Singlereise zum Winterwandern nach Seefeld 21.–28.02.2026
Reisebericht: 21.02. – 28.02.2026
Viel Schnee und Sonne, ein fantastisches Hotel in Seefeld, der perfekte Bergführer Kevin und eine unternehmungslustige Damengruppe sind Garanten für eine unvergessliche Winterreise......
Ein Reisebericht von
Ria Heilmann
Anreise mit dem Winterpendel nach Tirol und erste Erkundungen am 21.02.2026
Sehr früh ging es für alle Singles los, die mit dem Bus nach Tirol fuhren. Unsere Busfahrer Andreas und Daniel waren flott unterwegs und umfuhren die wenigen Staus auf der Autobahn erfolgreich. So erreichten wir bereits kurz nach 13 Uhr unser Hotel Post in Seefeld. Wir stellten unsere Koffer ab und begaben uns auf eine erste Erkundungstour durch Seefeld, weiter zum Seekirchl und um und über den Pfarrhübel zurück nach Seefeld. Inzwischen waren unsere Hotelzimmer bezugsfertig, wir checkten ein und nutzten danach gleich die Nachmittags Jause im Hotel Post. Eine Teilnehmerin reiste mit der Bahn an und stiess während der Jause zu unserer Gruppe. Gut gestärkt erkundeten wir anschliessend gemeinsam den grossen Wellnessbereich des Hotel und einigen nutzten noch vor dem Abendsssen schon mal die Sauna.
18 Uhr trafen wir uns in der Bar mit Kevin, unserem Bergführer, und bei einem Glas Prosecco stimmte uns Kevin auf die erste Wanderung am Sonntag ein. Danach gingen wir zum Abendessen und genossen das ausgezeichnete 5 Gang Menue. Für unsere Gruppe waren zwei Tische reserviert, an denen wir während unseres gesamten Aufenthalts früh und abends unsere Mahlzeiten einnehmen konnten.
Wanderung von Mösern zur Muggenmoosalm und zurück ins Tal der Leutascher Ache am 22.02.2026 – 16 km, Höhenmeter 270 rauf, 350 runter
Jeden Morgen um 7.30 Uhr öffnete das Restaurant und ein üppiges Frühstücksbuffet sorgte für einen guten Start in den Tag. Um 9 Uhr spazierten wir zum Busbahnhof in Seefeld und fuhren zusammen mit Kevin nach Mösern. Das Wetter klarte auf und wir hatten auf unserem Weg zur Friedensglocke schon eine wunderbare Aussicht auf die umliegenden Berge und hinunter ins Inntal nach Telfs. Nach vielen Fotos und dem Verteilen der Wanderstöcke ging es los, unsere Winterwanderung auf gut geräumten Wegen meist durch tief verschneiten Wald mal bergauf mal bergab. Der viele Schnee auf den Bäumen rieselte unterschiedlich stark auf uns herab und blieb auch auf den Wegen liegen. Das machte das Gehen schwierig und kostete Kraft. Gegen 12 Uhr erreichten wir die Muggenmoosalm und der Wirt richtete die Tische draussen in der Sonne für uns her. Wir stärkten uns mit leckeren tiroler Speisen und bekamen zum Abschluss vom Wirt noch einen Marillenschnaps spendiert. Danach führte der Weg abwärts, über tief verschneite Wiesen bis ins Tal der Leutascher Ache. Dort wanderten wir noch bis nach Leutasch und fuhren dann mit dem öffentlichen Bus zurück nach Seefeld. Wir kamen gerade rechtzeitig im Hotel an, um noch die Jause zu geniessen und dann blieb Zeit für das Wellness Center des Hotels. 18.30 Uhr trafen wir uns dann wieder beim Abendessen.
Schneeschuhwanderung zur Rauthhütte am 23.02.2026 – 10 km, 450 Höhenmeter – kräftezehrend
Nach dem Frühstück nahmen wir wieder den Bus Richtung Leutasch, fuhren unfreiwillig bis zur Klamm und wanderten bis zum Parkplatz unterhalb der Rauthhütte, wo uns Kevin und Loki schon erwarteten. Kevin verteilte die Schneeschuhe und dann ging es los sehr steil bergan am Rande der Abfahrtspiste. Wegen der extremen Steilheit war der Weg eine echte Herausforderung. Wir nahmen uns Zeit, machten immer wieder Pausen und genossen weiter oben die herrliche Aussicht. Die Sonne belohnte unsere Mühen und sorgte für gute Stimmung. Kurz nach 12 Uhr erreichten wir die Rauthhütte und kehrten zum Mittagessen ein. Der Rückweg war ebenso herrausfordernd aufgrund der extremen Steilheit. Nach einer reichlichen Stunde waren wir wieder unten am Parkplatz und da gab es zur Belohnung einen kleinen Schnaps Grinziger Alpenträne. Kevin nahm uns die Schneeschuhe wieder ab und wir wanderte wieder zurück zur Haltestelle Klamm und fuhren von dort mit dem Bus zurück nach Seefeld. Heute schmeckte die Jause besonders gut nach der anstrengenden Tour.
Winterwanderung um den Brunschkopf am 24.02.2026 – 10 km, 200 Höhenmeter rauf und 250 runter
Für heute war ganztägig Regen angesagt. Das hielt uns aber nicht von einer Winterwanderung ab. Kevin bestellte uns kurzfristig zum Busbahnhof und wir fuhren Richtung Mösern. Vorm Ort stiegen wir aus und begannen in Regenbekleidung unsere Wanderung um den Brunschkopf auf einem geräumten Weg bergauf und bergab. Der Weg hinauf auf den Brunschkopf war tief verschneit und nur mit Wanderschuhe in dem nassen Schnee nicht zu begehen. So wanderten wir zur Wildmoosalm und machten dort unsere Mittagspause. Die unermüdlichen Singles wanderten dann noch zurück nach Seefeld und wer es gemütlicher wollte nahm den Bus zurück. So waren wir schon vor 14 Uhr zurück im Hotel und konnten unsere nasse Kleidung ablegen und trocknen. Auch blieb genügend Zeit für den Wellnessbereich und die Jause.
18.30 Uhr trafen wir uns wieder zum Abendessen im Hotel Restaurant und danach nahmen wir einen Drink in der Bar, denn heute war Bergfest.
Wanderung auf die Reitherjoch Alm am 25.02.2026 – 12 km, 350 Höhenmeter rauf und runter, am Nachmittag und Abend nocbmal 7 km
Nach recht wechselhaftem Wetter an den ersten 3 Tagen folgte nun endlich Sonne. Über Nacht gab es noch immer Minustemperaturen und tagsüber zeigte das Thermometer bis zu 12 Grad Celsius. Wir holten Kevin und Loki am Bahnhof ab und wanderten durch den Morgennebel durch Seefeld bis zum Waldrand. Langsam lichtete sich der Nebel und während des Aufstieges konnten wir die schneebedeckten Gipfel im Sonnenlicht bewundern. Es war traumhaft schön und immer wieder wurden diese Momente in Fotos festgehalten. Wir querten mehrmals die Seilbahn und konnten die Skifahrer am steilen Abfahrtshang beobachten. Schliesslich erreichten wir zur Mittagszeit die Reitherjoch Alm und fanden alle draussen in der Sonne Platz. Die beiden Hüttenhunde begrüssten uns freudig. Wir genossen die Mittagspause in vollen Zügen und konnten uns nur sehr schwer von diesem traumhaften Aussichtspunkt trennen. Bergab nahmen wir den gleichen Weg, legten aber sicherheitshalber die Spikes an. Wieder unten im Tal machten wir noch einen kleinen Umweg und erreichten dann 14.30 Uhr wieder das Hotel. Es war Zeit für die Jause und nach der kleinen Stärkung machten sich 6 Singles auf den Weg zum Seekirchl, zum Schanzenturm und zum Biathlonzentrum. Wir konnten sogar einigen Sportlern beim Springen von beiden Schanzen zuschauen.
Das Abendessen nahmen wir schon 18 Uhr ein und danach wanderten wir durch das festlich beleuchtete Zentrum von Seefeld und schauten uns die viele verschiedenen beleuchteten Figuren an.
Schneeschuhwanderung zur Hämmermoosalm im Gaistal am 26.02.2026 –10 km, 250 HM
Nach dem Frühstück spazierten wir zum Busterminal und fuhren ins Gaistal. Das Tal war durch eine Lawine verschüttet worden und nun endlich wieder freigegeben für Besucher und Wintersportler. Am nahegelegenen Parkplatz der Bushaltestelle Gaistal/Stupfer wartete schon Kevin. Die Schneeschuhe wurden verteilt und wir wanderten am Ufer der Leutascher Ache leicht bergan. Später nahmen wir ein Stück den gut präparierten Weg zur Hämmermoosalm. Wegen des schönen Wetters waren viele Menschen unterwegs. Einige hatten Rodel dabei, um später damit ins Tal zu sausen. Wir verliessen den breiten Weg und gingen mit unseren Schneeschuhen steil bergan durch den Wald. Es war ein traumhaftes Wetter - Sonnenschein, blauer Himmel und verschneite Gipfel. Weiter oben kam die Hämmermoosalm in Sicht und wir konnten die Spuren der Lawinenabgänge gut erkennen. Eine kleine Lawine donnerte oben herab. Es hörte sich an wie ein näher kommendes Flugzeug. Wir drehten noch eine Runde mit unseren Schneeschuhen im Tiefschnee und kehrten dann zu Mittag in der Hämmermoosalm ein. Die Wirtin hatte uns draussen in der Sonne geschützte Tische reserviert und diese Einkehr genossen wir in vollen Zügen. Das Essen schmeckte wieder fantastisch, die Aussicht bis zu den Zillertaler Alpen war grandios und so wollten wir dort gern noch länger verweilen.
Unser Rückweg mit den Schneeschuhen ging querfeldein durch den hohen Schnee und am Parkplatz nahm Kevin uns die Schneeschuhe wieder ab und wir fuhren mit dem Bus zurück nach Seefeld. Gerade noch rechtzeitig für die Jause erreichten wir das Hotel Post.
Mittenwald, Wanderung zum Lautersee und Ferchenseen am 27.02.2026 – 14 km, 310 Höhenmeter
Heute nun war der letzte Wandertag unserer Winterreise nach Seefeld und den verbrachten wir kurz hinter der Grenze in Mittenwald. Wir fuhren ganz bequem mit dem Zug und in Mittenwald am Bahnhof warteten schon Kevin mit Loki auf uns. Wir spazierten durch Mittenwald, machten die ersten Fotos von den wunderschön bemalten Häusern, kamen am Geigenmuseum vorbei und erreichten schliesslich den Einstieg zu unserem Wanderweg. Der führte in Serpentinen immer steil bergan durch ein Wäldchen und zwischen den Bäumen und Sträuchern blühte die Schneeheide. Von oben hatten wir einen schönen Blick auf Mittenwald und die Karwendelspitze. Den grossenn Findlingspark streiften wir nur am Rande. Auf einer Kichtung kam die Königskapelle in Sicht und dahinter der Lautersee. Wir wanderten am See vorbei steil bergan hinauf zum Ferchensee. Dort war es deutlich kälter und die Wege im Wald noch immer vereist. So zogen wir unsere Spikes über die Schuhe und kamen so sicher voran. Ein Teil des vereisten Weges war mit Sägespähnen abgestumpft worden. Eine sehr wirkungsvolle und vor allem nachhaltige Art das Wandern sicher zu machen. Wir umrundeten den Ferchensee und machten am Ufer eine Pause. Auf unsere letzten Wanderung wurden wir mit einen Zirbenlikör und Süßigkeiten belohnt. Wieder unten am Lautersee kehrten wir zu Mittag ein und genossen dieses Mal die bayrischen Spezialitäten. Für den Rückweg hatte Kevin die Klamm durch das Laintal gewählt und das war noch einmal eine wunderschöne Route über Stege, Treppen, vorbei an Wassenfällen und Madonnen im Fels. Zurück in Mittewald brachten wir Kevin und Loki zum Auto zurück und da hieß es Abschied nehmen von den Beiden. Wir bedankten uns sehr herzlich und sagten Auf Wiedersehen ! Bis zur Abfahrt unseres Zuges blieb Zeit für Einkäufe und individuelle Erkundungen. Im Hotel mussten nun die Koffer gepackt werden und dsann genossen wir zum letzten Mal das 5-Gänge Abendessen.
Heimfahrt am 28.02.2026
Unser Fahrer Sergej war bereits am Vorabend angereist und so konnten wir bereits 9 Uhr ab Hotel Post starten. Unsere Fahrt ging hinunter ins Inntal über den Zirler Berg. Vorbei an Innsbruck und Schwaz nahmen wir in Strass am Eingang zum Zillertal weitere 4 Gäste auf und fuhren hinauf zum Achensee. Nach dem Zustieg einer weiteren Dame waren wir komplett und fuhren über den Achenpass hinüber nach Deutschland. Entlang des Tegernsees kamen wir nur schleppend voran wegen des starken Verkehrs und auch auf den Autobahnen gab es immer wieder Staus.
Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir dennoch unsere Ausstiegsstellen und da hiess es immer wieder Abschied zu nehmen von lieben Mitreisenden.
Die erlebnisreiche Woche mit viel Schnee und wunderschönen Wanderungen verging leider viel zu schnell. Und wenn es manchmal auch sehr herausfordernd war, hat es doch sehr sehr viel Spass gemacht. Das ausgezeichnete Essen und unser tolles Hotel in Seefeld waren die Basis und Kevin, unser Bergführer mit Husky Loki das I-Tüpfelchen dieser Reise. Unser jährliches "Klassentreffen" hat nun schon Tradition und ich freue mich schon auf das Pustertal 2027 und ich hoffe, dass wir uns dort alle gesund und munter wiedersehen. Ihr wart wie immer Spitze ! Bleibt gesund und reisefreudig . Eurer Ria
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