Silvester in Südtirol
Reisebericht: 28.12. – 02.01.2026
Silvester in Südtirol verbindet alpine Tradition mit festlicher Stimmung. Vor der beeindruckenden Kulisse der Berge wurde der Jahreswechsel mit vielen kulinarischen Spezialitäten genussvoll gefeiert.
Ein Reisebericht von
Katrin Deutschbein
1. Tag – Sonntag, 28.12.2025: Anreise ins Sarntal
Unsere Anreise begann früh am Morgen in Dresden. Mit dem Bus ging es südwärts, vorbei an Nürnberg bzw. München und später schließlich hinein in die beeindruckende Alpenwelt. Besonders eindrucksvoll war die Fahrt über den Brennerpass: schroffe Felsen, weite Täler und immer wieder Ausblicke, die zum Staunen einluden. Nach der Überquerung der Grenze führte die Route weiter durch das Eisacktal und durch die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen ins Sarntal. Die Landschaft wurde ruhiger und grüner, und die Hektik vor der Reise fiel langsam ab. Am familiengeführten Hotel „Feldrand“ angekommen, empfing uns eine angenehme Stille und der Blick auf Wiesen und Berge – ein perfekter Start in erholsame Tage in Südtirol.
2. Tag – Montag, 29.12.2025: Trient – Cembra–Tal mit Besuch der Grappa–Destillerie „Pilzer“
Bei bestem Wetter starteten wir unseren ersten Ausflug vom Sarntal in Richtung Trient. Schon die Fahrt durch die grandiose Landschaft des Etschtales war ein Genuss und stimmte uns auf einen abwechslungsreichen Tag ein. In Trient angekommen, begann unsere Stadtbesichtigung mit der Statführerin Antonia im historischen Zentrum. Die Stadt beeindruckt durch ihre gelungene Mischung aus italienischem Flair und alpiner Tradition. Elegante Palazzi mit bemalten Fassaden, schmale Gassen und lebendige Plätze prägen das Stadtbild. Ein erster Höhepunkt war der Neptunbrunnen auf der Piazza Duomo, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Gleich daneben erhebt sich der imposante Dom San Vigilio, ein bedeutendes Bauwerk der Romanik, der dem Platz eine besondere Atmosphäre verleiht. Auch das Castel Buonconsiglio, die ehemalige Residenz der Fürstbischöfe, beeindruckte mit seiner mächtigen Anlage und seiner geschichtsträchtigen Ausstrahlung. Nach der Stadtbesichtigung blieb ausreichend Freizeit, um einen der beiden Christkindlmärkte zu besuchen – entweder am Castel Buonconsiglio oder auf der Piazza di Fiera. Zwischen festlich geschmückten Ständen, Lichtern und dem Duft von Glühwein und regionalen Spezialitäten ließ sich die nachweihnachtliche Stimmung in vollen Zügen genießen. Am Nachmittag setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren ins malerische Cembra-Tal. Dort besuchten wir die Grappa-Destillerie Pilzer. Einer der Besitzer persönlich führte uns durch den Betrieb und gab interessante Einblicke in die traditionelle Herstellung des Grappas. Bei der anschließenden Verkostung konnten wir verschiedene Grappa-Sorten probieren und die feinen Unterschiede im Geschmack kennenlernen. Am Ende des Tages blickten wir auf einen rundum gelungenen Ausflug zurück. Das schöne Wetter, die kulturellen Eindrücke in Trient, der stimmungsvolle Christkindlmarkt und der genussvolle Abschluss im Cembra-Tal machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.
3. Tag – Dienstag, 30.12.2025: Dolomiten–Panoramafahrt (222 Bus–km)
Bei erneut strahlendem Sonnenschein starteten wir zu einer beeindruckenden Dolomiten-Panoramafahrt, begleitet von unserem örtlichen Reiseleiter Oswald, einem waschechten Südtiroler. Dank des klaren Wetters präsentierten sich die Dolomiten von ihrer schönsten Seite, und sämtliche Berggipfel waren hervorragend zu sehen.
Zunächst führte uns die Fahrt durch das Eggental hinauf zum idyllisch gelegenen Karersee. Dort legten wir einen kurzen Spaziergang ein und genossen das besondere Farbspiel des Sees vor der eindrucksvollen Bergkulisse. Anschließend ging es weiter über den Karerpass nach Canazei und von dort über den Sella-Pass ins Grödnertal, wo sich immer wieder grandiose Panoramablicke boten. In St. Ulrich angekommen, hatten wir Zeit für einen Spaziergang durch den charmanten Ort. St. Ulrich, das kulturelle Zentrum des Grödnertals, ist bekannt für seine traditionsreiche Holzschnitzkunst und seine gepflegte Fußgängerzone. Besonders sehenswert war die Krippen-Ausstellung, die einen stimmungsvollen Einblick in das regionale Kunsthandwerk bot. Am Nachmittag kehrten wir zu einem typischen Südtiroler Bauernschmaus im Buschenschank „Unterfinserhof“ in Lajen ein. Leider erfolgte das Essen etwas später als geplant, da eine andere Gruppe verspätet eintraf und dadurch unser Zeitplan durcheinandergeriet. Dennoch konnten wir die herzhaften regionalen Spezialitäten in gemütlicher Atmosphäre genießen. Gut gestärkt traten wir anschließend die Rückfahrt ins Sarntal an und ließen einen erlebnisreichen Tag mit vielen landschaftlichen und kulturellen Eindrücken ausklingen.
4. Tag – Mittwoch, 31.12.2025: Seiser Alm
Am letzten Tag des Jahres stand ein besonderer Ausflug auf dem Programm, denn wir besuchten die Seiser Alm, die größte Hochalm Europas. Auf rund 56 Quadratkilometern erstreckt sie sich oberhalb von Kastelruth und bietet eine beeindruckende Landschaft mit weiten Almwiesen, Dolomitengipfeln und herrlichen Ausblicken. Von Seis aus ging es mit der Umlaufbahn in etwa 15 Minuten hinauf nach Compatsch, in den westlichen Teil der Alm. Dort erwartete uns eine gemütliche Kutschfahrt. Für eine ursprünglich geplante Schlittenfahrt lag leider zu wenig Schnee, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch – wir genossen dieses besondere Erlebnis in vollen Zügen. Anschließend blieb genügend Zeit für kleine Spaziergänge über die Alm sowie für eine Einkehr in eine der zahlreichen gemütlichen Gaststätten. Am Nachmittag kehrten wir zurück ins Hotel, um uns auf den festlichen Abend vorzubereiten. Heute wurden wir mit einem wunderbaren 7-Gänge-Silvestermenü verwöhnt, das wirklich keine Wünsche offenließ. Später sorgten Musik und Möglichkeit zum Tanz für beste Unterhaltung. Ehe wir uns versahen, war Mitternacht erreicht – die Zeit war wie im Flug vergangen. Gemeinsam stießen wir mit einem Glas Sekt auf das Jahr 2026 an, übermittelten uns gegenseitig gute Wünsche und bewunderten sogar ein kleines Feuerwerk über dem Sarntal, das diesen stimmungsvollen Jahresausklang perfekt abrundete.
5. Tag – Freitag, 01.01.2026: Passeiertal – Meran
Nach einem gemütlichen, späten Frühstück starteten wir zu unserem Neujahrs-Ausflug. Die Fahrt führte uns über Bozen und Meran hinein ins idyllische Passeiertal nach St. Martin. Dort erwartete uns im Brauhaus
„Martinerhof“ eine interessante Führung mit anschließender Verkostung, bei der wir spannende Einblicke in die Kunst des Bierbrauens erhielten. Im Anschluss stärkten wir uns bei einer herzhaften Marende-Brotzeit. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Kurstadt Meran. Gemeinsam mit unserer Stadtführerin Sonja flanierten wir entlang der Passer, besuchten den stimmungsvollen Christkindlmarkt und spazierten vorbei am Kurhaus bis zur Wandelhalle. Durch das Bozner Tor gelangten wir schließlich in die Altstadt, wo wir die Pfarrkirche St. Nikolaus besichtigten und durch die historischen Laubengänge schlenderten. Danach blieb Zeit zur freien Verfügung für den Besuch der „Meraner Weihnacht“, die noch bis zum 6. Januar stattfand. Den gelungenen Tag rundeten wir mit dem letzten gemeinsamen Abendessen im Hotel und einer herzlichen Verabschiedung von der Familie Gruber, die uns während unseres Aufenthalts jederzeit liebevoll umsorgte.
6. Tag – Freitag, 02.01.2026: Rückreise (741 Bus–km)
Nach wundervollen Tagen voller Sonnenschein und strahlend blauem Himmel traten wir unsere Rückreise an. Zum Abschied zeigte sich das Wetter erstmals etwas verhaltener, und die ersten Wolken zogen auf. Unsere Fahrt führte uns zunächst über das 2.211 Meter hohe Penserjoch, das noch einmal beeindruckende Ausblicke auf die Bergwelt bot. Weiter ging es nach Sterzing und anschließend über den Brennerpass nach Österreich. Im Inntal gerieten wir bereits in dichten Verkehr, und auch im weiteren Verlauf auf den deutschen Autobahnen mussten wir immer wieder mit Staus rechnen. Die Rückreise verlangte daher viel Geduld, doch trotz der Verzögerungen ließen wir die schönen Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren. Mit etwa einer Stunde Verspätung erreichten wir schließlich Dresden, den Ausgangspunkt unserer Reise – im Gepäck viele schöne Erinnerungen an eine erlebnisreiche und sonnige Zeit.
Ein riesiges Dankeschön geht an unseren Buschauffeur Andreas, der uns auf dieser Reise sicher, entspannt und mit viel Können über alle Gipfel und durch so manches enge Tal gebracht hat.
Wir wünschen Ihnen/
Euch für 2026 nochmals alles Liebe und Gute. Bleiben Sie/Bleibt gesund, neugierig und reiselustig! Es würde uns sehr freuen, den einen oder anderen von Ihnen/Euch bei einer unserer nächsten Reisen wieder mit an Bord zu haben.
Herzliche Grüße von Andreas und Katrin!
Meine nächsten Reisen:
https://www.eberhardt-travel.de/ueber-mich/katrin-deutschbein/317
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