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Island – Naturparadies im Atlantik

Reisebericht: 25.06. – 04.07.2026

Vor uns liegen 10 abwechslungsreiche Tage voller beeindruckender Naturerlebnisse. Gemeinsam entdecken wir die Insel aus Feuer und Eis mit ihren Vulkanen, Gletschern und Wasserfällen.

Monika Cortese

Ein Reisebericht von
Monika Cortese

Gullfoss Wasserfall  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Gullfoss Wasserfall  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Grabenlandschaft im Þingvellir-Nationalpark – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Lichtspiel im Þingvellir-Nationalpark – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Abendstimmung in Reykjavik  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Kirkjufell – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Arnastapi, Hafen  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Vulkangestein moosbewachsen – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Islandpferde hautnah erklärt – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Unterwegs mit Islandpferden – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Natur pur auf dem Pferderücken  – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL) Auf dem Weg nach Akureyri – © Monika Cortese (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Island

Bei hochsommerlicher Hitze weit über 30 Grad traf ich einen Großteil unserer Reisegruppe am Flughafen Berlin. Nach einem pünktlichen Flug erreichten wir am Nachmittag Island, wo uns deutlich niedrigere Temperaturen erwarteten. Bei 12 Grad, Wind und gelegentlichen Sonnenstrahlen waren viele über die frische, angenehme Luft nach den heißen Tagen in Deutschland durchaus froh.

Bereits auf der Fahrt nach Reykjavík zeigte sich ein erster Eindruck der isländischen Landschaft. Besonders auffällig waren die zahlreichen violett blühenden Lupinen, die derzeit weite Flächen der Insel bedecken. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Pflanzen wurden in Island eingeführt, um die Erosion der oft kargen Vulkanböden einzudämmen und die Begrünung zu fördern.

Nach dem Check-in im Hotel schlossen sich uns auch die drei Reiseteilnehmer an, die von Frankfurt aus nach Island geflogen waren. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Restaurant. Beim ersten gemeinsamen Abend bot sich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die ersten Kontakte innerhalb der Gruppe zu knüpfen.

Goldener Kreis – Islands Natur hautnah erleben

Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg zum berühmten Goldenen Kreis. Schon kurz hinter Reykjavík zeigte sich, wie schnell man in Island mitten in der Natur ist. Weite Lavafelder, moosbedeckte Hügel und immer wieder aufsteigender Dampf aus heißen Quellen begleiteten unsere Fahrt. Reiseleiterin Thora erzählte unterwegs viel Wissenswertes über das Leben auf der Vulkaninsel. Auf die häufig gestellte Frage, ob die Isländer Angst vor den Vulkanen hätten, lautet ihre Antwort ganz gelassen: „Man lernt, damit zu leben.“

Ein erster Höhepunkt des Tages war der beeindruckende Gullfoss. Tosend stürzt das Wasser des Gletscherflusses in zwei gewaltigen Stufen insgesamt 32 Meter tief in eine enge Schlucht. Je nach Sonnenstand schimmert die Gischt in den unterschiedlichsten Farben.

Nicht weniger faszinierend war anschließend das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem berühmten Strokkur. Mehrfach schoss die heiße Quelle ihre Wasserfontäne viele Meter hoch in den Himmel. Anfangs waren wir mit Schauen und Fotografieren noch etwas zu langsam, doch schon bald hatten alle den richtigen Moment erwischt und konnten das beeindruckende Naturschauspiel festhalten.

Am Nachmittag erreichten wir den Þingvellir-Nationalpark. Hier treffen die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aufeinander und formen eine beeindruckende Grabenlandschaft. Bei unserem Spaziergang durch die bis zu 40 Meter hohe Almannagjá erfuhren wir außerdem viel über die Geschichte Islands, denn hier wurde bereits im Jahr 930 das älteste noch bestehende Parlament der Welt gegründet.

Sonne, Wind und kurze Regenschauer wechselten sich im Laufe des Tages immer wieder ab – ein Wetter, wie es für Island kaum typischer sein könnte.

Zurück in Reykjavík besuchten wir noch die markante Hallgrímskirkja. Einige sind mit dem Fahrstuhl den Kirchturm hochgefahren, um den weiten Blick über die isländische Hauptstadt zu genießen. Vor der Kirche erinnert eine Statue an Leifur Eiríksson, der lange vor Christoph Kolumbus Nordamerika erreicht haben soll.

Nach dem gemeinsamen Abendessen nutzten viele noch die Gelegenheit, mich bei einem Spaziergang durch die Innenstadt zu begleiten. Unser Weg führte uns zunächst über die Laugavegur, die lebendige Einkaufsstraße Reykjavíks mit ihren kleinen Geschäften, Boutiquen und Souvenirläden, bis zur beeindruckenden Konzerthalle Harpa. Anschließend ging es entlang der Uferpromenade vorbei an der bekannten Skulptur Sun Voyager zurück zum Hotel – ein schöner Ausklang eines erlebnisreichen Tages.

Halbinsel Snæfellsnes – Island im Kleinformat

Heute führte uns unsere Reise auf die Halbinsel Snæfellsnes, die aufgrund ihrer landschaftlichen Vielfalt auch als „Island im Kleinformat“ bezeichnet wird. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner typisch isländischen Seite: Wind, Regenschauer und tief hängende Wolken sorgten für eine ganz besondere Stimmung.

Schon unterwegs erzählte uns Reiseleiterin Thora über das Leben auf Island sowie über die Sagenwelt der Insel. An Trolle glaubt heute kaum noch jemand, Elfen hingegen spielen für viele Isländer bis heute eine besondere Rolle. So werden Straßen teilweise sogar um sogenannte Elfenfelsen herum gebaut, um ihre verborgenen Bewohner nicht zu stören.

Ein erster Höhepunkt war der markante Kirkjufell, der mit seiner nahezu perfekten Form als meistfotografierter Berg Islands gilt. Gemeinsam mit dem davor liegenden Wasserfall Kirkjufellsfoss bot sich ein beeindruckendes Fotomotiv, das vielen auch aus der Fernsehserie Game of Thrones bekannt ist.

Je weiter wir die Küste entlangfuhren, desto rauer zeigte sich die Landschaft. Schroffe Lavafelder, steile Klippen und die mächtigen Basaltfelsen von Lóndrangar bestimmten das Bild. Der kräftige Wind ließ uns dabei erahnen, welchen Naturgewalten diese Küste ausgesetzt ist. Immer wieder entdeckten wir unterwegs auch Schafe, Islandpferde sowie Austernfischer und Küstenseeschwalben.

Ein weiterer Stopp führte uns zur riesigen Steinskulptur des Halbtrolls Bárður Snæfellsás. Der Legende nach gilt er als Schutzgeist der Halbinsel und zählt zu den bekanntesten Gestalten der isländischen Sagenwelt.

Am Abend erreichten wir unser Hotel in Borgarnes. Unterwegs hatte uns Thora bereits von der Besiedlung Islands und der berühmten Egils Saga erzählt. Ihr Held Egill Skallagrímsson wuchs in dieser Region auf, weshalb Borgarnes bis heute eng mit der Geschichte der frühen Siedler verbunden ist.

Nach dem gemeinsamen Abendessen machte sich ein Teil der Gruppe trotz des Regens noch auf einen Spaziergang durch den Ort. Unser Weg führte uns unter anderem in den kleinen Park Skallagrímsgarður, der eine wichtige Rolle in der Egils Saga spielt und in dem sich der Grabhügel von Egills Vater Skallagrímur befinden soll. Auch die Skulptur des Sagahelden erinnerte an die enge Verbindung Borgarnes' mit einer der bedeutendsten isländischen Sagen. So klang ein abwechslungsreicher Tag mit vielen landschaftlichen und kulturellen Eindrücken aus.

Nordisland: Vulkan Grábrók – Islandpferde – Akureyri

Nach einer erholsamen Nacht in Borgarnes setzten wir unsere Reise in Richtung Nordisland fort. Gleich am Vormittag stand die Wanderung auf den Vulkankrater Grábrók auf dem Programm. Über gut ausgebaute Holztreppen erreichten wir den Kraterrand. Oben erwartete uns eine fantastische Aussicht über die weite Lavalandschaft – allerdings auch extrem kräftige Windböen, die manchen von uns ganz schön ins Wanken brachten.

Als kleine Überraschung gab es anschließend für alle noch eine kleine Zimtschnecke – genau die richtige Stärkung für die Weiterfahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft Nordislands.

Unterwegs erzählte uns Thora erneut Spannendes über die isländische Sagenwelt. Viele der alten Geschichten werden bis heute von Generation zu Generation weitergegeben und gehören fest zur Kultur des Landes. Besonders eindrucksvoll war ein altes isländisches Lied, das Thora zunächst in ihrer Muttersprache vorsang und anschließend für uns übersetzte. Es erzählte von einem jungen Reiter, der den Elfen begegnet. Solche Geschichten gehören bis heute fest zur isländischen Kultur und werden vielerorts weitererzählt.

Am Nachmittag besuchten wir einen Pferdehof, auf dem wir viel Wissenswertes über die robusten Islandpferde erfuhren. Besonders interessant war der Tölt – eine ausschließlich bei Islandpferden vorkommende Gangart, die nahezu erschütterungsfrei ist und deshalb als besonders angenehm gilt. Anschließend unternahm ein Teil unserer Gruppe einen Ausritt durch die herrliche Natur entlang eines Flusses. Für viele war dies ein ganz besonderes Erlebnis und einer der Höhepunkte des Tages.

Am Abend erreichten wir Akureyri, die „Hauptstadt des Nordens“. Bereits die Fahrt dorthin war ein Genuss: Bei viel Sonnenschein, nur wenigen Wolken und herrlichen Ausblicken auf Berge, Täler und Fjorde zeigte sich Nordisland von seiner schönsten Seite. Nach dem gemeinsamen Abendessen bezogen wir unsere Zimmer in traumhafter Lage oberhalb des Eyjafjörður. Der Blick über den Fjord und die umliegende Bergwelt bildete den perfekten Abschluss eines rundum gelungenen Tages. Da es zu dieser Jahreszeit kaum dunkel wird, nutzten viele die langen Abendstunden noch für einen Spaziergang oder genossen einfach die beeindruckende Aussicht.


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