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Eine Reise zum anderen Ende der Erde

Reisebericht: 31.10. – 22.11.2025

Aotearoa - wir freuen uns auf Neuseeland, das Land der weißen Wolke, das Land mit den vielen Gesichtern, das Land mit vier Jahreszeiten an einem Tag, das Land der Gegensätze und der Wunder.

Heike Jack

Ein Reisebericht von
Heike Jack


Fr, 31.10.25 Anreise erster Teil bis Singapur

Aus unterschiedlichen Richtungen kommen wir in Frankfurt zusammen, um voller Vorfreude gemeinsam die Reise unseres Lebens anzutreten. Eine halbe Runde um den Globus wollen wir drehen, um NeuLand zu betreten und uns NeuSeeLand genauer anzuschauen. Wir sortieren uns also in den riesigen Flieger ein und versuchen, es uns gemütlich zu machen. Der Platz ist begrenzt, die Stewardessen in ihren gemusterten Kostümen wunderschön und freundlich. Es gibt ausreichend Speisen und Getränke und bald schlafen alle in ihren Sitzen ein und träumen von dem, was da kommen soll.

Sa, 1.11.25 Landung in Singapur, Lichtshows am Abend

Nach einem üppigen Flugzeug-Frühstück landen wir an der ersten Station unserer Reise, in Singapur. Wir passieren problemlos die Kontrollen und müssen am Kofferband feststellen, dass zwei Koffer fehlen. Während Heike die Passagiere zum Lost & Found begleitet, lernt die Gruppe in der Ankunftshalle unseren gutgelaunten Stadtführer Alvin kennen. Als die Formalitäten erledigt sind, fahren wir in die Stadt der Superlative. Heiße 30 Grad draußen, hohe Häuser, üppige Vegetation und ein tolles Hotel erwarten uns. Nach einer kurzen Erfrischungspause machen wir uns direkt auf den Weg, um die Lichtshow in den Gardens by the Bay nicht zu verpassen. Alvin begleitet uns und zeigt uns einen Ort, von dem wir etwas erhöht einen guten Blick auf die Supertrees haben. Heute gibt es eine stimmungsvolle Lichtshow zu bekannten Musicalmelodien. Anfangs halten noch alle ihre Kameras gezückt, aber bald lauschen wir andächtig und können die Blicke nicht von den Illuminationen lassen. Doch das war noch nicht alles. Durch das berühmte Hotel Marina Bay Sands hindurch laufen wir auf die andere Seite, wo es die Spectra-Light- & Watershow noch einmal so richtig krachen lässt. Durch das nächtliche, aber hell erleuchtete Singapur laufen wir über die Helix Bridge zu einem Hawker Center, einer typischen Garküche, wo wir den inzwischen aufgekommenen Hunger stillen können. In der Nähe gibt es ein lautstarkes Rockfestival, überhaupt schläft diese Stadt noch lange nicht. Wir dagegen schon ...

So, 2.11.25 Ein heißer Tag in Singapur

Den Vormittag können wir individuell verbringen, aber wir wollen ja etwas sehen und so entscheiden wir uns, mit Heike und per Taxi erneut zu den Gardens by the Bay zu fahren. Einige erklimmen dort den Cloud Forest, wo sich derzeit auch die Saurier aus dem Jurassic Park tummeln. Interessanterweise ist es ein gekühltes Gewächshaus und zwar das größte der Welt. Andere sehen sich das ganz von oben an und spazieren über den Baumwipfelpfad durch die Supertrees, die am Tag natürlich ganz anders wirken. Außerdem erfahren wir mehr über das geheime Leben der Biodomes, die Regenwasser sammeln, Sonnenenergie gewinnen und als Belüftung fungieren. Auf dem höchsten bietet sich uns aus 50 Metern Höhe eine spektakuläre Aussicht über die ganze Marina Bay. Mit dem Taxi geht es zurück, wo wir unsere Koffer in den Bus einladen, denn nun geht es auf Sightseeing-Tour mit Alvin. Eigentlich wollen wir auch gleich auf die Aussichtsplattform des Marina Bay Sands Hotel, doch dunkle Wolken und einige Blitze vermasseln uns die Tour, der Aufzug ist gesperrt. Kurze Traurigkeit, doch es gibt noch so viel mehr zu sehen. Im Botanischen Garten staunen wir über eine riesige Vielfalt an Orchideen. Ab und zu müssen wir sie berühren, sind sie wirklich alle echt? Und wer wusste schon, wie eine frische Muskatnuss aussieht? Alvin zeigt es uns. Um zum Maskottchen Singapurs, dem Merlion, zu gelangen, müssen wir das altehrwürdige Fullerton Hotel, das ehemalige Hauptpostamt, durchqueren und einige aufgrund eines Radrennens gesperrte Straßen umrunden. Der Merlion, eine mythische Kreatur mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches ist 8,6 Meter hoch und hätte an diesem Tag kein Wasser ausspeien müssen, das kam schon aus den Wolken. Zeit für eine Mittagspause. Alvin bringt uns in eine Garküche, wo wir aus unzähligen kulinarischen Angeboten auswählen können. Danach machen wir noch einen Abstecher nach Chinatown, ein interessanter Ort und perfekt, um die ersten Souvenirs zu erstehen. Der Tag ist viel zu früh zu Ende, wir müssen uns auf den Weg zum Flughafen machen. Hier gelingt es uns, einen der beiden vermissten Koffer wieder zu bekommen. Aber wo ist Erwin, der zweite? Wir sind uns einig, die Zeit hier war zu kurz, da werden wir wohl noch einmal wieder kommen müssen. Doch wir haben ja Großes vor. Singapur Airlines bringt uns über Nacht an unser Traumziel.

Mo, 3.11.25 Kia Ora in Aotearoa – Willkommen im Land der langen weißen Wolke

Nach einem wirklich auch wieder langen Flug mit einigen Turbulenzen landen wir in Auckland. Eine von uns hatte heute Nacht über den Wolken Geburtstag und wir überraschen sie mit einem kleinen Ständchen mitten im Flughafen. Wir passieren die Passkontrolle, forschen nach dem vermissten Koffer Erwin und stehen erstmal Schlange. Eine lange Schlange Einreisewilliger aus aller Welt bildet sich vor der Zollkontrolle. Doch auch diese ist irgendwann zu Ende, wir haben nix zu verzollen, die Schuhe sind geputzt und endlich empfängt uns unser Guide Rayner, der uns in den nächsten Wochen seine Wahlheimat zeigen wird. Eine kleine Stadtrundfahrt durch Auckland vermittelt einen ersten Eindruck auf dem Weg zum Hotel. Dieses liegt in unmittelbarer Nähe zum 328 Meter hohen Skytower. Nach dem Abendmenü machen sich einige noch auf den Weg in die Stadt, um Geld zu besorgen, das berühmte Hokey Pokey Eis zu probieren und einen Blick auf den Hafen zu werfen. Wir sind angekommen.

Di, 4.11.25 Kauri Baumriesen im Waipoua Wald und Paihia

An den Kaffeekannen beim Frühstück herrscht etwas hektisches Treiben, aber alle werden satt und so treffen wir uns schon früh im Bus wieder. Wir erfahren, dass Ben, unser attraktiver Busfahrer, noch Single ist und Rayner, unser Guide, ein Vogelkundler. Dann stellen auch wir uns noch einmal kurz vor. Unsere Fahrt führt uns nach Matakohe ins Kauri Museum. Hier können wir viel über die Geschichte, Verbreitung, Verarbeitung, aber auch Dezimierung der Riesenbäume erfahren. Durch PTA Sporen werden die letzten der Bäume bedroht. Deshalb die strengen Kontrollen am Flughafen und die Schleusen zum Schuhe reinigen am Eingang der Nationalparks. Im Waipoua Wald treffen wir den Gott der Maori, Tane Mahuta, den größten unter den Kauri Bäumen. Mit einem Umfang von 14 Metern, einer Höhe von ca. 52 m und einem Alter von ca. 2.000 Jahre ist er der Senior im Wald. Eine Maori-Schulklasse begrüßt den Baum mit typischen Gesängen.
Bevor wir unser schönes Hotel in Paihia beziehen, zeigt uns Rayner die ersten blühenden Weihnachtsbäume. Blühende Weihnachtsbäume??? Aber ja, der Pōhutukawa mit seinen leuchtend roten Pinselblüten ist Neuseelands Weihnachtsbaum und spielt eine wichtige Rolle in der Mythologie der Maori. Wir werden ihm noch öfter begegnen. Paihia ist ein beschauliches Örtchen an der Bay of Islands, die Geschäfte haben bereits geschlossen, das spart Geld. Dafür fehlt es auf unserem Dinner-Buffet an nichts und wir genießen Austern, Shrimps und andere Köstlichkeiten.

Mi, 5.11.25 Ausflug zum spektakulären Cape Reinga

Die meisten von uns haben sich für diesen herrlichen Ausflug entschieden, wir werden von Tania abgeholt, die heute unsere Busfahrerin und Guide zugleich sein wird. Es sind einige Kilometer Busfahrt, die uns zum (fast) nördlichsten Punkt des Landes führen. Am Cape Reinga trifft die Tasmanische See mit spektakulären Strömungen auf den Pazifischen Ozean. Am Ende des Kaps steht ein alter Pohutukawa-Baum, von dem man glaubt, dass er über 800 Jahre alt ist. Mündlich überlieferte Maori-Legenden erzählen, dass die Seelen verstorbener Maori von hier in den Ozean springen und sich auf ihre letzte Reise nach Hawaiki, das Heimatland ihrer Ahnen, begeben. Es ist ein fantastischer Anblick zu sehen, wie die beiden Meere aufeinander treffen. Wir können uns kaum von dem Ausblick am Leuchtturm lösen.
Nach einem gemütlichen Picknick am Strand fahren wir weiter zum sog. Ninety Mile Beach, der zwar keine 90 Meilen lang ist, aber es scheint so. Ein weitläufiger Sandstrand, den wir sogar mit unserem Bus befahren können. Routiniert driftet Tania über den Sand, bis wir an einer Düne Halt machen. Hier werden Bretter ausgepackt und Wagemutige können damit die Dünen hinab rodeln. Die anderen halten die Füße in das herrliche Wasser. Was für ein Gaudi!
Am Abend sind wir beseelt von den Ereignissen des Tages, der sich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedet.

Do, 6.11.25 Hundertwasser und Fahrt zur Coromandel Halbinsel

Heute fahren wir wieder in südlicher Richtung. Unterwegs erzählt uns Rayner viel über die Bedeutung der neuseeländischen Flaggen und die Schlacht von Gallipoli, die im ersten Weltkrieg auch viele neuseeländische Opfer forderte.
Da Rayner auch ein "geprüfter Toilettenführer" ist, können wir bei unserem ersten Stopp des Tages eine echte Hundertwasser-Toilette in Kawakawa besuchen. Wer wusste denn schon, das Friedensreich Hundertwasser von 1973 bis zu seinem Tod 2000 hier lebte und dem Ort diese besondere Hinterlassenschaft und heutige Hauptattraktion widmete? Nicht weit davon, in Whangarei, revanchierte man sich mit einem Hundertwasser-Museum, das direkt am beschaulichen Yachthafen liegt. Leider können wir es nur von außen besichtigen. Über Auckland und durch die grünen Landschaften gelangen wir nach einem Zwischenstopp in Thames auf die Coromandel Halbinsel. Hier beziehen wir unsere gemütlichen Bungalows in der Pauanui Pines Motor Lodge. Zwischendurch erkundigen sich Rayner und Heike immer wieder nach dem Verbleib von Koffer Erwin. Hat er seine Reise wirklich in die USA fortgesetzt? Nein, er ist wohl in Auckland gelandet und wir versuchen, ihn weiter zu uns zu dirigieren. Einige gehen zum Abendessen in den Ort oder an den Strand, andere genießen die Ruhe in der Lodge und einen wahrhaft himmlischen Sonnenuntergang.

Fr, 7.11.25 Strandtag: Cathedral Cove und Hot Water Beach

Ganz entspannt können wir uns heute unser Frühstück selbst zubereiten und unter Zitronenbäumen und Strelitzien den Morgenkaffee genießen. Dann besuchen wir die spektakulärsten Strände der Halbinsel. Eine nahezu paradiesische Wanderung durch die blühende und duftende Landschaft führt uns zum Cathedral Cove. Eine Kathedrale einmal anders. Ein riesiger Felsbogen überspannt den Strand, wo sich doch einige von uns in die kühlen Fluten stürzen.
Am Hot Water Beach dagegen - wie der Name schon sagt - geht es heiß her. Mit Schaufeln ausgerüstet, können wir uns hier unsere eigenen Whirlpools bauen. Es ist ein toller Spaß, aber Vorsicht! Nicht die Füße verbrennen, das Wasser kann bis zu 64° heiß sein.
Am Abend treffen wir uns wieder in der Lodge und stoßen gemeinsam mit Bier und Wein (DANKE Eberhardt Travel) auf unsere schöne Reise an. Die Eigentümerin Carol sagt, wir sind ihre lustigste Gruppe ever. Doch merke: Picknicktische sind wie Bierbänke - man muss immer das Gleichgewicht bewahren! ZwinkerZwinker!

Sa, 8.11.25 Hobbiton und zu Gast bei den Mitai Maōri

Heute geht ins touristische Zentrum der Nordinsel, nach Rotorua. Und das, obwohl es hier "stinkt, wie ein toter Igel vorm Schminken" (Zitat). Über Matamata, wo es noch Pferdezucht und Pferdewetten gibt, und Paeroa, die Stadt der L&P-Limo, geht es zunächst nach Hobbiton, ein fiktives Dorf im Auenland, das als Drehort für die Tolkien-Filme diente. Das Filmset "Hobbiton Movie Set" wurde für die Filme "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" in Neuseeland errichtet und ist für Fans und Nichtfans gleichermaßen ein Höhepunkt dieser Reise. Wir werden von Rob zunächst mit dem Bus und dann zu Fuß über das liebevoll gestaltete Gelände mit blühenden Gärten geführt. Detailverliebt sind die Hobbit-Häuschen mit allen Requisiten gestaltet, als ob wahres Leben in ihnen wäre. Wir sind jederzeit darauf gefasst, dass Frodo oder Gandalf oder eine andere Figur um die Ecke kommen. Die Wäsche flattert im Wind, das Essen kocht auf dem Ofen, Kräuter im Garten warten auf ihre Verwendung. Nur der künstliche Eichenbaum musste mit 200.000 Blättern aus Taiwan bestückt werden. Zum Abschluss der Tour stillen wir unseren Durst mit einem leckeren Getränk im Keramik-Becher im Wirtshaus "Grüner Drachen".
Und dann geht es mit Ben schon wieder weiter zum nächsten Hotel. Schon bei der Einfahrt in die Stadt Rotorua wissen wir, was mit dem angekündigten Geruch gemeint war. Grund dafür sind geothermale Aktivitäten, also Schwefeldämpfe, die aus der Erde treten. Wir beziehen unsere Zimmer im Hotel. Und siehe da - auch Erwin, der Koffer ist inzwischen angekommen und löst große Freude bei seinen Besitzern aus.
Gegen Abend werden wir abgeholt zum nächsten kulturellen Höhepunkt. Die Māori sind das indigene Volk Neuseelands, das vor über 700 Jahren aus Polynesien einwanderte. Ihre Kultur ist eng mit der Natur verbunden und umfasst traditionelle Künste, Tänze wie den Haka, eine Sprache namens Te Reo Māori und eine Spiritualität, die Ahnen und Geister verehrt. Wir möchten mehr von der Maori-Kultur verstehen und fahren zum Mitai-Dorf. Hier werden wir herzlich begrüßt und begeben uns auf einen kurzen Spaziergang zum Fluss. Die Waka (Kanus) kommen zu sehen, war schon atemberaubend. Aufgrund eines Brandes am Vortag, wurde die eigentliche Tanzdarbietung in den Wald verlegt, was das Erlebnis noch authentischer macht. Traditionelle Musik (aber auch mit Gitarren), Tanz, Gesang und Erklärungen der Bräuche sind eine sehr bewegende Erfahrung für uns.
Zurück an unserem Tisch ist das Buffet bereit für den Hangi, unser Abendessen. Bei dieser traditionellen Kochmethode werden Speisen in einem handgegrabenen Erdofen mit heißen Steinen und Dampf gegart. Das Gericht, das auch als Festmahl für Feiern dient, besteht aus Fleisch (wie Lamm oder Huhn) und Wurzelgemüse (wie Süßkartoffeln und Kürbis) und erhält durch das langsame Garen einen rauchigen, erdigen Geschmack. Für uns etwas gewöhnungsbedürftig, ist das Buffet aber sehr üppig, auch Salate gibt es, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch süße Desserts fehlen nicht.

So, 9.11.25 Te Puia heiße Quellen, Maori und Geysire, Kiwi –Love und Wairakei

Der Te Puia -Park erstreckt sich über 70 Hektar im historischen Te Whakarewarewa Valley am Rande der Stadt. Wir warten auf den "Ausbruch" des weltberühmten Pohutu-Geysir, sehen blubbernde Schlammtümpel und heiße Quellen. Und es stinkt.
Wir bekommen von Guide Kaia auch Informationen zum Kiwi-Vogel und beobachten die Handwerker für Holzschnitzerei, Weberei, Stein- und Knochenschnitzerei im New Zealand Māori Arts and Crafts Institute.
Bei einem Spaziergang im Redwood Forest kommen wir uns zwischen den riesigen Bäumen ganz klein vor. Viel größer fühlen wir uns, als wir wenig später in der Kiwi Hatcheri dem Nationalheiligtum Neuseelands – dem einheimischen Kiwi-Vogel – näher kommen können als je zuvor. Unsere sympathische Guide Teresa führt uns durch die Dunkelheit. Kiwis sind nachtaktiv, können nicht fliegen und wohnen in Erdhöhlen. Nachdem sich unsere Augen an das Dunkel gewöhnt haben, entdecken wir sie. Drei Vögel, die mit ihren langen Schnäbeln im Boden nach Nahrung picken. Und dann dürfen wir sogar noch Eier und ein paar frisch geschlüpfte Küken sehen. Wir sind schockverliebt in diese Vögelchen. Das wird sich später bei den Souvenirkäufen noch exzessiv auswirken.
Die natürlichen Thermalquellen der Wairakei-Terrassen in Taupō sind seit Hunderten von Jahren ein Zufluchtsort für die Māori. Unser Gastgeber Tawhiro begrüßt uns herzlich und führt uns über das Gelände. Leider reicht die Zeit nicht für ein Bad im heißen Wasser. Aber dafür sind wir zu Kaffee, Tee und Kuchen eingeladen und der Elder steht für unsere Fragen zur Verfügung. Wir wollen mehr wissen über das aktuelle Leben der Maori in der Gesellschaft und ihre Rolle in der Politik.
Inzwischen haben uns die Nachrichten vom Waldbrand im Tongariro Nationalpark erreicht, weswegen Ben einen anderen Weg als geplant zu unserem nächsten Hotel nehmen muss. Nördlich des Lake Taupe geht es durch gelb blühende Ginster Landschaften mit Fotostopp an den Huka Falls nach Ruapehu. Von weitem können wir die Rauchschwaden um den "Schicksalsberg" sehen und abends in der Dunkelheit auch den Feuerschein. In unserem Hotel sind auch die Feuerwehrleute untergebracht, die zur Bekämpfung des Brandes eingesetzt sind. Doch das wird noch einige Tage dauern. Wir bekunden unseren Respekt und sind froh, dass wir keiner direkten Gefahr ausgesetzt sind.

Mo, 10.11.25 Waldbrand im Tongariro Nationalpark, Gummistiefel–Weitwurf und Ankunft in Wellington

Nebel und Rauch verbergen am Morgen den Gipfel des mit 2.797 Metern höchsten Vulkans Mount Ruapehu. Wir verlassen den Nationalpark und machen eine Pause in Taihape. Ohakune, die Karottenhauptstadt Neuseelands mit riesigen Skulpturen und einem Spielplatz haben wir im Vorbeifahren kennengelernt. Doch Taihape ist noch origineller, nämlich die Hauptstadt der Gummistiefel . Diese sind hier eine ernste Angelegenheit, wie das jährlich im März stattfindende Gum Boot Festival beweist. Kein Wunder – in dieser landwirtschaftlich geprägten Region sind Gummistiefel ein wichtiger Alltagsgegenstand. Wir probieren uns im Weitwurf - das macht Spaß und lockert die Muskeln. Im Kino von Levin machen wir unsere Mittagspause, wo einige von uns den leckeren Flat White kennen und lieben lernen.
Am Nachmittag erreichen wir die Hauptstadt Wellington, wo wir die nächsten zwei Tage verbringen werden. Das Hotel liegt zentral und in der nahen Cuba Street finden wir trotz Regen zahlreiche gastronomische Angebote. Auch der Hafen ist nicht weit und alle finden ein Lokal für ihr Abendessen.

Di, 11.11.25 Ein freier Tag in Wellington

Ausschlafen heißt heute das Zauberwort. Entspannt frühstücken und dann je nach Lust und Laune die Hauptstadt erleben. Das Te Papa Museum lockt beim Morgenregen mit interessanten Informationen. Doch dann kommt die Sonne heraus. Viele folgen den Hinweisen von Rayner und bummeln an der Waterfront entlang, fahren mit dem roten Cable Car hinauf auf den Hügel. Dort gibt es ein nettes Cafe und eine bezaubernde Victorianische Parfümerie. Durch den blühenden botanischen Garten und die Holzhaus - Siedlung um die Tinakori Road geht es wieder abwärts zum Hafen, der inzwischen wieder im hellen Sonnenschein liegt. Es bleibt auch noch Zeit für den Erwerb schöner Souvenirs in den Shops der Innenstadt.

Mi, 12.11.25 Mit der Fähre zur Südinsel, Wings over Whales

Bei schönstem Wetter starten wir Richtung Fähre. Es ist Zeit, unseren wunderbaren Busfahrer Ben zu verabschieden. Er hat uns souverän, flott und sicher über die Nordinsel kutschiert. Das Fährterminal ist schon weihnachtlich dekoriert, was etwas merkwürdig anmutet. Ruhige See, Sonnenschein und leichter frischer Wind lassen uns eine entspannte Überfahrt genießen.
Wir verlassen die Fähre über das Autodeck und treffen unseren neuen Busfahrer Paul. Was kommt jetzt zuerst? Rein in den Bus, raus aus dem Bus, das Gepäck muss auch noch mit. Dann geht's weiter nach Süden. Wir durchqueren das größte Weinanbaugebiet Neuseelands mit Trauben von Cabernet Sauvignon und Chardonnay. Und schon bald entdecken wir die erste Robbenkolonie am Meer.
Einige von uns haben "Wings over Wales" gebucht und machen sich per Propeller-Flugzeug auf die Suche nach Walen. Auch wenn nur eines dieser Tiere gesichtet wurde, ist der Flug doch ein besonderes Erlebnis.
Zum Abendessen treffen wir uns in Restaurant PIER an der ehemaligen Werft in Kaikoura. Es ist köstlich und in schönem Ambiente. Anschließend haben Rayner und Heike noch eine Überraschung vorbereitet. Eine improvisierte Weinprobe mit Meerblick vor unserem Motel. Neuseeland produziert wirklich gute Tropfen, wir können Gewürztraminer, Sauvignon Blanc, Pinot Noir Rosé und Merlot genießen.
Den Publikumspreis gewinnt an diesem Abend der Rosé.

Do, 13.11.25 Im Regen über Christchurch zum Lake Tekapo

Wolkenverhangener Himmel und dicke Regentropfen begrüßen uns am Morgen vor unserem Motel. Wegfahrwetter. Doch vorher bringen wir natürlich unserem heutigen Geburtstagskind ein kleines Ständchen im Bus. Ein langer Fahrtag liegt vor uns. Wiesen, Weinreben und Wapiti-Hirsche säumen den Straßenrand. Letztere natürlich streng nach Männlein und Weiblein getrennt. Abwechslung bringt die kleine Stadtrundfahrt durch Christchurch, der größten Stadt der Südinsel, die vor über zehn Jahren von Erdbeben schwer zerstört wurde. Unsere Mittagspause verbringen wir in The Tannery, einer edlen Shopping Mall mit besonders schönen Toiletten.
Der Regen hört noch nicht auf. Trotzdem machen wir unterwegs eine kurze Wanderung durch den Peel Forest, um uns die Beine zu vertreten.
An unserem heutigen Ziel, dem Lake Tekapo, angekommen, werden wir von einem wundervollen Ausblick und blühenden Lupinen überrascht. Die Landschaft taucht in die untergehende Sonne ein und präsentiert ein herrliches Farbenspiel. Versöhnt gehen wir zu Bett. Einige hoffen noch auf Polarlichter in der Nacht, die sich aber leider nicht zeigen.

Fr, 14.11.25 Moeraki Boulders und Bootsfahrt an der Otago Halbinsel, Dunedin

Am sonnigen Morgen zeigen sich der See und die umliegenden Berge in ihrer ganzen Pracht. Der schneebedeckte Aoraki / Mount Cook in den Neuseeländischen Alpen ist mit 3724 Metern der höchste Berg Neuseelands. Leider müssen wir diese schöne Kulisse schon wieder verlassen, auf zu neuen Abenteuern.
Unser erster Stopp des Tages ist wieder eine Überraschung. Denn Oamaru ist die Welthauptstadt des SteamPunk. SteamPunk? Was ist das eigentlich? Es ist eine Mischung aus Fantasy, Mechanik und viktorianischer Ästhetik, die sich in der Literatur, Mode und Kunst widerspiegelt und oft einen nostalgischen, retro-futuristischen Blick auf die Zukunft bietet. Und so begegnen wir staunend viktorianisch gekleideten Menschen, die versuchen, auf ein Hochrad zu steigen. Sie freuen sich über unser Interesse und lassen sich bereitwillig fotografieren. Auch hier wären wir gern noch länger geblieben, aber Rayner mahnt mit seinem perfekten Zeitmanagement.
Als wir an der Steilküste ankommen, sehen wir schon von oben die ca. 1 Meter großen bizarren Steinkugeln am Strand liegen. Die Flut ist schon etwas fortgeschritten, so dass wir den sicheren oberen Weg wählen, um die Moeraki Boulders näher zu betrachten. Nach Legenden ortsansässiger Māori sind die Boulders Reste von Aalkörben, Flaschenkürbissen und Süßkartoffeln, die von dem Wrack des legendären Kanus Arai-te-uru an die Küste gespült wurden. Es könnten auch die Murmeln eines Riesenbabys sein. Natürlich gibt es auch eine wissenschaftliche Erklärung für die Entstehung der bis 4 Millionen Jahre alten Steinkugeln, aber die ist nicht so schön märchenhaft.
Nun kommen wir nach Dunedin (sprich Dan Iden), den fast südöstlichsten Punkt unserer Reise. An der hiesigen Universität hat Rayners Tochter studiert, er zeigt uns den britisch anmutenden Campus.
Eine langgezogene schmale Straße bringt uns zur Halbinsel Otago. Rund um das Royal Albatros Center nisten vor allem Möwen mit großem Gekreisch. Aufpassen, dass man nicht ungewollt getroffen wird. Bei unserer Bootsfahrt hoffen wir, die einheimischen Tiere besser beobachten zu können: Albatrosse, Pinguine, Seehunde, Seelöwen und natürlich auch die Schafe. Doch kaum verlassen wir die schützende Bucht, wird die See rauh, die Wellen immer höher und es sind kaum Tiere zu sehen. Auf der Rückfahrt dann ein paar Albatrosse, ein einzelner blauer Pinguin und ein Delfin.
Während Rayner und Paul unsere Koffer zum Hotel bringen, bleibt etwas Zeit, um die von Edinburgh inspirierte Stadt Dunedin und das imposante Bahnhofsgebäude zu besichtigen oder im Pub ein Pint zu genießen.

Sa, 15.11.25 Fjordland Nationalpark und Übernachtung auf dem Milford Sound

Der frühe Vogel fängt das Land oder die beste Toilette. In Balclutha, auch The Big River Town genannt, wurde im Gemeindezentrum vor den Toiletten extra ein Flohmarkt aufgebaut. Aber wir müssen weiter ... Das Wetter spielt heute April April und wechselt zwischen Sonne, Hagel, Wolken und Regen.
In Te Anau, dem Tor zum Fjordland Nationalpark, ist das Café Kea genau das Richtige für unsere Mittagspause. Guter Kaffee und ein gut sortierter Souvenirladen, der unsere Touristenherzen höher schlagen und die Kasse klingeln läßt. Und das Beste: Morgen kommen wir wieder hierher und dann gibt's neue Ware. Im Fjordland Nationalpark, den mit über 12.500 km² größten Nationalpark Neuseelands, fahren wir zwischen hohen Bergen, Wasserfällen und klaren Bergseen durch Regenwälder. Hier darf nicht gebaut werden. Fast nur hier wachsen verschiedene Arten der immergrünen Südbuche (Nothofagus). Über die Milford Road geht es zum Homer Tunnel. Unterwegs steht uns ein zutraulicher Kea, ein bunter Bergpapagei, Modell, wohl in der Hoffnung, einen Leckerbissen zu bekommen.
Nach der Tunneldurchfahrt ist es nicht mehr weit bis zum Milford Sound. Der Fjord ist für den emporragenden Berg Mitre Peak sowie Regenwälder und Wasserfälle wie die Stirling Falls und die Bowen Falls bekannt, die an seinen steilen Hängen hinabstürzen. Hier sind Seebärkolonien, Pinguine und Delfine beheimatet.
Mit Handgepäck für eine Nacht ausgerüstet besteigen wir unser Schiff "Milford Mariner", der Kapitän (51) begrüßt uns herzlich. Nachdem wir unsere Kajüten bezogen haben, gibt es bei Kaffee und Muffins eine kurze Einweisung und dann wird das Aktivitätenprogramm bekannt gegeben. Nur eine Mutige von uns entscheidet sich für die Kanutour und wird mit einmaligen Pinguinbeobachtungen belohnt. Die meisten anderen fahren mit Adam und dem Tenderboot eine Runde und können die kleinen Pinguine zumindest von weitem beobachten. Ein Erlebnis der Extraklasse ist es allemal, den riesigen Fjord im kleinen Boot hautnah zu erleben.
Nun muss eine Stärkung her und es gibt ein liebevoll von der wirklich sympathischen Crew hergerichtetes Buffet, das keine Wünsche offen lässt. Ein kühles Glas Wein an Deck im noch kühleren Abendlicht rundet den ereignisreichen Tag ab.

So, 16.11.25 Dolphin–Love im Milford Sound, Te Anau, Queenstown

Schon früh am Morgen verlassen wir den Ankerplatz und fahren mit gehissten Segeln Richtung Tasmanisches Meer. Doch der Wind wird dort zu stark, wir können nicht weit hinaus. Langsam gleiten wir nun in Ufernähe des Fjords dahin und entdecken auch ein paar Pinguine. Die gewaltigen Wasserfälle rauschen herab und produzieren im ersten Sonnenlicht sogar einen Regenbogen. Und dann kommen sie: Delfine. Einer, zwei, viele. Stellt Euch das mal vor! Sie schwimmen mit unserem Boot um die Wette, pfeilschnell preschen sie an unserer Seite dahin. Und ab und zu springt einer heraus, dreht eine Pirouette und taucht wieder in die Wellen. Was für ein Vergnügen. Fast zum Anfassen nah sind sie bei uns. Es ist schon jetzt das absolute Highlight des Tages.
Leider geht auch diese Schifffahrt zu Ende und wir müssen von Bord. Herzlich verabschieden wir uns von der Crew.
Auf dem Weg durch den Nationalpark führt uns Rayner zum Chasm Wasserfall und den Cascade Walk zum Waldbaden. Die Luft im Regenwald ist einfach herrlich, die Berge spiegeln sich in den glasklaren Seen.
Im kleinen Örtchen Garston können wir in einem originellen Geschäft den teuren Manuka Honig probieren. Er wird in Neuseeland hauptsächlich aus dem Nektar des nur dort bekannten Manuka-Baums (Leptospermum scoparium) gewonnen und soll sehr gesund und dem Immunsystem zuträglich sein.
Am späten Nachmittag kommen wir dann in Queenstown an und sind geflasht von unserem Hotel. Dort finden gerade Bauarbeiten statt, was soll daran gut sein? Nun in diesem Fall bekommen wir alle ausnahmsweise ein Upgrade und dürfen uns in den eleganten Appartments und Suiten wie die Könige fühlen. Oder mit Waschmaschine und Trockner wie zu Hause.

Mo, 17.11.25 Queenstown erleben

Am Vormittag genießen wir das späte Frühstück, unsere Zimmer im Hotel oder machen einen Spaziergang in das lebhafte Stadtzentrum oder zum Botanischen Garten. Manche haben auch eine Extra Tour mit Wolfi zum Skippers Canion gebucht.
Das Wetter ist besser als es die Voraussage vermuten ließ und so machen sich die meisten voller Vorfreude auf zum Hafen. Hier fahren wir mit dem altehrwürdigen hundertjährigen Dampfschiff TSS Earnslaw über den Lake Wakatipu zur Walter Peak Station. Auf der historischen Farm ist eine aktive Schafzuchtstation, die seit 1860 betrieben wird. Dem etwas eiligen BBQ-Dinner im Colonel's Homestead mit Blick auf den See und die Berge schließt sich eine Schafschur- und Hütehund-Vorführung an. Auf der Rückfahrt setzen wir uns in die Nähe des Pianisten und singen gemeinsam Chansons aus aller Welt. Leider hat sich einer unserer Gäste auf dem Schiff verletzt und muss noch am Abend ins Krankenhaus. Wir sind in Gedanken bei ihm und wünschen schnelle Genesung.
Nach der Schiffstour haben aber einige noch Energie und sind wohl auf den Geschmack, äh Gesang gekommen. Sie lassen den Abend in einer Karaoke Bar in Queenstown ausklingen.

Di, 18.11.25 Bäche, Regen, Flüsse, Wasserfälle und Meer

Ein echter Waschtag ist das heute. Nieselregen, Bindfäden, Nebelschwaden, tosende Flüsse und ein bewegter Tasmanischer Ozean dominieren diesen Fahrtag. Im Bus ist es warm und trocken und bei kurzen Spaziergängen genießen wir die frische Luft.
Für unser heutiges Geburtstagskind gibt es natürlich ein Ständchen, singen haben wir ja gestern geübt.
In Arrowtown, der ehemaligen Goldgräberstadt, bleibt keine Zeit zum Gold schürfen, nur ein Kurzbesuch im Toilettenhäuschen ist drin. Obwohl wir mit dem großen Bus unterwegs sind, fährt Paul mit uns über den reizvollen Cardona Pass. Wir sehen den Lake Wanaka, den viertgrößten See des Landes, den schon bekannten Clutha River (längster Fluss der Südinsel) und viele weitere Bergseen. Über den Haast Pass und vorbei an Wasserfällen, die mit dem Regen um die Wette sprühen.
Etwas Bewegung tut trotzdem gut, wir gehen durch den Nebelwald zum Strand, wo wir im Nieselregen schöne Steine sammeln.
Als wir am Fox Glacier ankommen, hängen Nebelschwaden in den Bergen und es regnet immer noch. Deshalb kann auch der von einigen ersehnte Helikopterflug heute nicht stattfinden. Wir machen es uns im Heartland Hotel gemütlich.

Mi, 19.11.25 Keine Gletscher, Wald, Strand und Bier

Auch heute lässt das Wetter keine Rundflüge zu und so nimmt uns Rayner mit auf einen kleinen Spaziergang durch den Märchenwald im Ort. Auch schön, nur anders. Noch immer im Nieselregen versuchen wir dann, den Sentinel Rock zu entdecken.
Unterwegs freuen wir uns sogar über ein weihnachtlich dekoriertes Toilettenhäuschen. Überhaupt gibt es hier in fast jedem Ort eine saubere und kostenfreie öffentliche Toilette. So auch in Ross, einer ehemaligen Goldgräberstadt, in der unser Rayner zehn Jahre mit der allgegenwärtigen Misses Colombo und seinen drei "Ferraris" gelebt hat, bevor er wegen der Schulmöglichkeiten für seine Kinder in die Golden Bay bei Nelson zog.
Unsere Mittagspause verbringen wir in Hokitika, der Jade-Stadt, mit ihren Manufakturen und Einkaufsmöglichkeiten.
Nach unserer Ankunft in Greymouth und einer kleinen Stadtrundfahrt kommen wir an einer Bierbrauerei vorbei. Spontan hat Heike die Idee, dass diese doch eine Besichtigung wert sein könnte. Also steigen wir aus, während Rayner und Paul zum tanken fahren und die Koffer ins Hotel bringen. Und als kleinen Trost für den vielen Regen gibt Heike im Namen von Eberhardt Travel eine Kostprobe des leckeren Monteiths Biers aus. Cheers! Die Stimmung könnte nicht besser sein.

Do, 20.11.25 Pancake Rocks und Alpenüberquerung mit Bus oder Zug nach Christchurch

Pfannekuchen einmal anders. Auch schön, aber ganz anders. Wie übereinandergeschichtete Pfannkuchen (Plinsen oder Omelette) sehen sie aus, diese grotesken Felsformationen im tosenden Meer an der tasmanischen Westküste. Deshalb der Name Pancake Rocks. Ein bequemer Weg lässt uns dieses weitere Naturphänomen von mehreren Perspektiven anschauen. Die Wellen verfangen sich in den Felstürmen und steigen in den entstandenen Kaminen sogar so hoch, dass wir eine kleine Dusche empfangen. Natürlich kennt Rayner auch hier in der Nähe noch einen schönen Spazierweg, den Truman Track und nach einer Mittagspause geht es weiter. Doch erst ein kleiner Schreck. Eine unserer Mitreisenden bemerkt das Fehlen ihrer Geldbörse. Wo könnte diese geblieben sein? Vielleicht in der Brauerei gestern? Zum Glück führt unser Weg noch einmal über Greymouth und ja, ein ehrlicher Finder hat das gute Stück abgegeben. Was für eine Erleichterung.
Doch nun ist es Zeit, sich von unserem sympathischen Busfahrer Paul zu verabschieden. Er hat uns so toll bergauf und bergab, um Kurven herum und geradeaus gefahren. Es war uns eine große Freude und wir haben uns jederzeit sicher gefühlt.
Ein Teil unserer Gruppe hat sich dafür entschieden, die Südalpen heute mit dem TranzAlpine Zug - oder auch Kiwi Express - zu überqueren. Über den Arthurs Pass auf 739 Metern Höhe, vorbei an spektakulären Landschaften, Gletscherflüssen, blühendem Ginster, Kuhweiden und durch einige Tunnel führt die entspannte Fahrt.
In Christchurch werden wir von Rayner und Paul abgeholt und zum Hotel gebracht. Hier hat sich Rayner zum Abschluss noch ein Quiz ausgedacht, bei dem alle Gewinner sind. So lassen wir die Sektgläser klingen und sagen herzlich DANKESCHÖN. Rayner hat die Reise mit seinem umfänglichen Wissen, humorvollen Geschichten und vielen Running Gags unglaublich bereichert. Unsere Neuseeland-Reise wäre ohne ihn nicht das gewesen, was sie war. Die Reise unseres Lebens.
Auch von den Gästen, die in der Frühe nach Australien weiterreisen, müssen wir uns verabschieden. Die Gruppe ist in den letzten drei Wochen zu einer schönen Gemeinschaft incl. Hühnerstall zusammengewachsen. Wir sagen "Auf Wiedersehen!"

Fr, 21.11.25 Abschied von Neuseeland und Flug nach Singapur

Am Flughafen von Christchurch sagt nun auch der kleine Rest der Gruppe Tschüss zu Rayner und seinem Land. Schnell sind wir eingecheckt und besteigen den Flieger nach Singapur. Dieser macht es spannend und bleibt noch eine Stunde stehen, um die technischen Systeme zu checken. Wir haben genügend Umsteigezeit und so bleiben wir entspannt. Sicherheit geht vor.
Während des Fluges schauen wir Filme im Bordkino, dann fallen uns die Augen zu und wir lassen die vielen Eindrücke und Bilder der Reise an uns vorbeiziehen.
Der Aufenthalt in Singapur geht auch vorbei und auch der nächste Flieger macht es beim Abflug etwas spannend.

Sa, 22.11.25 Ankunft im kalten Deutschland

Durch die Zeitverschiebung wurde uns nun wieder ein halber Tag zurück geschenkt und so landen wir am frühen Morgen in Frankfurt. Unsere Wege trennen sich. Nun wollen alle nach Hause, ihre Erlebnisse teilen, die mitgebrachten Souvenirs verschenken oder einfach ausschlafen.


Was war das für eine tolle Reise! Wir haben die Welt entdeckt auf zwei Inseln mit unterschiedlichen Gesichtern. 1.813 km mit Ben + 197 km zum Cape Reinga auf der Nordinsel + 92 km Fähre + 3.124 km mit Paul auf der Südinsel. Ich bedanke mich herzlich bei dieser harmonischen Gruppe, die interessiert und neugierig, fröhlich und aufmerksam, rücksichtsvoll und anteilnehmend miteinander unterwegs war. Ich wünsche Euch Gesundheit, unseren Verletzten gute Besserung, bleibt reiselustig und kommt mal wieder mit an einen der vielen schönen Orte auf dieser herrlichen, aber verletzlichen Welt.
Herzlichst, Eure Reisebegleiterin Heike
Und das ist eine wahre Geschichte!


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