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Zwischen Gipfeln, Almen und Salz – unsere Wanderreise im Salzburger Land

Reisebericht: 25.06. – 04.07.2026

Auf den Etappen 11 bis 18 des SalzAlpenSteigs erwarten uns traumhafte Ausblicke, idyllische Almen, spannende Salzgeschichte und unvergessliche Wandererlebnisse.

Patrick Fritzsche-Vorwerg

Ein Reisebericht von
Patrick Fritzsche-Vorwerg

Einfahrt in die Salzwelten Bad Dürrnberg  – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) SalzAlpenSteig Etappe 11: Dürrnberg - Golling – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) SalzAlpenSteig Etappe 11: Dürrnberg - Golling – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) SalzAlpenSteig Etappe 11: Golling im Blick – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) SalzAlpenSteig Etappe 11: Bürgerausee in Kuchl – © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL) © Patrick Fritzsche-Vorwerg (Eberhardt TRAVEL)

Anreise ins Salzburger Land – ein gelungener Auftakt

Heute begann unsere Wanderreise ins Salzburger Land. Für viele Gäste klingelte der Wecker mitten in der Nacht – oder es gab gleich gar keinen Schlaf. Doch die Vorfreude auf die gemeinsame Woche machte die frühen Stunden schnell vergessen. Fast die gesamte Gruppe reiste bequem mit unserem Eberhardt-Bus Richtung Süden.

Je näher wir den Alpen kamen, desto größer wurde die Begeisterung. Die ersten Gipfel am Horizont sorgten schon für Urlaubsstimmung. Am Rasthof Irschenberg trafen wir unseren Bergführer Rudi, der sich augenzwinkernd gleich als unser „SalzAlpenRudi“ vorstellte und uns in den kommenden Tagen begleiten wird.

Mit einem örtlichen Bus ging es weiter vorbei am Chiemsee bis ins Salzburger Land. Bereits gegen 13 Uhr erreichten wir unser wunderschön gelegenes, familiäres Hotel Kranzbichlhof in Bad Dürrnberg. Ein echter Glücksfall: Die Zimmer standen bereits zur Verfügung. So blieb genügend Zeit, erst einmal anzukommen – sei es bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen auf der sonnigen Terrasse oder mit einem leckeren Eis. Der Urlaub konnte beginnen.

Am Nachmittag führte uns ein kurzer Spaziergang hinunter zu den Salzwelten. Bei einer abwechslungsreichen und anschaulichen Führung erfuhren wir viel Wissenswertes über das „weiße Gold“, das die Region seit Jahrhunderten prägt. Ein spannender erster Programmpunkt, der Lust auf die kommenden Tage machte.

Inzwischen war auch unsere letzte Teilnehmerin mit dem Zug eingetroffen, sodass unsere kleine Wanderfamilie mit neun Gästen nun komplett war.

Zurück im Hotel blieb sogar noch Zeit für eine Abkühlung im hauseigenen Naturbadeteich, bevor wir den ersten gemeinsamen Abend bei einem gemütlichen Abendessen auf der Terrasse ausklingen ließen. SalzAlpenRudi stimmte uns mit einer kurzen Einführung auf die bevorstehenden Wanderungen ein – und eines war schnell klar: Die Vorfreude auf morgen ist bei allen groß. Jetzt kann das Wanderabenteuer richtig beginnen!

Etappe 11 des SalzAlpenSteigs: Von Bad Dürrnberg nach Golling

Heute war es endlich so weit: Die erste Wanderetappe auf dem SalzAlpenSteig stand bevor. Nach einem ausgiebigen Frühstück – alle genossen den Morgen auf der sonnigen Hotelterrasse – wurden die Koffer für den Gepäcktransfer bereitgestellt. Jetzt hieß es: Wanderschuhe schnüren und los geht’s!

Direkt vom Hotel starteten wir in die Etappe 11. Schon am Morgen versprach der strahlend blaue Himmel einen heißen Wandertag. Deshalb ließen wir es zunächst bewusst ruhig angehen und fanden Schritt für Schritt unseren gemeinsamen Wanderrhythmus.

Der Weg führte stetig bergauf über grüne Weiden, auf denen Kühe und Pferde friedlich grasten. Dann wurde der Anstieg plötzlich deutlich steiler. Zeit für eine wohlverdiente Trinkpause – und für das erste „Morgengebet“ unseres Bergführers Rudi. Mit einem nachdenklichen Spruch über das Wandern stimmte er uns auf den Tag ein. Schnell war klar: Dieses kleine Ritual wird uns in den kommenden Tagen begleiten.

Zum Glück führte der weitere Weg immer wieder durch schattige Waldabschnitte, die an diesem warmen Sommertag für angenehme Abkühlung sorgten. An der Truckenthannalm legten wir eine Pause ein und lauschten den ersten spannenden Geschichten rund um das Thema Salz, das diese Region seit Jahrhunderten prägt.

Anschließend begann der anspruchsvollere Teil des Tages: der Abstieg. Trittsicherheit und Konzentration waren jetzt gefragt. Eine willkommene Unterbrechung bot der Schleierfall. Die kurze Rast tat nicht nur den Knien gut, sondern auch der Seele.

Kurz darauf öffnete sich der Blick ins Tal und auf unser Tagesziel Golling an der Salzach. Der letzte Abstieg nach Kuchl gelang der gesamten Gruppe souverän. Eine besondere Begegnung wartete noch unterwegs: Mitten im Wald begegneten wir einer Herde glücklicher Schweine, die dort ganz entspannt ihr Zuhause haben – ein ungewohnter, aber schöner Anblick.

Im Tal angekommen überquerten wir die Salzach und erreichten den Bürgerausee. Die Erfrischung ließ nicht lange auf sich warten: Kalte Getränke und für viele sogar ein Sprung ins angenehm kühle Wasser sorgten für neue Energie und beste Laune.

Die letzten vier Kilometer verliefen gemütlich entlang der Salzach bis nach Golling. Dort bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Golingen und gönnten uns eine wohlverdiente Pause. Einige ließen sich im Café Maier mit einem Stück Kuchen, einem Eis oder einer anderen süßen Köstlichkeit verwöhnen – schließlich hatten wir uns diese Belohnung nach der ersten Etappe mehr als verdient.

Den gelungenen Abschluss dieses abwechslungsreichen Wandertages bildete das gemeinsame Abendessen beim Hauslwirt. Mit vielen schönen Eindrücken, guten Gesprächen und einer ordentlichen Portion Vorfreude auf die nächste Etappe ließen wir den Tag entspannt ausklingen.

Etappe 12 des SalzAlpenSteigs: Durch die Salzachöfen bis nach Scheffau

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir gut gestärkt in unseren dritten Reisetag. Auch im Hotel Golingen fühlen wir uns bestens aufgehoben – die herzliche Gastfreundschaft des Wirts trägt zu einer rundum angenehmen Atmosphäre bei. Ein weiterer Vorteil: Heute konnten die Koffer im Zimmer bleiben, denn nach der Wanderung kehren wir noch einmal nach Golling zurück.

Pünktlich um 8 Uhr machten wir uns auf den Weg. Zunächst führte uns die Etappe in der bereits angenehm warmen Morgensonne auf einem ebenen Weg entlang der Salzach. Ein leichter Wind sorgte immer wieder für willkommene Erfrischung. Am Zusammenfluss von Lammer und Salzach legten wir einen kurzen Stopp ein und genossen das herrliche Panorama der umliegenden Berge.

Schon wenig später begegneten wir einer kleinen Herde schottischer Hochlandrinder, bevor das erste große Highlight des Tages auf uns wartete: die beeindruckenden Salzachöfen. Auf einem wunderschönen Weg tauchten wir immer tiefer in die enge Schlucht ein. Die tosende Salzach begleitete uns auf Schritt und Tritt, während sich die Felswände immer höher über uns erhoben. Im sogenannten „Dom“ und an mehreren Aussichtspunkten konnten wir dieses beeindruckende Naturschauspiel aus nächster Nähe erleben.

Ein kurioses Ereignis ließ uns kurz innehalten: Plötzlich fiel ein Maulwurf vom Himmel direkt vor unserer Gruppe zu Boden. Das Tier überlebte den Sturz leider nicht. Bis zum Abend überlegten wir immer wieder, wie es dazu gekommen sein könnte – vermutlich hatte ein Greifvogel seine Beute verloren. Vielleicht wäre in den Salzachöfen tatsächlich nicht nur festes Schuhwerk, sondern auch ein Helm eine gute Idee gewesen ;)

Nach der Klamm führte uns eine Forststraße weiter bergauf. Die abwechslungsreiche Landschaft wechselte zwischen schattigen Wäldern, blühenden Wiesen, kleinen Hochmooren und weitläufigen Almflächen. Der anschließende Abstieg verlief angenehm moderat und brachte uns hinunter zur Lammer. Von dort war es nicht mehr weit bis nach Unterscheffau, wo wir uns nach der gelungenen Etappe mit einem wohlverdienten kühlen Getränk belohnten. Angesichts der sommerlichen Temperaturen schmeckte dieses besonders gut.

Ein organisierter Transfer brachte uns anschließend in wenigen Minuten zurück nach Golling. Doch der Tag war noch nicht zu Ende: Im Café Maier warteten bereits Eis, Kuchen oder – für manche – gleich beides als zweite Belohnung des Tages. Danach blieb noch Zeit, die Beine hochzulegen oder im Wellnessbereich zu entspannen.

Am Abend trafen wir uns wieder beim Hauslwirt, wo wir den Tag bei einem ausgezeichneten Abendessen gemütlich ausklingen ließen. Zwei Etappen liegen nun bereits hinter uns – und die Vorfreude auf die morgige Etappe 13 ist in der ganzen Wandergruppe deutlich zu spüren.

Etappe 13 des SalzAlpenSteigs: Ein heißer Wandertag voller Naturerlebnisse

Heute stand die 13. Etappe des SalzAlpenSteigs auf dem Programm – mit knapp 19 Kilometern die bisher längste Wanderung unserer Reise. Und als hätte das nicht gereicht, zeigte sich auch das Wetter von seiner hochsommerlichen Seite. Doch am Ende waren sich alle einig: Es war ein anstrengender, aber rundum wunderschöner Wandertag.

Der Morgen begann bestens gelaunt im Hotel Golingen. Wirt Heimo war heute besonders gut aufgelegt – kein Wunder, schließlich hatte sich Österreich für die nächste Runde der Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Außerdem durften wir gleich zwei Geburtstagskinder feiern: Susi und unseren Bergführer Rudi. Mit einer kleinen, leckeren Torte und herzlichen Glückwünschen konnte der Tag kaum schöner beginnen.

Mit dem Taxi fuhren wir zurück nach Unterscheffau, wo wir am Vortag unsere Wanderung beendet hatten. Nach einem kurzen Stück auf dem bekannten Weg führte uns die Route wieder entlang der Lammer – vorbei an liebevoll gepflegten Bauernhöfen, blühenden Wiesen und durch schattige Waldstücke.

Schon bald erreichten wir den idyllischen Mühlenrundweg. Der Wanderpfad schlängelte sich am Bach entlang und sorgte mit seinem kühlen Wasser für angenehme Erfrischung. Nur die zahlreichen Bremsen wollten uns den Weg nicht ganz kampflos überlassen. Vorbei an der Herzl-Bucht, dem Herzl-Labyrinth und dem Herzl-Platz stiegen wir stetig bergauf bis zur historischen Marmorkugelmühle. Von dort führte ein wunderschöner Steig weiter zum Schwarzenbachfall. Der Winnerfall zeigte sich dagegen ungewohnt still – nicht ein Tropfen Wasser fiel hinab.

Immer weiter gewannen wir an Höhe. Mal auf Forstwegen, mal auf schmalen Waldpfaden ging es durch die abwechslungsreiche Landschaft. Der Abstieg nach Unterberg verlangte nochmals volle Konzentration, bevor ein längeres Stück auf der Asphaltstraße die Hitze des Tages besonders spürbar machte. Umso größer war die Freude, als wir wieder in den schattigen Wald eintauchten und am Tricklfall eine wohlverdiente Pause einlegen konnten.

Ein weiteres Highlight wartete wenig später am Dachserfall. Das eiskalte Gebirgswasser war einfach unwiderstehlich – viele nutzten die Gelegenheit, ihre müden Füße darin zu kühlen. Eine kleine Wohltat, die neue Kräfte für die letzten Kilometer schenkte.

Doch der SalzAlpenSteig hielt bis zum Schluss noch eine Überraschung bereit: Vor dem Ziel wartete tatsächlich noch ein letzter Anstieg. Gemeinsam meisterten wir auch diese Herausforderung und erreichten schließlich nach rund 19 Kilometern unser neues Zuhause für die nächsten Tage – das wunderschöne, familiengeführte Hotel Moisl in Abtenau. Mit den Worten „Willkommen daheim“ wurden wir herzlich empfangen. Passender hätte die Begrüßung kaum sein können. Zur Belohnung gab es einen Begrüßungs-Prosecco und eine kleine Jause, bevor viele den großzügigen Wellnessbereich genossen und die müden Beine entspannten.
Beim gemeinsamen Abendessen ließen wir den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen. Natürlich durfte auch ein Geburtstags-Aperol oder Wein auf unsere Jubilare nicht fehlen. Und als am Abend endlich der lang ersehnte Regen einsetzte und die Temperaturen spürbar sanken, waren sich alle einig: Diese Abkühlung hatten wir uns heute wirklich verdient.


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