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“Weihnachtsreise Salzburger Land – Österreich“ (AT–WWSAL) 22.12. – 27.12.2025

Reisebericht: 22.12. – 27.12.2025

Was kann es Schöneres geben, als Weihnachten am Meer oder in den Bergen zu verbringen.
Genau das haben sich 33 reiselustige auch gesagt und sind in die Berge, ins Salzburger Land gefahren.

Dr. Dieter Braune

Ein Reisebericht von
Dr. Dieter Braune


1. Tag: Montag, 22.12.2025 – Anreise nach Abtenau (Tennengebirge)

Um 08:00 Uhr sollte der Bus vom Parkplatz vor dem Dresdner Flughafen starten. Doch die Reise begann mit einem Kuriosum. Zwei Gäste, die mit einem Transfer gebracht wurden, begrüßten uns mit: „Wir sind schon da, aber unser Gepäck ist noch auf Toilette!“ Was für ein Einstand! Der Fahrer des Transferfahrzeuges hatte die Gäste vor dem Terminal abgesetzt und ist ganz schnell ins Gebäude verschwunden.
Aber, dann ging es mit 10 Minuten Verspätung los. Der letzte Zustieg war in München Frötmanning, direkt an der Allianz Arena.
Bei dichtem Nebel fuhren wir nördlich des Mangfallgebirges und des Chiemgaus Richtung Salzburg. Leider war vom Wendelstein und von der Kampenwand nichts zu sehen. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir unser schönes Hotel Traunstein in Abtenau, direkt unterhalb der Gipfel des Tennengebirges.
Nach der gut vorbereiteten Zimmervergabe hatten wir noch etwas Zeit zum Ausruhen, bevor es um 18:30 Uhr zum Abendessen, mit einem 3-Gänge-Menü, ging.

2. Tag: Dienstag, 23.12.2025 – Schloss Berchtesgaden – Weihnachtsmarkt am Schloss Hellbrunn bei Salzburg

Beim ersten Blick aus dem Fenster sahen wir nicht viel von der direkt hinter dem Hotel beginnenden Bergwelt und dem, auf den 1.200 m hohen Karkogel gehenden Sessellift. Die Wolken hingen zu niedrig, aber es war trocken.
Unser Fahrer André hatte schon für uns den Bus warmgefahren. Wir starteten gegen 09:00 Uhr Richtung Berchtesgaden. Da wir noch Zeit hatten, machten wir einen außerplanmäßigen Halt bei der Enzianmanufaktur Grassl. Durch eine Mitarbeiterin wurden wir freundlich gleich im Bus begrüßt und wir konnten einen Rundgang durch die Ausstellung unternehmen. Hier wurde sehr anschaulich gezeigt, wie die Enzianwurzeln in der oberen Bergwelt entdeckt und ausgegraben werden, bevor sie unten im Tal weiterverarbeitet werden. Zum Abschluss wurden uns, am frühen Vormittag, 6 Sorten Enzianschnaps zur Verkostung angeboten. Einige aus der Gruppe entschlossen sich noch schnell, hier ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen.
Dann fuhren wir in das Zentrum von Berchtesgaden und gingen zu Fuß zum mitten in der Stadt liegenden Schloss, in dem als letzter der Kronprinz Rupprecht von Bayern in den 1930 Jahren lebte. Hier empfing uns die örtliche Schlossführerin. Nach ein paar Worten zur Begrüßung in der prächtigen Gotischen Halle erklang, zu unserem Erstaunen, oben von der Treppe, eine tolle Sopranstimme und begrüßte uns mit einem „Ave Maria“!
Wir durchschritten ein, zwei Räume und in der Empfangshalle erklang „Es ist ein Ros entsprungen“. Und so ging es mehrfach weiter. Wir blickten aus einem Oratorium von oben in die Schlosskirche. Dann zog uns ein toller Sekretär, mit 72 Schüben, in seinen Bann. Tolle handwerkliche Arbeit!
Die Führung endete wieder in der Gotischen Halle. Diesmal sang die Sopranistin für uns in Englisch „O holy night“ (O, heilige Nacht). Anschließend konnten wir uns auf dem Berchtesgadener Weihnachtsmarkt etwas stärken.
Um 14:00 Uhr ging es mit dem Bus wieder runter ins Salzachtal, zum 1617 erbauten Salzburger Schloss Hellbrunn. Das Schloss, das der damalige Fürsterzbischof im italienischen Stil als Lustschloss errichtet ließ, ist von einen der größten Parkanlagen Österreichs umgeben. Im Garten sind die weltweit ältesten, noch in Betrieb befindlichen Wasserspiele installiert, die natürlich im Winter stillgelegt sind.
In diesem Ambiente findet jährlich der Hellbrunner Weihnachtsmarkt statt. Im Schlosshof waren hunderte von Weihnachtsbäumen, alle mit großen, roten Kugeln geschmückt, aufgestellt. Richtig schön wurde es bei Einbruch der Dunkelheit, wo der Lichterglanz erst so richtig auf uns wirkte.
Wieder im Hotel angekommen und nach einer kleinen Verschnaufpause begrüßte uns musikalisch im Speisesaal die Familie Meusel: Vater, Mutter und ihre drei Töchter. Sie brachten uns die Weihnachtsmusik des Salzburger Landes etwas näher. Am Ende sangen wir gemeinsam „O Du Fröhliche …“ und „Stille Nacht …“.

3. Tag: Mittwoch, 24.12.2025 – Christkindlmarkt Salzburg und Stille–Nacht–Gedächtniskapelle – Heiliger Abend

Heute, am Heiligen Abend, wird es so richtig weihnachtlich. Zuerst fuhren wir nach Salzburg, um den berühmten, aber noch nicht sehr alten Salzburger Christkindlmarkt zu besuchen.
Anrdré setzte uns in Salzburg am Busterminal Nonnental ab und wir liefen in zwei Gruppen, mit zwei Geschwindigkeiten, in die Stadt. Am 1848 zu Ehren Wolfgang Amadeus Mozart errichteten Denkmal gab es die Wahl, direkt auf den Christkindlmarkt zu gehen oder noch eine zusätzliche, kleine Stadtführung zu unternehmen, die uns zum Ufer der Salzach, dem Rathaus, dem Geburtshaus Mozarts, dem Universitätsplatz und dem Franziskaner Kloster führte. Die kleine Führung, an der die Hälfte der Gruppe teilnahm, endete am Domplatz.
Pünktlich um 14:00 Uhr startete André Richtung Oberndorf.
Dieser kleine, ca. 30km nördlich von Salzburg, am Salzachbogen liegende Schifferort, ist für seine „Stille-Nacht-Kapelle“ bekannt. Die in den 1930 Jahren errichtete kleine Gedächtniskapelle wurde an Stelle der, Ende des 19. Jahrhunderts bei Hochwasser zerstörten, St. Nikolauskirche errichtet. In dieser Kirche ertönte am 24.12.1818 erstmals, das am Morgen dieses Tages von Franz Xaver Gruber komponierte Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“.
Als wir zur kleinen Kapelle kamen, fing es an zu schneien! Das war ein Timing! Wer hat das so punktgenau für uns bestellt?
Die Kapelle war offen und wir konnten uns in den kleinen Innenraum auch einen Moment andächtig setzen. Die tolle Atmosphäre wurde leider etwas durch eine, über die Kapelle herfallende, japanische Reisegruppe getrübt.
In der Zwischenzeit hatte André zum Aufwärmen im Bus Glühwein zubereitet. Dazu gab es von „Herrn Eberhardt“ für jeden eine echte, handgemachte Mozartkugel. Das war eine gute Einstimmung auf das bevorstehende Fest!
Damit die Zeit zum Galadinner nicht zu lang wird, erwartete uns am Hoteleingang schon unser Wirt mit Glühwein und Keksen.
Um 18:30 Uhr begann das 5-Gänge-Menü. Vorher hatten fleißige Wichtel ein kleines Eberhardt-Weihnachtspräsent verteilt. Als der Reiseleiter zum Essen kam, raschelte es enorm. Die ganze Gruppe hat es nicht erwarten können und das Geschenk, vor der Bescherung, sofort aufgemacht. Dies war anders geplant!
Nach dem Zwischengang hat die älteste Tochter des Hauses eine Weihnachtsgeschichte vorgetragen und wir haben nochmals, mit mäßigem Erfolg, „Stille Nacht“ gesungen.

4. Tag: Donnerstag, 25.12.2025 – Pferdeschlittenfahrt zur Unterhofalm und Weihnachtsidylle

Nach der „Heiligen Nacht“ starteten wir, bei schönstem Wetter, zu unserer Dachsteintour. Die Landschaft war leicht „bezuckert“.
Die Straßenlage und der geringe Verkehr erlaubten es uns noch einen zusätzlichen Abstecher zum Vorderen Gosausee einzuschieben. Von diesem See aus hat man eine tolle Panoramaansicht auf den Gosaukamm und das zentrale Dachsteinmassiv. Die Reiseführer Baedeker & Co preisen diese Aussicht als das österreichische Pendant zum Watzmannblickes am Königssee an. Das ganze Bergmassiv sollte sich, schönes Wetter vorausgesetzt, im See spiegeln. Was in den Reiseführern nicht erwähnt wird, ist, dass dies nur zutrifft, wenn der See auch mit Wasser gefüllt ist. Das richtige Wetter hatten wir, nur das Wasser im Stausee fehlte!
Dann ging es weiter vom nördlichen Dachstein zum südlichen, nach Schladming. Dieser Ort liegt im Ennstal und trennt das Dachsteingebirge von den Niederen Tauern. Schladming ist der größte und bekannteste Wintersportort der Steiermark.
Wer wollte, ging mit dem Reiseleiter etwas durch den kleinen, idyllischen, aber fast ausgestorbenen Ort. Vorbei am 1884 von August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha als Jagdschloss errichteten, heutigem Rathaus gingen wir durch die Fußgängerzone bis zum Salzburger Tor. Dieses 1322 errichtete Stadttor ist als einziges Tor der alten Stadtbefestigung noch erhalten. Gleich daneben steht die 1532 geweihte Katholische Pfarrkirche, mit dem Hochaltar von 1704. Die Tür war offen und so konnten wir uns diese Kirche auch von innen ansehen. Den äußersten Punkt des Stadtrundgangs bildete das 1661 für die Unterbringung kranker Bergleute erbaute, heutige Stadtmuseum. Wir gingen zurück Richtung Parkplatz. Direkt neben dem Parkplatz war die Planai- Liftstation und der Zielhang der Schladminger FIS-Abfahrt. An einer Tafel an der Liftstation war zu erkennen, dass sämtliche Abfahrten des Skigebietes geöffnet waren. D.h., alle Pisten waren mit Kunstschnee präpariert.
Wieder zurück am Bus überbrachte André die Hiobsbotschaft, dass der Würstchenkocher nur noch die Betriebsart „kochen“ kannte. Die Heizung ließ sich weder über den Schalter noch über das Thermostat steuern. Also gab es die Würstchen nicht auf dem Dachsteinplateau in Ramsau, sondern in Schladming. Das alle Würstchen geplatzt waren hatte dem Geschmack nicht geschadet.
Nächster Halt war in Ramsau am Dachstein, direkt unterhalb der Dachsteinsüdwand. Ramsau ist ein Zentrum der nordischen Ski Arten. Hier spielt auch die ZDF-Serie „Die Bergretter“. Direkt gegenüber der Dorfkirche ist das Büro der Bergrettung zu sehen.
Von Ramsau aus fuhren wir, bei schönstem Sonnenschein, um die Dachsteinsüdwand herum und erreichten, mit Blick auf die, in der Sonnen liegenden, 2458 m hohe Großen Bischofsmütze, Filzmoos. Hier erwartete uns eine Kutschfahrt.
Mit mehreren Zweispännern fuhren wir, dick eingemummelt, eine Stunde zur Unterhofalm hinauf. Die Alm erwartete uns schon zu einem Glühwein. Mit Einbruch der Dunkelheit öffnete die „Weihnachtsidylle“, ein Rundweg mit Lichtilluminationen, Weihnachtskrippen und den Drei Königen auf ihren Kamelen. Nur die angesagten Schiachperchten waren außer Dienst.
Wieder gut auf der Unterhofalm angekommen, fuhren wir mit den bereits bereitstehenden Pferdekutschen durch den dunklen Wald zurück nach Filzmoos.
Um 20:00 Uhr fanden wir uns zum Abendessen wieder in unserem schönen Hotel ein.

5. Tag: Freitag, 26.12.2025 – Stille–Nacht–Museum und Joseph–Mohr–Gedächtnissingen in Wagrain

Wir starteten wieder um 09:00 Uhr, hielten aber 5 Minuten später schon wieder an. Wir wohnten nun schon ein paar Tage im Abtenau am Tennengebirge, ohne jedoch jemals im Ort gewesen zu sein. Das wollten wir jetzt ändern. André parkte den Bus hinter dem Friedhof. Wir liefen über diesen ins Ortszentrum und zur Pfarrkirche, mussten dabei aber extrem aufpassen, denn es war sehr glatt. Die Kirche war offen. und sehr weihnachtlich geschmückt. In der linken Ecke des Hauptschiffes war eine wunderschöne, geschnitzte Nachbildung von Bethlehem, inkl. Krippe, aufgestellt. Auf dem Rückweg zum Bus entdeckten wir, oben im Tennengebirge, ein riesiges Felsentor.
Weiter ging es Richtung Norden. Umso näher wir der Salzach kamen, um so nebliger wurde es. Unser nächster Stopp, die Burg von Gollingen, lag leider auch im Nebel. Bei einem kleinen Ortsspaziergang schauten noch einige von unserer Gruppe in die örtliche Pfarrkirche hinein. Dort wurde gerade in der Messe „O Du Fröhliche“ gesungen.
In Hallein angekommen empfing uns am Bus Elisabeth, eine „Tochter“ von Franz Xaver Gruber, dem Komponisten unseres berühmtesten Weihnachtsliedes. Mit einer Gitarre auf dem Rücken, ab und zu ein Lied singend, führte sie uns zuerst durch die alte Salinenstadt. Sie begann an der Salzachbrücke ihre Ausführungen mit „O Tannenbaum“. Hallein ist vom Salzabbau und dessen Vermarktung stark geprägt. Hier war einst das älteste Bergwerk der Welt, das 1986 geschlossen wurde. Am ehemaligen Wohnhaus von F.X. Gruber legten wir einen Stopp ein und besuchten das heute als Museum fungierende Haus. Hier berichtete uns Elisabeth einiges aus dem Leben ihres Vaters und vom Leben in der damaligen Zeit. Auch durfte hier die musikalische Umrahmung nicht fehlen und wir sangen alle zusammen drei Strophen von „Stille Nacht“. Anschließend gingen wir noch in die gegenüberliegende Stadtpfarrkirche St. Antonius. Die Kirche war innen sehr schlicht, denn die Gemeinde hatte früher kein Geld für die Ausschmückung. Um so besser klag das von Elisabeth zum Abschluss gesungene Lied „O Du Fröhliche“.
Am Bus wieder angekommen verabschiedeten wir uns von dieser tollen, außergewöhnlichen Stadtführerin. André hatte inzwischen Würstchen und Glühwein vorbereitet. Gestärkt fuhren wir mit dem Bus weiter nach Wagrain, dem letzten Wirkungsort Joseph Mohrs. Er schrieb 1816 den Text von „Stille Nacht“, den F.X. Gruber 1818 vertonte. Mohr hat die letzten 10 Jahre seines Lebens in Wagrain als Vikar gearbeitet. Hier starb er 1848 und liegt auch auf dem Ortsfriedhof begraben.
Anlässlich seines Schaffens findet seit 1960, immer am 2. Weihnachtsfeiertag, das Joseph-Mohr-Gedächtnissingen statt.
Das schöne, vom Salzburger Volksliederchor ausgestaltete Konzert endete natürlich, wie hätte es anders sein können, mit „Stille Nacht, Heilige Nacht“. So langsam hatten wir dieses Weihnachtslied noch nie gesungen!
Das heute etwas spätere Abendessen war wieder sehr gut! Leider hieß es an diesem Abend auch von den Reisenden Abschied nehmen, die die kombinierte Weihnachts- und Silvesterreise gebuchten hatten. Für die anderen war heute noch Kofferpacken und morgen frühes Aufstehen angesagt.

6. Tag: Samstag, 27.12.2025 – Abreise aus Österreich

Um 08:00 hat André den Motor angelassen. Bei trübem und wieder nebligem Wetter fuhren wir Richtung Deutschland zurück. Ohne große Kontrolle passierten wir die Grenze. Um 10:45 Uhr verabschiedeten wir uns von 4 Reisenden, die in München ausstiegen. Bei Hof trafen wir das erste Mal, den mit uns bzgl. Transferfahrten „gekoppelten“, aus dem Schwarzwald kommenden Bus. Am Rastplatz Vogtland kam dann auch noch der dritte, mit uns gekoppelte Bus aus dem Chiemgau dazu. Die Autobahn war in der Gegenrichtung vollkommen überlastet, woraus kilometerlange Staus entstanden.
Wir erreichten pünktlich um 17.45 Uhr unser Ziel, den Flughafen Dresden, von wo der letzte Transfer um 18:05 Uhr, gen Berlin, abfuhr.


Ich möchte diesen kleinen Reisebericht mit dem Gedicht von Wilhelm Busch, welches auch im Eberhardt-Neujahrsgruß 2026 zitiert wurde, beenden:

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Bleiben Sie gesund und reiselustig! Vielleicht sieht man die eine oder den anderen Mal auf einer der vielen Eberhardt-Reisen wieder. Ich würde mich sehr freuen!

Dieter Braune


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