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Reisebericht: Rundreise Kanada - Höhepunkte im Osten und Westen

04.06. – 23.06.2019, 20 Tage Rundreise von Ost nach West-Kanada: Montreal - Quebec - Ottawa - Toronto - Niagara - Calgary - Rocky Mountains - Whistler - Vancouver - mit Vancouver Island

Anfang des 19. Jahrhunderts benötigten die ersten Siedler aus Europa mehrere Monate, das Land von Ost nach West zu durchqueren. Dank moderner Technik und Infrastruktur haben wir das in 20 Tagen geschafft.

1. Tag  Montreal


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Wie meistens bei Fernreisen, so war auch diesmal zeitiges Aufstehen angesagt. Bereits um halb Fünf traf ich mich mit den Dresdner Gästen am Flughafen, um nach Kofferabgabe und einem kleinen Imbiss nach Frankfurt am Main zu fliegen. Dort stießen dann alle anderen Mitreisenden unserer Gruppe zu uns und gemeinsam ging es mit Air Canada und fast 6.000 Kilometern nach Montreal, der zweitgrößten Stadt Kanadas. Pünktlich auf die Minute landete unser Flieger auf dem dortigen Flughafen, benannt nach dem ehemaligen Premierminister Pierre E. Trudeau. Unsere örtliche Reiseleiterin Christa erwartete uns bereits, schnell waren die Koffer verstaut und die erste Erkundung der Millionenstadt begann. Unser Ziel war der Mont Royal, der königliche Berg, der gerade mal 233 Meter hoch ist, von dem man aber einen wunderbaren Blick auf Montreal und den gewaltigen St. Lorenz Strom hat. Wir hatten das schöne Wetter aus Deutschland mitgebracht und da tat ein Spaziergang in der dortigen parkähnlichen Anlage sehr gut. Das Erste was wir auf unserer ersten Erkundungsfahrt in Montreal kennenlernten, waren die Jahreszeiten: Winter und Straßenbau. Durch die strengen und langen Winter ist die Zeit für Bauarbeiten recht begrenzt und so wurde natürlich jetzt an allen Ecken gebaut und demzufolge Umleitungen eingerichtet. Guy, unser Busfahrer, nahm das alles mit stoischer Ruhe und chauvierte uns mit seinem großen Bus jederzeit sicher an unsere Ziele. Nachdem wir unsere Zimmer im Hotel Gouverneur Place Dupuis bezogen hatten, blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Bummel in den anliegenden Straßen, bevor wir unser gemeinsames Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant einnahmen.

2. Tag  Montreal – Quebec


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Montreal schützt seine Stadtführer und so begrüßten wir am Morgen Bettina, die uns bei einem Stadtrundgang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt zeigen wollte. Wir machten einen Stopp auf der Insel Saint-Helene mit seinem wunderbaren Blick auf die Skyline der Stadt, befuhren die Insel Notre-Dame mit seiner Formel 1-Strecke, um dann in der Stadt in den Untergrund abzutauchen. Besser gesagt in die unterirdischen Passagen der Ville Souterrainne, einem Netz von insgesamt 30 km unter der Erde gelegenen Wegen, meist mit Geschäften ausgestattet, die den Bewohnern im Winter ein problemloses Fortkommen angesichts der Kälte und des Schnees sichern sollen. Weiter ging es zur Kathedrale Notre Dame, einer von außen sehr schlichten, aber innen üppig ausgestatteten Kirche. Anschließend unternahmen wir mit Christa noch einen Bummel durch die Altstadt und im weiteren Verlauf den Olympia-Park besuchen und danach in westlicher Richtung nach Quebec aufzubrechen. Auf der Fahrt dorthin machten wir unsere erste Bekanntschaft mit Tim Hortens, eine Art McDonald, aber eher auf Kaffee und süsse Sachen ausgerichtet. Süß, aber lecker und für kanadische Verhältnisse sehr günstig. In Quebec angekommen, wollten wir uns erst einmal die Füße vertreten und unternahmen einen Spaziergang auf der La Promenade des Gouverneurs direkt am berühmten Hotel Chateau Frontenac. Von hier hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf den St. Lorenz Strom, der an dieser Stelle mit 800 m recht eng ist (daher der Name Quebec in der Algonkin-Sprache = wo der Fluss sich verengt) und auf die umliegende Gegend. Schon jetzt hatte uns die Stadt in ihren Bann gezogen.

3. Tag  Quebec


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Dieser Tag begann mit einem American Breakfast, also recht puritanisch ohne Wurst und Käse, aber satt geworden sind wir trotzdem. Ein ganzer Tag in Quebec, der am Morgen mit Marina, einer ehemaligen Schweizerin und jetzt örtliche Stadtführerin begann. Sie spazierte mit uns durch die City, zeigte uns die schönsten Seiten dieser wirklich tollen und lebenswerten ca. 530.000 Einwohner zählenden Stadt. Einzig erschreckend für uns Flachländer der lange kalte Winter und die Aussichten auf 3-5 Meter Schnee. Danach ging es raus aus der Stadt, zuerst zum St. Anne Canyon, wo sich der gleichnamige Fluss durch eine Schlucht zwängt und die Wasserfälle immerhin 10 Meter höher sind als die bekannten Niagara-Wasserfälle. Über schwankende Hängebrücken gehend, konnte man sich dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe betrachten. Weiter ging es zur meistbesuchtesten Wallfahrtskirche in Nordamerika. Name? Natürlich etwas mit Anna, ganz genau Basilika von Saint-Anne de Beaupre. Waren die St.Anne-Wasserfälle schon höher als die vom Niagara, so haben wir noch eine Schippe draufgelegt. Zum Abschluss besuchten wir den Montmorency-Wasserfall, der immerhin 30 Meter höher als die berühmten Niagaras sind. Ein herrliches Naturschauspiel. Der Tag endete aber nicht mit diesen beeindruckenden Erlebnissen. Der Abend drehte sich ganz um das berühmteste Produkt von Kanada, dem Ahornsirup. Unser Essen nahmen wir in einem traditionellen Sugar Shack ein. Dabei lernten wir nicht nur, wie Ahornsirup hergestellt wird, sondern konnten auch unseren eigenen Lolli drehen und somit auch den Ahornsirup in fester Form probieren. Ein schöner Abend, der diesen tollen Tag, auch aufgrund des sonnigen Wetters, bestens abrundete.

4. Tag  Ottawa


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Der Tag begann etwas zeitiger als die Vorherigen, mussten wir doch rund 400 km bis in die kanadische Hauptstadt nach Ottawa zurücklegen und zwischendurch wollten wir ja auch noch Einiges erleben. Während der Busfahrt wurden unsere Gäste durch Christa mit allerlei Wissenswerten oder durch mich mit Geschichten über Kanada und kanadischer Musik unterhalten. Kanada hat auch so seine Eigenheiten im Straßenverkehr. An Bahnübergängen (mit Signalanlagen!) musste unser Bus eine extra für Buse eingerichtete Spur benutzen und zwingend vor dem Bahnübergang stoppen, während PKW´s und LKW´s ohne anzuhalten über den Übergang „brettern" dürfen. Den Sinn dieser Regelung konnte uns Niemand erklären.
Unser heutiges Mittagessen haben wir in einem Hotel der berühmten Fairmont-Hotelgruppe, dem Fairmont Le Chateau Montebello, eingenommen. Sehr lecker. Nur wenige Kilometer weiter erlebten wir den Höhepunkt dieses Tages, der Besuch des Omega Wild Life Parcs. Normalerweise wären wir mit unserem Bus durchgefahren, aber unsere Gruppe hatte sich entschlossen, einen speziellen Safaribus mit einem Guide zu mieten und so konnten wir die Tiere des Parc hautnah und durch geöffnete Fenster erleben und füttern. Ein schönes Erlebnis, die Hirsche, Rehe, Bisons, Schwarz- und Braunbären, Bisons, Elche, Wölfe, Füchse usw. aus nächster Nähe zu erleben und zum Teil streicheln zu können. Wirklich toll. Im Anschluss setzten wir unsere Fahrt nach Ottawa fort und unternahmen gleich bei Ankunft noch eine kleine Stadtrundfahrt. Wir besuchten bei einem kleinen Spaziergang durch den Park von Rideau Hall den Sitz des Generalgouverneurs von Kanada. Pardon, es muss Gouverneurin heißen, ist es doch mit der ehemaligen Astronautin Julie Payette eine Frau. Da der Abend einen schönen Sonnenuntergang versprach, haben sich alle Gäste entschlossen, mit mir Wein und Bier zu kaufen und in die Nähe des Parlamentsgebäudes zu gehen, um dort mit Blick auf den Ottawa River den Sonnenuntergang in gemütlicher Runde zu genießen. Im Nachgang muss ich daran denken, dass Alkohol in der Öffentlichkeit in Kanada eigentlich verboten ist. Es hat Niemanden gestört, also was soll´s. Ein schöner und erlebnisreicher Tag ging wundervoll zu Ende.

5. Tag  Ottawa - Toronto


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Den Vormittag begannen wir nach dem Frühstück mit einem Spaziergang zum Parlaments Hill. Was schon am Vortag aufgefallen ist, dass zwar alle Regierungsgebäude bewacht werden, aber die Polizeibeamten sehr entspannt und freundlich mit den Besuchern umgehen und Fragen gerne beantworten. Weiter ging unser Spaziergang zum Heldendenkmal, und anschließend am Fairmont Chateau Laurier vorbei in die Altstadt. Von hier aus fuhren wir dann zum Canadian Museum of History, wo wir einerseits einen Einblick in die Geschichte der ersten Bewohner, den Indianern, bekamen und zudem einen wundervollen Blick auf die gegenüberliegende Flussseite mit dem Parlamentsgebäude hatten. Selbstverständlich wurde das für viele Fotos genutzt.
Wir verließen Ottawa, um weiter nach Toronto, der mit 2,6 Millionen Einwohnern größten kanadischen Stadt zu fahren. Wir folgten dem Flusslauf des St. Lorenz-Stroms bis zur Mündung in den Ontario-See. Dort unternahmen wir eine Bootsfahrt zu den tausend Inseln. Man kann schon sagen, dass wir internationale Gewässer durchfuhren, gehörten doch manche der Inseln zu Kanada und Andere wieder zu den USA. Zu den 1.000 Inseln werden auch nur die gezählt, die mindestens 8 qm groß sind und einen Baum oder Strauch darauf stehen haben. Da momentan der Wasserstand immer noch sehr hoch war, standen viele Häuser auf den Inseln noch zum Teil im Wasser. In jedem Fall es eine schöne Bootsfahrt bei tollem Wetter.
Am späten Nachmittag erreichten wir dann Toronto. Wir merkten sofort, dass wir in einer Großstadt angekommen sind. Viel mehr Verkehr als in Quebec oder Ottawa, viele Wolkenkratzer mit bis zu 72 Etagen, natürlich auch mehr Menschen und alles ein bisschen lauter. Ein Thema beherrschte Toronto in diesen Tagen: Das in 2 Tagen stattfindende 5. Spiel des NBA-Finales im Basketball, bei dem die Raptors aus Toronto als erste kanadische Mannschaft überhaupt die nordamerikanische Meisterschaft gewinnen könnten. Jeder Kanadier fieberte diesem Spiel entgegen und auch wir konnten uns diesem Thema nicht entziehen. Die Sympathien lagen jedenfalls eindeutig bei unserem Gastland. Ob das wohl auch etwas mit einem gewissen Donald Trump zu tun hat?

6. Tag  Toronto


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An diesem Tag galt es, diese Großstadt besser kennenzulernen und daher starteten wir nach dem Frühstück mit unserer Stadtrundfahrt. Unseren ersten Stopp machten wir am Rathaus um dann festzustellen, dass wir scheinbar die Zeit der Sportevents ausgesucht haben. In Ottawa eine Rad- und jetzt eine Laufveranstaltung. Daher waren auch hier einige Straßen gesperrt, aber unser Fahrer Guy kurvte mit viel Ruhe durch die Straßen, so dass wir doch fast alles sehen konnten. Auffallend war der Bauboom, mit dem dutzende Wohnhochhäuser entlang des Ontariosees gebaut wurden und werden. Christa fuhr mit uns zu einem wunderbaren Aussichtspunkt direkt am Wasser, von dem wir einen perfekten Blick auf die Skyline der Stadt und den CN-Tower hatten. Ein Super-Fotomotiv.
Der Höhepunkt des Tages sollte aber noch kommen. Fast alle Gäste entschlossen sich, mit mir auf den CN-Tower, dem bis 2009 mit 553 Meter höchsten Fernsehturm der Welt, zu fahren. Wir hatten tolles Wetter und daher wollten wir uns den Blick auf Toronto und die Umgebung von oben nicht entgehen lassen. Es standen nicht allzu viele Leute an und so waren wir ruckzuck in den Fahrstühlen und auf dem Weg nach oben zu der in 342 Meter Höhe befindlichen Besucherplattform. Wir hatten eine wunderbare Sicht auf die unter uns liegende Stadt und das wurde natürlich für viele unvergessliche Fotos genutzt.
Der Nachmittag stand für individuelle Aktivitäten zur Verfügung. 6 Gäste gingen mit mir noch ein bisschen sich die Umgebung rund um das Universitätsviertel anzuschauen, um dann in einer Brauerei-Bar die unterschiedlichen Biersorten zu verkosten. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Da es uns dort sehr gut gefallen hat, sind wir zum Abendessen noch einmal hingegangen. Ein Gast hat dann mit mir das angebotene Sauerkraut mit Frankfurter Würstchen probiert. Nicht schlecht. Aber auch die anderen Gerichte schmeckten ausgezeichnet und das leckere Bier dazu. Ein perfekter Abschluss eines schönen Tages.

7.  Tag Niagara


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Eine der bekanntesten Attraktionen an der Grenze zwischen Kanada und den USA sollte an diesem Tag unser Ziel sein – die Niagara-Wasserfälle.
Nach dem Frühstück verließen wir Toronto und fuhren immer entlang des Ontariosees zuerst in Richtung der schmutzigsten Stadt Kanadas Hamilton (O-Ton Christa), um dann weiter die Richtung des Ortes Niagara on the Lake zu nehmen.
Die Region am Niagara ist Kanadas größtes Weinanbaugebiet und obwohl es nicht im Programm stand, verabredeten Christa und ich einen Stopp an einem Weingut. Im vieldekorierten Weingut Pillitteri probierten wir dann einen Weiß- und einen Rot- sowie einen Eiswein. Eindeutiges Fazit - die kanadischen Weine sind nicht schlecht!
Weiter ging es nach Niagara on the Lake, wo wir einen Spaziergang durch den hübschen Ort unternahmen. Leider regnete es zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal auf unserer Reise, aber das störte nicht so sehr. Anschließend ging es auf dem Niagara Parkway mit seinen tollen Häusern (alles Siebenstellig) weiter zu den Wasserfällen. Zuvor legten wir aber noch einen Stopp bei den Niagara Stromschnellen ein, wo die Gruppe kurzentschlossen eine Gondelfahrt über den Niagara-River buchte und so tolle Fotos vom Fluss machen konnte. Dann aber der ultimative Höhepunkt des Tages, die Wasserfälle. Schnell waren die Tickets für die Bootsfahrt geholt, wir wurden mit Regencapes „eingekleidet" und kurze Zeit später ging die Bootsfahrt los. Je näher wir dem kanadischen Niagara-Wasserfall kamen, um so feuchter wurde es natürlich. Kurz vor dem Wasserfall fühlte sich die Gischt dann wie Starkregen an. Ohne die Capes wären wir innerhalb von Sekunden bis auf die Haut nass gewesen. Ein großer Spaß für alle. Im Anschluss hatten wir dann noch genügend Zeit, um von der Promenade entlang des Flusses aus viele tolle Fotos vom amerikanischen und kanadischen Wasserfall zu machen. Unser Abendessen nahmen wir an diesmal im Skylon Tower ein, von dem wir eine schöne Sicht auf die Wasserfälle hatten.

8. Tag  Flug nach Calgary


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Mit diesem Tag ging unsere Reise im Osten Kanadas zu Ende. Wir fuhren von den Niagara-Wasserfällen zurück nach Toronto, um nach einen problemlosen Check-In in das ca. 4 Stunden entfernte Calgary zu fliegen. Zuvor hatten wir uns am Flughafen von unserer großartigen Reiseleiterin Christa und unserem Super-Busfahrer Guy herzlich verabschiedet.
In Calgary nahm uns dann Renzo in Empfang, der uns in Personalunion als Fahrer und örtlicher Reiseleiter die Schönheiten des Westen Kanadas zeigen wollte. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt in der Olympiastadt von 1976 und einem Besuch des Olympiaareals an den Skisprungschanzen fuhren wir nach Banff, wo wir unsere erste Übernachtung im Irwin´s Mountan Inn hatten. Unterwegs konnten wir dann auch schon das erste „wilde" Tier entdecken, einen Hirsch. Bei Ankunft in Banff unternahmen wir aber erst noch einen Abstecher zum Fairmont Hotel und dem nahe gelegenen Bow-Fall. Wir konnten uns schon jetzt einen Eindruck davon machen, dass die Flüsse in den Rocky Mountains viel Wasser führen und daher noch reißender und schneller flossen als sonst. Unser sehr gutes Abendessen nahmen wir im Ticino Swiss-Italien nur ein paar Meter von unserem Hotel entfernt ein. Die Zeit danach wurde dann noch für individuelle Spaziergänge durch den hübschen Urlaubsort genutzt.

9. Tag  Banff und Umgebung


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Heute war der Tag der großartigen Fotostopps. Es ging am Vormittag los mit dem Emerald Lake, der mit einer herrlichen Farbe und der umliegenden Landschaft ein schönes Bild ergab. Bei der Natural Bridge am Kicking Horse River konnten wir uns von der Urgewalt des Wassers überzeugen. Die Spiral Tunnel wiederum zeugten von der hohen Ingenieurskunst, mittels zweier Spirale im Felsen einen Höhenunterschied von insgesamt 30 Meter auf engem Raum zu überwinden. Wir hatten Glück und konnten einen Zug an einer der beiden Spiralen beobachten. Weiter ging es zum Lake Louis, wo wir auf und in das Fairmont Hotel Lake Louis einen Blick werfen und einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers machen konnten. Schöne Fotos vom See mit seinen dahinterliegenden schneebedeckten Bergen waren selbstverständlich. Noch einen Kick mehr gab es am Moraine Lake. Es war schon irgendwie schon nicht mehr wirklich, welches großartige Bild uns mit der Farbe des Sees und den umgebenden 10 schneebedeckten Bergen ergab. So etwas kann man nicht beschreiben, vielleicht kommt es auf den Fotos etwas rüber, so etwas muss man einfach selber sehen. Unwahrscheinlich schön.
Mit diesen tollen Eindrücken und Erlebnissen kehrten wir nach Banff zurück. Obwohl die meisten von uns keine McDonald-Fans sind, entschlossen wir uns, einen Burger (natürlich nicht bei McDonald) zum Abendessen zu uns zu nehmen. Aber nicht irgendeinen, sondern die Meisten uns wählten entweder den Bison oder Elk-Burger. Zu letzterem sei gesagt, dass Elk im Kanadischen den Hirsch bezeichnet. Der Elch selbst ist im Kanadischen der Moose. Egal, in jedem Fall waren die Burger so ganz anders als die der oben genannten Fast-Food-Kette und waren in jedem Fall einen Versuch wert. Mit diesem Geschmackserlebnis ging ein wiederum schöner Tag zu Ende.

10. Tag  Athabasca-Gletscher


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Heute war der Tag des Gletschers. 8 Gäste wollten mit mir über das (leider nicht mehr) ewige Eis spazieren. Um dies zu erleben, brachen wir wie jeden Tag um 08:15 Uhr auf in Richtung Jasper.
Wir waren noch gar nicht weit gekommen, erlebten wir den Traum aller Besucher des Westen von Kanadas. Wir konnten einen Grizzly beobachten und zahlreiche Fotos von ihm machen, bevor er im Wald verschwand.
Am Vormittag besuchten wir zunächst den in der Nähe von Banff gelegenen Johnston Canyon, in dem wir eine schöne Wanderung entlang des Flusses hin zu zwei Wasserfällen unternahmen. Bei so vielen Wasserfällen, die zudem noch in den nächsten Tagen folgen sollten, könnte man denken: Schon wieder ein Wasserfall! Dem war aber nicht so. Jeder war anders und es war immer wieder beeindruckend, mit welcher Urgewalt sich das Wasser seinen Weg durch die Felsen bahnt.
Weiter ging es dann in Richtung Gletscher mit einigen Zwischenstopps bei interessanten Fotomotiven. So beispielsweise am Bow Lake mit seinem Gletscher. Den Athabasca-Gletscher erreichten wir über den Icefield Parkway, einer Panaromastraße mit fantastischen Blicken auf die Gletschergipfel, Wasserfälle und tiefe Täler.
Am Athabasca-Gletscher selbst konnten wir bald nach unserer Ankunft in den Transferbus einsteigen, um von diesem zu unserem Schneemobil gebracht zu werden. Während unserer Fahrt zum Eisfeld informierte uns die Fahrerin über allerlei Interessantes zum Gletscher. Dieser hat zum Beispiel in den letzten reichlich einhundert Jahren mehr als die Hälfte seiner ursprünglichen Größe verloren und ist jetzt nur noch 5 Quadratkilometer groß. Dann konnten wir aussteigen und die uns zur Verfügung stehende Zeit für einen Rundgang und viele Fotos nutzen. Wir hatten zudem noch Glück mit dem Wetter, den zum Zeitpunkt unseres Eisspazierganges zeigte sich die Sonne und der Himmel schloss für kurze Zeit seine Regenschleusen.
Nach Rückkehr in das Informationszentrum schauten wir uns noch einen Film über das Thema Erderwärmung und Rückgang der Gletscher an, um danach zu unserem nächsten Quartier, der direkt im Wald und am gleichnamigen Wasserfall gelegenen Sunwapta Falls Rocky Mountain Lodge aufzubrechen. Dort wurden wir von den sehr netten Gastgebern mit Ahornsirup-Wein begrüßt. Den erlebnisreichen Tag schloss ein sehr gutes Abendessen ab.

11. Tag  Jasper-Nationalpark


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Unser Ziel für diesen Tag war der Maligne Lake, der zweitgrößte Gletschersee der Erde.
Vor dem Maligne Lake lag noch der Medicine Lake, bei dem wir auch einen Fotostopp einlegten und was sahen wir dort: einen Schwarzbären. Soviel Glück ist schon selten, dass man einen Grizzly und einen Schwarzbären innerhalb von 2 Tagen sieht. Zudem hatte in der Nähe noch ein Weißkopfadler sein Nest und gab sich für kurze Zeit die Ehre, dort für ein Foto zu landen.
Am Maligne Lake selbst unternahmen wir eine kleine Wanderung in der Hoffnung, irgendwo am Ufer einen Elch zu entdecken. Leider hatten wir keinen Erfolg. Die Bootsfahrt auf dem See selbst führte uns zur Spirit Island, dem wohl meist fotografierten Motiv von Kanada. Die Insel selbst durfte man nicht betreten, da es sich um ein Heiligtum der Indianer handelt.
Auf unsere Fahrt vom Maligne Lake zum Maligne Canyon hatten wir schon wieder das Glück, am Straßenrand einen Schwarzbären zu sehen, der sich in aller Ruhe den Löwenzahn schmecken ließ. Am Canyon angekommen, unternahmen alle Gäste mit mir die Wanderung entlang des durch den Fluss geformten Canyons und es wurden viele Bilder von diesem beeindruckenden „Naturbauwerk" gemacht.
In Jasper selbst blieb dann noch etwas Zeit, in einem der zahlreichen Geschäfte etwas einzukaufen oder einfach nur einen Bummel durch die Straßen dieser kleinen Stadt zu machen.
Anschließend fuhren wir wieder zu unserem Hotel im Wald zurück und trafen uns zum gemeinsamen Abendessen, welches wieder sehr lecker von der Küche zubereitet wurde.

12. Tag  Jasper – Clearwater


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An diesen Tag haben wir die Provinz Alberta verlassen und sind nach British Columbia weitergefahren.
Zuerst einmal haben wir uns aber noch den Sunwapta und Athabasca Wasserfall angesehen. Wir hatten ja nun schon einige Wasserfälle in den Tagen gesehen, aber wieder aufs Neue waren wir über diese Naturgewalt Wasser erstaunt und begeistert. Da die Flüsse alle sehr viel Wasser führten, kommt das Wasser natürlich mit noch größerer Wucht daher als bei normalen Wasserständen.
In der Nähe von Jasper besuchten wir noch den Pyramid Lake in der Hoffnung, vielleicht hier einen Elch zu sehen. Leider erfüllte sich diese Hoffnung nicht. Dafür gab sich ein Wapiti die Ehre, am Straßenrand in aller Ruhe zu speisen und sich überhaupt nicht von den vielen Touristen stören zu lassen.
Weiter ging es zum Mt. Robson, dem mit 3.954 Metern höchsten Berg in den kanadischen Rocky Mountains. Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Berg zeigte sich fast unverhüllt und war daher natürlich sehr fotogen.
Wenn wir schon kein Glück mit den Elchen hatten, Bärenglück hatten wir in jedem Falle. Wir waren noch gar nicht weit vom Mt. Robson weg, da sahen wir eine Schwarzbärin mit zwei Jungen. Die Jungen sahen uns wohl als Gefahr an und verschwanden recht schnell im Wald, aber die Mutter ließ sich Zeit und damit waren wieder etliche Fotos garantiert.
Unser heutiges Ziel war Clearwater. Vor Erreichen unseres Ziels haben wir am frühen Nachmittag an einem idyllischen Fleck direkt an einem kleinen Fluss erst noch ein Picknick mit kanadischen Wein, Wurst, Käse und sauren Gurken gemacht. Alles lecker, die Gurken waren am schnellsten weg.
Wir hatten schon etliche Wasserfälle gesehen, aber irgendwie konnten wir nicht genug bekommen. So haben wir die Zeit zwischen Hotelbezug in der Clearwater Lodge und unserem Abendessen noch für einen Ausflug in den Wells Grey Provincial Park unternommen und haben uns den Dawson und den Helmcken Falls angeschaut. Während Ersterer aufgrund seiner Hufeisenform Ähnlichkeiten mit dem Niagara-Wasserfall auf kanadischer Seite hatte, war der Helmcken Falls um einiges höher als der Niagara Falls. Sehr beeindruckend.
Unser Abendessen nahmen wir diesmal in der Wells Gray Ranch, welche durch ein Schweizer Ehepaar geführt wurde in Form eines BBQ-Essen ein. Wieder ging ein wunderschöner Tag zu Ende.

13. Tag  Whistler


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Andere Länder, andere Sitten. Das Frühstück in Kanada besteht meistens aus Eiern, Speck oder Schinken, gebratenen Kartoffelstückchen und Toast. Irgendeine Form von Marmelade noch und sehr selten mit Wurst oder Käse. Und natürlich Kaffee ohne Limit. In unserem Hotel in Clearwater hatten wir alles. Verschiedene Sorten an Wurst und Käse, Rührei und Speck natürlich, Obst, Orangensaft und vor allem dunkles Brot. Das beste Frühstück auf unserer Tour bis dahin. So gestärkt nahmen wir gutgelaunt die nächste Etappe in Angriff. Whistler, der Wintersportort der alpinen olympischen Wettbewerbe 2010 war unser Tagesziel.
Immer wieder interessant in Kanada sind die gefühlt unendlich langen Güterzüge. Hinter Kameloops haben wir uns dann die Zeit genommen, bei einem gerade vorbeifahrenden Zug die Waggons zu zählen. 160 Wagen hatte der Zug zu ziehen, bei einer geschätzten Länge von 15-20 Metern ergibt das einen Güterzug von ca. 2,5 bis 3 Kilometer Länge. Wahnsinn. In Kanada sind die Menschen freundlich und so grüßte uns der Lokführer natürlich auch mit einem kräftigen Signalton.
Der Höhepunkt des Tages war der Besuch der Hat Creek Ranch. Das Hat Creek House war in der Zeit des Goldrausches in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. eines der komfortabelsten Rasthäuser in der Gegend. Dort sind Einrichtungsgegenstände und Tapeten im Original zu bewundern. Auf dem Gelände befindet sich auch in indianisches Besuchszentrum. Korrekterweise müsste man sagen ein Besuchszentrum der First Nations People. Eine echte Shuswap-Frau zeigte uns dann die Lebensweise dieses Stammes aus längst vergangenen Zeiten. Natürlich durfte eine Kutschfahrt nicht fehlen. So konnte jeder Gast unserer Gruppe einmal fühlen, wie unbequem eine solche Fahrt war und was die Passagiere und der Kutscher seinerzeit aushalten mussten, wenn sie tage- oder wochenlang über Stock und Stein fuhren.
Am späten Nachmittag hatten wir dann Whistler erreicht. Wir bezogen unsere sehr schönen Zimmer in der Crystel Lodge und machten uns auf den Weg, den sehr lebendigen Ort zu erkunden. Das wichtigste Ziel alles Gäste war natürlich das Olympiazentrum mit seinen olympischen Ringen. Ein Foto durfte da selbstverständlich nicht fehlen.

14. Tag  Whistler – Tofino


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Wir verlassen das Festland und setzen mit der Fähre über nach Vancouver Island. Dazu fuhren wir von Whistler über den Sea-to-Sky-Highway zum Fährhafen in der Horseshoe Bay, mit der Fähre nach Nanaimo überzusetzen. Auf dem Weg zur Fähre haben wir noch einen Stopp gemacht, natürlich an einem Wasserfall, dem Shannon Fall. Über mehrere Stufen rund 360 Meter hoch, auch sehr schön.
Unsere Überfahrt verlief ruhig und bei schönsten Wetter und so konnte man es ganz gut auf dem Oberdeck im Freien aushalten.
In Nanaimo wurde die Fähre schnell entladen und wir konnten uns auf den Weg zu unserem Tagesziel Tofino aufmachen.
Ein Highlight unserer Reise war sicher der Besuch des Cathedral Grove mit seinen uralten Baumriesen aus überwiegend Zedern und Douglasien. Der älteste Baum dieses geschützten Bereiches ist älter als die Landung von Kolumbus in Amerika. Die dicksten Bäume hatten einen Umfang von ca. 9 Metern. 5 Gäste und ich wurden benötigt, um so einen Baum zu umfassen. Unglaublich. Da in diesem Bereich alles in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben ist, muss man schon von einem richtigen Urwald reden. Die Fotoapparate kamen gar nicht zur Ruhe, um all die Eigentümlichkeiten an Wurzeln, Stämmen und Farnen aufzunehmen. Ein eindrucksvolles Erlebnis.
Am frühen Abend haben wir dann unsere heutige Unterkunft, das Tofino Resort + Marina erreicht, bezogen die ausgezeichneten Zimmer und trafen uns dann im Hotelrestaurant zu einem sehr guten Abendessen und ließen auch diesen Tag gemütlich ausklingen.

15. Tag  Tofino


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Heute blieben wir im Ort, wollten aber die Umgebung erkunden. Unseren ersten Stopp machten wir am Radar Hill Trail, von wo wir einen wunderbaren Ausblick auf die Buchten rund um Tofino und Vancouver Island hatten. Schließend ging es direkt an den Strand von Long Beach, um sich die Füsse zu kühlen, den Surfern zuzuschauen oder auch Muscheln zu suchen.
Ein Schwerpunkt des Tages war der Besuch des Rainforest, des Regenwaldes. Dort konnten wir bequem von einem Wanderpfad aus Holzbrettern aus die Wildnis des Waldes bestaunen. Bemooste Bäume, Kletterpflanzen, Luftwurzeln und undurchdringliches Unterholz prägen diesen Wald. Diese Natur ist einfach einzigartig und es ist schön, dass man so etwas heutzutage noch erleben kann.
Weiter ging es zum Besucherzentrum Wickaninnish Beach, in dem man einen sehr anschaulichen Eindruck von den Leben der Ureinwohner machen konnte. Nicht nur die Geschichte dieses in diesem Territorium lebenden Stammes, sondern auch Informationen zu Pflanzen und Tieren dieser Regien wurden gegeben. Zu bestimmten Themen konnte man sich den Text auch in der indianischen Sprache anhören. Verstanden haben wir zwar nichts, interessant war es trotzdem.
Nach unserer individuellen Mittagspause in Ucluelet haben wir uns erst einmal die Füße vertreten und sind im Pacific Rim Nationalpark gewandert. Auf unserem Weg hatten wir immer wieder schöne Aussichten auf verschiedene Küstenabschnitte und Bäume und Pflanzen gab es natürlich auch ausreichend zu fotografieren.
Zurück in Tofino haben unsere Gäste die zur Verfügung stehende Zeit genutzt, für einen Bummel durch den Ort oder einem Kaffee auf dem Balkon des Hotelzimmers mit herrlichem Blick auf das Wasser.

16. Tag  Chemainus – Victoria


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Nach dem Frühstück verließen wir Tofino, um Richtung Süden nach Victoria, der Hauptstadt von Vancouver Island zu fahren.
Unterwegs machten wir einen Stopp im Dorf Chemainus. Dieser Ort wurde bekannt durch seine Wandmalereien, in denen die Geschichte des Dorfes und der Menschen zeichnerisch an Hauswänden dargestellt wird. Wir mussten nur den gelben Fußspuren auf dem Gehweg folgen und konnten so kein Bild verpassen. Sehr interessant! Zudem hatten der Ort noch ein paar hübsche Geschäfte, unter anderem einen Weihnachtsladen. Die Besitzerin sprach zwar kein Deutsch, kannte aber alle wichtigen Weihnachtsregionen in Deutschland und war selbst schon mehrere Male in Seiffen, Nürnberg usw.
Weiter ging es nach Victoria, welches wir am Nachmittag erreichten und nach einer kleinen Stadtrundfahrt durch die 92.000 Einwohner-Stadt und dem Bezug der großen Appartements im Royal Scot Suite Hotel bestand bis zum Abend noch genügend Zeit, einen individuellen Bummel zum Zentrum oder dem nahen Hafen zu machen.
Unser wiederum sehr gutes Abendessen nahmen wir diesmal im Restaurant „Vista 18" des Hotel Chateau Victoria ein. Die Zeit danach wurde noch zu kleinen Spaziergängen durch die Innenstadt von Victoria genutzt.

17. Tag  Butchart Gardens – Vancouver


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Ich habe meinen Gästen versprochen, dass sie an einem der letzten Tage noch ein Highlight der Reise erleben werden. Butchart Gardens – ich glaube, ich habe nicht zu viel versprochen. Die Anlage im italienischen und japanischen Stil ist einzigartig und der Park insgesamt wohl der schönste Garten Kanadas. Viele unserer Gäste haben dann noch Samen von im Garten gepflanzten Blumen gekauft. Ich bin mal gespannt, ob diese alle aufgehen. Ich freue mich über Fotos der Erfolge.
Auf dem Weg zu dem Park sind wir von unserem Hotel aus noch entlang der Küste von Victoria gefahren. Sehr schöne Häuser und Anlagen. Liebe Mitreisende, ich habe mal nachgeschaut. Unter einem siebenstelligen Betrag (aber selbst dann nicht mit einer 1 vorn) ist da nichts zu machen.
Nach dem Mittag, den wir gleich im Butchart Gardens eingenommen haben, hieß es sich zu verabschieden von Vancouver Island und mittels Fähre auf das Festland überzusetzen.
Wir merkten sofort, wieder in einer Großstadt zu sein. Verkehr ohne Ende, Stau und natürlich jede Menge Menschen. Bei ca. 700.000 Einwohnern kein Wunder. In einer kleinen Stadtrundfahrt zeigte uns Renzo seine Stadt. Dabei besuchten wir in Gastown das Wahrzeichen dieses Stadtteils, die Steam Clock oder Dampfuhr. Zu jeder Viertelstunde „pfeift" die Uhr eine Melodie und nur zu jeder vollen Stunde gibt es noch einen zusätzlichen einzelnen Pfiff aus jeder der 5 Pfeifen. Natürlich ein Touristenmagnet.
Unsere Hotelzimmer im Ramada Hotel by Wyndham Vancouver Downtown waren schnell bezogen und aufgrund der zentralen Lage nutzten alle Gäste die noch reichlich zur Verfügung stehende Zeit für individuelle (Geschäfts-)Erkundigungen der Umgebung.

18. Tag  Norden von Vancouver


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Es sollte unser letzter Tag vor der Abreise sein. Alle Gäste hatten den Ausflug in den Norden von Vancouver gebucht. Vor der Abfahrt konnten wir uns erst einmal mit dem besten Frühstück der gesamten Reise stärken. Verschiedene Sorten von Wurst (sogar Leberwurst) und Käse und dunkles Brot (!!) ließen die doch eher unruhige Nacht mitten im Zentrum von Vancouver vergessen und uns frohgemut in den Ausflugstag starten.
Zuerst fuhr uns Renzo erst einmal in den größten kanadischen Stadtpark, dem Stanley Park, mit seinen vielen Totem Poles und einen schönen Blick auf das Zentrum von Vancouver. Dann ging der eigentliche Ausflug mit dem Besuch des Capilano Suspension Park los. Hier wurde ein künstlicher Baumwipfelpad angelegt, von dem man sich auf spektakuläre Weise den Wald von oben anschauen kann. Der eigentliche Höhepunkt war die Capilano Suspension Bridge, eine 136 Meter lange frei schwingende Seilbrücke in 70 Meter Höhe. Für manche Touristen gehörte schon etwas Mut dazu, die doch teilweise recht stark wackelnde Brücke zu überqueren. Das eine oder andere bleiche Gesicht konnte man schon sehen.
Im Weiteren daran wanderten wir mit Claudia durch den pazifischen Regenwald durchquerten dabei, wie sie es nannte, einen Zauberwald. Tatsächlich hätte man angesichts der Baum- und Strauchfiguren vermuten können, dass gleich die Hexe Babajaga um die Ecke biegt. Zum Ende unserer Wanderung besuchten wir Capilano Salmon Hatchery, eine Lachsaufzuchtstation, in der der Lebenskreis der Lachse demonstriert wird, letztendlich aber der Erhaltung der Lachse in den Flüssen und Meeren von Kanada dient.
Im Anschluss fuhren wir dann mit der Pendelbahn Skyride auf den 1231 Meter hohen Grouse Mountain, dem Hausberg von Vancouver. Hier besuchten wir die Lumberjack-Show und die Bärenanlage, um uns anschließend noch die Falkner-Vorführungen mit seinen verschiedenen Greifvögeln anzuschauen.
Ich zeigte unseren Gästen dann noch die Halbinsel Granville Island mit seinem Einkaufs- und Kulturviertel, wo die letzten Mitbringsel erworben oder einfach bei den vielen Livemusikern entspannt werden konnte. Zurück nutzten wir dann das Wassertaxi über den False Creek und erreichten so recht schnell unser Hotel auf der anderen Seite des Flusses.
Für unseren letzten Abend hatte uns Renzo noch einen Tisch im Restaurant Sylvia direkt am Ufer des False Creek-Flusses organsiert, wo wir noch einmal sehr gutem Essen den schönen Tag Revue passieren ließen.

19./20.Tag  Heimreise


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„Scheiden tut weh" heißt es in einem Gedicht von Hoffmann von Fallersleben. Natürlich fiel es uns schwer, nach fast 3 Wochen einer herrlichen Reise durch Kanada Ade zu sagen, aber in einem Song heißt es auch „alles hat ein Ende" und irgendwie waren wir auch froh, wieder in unsere Heimat zurück zu kehren.
Zuvor stärkten wir uns ausgiebig bei einem wiederum vorzüglichen Frühstück, um dann von Renzo zum Flughafen von Vancouver gefahren zu werden. Dort verabschiedeten wir uns herzlich von ihm, der immer so gern bei „kirschgrün" über die Ampeln fuhr und dem die Uhrzeitangabe „dreiviertel" die ganze Reise lang sehr suspekt blieb. Kofferabgabe und Sicherheitskontrolle verliefen unkompliziert und so blieb noch genügend Zeit, die letzten kanadischen Dollars in den Flughafengeschäften los zu werden.
Der ca. 9,5 Stunden lange und rund 8.400 Kilometer weite Flug von Vancouver nach Frankfurt verlief ruhig und am dortigen Flughafen trennten sich dann die Wege unserer Gäste in Richtung Berlin, Leipzig und Dresden. Die Dresdner Gäste erreichten mit mir die sächsische Landeshauptstadt mit leichter Verspätung und mit der Verabschiedung und individuellen Heimfahrt ging die Reise quer durch Kanada dann zu Ende.

Liebe Gäste! Wir haben tolle 20 Tage zusammen verbracht. Nichts war mit 10-13 Regentagen im Juni. Es regnete an 2 Tagen und da saßen wir überwiegend im Bus. Wir sind rund 1.600 Kilometer im Osten und 2.700 im Westen gefahren. Das Wetter war toll, was natürlich das Erlebnis Kanada mit seinen schönen Städten und seiner atemberaubenden Natur noch attraktiver als ohnehin schon macht. Außer einem Elch in freier Wildbahn haben wir fast alles gesichtet, was im Westen zu sehen ist. Wenn Ihr jetzt ein Kreischen über Euch hört und zum Himmel schaut, vielleicht denkt Ihr dann mal an den „Abugei" von Kanada.

Ich hoffe, Ihr werdet die Reise durch Kanada noch lange in Erinnerung behalten. Ich danke Euch, dass Ihr so angenehme Gäste gewesen seid. Vielleicht sehen wir uns in Zukunft bei einer meiner künftigen Reisen wieder. Das würde mich sehr freuen. Bis dahin bleibt aber gesund und Eberhardt Travel auch weiterhin gewogen. Vielen Dank!

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