Reisebericht: Singlereise Kroatien - Lavendelblüte oder Weinlese

11.06. – 18.06.2017, 8 Tage Flugreise für Singles: Insel Krk - Kvarner Bucht - Fuzine - Nationalpark Plitwitzer Seen

Eine erlebnisreiche und trotzdem erholsame Reise geht zu Ende. Die Lavendeltöpfchen müssen nun gehegt und gepflegt werden, auf dass sie zu großen Büschen heranwachsen.

1. Tag: Sonntag, 11.06.2017 – Reise nach Krk


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Der frühe Vogel fängt den Wurm heißt es heute für 22 reiselustige Eberhardt-Gäste auf dem Weg nach Kroatien. Einige sind ab Mitternacht auf dem Weg zum Flughafen Berlin Tegel, von dem die Meisten ihre Reise antreten. Zwei Damen aus Stuttgart und Düsseldorf treffen am Flughafen Rijeka auf die Gruppe. Einen leichten Schock erleiden die Gäste aus Berlin als sie in München die Maschine der Croatia Airlines sehen, bei der es sich um eine (scheinbar museumsreife) Propellermaschine -DASH8 – 400 -handelt. Aber so schlimm wie erwartet, ist es dann gar nicht. Gegen Mittag treffen wir unseren örtlichen Guide Velle und unseren Busfahrer Herrn Ivo, die uns beide in den nächsten Tagen betreuen werden. Da sich die kulinarische Versorgung auf den Flügen in Grenzen hält, sind wir alle ordentlich ausgehungert. Wir fahren nach Vrbnik, einem malerisch auf einem Felsen gelegenen Ort. Bei einem Spaziergang von ca. zehn Minuten entdecken wir traumhafte Aussichten aufs Meer und gegenüberliegende Ortschaften mit pittoresken Häusern. Wir befinden uns mitten in einem Weinanbaugebiet und was liegt da näher, als eine Weinverkostung. Im Vinotel Gospoja werden wir mit Weißbrot, dass in Olivenöl getränkt wurde und mit von Tintenfischtinte gefärbten Schwarzbrot verwöhnt, dazu gibt es leckeren Schinken und Käse aus der Region. Wir bleiben lange genug sitzen, um uns zu stärken und uns kennen zu lernen. Nun sind wir nicht nur übermüdet, sondern auch noch satt und beschwipst, aber Velle kennt kein Pardon, wir müssen auch die Stadtbesichtigung Krk noch überstehen. Fairer Weise muss man sagen, dass er es nicht übertreibt und uns nach ein paar Gassen laufen lässt. Wir sind froh, als uns Herr Ivo mit dem Bus einsammelt und ins Hotel bringt. Hier erwartet uns ein Begrüßungsgetränk, ebenfalls aus der Region. Schnell sind die Zimmerschlüssel verteilt und wir können uns endlich unter die Dusche stellen, draußen sind es 30 Grad. Es dauert nicht lange bis zum Abendessen und je nach Bedarf gehen wir schlafen, ans Meer oder an die Bar. Gute Nacht Ihr Lieben.

2. Tag: Montag, 12.06.2017 Höhle Vrelo und Waldfrüchtestrudel


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Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir (bis auf die vier Badegäste) fahren wir Richtung Fucine, welches zu den ältesten touristischen Orten Kroatiens und sogar Mitteleuropas zählt. Die Region ist seit vielen hundert Jahren bekannt für Rastplätze und Herbergen. Unser Ziel ist die Tropfsteinhöhle Vrelo. Die Höhle ist 300 Meter lang. Über gerade Wege, ohne Stufen, gelangen wir bis an das Ende der Höhle, wo sich der Schatz vom Silbersee verbirgt. Denn hier fanden einige Dreharbeiten zum neuen Winnetoufilm statt, der Weihnachten 2016 ausgestrahlt wurde. Da die Temperaturen in der Höhle bei elf bis dreizehn Grad liegen, empfiehlt es sich, eine Jacke mitzunehmen. Diese wird ansonsten nicht bzw. nur auf den letzten Plätzen im gut klimatisierten Bus benötigt. Nachdem Besuch der Höhle laben wir uns an einer einheimischen Spezialität – dem Waldfrüchtestrudel. Anschließend laufen wir uns die Kalorien bei einem Spaziergang am Bajer See wieder ab. Es ist ein idyllisches Plätzchen, außer uns sind kaum andere Gäste unterwegs. Den Nachmittag verbringen wir am Meer. Unser Hotel liegt direkt am Wasser und so können wir uns, nach dem Kauf von Badeschuhen und -handtüchern, im kühlen Nass erfrischen. Alternativ laden die Strandpromenade zum Bummeln oder die diversen Restaurants zum Einkehren ein. Nach dem Abendessen suchen wir heute Unterhaltung und finden diese bei einer Liveband auf der Hotelterrasse oder in anderen Lokalitäten in der Nähe.

3. Tag: Dienstag, 13.06.2017 Lavendel – Erntefest


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Von Njivice auf der Insel Krk, wo sich unser Hotel befindet, fahren wir Richtung Norden über die 1432 Meter lange Autobrücke aufs Festland. Von dort geht es südöstlich über Crikvenica nach Vinodol – ins Weintal. Hier werden wir von zwei fröhlichen Akkordeonspielern empfangen. Zur Begrüßung gibt es – na, wer hätte das gedacht – einen Kräuterschnaps. Anschließend bekommen wir eine Einführung in das Thema Lavendelanbau. Aber hier wird nicht lange geredet und schon gibt es Wein, Lavendelkekse, getrocknete Feigen und Kräuterschnaps. Die darauffolgenden Informationen handeln von Lavendelernte und Lavendel für zu Hause. Bevor wir zur harten Feldarbeit schreiten und unseren eigenen Lavendelstrauß ernten, stärken wir uns nochmal mit den lokalen Köstlichkeiten begleitet mit unterhaltsamer Akkordeonmusik. Nun aber wird jeder mit einer Gartenschere ausgestattet und es heißt: ab aufs Feld. Fleißig machen wir uns unter sengender Sonne an die Arbeit. Meine Güte, das ist aber ganz schön anstrengend. Entsprechend dick oder dünn fallen die Sträußchen aus. Nun aber, nachdem uns nochmals Kekse, Schnaps und Wein angeboten wurden, fahren wir zurück nach Crikvenica zum Mittagessen. In einem gemütlichen Strandlokal werden wir mit einem Drei-Gänge-Menü, rotem und weißem Wein und natürlich mit Akkordeonmusik verwöhnt. Nach diesem feucht-fröhlichen Vormittag fahren wir zurück ins Hotel. Badesachen geschnappt und ab ins Meer!

4. Tag: Mittwoch, 14.06.2017 Schiffsausflug Sonnengruß


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Oh oh – heute heißt es früh aufstehen! Dreiviertel fünf oder auch Viertel vor Fünf treffen wir uns an der Rezeption. Tommy, unser heutiger Reiseleiter, holt uns ab und bringt uns zum Katamaran. Noch ist es dunkel und wir erwarten einen spektakulären Sonnenaufgang. Wir platzieren uns auf dem Sonnendeck, aber die Sonne lässt auf sich warten. Es ist eher der Wind, der uns begleitet. Dicke Wolken hängen am Himmel und lassen die Sonne nicht durch. Wir laben uns an einem klitzekleinen Kaffee, dann gibt es Croissants und ein Glas Sekt. Nach ca. einer Stunde fährt unser Bootsführer dicht ans Ufer und wir werden aufgefordert, nach unten zu gehen. Ach kuck – das Boot hat einen Glasboden. Durch diesen können wir direkt auf den Meeresboden schauen, der vor allem von Seegurken bewohnt wird. Aber auch Schwärme von Sprotten kommen an unserem Schiff vorbei. Als wir uns wieder an Deck begeben, hat sich die Sonne heimlich an den Himmel geschlichen und lässt nun auch ein paar Strahlen sehen. Pünktlich zum Frühstück sind wir zurück im Hotel. Heute schmeckt es besonders gut, denn frische Meeresluft macht einfach hungrig. Der Rest des Tages und damit der ganze, steht zur freien Verfügung.

5. Tag: Donnerstag, 15.06.2017 Nationalpark Plitwitzer Seen


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Bereits um 7.45 Uhr beginnen wir heute mit unserem Ausflug. Wir haben drei Stunden Fahrt vor uns. Nach einer Stunde legen wir die erste Rast in Senj ein. Hier gibt es eine Tankstelle mit WC und eine schöne Aussicht auf die Nehaj-Burg. Die Burg stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde von Kapitän Ivan Lenkovic und mit Mitteln des österreichischen Kaisers Ferdinand I. gebaut. Von hier aus verteidigten kampfeswillige Sejner, die als Uskoken bezeichnet wurden, das Land gegen die Osmanen. Als sie sich dann aber auch mit den Venezianern anlegten, wurden sie vernichtend geschlagen und vertrieben. Übrig geblieben ist die wehrhafte quadratische Burg mit ihren vier Ecktürmen. In Kroatien gibt es acht Nationalparks. Der Nationalpark Plitwitzer Seen ist mit 300 Quadratkilometern der Größte. Kennzeichnend sind die vielen Kaskaden und Wasserfälle, die die einzelnen Seen miteinander verbinden. Es ist ein großartiges Naturschauspiel. Wir teilen uns in zwei Gruppen auf. Die größere Gruppe unternimmt einen Spaziergang zu Fuß, die anderen fahren mit der Bimmelbahn bis zu Station 3. Über teilweise recht abenteuerliche Wege, Planken ohne Geländer, geht es durch die einzigartige Natur. Schmetterlinge und dunkelblau schimmernde Libellen sind nur ein Teil der vielfältigen Fauna, die in dem Park lebt und die wir zu sehen bekommen. Obwohl wir noch in der Vorsaison sind, tummeln sich sehr viele Besucher im Park. Nach drei Stunden ist für uns das Schauspiel vorbei. Wir treffen uns am Ausgang 1 und müssen den mühevollen Rückweg antreten. Unterwegs halten wir an einem Dorf, wo wir Likör, Käse und Honig kosten und auch kaufen können.

6. Tag: Freitag, 16.06.2017 Schiffausflug nach Cres mit Fischpicknick


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Gegen zehn Uhr entern wir unser Schiff, mit dem wir heute die Insel Cres ansteuern. Zur Begrüßung gibt es einen Kräuterschnaps. Velle erklärt uns unterwegs, wie wichtig Seekarten sind und wie diese, zum Beispiel bei Nebel, gelesen werden und den Kapitän auf den richtigen Kurs bringen. Den Rest der Zeit verbringen wir erholsam an Bord und schauen aufs Meer. Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir die Insel Cres, den Ort Beli. Die Insel ist dafür bekannt, dass man hier mit etwas Glück, Gänsegeier beobachten kann. Früher gab es sogar einmal eine Aufzuchtstation. Hier wurden Gänsegeier, die aus verschiedenen Ursachen verunglückt waren, aufgepäppelt. Diese wurde jedoch geschlossen, als der Staat keine finanziellen Mittel mehr für den Unterhalt bereitstellte. Eine kleine Bimmelbahn fährt den Berg hinauf, wo sich das sogenannte Stadtzentrum von Beli befindet. Nach dem 2. Weltkrieg sollen hier noch fast tausend Einwohner gelebt haben, 2014 waren es wohl noch 33. Vielleicht sind es jetzt noch weniger? Zum Mittagessen versammeln wir uns im Fischrestaurant am Hafen, wo unser Fischpicknick stattfindet. Danach ist noch Zeit für einen Kaffee, Spaziergang oder sogar zum Baden gehen. Gegen halb Drei fahren wir zurück nach Njivice. Wenn es nicht so ein Unwetter gegeben hätte, wäre noch Zeit für einen Sprung ins Meer gewesen.

7. Tag: Sonnabend, 17.06.2017 Freizeit


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Heute können wir den Urlaub in aller Ruhe ausklingen lassen. Die Sonne scheint und das Meer lädt zum Baden ein. Ein paar Unternehmungslustige haben sich bei Mascha im Garten verabredet. Velle hat hier heute die Aufgabe, Olivenbäume und einen Nussbaum zu stutzen. Wieder bekommen wir, als Gäste, Schnaps zur Begrüßung, Käse und Oliven zum Naschen und einen kostenlosen Transfer nach Silo. Hier verkosten wir auf einer Restaurantterrasse weitere regionale Spezialitäten und lassen es uns später bei einem Eiskaffee gut gehen. Den Abend verbringen wir gemeinsam in einem Restaurant direkt am Meer. Ein letztes Mal werden wir kulinarisch verwöhnt. Nun heißt es tatsächlich Abschied nehmen. Eine erlebnisreiche, aber trotzdem erholsame Woche geht zu Ende.

8. Tag: Sonntag, 18.06.2017 Rückflug


Wir fliegen in Etappen. Zuerst geht es nach Stuttgart, dann nach Düsseldorf und später nach Dresden, Berlin und Leipzig.

Liebe Reisefreunde, vielen Dank für die schönen Tage mit Euch. Ich wünsche Euch alles Gute, bleibt vor allem gesund und gern auch reisefreudig. Vielleicht sehen wir uns mal wieder? Von einigen weiß ich es ja bereits.
Herzliche Grüße Eure Sabine

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Wie immer liebe Sabine, ein sehr schöner Reisebericht. Man kann nochmal jeden Tag nacherleben. Es war eine sehr schöne Reise vor allem mit sehr netten Mitreisenden. Es war meine erste Singlereise, aber die nächste ist schon gebucht. Ich wünsche dir weiterhin nette Mitreisende und verbleibe bis zum nächsten mal mit lg Gabi

Gabriele Janke
28.06.2017
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