ein Kaffee mit Blick auf die Küste oder einfach noch einmal die sardische Sonne genießen.

Am Nachmittag ging es dann schließlich auch für den restlichen Teil der Gruppe Richtung Flughafen Olbia. Während der Fahrt liefen sicher bei vielen noch einmal die Erlebnisse der vergangenen Tage wie ein kleiner Film im Kopf ab: fantastische Wanderungen, türkisblaues Meer, gemeinsame Essen, herzliche Begegnungen, unzählige schöne Ausblicke und viele lustige gemeinsame Momente.

So machten sich schließlich alle auf den Heimweg – mit etwas Sonne im Gepäck, vielen Erinnerungen und dem Gefühl, gemeinsam eine wirklich besondere Woche erlebt zu haben.

Arrivederci Sardinien – vielleicht bis irgendwann wieder.


Und damit endet unsere gemeinsame Woche auf Sardinien.

Eine Woche voller beeindruckender Landschaften, türkisblauem Meer, schweißtreibender Wanderungen, gutem Essen, ausgelassener Abende und unzähliger schöner gemeinsamer Momente.

Vor allem aber bleibt die Erinnerung an eine wirklich besondere Gruppe. Danke an jeden Einzelnen von euch – für die tolle Stimmung, die Harmonie, das gemeinsame Erleben, die vielen Gespräche, den Humor, das Lachen und dafür, dass diese Reise genau dadurch zu etwas Besonderem geworden ist.

Es hat einfach Spaß gemacht, diese Woche gemeinsam zu erleben.

Und wer weiß – vielleicht sehen wir uns ja schon im Mai 2027 in der Cinque Terre wieder. Und spätestens im Oktober 2027 auf Ischia und Capri. Stimmt doch, oder? 😀

Bis dahin: Arrivederci und bleibt reisefreudig!


Kommentare zum Reisebericht