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Große Italien–Rundreise

Reisebericht: 02.05. – 20.05.2026

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

Linda Haas

Ein Reisebericht von
Linda Haas

Im Treppenhaus von Schloss Miramare – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Venedig – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Florenz von Piazzale Michelangelo – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Innenhof Abtei Montecassino – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Blick von Montecassino – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Felsengrotte Pizzo – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Pizzo – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Brandung vor Cefalú – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Kathedrale von Palermo – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Wildschwein Hugo am Hotelparkplatz – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Kirche in Asti – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL) Umberto I. - Statue in Asti – © Linda Haas (Eberhardt TRAVEL)

02. Mai 2026 Anreise nach Venzone

Sieben der elf Teilnehmer an unserem Giro d`Italia starten in Dresden als Gast-Mitreisende in einem Bus, der in die Toskana fährt.
Unser Bus der Firma Söllner kommt aus Regensburg mit dem "Anfahrer" Maximilian Söllner und in Münchberg steigen die sieben Gäste aus dem Toskana-Bus bei uns ein. Maximilian Söllner tauscht seinen Fahrer-Sitz mit Alex Söllner, der uns auf der gesamten Reise chauffieren wird. Auch Elke steigt hier zu und so fehlt uns nur noch Gotti, der in Pegnitz auf uns treffen wird. Wir sind dann bis Venzone komplett, erst dort werden Uta und Tina zu uns stoßen.
Alex fährt souverän. Vorbei an Nürnberg, München, Salzburg und Villach in Kärnten geht es nach Venzone in Friaul-Julisch Venetien, unsere erste italienische Region.
Schon beim ersten Abendessen im Hotel Carnia stellen wir fest, dass wir eine harmonische Gruppe sind und wir freuen uns auf viele schöne Erlebnisse zusammen. Das erste Abenteuer hat sich schon abgezeichnet:
Wegen des "Trieste Spring Run" wird morgen fast die gesamte Innenstadt von Triest abgesperrt sein. Wir wollten aber in der Stadt die noch fehlenden Gäste Uta und Tina und auch unsere Stadtführerin Emanuela treffen und Trieste besichtigen.
Darüber macht sich jetzt unser Fahrer Alex Gedanken.

03. Mai 2026 Trieste und Castello Miramare

Nach einem ausgezeichneten Frühstück bringen wir die Koffer zum Bus und sind neugierig auf die Situation in der Stadt Triest. Aber Alex hat eine Lösung gefunden und so treffen wir Uta und Tina und auch Emanuela mitten in der Stadt. Wir steigen hier aus und machen unsere Stadtführung vollständig zu Fuß. Wir bewundern die Kathedrale San Giusto mit dem Glockenturm, das "Teatro romano di trieste" und gehen entlang des "Canale" bis zur Piazza dell`Unità d`Italia. Der Platz der Einheit Italiens ist der größte zum Meer offene Platz Europas und weil dort ein Kreuzfahrtschiff liegt, geht unsere Gruppe direkt ans Wasser. Und plötzlich rücken die beeindruckenden Paläste aus der Zeit der
k.u.k. Monarchie der Habsburger in den Hintergrund. Im Golf von Trieste schwimmen tausende Lungenquallen, die bis zu 90 cm groß werden können. Das Phänomen der Quallenblüte, das wohl auf den Klimawandel zurückzuführen ist, tritt hier öfters auf.
Für dieses Interesse ernten wir eine Rüge von Emanuela, aber wir tun einfach alle, als hätten wir das nicht gehört.
Unsere Freizeit verbringen wir zusammen in einem kleinen Restaurant und anschließend treffen wir uns an der "fontana del nettuno" vor der Börse in Triest wieder zur Weiterfahrt zum Schloss Miramare.
Das romantische Schloss wurde von Erzherzog Maximilian, einem Bruder von Kaiser Franz Josef I, nach eigenen Vorstellungen und Entwürfen erbaut, kurz bevor er Kaiser von Mexico wurde. Nur drei Jahren nach seiner Krönung wurde er aber in Mexico hingerichtet.

Auch durch die Hitze erschöpft, freuen wir uns auf den Sitzplatz in unserem schicken Bus und fahren weiter nach Treviso ins Villa Pace Park Hotel Bolognese; heute essen wir mit allen 11 Gästen zum ersten Mal zusammen zu Abend.

04. Mai 2026 Venedig –Venezia

Nach dem abwechslungsreichen Frühstück fährt uns Alex zum Bahnhof in San Trovaso. Leider gibt es hier keinen Schalter sondern nur einen Automaten. Der wirft aber nicht die gewünschte Anzahl an Karten aus. Es kommt ein Italiener zu Hilfe und damit nimmt unser Unglück seinen Lauf. Bei der Kontrolle im Zug stellt sich heraus, dass 9 Karten nicht gültig sind, 3 aber schon. Wir konnten aber mit dem Kontrolleur verhandeln und kamen doch noch glimpflich davon.

Zum Treffen mit unserer Stadtführerin Alessia kommen wir wegen dieser Verhandlungen 15 Minuten zu spät. Wir haben uns somit schon sehr schnell akklimatisiert.
Alessia zeigt uns ihr Venedig: Markusplatz, Dogenpalast mit Seufzerbrücke, Frari-Kirche etc. und bringt uns nach der Führung an eine Anlegestelle, denn Simone und Jan wollten gerne mit einer Gondel fahren. Da machen alle mit; nur Gotti und Linda agieren als Fotografen.
Nach den Gondelfahrten gehen wir gemeinsam zum Essen und trennen uns dann für private Aktivitäten: Einkaufen, eine Tasse Kaffee in den angesagten Cafés am Markusplatz für EUR 16,00 trinken oder einfach nur ein Wasser 0,2 l für EUR 8,00, die Scuola Grande di
San Rocco besichtigen etc.
Und dann fahren wir mit dem Zug zurück nach San Trovaso in unser Hotel, zum Abendessen und gemütlichem Beisammensein.

05. Mai 2026 Bologna und Fahrt nach Florenz

Nach dem Frühstück müssen wir wieder Koffer verladen und freuen uns auf Bologna und Florenz. Und heute regnet es, aber nach der Hitze
der letzten Tage sind wir nicht wirklich traurig darüber. Mittags treffen wir unsere Stadtführerin Tiziana in Bologna beim Neptunbrunnen und besichtigen zuerst die 1028 erbaute Kathedrale San Pietro. Der vorromanische Glockenturm wurde nach dem Vorbild von Ravenna gebaut.
Um 13:30 Uhr ist für uns eine Führung durch den Palazzo dell`Archiginnasio gebucht. Der historische Sitz der Universität beherbergt das
Anatomische Theater und die Stadtbibliothek. In Bologna wurde 1314 die erste Sektion dokumentiert und ab 1563 wurde die Lehre im
neuen Hauptgebäude, dem Palazzo dell`Archiginnasio, zentralisiert. In dieser Zeit wurden Sezierungen aus klimatischen und symbolischen
Gründen ausschließlich zwischen Januar und der Fastenzeit durchgeführt. Den Seziertisch aus der Sicht der Studenten dieser Zeit zu sehen war schon beeindruckend.
In Bologna sind die Fahnen auf Halbmast, weil heute ein berühmter Sohn der Stadt, der Rennfahrer Alessandro Zanardi, beerdigt wurde.
Anschließend fahren wir weiter nach Florenz, ins Hotel Ruby Bea. Nur 100 m entfernt liegt das Ristorante Perseus, in dem wir vorzüglich bewirtet wurden. Alle waren begeistert.

06. Mai 2026 – Florenz – Firenze

Nach einem sehr geselligen Abend im Ristorante Perseus wachen wir heute in Florenz auf. Auch hier gibt es ein abwechslungsreiches Frühstück und um 09:30 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit unserer Stadtführerin Annett:
Piazza di San Marco, Cattedrale Metropolitana di Santa Maria di Fiore (der Dom), der Campanile di Giotto, Palazzo Vecchio, die Ponte
Vecchio und vorbei an den Uffizien; hier finden sich Werke von Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Tizian, Giotto und Caravaggio und auch Dürer, Rembrandt und Lukas Cranach.
Die Tour war herausfordernd und so haben nur 2 Gäste später noch den Spaziergang zum Piazzale Michelangelo unternommen.
Abends essen wir wieder im Ristorante Perseus.

07. Mai 2026 Siena und Bomarzo–Garten

Zu einem Besuch der Stadt Florenz gehört in jedem Fall ein Blick von der Piazzale Michelangelo hinunter auf Florenz und den Arno.
Diese Aussicht sollte man für immer im Herzen bewahren.
So laden wir heute sofort nach dem Frühstück unsere Koffer ein und fahren mit dem Bus zur Piazzale Michelangelo. Unser Fahrer Alex hat das sehr begrüßt, denn so konnten wir den Staus in Florenz entgehen.
Der menschenleere Platz ist eine Seltenheit, denn hier sieht man oft einige hundert asiatische Brautpaare.
Mit unvergesslichen Eindrücken verlassen wir Florenz und fahren durch die typischen toskanischen Hügel Richtung Siena, wo wir um
10:00 Uhr von Lisa erwartet werden. Die Piazza del Campo und die Kirche San Domenico di Caterina sind im Zentrum unserer Führung in Siena. Während der Mittagspause können wir auch die für Siena so berühmten Ricciarelli (Mandelgebäck) kaufen und treffen uns dann alle wieder an der Piazza del Campo. Hier versucht jeder, die Atmosphäre beim berühmten "Palio" im Juli und August nachzuempfinden und nun gehen wir miteinander zur Porta Romana. Es ist wieder ein wunderbarer Tag und wir fahren, vorbei an Montepulciano und Montalcino, zum Bomarzo-Garten. 1552 bis 1585 ließ Vicino Orsini diesen Skulpturenpark in Gedenken an seine verstorbene Frau Giulia Farnese errichten. Der Sacro Bosco (der heilige Wald) ist bei diesen Temperaturen ein angenehmer Aufenthaltsort, bevor wir weiter in die "capitale", die Hauptstadt Rom fahren.

08. Mai 2026 Rom – Roma

Heute wachen wir in Rom auf und sind neugierig auf die "ewige Stadt". Nach einem ausgezeichneten Frühstück gehen wir zur Metrostation und fahren ins Zentrum, um am Brunnen unterhalb der spanischen Treppe Sylvia, unsere Stadtführerin in Rom, zu treffen.
Wir starten mit einem Rundgang zum Pantheon und Trevi-Brunnen. Leider können wir wegen Arbeiten drumherum keine Münzen mit der rechten Hand über die linke Schulter zu werfen, um nach Rom zurückzukehren. Lange hieß es, der Brauch würde auf Papst Gregor XI im Jahr 1377 zurückgehen. Der glaubte, so aus dem Exil in Avignon wieder in den Vatikan zurückgekommen zu sein. Das ist aber heute widerlegt.

Der Vierströmebrunnen (Gian Luigi Bernini) auf der Piazza Navona wird vom Neptunbrunnen (Giacomo della Porta) und dem Mohrenbrunnen (Giacomo della Porta und Gian Luigi Bernini) flankiert; die Piazza Navona ist dadurch ein mehr als eindrucksvolles Arrangement.

Nach einer Mittagspause im Zentrum besichtigen wir nachmittags das Kolosseum von innen und Forum Romanum.

09. Mai 2026 – Vatikanische Museen und Petersdom

Wir stärken uns mit einem sehr guten Frühstück und fahren zusammen ins Zentrum der "Ewigen Stadt", denn für 10:00 Uhr ist
die Innenbesichtigung im Petersdom angesetzt. Da sind wir noch richtig fit; das ändert sich aber um 11:00 Uhr an der Kuppel des Petersdoms. Den atemberaubenden 360-Grad-Blick auf Rom erhält man entweder durch den Aufstieg von 551 Stufen zu Fuß oder Nutzung des Aufzugs und anschließend 320 Stufen zu Fuß. Danach waren wir ob unserer Leistung zufrieden und stolz.

Nach der Mittagspause ist eine Führung in den Vatikanischen Museen gebucht und die hier gewonnenen Eindrücke werden wir nicht so schnell vergessen. Die Vatikanischen Museen entstanden im 16. Jahrhundert mit Werken aus dem Privatbesitz von Papst Julius II.
Dieser Papst gab die Dekoration der Stanzen (Zimmer) des Raffael und den von Bramante entworfenen Zugang zu den Obergeschossen von Belvedere in Auftrag. Raffael arbeitete im Vatikanischen Palast zur selben Zeit, als Michelangelo die Sixtinische Kapelle ausmalte.
Die Kunstschätze hier sind von unvorstellbarem Wert.

Auf dem Rückweg zum Hotel finden wir ein Ristorante, in dem wir gemeinsam zu Abend essen. Wir hatten auch hier viel Spaß und kamen erschöpft im Hotel an.

10. Mai 2026 Montecassino & Pompeji – Cilento

Wir frühstücken ein letztes Mal in unserem Hotel in Rom und fahren weiter Richtung Neapel, nach Montecassino. Die Abtei liegt auf einem 516 m hohen Hügel und ist ein Benediktiner-Kloster. Sie ist von Benedikt von Nursia im Jahre 529 gegründet worden und die Geburtsstätte des Benediktinerordens. Sehenswert ist das Kloster, die Basilika, das Klostermuseum und natürlich der Panoramablick auf das gesamte Liratal.

1944 errang Montecassino jedoch traurige Berühmtheit. Mussolini war bereits abgesetzt und die deutsche Wehrmacht war jetzt in Italien weitgehend auf sich alleine gestellt. Sie versuchte die Front zu stabilisieren und es kam zu 3 Schlachten um Cassino; dadurch verloren mehr als 30.000 Menschen auf beiden Seiten ihr Leben. Die Abtei wurde später vollständig wieder aufgebaut.

Nach einer Stunde fahren wir weiter nach Pompeji und treffen dort unseren heutigen Reiseleiter Maurizio.
Die Tragödie von Pompeji ereignete sich im Jahr 79 n. Chr., als der nahegelegene Vulkan Vesuv ausbrach und die römische Handelsstadt am Golf von Neapel vollständig unter einer dicken Schicht aus Asche, Bimsstein und Gestein begrub. Die Stadt wurde dabei konserviert und erst im Jahr 1748 wurde mit den Ausgrabungen begonnen, die tiefe Einblicke in das Leben der Römer geben.
Die archäologische Stätte umfasst etwa 66 Hektar, wovon bisher ca. 45 freigelegt wurden.

Schätzungsweise 2.000 der etwa 12.000 bis 20.000 Einwohner starben, viele erlitten durch die extrem heißen Ströme einen sofortigen Tod. Die Körper wurden in der Asche eingeschlossen, und Hohlräume, die durch verrottete Körper entstanden, wurden später bei Ausgrabungen mit Gips ausgefüllt, um die tragischen letzten Posen der Opfer zu zeigen. Die archäologische Stätte umfasst etwa 66 Hektar, wovon bisher ca. 45 freigelegt wurden.

Uns werden aber nicht nur die historische Stätte sondern vor allem die Macho-Sprüche von Maurizio in Erinnerung bleiben.

Jetzt fahren wir weiter nach Paestum, in unser Hotel Ariston Paestum; hier wird uns ein vorzügliches Drei-Gänge-Menu serviert.

11. Mai 2026 Büffelfarm & Paestum

Nach einem exzellenten Frühstück im Hotel Ariston Paestum besuchen wir die Büffelfarm Vannulo in Capaccio Scalo.

Heute ist Angelo unser Reiseleiter. Durch die Farm führt uns aber eine sehr kompetenten Schweizer Mitarbeiterin der Farm.
Die ausgewachsenen Büffelkühe wiegen zwischen 600 kg und 800 kg und erhalten eine außergewöhnliche Pflege: Sie haben freie Wahl des Melkzeitpunkts, Wahlmöglichkeit zwischen matschigen und trockenen Bereichen und automatisierte Systeme, erfrischende Sprühnebel-Duschanlagen, bei denen sie sich selbst anstellen, genau wie bei den aromatischen Massagen; jederzeit können sie sich Rücken und Schultern massieren lassen. Es gibt Klangtherapie, bequeme Ruhebereiche und abends Wohlfühllicht. Das alles ist das Geheimnis
der Produkte der Vannulo-Farm. Es wird Büffelmozzarella, Büffelricotta und -joghurt manuell hergestellt.
Wir dürfen Mozzarella und Schokolade verkosten und uns über die Lederarbeiten informieren und natürlich auch käuflich erwerben.
Die mächtigen Körper der Büffelkühe bleiben einem lange in Erinnerung.

Jetzt fahren wir weiter nach Paestum, eine Ruinenstätte in der Region Kampanien. Diese griechische Tempelanlage wurde 1988 als
UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Die fruchtbare Landschaft und der Handel führten zu großem Wohlstand, der sich im 6.- und 5.
Jahrhundert v. Chr. im Bau großer Tempel ausdrückte: Hera-Tempel (um 510 v. Chr. erbaut), Tempel der Athena (um 510 v. Chr.) und
der Poseidon-Tempel (um 450 v. Chr.).
Der Ort liegt geschützt hinter einer Lagune, an der sich früher vermutlich der Hafen befand. Nach Osten und Süden wird Paestum durch das Cilento-Gebirge abgegrenzt. Im Norden befindet sich der Fluß Sele. In der Nähe liegen viele Thermalquellen.
Neben der Tempelanlage essen wir noch bei "Anna" und fahren in unser nächstes Hotel "Villagio Baia d`Ercole", direkt am Meer
und bedienen uns dort an einem umfangreichen Buffet.

Kalabrien Capo Vaticano – Pizzo und Tropea

Wir frühstücken heute direkt am Meer und werden dann von unserer örtl. Reiseleiterin Claudia vom Hotel abgeholt.
Unser erstes Ziel heute ist "Capo Vaticano". Hier gibt es keine Verbindung zum Vatikan, der Name leitet sich vom lateinischen Wort "vaticinium" ab, was Prophezeiung oder Weissagung bedeutet.
Vom Kap aus bietet sich ein traumhafter Blick auf die Straße von Messina und alle sieben äolischen Inseln.

Danach besichtigen wir in Pizzo die Felsengrotte, eine wunderbare Erholung bei der Hitze. Und wir haben eine Führung durch das Castello Aragonese, in dem 1815 Joachim Murat, ein Schwager Napoleons und früherer König von Neapel, exekutiert wurde. Ihm war es wichtig "schön" zu sterben, also bitte auf gar keinen Fall ein Schuss ins Gesicht sondern ins Herz.

Und dann hat Claudia für uns eine Vorführung in der Gelateria Morino organisiert. Der Senior-Chef, der die Firma 1973 gegründet hat, führt uns vor wie ein Original-Tartufo-Eis hergestellt wird und wir dürfen uns auf Kosten von Eberhardt-Travel eine Sorte aussuchen und draußen im Garten, mit traumhaften Blick, schlemmen.

Ein letzter Blick von der Burg hinunter aufs Meer und wir fahren zurück ins Hotel. Jetzt ist Freizeit am Strand oder Pool angesagt. Abends treffen wir uns alle wieder am Buffet.

13. Mai 2026 Überfahrt nach Sizilien und Taormina

Und wieder packen wir Koffer, um nach einem ausführlichen Frühstück am Meer nach San Giovanni zu fahren, denn dort läuft unsere Fähre Richtung Sizilien aus und schon nach 20 Minuten sind wir in Messina. Wir treffen gemeinsam die Entscheidung, den Dom von Messina nicht zu besichtigen und direkt nach Taormina zu fahren, denn wir freuen uns sehr auf Taormina, eines der Traumziele auf Sizilien.
Dort treffen wir Juliana, unsere Reiseleiterin auf Sizilien und starten im "Teatro Greco", dem Antiken Theater Taorminas. Es hatte schätzungsweise Platz für 5.400 Zuschauer. Heute ist die Kapazität auf 4.500 Plätze begrenzt.
Das Antike Theater ist weltberühmt für seinen atemberaubenden Panoramablick. Auf der einen Seite die Küste des ionischen Meeres, auf der anderen Seite der majestätische Ätna.
Johann Wolfgang von Goethe besuchte das Theater im Mai 1787 und beschrieb es in seiner Italienischen Reise als das "ungeheuerste Natur- und Kunstwerk", den Ätna als "dampfenden Feuerberg".
1995 drehte Woody Allen mehrere Szenen seines Films "Geliebte Aphrodite" hier und 2017 war es Treffpunkt der Mitglieder des G-7-Gipfels.

Leider ist bei der Besichtigung dieses Theaters Marina umgeknickt und so mussten sie und ihr Mann die Besichtigung abbrechen.
Die anderen Teilnehmer setzten die Führung mit Juliane fort und wir sahen uns erst abends im Hotel Caesar Palace Giardini Naxos wieder.
Zum Abendessen wurden wir hier mit einem wirklich sensationellen Buffet überrascht. Wir haben einen schönen Abend verbracht.
Wehr

14. Mai 2026 Catania und Vulkan Ätna

Auch das Frühstücksbuffet im Hotel Caesar Palace war ausgezeichnet und nach dem Kofferverladen fuhren wir mit Juliane zu unserem nächsten Abenteuer, dem Vulkan Ätna.
Leider hörten wir bereits bei der Fahrt zum Ätna, dass man heute wegen starken Windes nicht mit der Seilbahn wird fahren können. Wir werden nur zu Fuß zu den "crateri silvestri" gehen können. Diese Schlackenkegel sind beim Vulkanausbruch 1892 entstanden, als sich eine radikale Eruptionsspalte öffnete.
Wir ziehen uns warm an und steigen zu den Kratern beim Rifugio Sapienza, auf 2.000 m Höhe. Die erloschenen Silvestri-Krater sind alle begehbar. Man könnte, wenn man sportlich ist, sogar ohne großen Aufwand zu den Kraterböden steigen.
Im Ristorante Crateri silvestri nehmen wir ein Kleinigkeit zu uns und kaufen Souvenirs, unter anderem den 70%igen Schnaps "Fuoco del`Etna", angeblich eine Spezialität.

Nachmittags haben wir heute Catania auf dem Programm. Marina, nach ihrem Malheur heute mit Krücken, und Linda bleiben in Catania in einem Café mit direktem Blick auf das berühmte Wahrzeichen der zweitgrößten Stadt Siziliens. Der Brunnen besteht aus einem schwarzen Lava-Elefanten.
Catania für seine sizilianische Barockarchitektur bekannt, aber eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt stammt tatsächlich aus Jahrhunderten zuvor: das beeindruckende Schloss Ursino aus dem 13. Jahrhundert (Castello di Ursino).

Unsere Gruppe geht mit Juliane zur Stadtbesichtigung und anschließend treffen wir uns beim besagten Elefantenbrunnen und fahren weiter nach Milazzo.

15. Mai 2026 Lipari und Vulcano

Heute werden wir nach dem Frühstück von unserer örtl. Reiseleiterin Lilli im Hotel Milazzo abgeholt. Vom Hafen Milazzo fahren wir nach Lipari und werden dort schon von einem Bus zu einer Inselrundfahrt erwartet. Lipari ist die größte und bevölkerungsreichste Insel der Liparischen Inseln (auch Äolische Inseln genannt). Sie liegt im Tyrrhenischen Meer vor der Nordküste Siziliens. Mit rund 10.000 Einwohnern bildet sie das kulturelle und logistische Zentrum des gesamten Archipels.
Unsere Rundfahrt auf Lipari mit vielen Foto-Stopps bietet uns wunderbare Bilder: Alicudi, Filicudi, Salina, Vulcano, Stromboli und Panarea.
Wir kaufen einheimische Spezialitäten wie Kapern und fahren nachmittags weiter nach Vulcano. Leider sind die Schwefelbäder geschlossen, so genießen wir die Foto-Stopp: Vulcano mit Blick auf die Schornsteine, Capo Grillo mit Blick auf den gesamten Archipel, Capo Gelso mit Blick auf die sizilianische Küste und Vulacano Piano mit Blick auf den Krater der Fossa.
Mit wunderbaren Eindrücken kommen wir nach Milazzo zurück und genießen unser 3-Gang-Menu im Hotel Milazzo.

16. Mai 2026 Cefalú & Palermo – Fähre nach Genua

Nach dem Frühstück lädt Alex wieder unsere Koffer ein und wir fahren nach Cefalú. Der Name der Stadt stammt vom griechischen Wort „kefalis“ (Kopf) und beschreibt die markante Form des Hausberges, eines 270 m hohen Kalksteinfelsens. Er ist nach dem imposanten Dom das zweite Wahrzeichen der Stadt. Vor beiden kann man nur mit andächtigem Schweigen verharren. Und auch der Blick aufs Meer ist hier
atemberaubend.
Wir konnten zusehen, wie ein fast menschenleerer Ort plötzlich überfüllt war. Aber da fuhren wir schon wieder weiter nach Palermo,
wo wir unsere heutige örtl. Reiseleiterin Erminia zur Stadtführung treffen.

Sie zeigt uns ihr Palermo, mit Kathedrale, Schambrunnen, Rathaus und Quattro Canti und versicherte uns, dass Palermo heutzutage frei von Mafia sei. Dabei hatte der Wächter des Busparkplatzes zuvor unsere Fantasie bereits stark angeregt.

Wir erholen uns vor dem heute frühen Abendessen in einer Bar Nähe des Hafens, denn spätestens um 21:00 Uhr müssen wir zur Einschiffung am Fähr-Hafen sein. Die Fähre nach Genua wartet auf uns und nach mehr als zwei Wochen steht uns der erste ruhige Tag bevor.

17. Mai 2026 Seetag und Ankunft in Genua

Wir können heute individuell frühstücken und treffen uns um 11:00 Uhr im Restaurant, um zu erfahren, wann unser Abendessen serviert wird. Vorbei an Sardinien und Korsika geht es nun nach Norden. Heute ist Relaxen angesagt. Gegen 22:00 Uhr kommt die Fähre in Genua an und wir fahren zu unserem schicken Hotel, das sogar ein Haustier hat. Beim Parkplatz hält sich ein Wildschwein auf. Die Rezeption war über diese Meldung nicht überrascht. Sie kennen das Wildschwein und nennen es Hugo.

18. Mai 2026 Asti im Piemonte und Weiterfahrt nach Baveno

Nach einem ausgezeichneten Frühstück brechen wir Richtung Asti auf. Das Städtchen im Piemonte ist vorwiegend für Weinbau, weißen Trüffel, Haselnüsse und viele Käsesorten bekannt.

Der Sekt Asti (oft Asti Spumante) ist ein süßer, fruchtiger und fein perlender italienischer Schaumwein. Er trägt das höchste italienische Gütesiegel (DOCG) und wird exklusiv aus der weißen Muskateller-Traube (Moscato Bianco) hergestellt, was ihm seinen typisch aromatischen und blumigen Geschmack verleiht.

In Asti lernen wir Antonietta kennen, unsere örtl. Reiseleiterin, die wir an der Piazza Campo del Palio treffen. Auch hier findet jährlich ein Palio statt, allerdings nur ein Mal im Jahr. Antonietta führt uns durch die mittelalterliche Stadt und wir besichtigen die Kirche "Santa Maria Assunta und San Gottardo", die größte Kathedrale im Piemonte.

Nach einer kurzen Pause fahren wir zu einer Weinverkostung mit Brunch zu "Vigneti Brichet di Massasso e Figli" und genießen viele
Spezialitäten aus dem Piemonte und kosten 4 Weine und 3 Grappe.

Da war sie wieder, die unternehmungslustige Gruppe, die sich vor 17 Tagen zusammengefunden hat, um Italien zu erobern.
Und nun fahren wir auch zu unserer letzten Station in Italien, nach Baveno am Lago Maggiore.

Und auch das Hotel Simplon ist nochmal ein Höhepunkt auf dieser Reise; sowohl vom Ambiente als auch vom Kulinarischen.
Es wird uns ein vorzügliches 3-Gang-Menu in einem gediegenen Umfeld serviert.

19. Mai 2026 Borromäische Inseln bzw. Mailand

Nach dem vorzüglichen Frühstück trennt sich unsere Gruppe heute für einen Tag.
Marina und Randolf werden Mailand besuchen, den Dom, die Scala besichtigen und wir anderen fahren mit einem Privatboot zu den Borromäischen Inseln.

Die Inseln sind seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Familie Borromeo, einem historischen, italienischen Adelsgeschlecht. Ursprünglich aus der Toskana stammend, stieg die Familie in Mailand zu Bankiers auf und erwarb große Ländereien. Das heutzutage bekannteste Mitglied der Familie ist Beatrice Borromeo, eine Schwiegertochter von Prinzessin Caroline von Hannover (auch Monaco).

Wir besuchen zuerst die Isola dei pescatori (Fischerinsel). Hier gibt es nur ein Fischerdorf mit 56 Einwohnern und somit ist es die einzige bewohnte Insel. Und es gibt viele Geschäfte, Bars und Restaurants. Wir bummeln, kaufen Souvenirs oder Erfrischungen.

Unser zweites Ziel ist auch die zweitgrößte Insel: Die Isola Bella, benannt nach Isabella, einer Comtesse Borromeo. Hier wurde für uns eine Führung durch den prächtigen Palazzo und die Gemäldegalerie Berthier gebucht; sehenswert ist auch der Bankettsaal und die "Grotten" des Palazzo. Die Barockgärten können wir selbst erkunden.

Das dritte Ziel ist die Isola Madre, die berühmt für den botanischen Garten, freilaufende Pfauen und den historischen Palazzo ist.
Mit dieser Führung beenden wir die Besichtigungstour bei unserem Giro d`Italia.

Wir lassen uns von Luigi mit dem Boot nach Baveno schippern und schlemmen nochmal abends in unserem Hotel Simplon beim köstlichen 3-Gang-Menu.

Wir verabschieden Tina und Uta, machen unsere Abschiedsfotos und verbringen noch einen letzten, geselligen Abend zusammen.

20. Mai 2026 Heimreise nach Dresden

Ein Spitzen-Frühstück im Spitzenhotel "Simplon" in Baveno und dann heißt es Abschied nehmen.

Wir fahren entlang des Lago Maggiore Richtung Ascona, dann Bellinzona, durch den San Bernardino Tunnel, vorbei an Chur und Liechtenstein. Bei Bregenz sind wir dann in Österreich und bei Lindau sind wir nach 19 Tagen wieder in Deutschland. Hier nehmen wir die Route über Memmingen, Ulm, Nürnberg und Hof nach Dresden.


Wir haben bei unserem Giro d`Italia 13 von 20 Regionen Italiens durchquert und konnten dadurch einen kleinen Einblick in dieses Land erlangen. Wir durften auch einen Eindruck gewinnen, welches Füllhorn an kunsthistorischen und landschaftl. Schönheiten Italien zu bieten hat. Es war mir eine Freude mit Euch zu reisen und ich hoffe, den einen oder anderen in naher Zukunft bei einer Reise wiederzusehen. Die wunderbaren Bilder und Eindrücke werden sicherlich noch lange nachhallen.
Ich möchte mich vor allem auch bei Alex bedanken, der uns souverän (vorwärts und rückwärts) gefahren hat, stets gelassen und freundlich und immer bestens vorbereitet war. Mit derart sauberen Scheiben und Felgen wird es in Zukunft kein Fahrer mehr aufnehmen können.
Es war ein großes Vergnügen mit Dir zu fahren.
Linda


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