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Reisebericht: Kreuzfahrt Ozeanien - Australien und Neuseeland

31.10. – 21.11.2018, 25 Tage Kreuzfahrt mit Celebrity Solstice und Eberhardt-Vorprogramm in Singapur und Australien sowie Nachprogramm in Neuseeland: Cairns - Great Barrier Reef - Ayers Rock / Uluru - Sydney - Fiordland-Nationalpark - Dunedin - Christchurch - Wellington - Pi

22 Tage Rundreise und Kreuzfahrt mit Celebrity Solstice mit Eberhardt-Vorprogramm: Singapur – Cairns – Ayers Rock – Sydney – Melbourne – Fjordland Nationalpark – Dunedin – Akaroa – Wellington – Tauranga – Bay of Islands – Auckland

1. und 2. Tag, 31.10./1.11.2018 Anreise nach Singapur


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Wir sind 12, kommen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und treffen uns am Abend am Abfluggate des Frankfurter Flughafens. Ich glaube wir sind alle etwas aufgeregt, denn es liegt eine lange Reise vor uns, sowohl was die Entfernungen als auch die Dauer betrifft.
Ich habe mal gelesen, dass sich weltweit permanent ca. 2 Millionen Menschen in Flugzeugen aufhalten - die nächsten 11 Stunden werden wir 12 Reisenden dazu gehören, so dachte ich zumindest. Während wir im Flieger sitzen und auf den Start warten, bekommen wir die Information, dass 25 Koffer nicht verladen wurden. Mit einer weiteren Durchsage werden wir über ein technisches Problem mit der Stromversorgung informiert, welches leider nicht bis zum Beginn des Nachtflugverbotes um 23.00 Uhr behoben werden kann. Das bedeutet für uns eine Übernachtung in verschiedenen Hotels in Frankfurt. Der Abflug wird auf morgen 14.00 Uhr verschoben.
Per stille Post, also ein Zettel durch den Schlitz der Hoteltür geschoben, werden wir über den weiteren Verlauf informiert. Angenehm ist, dass im Hotel Ansprechpartner von Singapore Airlines zur Verfügung stehen. Letztendlich starten wir mit über 16 Stunden Verspätung Richtung Singapur.

3. Tag, 2.11.2018 Singapur


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Am Morgen landen wir sicher in Singapur. David, den ich schon kenne und sehr schätze, empfängt uns. Mit dem Verlassen des klimatisierten Terminals schlägt uns die tropische Schwüle entgegen, im Prinzip weiß man ja, was einen erwartet, aber wenn es dann so weit ist, ist es dann doch bemerkenswert.
Während der Fahrt zum Hotel bekommen wir einen ersten Eindruck von Singapur, einer grünen Stadt mit riesigen Alleebäumen, den Raintrees. Kurz frisch gemacht und umgezogen, dann begeben wir uns mit Taxen zu einem der Wahrzeichen, dem Marina Bay Sands Hotel, hier nur als Kasino bezeichnet. Das Dach mit Infinity Pool in 200 Meter Höhe wird gern mit einem Bügelbrett, Skateboard auf drei Pfeilern oder mit einem Schiff verglichen. Als Erstes gehen wir zum Skypark, der Aussichtsplattform auf dem „Bügeleisen". Das Wetter passt (noch), die Sonne strahlt und die Sicht von hier oben ist ganz gut. Um die Ecke können wir den Infinity Pool erblicken, der den Hotelgästen vorbehalten ist. Weiterhin sehen wir die Wolkenkratzer des Bankenviertels, den Singapore Flyer (Riesenrad) und unser nächstes Ziel, Gardens by the Bay, eine tropische Parkanlage mit den Superbäumen. Einige von uns nehmen den „Baumwipfelpfad" (Skyway), den Weg oben entlang an den Kronen der Superbäume. Dies ist der Moment, an dem dann das Wetter rasant umschlägt. Ein heftiger tropischer Regen zwingt uns zu einer Pause an einer Unterstellmöglichkeit. Aber nach einer halben Stunde ist es vorbei und damit haben wir heute Glück, denn die Tage vorher hat es hier häufiger geregnet.
Am Nachmittag unternehmen wir mit David eine Stadtrundfahrt. Dabei sehen wir im Zentrum wichtige Gebäude wie das alte Parlament, das alte Postamt (heute das Fullerton Hotel), das Raffles Hotel („Heimat" des Singapur Sling), Kunstgalerie, Gerichtsgebäude, die Kunstfigur Merlion, nochmal das Casino....
In Little India bereitet man sich auf den nächsten Feiertag vor, entsprechend gibt es alle möglichen nützlichen und wohl noch mehr unnütze Dinge zu kaufen. Und hier duftet es nach Gewürze, zwischen Ständen mit Früchten, Stoffen, Glitzersachen... Auch im Botanischen Garten geht es bunt zu, die Vielfalt der Farben vieler Orchideen ist beeindruckend. Unter ihnen befinden sich Züchtungen für prominente Besucher wie Lady Diana oder Kanzlerin Merkel.
Ein Besuch in Chinatown darf in Singapur nicht fehlen. Bevor wir hier einen kleinen Rundgang unternehmen, essen wir ortstypisch im Restaurant, eine kleine Aufmerksamkeit für uns aufgrund unserer verspäteten Anreise.
So haben wir heute viel von Singapur gesehen. Wir konnten trotz Verspätung unser Besichtigungsprogramm durchführen. David war dabei ein toller Stadtführer. Er begleitet uns noch bis zum Checkin am Flughafen. Nun steht unsere nächste Etappe an, der Flug ins nordaustralische Cairns.

4. Tag, 3.11.2018 Ankunft im australischen Cairns


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Nochmals ein Nachtflug: kurz nach Mitternacht, gegen 1.00 Uhr starten wir in Singapur Richtung Australien. Ein angenehmer Flug, der Flieger von Silk Air ist neu und nicht ausgebucht. Nach 6 Flugstunden und weiteren 2 Stunden Zeitverschiebung landen wir am Morgen bei 28 Grad im tropischen Nordosten Australiens, in Cairns.
Von Gabi, eine deutsche Reiseleiterin die hier lebt, werden wir ganz herzlich empfangen. Sie zeigt uns ein Stück ihrer Wahlheimat: Cairns hat so 180.000 Einwohner. Bei einer Rundfahrt informiert uns Gabi über die Geschichte der noch jungen Stadt ohne Strand – dafür mit einem kostenfreien Freibad.
An Zuckerrohrfeldern geht es vorbei in das bergige Hinterland Richtung Kuranda. Die Landschaft ist üppig grün, die Straße führt durch dichten Regenwald mit Baumfarnen und anderen urzeitlichen Pflanzen.
In Kuranda halten wir und bummeln durch den Ort. Für Einige von uns auch Gelegenheit für erste Einkäufe, wenn ich da so an Opale denke, von denen es hier wirklich eine verlockende Auswahl gibt :-). Damit haben wir die Zeit bis zum Einchecken im Hotel angenehm überbrückt. Unser Hotel befindet sich in dem hübschen kleinen Seebad Palm Cove. Den freien Nachmittag nutzen die Meisten von uns, um Schlaf nachzuholen. Für das Abendessen suchen wir uns ein schönes Lokal an der Esplanade. Auf dem Meer liegt ein Kreuzfahrtschiff auf Reede, bei näheren Hinsehen erkenne ich die Celebrity Solstice. Unser Kreuzfahrtschiff ist auf dem Weg nach Brisbane und Sydney.

5. Tag, 4.11.2018 Great Barrier Reef


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Die Koralleninsel Michaelmas Cay ist unser heutiges Ziel. Sie ist etwa 400 Meter lang und ragt bis maximal zwei Meter aus dem Meer. Die Insel befindet sich zwei Bootsstunden vor der Küste von Queensland und ist Teil des größten Korallenriffs der Welt, dem Great Barrier Reef.
Am Morgen gibt es an Bord der „Ocean Spirit" eine angenehme Überraschung – meine Kollegin Vanessa ist mit einer Australienreisegruppe auch auf dem Katamaran. Vor Michaelmas Cay unternehmen wir eine Eberhardt-Exklusiv-Tauchfahrt mit einem sogenannten Semisubmarine gemeinsam mit Vanessas Gruppe. Während der Unterwasserfahrt sehen wir viele verschiedene Weich- und Hartkorallen und Riffbewohner wie zum Beispiel Papageienfische, riesige Mördermuscheln und einen Hai. Über 900 Korallen- und 1.600 Fischartenarten leben hier am Great Barrier Reef. Das Riff ist das Ergebnis eines 14.000 Jahre andauernden Wachstumprozesses.
Wer möchte, tendert zur Insel. Hier halten sich derzeit ca. 6.500 Seevögel zur Brut auf. Wir können sie ganz aus der Nähe beobachten. Die Insel ist gleichzeitig Ausgangspunkt zum Baden im warmen Wasser oder zum Schnorcheln im Ganzkörperanzug. Dieser schützt vor der starken Sonne und vor Quallen.
Am Abend kehren wir nochmals in unser „Stammlokal" ein und gehen dann zeitig ins Bett, denn morgen müssen wir schon 4.30 Uhr zum Flughafen.

6. Tag, 7.11.2018, Flug nach Ayers Rock


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Eine kleine Boeing vom Typ Boeing 717-200 der Queensland and Northern Territories Air Services, kurz Quantas fliegt uns in zwei Stunden von der tropische Küste des Sonnenscheinstaates Queensland ins Outback der Region des „Uluru" wie man hier den Ayers Rock hier nennt.
Schon während des Fluges wird uns klar, warum man die Mitte Australiens das „rote Zentrum" nennt, denn über weite Strecken ist die Erdoberfläche rötlich gefärbt.
Noch am Morgen erreichen wir den kleinen Flughafen Ayers Rock, wo uns Marcel empfängt. Ich kenne Marcel bereits von einer früheren Reise und schätze seine Erfahrungen und sein umfangreiches Wissen über die Ureinwohner sehr. Aufgrund der frühen Anreise haben wir den ganzen Tag Gelegenheit für Unternehmungen im Kata Tjuta Nationalpark.
Bevor es losgeht, organisiert uns Marcel noch Fliegennetze gegen die lästigen „Flys". Dann fahren wir erstmal am Ayers Rock bzw. Uluru vorbei zu den die Kata Tjutas. Übersetzt bedeutet Kata Tjuta einfach nur „viele Berge". Genaugenommen sind es 36 Felskuppeln mit einer kräftigen rotbraunen Farbe. Mit Marcel wandern wir den Walpa Gorge Walk, Schlucht der „Olgas", wie die Kat Tjutas auch genannt werden. Namensgeber war ihr Entdecker Ernest Giles, der sie nach seinen Förderern aus dem Hause Württemberg benannte - Olga von Württemberg.
Nach verschiedenen Fotostopps kommen wir am frühen Nachmittag zum Hotel und ruhen uns erstmal aus, denn am Abend wollen wir ja noch zum Sonnenuntergang am Uluru. Diesen genießen wir dann bei einem Glas Sekt und einem kleinen Imbiss – ein schönes Naturschauspiel und wir haben Glück, dass uns Wolken nicht dieses Erlebnis nehmen.
Das Abendessen bereiten wir heute selbst zu. Wir grillen Kängurusteak, Hähnchenbrust, Baramundi oder Gemüse. Und wieder heißt es, möglichst zeitig ins Bett zu gehen, denn auch morgen geht es noch einmal früh los, wenn man den Sonnenaufgang am Uluru sehen möchte.

7. Tag, 6.11.2018, vom roten Zentrum nach Sydney


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Wie für den Sonnenuntergang gibt es auch für den Sonnenaufgang einen speziellen Beobachtungspunkt. Hier sind wir nicht allein, aber jeder findet seinen Platz, um den Inselberg mit einer Länge von etwa 3,5 Kilometer im Blick zu haben. Zuvor hatten wir noch einen Halt eingelegt, um die letzten Sterne am Himmel zu sehen, darunter drei der vier, welche das Kreuz des Südens bilden. Der Sonnenaufgang selbst fällt nicht so beeindruckend aus wie der Sonnenuntergang, was laut Marcel auch üblich ist, außerdem sind im Osten auch einige Wolken aufgezogen.
Im Kulturzentrum am Uluru frühstücken wir. Anschließend unternehmen wir mehrere kleine Wanderungen direkt am Ayers Rock. Jetzt strahlt auch die Morgensonne, so dass die kräftige rotbraune Färbung des Uluru wunderschön leuchtet. Am Uluru können wir verschiedene Gesteinsformationen erkennen. Marcel erklärt uns wie die Aborigines diese deuten und welche Geschichten sie damit verbinden. Ich glaube diese Traumzeit-Erzählungen sind für uns etwas sehr Ungewöhnliches und nicht immer ganz einfach zu verstehen. Wir sehen auch verschiedene Felsmalereien, heilige Stätten der Ureinwohner, Wasserstellen und eine der markantesten Formationen am Uluru, das sogenannte „Gehirn". Marcel kennt sich hier bestens aus und nach seinen Darstellungen hat er einen guten Draht zu den Ureinwohnern von deren Wissen er schöpft.
Dann wird es Zeit für unsere Weiterreise nach Sydney. Wir verabschieden uns von Marcel und vom Ayers Rock. Wer den 350 Meter hohen Inselberg noch sehen möchte, sollte sich beeilen, denn jährlich schrumpft er durch Erosion um 2,5 Zentimeter, bis er in 14.000 Jahren verschwunden sein wird. Nochmals einen herzlichen Dank an Marcel.
Drei Stunden benötigt Virgin Air um uns aus der Mitte dieses riesigen Landes nach Sydney zu fliegen. Wir sind pünktlich im Hotel und kommen rechtzeitig zum Abendessen in einem schönen australischen Pub. Ein hiesiger Pub ist keine „Kneipe", sondern es gibt auch eine gute Auswahl an Speisen. Das Bestellsystem ist uns etwas fremd – Getränke an einem Tresen holen und Speisen an einem anderen Tresen bestellen und gleich bezahlen. Am Nachbartisch sitzen nicht ganz zufällig meine Frau und Verwandte, die gerade Australien bereisen...

8. Tag, 7.11. 2018, Sydney Stadtrundfahrt


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Die heutigen Wetteraussichten sind bescheiden, es ist viel Regen angesagt, Uli spricht von „flüssiger Sonne". Die Realität ist zum Glück etwas angenehmer, der Regen setzt erst am späten Vormittag ein und es ist ein warmer und leichter Regen bei etwas über 20 Grad.
Am Vormittag zeigt uns Uli ihre Stadt. Zuerst halten wir direkt unter der riesigen Harbour Bridge. Schon 1932 erbaut, ist sie immer noch mit über 1.100 Meter Länge die größte Stahlbogenbrücke der Welt. Auch das berühmte Opernhaus können wir von hier zum ersten Mal sehen.
In der Innenstadt erfahren wir, dass ein Hotelzimmer zu Silvester mit Blick aufs Feuerwerk 4.000 Australdollar kosten kann und dass der Sydney Tower hier gern mit einem Besenstiel mit goldenem Eimer verglichen wird.
Beim nächsten Halt am botanischen Garten gibt es wieder eine tolle Aussicht – Sydneys Skyline, die Oper und Harbour Bridge nebeneinander.
Auf dem Weg vor bis zur Pazifikküste sehen wir verschiedene Buchten und Vororte im Stile einer Gartenstadt. Schöne Orte sind die Bucht mit den acht O – Woolloomooloo (das ist die Känguru Bucht, wo aus Hafenlagerhäusern Luxusappartements entstanden), Kings Cross (altes Hafen- und Rotlichtviertel), Rushcutters Bay (Bucht der Binsenschneider), Double und Rose Bay, Vaucluse. In den grünen Vororten zeigt sich der Frühling mit vielen Blüten von Jasmin, Tulpenbäumen und Jacaranda (lila blühende Bäume und zu dieser Jahreszeit ohne Blätter, aus Südamerika stammend). An der Pazifikküste halten wir am Hornby Leuchtturm, wo sich die Bucht von Sydney 1,6 Kilometer breit öffnet. Einen weiteren Halt legen wir am berühmten Bondi Beach ein. Nur das Wetter lädt nicht zum Baden ein.
Die Rückfahrt ins Stadtzentrum führt uns durch das schmucke Künstlerviertel Paddington bis zum Circular Quay, dem Hafen und Verkehrsknotenpunkt zwischen Oper und Harbour Bridge. Damit ist es schon wieder Zeit, sich von Uli zu verabschieden. Dir einen herzlichen Dank! (und wenn Du meinen Bericht liest, auf diesem Weg viele liebe Grüße...und unsere Kreuzfahrt war traumhaft schön!).
Bis zur Hafenrundfahrt nutzen wir die Zeit, um einen Blick in die berühmte Oper zu werfen. Anders als es der Name vermuten lässt, ist es vielmehr als nur Spielstätte für Opern. Als internationales Kultur- und Musikzentrum wird das Opernhaus auch für Theateraufführungen, Konzerte, Kinofilme mit Livemusik genutzt, sogar Box- und Wrestlingwettkämpfe werden hier ausgetragen...und manchmal kann man sich auch eine Oper ansehen.
Am Clarke Quay gehen wir nachmittags an Bord eines Schiffes für einen einstündige Hafenrundfahrt durch diesen riesigen Naturhafen. Das Wetter ist noch verregnet. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir morgen beim Auslauf unseres Kreuzfahrtschiffes bessere Bedingungen aus etwas anderer Perspektive von Deck 15 haben werden.
Am Nachmittag bleibt noch Zeit für eigene Unternehmungen. Unser Hotel ist schön zentral gelegen, nicht weit entfernt vom Circular Quay und vom QVB, also dem Queen Victoria Building, ein schönes historisches Kaufhaus.
Zum Abendessen sind wir in einem urigen Pub nicht weit vom Hotel. Wir stellen wieder fest, dass eine „kleine" Vorspeise (Starter) völlig ausreicht, so reichlich sind die Portionen. Mit am Tisch sitzen meine in Sydney lebende Nichte und ihr Partner. Herzlichen Dank an die Gruppe, dass sie mit am Tisch sein durften.

9. Tag, 8.11.2018 Sydney, Celebrity Solstice


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Letzte Nacht hat es viel geregnet, jetzt am Morgen ist die Luft schön klar und es strahlt die Sonne. Eine Woche sind wir jetzt unterwegs. Unser Vorprogramm zur Kreuzfahrt fühlt sich wie eine kleine Australien-Rundreise an.
Wir beginnen den Tag ruhig. Bevor es an Bord geht, unternehmen wir am Vormittag einen Spaziergang auf die Harbour Bridge. Die Brücke wird von 6 Millionen Nieten zusammengehalten und wurde in nur 8 Jahren Bauzeit errichtet (für die Oper hat man 14 Jahre gebraucht). Nach der Fertigstellung wurde sie mit 96 Lokmotiven auf ihre Standfestigkeit getestet. Von der Brücke aus haben wir einen fantastischen Ausblick auf das berühmte Opernhaus, die Skyline und auf unser Kreuzfahrtschiff, welches am „schönsten Liegeplatz der Welt" (Reiseleiterin Uli zitiert) liegt.
Im Hotel falten wir noch unsere Kofferanhänger fürs Schiff, damit das Gepäck auf unsere Kabinen geliefert werden kann. Dann bringt uns Fahrer Max am Mittag zum Cruise Terminal. Die Formalitäten wie Pass- und Sicherheitskontrollen sowie die Aktivierung der blauen Bordkarte (SeaPass) verlaufen erstaunlich zügig, es gibt kaum Wartezeiten und es sind nicht viele Passagiere im Terminal.
Dann ist es soweit. Auf Deck 5 werden wir mit einem freundlichen „Welcome" und einem Glas Sekt herzlich empfangen. Es geht gleich weiter auf Deck 14 zum Mittagsbuffet. Nach gefühlten 10 Minuten habe ich das Buffet abgelaufen und am Ende schon wieder vergessen, was es am Anfang gab, aber im Prinzip kann man sich kulinarisch durch die ganze Welt essen, vom deutschen Sauerkraut über Pizza und Pasta, asiatischer Küche usw. Nach dem Essen sind auch unsere Kabinen fertig und die Koffer angeliefert. Wir sind also ganz entspannt an Bord angekommen, aus meiner Sicht verlief alles viel einfacher als gedacht. Nun heißt es für uns, das Schiff zu erkunden, sich zu orientieren, ankommen. Es wird nicht lang dauern, dann kennen wir uns hier super aus und jeder hat sich eingerichtet.
Nachmittags findet die obligatorische Seenotrettungsübung statt. Für dieses lange deutsche Wort nutzt man hier einfach nur die Bezeichnung „drill". Einfach ist die Übung auch an sich, die Schwimmwesten bleiben unterm Bett und die Meisten müssen sich im Theater versammeln, wo aus der Übung eher eine amerikanische Show gemacht wird.
Am frühen Abend treffen wir uns zum Abendessen auf Deck 4 und testen unser „Classic Alkohol Getränkepaket". 18.45 Uhr heißt es dann „Leinen los". Im sanften Abendlicht setzt sich unser Schiff langsam in Bewegung. Mit seinen 15 Decks würde es nicht unter der Harbour Bridge durchfahren können. Von den oberen Decks haben wir eine fantastische Aussicht auf Sydney und seine Wahrzeichen, toll! Die Celebrity verlässt bei untergehender Sonne diesen wunderschönen Naturhafen durch die 1,6 km breite Hafeneinfahrt. Auf dem Pazifik angekommen, setzt eine leichte Schaukelbewegung ein, die uns gut schlafen lässt und nach meiner Beobachtung niemandem Probleme bereitet.

10. Tag, 9.11.2018, Seetag


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Heute ganz wichtig: entspannen! Nach einer intensiven ersten Woche haben wir uns etwas Ruhe verdient. Die Rahmenbedingungen für einen schönen Tag sind bestens – die Sonne scheint, die See ist ruhig (manchmal begleiten uns Delphine), rechts sehen wir die australische Küste und die organisatorischen Fragen sind besprochen.
Unbedingt erwähnen möchte ich das überaus freundliche Bordpersonal aus vielen verschiedenen Ländern, das auf seine Art mit zu dem „Sich Wohlfühlen" beiträgt. Einzig das häufige Ansprechen auf Spezialitätenrestaurants mit Zusatzkosten muss nicht sein.
An Bord steht uns eine riesige Auswahl an Angeboten zur Verfügung, neben Innen- und Außenpools, Fitnessraum, Massage, diverse Kurse, Bibliothek, Unterhaltung im Theater und den Außendecks, Boggia auf 2.000 Quadratmeter Naturrasen. Aber ein Luxus, den ich sehr schätze (insbesondere wenn man andere Kreuzfahrtschiffe dieser Größe kennt) ist der Platz auf diesem Schiff – es gibt kaum Engpässe, kein Gedränge um Sitzplätze, Liegen oder Schlangen beim Essen, sehr angenehm!
Abends testen wir das Buffet auf Deck 14 und tauschen unsere Erfahrungen vom Tag aus.
Morgen werden wir noch einmal das australische Festland betreten und von Melbourne aus einen Teil der Great Ocean Road bereisen.

11. Tag, 10.11.2018, Melbourne, Great Ocean Road


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Heute frühstücken wir zeitig, die Silhouette Melbournes ist schon zu erkennen und gegen 8.00 Uhr legen wir in Melbournes Bucht, der Philips Bay an. Wir nehmen heute an einen Ausflug der Reederei zur Great Ocean Road teil. Zu Beginn bekommen wir bei einer Orientierungsfahrt einen Eindruck von Australiens zweitgrößter Stadt, wo mit 5 Millionen ungefähr genauso viele Menschen leben wie in ganz Neuseeland. Laurien, unsere heutige Reiseleiterin meint, dass sich jeden Monat die Einwohnerzahl um mehr als 10.000 Bewohner erhöht. In der Innenstadt überqueren wir den Yarra Fluss, an dessen Ufern 1837 Melbourne gegründet wurde. Nach der Flinters Street kommen wir vorbei an Gebäuden der viktorianischen Zeit und durch China Town, eine der ältesten und größten chinesischen Kommunen außerhalb Chinas.
Bis zur eigentlichen Great Ocean Road, welche in Torquay beginnt, benötigen wir fast zwei Stunden. Torquay ist als beliebtes Surfrevier bekannt (wir würden es als Wellenreiten bezeichnen) und Ausrichter von internationalen Wettkämpfen. Nach einem Halt an der Steilküste von Torquay folgen wir der berühmten kurvenreichen Küstenstraße weiter Richtung Westen. Inzwischen habe ich auch die Möglichkeit, Lauriens Erläuterungen für uns zu übersetzen. Oft berichtet Laurien von Buschbränden, die um die Weihnachtsfeiertage der letzten Jahre, also in der absoluten Hochsaison für Chaos und Zerstörung gesorgt haben. An der Küste passieren wir verschiedene hübsche Küstenorte wie Anglesea oder Lorne. Lorne ist auch unser nächster Halt. Gleichzeitig eine gute Möglichkeit, kostenfreies WLAN zu nutzen und ein paar Nachrichten abzuschicken. Schließlich erreichen wir Apollo Bay, wo wir im Strandpark unser Mittagspicknick haben.
Die Rückfahrt verläuft durch das Hinterland, welches ebenfalls sehr sehenswert ist. Insbesondere das bis 300 Meter hohe Hügelland an der Küste ist aufgrund reichlicher Regenfälle erstaunlich grün und von einem dichten Wald mit verschieden Baumarten wie Eukalyptus oder Baumfarnen geprägt. Dahinter schließt sich Farmland an. Hier sind die von europäischen Siedlern angelegten „Windbroker", Baumreihen meist aus Zypressen bestehend, um heftige Winde zu zähmen.
Pünktlich um 17.30 Uhr erreichen wir unser Schiff. Doch die Crew ist schon ganz aufgeregt, weil wir 18.00 Uhr ablegen wollen und unser Bus der letzte ist. Während der Ausfahrt strahlt die Sonne, die uns tagsüber gefehlt hat. Noch ein letzter Blick auf die Skyline von Melbourne, dann ruft das Abendbuffet. Damit endet unser Besuch in Australien, was uns heute noch gar nicht so richtig bewusst ist. In Vorbereitung auf die nächste Zeitzone werden die Uhren in der kommenden Nacht um eine weitere Stunde auf 11 Stunden vor Deutschland gestellt.

12. und 13. Tag/ 11.und 12.11.2018, Seetage


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Deck 14, Sky Lounge. Ein angenehmer Ort zum Lesen, Reisebericht schreiben und für unseren Gruppentreff. Hier können wir schön im Halbkreis zusammensitzen, uns austauschen und einstimmen auf Neuseeland und unsere nächsten Reiseziele, das Fjordland und Dunedin.
Die oft als rau beschriebene Tasmanische See zeigt sich am Sonntag von ihrer sanften Seite, 2,5 Meter Wellenhöhe ist harmlos, trotzdem meint der Kapitän, dass er die Stabilisatoren noch etwas weiter ausfährt. Dazu scheint die Sonne bei angenehmen Temperaturen. Bei den zahlreichen Angeboten kommt keine lange Weile auf. Es ist eher schwierig, außerhalb seiner Kabine einen ruhigen Ort zu finden. Gut dran ist, wer eine Balkonkabine hat.
Für Sonntagabend ist zur Abwechslung die schicke Kleidungsvariante angesagt. Und in der Nacht zum Montag werden wir nochmals an der Uhr drehen, auf neuseeländische Zeit mit 12 Stunden vor Deutschland. Ein nettes Kärtchen abends auf dem Bett erinnert jeden an die Zeitumstellung. Mir gefällt der Spruch darauf „Time travel does really exist" – Zeitreisen gibt es wirklich ?. So langsam könnte man sich wirklich als Zeitreisender fühlen, wenn ich beim Schreiben am Laptop die deutsche Zeit am Bildschirm sehe, wird klar, zu Hause ist ja noch gestern...ja wir sind halt der Zeit voraus :-)
Am Montag begleitet uns weiterhin sonniges Wetter und eine relativ ruhige See. Im Fernsehen zeigt der BBC Wetterbericht ein großes Hochdruckgebiet über Neuseeland an, ich glaube, wir könnten Glück haben.

14. Tag, 13.11.2018, Fjordland – ein wunderschöner Tag


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Dicke Wolken und Regen das ist das Typische Wetter hier und so sieht es früh am Morgen auch aus, als wir die neuseeländische Küste erreichen. Doch schon kurz nach der Einfahrt in den Milford Sound klart es rasch auf und die Sonne kommt immer öfter durch die größer werdenden Wolkenlücken. Sonne im Milford Sound, wo es 8 Meter Regen im Jahr gibt, das ist ein seltenes Ereignis, wir haben sehr sehr großes Glück! Der Fjord ist meist weniger als ein Kilometer breit, so dass wir die nahezu senkrecht abfallenden Felswände und verschiedene Wasserfälle ganz aus der Nähe sehen können. Der Kapitän dreht die Celebrity am 155 Meter hohen Wasserfall Stirling Fall 360 Grad um die eigene Achse. Eigentlich eine schöne Sache mit wunderschönen Motiven, allerdings stimmt mich ein Blick auf unseren Schornstein auch nachdenklich, denn unsere Abgase passen so gar nicht in die intakte Natur des Nationalparks und UNESCO-Weltnaturerbes.... Aber zurück zu dieser grandiosen Landschaft. Diese ist voller Kontraste: Licht und Schatten, Sonne und Wolken, üppig grüner Küstenregenwald und schneebedeckte Berge sowie Salz- und Süßwasser. Das viele Regenwasser, welches in den Fjord strömt, überlagert das Meerwasser und gibt der Wasseroberfläche ein dunkles Antlitz. Bei unserer 360 Grad Drehung verdrängt die Celebrity das Süßwasser und hellblaues Salzwasser gelangt an die Oberfläche.
Inzwischen haben wir den mit 15 Kilometer eher kleinen Milford Sound verlassen und ich sitze gerade auf Deck 14 in der Sky Lounge. Ein paar Dekorationswolken zieren die grünen Küstenberge. Eine Landschaft wie im Film, ich denke da an Avatar oder Jurassic Park, die hier zum Teil gedreht wurden. Das schwer zugängliche Küstenland mit dichten Wäldern und hohen Bergen ist zu großen Teilen unerschlossen und weitgehend nur auf dem Seeweg zugänglich. Über Stunden keine Spuren, die Menschen hinterlassen haben, keine Straße, kein Haus, kein Funkmast, kein Windrad, keine Siedlung, über Stunden nicht einmal ein anderes Schiff. So eine Region bereisen zu können ist schon etwas ganz Besonderes und deshalb betrachte ich diesen Kreuzfahrttag als ganz großes Glück.
Mittag zieht es uns wieder auf das Außendeck. Die Einfahrt in Fjord Nummer 2, den Doubtful Sound steht an. Dieser ist deutlich länger und breiter. Offensichtlich wirkt der Fjord wie ein Trichter der die Winde verstärkt, denn zeitweise sind wir heftigen Böen ausgesetzt. Mit etwas Glück kann man heute Delphine, Robben, Pinguine oder Albatrosse beobachten. Ich kann bisher Robben und einen Hai verbuchen. Bei der Einfahrt in den dritten, den „düsteren Fjord", also Dusky Sound, begrüßt uns dann eine Schule von Delphinen. Im Dusky Sound sehen wir bei schönstem Wetter wieder das volle Programm: Wasserfälle, zahlreiche Inseln, üppiger Küstenregenwald und hohe Berge, zum Teil sogar schneebedeckt.
Zum Sonnenuntergang gehe ich nochmal an Deck. Ein Albatros dreht seine Runden dicht über dem Meer. Richtung Süden ist Stewart Island zu sehen. In einigen Minuten werden wir den südlichsten Punkt Neuseelands (Südspitze der Südinsel) passieren. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.

15. Tag, 14.11.2018, Dunedin und Otago Halbinsel


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Um 9.00 gehen wir von Bord in Port Chalmers, nahe Dunedin. Die Pier an der wir liegen ist nicht unbedingt für Passagiere gedacht, eher für´s Verladen von Holz. Es ist unser erster Landgang in Neuseeland. Als Kreuzfahrer genießen wir die neu in dieser Saison eingeführte Regelung, dass die Landausflüge ohne weitere Einreiseformalitäten stattfinden. Erst am letzten Tag beim Ausschiffen in Auckland werden wir offiziell in Neuseeland einreisen.
Bis zur Ankunft unseres Kleinbusses schauen wir uns in Port Chalmers um, suchen einen Internet Hotspot oder heben Geld vom Automaten ab. Schließlich fahren wir mit unserer lokaler Reiseleiterin Hildegard Richtung Dunedin und Otago Halbinsel. Ich darf auch mitfahren, es ist noch Platz neben dem Fahrer auf einem Klappsitz :-)
Die ersten Eindrücke von der Otago Halbinsel scheinen das typische Neuseelandbild – grüne Hügel mit Schafen und Kühen zu bestätigen. Dazu ist es Frühling und es blühen viele Pflanzen. Entlang der Küstenstraße des Naturhafens gelangen wir zur äußersten Landspitze, wo sich eine Albatross Brutkolonie befindet. Es ist weltweit die einzige Albatross Brutkolonie, welche auf Land und nicht auf einer Insel liegt. Von den etwa 250 Vögeln können wir einige beobachten. An der Steilküste sehen wir außerdem Kormorane (Hilde meint, niemand hat ihnen gesagt, dass sie nicht zum Fliegen gemacht sind...dafür sind sie sehr gute Taucher), Robben (gut getarnt und ziemlich weit entfernt), Weißkopflachmöwen (die sind gar nicht scheu und brüten zum Teil am Wegesrand) und Löffelreiher.
Inzwischen haben Hilde und ich geklärt, dass wir auch zum sogenannten Pinguin Place fahren können. Dort erhalten wir interessante Einblicke in das Leben der stark bedrohten Gelbaugenpinguine. Weltweit soll es nur noch 1.800 Exemplare geben, davon 700 auf der neuseeländischen Südinsel. Bei einem Spaziergang an der Küste stehen vorbereitende Brutkästen am Boden, abgeschirmt von den Artgenossen, denn sie mögen keine Nachbarn. 3 Brutplätze sind belegt und man kann darin einen brütenden Pinguin erahnen. Auch wenn hier der Gelbaugenpinguin im Mittelpunkt steht, die Natur hier ist wunderschön: ein toller Sandstrand eingerahmt von grüner Vegetation und Felsen. Auf den Felsen sind bei näherem Hinschauen Robben zu erkennen. Und die Flora hält für uns viele unbekannte Pflanzen bereit. Hilde lässt uns vom süßen Nektar der Flachsblüten probieren.
Zum Pinguin Place gehört noch ein Rehazentrum für verletzte Tiere. Derzeit werden hier 4 Gelbaugenpinguine gepflegt, welche wir ganz aus der Nähe beobachten können. Einer fällt aus der Reihe, er hat ein gestreiftes T-Shirt an, damit er sich nicht nachwachsende Federn rauszupft.
Auf der Rückfahrt zum Schiff halten wir am Glenfalloch Woodland Garten. Neben vielen heimischen sind auch zahlreiche eingeführte Pflanzen Teil des wunderschön angelegten Parkes. Uns fallen besonders baumhohe Rhododendren, Baumfarne und ein etwa 1.000 Jahre alter Matai Baum auf.
In Dunedin fahren wir durch die Innenstadt und kommen am zentralen Platz, dem Octagon vorbei. Wie der Name andeutet, ist der Grundriss des Platzes in Form eines Achteckes angelegt.
Kurz vor 18.00 Uhr erreichen wir pünktlich unser Schiff. Bei der Ausfahrt passieren wir die Albatross Kolonie. Dabei bestätigt sich was uns Hildegard gesagt hat: am Abend frischt der Wind auf, den die Albatrosse so mögen und so können wir zum Abschied die Albatrosse beim Fliegen beobachten.

16. Tag, 15.11.2018, Akaroa – Naturhafen im Vulkan


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Wenn man so will, fahren wir heute mit dem Schiff in einen Vulkan. Okay, dieser ist schon lang erloschen, aber noch deutlich in seiner Form zu erkennen. Der Vulkan hat eine schmale Öffnung zum Pazifik, welche die Zufahrt auf dem Wasserweg ins Innere der Banks Halbinsel ermöglicht.
Die Sonne scheint, es werden über 20 Grad, es fühlt sich an wie ein schöner Frühlingstag im Mai. Wir können den Tag ruhig angehen, denn unser Ausflug von der Reederei beginnt erst mittags. Das erste Mal bei dieser Kreuzfahrt werden wir heute Tendern. Das eröffnet uns ganz neue Perspektiven auf unser Schiff, weil wir es jetzt auch von außen sehen können.
In Akaroa angekommen, erwartet uns ein schmucker kleiner Ort. Geprägt von den französischen Siedlern finden wir hier ein französisches Flair mit Straßencafés, französischen Straßennamen und den Farben der Trikolore vor. Viele nutzen die Freizeit im Ort, um eine Postkarte zu schreiben oder via Internet Verbindung mit der Heimat aufzunehmen.
Unser 3-stündiger Ausflug beinhaltet eine Panoramafahrt und den Besuch des sogenannten Giant´s House. Dabei fahren wir bis hoch auf den Kraterrand, der über 500 Meter hoch liegt und tolle Ausblicke auf die Bucht von Akaroa und die Pazifikküste bietet. Wir erfahren, wie Vulkane und die Eiszeit diese grandiose Landschaft geformt haben und warum die zierlichen Opossums hier ein Plage sind. Das „Haus der Riesen – The Giant´s House" erweist sich als Künstlerhaus, Kunstgallerie, Skulpturenpark und Mosaikgarten. Einst blickte ein kleines Mädchen aus dem Tal hinauf auf das Haus und dabei erschien es ihr so riesig groß, das sie glaubte, da müssten Riesen drin wohnen. Und schon hatte das Haus seine Namen. Ihre heutige Bewohnerin Josie Martin hat daraus ein Kunstwerk entstehen lassen, das wirklich einen Besuch lohnt.
Und so hatten wir wieder einen wunderschönen Tag.

17. Tag, 16.11.2018, Wellington – die windige Hauptstadt


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Ich weiß nicht, ob die Einwohner Wellingtons auch Windstille kennen. Mir scheint in Wellington geht es nur darum, wie stark der Wind weht. Und ich glaube, wir haben heute ganz normale Windverhältnisse für hiesige Maßstäbe.
Wir unternehmen am Vormittag eine halbtägige Rundfahrt „Wellington Panorama" von der Reederei. Wir beginnen am Nationalmuseum Te Papa. Allerdings ist das Museum nicht auf unseren Besuch vorbereitet, wir müssen eine halbe Stunde warten, bis es öffnet, was unsere Besichtigungszeit entsprechend verkürzt. Auch für den Botanischen Garten und den Aussichtspunkt Mount Victoria hätten wir uns mehr Zeit gewünscht. Der Busfahrer ist so freundlich und setzt uns an der Talstation der Cable Car ab, nachdem er uns auch die Shuttle Busstationen gezeigt hat. So können wir jetzt, wer möchte, eine kleine eigene Tor unternehmen: die rote Cable Car gehört zu den Wahrzeichen Wellingtons. Wir fahren mit der Bahn hinauf zum Botanischen Garten, den wir in Ruhe ohne Zeitdruck besichtigen. Neben der heimischen Flora befinden sich hier auch Pflanzen aus verschiedenen Regionen der Welt wie z. B. Australien. Auch verschiedene interessante Vögel sind zu sehen. Zurück in die Innenstadt am Hafen geht es wiederrum mit der Cable Car. Am Lambton Quay bummeln wir an Geschäften vorbei. Ein Straßenstand mit frisch geernteten Süßkirschen lädt zum Kosten ein, allerdings liegt der Kilopreis bei stolzen 28 Neuseeländischen Dollar, rund 15 Euro.
Den Tag lässt jeder auf seine Art ausklingen. Zwischendurch treffen wir uns wie zum gemeinsamen Abendessen am Stammtisch auf Deck 14 während die Celebrity die Bucht von Wellington verlässt.
Nach den Ausflügen der letzten Tage freuen wir uns alle auf einen entspannten Seetag morgen.

18. Tag, 17.11.2018, Seetag


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Am Vormittag besprechen wir gemeinsam unser Programm für die letzten Tage in Neuseeland. Wir befinden uns aktuell in Sichtweite der Mahia Halbinsel am 178. Längengrad. Viel weiter weg von Deutschland geht es nicht. Kapitän Tasos Kafetzis hält 10.00 Uhr in seinem unverwechselbaren Englisch mit griechischem Akzent seine tägliche Ansprache über den Bordfunk.
Es ist wieder ein schöner sonniger Tag mit angenehmen Temperaturen und ruhiger See. Die besten Voraussetzungen für einen erholsamen Tag. Am Abend ist „Evening Chic", also die schicke Kleidungsvariante angesagt. Passend dazu haben wir uns zum Abendessen für das Grand Epernay Restaurant auf Deck 4 entschieden. Die Auswahl von Fisch, über Ente bis Hummer ist ausgezeichnet. Dazu ein gutes Glas Wein, Chardonnay ist beliebt...natürlich kann es auch einfach eine heiße Schokolade sein :-)

19. Tag, 18.11.2018, Tauranga


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Die Meisten von uns unternehmen von Tauranga aus einen Ganztagesausflug in die Region Rotorua, bekannt als eine geologisch sehr aktive Zone mit blubbernden Schlammlöchern, Thermalquellen, Geysiren und Fontänen. Zunächst lernen wir die Strandfront von Tauranga mit hübschen und nicht ganz billigen Villen kennen. Busfahrer Paul muss nach Rotorua einen großen Umweg fahren, weil die geplante Route aufgrund eines Verkehrsunfalls gesperrt ist. Damit brauchen wir länger bis ans Ziel und Paul hat noch mehr Zeit um fast ohne Unterbrechung über Land und Leute zu reden. Wir fahren an Kiwifruchtplantagen vorbei und hören dabei vom Unterschied zwischen grünen und goldenen Kiwis.
Trotz der Verspätung schaffen wir unser Programm ohne Eile und mit ausreichend Zeit an den Besichtigungspunkten. Das sind:
- Wai-O-Tapu, die farbigen Thermalquellen,
- der Rotorua See mit Schifffahrt und Mittagessen,
- die Thermalfelder von Whakarewarewa in Te Puia am Rande von Rotorua.
Die Thermalfelder von Whakarewarewa sind bekannt für Blasen werfende Schlammlöcher und den 30 m hohen Pohutu-Geysir, der mehrmals am Tag ausbrechen soll, nur eben nicht gerade zu unserer Besuchszeit. Die weitläufige Anlage beherbergt auch eine Station für die Aufzucht von Kiwivögeln. Hier werden Eier ausgebrütet und die Jungtiere aufgezogen, um ihre Überlebenschancen zu verbessern. Da sie nachtaktiv sind, können wir sie im abgedunkelten Raum allerdings nicht erkennen. Zum Abschluss besuchen wir im Maori-Museumsdorf eine Vorführung der Maori. Unverkennbar ist ihre polynesische Abstammung.
Pünktlich, 15 Minuten vor der letzten Frist erreichen wir unser Schiff in Tauranga. Wir liegen in einem sehr schönen Naturhafen. An dessen Zufahrt befindet sich direkt am Meer und dem Hauptstrand der Mount Maunganui, ein erloschener Vulkankegel.

20. Tag, 19.11.2018, Bay of Islands


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Mit der Bay of Islands erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Kreuzfahrt, ca. 100 Kilometer von der Nordspitze Neuseelands entfernt. Bay of Islands, die Bucht der Inseln, über 140 sind es. Wir verteilen uns heute auf verschiedene Ausflüge: Zwei unternehmen eine Radtour, drei Gäste sind mit dem Kanu zum Waitangi Wasserfall unterwegs und ich begleite sechs Gäste mit dem Tenderboot nach Waitangi. Dort spazieren wir zum historischen Treaty House (der Ort wo 1840 der Vertrag zwischen den Maori und der britischen Krone geschlossen wurde) und weiter nach Paihia entlang der schönen Bucht. Mit einer Fähre setzen wir nach Russel über, ein hübscher kleiner Ort der mal kurze Zeit Hauptstadt Neuseelands war. In Russel besteigen wir ein Ausflugsboot zur Delphinbeobachtung und zur Felseninsel „Hole in the Rock". Das mit den Delphinen hat ganz gut geklappt, wir konnten einige Tiere beobachten. Von einem anderen Ausflugsboot nebenan versuchen einige mit den Delphinen zu schwimmen. An einige der schönsten Inseln fahren wir dichter heran. Es ist eine wunderschöne Landschaft mit Traumbuchten. In einer dieser Buchten landete 1769 James Cook. Zum Abschluss des Ausfluges kommt das Loch im Felsen, dass wir tatsächlich mit dem Boot durchfahren.
Pünktlich zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen sind wir wieder alle an Bord. Nun geht die schöne Zeit zu Ende und es heißt Koffer packen.

21. und 22. Tag / 20.11. und 21.11.2018 Auckland und Heimreise


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Am frühen Morgen noch eine letzte Ansage von Kapitän Tasos Kafetzis in seiner unverwechselbaren Art, dann gehen wir 7.00 Uhr von Bord. Kaum zu glauben, dass schon 12 Tage vergangen sind, seitdem wir in Sydney auf das Schiff kamen. Mir selbst fällt es schwer, die Celebrity zu verlassen, war es doch eine wunderschöne Zeit, die wir auf dem lieb gewonnenen Schiff verbracht haben.
In Auckland unternehmt Ihr mit Gesa eine Stadtrundfahrt. Für mich war leider kein Platz im Kleinbus. Selbst in dieser Millionenstadt bindet die Celebrity die Transportmittel erheblich. Gemeinsam treten wir dann am Nachmittag unsere lange Heimreise von 20.000 Kilometer im Airbus A 380 an (Auckland-Singapur 8.900 km in 10 Flugstunden und Singapur-Frankfurt 11.080 km in knapp 13 Stunden).
Und da wir gerade bei Zahlen sind: Mit der Celebrity haben wir 3.123 Seemeilen zurückgelegt, das sind 5.784 km.
35 Stunden nach der Ausschiffung in Auckland erreichen wir Frankfurt. Es wird etwas dauern, bis wir richtig angekommen sind, wir müssen uns an winterliche Temperaturen und eine 12-stündige Zeitverschiebung gewöhnen.


Auf der Celebrity fragte mich einmal ein amerikanisches Ehepaar im Fahrstuhl, ob ich als Reisebegleiter eine gute Gruppe oder „trouble maker" (Störer) hätte. Ich sagte ihnen, dass ich eine ganz liebe Gruppe hätte, so wie gute Bekannte, die miteinander verreisen.

Es hat mir wirklich außerordentlich Freude bereitet, mit Euch diese faszinierende Reise zu unternehmen. Vielen Dank dafür! Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns mal wieder sehen würden!

Nach einer Reise werden wir gefragt, was einem besonders gut gefallen hat. Ich denke da spontan an den Tag im Fjordland. Aber damit möchte ich die anderen Tage nicht missen oder weniger schätzen. Und was das Wetter betrifft, hatten wir abgesehen von einem Regentag in Sydney gute Bedingungen und besonders auf der neuseeländischen Südinsel Traumwetter und damit großes Glück, denn sowohl vor uns als auch nach uns sah es hier nicht so gut aus.

An dieser Stelle möchte ich mal ins Bewusstsein rücken, dass es ganz viele Personen sind, die zum Gelingen solch einer Reise beitragen, ohne dass wir sie alle gesehen haben: auf dem Schiff die Kofferträger aus Jamaika, den Philippinen, Argentinien..., die von diesem Job ihre Familie ernähren, Köche, Zimmer- und Servicepersonal, technische Mitarbeiter, Kapitän und Offiziere, an Land örtliche Reiseleiter, denkt an David, Gabi, Marcel, Uli, Hildegard, Gesa, in Kesselsdorf Produktmanagerin Mandy und die Mitarbeiterinnen von der Flugabteilung und alle die ich jetzt vergessen habe.

Ich hoffe, dass Ihr die ersten Tage zu Hause gut bewältigt, die innere Uhr wieder ins Gleichgewicht bringt und dann die vielen schönen Erinnerungen an unsere Reise verarbeiten könnt. Wenn dazu mein Bericht und meine Fotos ein wenig beitragen können, würde mich das sehr freuen.Bleibt gesund, alles Gute und vielleicht auf ein nächstes Mal
Frank.

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Toll gemacht! Ich habe die Reise soeben im Sessel noch einmal wiederholt. Obwohl die Eindrücke überwältigend waren, tauchen in meinen Erinnerungen an erster Stelle die Fjorde auf! Ich werde diesen Tag auf Deck sicher nie vergessen. Es war eine super Reise. Alles hat gestimmt! Eine sehr angenehme Gruppe, ein kompetenter Reisebegleiter, was will mam mehr? Selbst das Wetter war uns gut gesonnen.

Cäcilie Jansen
03.12.2018
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