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Reisebericht: Ausführliche Rundreise im Königreich Jordanien

12.10. – 21.10.2019, 10 Tage Amman - Jerash - Ajlun - Moses-Berg Nebo - Madaba - Kerak - Felsenstadt Petra - Jeep-Safari im Wadi Rum - Aqaba am Roten Meer - Totes Meer

Unterwegs durch das Königreich Jordanien. Auf den Spuren von Lawrence von Arabien und Indianer Jones entdecken Sie die historischen Highlights und lassen sich im Toten Meer treiben.

Tag 1. Anreise in das Königreich Jordanien


Unsere Gruppe wird heute aus München, Frankfurt und Berlin Tegel in die Hauptstadt nach Amman fliegen. Nach einem 4 stündigen Flug erreichen wir alle müde aber wohl behalten das Ziel und werden von unserem örtlichen Reiseleiter Mahmoud herzlich in Empfang genommen. Mahmoud ist schon seit vielen Jahren eng mit Eberhardt verbunden und freut sich daher ganz besonders uns sein Land zeigen zu dürfen. Er wird uns die kommenden Tage begleiten und als wandelndes Lexikon alle unsere Fragen beantworten. Aber erstmal heißt es Check-in in unser Hotel und schlafen. In diesem Sinn: Gute Nacht!

Tag 2. Stadtrundfahrt, Besichtigung der Blauen Moschee von Amman, Zitadelle und Wüstenschlösser


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Wir beginnen unsere Rundreise in der Hauptstadt des haschemitischen Königreichs. Auf dem ersten Blick wirkt die Stadt sehr uniform mit seinen weißen Kalkstein Häusern, die sich über zwanzig Hügel erstrecken. Der Großraum Amman zählt mittlerweile rund 4 Mio. Einwohner – Tendenz steigend auch durch die zahlreichen Flüchtlingsströme aus Palästina und Syrien. Amman ist geschichtsträchtig – immerhin wurde der Ort bereits vor 9.000 Jahren erwähnt. Insgesamt wird uns auf unserer Reise viel Imposantes und ein durch viele Einflüsse geprägtes Jordanien erwarten.
 
Unseren ersten Stopp und einen kleinen Exkurs im Islam machen wir an der König Abdullah Moschee, welche 1988 im Auftrag von König Hussein fertiggestellt wurde. Die blaue Moschee ist die größte und schönste in der Stadt. Wir Frauen müssen ein schwarzes Gewand anziehen – Männer bleiben wie sie sind. Auch die Gebetsräume sind streng getrennt.
 
Zweiter Stopp am heutigen Tag ist die Zitadelle Jebel Al-Qala etwa 850m nördlich oberhalb des Stadtzentrums. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über die Stadt und ihr buntes Treiben. Wir passieren mehrere archäologische Funde darunter auch die Reste einem wohl Herkules geweihten Tempel. Weiter geht es vorbei an den Resten einer dreischiffigen byzantinischen Basilika und einer 1 Meter tiefen Zisterne. Im Kern der Anlage befindet sich auch das archäologische Museum, welches mit Ausgrabungen der ersten Siedler Ammans beeindruckt.
 
Weiter geht es Richtung Wüste in östliche Richtung – unser Ziel die Wüstenschlösser der Ummaijaden, die in Damaskus residierende erste Kalifendynastie - inmitten der Oasenstadt Qasr Al Azrag. Schon die Römer errichteten Unterkünfte in dieser entlegenen Gegend zum Schutz der Karawanen. Sie gehen auf das späte 7. und frühe 8. Jahrhundert zurück. Nach einer Mittagspause bei einer einheimischen Familie mit Salat, Reis und Hühnchen setzen wir unsere Fahrt zum dem Wüstenschlössern Qusair Amra und Qasr Al Kharana fort. Insbesondere das kleine rote Wüstenschloss Amra ist ein Besuch wert. Ihre gut erhaltenen und in Restauration befindlichen Fresken sind einzigartig in der islamischen Welt. Denn Sie zeigen Bilder von Jagdszenen, Liebespaaren, Musikanten und halbnackten Frauen. Das zweistöckige Wüstenschloss Qasr Al Kharana ist großzügig gebaut worden und weist mit ihrer riesigen Audienzhalle auf eher repräsentative Zwecke hin. Wir beenden den heutigen Tag mit unserem ersten gemeinsamen Abendessen.

Tag 3. Besuch von Ajlun und Jerash


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Heute werden wir den Norden von Jordanien erkunden. Der Norden hat landschaftlich einiges zu bieten bpsw. dicht mit Oliven und Pinien bewaldete Hügel im Naturschutzgebiet von Ajlun. In der Stadt selbst angekommen, besichtigen wir die Burgruine des Qala'at Ar Rabad. Sie wurde ca. 1185 von General Usama erbaut und war Schauplatz der Kreuzritter. Mahmoud erzählt uns die Geschichte von Salahuddin und seinen Taten, die sich hier abgespielt haben sollen. Danach gibt es noch einen kleinen arabischen Kaffee oder Tee und wir machen uns auf den Weg nach Jerash.

 
Die antike Provinzstadt liegt eingebettet in grüne Hügel und zählt zu den Top Sehenswürdigkeiten im Norden Jordaniens. Wir beginnen unseren Rundgang am Triumphbogen, dem sog. Hadrianstor, vorbei am Hippodrom, an dem früher Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe ausgetragen wurden. Ein längerer Weg führt uns dann zum Südtor der frühen Stadt und dem offiziellen Eingang. Wir machen einen ausgedehnten Rundgang vorbei am Forum, welches von Säulen eingefasst ist, fest im Blick den Zeustempel. Nach einem kurzen Abstecher in das Südtheater, vorbei an Überresten dutzender Kirchen und einem fantastisch erhaltenen Nordtheater. Hier werden auch heute noch musikalische Aufführungen gezeigt. Wir vermuten, dass der Klang immer noch fantastisch ist. Wir treten langsam, aber sicher den Rückweg an, der Mittagshunger macht sich bemerkbar. Anschließend fahren wir Richtung Süden, wieder an Amman vorbei nach Petra. In Petra beziehen wir dann unser nächstes Hotel.

Tag 4. Felsenstadt Petra


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Die Felsenstadt Petra ist auf Sandstein gebaut. Die mehr als 2.000 Jahre alte Handels- und Königsstadt der Nabatäer ist eines der größten architektonischen Wunder und UNESCO Weltkulturerbe. Damit natürlich ein absolutes „must see" bei jeder Jordanienreise. Deswegen haben wir hier auf unserer ausführlichen Rundreise gleich zwei Tage für die Besichtigung eingeplant.
 
Unser Hotel befindet sich in Wadi Musa und von dort sind wir in 5 min zu Fuß direkt am Haupteingang der Felsenstadt. Ein perfekter Ausgangspunkt, um die faszinierenden Relikte der Nabatäer Kultur zu erkunden. Bis zum Eingang der Stadt müssen wir dennoch ein bisschen Strecke zurücklegen, aber das steigert nur die Spannung auf das was uns gleich erwarten wird. Das Stadtzentrum des antiken Petra liegt in einem Talkessel, den man nur durch den Siq, eine 1 kilometerlange Schlucht erreichen kann. Der Siq führt direkt zum dem legendären Postkartenmotiv, dem Schatzhaus – einem der besten erhaltenen Monumente hier in Jordanien. Die Nabatäer waren ein heidnisches Handelsvolk. Sie handelten vor allem mit Myrrhe und Weihrauch, tauschten Güter aus Indien und Afrika. Um 300 v. Chr. schlugen die Nabatäer ihre Hauptstadt in den weichen nubischen Sandstein und sicherten sich die Wasserversorgung durch ein hoch entwickeltes Kanalsystem. Die abgeschiedene Tallage sorgte für die notwendige Sicherheit des Handelsvolkes. Durch die Römer verloren die friedlichen Nabatäer im 3. Jh. n. Chr. ihr Handelsmonopol. Die Handelsströme verlagerten sich – auch geprägt durch die aufkommende Schifffahrt und das nabatäische Handelsimperium verging und geriet in Vergessenheit. Mit ihm auch seine Hauptstadt.
 
Erst im Jahre 1812 wurde die Stadt von dem Schweizer Johann Ludwig Burckhardt entdeckt und seit 1924 systematisch ausgegraben. Noch immer ist nicht klar, wie groß das Ausmaß der Stadt war. Schließlich haben hier zu florierenden Zeiten um die 30.000 Menschen gelebt. Seit Beginn der Ausgrabungen haben Archäologen weit über 800 Gräber, Tempel, Opferplätze, Bäder, Brunnen, ein Theater usw. verzeichnet.
 
Unser heutiger Rundgang führt uns durch den Siq, zum Schatzhaus, zum großen Tempel hin zur Römischen Straße, dem Mädchenschloss Qasr al Bint. Unserr Mittagessen nehmen wir im Restaurant Basin, nahe der Byzantinischen Kirche ein. Nach dem Essen geht es vorbei an den Königsgräbern und danach zu einer kleinen Teepause. Ab da kann jeder nach eigenem Ermessen die Stadt noch ein wenig erkunden. Ein schöner erster Tag in Petra geht zu Ende.

Tag 5. Felsenstadt Petra in Eigenregie oder mit Mahmoud


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Am heutigen Tag kann wer mag mit Mahmoud und mir einen zweiten Rundweg durch die Stadt unternehmen. Wir starten wieder durch den Siq und dann weiter am Theater hoch Richtung Opferplatz. Es sind sehr viele Stufen – aber wie so oft – die Anstrengungen werden mit einem überaus herrlichen Ausblick über die Stadt belohnt. Wir steigen wieder ab über den Wadi Farash Trail, vorbei an der Löwenkaskade, dem Gartentempel, am Grab des römischen Soldaten vorbei. Unser Weg endet wieder am Theater wie gestern mit einer Teepause. Ab hier ist dann wieder Freizeit angesagt und jeder kann den Nachmittag frei gestalten.

Tag 6. Jeep Safari in Wadi Rum & Aqaba


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Wir verlassen Petra heute nach zwei sehr vollen und intensiven Tagen. Diese zwei Tage braucht man aber auch und hat doch noch nicht alles gesehen. Es war auf jeden Fall für die Gruppe und mich das Highlight der Reise. Aber es erwartet uns in den nächsten Tagen weitere großartige Eindrücke. Heute gleich fangen mit einem abenteuerlichen Punkt an - eine Jeepsafari durch die Wüste Wadi Rum.

Wadi bedeutet trockenes Flusstal und der Name Rum geht auf den nahe gelegenen Jebel Rum zurück, dessen Sandsteinformationen dem Tal seinen rötlichen Schimmer verleihen. Diese einmalige Landschaft entstand vor etwa 30 Millionen Jahren im Zuge der tektonischen Erdverschiebung, welche auch den großen ostafrikanischen Grabenbruch hervorgebracht hat, der von Syrien über das Tote Meer über das Rote Meer bis nach Kenia verläuft. Etwa tausend Beduinen leben noch im Wadi Rum und man sieht sie mit ihren Kamelen durch die Wüste ziehen. Unsere Strecke durch die Wüste beginnt am Besucherzentrum mit direktem Blick auf die „Sieben Säulen der Weisheit". Als wir die Wüste erreichen, führt uns die Fahrt zur Lawrence Quelle und dann zu den Felszeichnungen von Jebel Khazzali mit anschließender Teepause im Beduinen Zelt. Es bleibt noch Zeit sich einen feschen Kopfschmuck zuzulegen. Und man staunt nur für die Männer natürlich. Einen weiteren Stopp machen wir an der Felsenbrücke bevor es zurück Richtung Dorf geht.
 
Wir erreichen Aqaba am frühen Nachmittag – Jordaniens einzige Stadt am Meer. Sie zählt rund 130.000 Einwohner und ist der einzige Zugang zum Hafen. Von hier aus werden Phosphat aus der Wüste, Pottasche vom Toten Meer und zahlreiche andere im Land hergestellte Waren in die Welt verschifft. Wir machen heute eine Bootsfahrt auf dem Roten Meer mit der Möglichkeit zum Schnorcheln und Sonnenbaden. Ein Nachmittag zum Relaxen bei etwas mehr als 30 Grad. Der Temperatur und Klimaunterschied zur Wüste und Inland spürt man hier extrem. Abends checken wir dann in unser traumhaftes Resort direkt am Meer ein und lassen den Abend gemeinsam ausklingen.

Tag 7. Freizeit am Roten Meer


Der heutige Tag steht uns ganz zur freien Verfügung. Baden und Schnorcheln am Roten Meer, Archäologische Ausgrabungen nahe dem Hotel erkunden oder einen Bummel durch Aqaba unternehmen. Jeder kann das tun was er am liebsten tut und kommt hier auf seine Kosten.

Tag 8. Kerak, Waki Mujib, Madaba, Berg Nebo und die Taufstelle Jesus


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Es geht heute sehr früh los, denn wir haben eine weite Fahrt bis zum Toten Meer vor uns. Außerdem stehen viele schöne Programmpunkte am heutigen Tag noch an.
 
Wir starten Richtung Kerak, um die Kreuzritterburg zu besichtigen. Sie thront hoch über der Stadt und ist schon von Weitem sichtbar. Sie wurde 1142 von Payen Le Bouteiller errichtet. Strategisch günstig gelegen, bildete die Burg ein wichtiges Glied in jener Kette von Burgen, die die europäischen Invasoren von der Südtürkei über das heutige Syrien bis an das Rote Meer spannten. 1188 fiel sie in die Hand des ayubidischen Heerführers Saladdin. Wer aufmerksam gelesen hat, kennt den Namen kennen bereits.
 
Weiter geht es Richtung Norden über eine schmale Straße. Wir schlängeln uns Tal abwärts und vor uns entfaltet sich ein dramatischer 400m-Blick in die Tiefe. Ein etwa 4 km breiter Riss klafft im Plateau, der den Beinamen „Jordaniens Grand Canyon" trägt. In biblischen Zeiten bildete der Fluss mit heutigem Staudamm die Grenze zwischen Moab im Süden und dem Reich Davids im Norden. Nach Überquerung der Staumauer geht es auf der anderen Seite wieder hoch Richtung Madaba.
 
Hier angekommen machen wir erst einmal Mittagspause zur Stärkung, bevor wir uns das bedeutendste Landkarten Mosaik – die sogenannten Madaba- oder Palästinakarte - in der Kirch St. Georg anschauen. Ursprünglich zeigte das aus Millionen Steinchen zusammengesetzte Bodenmosaik das gesamte Gebiet vom Nildelta im Süden bis zum Antilibanon im Norden, vom Mittelmeer bis zur Arabischen Wüste östlich der Linie Petra – Amman. Beim Bau der gegenwärtigen Kirche wurde das Mosaik jedoch stark beschädigt.
 
Viel Zeit bleibt uns leider nicht, denn wir wollen noch auf den Spuren von Moses wandern – auf zum Berg Jebel Nebo. Der Legenden umwobene 808m hohe Berg Jebel Nebo öffnet mit seiner Aussicht den Blick auf das Jordantal, das Tote Meer und Jericho. Hier sah Moses das gelobte Land – heute eine heilige Stätte, an der auch der Papst schon zu Besuch war und einen Baum pflanzte.
 
Unser letzter Programmpunkt des heutigen Tages ist eine weitere historische Stätte. An dieser Stätte wurde Jesus von Johannes dem Täufer getauft. Wir besichtigen die Ausgrabungen der ehemaligen Taufstätte. Vorbei an der wunderschönen griechisch-orthodoxen Kirche gelangen wir zum Fluß Jordan. Der berühmte Fluss ist kaum mehr als ein Rinnsal mit einem Taufkomplex. Auf der gegenüberliegenden Seite ist bereits Israel. Wer also noch nicht getauft ist, kann das hier gerne nachholen.
 
Der Tag war lange und die Sonne ist schon hinter den Bergen Israels verschwunden, so machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Resort der Reise. Ein langer Tag voll von der Geschichte Jordaniens geht vorbei.

Tag 9. Freizeit am Toten Meer


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Am letzten Tag unserer ausführlichen Rundreise können wir noch einmal richtig die Seele baumeln und im wahrsten Sinne des Wortes auch einfach treiben lassen. Bei einem Salzgehalt von knapp 30% fällt „das Treiben lassen" im Toten Meer leicht. Anschließend gibt es noch eine Schlammpackung und man fühlt sich direkt 20 Jahre jünger.

Tag 10. Es geht nach Hause


Heute heißt es leider Abschied nehmen von einem überaus interessanten und geschichtsträchigten und für uns nun nicht mehr ganz so fremden Land. So viel Gastfreundschaft haben wir erfahren, viele historische Stätten konnten wir besuchen. Wir erfuhren viel über die islamische Kultur und das Königreich Jordanien. Dieses Land ist jede Reise wert.
Bis zum nächsten Mal – Eure Isabel!

Bildergalerie zur Reise

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