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Im Land der 1000 Inseln

Reisebericht: 14.05. – 24.05.2026

Kroatien, ein Meisterwerk der Natur.
So ursprünglich, so faszinierend, so unterschiedlich.
Die Landschaft ist die Seele des Landes,
und die Schönheit des Landes nimmt kein Ende

Michael Rass

Ein Reisebericht von
Michael Rass

20260514 8-ratet mal, was das ist.jpg – © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) 20260515_9 Wallfahrtsort am Steintor.jpg – © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) 20260516_22 der Silbersee.jpg – © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) 20260521_16 Kirche der Heiligen Donata.jpg – © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) 20260523_8 Willkommen im Dschungel.jpg – © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL) 20260523_13...und ebenso ins Planinc.....jpg – © Michael Rass (Eberhardt TRAVEL)

Doktor Bubo

Aprilwetter bei der Abfahrt in Dresden und das sollte uns noch die nächsten 3 Tage begleiten. Sonne, Wolken, Regen, von allem etwas. Sooft wurden noch nie im Handy die Wetterapps geöffnet um nachzusehen, wie das Wetter wird, als in diesen 3 Tagen. Speziell der dritte Tag war von besonderem Interesse. Da stand der Ausflug in den Nationalpark Plitvicer Seen an. Ganz unterschiedlich fielen die Prognosen aus, am hoffnungsvollsten war die, dass es ab 13.00 Uhr schön Wetter sein sollte. Wir werden sehen, wir haben ja noch Zeit bis dahin!
Erst einmal ging es heute nach Maribor. Eine entspannte Anreise war vorprogrammiert, weil sich alle Reisenden vorzeitig an den Einstiegstellen eingefunden hatten.
Über die Heimat des Zoiglbieres und dem Land der dickschädeligen, naturverbunden, zähen und lustigen Oberpfälzer hinein nach Niederbayern in die Dreiflüssestadt Passau zur Aufnahme der letzten beiden Fahrgäste.
Da es gerade Mittagszeit war, bot sich natürlich gleich eine kleine Stärkung aus der Bordküche an.
Und am Nachmittag, weil ja heute Vatertag war und Väter ein gutes Herz haben, gab es auch für die Frauen in unserer Gesellschaft, einen besonderen Vatertagskuchen von unserem Busfahrer Gottlieb zum Nachtisch spendiert.
Sein Name sollte auch Programm sein, Gottlieb, jemand den „Gott lieb hat“, denn immer wenn wir für Pausen aus dem Bus stiegen, hatte der Regen aufgehört.
Gottlieb selbst, stellte sich als Doktor Bubo vor, warum? – das sollten wir in den kommenden Tagen erfahren.
In Maribor begannen sich die Wolken zu lockern und es kam etwas die Sonne durch. Von unserem Hotel Habakuk am Fuße des Pohorje-Gebirges, war jeder begeistert. Von den geräumigen Zimmern, über das reichhaltige Angebot, an Wellness und Spa, Massagen, Gymnastikräume und letztendlich auch die große Auswahl an verschiedenen heimischen Spezialitäten.
Ein Hotel der Spitzenklasse. Der Außenbereich ist aktuell noch eine riesige Baustelle, aber wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden so manche Gäste ein WOW auf den Lippen haben.

Eine Stadt mit genialem Konzept

Weil es von Maribor bis in die kroatische Hauptstadt nicht sehr weit war, durften wir heute etwas länger schlafen.
Eine kurze Unterbrechung gab es zwar mitten in der Nacht, als ein bombastischer Donnerschlag uns aus den Träumen riss und ein nahes Gewitter ankündigte.
Bis zum Aufstehen, war es vorbei und uns empfing herrlicher Sonnenschein und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Ganz wichtig, damit wir während der Stadtführung mit Darija in Zagreb keinen Hunger bekamen.
Im Bus fragte uns Gottlieb, ob jemand gestern Abend den Ruf eines Vogels gehört hatte. Manche haben ihn vielleicht gehört, eher die, die draußen noch spazieren gingen, andere nicht. Aber keiner konnte sagen, welcher Vogel es war.
Gottlieb klärte uns auf, es war der Ruf der Zwergohreule.

In Zagreb aus dem Bus raus und es begann in Strömen zu regnen. Schirme waren fast zwecklos. Regenponchos wäre sinnvoller gewesen. Aber trotz Regen, Darija führte uns mit Herzblut durch ihre Stadt und wir erlebten das Zagreb der Einheimischen.
Parks, Kathedrale, Markttreiben mit Gemüseständen, Wollsocken für den Winter und Holzspielzeuge für Kinder, an denen sich nur noch vor 1970 Geborene erinnern können.
Kleine Lebkuchenherzen als Liebesbeweis für die Angebetete. Wird es erwidert hat der Kandidat Glück bei der Frau, wird das Herz gegessen, dann sollte er Plan B haben.
Sollte die Liebe doch nicht für ewig sein, überlässt man die Gegenstände dem Museum der gebrochenen Beziehungen. Man geht dorthin, gibt die Sachen ab und gleich im nächsten Zimmer wartet das kleine hauseigene Kaffee.
Denkt man das geniale Konzept zu Ende, bedeutet das, man gibt das Alte ab und geht mit dem Neuen nach Hause.

Die wenigen erhaltenen Häuser mit Holzbauweise rund um der Kathedrale des Heiligen Stefans, spiegeln das alte Zagreb wieder. Die Kirche selbst wird seit ewigen Zeiten renoviert und noch heute sind die Türme eingerüstet. Darija sagte, sie konnte sich in 50 Jahren nicht einmal erinnern, die Kathedrale ohne Gerüst gesehen zu haben.
Auch das Steinerne Tor hat eine berühmte Geschichte. Man errichtete darin eine kleine Wallfahrtskapelle, als nach einem Brand nur das Bild der Muttergottes mit dem Jesukind den Brand überstanden hatte.
Interessant war auch, warum einige Häuser dem Verfall nahe waren und trotzdem noch bewohnt wurden. Liegt am Kommunismus in der Vergangenheit, wo alles verstaatlicht war und den Mietern wohnen auf Lebenszeit versprochen wurde.
Noch Vieles hatte Zagreb zu bieten, aber dafür reichte unsere Zeit nicht mehr aus. Die kurze Freizeit wurde, bedingt durch den Regen und der daraus ergebenden frischlichen Temperatur im nächsten Kaffeehaus oder wer es spezieller mochte, in der Bierstube der Zagreber Brauerei Medvedgrad verbracht.
Da man keine touristischen Busse mehr in den Großstädten haben möchte, die zahlenden Gäste aber schon, sind bestimmte Zeitfenster zu beachten, in denen die Gäste aus- und wieder einsteigen können und dürfen. Deshalb mussten auch wir wieder pünktlich zum vereinbarten Zeitraum an der Bushaltestelle sein, wo uns Gottlieb erwartete und uns durch den Feierabendverkehr hinaus nach Buzin zum Hotel Aristos brachte.

Der Tag der aus dem Rahmen fiel

Heute war nun der gefürchtete Tag, wo sich die ganze Gruppe darauf vorbereitet hatte. Regnet es nun oder nicht? Die beste Prognose war, ab 13 Uhr schönes Wetter und da wären wir genau im Nationalpark.
Vorher gab es aber noch einen kleinen Aufenthalt in Rastoke, dem Wassermühlendorf und Filmkulisse für „Der Schatz im Silbersee“. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Regen und darum beschlossen wir, statt nur einen Fotostopp, einen Spaziergang in die Stadt zu machen. Und die Führung Plitvice um eine Stunde nach hinten zu verschieben.
Ein verborgenes, kleines Paradies auf Erden mit den Bachläufen und dem Konzert von 23 Wasserfällen. Den Totempfahl aus dem Winnetoufilm findet man auf einer kleinen Wiese.
Leider blieb nicht mehr die Zeit für einen Kaffee in der kleinen Bar mit den Hängestühlen inmitten einer blaugrünen Oase.
Unser Guide erwartete uns zur 5 Stunden Führung durch die Seen von Plitvice. Und wie sollte es sein, die Hoffnung erfüllte sich nicht, die Wetterfrösche hatten recht. Strömender Regen, 5 Stunden lang. Wer keine wasserdichte Kleidung hatte, oder einen wasserdichten Regenponcho, der war nach der Führung bis auf die Unterwäsche nass. Regenjacke und Schirm halfen nicht mehr.
Unser Guide Emmanuel, ein junger Kerl aus der Schweiz, mit Wohnhaft in Zadar an der Küste, führte uns mit einer Mischung aus Lebendigkeit, Frohsinn und Information durch den Park. Alle waren wir durchnässt und froren. Eine kurze Aufwärmphase gab es dann im Bistro Koznjak nach der halbstündigen Bootsfahrt über den Ziegensee.
Pessimisten, Schwarzseher und Menschen mit übermäßigen Ansprüchen würden spätestens jetzt schimpfen über den Dauerregen. Denen sei gesagt, „Alles Schlechte hat auch irgendwo seine guten Seiten“. Anders gesagt, wo es Schatten gibt, muss auch Licht sein.
Letzteres war so in etwa der Wahlspruch unserer Gruppe, denn nach 5 Stunden im Dauerregen, frieren und durchnässt sein, hatten wir alle Lachen im Gesicht. Warum? – weil wir das Licht im Schatten erkannten.
Zum einen: wir hatten den Park fast für uns alleine. Wir konnten ungestört Fotos machen, ohne Gedränge und ohne fremde Köpfe darauf. Und die Fotos waren kontrastreich und einmalig.
Und zum anderen: wir sahen die meisten und die mächtigsten Wasserfälle, über 200 an der Zahl, anstatt nur 60 bei Sonnenschein. Das Rauschen des Wassers war teilweise so laut, dass man Emmanuel nur noch hörte, wenn man die Lautstärke des Audioguides nach oben drehte. Eindrucksvoll, gigantisch und unvergesslich, die Plitvicer Seen im Dauerregen.
Voller Begeisterung schenkten wir alle Emanuel am Ende einen Riesenapplaus und ein ganz persönliches Dankeschön.
Dann hieß es nur noch Einchecken, Kleider wechseln und versuchen sie zu trocknen, dann schnell zum Abendessen, denn der Magen meldete sich schon.
Wer sich danach noch sportlich betätigen wollte, im Hotel standen Gymnastikraum, Jacuzzi und 3 Saunen kostenfrei zur Verfügung. Letzteres war eine Wohltat zum Wiederaufwärmen nach dem Regen.

Eine herzliche Begegnung

Am nächsten Morgen, genau wie angekündigt. Sonnenschein und heiß.
Und so blieb es für den Rest unserer Reise bei Temperaturen um die 30 Grad.
Heiß war es auch am Morgen beim Frühstücksbuffet. Scheinbar schienen alle Hotelgäste zur gleichen Zeit abzufahren und das Restaurant öffnete Punkt 7 Uhr. Deutsche Pünktlichkeit und die berühmte Schlacht am „nicht nur kalten“ Buffet.

Auf unseren Weg leuchtete der gelbe Ginster links und rechts Straße, dann ein bissl Schotterpiste, weil man die neue Asphaltdecke noch nicht aufgebracht hatte, vorbei an Smiljan, dem Geburtsort des Magiers der Elektronik, Nikola Tesla, hinüber nach Skradin zur berühmten Krkabrücke mit der Figur Gospa od Puta. Bei herrlichem Ausblick auf den tiefblauen Fluss Krka kam die erste Kaffeepause gerade recht.

Dijana empfing uns in Split. Wer erinnert sich noch an den alten Namen dieser Stadt? Asplagatus für Ginster, der uns heute auf den ganzen Weg hierher begleitete.
Und schon waren wir im Altersruhesitz eines Griechen der römischer Kaiser wurde.
Geboren als Diokletis nahe Split in Solana, damals unter römischer Herrschaft. Wir kennen ihn alle als den grausamsten Christenverfolger aller Zeiten, der selbst seine Frau und seine Tochter nicht verschonte und sie wegen ihres Glaubens töten ließ.
Was allerdings weniger bekannt ist, er hatte viele Geliebte, war dem Materiellen sehr verfallen und Geld und Reichtum waren ihm wichtig.
Trotz seiner Grausamkeit brachte er viele gute Reformen zum Wohle der Bevölkerung auf den Weg.
Aber alles half nichts, keine Familie, keine Liebe und so starb er arm, krank und einsam in Split, begraben in seinem Mausoleum zusammen mit Reliquien der Märtyrer die er umbringen ließ.

Weit war noch der Weg bis Orebic auf der Halbinsel Peljesac.
Der Dubci Parkplatz an der südlichen Makarskaküste bot einen grandiosem Ausblick auf die dalmatinische Riviera. Da musste man einfach eine ausgedehnte Kaffeepause einlegen, diesmal mit Kuchen aus der Bordküche.
Eine schöne Begegnung gab es bei einem Fotostopp oberhalb des Neretvadelta.
Zwei junge Mädels, die mit ihrem Camper unterwegs waren, saßen in der Sonne und blickten hinunter auf das fruchtbare Land. Mit dabei ein Schweizer. Eine zufällige Begegnung, die ebenso herzlich war, wie ungewohnt. Der Schweizer aus Luzern wollte von Luzern aus zu Fuß in den Kosovo. Seit Anfang April ist er unterwegs und noch 20 Tage wollte er sich geben bis er im Kosovo ankommt. Kein Trampen, nur zu Fuß.
Ein kleiner Smalltalk, dann mussten wir weiter, ebenso die beiden Mädels und der Schweizer Fußgänger.

Schon beeindruckend, als die neue Peljesacbrücke mit Blick auf Neum in der untergehenden Sonne silbern leuchtete. Endlich sind die langen Wartezeiten und die Staus vorbei an der peniblen Außengrenze der EU zu Bosnien.
Das Hotel direkt am Strand erreichten wir spät, dafür wurden wir entlohnt mit einem Abendessen vom Feinsten und die Getränke zum Essen waren inklusive.

Der Ruf der Eule

Der Morgen überraschte uns mit einem Frühstücksbuffet, das kaum Wünsche offen ließ. Maximal, der Sekt fehlte, der war aber nicht sooo wichtig.
Gut gesättigt konnten wir die zwei Stunden Fahrt bis Dubrovnik überstehen. Auch hier wieder die berühmten Zeitfenster für die touristischen Busse zur Einfahrt und zur Ausfahrt. Übersieht man dies, bekommt man keine Genehmigung mehr zur Zufahrt.
Indira, eine sehr jung wirkende und hübsche Stadtführerin führte uns kurzweilig mit viel Wissen durch ihre Stadt. Zeigte uns die Eisdiele, wo jedes einheimische Kind seit 70 Jahren jeden Tag kostenlos eine Kugel Eis erhält. Heute kostet dort die Kugel 3,50€, anderswo auf dem Stradun lag es schon bei 4,00€. Verführerisch sahen sie alle aus.
In der Freizeit boten sich eine Bootsfahrt rund um die Altstadt an oder eine Seilbahnfahrt hinauf zum Dubrava. Indira organisierte exklusiv für unsere Gäste ein eigenes Boot. 15€ pro Person für 45 Minuten und man konnte sofort ablegen und sich vorstellen, welchen Eindruck die Seemänner hatten, als sie im Mittelalter vor der imposanten Stadtmauer anlegten. Vom Besuch der Stadtmauer für 40€ wurde allerdings abgeraten. Besser mit der Seilbahn auf den Berg Dubrava mit grandiosem Ausblick auf Dubrovnik für 30€.
Wer nirgends teilnahm konnte es sich in der Altstadt gemütlich machen und die Menschen beobachten, denn die ganze Welt zog hier an einem vorbei.

Auf der Rückfahrt nach Orebic passierten wir in Trsteno die höchste Platana Europas, Velika Platana, die über 400 Jahre alt ist und in Ston machten wir einen Aufenthalt an der der zweitlängsten Mauer der Welt mit 5,5 km Länge.
Was wir nicht probiert hatten, aber man unbedingt sollte, frische Austern direkt aus dem Meer. Entlang der Straße bieten einige Fischer diese an. Peljesac und Ston sind berühmt für ihre delikaten Austern.

Später rief mich Gottlieb noch zu sich in den Bus. Da war er wieder, der Ruf, den wir schon in Maribor hören sollten. Gottlieb ahmte ihren Ruf nach und wollte sie damit anlocken. Nach kurzer Zeit flogen tatsächlich 2 Zwergohreulen dicht am Bus vorbei.
Gottlieb war so begeistert, dass er spontan den Beschluss fasste, wer von den Gästen Interesse hat, sollte sich morgen vor dem Abendessen 30 Minuten Zeit nehmen und nach dem Abendessen ebenfalls. Er will versuchen, die Eulen nochmal für uns alle sichtbar zu machen.

Die Nacht der lautlosen Jäger

Heute war ein busfreier und sonniger Tag. Kein großartiger Zeitdruck, ein Tag mehr oder weniger zum Entspannen.
Nach dem Frühstück gab es einen kleinen Fußmarsch am Lungomare entlang zum Wassertaxi nach Korcula. Es war schon ganz schön warm am Morgen, sodass die leichte Brise vom Meer her, uns eine willkommene Abkühlung bescherte.
Noch besser waren die 20 Knoten Fahrt hinüber zur Insel, die wir in 15min erreichten und mit Stanka konnten wir die Stadtführung unverzüglich starten.
Griechen, Römer, Venezianer, und natürlich Marko Polo, alle waren sie auf Korcula, sogar Klitschko und Janica Kostelic. Letzte beiden besuchten das berühmte Gasthaus Adio Mare und Janica arbeitete sogar dort in der Küche.
Altstadt, Steinhäuser und enge Gassen, interessant die Strassenführung, wie Fischgräten angelegt. Links der Hauptstraße die geraden Straßen, rechts die Gebogenen. Diese Bauweise sorgt für eine gewisse Kühlung während der heißen Sommermonate.
Wer in einem der einladenden Restaurants an der Ostseite der Altstadt eine Kleinigkeit zu sich nahm, vielleicht noch ein gutes Tröpferl Wein dazu, spürte irgendwie, wie schön doch das Leben sein kann. Das Meer türkisblau, die Schiffe tanzend auf dem Meer, dazu ein sanfter Südwind, gegenüber die Weingärten des Dingac auf Peljesac und unendlich weit die dalmatinische Küste mit ihren Inseln.

Olivenöl aus Korcula war ebenfalls eine Empfehlung unserer Stadtführerin. Beste Adresse ist Vinarija Salecic. Dort konnte man das Öl und die Weine auch probieren.
Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung. Ein ungezwungener Tag ohne weitere Termine. Manche machten einen Stadtspaziergang durch Orebic, andere gleich zurück zum Hotel um ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen.

Gottliebs Vorhaben mit den Eulen wurde am Vormittag vermittelt.
Einige Interessenten trafen sich kurz vor dem Abendessen dann zum Vortrag speziell über Eulen und später am Abend zum Lockruf der Zwergohreule.
Jetzt, Tage später erfuhren wir, warum er sich am Anfang der Reise als Doktor Bubo vorstellte. Gottlieb arbeitet seit 30 Jahren ehrenamtlich als Beauftragter für die Naturschutzbehörden zur Beobachtung, Kartierung und Beringung von Vögeln.
Sein Spezialgebiet neben Wölfen waren die Eulen und der lateinische Name der Eule ist Bubo bubo.
Wir erhielten interessante Einblicke in die Welt dieser faszinierenden lautlosen Jäger.
Zweiter Teil kam nach dem Abendessen. Gottlieb ahmte den Eulenruf nach in der Hoffnung die Zwergohreulen im Flug zu erleben
Er rief und in der Nähe wurde der Ruf durch ein Geheule erwidert. Dann kamen sie, die kleinen Jäger mit ca. 20cm Körpergröße. Lautlos schwebten sie im Flug an uns vorbei. In Deutschland ist dieser Vogel relativ selten, maximal 3 Stück. Somit war es für uns ein seltenes Erlebnis diese nachtaktiven Tiere überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Wir waren alle begeistert.
Und wer heute Nacht bei offenem Fenster schlief, konnte den Ruf dieser Eulen bis weit nach Mitternacht hören.

Ausnahmetag

Was gestern Abend bei der Eulenstimmenwanderung uns Teilnehmern als zunächst seltsam vorkam, war ein Geheule in der Nähe. Dem Klang nach dachte jeder gleich an einen Wolf, aber schließlich wurde das Geheule als Jugendstreich abgetan. Da ja Gottlieb die Stimme eines Vogels imitierte, warum also nicht auch Jugendliche die Stimme eines Wolfes.
Gottlieb, alias Dr. Bubo, analysierte natürlich sofort das Gehörte. Es stellte sich heraus, es waren Goldschakale, die hier heulten, keine Jugendlichen.
Nach Gottliebs Recherche befindet sich eine dichte Population von Goldschakalen in Europa genau hier, in der Mitte der Insel Peljesac in Kroatien.
Wir wurden somit Zeugen einer außergewöhnlichen Rarität.

Jede Reise sollte etwas Besonders sein, also warum nicht verbunden mit einem Besuch in der Weinkellerei Matusko in Potomje. Der noch vor wenigen Jahren unbekannte Weinbauer avansierte durch Qualität seiner Produkte in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Weingut mit außergewöhnlich guten Weinen. Besonders der Royal Dingac ist ein wahrhafte Ausnahme.

Wieder auf dem Festland hielten wir an einem der Obststände mit Blick auf das Neretvadelta. Im Angebot, Honig, Liköre und Obst aus dem fruchtbaren Land unter uns. Hier kann man eigentlich nichts Falsches kaufen, besonders weil man die Waren vorab probieren kann. Vorsicht war geboten bei den Kirschen. Denn selbst im Neretvadelta waren die Kirschen um diese Zeit noch nicht reif.

Unsere bekannte Dijana aus Split erwartete uns heute in Trogir, der Stadt mit einer Mischung aus Renaissance, Barock und Romanik mit venezianischem Gepräge.
Wie die meisten Städte entlang der Küste wurde auch Trogir von Griechen gegründet.
Sehr interessant war das Eingangsprotal in die Kathedrale des Heiligen Laurentius mit dem ewigen Kalender.
Und ebenso die Statuen von Adam und Eva, die einen kleinen, aber entscheidenden Fehler aufwiesen.
Die Stadt ist ein Muss für die Fans der Serie Game of Thrones und für Eisliebhaber.
Slasticarnica Djovani am Platz der Eisdielen ist dazu die erste Adresse. Hier wird das Eis noch im ersten Stock des Hauses in Handarbeit hergestellt.
Eine Geschmacksexplosion am Gaumen vollzog auch die städtische Spezialität Trogir Raffioli, ebenfalls aus gleichem Hause.
Reisen sollte man wirklich mit allen Sinnen genießen, auch durch den Magen, nur leider wird zu oft das Authentische der Region ausgelassen und dem Alt-Gewohnten den Vorzug gegeben.

Auf dem Weg nach Sibenik gab es dann wieder etwas für die Augen. Der Primosten Aussichtspunkt mit überragendem Blick auf das silber glänzende Meer im Lichte der schon eher tiefliegenden Sonne und hinunter auf die Stadt, die weit ins Meer hinein ragte.

Hotel Niko ist eines der vielen Hotels im Amadria Park am Meer in Sibenik.
Das erste was uns auffiel waren die vielen Kinder die hier anwesend waren und natürlich für die „nötige Ruhe“ sorgten. Man konnte sich an die eigene Jugendzeit zurück erinnern.
In Kroatien ist es üblich dass die Schulklassen kurz vor den Ferien noch eine Schulabschlussfahrt machen. Und die Kinder, die hier im Hotel waren, stammen nicht von der Küste, sondern weit vom Innenland.
Das Zweite war wieder die Riesenauswahl am Buffet. Verschiedene dalmatinische Prust, geräuchert und ungeräuchert, ofenfrische Pizza, gegrillte Fische, Orada und Oslic-der Seehecht, Rindersteaks, so wie sie sein müssen. Schade, dass der Magen so klein ist. Weinempfehlung wer Rotwein mag, „Babic“ aus der Region.
Und wer des Nächtens noch einen Abendspaziergang gemacht hatte, erkannte wieder den uns bekannten Ruf, den wir wohl nie mehr vergessen werden.

Frühling in Kroatien

Wollte man noch vor dem Frühstück noch ans Meer gehen, gab es einen herrlichen Sandstrand, der eine Wohltat für Barfußgeher ist.
Wollte man noch ins Wasser, dann waren Badeschuhe sehr empfehlenswert, da die Gefahr bestand, auf einen der vielen Seeigeln zu treten.

Wieder war der Magen viel zu klein für die vielen Leckereien, die es zum Frühstück gab. Man konnte einfach nicht alles probieren, die Auswahl war wieder immens.

Die Krka-Wasserfälle, Schauplatz der Winnetoufilme. Um diese Jahreszeit für viele Menschen der schönste Nationalpark nach Plitvice. Wir waren früh morgens um 9.00 Uhr angemeldet. Die beste Zeit, denn wir waren eine der ersten Gäste im Park und hatten so das Privileg, den Park und die Toiletten noch ungestört zu genießen.
Phänomenal das Froschkonzert, das uns auf den ganzen Weg über die Holzbohlen begleitete, das klare Gewässer mit unzähligen Fischen, das frische satte Grün, die blaue Libellen, die auf Partnersuche waren. Es war Frühling, Paarungszeit.

Ein ganz schönes Erlebnis hatten wir auf der Fahrt nach Zadar. Beim Halt an der Autobahnraststätte Skradin hoch über dem Fluß Krka, fand ein Gast aus unserer Gruppe beim Toilettengang einen Geldbeutel mit 600€ Inhalt. Aus unserer Gruppe vermisste ihn niemand, somit gab er ihn an der Rezeption ab in der Hoffnung, dass der Geldbeutel samt Inhalt seinen Besitzer wieder findet.

Zadar, von Römern auf den Trümmern einer illyrischen Stadt aufgebaut bot uns neben den Kirchen und Palästen eine ganze Menge versteckter Besonderheiten.
Leider war die Linde schon verblüht, aber wer schon mal in Zadar zur Linenblüte war und an der Strandpromenade entlang ging, wurde berauscht von dem Duft.
Ganz berühmt, die im Jahr 2005 fertiggestellte Meeresorgel des Architekten Nikola Basic. Die ausgefeilte Technik macht das Meer hörbar, wenn die Wellen gegen die Wände schlagen und die Luft durch ein ausgeklügeltes Rohrsystem gepresst wird.
Eine Wohltat für Geist und Seele, sich die Zeit zu nehmen und hier an den warmen Stufen am Meeresufer zu sitzen oder zu liegen und dem Gesang des Meeres zu lauschen.
Wasser und Feuer passen irgendwie gut zusammen, dachte sich Basic. Warum nicht auch einen „Gruß an die Sonne“ machen. Er machte sich ans Werk und in unmittelbarer Nähe entstand unser Sonnensystem mit den Planeten bis hin zur Sonne. In maßstabsgetreuer Größe und Abstand. Die Sonne, dargestellt als ein riesiger Planet mit unzähligen LED-Dioden und Solarpaneelen. Letzteres speichert tagsüber die Energie der Sonne und mit Einbruch der Dunkelheit beginnt die „Sonne“ in den herrlichsten Farben die ganze Nacht über zu leuchten.
Selten, aber manchmal kommt es vor, so wie heute, dass ein riesiges Kreuzfahrtschiff am Kai anlegt, wo sich die Meeresorgel und der Gruß an die Sonne befinden. Die Bewohner der Kabinen zur Landseite bekamen ein herrliches Schauspiel zu hören und zu sehen.
Bekannt ist Zadar auch durch die Dominikanermönche die hier den ersten Maraschino Kirschlikör destillierten.
Und heute durch Japaner, sie kamen hierher zur Thunfischzucht für den japanischen Markt und für den Verkauf von Thunfisch in Dosen. Dafür fließt jede Menge Geld in den kroatischen Staatshaushalt.
Die Zucht hat aber noch einen weiteren Vorteil, denn bei herkömmlichen Fangmethoden verenden zuviele Delfine als Beifang in den Netzen der Fischer.
Mit der Zucht sterben keine Delfine.
Zum Mittagessen nach der Stadtführung servierte uns Gottlieb Schmalzbrot. Schweineschmalz auf richtigem Steinofenbrot mit Salz und Pfeffer. Eine wahre Delikatesse.

Wunderschön, aber sehr kurvenreich war die Küstenstraße entlang der Küste nach Stinica zur Fähre hinüber nach Rab. Sie verlangte vom Busfahrer höchste Konzentration. Denn ein paar lebensmüde Verkehrsteilnehmer, ob auf Motorrad oder im Auto, waren schon unterwegs und wenn Gottlieb nicht des öfteren mal gebremst hätte, hätten die Kandidaten am Abend keinen Sonnenuntergang mehr erleben können.
Als Überraschung für unsere tolle Gruppe bauten wir einen Halt in Starigrad Paklenica, am Winnetoumuseum ein. Während unserer Rundreise befanden wir uns öfter mal an irgendeiner Filmkulisse. Der Eintritt betrug 7€, wurde aber nicht wahrgenommen. Jeder wollte schnell zum Hotel und ans Meer.
Gottlieb gab Gas, denn es wurde knapp mit der Zeit für die Fährüberfahrt, wenn man nicht eine Stunde in der Hitze auf die nächste Fähre warten wollte. Fünf Minuten vor Abfahrt erreichten wir sie. Wir waren noch nicht alle vom Bus ausgestiegen, da hatte die Fähre schon abgelegt.

Noch eine kurze Fahrt bis in die Stadt Rab. Heute hatten wir ein Stadthotel in ruhiger Lage, mit Park, Pool, Tennisplätzen und 3min Fußweg zur Altstadt.
Wie alle Tage, auch hier wieder ein Abendessen das ein Riesenlob verdiente und wo die Gäste und der Magen mehr als verwöhnt wurden.
Und Abends, bzw in der Nacht????....wer erinnert sich?…..unser mittlerweile bekanntester Ton…..da hatten wir alle wieder ein Lächeln im Gesicht.

Der Geschmack Koratiens

Heute war ein entspannter Tag. Länger schlafen, denn das Treffen mit der Stadtführerin Bobana war für 9.00 Uhr angesagt.
Durch den Hotelpark hinunter in die Altstadt, vorbei an der still ruhenden Baugrube, wo Archäologen wichtige Entdeckungen machten und jetzt das geplante Hotel nicht gebaut werden kann bis alles identifiziert ist.
Drei wichtige Straßen durchziehen die Stadt der Vier Türme. Die Obere mit den Kirchen und Klöstern. Noch immer leben Nonnen hinter den Klostermauern in Klausur und leben vom Verkauf aus dem Klosterladen.
Die Mittlere Straße dient seit jener Zeit zum Geschäfte machen und die Untere sorgt für das leibliche Wohl. Bobana führte uns durch alle Straßen, zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und vergaß natürlich nicht, neben aller Kultur, auch den Geschmackssinn anzusprechen. Und der wurde verwöhnt mit der berühmten Raber Torte, wo jede Familie ihr eigenes kleines Geheimrezept hat. Nicht gerade billig, dafür umso verführerischer.
Und heute Abend um 18.00 Uhr begann auch noch das Festival der Raber Torte in der Altstadt.

Nach eigenen Erkundungen in der Stadt ging es im zweiten Teil der Führung mit dem Bus hinaus in den Nordwesten ins Waldgebiet Kalifront nach Kampor.
Das ehemalige Konzentrationslager, wo von 12.000 Menschen 5000 an den Folgen der Misshandlungen starben, ist heute eine Psycho- und Suchtklinik. Noch heute erinnern Fahnen an die Nationen, die damals im Lager untergebracht waren. Hauptsächlich waren es Slowenen.
Bei einem kurzen Rundgang rund um den Hotelkomplex Carolina mit toller Aussicht auf die Inseln Pag und Losinj, boten die Schwarzkiefern einen unbeschreiblichen Kontrast zur tiefblauen adriatischen See.
Auf der anderen Seite der Insel, im Nordosten befindet sich der Ort Lopar. Dieser Ort ist Geburtsstadt eines Steinmetzes namens Marinus, dem späteren Gründer des italienischen Kleinstaates San Marino.
Und was Lopar noch zu bieten hatte, einen kilometerlangen feinen Sandstrand, eine Seltenheit an Kroatiens Küsten. Ein unvergessliches Erlebnis barfuß durch den warmen Sand zu schlendern.
Alljährlich finden hier Wettbewerbe renommierter Künstler statt, die sich in der Erschaffung von Sandskulpturen wetteifern. Die Siegerskulptur wird dann erneut gegossen und dauerhaft auf dem Gelände ausgestellt. Besonders fiel uns das Siegergebilde aus 2024 auf, Bilbos Haus, aus Herr der Ringe.

Zum letzten Tag in Kroatien gab es eine kleine Überraschung für unsere Gäste.
Auf einem tollen Parkplatz mit wunderschöner Aussicht auf das glitzernde Meer kamen alle nochmal auf den Geschmack Dalmatiens. Granatapfellikör und Limoncello aus dem Neretvadelta, Kaffee aus der Bordküche und dazu die Spezialität aus Trogir, Trogirski Raffioli mit Mandefüllung. Gedankt wurde dies Gottlieb und mir mit einem spontanen Applaus.

Der Abschluss des Tages bot wieder eine Vielzahl von Möglichkeiten. Entweder man erfrischte sich im Meer, oder ging auf den Marktplatz im Ort zum Festival der Raber Torte bis spät in die Nacht, oder man begeisterte sich für die Natur und folgte dem Ruf der Eulen, den wir ja auch schon tags zuvor gehört hatten.
Mittlerweile konnten wir mit den Ohren schon erkennen, wie viel Zwergohreulen sich in der Umgebung befanden. Nur suchen musste man sie in den Bäumen. Von Baum zu Baum fliegen sahen wir sie, aber sie auf dem Baum sitzen sehen, mit ihrer exzellenten Tarnung, das verlangte Übung. Noch dazu, weil die Nacht hereinbrach.
Letztendlich gelang auch dies, sogar mit Beweisfoto, und es gab wieder einen schönen Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

Wehmut in der Seele

Unser letzter Tag heute in Kroatien
Zum Abschied über Lautsprecher im Bus, das stimmungsvolle Lied „Ribari“ von Vino Coce über das Leben der Fischer, vom Warten auf die Sonne, die Anwesenheit der Möwen und den Entbehrungen des Fischerlebens.
Die Bilder des Liedes im Kopf, den Duft der mediterranen Strohblumen nach Curry in der Nase und im Ohr das Rauschen der Wellen am Fähranleger in Misnjak.
Wehmut lag in der Seele.
Nochmal zogen die Bilder von den tanzenden Schiffen im Hafen, den schreienden Möwen und die unbeschreiblichen Farben des Meeres in unsere Erinnerung.
Abschied.
Dann brachte uns die Fähre hinüber auf das Festland und die letzten Blicke schweiften über das Land der tausend Inseln.
Kroatiens Schönheit erlebten wir noch einmal hoch über Senj auf der Uskokenfestung Nehai und von der Krk-Brücke mit Blick hinüber nach Rijeka, Opatija, Icici und Lovran. Dahinter das mächtige Gebirge des Ucka-Nationalparks und rechter Hand der Rasnjak Nationalpark. Unterwegs, immer wieder zu beobachten, der majestätische Flug der seltenen Gänsegeiern, die hier in der Kvarner Bucht ihre Heimat haben.

Kroatien lag schon weit hinter uns, als uns Slowenien mit einer seltenen Begegnung ín Pivka am Militärmuseum empfing. Eine Aeskulapnatter zeigte keine Scheu. Diese, bis zwei Meter lange Schlangenart, bekommt man sehr selten zu Gesicht, und jetzt lag sie dort im grünen Gras vor uns in der Sonne, wie eine Diva.
Weiter führte uns der Weg durch Slowenien, diesem außergewöhnlichen Juwel auf der Sonnenseite der Alpen.
Vorbei an der weltberühmten Adelsberger Grotte und dem größten periodischen See Europas, dem Cerknicasee. Die Hauptstadt Ljubljana ließen wir rechts liegen und kamen nach Oberkrain, passierten die Kamniker Alpen mit eine der größten Almsiedlungen Europas, der Velika Planina und erreichten Begunje, der Heimat- und Geburtsort zweier weltbekannten Marken.
Slavko Avsenik, dem Urheber der original Oberkrainer Musik.
Und die renommierte Skifabrik Elan. Elan wurde weltberühmt durch den Schweden Ingemar Stenmark, der mit Elan Ski unzählige Siege einfuhr.
Elan ist auch bekannt für die Erfindung des Carvingskis und baut hochklassige Segelboote und Segelflugzeuge.
An diesen kleinen, nahezu unscheinbaren Ort am Fuße des Roblek, konnten wir nicht einfach vorbeifahren. Schrieb er doch ein Stück Geschichte Sloweniens.

Den Tagesabschluss fanden wir im Kurort Bled. Der Anziehungspunkt war natürlich der Bleder See, ein Überbleibsel des Bohinjer Gletschers. Seine Besonderheit liegt in der Farbe, die je nach Sonneneistrahlung von smaragdgrün bis tiefblau schimmert.
Das kleine Inselchen mitten im See mit der Wallfahrtskirche und dem Wunschglöckchen ist ein romantisches Ziel für Brautleute.
Ob sich unser Brautpaar, das zur selben Zeit im Hotel weilte, dort trauen ließ, wissen wir nicht, auf jedenfall gab es eine Riesenparty mit Musik im Garten des Hotels und die Gäste hatten richtig Spaß. Wünschen wir dem Brautpaar Glück und Gottes Segen.
Wer nicht gleich Schlafen gegangen war und in der Nacht noch entlang am See gebummelt hatte, wird die besondere Stimmung einer Mondnacht in Bled nie mehr vergessen.

Kapetane, tribali bi doma

"Kapitan, wir sollten nach Hause fahren", ist die Übersetzung der Überschrift und eines kroatischen Liedes, das sehr gut auf den heutigen Tag passte.

Noch vor dem Frühstück gab es sportliche Reisegäste die den See innerhalb von 55 Minuten umrunden konnten um noch rechtzeitig zum Frühstück erschienen.
Es war schon was einmaliges, das Frühstück in einem Dschungelrestaurant serviert zu bekommen. Hat doch Slowenien so gar nichts mit Afrika, Regenwald und wilden Tieren zu tun. Eher mit Murmeltieren, Gämsen, Schweine, Schafe und Rinder.
Heute hieß es Abschied nehmen von einer überaus interessanten und wunderschönen Reise und wir begaben uns auf den langen Weg zurück nach Hause.
Das Schöne war, in Lesce auf die Autobahn und am Flughafen in Dresden wieder runter. Dazwischen viele interessante Ausblicke.
Auf die julischen Alpen, die Krawanken, der „Nackte Berg“, bekannt durch Slavko Avsenik Trompetenecho, im Originaltitel „Na Golici“ – auf dem Nackten Berg, Jesenice, die ehemalige Eisenhüttenstadt, der Karawankentunnel, dessen zweite Röhre vor ca. zwei Monaten dem Verkehr freigegeben wurde, die beiden großen Tunnels, Katschberg und Tauern, die Festung Pfarrwerfen, wo schon Richard Burton und Clint Eastwood gespielt hatten.
Pausen mussten natürlich auch gemacht werden, verlangt der Gesetzgeber, nicht dass der Busfahrer übermüdet. Eine schöne Rast gab es auf der Tauernalm und die nicht minder schönere direkt am Chiemseeufer mit Blick auf die Herren- und Fraueninsel. Dazu noch das beliebte Gottlieb-Mittagessen aus der Bordküche.

Rosenheim Cop-Fans konnten einen kleinen Eindruck von der Landschaft bekommen in der die Serie spielt, bei der Fahrt an Rosenheim vorbei hinauf zum Irschenberg.
Dann hieß es auch schon Abschied nehmen von zwei unserer lieb gewonnen Reisegäste in Fröttmaning am Fußballstadion.
Der nächste, der fluchtartig den Bus verließ, war Gottlieb. Seine Lenkzeit war vorbei und er konnte es kaum erwarten in seinen geliebten Wald zu seinen Tieren zu kommen.
Vogtland und Nossen waren die nächsten Verabschiedungen und schließlich erreichten wir nach einer langen und dennoch stressfreien Fahrt den Dresdner Flughafen. Keine Staus, keine Behinderungen eine ganz wunderbare Rückfahrt.
Im Koffer viele schöne Souvenirs und im Gedächtnis noch mehr wunderbare und unvergessliche Erlebnisse.


2500 Kilometer, eine Reise mit besonderem Wert. Unvergessliche Eindrücke, traumhafte Momente, verbunden mit der wunderbaren Herzlichkeit unserer Reisegruppe.
10 Tage, viel erlebt, viel Spaß und viel gelacht, viel gegessen und alles genossen.
Ein großes Dankeschön an meine liebe Gruppe, die diese Reise für uns alle zum Genuss machte.
Ich würde mich freuen, euch alle wieder auf einen meiner nächsten Reisen wieder zu sehen.

Alles Gute euch, bleibt´s gesund und bis zum Nächstenmal

Euer Michael


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