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Reisebericht: Wanderreise Nord-Spanien - Galicien und Jakobsweg

23.09. – 06.10.2012, 8 Tage Rundreise im Norden Spaniens: Galicien - A Coruna - Rias Altas - Atlantik - Fjorde - Jakobsweg - Kap Finisterre - Galizische Inseln - Rias Baixa - Santiago de Compostela (50 Wanderkilometer)

Nordspanien erlebten wir bei schönstem Wetter. Eine erlebnisreiche Reise mit beeindruckenden Momenten liegt hinter uns. Natürlich wurde mehr geboten, als im Katalog stand……

1. Tag, 23. 09. 12: Dresden – Orleans


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Früh geht es in Dresden los. 1200 km liegen vor uns bis Orleans in Frankreich.  Die Fahrt wird durch ausreichend Pausen aufgelockert.  Gegen 22.00 Uhr kommen wir in Orleans an und begeben uns sogleich zu Abendessen.  Recht erschöpft von der langen Reise genießen wir hernach die Nachtruhe.

2. Tag, 24. 09. 12: Orleans – Biaritz


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Wir fahren durch Orleans hindurch und kurze Zeit später von der Autobahn herunter.  Ich möchte mit unseren Reisegästen eine Strecke direkt an der Loire entlang fahren.  Wir halten in Blois und Amboise, den alten Königsstädten und setzen dann unsere Reise ab Tours über die Autobahn nach Biaritz fort. Die Gascogne, so merken wir, ist an der Küste südlich von Bordeaux von Kilometer weiten Fichtenmonokulturen bepflanzt.  Um Bordeaux herum lachten uns aber die Reben der edelsten Weinsorten der Welt an.  Am Abend erreichen wir Biaritz-Anglet, wo wir unser gutes Abendessen einnehmen.

3. Tag, 25. 09. 12: Biarritz – Vitoria Gasteiz


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Außerhalb des Programms fuhren wir am Morgen an den Strand von Biaritz. Die Brandung war hier gewaltig.  Weiter reisen wir nach Pamplona, wo ich mit den Gästen eine kleine Runde durch die Altstadt unternehme. Selbstverständlich trägt EHT den Eintrittspreis für die Kathedrale. Die ist im Programm zwar nicht vorgesehen, aber wenn man schon einmal davorsteht.... Also nix wie hinein! Und  weil es gerade passt nehmen wir auch ein herrliches Schinkenbaguette als Wegzehrung mit, - frisch aufgeschnitten in Sichtweite des Rathauses von Pamplona!  Weiter reisen wir zur Kirche Santa Maria de Eunate,  für Esotheriker ein Kraftplatz. Uns zieht es als vorletzten Programmpunkt des Tages zur Puente la Reina, der Brücke der Königin, an der sich der  Jakobsweg von Navarra und Aragon zum Camino frances vereinigen. Zum Abschluss besuchen wir den Weinbrunnen am Kloster Irache, wo wir auch auf Pilger treffen, die sich ordentlich ihre Flaschen mit Wein aufgefüllt haben.

4. Tag, 26. 09. 12: Vitoria Gasteiz - Burgos


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Zunächst reisen wir in die alten Salinen von Anana. Hier wird gutes Fleur de sel mineralienreich auch heute noch erwirtschaftet. Danach begeben wir uns in den Naturpark Monte Santiago und unternehmen zwei kurze Wanderungen zu den wichtigsten Aussichtspunkten dort. Leider führt der Rio Nervion kein Wasser, aber wir sehen Adler über der tiefen Schlucht fliegen. Pferde und Schafe laufen wild umher. Wir treffen in Burgos ein, wo wir eine exklusive Stadtführung von einem örtl. Reiseführer bekommen, Natürlich wir auch die Kathedrale nicht ausgespart. Unser Hotel liegt mitten in der Stadt und so können alle noch ein wenig Freizeit in Burgos genießen.

5. Tag, 27. 09. 12: Leon - Ponferrada


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Heute begeben wir uns in die alte Hauptstadt des Königreiches Kastilien Leon. Hier treffen wir zunächst auf unseren Gästeführer und nehmen die Kathedrale ausführlich in Augenschein. Nach einem Stadtrundgang, der auch die Kirche St. Ididor nicht ausspart haben wir noch etwas Freizeit und schlendern durch die engen Gassen der Altstadt. Anstatt auf der Autobahn zu reisen, wähle ich den Weg über den Rabanalpass, um einen Stop am Cruz de Ferro auf 1504 m Höhe einzulegen, einem der populärsten Stationen des Jakobsweges.  Nun geht es durch enge Dörfer hinab ins Tal nach Ponferrada.  Hier thront eine mächtige Burg der Tempelritter über der Stadt, auf deren Mauern man herumwandern kann. Die kleine aber feine Altstadt ist relativ schnell durchlaufen und wir kommen am frühen Abend in unserem Hotel an.

6. Tag, 28. 09. 12:  Las Medulas – Santiago des Compostella


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Der Morgen führt uns zu den alten römischen Goldminen von Las Medulas. Ein ganzes Gebirge haben die Römer in einer ihrer ergiebigsten Goldminen weggespült und eine bizarre Landschaft hinterlassen, welche durch die Früchte tragenden Maronenbäume noch viel reizvoller erscheint. Nach unserem Spaziergang unternehmen wir einen Ausflug zum Mirador  de Orellan, von dem aus wir die gesamte Landschaft von oben sehen können. Das hat bestimmt seit Jahren kein Reisebus mehr getan. Die Straße wird immer enger und mitunter passt keine Briefmarke  mehr zwischen den Bus und die überhängenden Balkone der alten Häuser in den Dörfern. Doch unser Chauffeur Jan meistert auch diese Strecke mit Bravour. Nun treffen wir am Nachmittag in Santiago de Compostella ein. Nach dem Check in im Hotel gehen wir gemeinsam mit unserem örtl. Gästeführer in die Altstadt und stehen auch alsbald vor dem Ziel aller Jakobspilger, der mächtigen Kathedrale von Santiago, wo die Gebeine des hl. Jakobus aufbewahrt werden. Durch das feuchte Klima in einer der regenreichsten Städte Spaniens ist sie stark mit Moos bedeckt. Der anschließende Rundgang durch die Stadt ist recht ausgedehnt und sorgt für ausreichend Hunger am abendlichen Buffet unseres Hotels.

7. Tag, 29. 09. 12: Rio Mino – O Grove


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Portugal steht heute auf dem Programm. Unser Ziel ist die Stadt Valenca am Rio Mino. Ein Einkaufsparadies für Spanier, weil hier Textilien viel billiger sind. Die Altstadt ist rundum von mächtigen Festungsmauern umgeben und bietet mit seien z. T. kachelverzierten Fassaden schon ein sehr schönes Portugalflair. Vin der Festung haben wir einen sehr schönen Blick auf die gegenüber liegende Stadt Tui mit einer mächtigen Kathedrale und den Rio Mino, der hier die Grenze zwischen beiden Ländern bildet. Zurück in Spanien erklimmen wir per Bus den Monte Tegra, auf dem sich eine alte keltische Stadt befindet, die z. T. ausgegraben wurde. Oben auf dem Berg bietet sich nun die Sicht auf Portugal und die Galizische Küste. Restaurants und Cafes laden zum Einkehren ein. Auf unserer Reise legen wir einen Photostop am Capo Saliero ein um uns nochmals die frische Meeresbrise um die Ohren wehen zu lassen. Auf der Fahrt nach Baiona erfahren wir, dass die Pinta, also deine Karavelle, welche die erste Entdeckungsreise mit Columbus unternommen hat im Trockendock zur Restaurierung liegt. Deshalb fahren wir nicht an den Hafen, sondern hinauf zum Mirador Virxe de Rocha, wo eine riesige hl. Jungfrau nach den Seeleuten aufs Meer Ausschau hält. Vor uns breitet sich die Stadt mit ihrer mächtigen Templerburg aus. Der Höhepunkt des Tages ist eine Bootsfahrt zu den Muschelbänken von O Grove. Auf der Fahrt raus aufs Meer erfahren wir viel darüber, wie die Zucht  von Miesmuschen, Austern und Jakobsmuscheln funktioniert. Danach gibt es Miesmuschen und Weißwein satt. Gut gelaunt treten wir die Rückreise nach Santiago de Compostella an.

8. Tag, 30. 09. 12: Muros – Kap Fisterra – Kap von Muxia


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Ein letztes Mal soll uns heute noch der Jakobsweg beschäftigen. Deshalb reisen wir auch außerplanmäßig zunächst auf den Monte da Gozo. Von hier oben hatten die Pilger erstmalig nach langen Strapazen ihr Ziel vor Augen. Es ist eine frische aber reizvolle Morgenstimmung mit Blick auf die Stadt und die Sonnenstrahlen brechen sich ihren Weg durch die Zypressenzweige. Den Vormittag verbringen wir in Muros, einer kleinen aber reizvollen Hafenstadt. Weiter reisen wir nach Carnota, wo wir einen Stop an einem der größten Horreos, den für Galizien so typischen Maisspeichern einlegen. Um die Mittagszeit erreichen wir das Capo Fisterra, schon von den Römern das Ende der Welt genannt. Viele Pilger setzen ihren Weg noch bis hierher fort. Hinter dem Kilometerstein 0,00 des Jakobswegs hat sich Brauch etabliert, seine alten Socken zu verbrennen und es qualmt tatsächlich gewaltig. Als letztes schauen wir uns für heute die Wallfahrtskirche in Muxia an. Leider ist sie wegen Bauarbeiten geschlossen. Doch ihre Lage direkt an den Granitfelsen am Meer ist fantastisch und die Brandung noch stärker als am Capo Fisterra. Vier Meter hohe Wellen brechen sich tosend am Granit. Zeitig sind wir in Santiago zurück, sodass alle, die möchten sich noch einige Stunden in der schönen Altstadt umschauen können.

9. Tag, 01. 10. 12: Las Catedrais – Oviedo


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Nach unserem Abschied aus Santiago reisen wir an die Grenze von Galizien zu Asturien an den Kathedralenstrand. Tatsächlich hat hier das Meer riesige Felsformationen vom Festland abgewaschen, deren Bögen z. T. mächtiger als gotische Kathedralen sind. Am Nachmittag sind wir in Oviedo, wo wir von einer örtl. Gästeführerin einen kompletten Rundgang durch die Altstadt mitsamt ihrer mächtigen Kathedrale bekommen. Um die Aussicht über die Stadt zu genießen, begeben wir uns auf den Monte Naranco. Hier stehen Reste des Palastes von König Ramiro I. Es sind die heutigen Kirchen Santa Miguel de Lillo und Santa Maria de Naranco.  Beides sind präromanische Bauten aus dem frühen 10. Jh. Am Abend erreichen wir Ribadesella, wo wir in einem sehr schönen Hotel direkt an der romantischen Bucht übernachten.

10. Tag, 02. 10. 12: Covadonga – Castro Urdiales


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Covadonga, die Wiege Spaniens ist unser erstes Ziel des Tages. Hier errang ein Feldherr namens Pelayo den ersten Sieg über die Mauren, der als Beginn der Rekonquista gewertet wird. Von hier aus startet unser Ausflug in den Nationalpark Picos de Europa. Die Gipfel Europas, und es sind über 240 Zweitausender, waren die ersten Berge, welche die Seefahrer vom Meer aus sehen, wenn sie von Norden kamen.  Wir unternehmen eine kleine Wanderung zum Lago Ercina und genießen die Bergwelt. Zurück über eine Serpentinenstraße im Tal, statten wir dem Grab des Pelayos und dem Heiligtum von Covadonga einen Besuch ab. Danach begeben wir zum Weltkulturerbe nach Altamira. 17000 Jahre alte Felsmalereien sind hier zu bestaunen. Zum Schutz des Originals wurde die Höhle originalgetreu nachgebaut, doch selbst in dieser Replik ist fotografieren strengsten verboten, was sehr schade ist. Dafür kann man dies in Santilla de Mar nach Herzenslust tun. Und das uralte Städtchen mit seinen großen Adelspalästen bietet wahrlich genügend romantische Motive. Unsere heutige nacht verbringen wir in Castro Urdiales, einem ebenso idyllischen Städtchen, für dessen Erkundung der Tag jedoch schon viel zu weit fortgeschritten ist.

11. Tag, 03. 10. 12: Bilbao – Heimflug oder Weiterreise nach Biaritz


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Als Höhepunkt des Tages steht ein Besuch des Guggenheim Museums in Bilbao auf dem Programm. Zeitgenössische Kunst erwartet uns. Wem das nach einiger Zeit zu viel wird, schaut sich in der vorhandenen Zeit ein wenig in der Stadt um. Unsere beiden Fluggäste werden in der Zwischenzeit zum Flughafen chauffiert, wo sich ihren Heimflug nach Deutschland antreten werden. Das Guggenheim Museum ist als Bauwerk schon Kunst an sich und dominiert sehr das umgebende Stadtbild. Wir setzen unsere Reise nun in Richtung Frankreich fort, wo wir am Abend in unserem Hotel in Biaritz eintreffen.

12. Tag, 04. 10. 12: Biaritz – Chassieu


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Einen weiten Weg legen wir heute von der Südwestküste Frankreichs bis in den Großraum Lyon zurück. Verschiedenartige Landschaften und alte Städte ziehen an uns vorbei. Einen Photostop legen wir oberhalb von Carcassonne ein, dessen mächtige Mauern als eine der schönsten Festungen des mittelalterlichen Europas angesehen werden. Bei Montpellier streifen wir kurz die Mittelmeerküste und setzen unsere Reise durch das Rhonetal bis vor Lyon fort. Am späten Abend erreichen wir unser Hotel.

13. Tag, 05. 10. 12: Dijon – Strasbourg


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Zwei Großstädte stehen heute auf dem Programm. Durch Dijon, die alte Hauptstadt Burgunds unternehmen wir einen kleinen Spaziergang, der uns auch in die große Markthalle der Stadt führt. Hier gibt es alles, was die gute französische Küche braucht. Vor allem für seinen Senf ist Dijon berühmt. Unser Weg führt uns weiter nach Strasbourg. Vorbei an der Altstadt mit dem mächtigen Münster führt uns unser Weg ins Europaviertel. Hier unternehmen wir eine kleine Runde am Europarat, dem Europaparlament und dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vorbei. Schon wird es dämmerig und wir erreichen am Abend unser Hotel.

14. Tag, 06. 10. 12: Strasbourg – Dresden


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Nach und nach leert sich heute unser Bus auf der Heimreise. Eine lange Reise (über 5600 km) mit unwahrscheinlich vielen Zielen, Besichtigungen und Eindrücken liegt hinter uns. Verschiedenartige Landschaften,  Berge und Meere, meist gutes Wetter und die unterschiedlichsten Kulturdenkmale aus allen Zeiten machen diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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