Winterzauber zum Jahreswechsel
Reisebericht: 22.12. – 02.01.2026
Diese Reise führte uns zum Jahreswechsel in die verschneite Bergwelt des Salzburger Landes. Gemeinsam erlebten wir eindrucksvolle Naturlandschaften, traditionsreiche Orte und besondere Wintermomente.
Ein Reisebericht von
Natalie Hady
Tag 1: Anreise
In Dresden begann unsere Reise, wo sich bereits ein Teil unserer Gruppe eingefunden hatte. Entlang der Strecke kamen an verschiedenen Städten weitere Mitreisende hinzu, sodass unser Bus sich nach und nach füllte. Für einen Abschnitt der Fahrt waren wir gemeinsam mit einer anderen Eberhardt-Reisegruppe unterwegs. Zwei Reisen, die sich kreuzten: Während die einen nach Chiemgau aufbrachen, führte unser Weg ins Salzburger Land.
Unser Busfahrer Jörg brachte uns ruhig und sicher voran und sorgte unterwegs mit Kaffee und Würstchen für eine angenehme Atmosphäre. Ab München übernahm Jens das Steuer, der uns auf unserer Reise begleiten sollte und wir verabschiedeten uns von der Chiemgau-Gruppe.
Im Hotel angekommen, trafen wir auf weitere Gäste unserer Gruppe, die entweder individuell angereist waren oder die Weihnachtstage bereits hier verbracht hatten. Wir blickten auf die kommenden Tage, voller Lust auf neue Eindrücke, gemeinsame Erlebnisse und unvergessliche Momente, die diese Reise für uns bereithalten sollte.
Tag 2: Bad Ischl und Wolfgangsee
Heute waren wir endlich alle beisammen. Unsere Gruppe war bunt gemischt: Singles, Freunde, Geschwister und Paare, doch uns alle verband dieselbe Vorfreude: Silvester in den Bergen des Salzburger Landes zu verbringen und diese wunderschöne Region gemeinsam zu entdecken. Schon am Morgen zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, und auch im Laufe des Tages sollte uns die Sonne treu begleiten.
Unser erster Halt führte uns nach Bad Ischl. Dort wurden wir herzlich von unserer örtlichen Reiseleiterin Luzia begrüßt, die uns mit viel Charme und Wissen durch die Stadt führte. Wir spazierten vorbei an der Lehárvilla, durch den gepflegten Kurpark, schlenderten durch die Pfarrgasse und entlang der Traun. Überall gab es etwas zu entdecken: farbenfrohe Häuser, elegante Fassaden und ein Hauch von Geschichte. Das kaiserliche Flair der Stadt ist allgegenwärtig, kein Wunder, denn Bad Ischl war einst die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I., der hier viele Jahre verbrachte und die Stadt nachhaltig prägte.
Zum Abschluss der Stadtführung lud uns Eberhardt Travel noch auf ein Stück Zauner-Stollen im berühmten Café Zauner ein. Mit dem klassischen Stollen, den man kennt, hatte diese Spezialität zwar wenig gemeinsam, doch sie schmeckte hervorragend, eine echte Besonderheit des traditionsreichen Hauses. Anschließend blieb uns noch etwas Freizeit, um Bad Ischl auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns wieder am Bus trafen.
Der zweite Teil des Tages führte uns nach St. Wolfgang. Der Ort wirkte wie aus dem Bilderbuch: kleine Gassen, liebevoll gestaltete Häuser und der Wolfgangsee, der ruhig in der Wintersonne glitzerte. Wir spazierten bis zum berühmten „Weißen Rössl“, das durch die gleichnamige Operette weltbekannt wurde und weiter zur Kirche, während wir die detailreichen Fassaden bestaunten.
Von St. Wolfgang aus ging es schließlich mit dem Schiff über den Wolfgangsee nach St. Gilgen. Die Fahrt über das Wasser war ein besonderes Erlebnis und bot wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Berge. In St. Gilgen spazierten wir bis zum bekannten Mozarthaus, in dem Mozarts Mutter und seine Schwester lebten.
Zurück am Bus erwartete uns unser Busfahrer Jens bereits mit einem wärmenden Glühwein. Mit vielen neuen Eindrücken und glücklichen Gesichtern ging es schließlich zurück ins Hotel, wo wir den erlebnisreichen Tag in Gedanken noch einmal Revue passieren ließen.
Tag 3: Pferdeschlittenfahrt am Katschberg
Auch an diesem Tag begleitete uns die Sonne von morgens bis abends. Vielleicht hatte die Weihnachtsreise das gute Wetter vorbestellt oder wir hatten es einfach mitgebracht. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Unsere Fahrt führte uns weiter in Richtung Süden, bis an die Grenze Kärntens. Schon die Anreise bot traumhafte Ausblicke, doch was uns am Katschberg erwartete, übertraf alle Erwartungen.
Auf rund 1.600 Metern Höhe angekommen, warteten wir voller Vorfreude auf unsere Pferdeschlitten. Und dann kamen sie auch schon mit klingelnden Glocken, schnaubenden Pferden und einer Atmosphäre wie aus einem Wintermärchen. Wir stiegen ein, kuschelten uns tief in die warmen Decken und ließen die Szenerie auf uns wirken. Ringsum glitzerte der Schnee in der Sonne, während wir Skifahrer beobachteten, die die Pisten hinabsausten oder bereits zur gemütlichen Einkehr in einer Alm saßen.
Es war ein perfekter Wintertag: strahlender Sonnenschein, knirschender Schnee unter den Hufen der Pferde und eine Landschaft, die schöner war als jede Postkarte. Für eine zusätzliche Überraschung sorgten unsere Kutscher, als sie plötzlich eine Flasche selbstgebrannten Schnaps hervorholten, die uns von innen angenehm wärmte.
Unsere Pferde brachten uns schließlich zur Pritzhütte, wo bereits eine reichhaltige Kärntner Jause auf uns wartete, die österreichische Brotzeit. Die Hütte war genau so, wie man sie sich wünscht: rustikal, gemütlich, mit herzlicher Bedienung und regionalen Spezialitäten.
Gut gestärkt ging es mit den Pferdeschlitten zurück zum Bus, wo uns Jens erneut mit heißem Glühwein empfing. Auf der Rückfahrt nahmen wir einen anderen Weg und passierten den bekannten Skiort Obertauern. Überall herrschte reges Treiben: Skifahrer, Lifte, Hütten und Hotels, ein Ort, der im Winter pulsiert und im Sommer fast stillsteht.
Familie Pendl, die unser Hotel mit viel Herzblut führte, trug maßgeblich zur Stimmung unserer Reise bei. Mit ihrer Herzlichkeit und der ausgezeichneten österreichischen Küche sorgten sie jeden Tag dafür, dass wir uns rundum wohlfühlten, fast wie zuhause, nur eben mitten in den Bergen.
Tag 4: Enzianbrennerei und Königssee
Am Morgen führte uns unser Weg nach Bayern ins Berchtesgadener Land. Unser erster Programmpunkt war der Besuch der Enzianbrennerei Grassl. Dort erfuhren wir viel über die aufwendige Herstellung des Enzianschnapses und die lange Tradition der Brennerei, die seit Generationen gepflegt wird. Auch wenn es noch recht früh am Tag war, durften wir zum Abschluss verschiedene Schnäpse probieren.
Nur wenige Minuten später erreichten wir Schönau am Königssee. Von dort aus starteten wir unsere Schifffahrt über den Königssee bis nach St. Bartholomä. Nachdem uns an den Tagen zuvor strahlender Sonnenschein begleitet hatte, wurden wir heute mit Schneefall überrascht. Die verschneite Landschaft verlieh dem See eine besondere Stimmung.
Während der Fahrt erklärten die Bootsfahrer die Besonderheiten des Sees und demonstrierten die berühmte Echowand: Mit einer Trompete spielten sie eine Melodie, dessen Echo mehrfach von den steilen Felswänden zurückgeworfen wurde.
In St. Bartholomä angekommen, kehrten einige von uns in die gemütliche Gaststätte ein und stärkten sich mit regionalen Spezialitäten. Der Ort ist zudem bekannt für seine Wallfahrtskirche St. Bartholomä mit den markanten roten Zwiebeltürmen, die seit Jahrhunderten Pilger und Besucher anzieht. Andere nutzten die Zeit für einen Spaziergang durch den frisch verschneiten Wald und genossen die winterliche Ruhe dieser besonderen Gegend.
Nach der Rückfahrt mit dem Boot nach Schönau führte uns der Weg weiter nach Abtenau. Dort wurden wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen und durften uns ein großzügiges Stück aus der verlockenden Kuchentheke aussuchen. Anschließend ging es zurück ins Hotel, entweder bequem mit dem Bus oder für einige von uns bei einem kleinen Winterspaziergang.
Tag 5: Salzburg und Silvester
Am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Salzburg. Nachdem es am Vortag den ganzen Tag geschneit hatte, wurden wir heute vom Glück verwöhnt: Die Sonne schien, während der Schnee liegen blieb, und die Stadt wie auch Abtenau präsentierten sich im Winterglanz.
In Salzburg führte uns der Weg direkt ins Herz des UNESCO-Weltkulturerbes, ins DomQuartier, wo uns zwei freundliche Damen empfingen. Wir erhielten Einblicke in barocke Architektur, prachtvolle Innenhöfe, Kirchenräume und Galerien.
Anschließend blieb noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir schlenderten über den stimmungsvollen Christkindlmarkt, durch die historische Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus oder bis zur Salzach.
Zurück in Abtenau nutzten wir den Nachmittag zum Entspannen, bevor wir uns für den gemeinsamen Silvesterabend schick machten. Familie Pendl hatte ein köstliches Buffet vorbereitet, das wir in netter Gesellschaft genossen. Musikalisch begleitet von Rudi wurde der Abend lebendig: Einige schwangen das Tanzbein, andere genossen Getränke und unterhielten sich bei verschiedenen Spielen. Beim Bingo tauschten wir lustige und besondere Reiseerlebnisse aus, im gemeinsamen Quiz rund um Silvesterbräuche kamen wir ins Grübeln und schrieben Wünsche für das kommende Jahr an die Reisegruppe. Um Mitternacht stießen wir gemeinsam mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an und beobachteten vom Parkplatz aus ein kleines, aber feines Feuerwerk in Abtenau.
Tag 6: Rossfeld–Panoramastraße und Perchtenlauf
Nach einem späten Frühstück starteten wir entspannt in unseren Neujahrsausflug zur Rossfeld-Panoramastraße. Auch an diesem letzten Reisetag zeigte sich das Wetter noch einmal von seiner besten Seite: strahlender Sonnenschein, glitzernder Schnee und eine klare Sicht. Besser hätte man sich den Abschluss dieser Reise kaum wünschen können.
Die Fahrt führte uns hinauf bis auf etwa 1.600 Meter Höhe. Schon während der Auffahrt eröffneten sich immer neue Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. An einem Aussichtspunkt legten wir einen Stopp ein und spazierten einen Panorama-Rundweg entlang. Von hier aus hatten wir einen fantastischen Blick auf Berchtesgaden, die Stadt Salzburg und zahlreiche Gipfel der Alpen. Auch der markante Watzmann war sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg gut zu erkennen. Wohin man auch schaute, die Aussicht wurde mit jedem Schritt beeindruckender. In der winterlichen Landschaft sahen wir auch einige Kinder, die fröhlich den Hang hinunter rodelten.
Zurück im Hotel machten wir eine kurze Pause, bevor wir bereits etwas früher zu Abend aßen. Denn am Abend stand noch ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: der Perchtenlauf in Pfarrwerfen. Warm eingepackt sicherten wir uns gute Plätze entlang der Strecke.
Der Perchtenlauf ist eine jahrhundertealte alpenländische Tradition, die vor allem in der Zeit rund um den Jahreswechsel gepflegt wird. In aufwendig geschnitzten Holzmasken, schweren Fellen und mit laut scheppernden Glocken ziehen die Perchten durch die Straßen. Ursprünglich soll dieser Brauch böse Geister vertreiben und Glück für das neue Jahr bringen. Es war ein einzigartiges Erlebnis, diese lebendige Tradition hautnah mitzuerleben und die tiefe Verwurzelung des Brauchtums in der Region zu spüren.
Tag 7: Abreise
Heute hieß es leider schon wieder Abschied nehmen vom Salzburger Land. Früh am Morgen traten wir die Rückreise nach Deutschland an. Nach und nach verabschiedeten sich unsere Mitreisenden an den verschiedenen Ausstiegsorten und setzten ihren Heimweg fort. Damit ging eine erlebnisreiche Woche im Salzburger Land zu Ende, für viele sogar fast zwei Wochen.
Noch ein letztes Mal genossen wir den Blick auf das beeindruckende Bergpanorama, bevor uns in Deutschland windiges Wetter empfing. Umso dankbarer waren wir für das große Wetterglück der vergangenen Tage, das uns unvergessliche Eindrücke, strahlende Winterlandschaften und viele schöne gemeinsame Momente geschenkt hatte.
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