Madeira – Blumeninsel im Atlantik
Reisebericht: 30.04. – 07.05.2026
Madeira ist so facettenreich, hat viele Namen wie z.B. "Insel des ewigen Frühlings" und sie dann noch zum Blumenfest kennenzulernen, was kann schöner sein...
Ein Reisebericht von
Hans-Joachim Trutz
30.04. 2026 – Anreise nach Madeira
Sehr, sehr früh am Morgen trafen sich alle Reisegäste mit Abflug Leipzig am Flughafen. Für ein erstes Kennenlernen blieb wenig Zeit, da der Schalter der Fluggesellschaft Marabu bereits zum Check In bereitstand. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, dass unser Flug auf die Blumeninsel ohne Verspätung beginnen und enden konnte. Die ersten Eindrücke von der wunderschönen Vulkaninsel erhielten wir via Luftperspektive aus dem Flugzeug und konnten live verfolgen, wie sicher der Pilot auf einer der kürzesten Landebahnen der Welt ( ca. 2.800 Meter) landete. Am Flughafen Funchal -geografisch richtig heißt es eigentlich Santa Cruz- erwartete uns bereits Reiseleiterin Fatima und mit dem Bus fuhren wir gleich zum Hotel in Canico de Baixo. Es liegt direkt am Atlantik und von den Zimmern hörten wir die Wellen rauschen.
Genau die richtige Einstimmung auf die schöne Zeit, die nun folgen sollte.
Zunächst wurden wir in einem Informationsgespräch mit einem Glas "Madeira Wein" begrüßt und erfuhren Details zu unserer Reise. Danach checkten wir ein.
Anschließend hatte jeder individuell Zeit, um die nähere Umgebung zu erkunden oder angesichts des Aufstehens mitten in der Nacht eine kleine Siesta in Anspruch zu nehmen.
In der Zwischenzeit waren auch die Gäste mit dem Flieger aus Hamburg eingetroffen. Damit war unsere Reisegruppe komplett.
Am frühen Abend trafen sich dann alle wieder an der Rezeption, um unser erstes landestypische Essen in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Hotels einzunehmen. Im Restaurant lernten wir auch gleich noch das bekannteste Getränk der Insel - den "Poncha" kennen. Hergestellt aus Zuckerrohrschnaps plus Zitrone plus einige Zitronenschalen plus Honig und alles kräftig mit dem eigens dafür zur Verfügung stehendem Quirl angerührt .Das muss man probieren, einfach nur lecker und gesund...
01.05.2026 – Der Osten Madeiras
Nach einem ersten ausgiebigen Frühstück begann um 09.00 Uhr unser heutiger Ganztagesausflug.
Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir bis zum Gipfel des dritthöchsten Berges auf Madeira - dem Pico de Arireiro - auf 1818 Meter Höhe. Von hier bot sich uns eine phantastische Aussicht auf das Nonnental sowie den östlichsten Zipfel der Insel. Weiter ging es in das Naturschutzgebiet "Ribeiro Frio"(kalter Bach), wo wir als Generalprobe für unsere am Sonntag folgende Levada Wanderung mit einer Mini - Levada Wanderung zum Aussichtspunkt "Balcoes" eine Trainingseinheit absolvierten.
Weiter entlang der bezaubernden Landschaft der Nord-Ost-Küste erreichten wir dann Santana oder auch "Heilige Anna" genannt. Dieses Örtchen ist weltbekannt durch seine kleinen strohbedeckten Häuschen. Diese Strohdächer müssen aller vier Jahre erneuert werden und der Austausch kostet jeweils mehr als 2.000 €uro.
Ein schönes Plätzchen, um ein wenig zu verweilen und den Aufenthalt für die Mittagspause zu nutzen.
Im weiteren Verlauf durchfuhren wir dann den längsten Tunnel der Insel mit 3.168 Metern.
Apropos Tunnel - wer hätte schon gedacht, dass es auf Madeira 166 Tunnel gibt.
Im Anschluss daran fuhren wir über den Portela-Pass in "nur" 670 Metern Höhe Richtung Machico. In Porto da Cruz legten wir einen kleinen Stopp zur Verkostung des Zuckerrohr- Rums der Insel ein. Zuvor unternahmen wir eine kleine Wanderung entlang der Küste des Ortes an. Dabei lernten wir verstehen, warum man Madeira auch die "Insel der Kontraste" nennt. An Hand der verschiedenen Gesteinsschichten und der Entwicklung der Erosionen konnten wir etwas die Entstehung der Insel nachvollziehen.
Danach brachte uns Teles, unser Busfahrer, dann noch einmal hinauf zum Aussichtspunkt Pico do Fado.
Dieser bot einen einzigarten Blick auf die äußerste östliche Spitze Madeiras sowie über die Bucht von Machico mit einem der wenigen Sandstrände als auch den Flughafen der Insel. Wir kamen genau richtig, um live den Start einer Maschine aus einer prächtigen Perspektive zu verfolgen.
Doch damit war für heute noch nicht Schluss.
Um 18.30 Uhr trafen sich alle Reisegäste, um in wunderschöner Atmosphäre im Restaurant "Inn x Art" auf Einladung von Eberhardt Travel die Spezialität Madeiras - den schwarzen Degenfisch mit Banane - zu genießen.
Ohne viele Worte - ein wahres Geschmackserlebnis.
02.05.2026 – Funchal, Cabo Girao und Camara de Lobos
Erstes Ziel des heutigen Tages war der Besuch der Kathedrale im Zentrum von Funchal. Anschließend gab es eine Besichtigung des Weinkellers vom bekannten Madeira-Weines "Blandy's". Wir erfuhren von Fatima viel Wissenswertes über den seit dem 16. Jahrhundert auf Madeira produzierten und 19 Prozent alkoholhaltigen Wein. Eine Kostprobe verschiedener Sorten durfte natürlich auch nicht fehlen. Auf der Promenade vor dem Weinkeller spürten und erlebten wir die Atmosphäre Richtung Höhepunkt des gegenwärtigen Blumenfestes. Der Weg war gesäumt von farbenfrohen Blumenteppichen, Blumengebinden sowie Blumenständen -oder anders gesagt- alles stand im Zeichen der Blumen...
Danach bummelten wir zur großen Markthalle. Hier sahen wir auch endlich den bekannten schwarzen Degenfisch - "Espada" in Natur. Dieser Fisch wird nur Nachts gefangen und in der Markthalle "nur männlichen Käufern" angeboten.
Ehrlich gesagt: Er schmeckte viel, viel besser, als er aussieht.
Wir kosteten von den vielen Früchten Madeiras wie Papaya, Maracuja, süßen Bananen oder Anona und ließen uns ein wenig vom Trubel an den Ständen in der Markthalle gefangen nehmen.
Die Markthalle verlassend liefen wir durch die Rua de Santa Maria mit ihren wunderschön bemalten Türen zur Bushaltestelle gleich neben der Seilbahn Richtung Monte.
Hier wartete bereits Teles, um uns zum Botanischen Garten von Funchal zu bringen. Der Park oberhalb der Stadt entstand im Jahre 1960 auf dem Anwesen der Familie Reid. Auf über 3.500 Quadratmetern gedeihen hier mehr als 2.600 exotische und einheimische Pflanzen. Jeder konnte sich selbst ein Bild von der erstaunlichen Fauna und Flora Madeiras machen sowie einen überwältigenden Blick auf die Hauptstadt und den Hafen wahrnehmen.
Es folgte eine Fahrt steile Serpentinen aufwärts zur höchsten Steilklippe Europas - Cabo Girao". Dort konnte jeder einen Blick durch die gläserne Plattform 580 Meter hinunter auf das Meer werfen und ein atemberaubendes Gefühl auf diesem "Sky Walk" erleben.
Noch überwältigt von dem grandiosem Blick fuhren wir wieder abwärts nach Camara de Lobos, dem schönsten Fischerdorf auf Madeira sowie der Heimat des schwarzen Degenfisches. Dieser wird hier vor der Küste gefangen. Bekanntheit erlangte der fast 8.000 Einwohner zählende Ort auch durch Winston Churchill. Er hielt sich hier in seinem Urlaub auf und verewigte das Städtchen auf einem Gemälde.
Wieder zurück im Hotel trafen sich dann alle Reisegäste an der Rezeption, um zum Abend gemeinsam weitere lokale Spezialitäten im Restaurant "REIS MAGOS" zu verköstigen.
03.05.2026 – Levada Wanderung und Festumzug anlässlich des Blumenfestes
Bei einem Besuch Madeiras darf eines auf keinen Fall fehlen - eine Levada- Wanderung. Deshalb brachte uns Teles um 09.00 Uhr mit dem Bus oberhalb von Machico -der alten Hauptstadt von Madeira- zum Ausgangspunkt unserer Wanderung auf der Levada von Marocos.
Levadas sind künstlich angelegte und für die Insel charakteristische Bewässerungskanäle und haben heute eine Gesamtlänge von 106 Kilometern. Die ersten wurden im 15. Jahrhundert gebaut. Sie dienen dazu, die niedergelegenen Terrassenfelder mit Wasser zu versorgen. Entlang dieser Levadas schlängeln sich kleine Wanderwege, welche zu einem Spaziergang einladen . Für uns natürlich ein Muss...
Der Weg war zwar schmal, doch relativ eben. Deshalb kamen wir ohne große Anstrengungen gut voran. Entlang des Pfades sahen wir allerlei interessante Pflanzen.
Kannten sie vorher eine "Melonen-Birne"? - Ein Fall für Fatima.
Sie vermittelte uns auch einen Einblick in die Landwirtschaft der Insel. So können Kartoffeln auf Grund der äußerst fruchtbaren Böden bis zu dreimal im Jahr geerntet werden
Wir bewunderten die kleinen Gärten, welche die Bauern an den schrägen Hängen anlegten. Die Schwere der Arbeit konnten wir - auch wenn wir es selbst gesehen hatten - nur im geringsten erahnen.
Auf den Feldern waren verschiedene Gemüsesorten sowie zahlreiche Früchte wie Papaya und Passionsfrüchte zu bestaunen.
Sehr oft machten wir Halt, denn alle wollten die schönsten Aussichten sowie die vielfältige Pflanzenwelt wenigstens als Foto mit nach Hause nehmen.
Nach ca. sieben Kilometern hatten wir uns eine kleine Erfrischung in dem kleinen Restaurant am Ende der Wanderung verdient.
Anschließend fuhren wir mit vielen Erkenntnissen reicher zurück zum Hotel, um uns auf den absoluten Höhepunkt der Reise - den Umzug anlässlich des Festa da Flor (Blumenfest) vorzubereiten.
Punkt 14.30 Uhr startete Teles Richtung Funchal. Wir liefen zur "Avenida do Mar", wo für uns Tribünenplätze reserviert waren.
Die Gäste von Eberhardt Travel saßen natürlich auf der ersten Tribüne unmittelbar am Beginn der Parade.
Dort erhielt jeder eine Flasche Wasser und den für Madeira typischen Strohhut. Angesichts der Menschenmassen links und rechts der Straße waren wir froh, nicht die gesamte Dauer des Festumzuges stehen zu müssen.
Dieser Umzug zeichnet sich durch die großartige Pracht der Wagen aus und bringt Kostüme von über 700 Teilnehmern zum Ausdruck.
Von Kindern bis Senioren mit zahlreichen, vielfältigen , prächtigen Blumenarten geschmückt liefen zu den Klängen fröhlicher musikalischer Themen mit Choreografen entlang der Magistrale von Funchal. Über eine Stunde lang wurden wir so verzaubert, das wir den mit Beginn der Parade einsetzenden leichten Regen nicht spürten. Das Klicken der Kameras und Handys wollte kein Ende nehmen und unsere Sinne liefen Amok.
Wieder "daheim" ließen wir uns dann noch von den Speisen im Restaurant "Villa Ventura" verwöhnen . Diese setzten den I- Punkt auf einen unvergesslichen Tag.
04.05.2026 – der wilde Nordwesten Madeiras
Pünktlich 09.00 Uhr war heute wieder der Start zur Erkundigung eines Teiles des Westen sowie Nordwesten der Insel.
Erster Stopp war in Ribeira Brava=Wilder Bach. Bei einem kleinen Stadtbummel konnten wir erahnen, wie der Fluss seinem Namen beim letzten Hochwasser im Jahre 2010 im wahrsten Sinne des Wortes gerecht geworden war.
Entlang der süd-westlichen Küste vorbei an Ponta do Sol fuhren wir dann hinauf zur Hochebene "Paul da Serra" in 1500 Meter Höhe. Unzählige Waldstücke entdeckten wir während der Fahrt. Hier wurde uns deutlich, warum man diese Insel Madeira nannte -schließlich heißt Madeira aus dem portugiesischen übersetzt- Holz. Überrascht waren wir, dass es fast keine Serpentinen gab. Es ging fast gerade bergauf.
Überraschung Nummer Zwei - auf der Hochebene gab es keinen Nebel. Meistens ist die Hochebene nur im Nebel zu vermuten.
Ja, so ist das, wenn Engel reisen...
Auf der Hochebene legten wir einen kleinen Stopp in Fanal ein und bewunderten den "mystischen Feenwald". Und wie bestellt zogen während unseres Besuches Nebelschwaden in den Wald hinein und ließen die Mystik erscheinen.
Danach ging wieder abwärts nach Porto Moniz.
Diese Stadt liegt im äußersten Nordwesten der Insel und ist bekannt für seine bezaubernd angelegten "Lava Pools". Einige mutige Reisegäste wagten sogar ein Bad in den kühlen Natur- Becken.
Das Meer zeigte sich heute von seiner etwas ruhigeren Seite und zauberte deshalb ein leichtes beschauliches Wechselspiel der Wellen mit den schroffen Felsformationen.
Wir waren so gefesselt, das wir am liebsten noch geblieben wären. "Aber der Wagen der rollt..." und der kleine Ort Sao Vicente wartete bereits auf uns.
Hier genossen wir einen kleinen Rundgang durch das Zentrum. Sao Vicente gleicht einem Bergdorf. Um den Ort befinden sich zahlreiche kleine Höhlen, welche durch vulkanische Tätigkeit entstanden. Sehenswert im Ortsinneren ist die Pfarrkirche "Igresia de Sao Vicente" aus dem 18. Jahrhundert und auf dem nebenan befindlichen Friedhof konnte man sich ein Bild von den Begräbnisritualen des Landes machen.
Letzte Station unseres heutigen Ausfluges war der Aussichtspunkt "Encumeada" auf 1.007 Meter Höhe. Hier waren jedoch die Blicke sowohl auf die Nord-Ost Küste als auch auf die Süd-West Küste vernebelt. Das rührte jedoch nicht von der Bekanntschaft mit Nikita her, welchen wir auf dieser Anhöhe kennenlernten.
Wie versprochen das Rezept zum Selbermachen: Vanilleeis, Ananassaft oder einer anderen tropischen Frucht und alles gut mixen mit Weißwein sowie Bier. Na dann - "a saude".
Nachdem wir bis heute gemeinsam als Gruppe jeden Abend ein anderes Restaurant kennenlernen konnten, bot sich heute die Möglichkeit, individuell zu entscheiden ,wo jeder gern den Abend verbringen möchte.
05.05.2026 – die Gärten Madeiras
Heute schlugen die Herzen unserer Pflanzenfreunde besonders hoch. Am Vormittag stand der Besuch von zwei traumhafte Gartenlandschaften auf dem Programm - ein Mekka für Botanik-Liebhaber.
Doch das Wetter wollte nicht mitspielen. Seit dem gestrigen Abend regnete es und hatte noch nicht aufgehört. Da jedoch eine der beiden wunderbaren Gärten sich in einem übergroßen Gewächshaus befand, brachte uns Teles zunächst zur "Quinta da Boa Vista".
Das heißt übersetzt; "Haus mit dem herrlichen Blick". Worauf? Natürlich - auf die Hauptstadt Madeiras.
Patrick, dem Besitzer dieses Orchideengartens, ist es wichtig, die Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung zu züchten und zu präsentieren. Vor unseren Augen wuchsen und blühten viele verschiedene Sorten. Eine Sorte hatte sein Großvater bereits vor 100 Jahren geschaffen. Andere dufteten nach Vanille oder Schokolade, welches jedes Herz von Orchideenfreunden zum schmelzen bringen.
Im Anschluss an diesen Besuch entschieden sich die Gäste nicht weiter zur "Quinta do Palheiro" im östlichen Teil von Funchal zu fahren.
Statt dessen machten wir noch einen Stopp am fast quadratisch angelegten Platz "Praca do Municipio" in Funchal. Hier besichtigten wir zunächst die Jesuitenkirche des heiligen Johannes. Der heilige Johannes ist der beliebteste Heilige Portugals, weil er sich für die Armen und Gebrechlichen einsetzte. Dafür dankend schufen seine Schöpfer im 17. Jahrhundert die bestdekorierte Kirche der Insel. Der Prunk im Inneren diese Kirchenhauses verzauberte unsere Sinne.
Unmittelbar daneben steht das Rathaus, welches die Stadt im Jahre 1881 von einem belgischen Zuckerrohrbaron erwarb. Durch die Vorhalle gelangte man in den Innenhof mit einem Brunnen. Dieser befand sich ursprünglich am Standort der heutigen Markthalle und auf welchem Zeus in Schwanengestalt Leda bezirzt. Über beidseitige Treppenaufgänge mit zauberhaften blau- weißen Azulejos gelangt man zu den herrlichen Räumen dieses ehemaligen Herrenhauses.
Es folgte die Besichtigung des Pavillion's auf der Avenida Arriaga. Dieser wird immer zum Blumenfest aufgebaut und zeigt die schönsten Blumendekorationen sowie gestalteten Blumensträuße.
Danach konnte jeder Reisegast den Rest des Tages auf seine individuelle Art verbringen. Ein Teil der Gruppe wurde zurückgebracht ins Hotel. Die restlichen Reisegäste nutzten die Zeit, um noch einmal die eine oder andere Sehenswürdigkeit der Hauptstadt in Ruhe sich anzuschauen beziehungsweise neu zu entdecken.
06.05.2026 – Monte, Nonnental, Kräutergarten und Espetada – Abendessen
Man sagt: Wer das Nonnental nicht gesehen hat, der hat nicht Madeira gesehen.
Doch der Reihe nach.
Um der Invasion der anlässlich des Blumenfestes auf der Insel befindlichen Touristen zuvorzukommen, starteten wir heute bereits um 8.30 Uhr und fuhren zuerst einmal nach Monte.
Hier befindet sich die Wallfahrtskirche "Nossa Senhora do Monte".
Der Legende nach fand an dieser Stelle die kleine Eva eine Puppe, welche sie von der heiligen Maria geschenkt bekam.
Aus diesem Grund ist die Kirche der Mutter Gottes gewidmet. Hier ist auch der letzte österreichische Kaiser "Karl der Erste" begraben.
In unmittelbarer Nähe dieser Kirche befindet sich der Start für ein weiteres Muss auf Madeira - einer Korbschlittenfahrt.
Wir hatten alles richtig gemacht, den der Ansturm von vielen Besucher der Insel erfolgte erst nach uns.
Unsere Gruppe war die erste und so startete gleich die Abfahrt der über zwei Kilometer langen Schlittenfahrt von Monte nach Funchal.
Ohne Bremsen und nur mit den kräftigen Korbschlittenführern wagten alle Reisegäste diese rasante Abfahrt und wurden dafür mit unheimlich viel Spaß belohnt.
Diese heutige Touristenattraktion war früher ein normales Transportmittel für die Waren der Bewohner.
Im Anschluss daran fuhren wir zunächst auf 1094 Meter Höhe mit dem Aussichtspunkt "Neblige Tanne", welcher heute seinem Namen keine Ehre machte.
Im Gegenteil - uns bot sich ein toller Blick in das Nonnental.
Richtig übersetzt heißt es eigentlich "Stall der Nonnen", doch Nonnental klingt ja viel schöner oder?
Wenn das kein Zeichen war.
Genau der richtige Anlass, alle Gäste von Eberhardt Travel zu einer Verkostung des heimischen Kirchliköres "Ginja" sowie Honigkuchens einzuladen.
Danach ging es wieder abwärts auf den Aussichtspunkt "Pico dos Barcelos" auf 355 Meter Höhe. Hier gab es einen phantastischen
360 Grad - Blick auf Funchal mit Hafen, die Kirche des Heiligen Martin sowie Cabo Girao.
Diese schöne Aussicht verlassend, folgte nun die herrliche Gartenanlage mit zahlreichen exotischen Pflanzenarten in der Quinta Splendida.
Hier genossen wir bei Kuchen und Früchtetee eine wohlverdiente kleine Pause inmitten tropischer Vegetation.
Im Anschluss "beamte" Teles als Überraschung uns noch schnell mal nach Rio und schon standen wir vor "Cristo Rei". Auch die Insel Madeira hat ihre eigene Christus-Statue.
Dort hatte uns der Schatten, welcher uns schon die ganzen Tage verfolgte und jeden Tag kleiner wurde, fast ganz erreicht - der "Abschied".
Damit er es uns nicht zu schwer macht, wollten wir ihn in Etappen vollziehen.
Doch schon in der ersten Etappe fiel es uns nicht leicht, sich von zweien zu verabschieden, welcher inzwischen ein wichtiger Teil unserer Gruppe geworden waren - unserer tollen Reiseleiterin - Fatima sowie dem besten Busfahrer Madeiras - Teles. Das herzliche Dankeschön konnte nur ein Teil dessen ausdrücken, was jeder fühlte.
Entsprechend ruhig verlief die Rückfahrt zum Hotel.
Punkt 19.00 Uhr trafen wir uns alle wieder zusammen an der Rezeption des Hotels und begaben wir uns mit Teles auf den Weg zur "Quinta Estacao" in der Nähe des Aussichtspunktes "Pico dos Barcelos".
Hier ließen wir uns den traditionellen Espetata (= Fleischspieß) schmecken.
Zum Abschluss dieses wunderschönen Abends stiegen wir noch auf die Dachterrasse des Restaurants und wurden mit phantastischen Aussichten auf das im Dunkeln beleuchtete Funchal sowie die Kirche des "Heiligen Martin" belohnt.
Das war -wie wir Sachsen sagen-"Richtschsch eeeh bissl scheeen".
07.05.2026 – Heimreise
Nun war er da - der Tag , welcher jeder im Urlaub nicht mag.
Es hieß endgültig Abschied zu nehmen von der zauberhaften Insel im Atlantik.
Viel Zeit dafür blieb nicht, denn bereits um 11.00 Uhr startete der erste Flieger wieder zurück nach Deutschland.
Deshalb brachte uns Teles nach dem Frühstück zum Flughafen und Fatima begleitete uns noch bis zum Check in, bevor wir uns endgültig auch von ihr verabschiedeten.
Pünktlich in Leipzig angekommen, warteten bereits die Transferfahrzeuge, um die Reisegäste so schnell wie möglich nach Hause zu bringen.
Erlebnisreiche Tage mit zahlreichen phantastischen Erinnerungen im Kopf sowie Fotos im Gepäck gingen leider viel zu schnell zu Ende.
Liebe Reisegäste, für die Zukunft wünsche ich Ihnen nur das Allerbeste. Bitte, bitte bleiben Sie gesund, damit Sie noch viele solche wunderschönen Reisen machen können.
PS: Am Besten natürlich mit Eberhardt Travel
Ihr/ euer Joachim
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