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Große Rundreise durch Polen

Reisebericht: 17.08. – 28.08.2025

Höchste Zeit, Polen kennenzulernen! Unser östlicher Nachbar liegt vor der Haustür und wartet mit historischen Städten und vielen Überraschungen auf uns. Eine Reise voller Entdeckungen!

Christin Kuschka

Ein Reisebericht von
Christin Kuschka

Tag 2 - Bromberg  – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 2 - Brda-Fluss in Bromberg – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 3 - Schiefer Turm von Thorn – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 3 - Artushof, Thorn – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 3 - Motlawa-Kai, Danzig – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 3 - Neptunbrunnen, Danzig – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 5 - Marienburg – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 7 - Staakenbootsfahrt auf der Krutynia, Krutyn  – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 7 - Krutyn-Eiche, Krutyn  – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 10 - Alte Synagoge, Kazimierz – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 10 - St. Maria Magdalena Platz, Krakau – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL) Tag 10 - Florianstor, Krakau – © Christin Kuschka (Eberhardt TRAVEL)

Tag 1, 17.08.2025: Posen heißt uns willkommen

Die Vorfreude ist spürbar, als wir am Morgen unsere Reise nach Polen antreten. Von Chemnitz aus führt uns die Route über Dresden und Frankfurt an der Oder direkt ins Herz Großpolens. Während der Himmel zu Beginn noch bewölkt über der sächsischen Landschaft hängt, lassen wir die deutschen Städte hinter uns und freuen uns auf das, was vor uns liegt.
Als wir am frühen Nachmittag Posen erreichen, begrüßt uns die Stadt mit einem wahren Wettergeschenk: Die Sonne bricht durch die letzten Wolken, und bei angenehmen 24°C können wir endlich die Jacken im Bus lassen. Doch bevor wir uns in unserem Hotel einrichten, erwartet uns bereits das erste Highlight – ein geführter Rundgang durch die Altstadt.
Zusammen mit unserer charmanten Stadtführerin Katarzyna entdecken wir die Schönheiten von Posen. Der bezaubernde Stary Rynek, der alte Marktplatz, empfängt uns mit seinem einzigartigen Flair. Das prächtige Renaissance-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit seiner berühmten Geißbockuhr steht majestätisch im Zentrum, während die bunten Bürgerhäuser ringsum von der reichen Handelsgeschichte der Stadt erzählen. Katarzyna erzählt uns die amüsante Geschichte der zwei mechanischen Ziegenböcke, die seit Jahrhunderten täglich um 12 Uhr aus dem Rathausturm erscheinen und sich duellieren.
Nach dem informativen Rundgang haben wir noch etwas Zeit zur freien Verfügung auf dem belebten Marktplatz. Die perfekte Gelegenheit, eines der berühmten Posener Martinshörnchen mit ihrer süßen Weißmohnfüllung zu kosten – ein wahres Gedicht! Andere aus unserer Gruppe entscheiden sich für ein kühles polnisches Bier in einem der gemütlichen Straßencafés und genießen das entspannte Treiben auf dem Platz. Mit wundervollen ersten Eindrücken von dieser lebendigen Stadt endet unser Eröffnungstag schließlich bei einem köstlichen Abendessen im Hotel. Polen hat uns bereits am ersten Tag mit seiner Herzlichkeit und seinem Charme verzaubert – wir sind gespannt, was uns morgen erwartet!

Tag 2, 18.08.2025: Von der Wiege Polens ans Weichselufer

Mit einem reichhaltigen Frühstück starten wir gestärkt in unseren zweiten Reisetag. Die Koffer sind schnell verladen, und während draußen eine leichte Bewölkung für angenehme Temperaturen sorgt, nehmen wir Abschied von Posen und setzen unseren Weg fort. Unser erster Halt führt uns nach Gnesen, der ersten Hauptstadt Polens und spirituellem Herz des Landes. In der majestätischen gotischen Kathedrale, einst Krönungskirche der polnischen Könige, werden wir ehrfürchtig still. Hier ruhen die Gebeine des heiligen Adalbert, des ersten Schutzpatrons Polens, dessen Überreste der polnische König einst hierher bringen ließ. Die berühmte Gnesener Bronzetür mit ihren 18 Reliefs, die das Martyrium des heiligen Adalbert darstellen, erzählt uns eine tausendjährige Geschichte von Glaube und Macht. Anschließend setzen wir unsere Fahrt fort und verlassen Großpolen. Wir erreichen die Woiwodschaft Kujawien-Pommern, wo uns in Bromberg ein interessanter Spaziergang durch die wasserreiche Stadt erwartet. Unsere Stadtführerin Nadzieja führt uns durch das “polnische Venedig” mit seinen historischen Speichern und der malerischen Mühleninsel, wo Brahe und Weichsel der Stadt ihren besonderen Charme verleihen. Bei einer ausgiebigen Mittagspause können wir die entspannte Atmosphäre der Hafenstadt auf uns wirken lassen. Am Nachmittag erreichen wir schließlich unser heutiges Ziel: Thorn, die vom Deutschen Orden 1233 gegründete Stadt an der Weichsel. Die mittelalterliche Altstadt, seit 1997 UNESCO-Welterbe, empfängt uns mit ihrem einzigartigen Charme. Nach einem köstlichen Abendessen im Hotel lockt uns der milde Abend zu einem entspannten Spaziergang entlang der Weichselpromenade. Während einige aus unserer Gruppe den Tag gemütlich ausklingen lassen, genießen andere den Blick auf das sanft fließende Wasser der Weichsel und die beleuchtete Silhouette der historischen Altstadt.
Wieder einmal zeigt Polen seine vielen Gesichter – von der spirituellen Tiefe Gnesens über das maritime Flair Brombergs bis hin zur mittelalterlichen Pracht Thorns. Morgen werden wir diese faszinierende Stadt genauer erkunden!

Tag 3, 19.08.2025: Auf Kopernikus’ Spuren nach Danzig

Nach einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück treffen wir uns mit unserer bewährten Stadtführerin Nadzieja direkt am Hotel. Gemeinsam spazieren wir durch das mittelalterliche Thorn, dessen UNESCO-Welterbe-Altstadt uns in eine andere Zeit entführt. Die gotischen Backsteinbauten erzählen von der Blütezeit der Hanse, und überall begegnet uns der berühmteste Sohn der Stadt: Nikolaus Kopernikus, der hier 1473 das Licht der Welt erblickte. Doch Thorn hat noch eine andere süße Berühmtheit: die jahrhundertealten Thorner Lebkuchen! Während wir durch die kopfsteingepflasterten Gassen wandeln, liegt der verführerische Duft von Honig, Ingwer und exotischen Gewürzen in der Luft. Diese “Pierniki” werden seit dem 13. Jahrhundert hier gebacken und haben Thorn zur Lebkuchenhauptstadt Polens gemacht. Wir entdecken zahlreiche traditionelle Lebkuchengeschäfte, deren kunstvolle Auslagen zum Probieren einladen. Nach der faszinierenden Stadtführung haben wir noch Zeit für eine entspannte Mittagspause, bevor wir am frühen Nachmittag unseren Weg fortsetzen. Unser Ziel: Pommern mit seiner stolzen Hauptstadt Danzig an der Ostsee. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich das maritime Danzig, wo wir unser zentral gelegenes Hotel für die nächsten zwei Nächte beziehen. Die Vorfreude auf diese legendäre Hansestadt ist spürbar! Nach einem leckeren Abendessen im Hotel zieht es einige aus unserer Gruppe zu einem gemütlichen Spaziergang entlang des historischen Mottlau-Kais. Im sanften Abendlicht spiegeln sich die prächtigen Bürgerhäuser in den Hafengewässern, während die charakteristischen Kräne und alten Speicher von Danzigs großer Vergangenheit als Handelsmetropole erzählen. Was für ein Tag voller Kontraste: Von den süßen Geheimnissen Thorns bis zur salzig-frischen Luft der Ostseeküste. Morgen werden wir dann Danzig in all seiner Pracht erkunden!

Tag 4, 20.08.2025: Danzig zeigt seine vielen Gesichter

Nach unserem reichhaltigen Frühstück begrüßt uns der Tag heute regnerisch – aber das kann unserer Vorfreude auf Danzig keinen Abbruch tun! Um 9 Uhr starten wir zusammen mit unserer Stadtführerin Anna direkt vom Hotel aus. Mit dem Bus fahren wir zunächst in den ruhigen Stadtteil Oliwa, wo uns die imposante Kathedrale erwartet.
Die Zisterzienser-Kathedrale zu Oliwa beeindruckt uns bereits von außen, doch das wahre Highlight wartet im Inneren: Die gigantische Orgel mit über 7.500 Pfeifen, erbaut zwischen 1763 und 1788 von Johann Wulf und Friedrich Rudolf Dalitz. Als die ersten Töne erklingen, sind wir alle wie verzaubert – die prachtvolle barocke Orgelfront mit ihren beweglichen Figuren und filigranen Schnitzornamenten ist ein wahres Kunstwerk. Das beeindruckende Orgelkonzert lässt uns den Regen draußen völlig vergessen. Zurück im Zentrum von Danzig begeben wir uns dann zusammen mit Anna zu Fuß auf eine spannende Entdeckungsreise durch die alte Hansestadt. Die liebevoll restaurierten Bürgerhäuser der Rechtstadt erstrahlen in allen Farben, und die backsteinerne Marienkirche – Polens größte Kirche – beeindruckt uns mit ihrer gewaltigen Größe. Der Lange Markt mit dem berühmten Neptunbrunnen und das historische Krantor erzählen von Danzigs glorreicher Hansezeit.
Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns mit vielen tollen Impressionen und Geschichten von Anna. Pünktlich zur Mittagszeit zeigt sich langsam die Sonne hinter den Wolken – welch ein Geschenk! Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung, und einige aus unserer Gruppe nutzen die Gelegenheit, bei nun sonnigem, wenn auch windigen Wetter mit dem Piratenschiff zur geschichtsträchtigen Westerplatte zu fahren. Hier begann am 1. September 1939 mit dem Beschuss durch die “Schleswig-Holstein” der Zweite Weltkrieg, und die kleine polnische Garnison von 182 Soldaten hielt sieben Tage lang tapfer gegen 1.500 deutsche Angreifer stand. Für alle anderen bleibt aber auch genügend Zeit, um in eines der vielen gemütlichen Lokale einzukehren und bei Sonnenschein eine typisch polnische Kleinigkeit zum Mittag zu probieren – vielleicht Pierogi oder einen herzhaften Bigos? Die Sonne macht das Flanieren durch die Gassen noch schöner, auch wenn der Wind etwas frisch bleibt. Am Abend treffen wir uns alle wieder gemeinsam zum Abendessen im Hotel und lassen diesen letzten Abend in Danzig gemütlich ausklingen. Morgen heißt es Abschied nehmen von dieser faszinierenden Stadt, die uns heute alle ihre Gesichter gezeigt hat – vom regnerischen Morgen bis zum sonnigen, wenn auch windigen Nachmittag.

Tag 5, 21.08.2025: Von der Hansestadt ins Herz Masurens

Heute verlassen wir das maritime Danzig und setzen unsere Reise durch Polen fort. Die Sonne begleitet uns von Beginn an und macht diesen Tag zu einem wahren Geschenk für alle Sinne. Nur etwa 60 Kilometer von Danzig entfernt erreichen wir die imposante Marienburg (Malbork). Die größte Backsteinburg der Welt erhebt sich majestätisch am Ufer der Nogat. Von 1309 bis 1454 war sie der Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens, und bei unserer spannenden Tour durch die gewaltigen Mauern und prunkvollen Säle erfahren wir vieles Interessantes über diese 1274 begonnene Festung, benannt nach der Schutzpatronin des Ordens, der Heiligen Maria. Die drei Baukomplexe – Hochschloss, Mittelschloss und Vorburg – erzählen vom mächtigen Ordensstaat und seiner bewegten Geschichte. Anschließend setzen wir unseren Weg fort und machen vorbei an Elbing und legen dann noch einen überraschenden Zwischenstopp am berühmten Oberländischen Kanal. Dieser technische Leckerbissen aus dem Jahr 1860 ist eine wahre Kuriosität: Auf fünf sogenannten Rollbergen überwinden die Schiffe 104 Höhenmeter, indem sie auf Schienenwagen über Land “fahren”. Das 144,3 Kilometer lange System verbindet zahlreiche Seen zwischen Elblag und Ostróda miteinander und ist weltweit einzigartig in seiner Konstruktion. Dann führt uns die Reise weiter durch die Woiwodschaft Ermland-Masuren, die idyllische Region mit sanften Hügeln, dichten Wäldern und über 2.000 kristallklaren Seen, auch bekannt als “Land der tausend Seen”. Wir passieren Allenstein (Olsztyn), die Hauptstadt der Region, und erreichen schließlich unser heutiges Ziel: Sensburg (Mragowo). Diese vom Deutschen Orden im 14. Jahrhundert gegründete Stadt liegt traumhaft inmitten der masurischen Seenplatte. Hier beziehen wir unser Hotel, das direkt am malerischen Czos-See gelegen ist. Nach dem Abendessen lädt der sonnige Abend zu einem gemütlichen Spaziergang ein – ein Uferweg führt direkt am See entlang und bietet uns die perfekte Gelegenheit, die friedliche Atmosphäre Masurens auf uns wirken zu lassen. Was für ein Kontrast zu den geschäftigen Hansestädten der vergangenen Tage! Hier in Sensburg, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden, können wir die Seele baumeln lassen und die unberührte Schönheit der masurischen Landschaft genießen.

Tag 6, 22.08.2025: Masurische Impressionen zwischen Himmel und Geschichte

Heute starten wir wieder gemütlich in den Tag, und eine spannende Rundfahrt durch die traumhaften Masuren erwartet uns. Die Sonne begrüßt uns freundlich und taucht die Seenlandschaft in ein goldenes Licht. Vor unserer Abfahrt lernen wir unsere örtliche Führerin Katarzyna kennen, die uns den ganzen Tag über begleiten wird. Mit ihren spannenden Geschichten und ihrer herzlichen Art bringt sie uns die Seele Masurens näher. Gemeinsam fahren wir zunächst zur Heiligelinde (Swieta Lipka), dem bekanntesten Wallfahrtsort Masurens. Dieser bedeutende polnische Marienwallfahrtsort liegt harmonisch in die grüne Landschaft eingebettet. Die wunderschöne Wallfahrtskirche ist ein prächtiger Barockbau aus dem 17. Jahrhundert, errichtet von den Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert. Im Inneren lauschen wir andächtig einer beeindruckenden Orgelpräsentation – die prunkvolle barocke Orgel mit ihren beweglichen Engelsfiguren ist ein wahres Kunstwerk und versetzt uns in Staunen. Anschließend führt uns unser Weg zu einem ganz anderen, aber nicht weniger bedeutsamen historischen Ort: der Wolfsschanze. Diese Anlage in der Nähe von Rastenburg (Ketrzyn) war eine von 21 Führerhauptquartieren, in dem Adolf Hitler den größten Teil des Zweiten Weltkrieges verbrachte. Der Komplex aus 200 Gebäuden für 2000 Personen wurde 1940-44 als Führerhauptquartier im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Sowjetunion errichtet. Bei der interessanten Führung über das weitläufige Gelände erfahren wir viel über diesen düsteren Abschnitt der Geschichte. Besonders eindringlich ist die Erinnerung an den 20. Juli 1944, als hier Graf von Stauffenberg sein Attentat auf Hitler verübte. Dann setzen wir unseren Weg durch die masurische Landschaft fort. Am Nachmittag bewölkt es sich langsam, und ein frischer Wind zieht auf, aber das kann unserer Stimmung keinen Abbruch tun. Unser letztes Ziel an diesem ereignisreichen Tag ist Nikolaiken (Mikolajki), liebevoll das “masurische Venedig” genannt. Die kleine Hafenstadt liegt malerisch zwischen mehreren Seen und verzaubert uns mit ihrem maritimen Charme. Bei einem Rundgang durch das Zentrum entdecken wir die hübschen bunten Häuschen und den lebendigen Hafen. Anschließend haben wir noch etwas freie Zeit – perfekt für einen Kaffee in einem der gemütlichen Cafés. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken – von spiritueller Andacht über geschichtliche Mahnung bis hin zu natürlicher Schönheit – kehren wir schließlich zu unserem Hotel zurück. Die Masuren haben uns heute alle ihre Facetten gezeigt!

Tag 7, 23.08.2025: Masurische Überraschungen auf dem Weg zur Hauptstadt

Heute verlassen wir die Masuren und machen uns auf den Weg in die Hauptstadt Polens nach Warschau. Doch vorher erwartet uns unsere Reiseleiterin noch mit einer wundervollen Überraschung – unser Weg führt uns durch die eindrucksvolle Johannisburger Heide (Puszcza Piska), das größte zusammenhängende Waldgebiet Masurens mit über 1.000 Quadratkilometern unberührter Natur. Das Wetter zeigt sich heute durchwachsen – erst sonnig, dann ab und zu kurze Regenschauer, die uns aber nichts ausmachen. Wir erreichen das malerische Dorf Krutyn, das als Perle der masurischen Wasserwege gilt. Hier erwartet uns eine wunderschöne und entspannte Staakenbootsfahrt über die kristallklare Krutynia. Der fast 100 Kilometer lange Fluss gilt als einer der schönsten Wasserwege Polens und führt uns sanft gleitend durch eine verwunschene Landschaft, in der die Natur regiert. Das Wasser der Krutynia ist so klar, dass wir die Kiesel auf dem Grund zählen und sogar Fische beobachten können. Nach dieser entspannenden Fahrt unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang zum berühmten Naturdenkmal “Zakochana Para” - das “Verliebte Paar”. Hier können wir ein wahres Naturwunder bestaunen: Ein 270 Jahre alter, 27 Meter hoher Kiefernbaum hat sich in inniger Umarmung mit einer 160 Jahre alten, 18 Meter hohen Eiche verbunden. Diese beiden majestätischen Bäume, die sich mit ihren Ästen liebevoll umschlingen, sind zu einem Symbol der ewigen Liebe geworden und ziehen jährlich tausende Besucher in ihren Bann. Anschließend bleibt uns noch Zeit, den hier bekannten masurischen Honig zu probieren und zu kaufen – ein süßes Andenken an diese zauberhafte Region. In einem gemütlichen masurischen Restaurant genießen wir unser Mittagessen mit großzügigen und köstlichen Portionen, die uns noch einmal die herzhafte Küche der Region näherbringen. Dann setzen wir unseren Weg Richtung Warschau fort und tauschen die stille Seenlandschaft gegen das pulsierende Leben der Großstadt. Am späten Nachmittag treffen wir in Polens Hauptstadt ein, wo unser modernes Hotel in der Nähe des imposanten Kulturpalastes auf uns wartet. Nach einem leckeren Abendessen lassen wir den Tag Revue passieren – morgen werden wir Polens Hauptstadt dann ganz intensiv erkunden! Von der mystischen Stille der masurischen Wälder bis zu den lebhaften Straßen Warschaus – Polen zeigt uns auch heute wieder seine faszinierenden Kontraste.

Tag 8, 24.08.2025: Warschau – Phoenix aus der Asche

Heute erkunden wir Warschau, Polens Hauptstadt mit knapp zwei Millionen Einwohnern, zusammen mit unserer Stadtführerin Trauta ganz intensiv. Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir am Vormittag mit Bus und zu Fuß in eine der beeindruckendsten Städte Europas. Draußen ist es spürbar kälter geworden – ein frischer Wind weht uns um die Ohren, aber das kann unserer Begeisterung für diese außergewöhnliche Stadt keinen Abbruch tun. Die Fahrt durch die moderne Metropole zeigt uns zunächst das Warschau von heute: breite Boulevards, gläserne Hochhäuser und den imposanten Kulturpalast, der das Stadtbild prägt. Doch dann erreichen wir den wahren Höhepunkt – die rekonstruierte Altstadt Warschaus, die uns mit ihrer Geschichte tief berührt. Es ist kaum zu glauben, aber die malerische Altstadt mit ihren bunten Bürgerhäusern, die uns heute so harmonisch und mittelalterlich erscheint, war 1945 zu fast 100 Prozent zerstört. Was wir heute bewundern, ist ein wahres Wunder des Wiederaufbaus: Bis 1957 dauerte die akribische Rekonstruktion, wobei man sich entschied, die Altstadt auf der mittelalterlichen Parzellenstruktur wiederaufzubauen. Der Marktplatz der Altstadt (Rynek Starego Miasta) mit seinen farbenfrohen Fassaden und gemütlichen Straßencafés wurde so detailgetreu rekonstruiert, dass die UNESCO ihn 1980 zum Weltkulturerbe erklärte – eine einzigartige Anerkennung für einen Wiederaufbau. Das königliche Schloss am Schlossplatz mit der stolzen Sigismund-Säule erzählt von polnischen Königen und ihrer bewegten Geschichte. Der Wiederaufbau des vollständig zerstörten Königsschlosses begann 1971 und wurde 1988 mit Spenden vieler Polen aus dem In- und Ausland abgeschlossen – ein wahres Zeichen der Verbundenheit des polnischen Volkes mit seiner Hauptstadt. Nach dieser bewegenden Stadtbesichtigung steht uns der Rest des Tages zur freien Verfügung. Einige aus unserer Gruppe nutzen die Zeit, um zum Kulturpalast zu fahren und sich Warschau von oben anzuschauen – trotz der kühleren Temperaturen ein atemberaubender Blick über diese pulsierende Metropole. Am Abend treffen wir uns zu einem letzten gemeinsamen Abendessen in Warschau. Morgen werden wir unseren Weg fortsetzen und diese beeindruckende Stadt hinter uns lassen. Warschau hat uns gezeigt, dass aus Asche und Trümmern etwas noch Schöneres entstehen kann – eine Stadt, die niemals aufgegeben hat.

Tag 9, 25.08.2025: Von der Hauptstadt zur Königsstadt

Nach dem Frühstück verlassen wir Warschau und machen uns auf den Weg in Richtung der ehemaligen Hauptstadt Krakau. Doch bevor wir die legendäre Königsstadt erreichen, legen wir noch einen bedeutsamen Stopp in Tschenstochau ein – dem wichtigsten Wallfahrtsort Polens. Hier, auf dem “Hellen Berg” Jasna Góra, erhalten wir eine sehr interessante und umfangreiche Führung durch das ehrwürdige Paulinerkloster. Das Gnadenbild der Schwarzen Madonna, das jährlich von rund vier Millionen Pilgern aus mehr als 80 Ländern besucht wird, befindet sich seit dem 14. Jahrhundert in der Marienkapelle. Auch wir können einen kurzen, ehrfürchtigen Blick auf dieses außergewöhnliche Kunstwerk erhaschen. Heute sind besonders viele Pilger hier unterwegs – das ist sehr beeindruckend zu erleben! Die als Schwarze Madonna von Tschenstochau bekannte Marienikone ist “nicht nur in die Religiosität Polens hineingewachsen, sondern auch in die Kultur und Tradition der Nation”. Seit 1656 trägt die Schwarze Madonna mit Kind Kronen auf dem Kopf, die auf den Titel “Unsere Liebe Frau, Königin von Polen” hinweisen. Die Atmosphäre der tiefen Andacht und des Glaubens, die wir hier spüren, bewegt uns alle zutiefst. Nach diesem spirituellen Erlebnis setzen wir unseren Weg nach Krakau fort, wo wir am späten Nachmittag eintreffen. Die alte Königsstadt empfängt uns mit ihrer majestätischen Silhouette – unser modernes Hotel liegt ideal vis-à-vis der imposanten Wawelburg, dem Symbol polnischer Herrschaft durch die Jahrhunderte. Nach dem Einchecken und Beziehen unserer Zimmer treffen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen wieder. Die Vorfreude auf die Erkundung dieser geschichtsträchtigen Stadt ist spürbar!
Danach machen wir mit allen, die noch Lust haben, einen gemütlichen Spaziergang ins Zentrum von Krakau. Die abendliche Atmosphäre in der mittelalterlichen Altstadt ist magisch – die beleuchteten Bürgerhäuser des Hauptmarktes, die größten mittelalterlichen Marktplatzes Europas, die gotische Marienkirche und die lebendigen Straßencafés lassen uns sofort in den Bann dieser außergewöhnlichen Stadt ziehen. Hier lassen wir den Abend gemütlich ausklingen und stimmen uns auf die kommenden Entdeckungen ein. Von der spirituellen Tiefe Tschenstochaus bis zur königlichen Pracht Krakaus – auch heute zeigt uns Polen wieder seine vielen faszinierenden Facetten!

Tag 10, 26.08.2025: Königliches Krakau – Geschichte und Gegenwart

Der Tag startet sonnig und mit einem tollen Frühstücksbuffet – perfekte Voraussetzungen für unsere intensive Erkundung Krakaus! Heute erkunden wir zusammen mit unserer örtlichen Stadtführerin Aleksandra diese faszinierende Stadt, die über 600 Jahre lang Hauptstadt Polens war. Zuerst führt uns unser Weg nach Kazimierz, das berühmte jüdische Viertel von Krakau. Dieses Stadtviertel trägt den Namen zu Ehren seines Gründers Kasimir des Großen und zählt heute neben dem Ghetto in Venedig zu den am besten erhaltenen jüdischen Stadtteilen Europas. Nach der Austreibung der Juden aus Krakau im Jahr 1494 siedelten sich viele der Vertriebenen hier auf der anderen Seite des Flusses an. Bei unserem kleinen Spaziergang entdecken wir noch immer sechs Synagogen und schauen uns die ehrwürdige Alte Synagoge an, die von der jahrhundertelangen jüdischen Kultur zeugt, die hier bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs blühte. Anschließend geht es zum majestätischen Wawel, dem 26 Meter hohen Burgberg über der Weichsel. Diese ehemalige Residenz der polnischen Herrscher war jahrhundertelang das Herz Polens, bis Krakau 1596 seinen Status als Hauptstadt an Warschau verlor. Nach einer kurzen Mittagspause schauen wir uns die prachtvolle Wawel-Kathedrale an – ein wahres Nationalheiligtum für die Polen, wo sich seit 1320 fast alle polnischen Herrscher krönen und bestatten ließen. Zum Abschluss unserer Führung geht es ins Zentrum von Krakau, in die bezaubernde Altstadt. Hier entdecken wir nicht nur den stolzen Rathausturm und die berühmten Tuchhallen, sondern besichtigen auch die imposante gotische Marienkirche. Aleksandra erzählt uns die faszinierende Geschichte des Trompetensignals, das stündlich vom Kirchturm ertönt und stets abrupt abbricht – eine Erinnerung an den Tatarensturm von 1241, als ein Trompeter die Stadt vor den herannahenden Feinden warnte, jedoch von einem Pfeil getroffen wurde, bevor er sein Signal vollenden konnte. Der weitläufige Hauptmarkt (Rynek G*ówny) beeindruckt uns als einer der schönsten und größten mittelalterlichen Marktplätze Europas. Elf verschiedene Straßen münden auf diesen 200 mal 200 Meter großen Platz, der von restaurierten Bürgerhäusern und Adelspalästen umrahmt wird – ein wahrhaft königlicher Anblick! Der Rest des Nachmittags steht uns zur freien Verfügung, um diese außergewöhnliche Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend treffen wir uns alle im Hotel zum gemeinsamen Abendessen wieder – ein letzter Abend in Krakau, bevor wir morgen unseren Weg in Richtung Breslau fortsetzen. Was für ein Tag voller Geschichte und Schönheit! Krakau hat uns mit seiner königlichen Pracht und seiner bewegenden Vergangenheit tief beeindruckt.

Tag 11, 27.07.2025: Finale in Breslau – Stadt der Zwerge und Wunder

Wir starten mit einem leckeren Frühstück in einen sonnigen Tag – die perfekte Kulisse für unsere letzte Station! Heute geht es von Krakau nach Breslau (Wroc*aw), der historischen Hauptstadt Niederschlesiens und Kulturhauptstadt Europas 2016. Diese über 1000 Jahre alte Stadt am Ufer der Oder empfängt uns am Nachmittag mit ihrem einzigartigen Charme. Hier stößt unsere Stadtführerin Beata zu uns, die uns in den nächsten Stunden ihre geliebte Stadt zeigen wird. Zunächst besuchen wir den imposanten Breslauer Dom St. Johannes der Täufer auf der malerischen Dominsel. Dieser gotische Prachtbau wurde zwischen 1244 und 1341 errichtet und ist eines der Wahrzeichen von Breslau. Als “Mutter der schlesischen Kirchen” bezeichnet, ist er das prachtvollste Bauwerk der gotischen Sakralarchitektur. Die beiden Türme erreichen mit ihren modernen Helmen eine beeindruckende Höhe von 97 Metern. Anschließend geht es in die zauberhafte Altstadt, wo uns eine ganz besondere Überraschung erwartet. Denn Breslau ist nicht nur für seine prächtigen Bürgerhäuser und das gotische Rathaus am Rynek berühmt, sondern auch für seine weltbekannten Zwerge! Mittlerweile sollen es über 700 Gnome sein, die die Stadt überziehen – und jeder davon hat sein eigenes Motiv. Besonders bunt treiben es die Zwerge auf dem Marktplatz, wo wir den Blick nach unten richten müssen, um diese neue Welt zu entdecken. Beata führt uns durch die Altstadt mit ihren wundervoll restaurierten Gebäuden. Der große Marktplatz (Rynek) bildet das Herzstück der Stadt, und das gotische Rathaus mit seinen markanten Giebeln zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Europas. Bei unserem Rundgang begegnen wir nicht nur den berühmten Figuren von Hänsel und Gretel, sondern entdecken auch den einen oder anderen der liebevollen Zwerge, die seit den 1980er Jahren die Stadt bevölkern. Nach dieser faszinierenden Stadtführung haben wir noch etwas freie Zeit, um auf eigene Faust weitere Zwerge zu suchen oder einfach die entspannte Atmosphäre dieser besonderen Stadt zu genießen. Dann geht es zu unserem Hotel, wo uns ein letztes gemeinsames Abendessen erwartet – ein würdiger Abschluss unserer unvergesslichen Polen-Rundreise. Morgen treten wir den Heimweg an, doch Breslau mit seinen Zwergen und seiner märchenhaften Altstadt wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Was für ein gelungenes Finale dieser wunderbaren Reise durch unser östliches Nachbarland!

Tag 12, 28.08.2025: Abschied von unserem Nachbarland Polen

Der Morgen begrüßt uns mit einem Hauch von Wehmut – es ist unser letzter Tag in Polen. Bereits beim Frühstück spüren wir, dass heute etwas anders ist. Die Koffer sind gepackt, und wir genießen bewusst jede Minute dieses letzten gemeinsamen Frühstücks unserer polnischen Reise. Der Tag zeigt sich von seiner sonnigen Seite mit noch angenehmen Temperaturen, auch wenn am Horizont bereits erste Wolken aufziehen – als wolle uns das Wetter einen würdigen Abschied bereiten. Nach dem Verladen der Koffer verlassen wir Breslau mit einem letzten Blick auf die Silhouetten der Oder-Stadt. Unser Bus trägt uns durch die schlesische Landschaft, während draußen die polnischen Dörfer und Felder an uns vorbeiziehen. Die Stimmung ist eine Mischung aus Vorfreude auf das, was uns noch erwartet, und einem leisem Bedauern, dass diese wunderbare Reise ihrem Ende entgegengeht. Unser erstes Ziel führt uns nach Waldenburg zum prachtvollen Schloss Fürstenstein – Ksi** auf Polnisch. Was für ein majestätischer Anblick! Das drittgrößte Schloss Polens thront wie ein steinerner Gigant inmitten seiner 300 Hektar großen Parkanlage. Während wir durch die prunkvollen Innenräume wandeln, erzählen die barocken Säle und reich verzierten Zimmer Geschichten von längst vergangenen Zeiten. Die warmen Sonnenstrahlen, die durch die hohen Fenster fallen, tauchen alles in ein goldenes Licht und verleihen unserem Rundgang eine fast märchenhafte Atmosphäre. Der anschließende Spaziergang durch die weitläufige Parkanlage wird zu einem meditativen Erlebnis – hier können wir die Seele baumeln lassen und die Schönheit der gepflegten Gärten auf uns wirken lassen. Voller neuer Eindrücke setzen wir unseren Weg fort nach Jawor zur berühmten Friedenskirche. Von außen wirkt das Bauwerk tatsächlich recht unscheinbar – doch kaum betreten wir das Innere, verschlägt es uns den Atem. Die barocke Pracht und die schiere Größe dieses protestantischen Gotteshauses sind überwältigend. Während wir andächtig durch die Kirchenbänke wandeln, erfahren wir die bewegende Geschichte dieser UNESCO-Welterbestätte. Es ist ein berührender Moment der Stille in unserem ereignisreichen Tag. Mit diesen letzten, tiefen Eindrücken von Polen nehmen wir Abschied von unserem östlichen Nachbarland. Während wir die Grenze überqueren, begleiten uns zunächst noch heiße 33 Grad, doch die aufziehenden Wolken kündigen bereits den Wetterumschwung an. Unser Bus trägt uns sicher über Dresden in Richtung Chemnitz, und langsam, ganz langsam löst sich unsere kleine Reisegemeinschaft auf. Jeder nimmt seine ganz persönlichen Erinnerungen mit nach Hause. So endet eine wirklich unvergessliche Reise durch unser faszinierendes Nachbarland Polen – ein Land, das uns mit seiner Geschichte, seiner Kultur und vor allem mit der Herzlichkeit seiner Menschen tief berührt hat. Die Bilder von Krakaus mittelalterlichen Gassen, Warschaus pulsierendem Leben, den beeindruckenden Kirchen, Burgen und Schlössern und nicht zuletzt von diesem wunderschönen letzten Tag werden uns noch lange begleiten. Polen hat uns gezeigt, dass Nachbarschaft mehr bedeutet als nur geografische Nähe – es ist eine Brücke zwischen Kulturen und Menschen.


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