Frühling an der polnischen Ostsee – März 2026
Reisebericht: 21.03. – 28.03.2026
15 Singles und Alleinreisende genießen Ostsee, Sonne, traumhafte Strände, Küsten und polnische Geschichte hautnah
Ein Reisebericht von
Marlies Thrum
Samstag, 21. März 2026– Anreise nach Kolberg
Wie immer starten wir ausgesprochen zeitig, knapp 600 Kilometer liegen vor uns. Die ersten Gäste steigen bereits am Betriebshof in Kesselsdorf zu, eine große Gruppe am Dresdner Flughafen und weitere Gäste am Flughafen Berlin. Dann ist erst einmal Kaffeepause angesagt bevor wir die letzten Gäste in Ahrensfelde begrüßen. Hier wechseln auch unsere Fahrer, David übernimmt von Frank, der uns bis hierher sicher und routiniert durch den dichten Nebel gefahren hat. Kurz danach verlassen uns bereits erste Gäste, sie werden mit einem Extra-Transfer nach Swinemünde gefahren. Wir nehmen weitere Kilometer Richtung Polen unter die Räder und passieren bald schon die Grenze. Eine gute Gelegenheit für eine zeitige Mittagspause und zum Geld-Wechsel. Auf gut ausgebauten Autobahnen geht es weiter nach Norden, die Sonne siegt über den hartnäckigen Hochnebel und ab jetzt begleitet sie uns am strahlend blauen Himmel. Der Turm der Marienbasilika in Kolberg grüßt als erstes und dann landen wir im... Chaos. Es waren zwar Straßensperrungen angesagt worden wegen einer Lauf- Veranstaltung im Kurpark, die waren aber wesentlich weiträumiger als angekündigt. Keine Chance, vorerst zu unserem Hotel zu gelangen. Stattdessen wurden wir gelotst und landen am Hotel Ikar, hier sollten Gäste mit unserem Bus die Heimreise nach Dresden antreten: also suche ich die Gäste zusammen und als wir sie endlich im Bus haben muss David Kunststücke mit dem Bus fahren, um aus der engen Auffahrt wieder hinaus zu manövrieren. Applaus belohnt die Aktionen. Jetzt sind auch die Sperrungen aufgehoben, so dass wir zu unserem Hotel fahren können. Mit herzlichem Applaus verabschieden wir uns von Frank und David und checken ein. Für einige Gäste kann ich noch den Transfer zu ihrem Hotel organisieren und dann hieß es erst einmal: ankommen.
Der Nachmittag ist frei und so lade ich zu einem ersten Strandspaziergang ein, dem auch fast alle Gäste folgen. Zum Strand und dann bis zur Kolberger Seebrücke, immerhin die zweitlängste Betonseebrücke Polens. Wir genießen die ruhige Ostsee, Sonne satt und blauen Himmel. Über die Promenade geht es zurück zum Hotel, pünktlich zum Abendessen sind wir zurück. Eine lange Tafel wurde für uns gestellt und so können wir das umfangreiche Buffet zum Abendessen gemeinsam genießen. Es bleibt etwas Zeit bis zum offiziellen Begrüßungs- Termin. Wir verkrümeln uns in den Wintergarten der Bar, Zeit für eine kleine Vorstellungs- Runde.
Eine Etage höher begrüßt uns dann Margarita offiziell und stellt uns das Hotel und Kolberg vor. Ihre Empfehlung für einen Willkommens- Trunk setzen wir gleich um, in der Orangerie sitzen wir noch zusammen, genießen unseren Drink aus Orangensaft und alkoholfreien Curacaosirup. Sehr bunt und sehr lecker. Dann fordert das zeitige Aufstehen seinen Tribut, wir verabschieden uns, bis morgen. Danke für einen schönen ersten gemeinsamen Tag.
Sonntag, 22. März 2026, wir lernen Kolberg kennen
Es ist Sonntag, wir können ausschlafen und ein spätes Frühstück genießen. Unser Programm beginnt erst zum Mittag also genießen viele Gäste das wunderbare ruhige Wetter am Strand. Auch die Ostsee scheint heute früh noch zu chillen, so ruhig ist sie. Dazu Sonne satt und strahlend blauer Himmel... wenn man bedenkt, dass die Region 350 Windtage im Jahr hat sind wir ziemlich glücklich, zwei der windstillen erwischt zu haben. Zum Mittag begrüßt uns Sylwester, unser Guide. Mit ihm und unseren Busfahrer Richard erkunden wir Kolberg. Es geht durch das Kurviertel etwas aus der Stadt heraus nach Altstadt. Hier wurde 880 die erste Festung Kolberg gegründet. Heute steht hier eine kleine Kapelle, in der gerade ein Gottesdienst stattfindet. Weiter geht es über die Persante zum Hafen. Ein kleiner Yachthafen liegt vor dem Handelshafen, hier landen 60 Prozent des Fischfangs an der polnischen Küste. Wir steigen aus und spazieren zum Hafen. Ausflugsschiffe liegen hier, auch die Viking, leider fährt sie derzeit nicht hinaus. Dafür aber die Monika III, das werden wir an unserem freien Tag ausprobieren... Gegenüber steht der Kolberger Leuchtturm, er wurde in der größten Panzerschlacht an der polnischen Ostsee im 2. Weltkrieg zerstört und sofort 1945 wieder aufgebaut. Wir bummeln weiter zum Denkmal der Vermählung Polens mit dem Meer, weiter durch den Kurpark zu einem Gedenkort für den bis zur Nazi-Zeit hier befindlichen jüdischen Friedhof. Bis zur Pandemie-Zeit gab es ein jährliches internationales Treffen, leider aktuell nicht mehr. Jetzt geht es zum Bus und Richard fährt uns zur Salzinsel. Hier entstand ein Freilichtmuseum für die Salzsieder, die einst Reichtum für die Stadt brachten. Schade, dass es nicht ganz fertig gestellt werden konnte, aber wir können die Salzsiedepfannen sehen und auch aus der Quelle kosten, die von einem unterirdischen See gespeist wird und um die 6 % Salzgehalt hat. Nun ja, lecker ist anders... Wir fahren weiter, folgen der Persante und an einem Denkmal für die Lachse des Flusses steigen wir wieder aus. Wir haben die Alte Neustadt erreicht. Ein seltsamer Name, aber wenn man weiß, dass die komplette Altstadt zerstört war, dann kann man das nachvollziehen. Ein einziges Haus ist erhalten geblieben, Das gehört heute zum Komplex des Militärmuseums. Wir spazieren weiter und Sylwester erzählt uns von den Marians-Figuren. Eine steht hier mit großem Blasinstrument und Sammelbox. Sie steht für die größte Spendensammlungsaktion des Landes, die Ende eines jeden Jahres zugunsten des polnischen Gesundheits-Systems erfolgt. Von hier aus sehen wir bereits die Marienkirche, die 1986 von Papst Johannes Paul II. zur Marienbasilika geweiht wurde. Wir können uns umsehen und Sylwester erzählt von den schiefen Säulen, dem ungewöhnlichen siebenarmigen Leuchter und der Geschichte der Kirche. Nicht weit von der Kirche befindet sich das Rathaus der Stadt: ein Schinkelbau. Der rote Backstein leuchtet in der Nachmittags-Sonne und das Wappen der Stadt über dem Eingang erzählt von Schwänen und dem Schwanenpfennig. Nun ist Zeit für eine Stärkung und wir spazieren zum "Henkerhaus", zum Domek Kata. Ein so liebevoll restaurierter alter Speicher, dass wir alle völlig in seinem Bann sind. Wir dürfen ganz oben im Rittersaal Platz nehmen und schon kommen leckerer Apfelkuchen und Kaffee. Natürlich müssen wir uns auchz auf den anderen Etagen umsehen, viele Fotos werden gemacht und dann geht es gemeinsam zum Bus. Richard bringt uns zurück zum Hotel und wir verabschieden uns von ihm und Sylwester. Ein gemeinsames Abendessen beschließt unseren Tag und wer mag genießt den Blick von der Dachterrasse im 11. Stock und vielleicht einen Cocktail dazu.
Montag, 23. März 2026– Ausflug an die Hinterpommersche Bernsteinküste
Heute erkunden wir die Bernsteinküste. Wir treffen uns am Morgen mit Sylwester am Hotel. Richard wartet bereits mit dem Bus auf uns und so starten wir Richtung Westen. Schon nach kurzer Zeit passieren wird Dzwirzyno. Hier mündet der Fluss Resko in die Ostsee: auf Deutsch Kampa. Kurz darauf macht uns Silvester auf einen Gedenkstein aufmerksam. Er erinnert an die Opfer des Flugzeugabschusses, bei dem mehr als 80 Kinder ums Leben kamen. Der Kamper See wurde früher als Stützpunkt für Wasserflugzeuge genutzt und mit ihnen sollten die Kinder aus den Kriegsgebieten evakuiert werden. In Mrzezyno dann unser erster Stopp für heute: hier mündet die Rega in die Ostsee und das wollen wir uns natürlich anschauen. Also fährt uns Richard zum Hafen und wir haben Gelegenheit die frühe Morgenstunde hier an der Mündung der Rega in die Ostsee zu verbringen. Weiter geht unsere Fahrt auch auf den Spuren des berühmten Malers Lionel Feininger; er hat viele Bilder und Skizzen von den Orten hier an der Ostseeküste gezeichnet und gemalt, so auch die Kapelle in Triebs, die wir sehen oder die Heilig-Geist-Kapelle in Treptow. Hier steht auch ein besonderer Turm: der Grützenturm. Die Bewohner der Stadt mußten sich gegen Eindringlinge wehren und als ihre Munition verschossen war warfen sie heiße Grütze von diesem Turm- daher der Name. In Swierzno sehen wir die Kapelle, die von den Flämings gestiftet wurde. Eine Familie die hierher aus dem brandenburgischen kam und über Jahrhunderte die Geschicke der Gegend geprägt hat. Endlich erreichen wir unser erstes Ziel für heute: die kleine Stadt Camin Pomorski . In ihrer Kathedrale befindet sich die zweitgrößte Orgel Polens. Sie hat 3000 Orgelpfeifen und das Konzert, das wir gleich erleben werden, ist so zusammengestellt, dass wir von der kleinsten bis zur größten alle hören werden.
Alle sind total beeindruckt. Silvester führt uns dann durch die Kirche, zeigt uns den ältesten Teil, die Gebeinkammer und schließlich dürfen wir auch den Klostergarten der Kaminer Kathedrale besuchen. Hier steht eine über 300 Jahre alte Eiche und eine mehr als 600 Jahre alte Eibe. Wenn die erzählen könnten... in die Säulengänge fällt wunderschön das Licht hinein und wir können ein wenig auf den Spuren der damaligen Mönche wandeln. Dann geht es in die Stadt, nahe am Rathaus befindet sich ein wunderschönen restauriertes Haus und hier im Pod Muzami können wir unsere Kaffeepause genießen. Gleich gegenüber steht das Caminer Rathaus, das wir uns selbstverständlich anschauen, wir werfen einen Blick zum Wolliner Tor und laufen dann hinunter zum Caminer Haff. Ein Schiffswrack ist während eines großen Sturmes hier im Haff freigelegt worden und es wurde an dem kleinen Hafen wieder zusammengesetzt. Beeindruckend, wie man damals auf dem Wasser unterwegs war. Ein Spaziergang am Hafen entlang rundet unseren Besuch hier ab und dann geht es mit Richard weiter zur Küste. Der kleine Ort Hoff ist unsere nächste Station. Hier steht die wohl romantischste Kirchruine, die man sich vorstellen kann. Eigentlich, so erzählt Silvester, war das Meer hier mehr als zwei Kilometer entfernt. Aber nach und nach holte sich das Meer Stück für Stück und riss die Kirche mit ins Wasser, nur die Südmauer ist erhalten geblieben. In einer aufwendigen Befestigungsaktion konnte sie gerettet werden, eine Aussichtsterrasse lässt uns die wunderbare stille Ostsee heute genießen und den strahlend blauen Himmel. Eine kleine Meerjungfrau sitzt neben der Kirchruine auf dem Stein und wir erfahren natürlich auch ihre Geschichte. Die Promenade entlang geht es zurück zum Bus und Richard fährt uns zum nächsten Ziel: den kleinen Küstenort Horst. Schon von weitem grüßt hier der Leuchtturm und wer möchte kann natürlich hinaufsteigen. Dann geht es in den Miniaturpark, hier werden alle 15 Leuchttürme der polnischen Ostseeküste im Verhältnis 1 zu 10 gezeigt. Wir bekommen eine Vorführung: sehen den Vorläufer des Nebelhorns: die Kanone und auch das Leuchtfeuer wird uns demonstriert. Dann kann jeder individuell die vielen Exponate anzuschauen denn neben den Leuchttürmen gibt es hier auch große Gebäude z. B das Rathaus von Kolberg, die Marienkirche und so weiter und so fort. Nebenan befindet sich ein kleines Freilichtmuseum, das um diese Jahreszeit leider noch geschlossen ist, und so spazieren wird zurück zum Leuchtturm und zum Bus. Damit endet unser Ausflug hier an der Bernsteinküste, Richard bringt uns nach Kolberg und wie immer beschließt ein gemeinsames Abendessen unseren Tag.
Dienstag, 24. März 2026 – Ausflug nach Stettin
Heute geht es nach Süden. Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir nach Stettin. Mit einer kleinen Servicepause erreichen wir am Vormittag den Stettiner Hafen. Hier fließt die Regalitza, ein Nebenarm der Oder. Von der Schlossbrücke schauen wir auf die Panitz. An der Hakenterrasse schließlich parken wir und können uns umschauen. Den Namen hat diese Terrasse vom langjährigen Bürgermeister der Stadt: Hermann Haken. Er veranlasste den Bau mit Blick auf die Oder und den Hafen von Stettin, imposant das Wojewodschaftsgebäude oberhalb der Terrasse und natürlich auch die Ausbildungsstätten der Marine. Am Hafen soll ein ehrgeiziges Projekt umgesetzt werden: bis 2050 sollen hier die Floating Gardens entstehen, die schwimmenden Gärten von Stettin. Weiter geht unsere Fahrt durch die Stadt: Wir sehen das französische und auch das jüdische Viertel und halten am Stadtratsgebäude mit seinen wunderschönen Platanen- Alleen. Gegenüber erhebt sich das Denkmal für die Taten Polens: drei Adler, die sich in die Luft schwingen. Auf der anderen Seite das grüne Stadtratshaus mit dem Denkmal für Papst Johannes Paul II. davor. Wir bummeln durch die Platanenalleen, genießen die bunten Krokusse, die jetzt überall wachsen- der Frühling ist da. Von hier aus geht es zurück in die Stadt, wir fahren an der Philharmonie vorbei- ein ungewöhnliches Gebäude. Viele stören sich an dem Weiß der Außenhülle, aber es wird abends und nachts farbig illuminiert- schade dass wir das heute nicht sehen können. Dafür sehen wir das Schloss der pommerschen Herzöge, da darf natürlich ein kleiner Bummel bis in den Innenhof nicht fehlen. Das Glockenspiel der Uhr haben wir gerade knapp verpasst, dafür amüsieren wir uns über das Gesicht, dessen Augen mit dem Minutenzeiger mirgehen.... Auch dem alten Rathaus von Stettin starten wir einen Besuch ab, dem wunderschönen alten Marktplatz und dann geht es an der Peter und Paul Kirche vorbei mit dem Bus zum Pazimturm. Hier im 22. Stock ist das Café 22. Wir können eine gute Pause einlegen und den Blick von hier oben auf die Stadt genießen. So gestärkt machen wir uns auf den Rückweg, an eindrucksvollen Häusern und Toren geht es vorbei, zurück zum Hafen und über die Schlossbrücke dann wieder Richtung Kolberg. Wir kommen genau richtig zum Abendessen und danach sitzen viele noch in der Orangerie-Bar zusammen und lassen den Tag Revue passieren
Mittwoch, 25. März 2026 – Freizeit
Heute ist ein freier Tag und jeder gestaltet ihn nach seinen Wünschen und Vorstellungen. Mit einigen Gästen spaziere ich am Strand entlang, unser Ziel ist der Kolberger Hafen. Hier wollen wir mit der Monika III aufs Meer hinaus fahren. Unterwegs sehen wir einen kleinen Heuler, der sich verirrt hat. Es ist schon alles abgesperrt ringsherum und ein Rettungsdienst für Seehunde ist unterwegs, um ihn zur Auffangstation zu bringen. An der Seebrücke von Kolberg geht es vorbei und auch am Leuchtturm. Dann geht es an Bord, zwar nieselt es leicht aber ansonsten ist die See so ruhig, dass wir eine Ausfahrt wagen. Außerhalb des Hafens schaukelt es aber doch ganz ordentlich. Also geht es relativ zügig wieder retour und mit einer kleinen Hafenrundfahrt vorbei an der Viking, dem Piratenschiff und dem Handelshafen geht es zurück zur Anlegestelle. Es nieselt immer noch vor sich hin. Also verkrümeln wir uns ins Pod Vinogronami- ein Restaurant, das ähnlich wie das Domek Kata wunderschön restauriert wurde. Wir lassen es uns schmecken und siehe da- nach dem Mittagessen hat auch die Sonne einen Einsehen: blauer Himmel und Sonnenschein empfangen uns. Individuell geht es zum Hotel zurück und ich kann unterwegs noch einige kleine Souvenirs für unsere Gäste als Erinnerung an unserer Reise erstehen. Das gemeinsame Abendessen bringt uns alle wieder zusammen und dann geht es in die obligatorische Orangerie- Bar oder in die Bar im 11 Stock.
Donnerstag, 26. März 2026– Freizeit oder Ausflug nach Swinemünde und Wolin
Auch heute ist wieder ein freier Tag und wer wollte konnte sich dem fakultativen Ausflug nach Swinemünde und auf die Insel Wollin anschließen. Wir folgen wieder der Küstenstraße, Silvester macht uns unterwegs auf einige interessante Kapellen aufmerksam so z. B die Kapelle in Gülzau. Durch den Tunnel erreichen wir schließlich die Insel Usedom, 18 m tief verläuft er unter der Swine. Wir durchfahren den Hafen, sehen die großen Fährschiffe, die Seemannskapelle und den Kurpark. Hier steigen wir aus und spazieren Richtung Promenade. Das Wetter ist heute unentschlossen: blauer Himmel wechselt sich mit dunklen Nieselwolken ab und so verbringen wir unsere Mittagspause nur kurz am Strand. Die Restaurants laden ein zur Stärkung und wir genießen ein gutes Mittagessen. Der Bummel über die Promenade darf natürlich nicht fehlen, so kommen wir zurück zum Bus. Richard bringt uns dann auf die Insel Wollin. Hier spazieren wir durch den Kurpark zur Seebrücke von Misdroy. Der Park trägt den Namen von Frederic Chopin und eine klavierspielende Möwe zeigt uns den Weg zum Kulturhaus. Wir bummeln weiter zur Seebrücke und lassen uns von den üppigen Auslagen mit Kuchen und Eis nicht verführen. Lieber genießen wir noch einen Bummel auf der Promenade oder am Strand entlang bevor es dann endgültig zurückgeht. Durch den Wolliner Nationalpark geht es an der Küste entlang bis wir schließlich in Dziwnow die Insel verlassen. So erreichen wir schließlich unser Hotel in Kolberg und beim gemeinsamen Abendessen treffen wir auch die Gäste die heute individuell unterwegs waren. Wir tauschen uns aus und lassen den Tag langsam ausklingen.
Freitag, 27. März 2026 – Küstenfahrt mit Jamunder Gegend
Heute sind wir wieder alle unterwegs und es geht gen Osten. Wir passieren Köslin und lassen uns die Gelegenheit für eine kleine Stadtrundfahrt nicht entgehen. Es geht am Rathaus, der Marienkirche und natürlich am Park der pommerschen Herzöge vorbei. Dann geht unsere Fahrt hinauf auf den höchsten Berg der polnischen Ostseeküste- stolze 133 m hoch: der Gollenberg. Heute ein Ort der Marienverehrung war er schon immer ein Kultplatz. Schon zu Zeiten der Slawen. Wir spazieren zur Marienkapelle, sehen die Überreste der ältesten ersten Marienkapelle und können uns auch im Inneren der kleinen Kapelle umsehen. Am Leuchtturm selber wird das neue Pilgerzentrum gebaut, noch ist es nicht ganz fertig, sprich man kann nicht hinauf auf den Leuchtturm- aber das soll in absehbarer Zeit möglich werden. Hinter der Marienkapelle befindet sich das Kloster, dass sich einen großen Namen gemacht hat. Sie behandeln Suchtkranke und einmal im Jahr treffen sich hier ehemalige Patienten zu einem großen Dank- Gebet. Weiter geht unsere Fahrt an die Küste, wir passieren die Kapelle in Sucha Koszalinska und haben schon den Jarmunder See erreicht. Hier liegt ein kleines Hotel: das Dworek Jamnejski, das uns zu Kaffee und Kuchen erwartet. Wir lassen es uns schmecken, genießen das schöne Ambiente bevor es dann bei strahlendem Sonnenschein weitergeht nach Mielno. Ein gemeinsamer Spaziergang bringt uns zur Mielnoer Promenade, überall sehen wir Mors: kleine Skulpturen von Seehunden, sie sind das Maskottchen der Stadt und so werden auch die Eisbader bezeichnet. Mielno ist ein Zentrum der Eisbader, hier wurde auch ein Weltrekord aufgestellt, indem mehr als 2000 Eisbader gleichzeitig in die Ostsee gingen. Wir haben etwas Zeit uns umzuschauen und den Bummel an der Promenade zu genießen bevor es für uns weitergeht. Gaski ist unser nächstes Ziel (Funkenhagen). Gaski heißt übrigens kleines Gänschen, und zwei Skulpturen davon begrüßen uns vor dem Leuchtturm. Sylwester und ich haben eine kleine Überraschung für unsere Gäste vorbereitet: wir spazieren gemeinsam zum Strand, um hier mit einem typischen Kräuter- Wodka auf unsere gemeinsame Woche anzustoßen und uns bei der Gruppe für die schöne Zeit zu bedanken. Eine Überraschung haben wir aber trotzdem noch: wir halten noch einmal in Henkenhagen, denn hier steht ein Brotmuseum. Die Bäckerei nebenan hat ein wunderschönes Haus saniert: Reetgedeckt lädt es ein, das Bäckerhandwerk und alles was damals so war, kennenzulernen. Das Schönste: man kann hier frisches Brot kaufen, Wurst, Honig oder auch Met. Also decken wir uns ein, denn zu Hause wartet ja nur ein leerer Kühlschrank auf uns. Nun geht es zurück nach Kolberg. Hier verabschieden wir uns von Richard, unserem Fahrer, danken ihm für sein umsichtiges und sicheres Fahren und verabschieden uns natürlich auch von Silvester, unserem Guide, mit einem tosenden Applaus. Die Zeit bis zum Abendessen nutzen viele noch für einen Strandspaziergang. Zum letzten gemeinsamen Abendessen sind unsere Tische natürlich wie immer mit unseren Eberhardt Tischkarten geschmückt und zusätzlich hat jeder Gast an seinem Platz ein kleines Päckchen mit typisch Kolberger Karamell- das darf selbstverständlich nicht fehlen. Wir lassen es uns schmecken und so klingt auch dieser letzte Abend für viele in der Bar in der Orangerie aus.
Samstag, 28. März 2026 – Freizeit und Rückreise nach Hause
Bis zum Mittag ist noch Zeit und so nutzen wir das wunderschöne Wetter, bummeln am Strand entlang oder lassen uns noch einmal bei einer Behandlung verwöhnen. Wir sagen: auf Wiedersehen Kolberg. Pünktlich trifft unser Reisebus ein und bringt uns Richtung Heimat. Eine unfreiwillige Pause müssen wir dann am ersten Ausstiegspunkt in Ahrensfelde einlegen. Das Taxi für die beiden Gäste, die ich hier die Gruppe verlassen, wollte einfach nicht kommen. Da wurde es eng für unseren nächsten Gast, der am Flughafen Berlin seinen Flieger erreichen wollte. Aber wir schaffen es, David "fliegt" mit dem Bus, wir erreichen den Flughafen Berlin gerade noch rechtzeitig, so dass sie ihren Flieger nach Frankfurt bekommt. Mit einer kleinen Servicepause auf einem Rasthof geht es dann Richtung Dresdner Flughafen, hier steigt ein Großteil der Gruppe aus. Die Transfere sind pünktlich und so geht's zur letzten Station nach Kesselsdorf. Wir verabschieden uns von den letzten Gästen und auch ich trete meinen Heimweg an.
Was für eine schöne Woche an der polnischen Ostsee! Danke , dass ich Euch begleiten durfte und mit Euch Sonne satt, blauen Himmel und eine Ostsee erleben durfte, die mal spiegelglatt, mal nieselig unruhig war. Ich wünsche Euch, dass unsere Erlebnisse und Ausflüge noch lange nachhallen und Euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Alles Gute für Euch, bleibt gesund und vielleicht bis zum nächsten Mal,
Eure
Marlies Thrum
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