Reisebericht: Rundreise Schottland - Natur, Whisky & Loch Ness

10.08. – 18.08.2019, 9 Tage Rundreise mit Glasgow - Loch Lomond - Oban - Schottische Highlands - Loch Ness - Edinburgh

Grandiose Natur, lebendige Städte, atemberaubende Landschaften, typischer schottischer Regen und als Höhepunkt das Tattoo- was für ein Erlebnis

Samstag, der 10. August 2019


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Ganz zeitg starten die ersten Gäste in Dresden, in Chemnitz und am Rasthof Reinhartshain steigen weitere Gäste zu und schon ist unsere kleine Busgruppe komplett. Alle anderen Gäste starten morgen mit dem Flieger bzw. sind bereits vor Ort und warten auf uns. Trotz Stau schafft es Andreas, unser Busfahrer uns pünktlich zum Fährhafen in Ijmuiden zu bringen. So können wir einchecken und an Bord unserer Fähre gehen. Etwas mulmig ist einigen schon- es herrscht Windstärke 7 und über dem gesamten Hafen liegt ein feiner Sandschleier. Schließlich braucht unsere Fähre tatsächlich dann 2 Schlepper, um das Hafenbecken zu verlassen...Wir treffen uns kurz nach 7 zum Abendessen, aber nicht alle haben es bis hierhin geschafft, die ersten werden mit Medikamenten versorgt, und so schaukelt uns unsere Fähre ordentlich gen England. Na dann- gute Nacht!

Sonntag, der 11. August 2019


Die See ist wieder ruhig und sogar die Sonne begrüßt uns an diesem Morgen. Allen geht es wieder gut und nach einem guten Frühstück verfolgen wir entspannt das Einlaufen in den Hafen von Newcastle. Dann verlassen wir die Fähre, durchlaufen die Passkontrolle und auch unser Bus ist schon vor dem Terminal. So starten wir durch die alte "Kohlenstadt" Newcastle, der Export der Kohle via Schiff brachte der Stadt damals gute Einnahmen und auch die Römer hatten seinerzeit den Hafen in der geschützten Bucht geschätzt. Von hier bis nach Carlisle im Westen des Landes ließ Kaiser Hadrian einen Schutzwall bauen- als Sicherung der eroberten Gebiete in Britannien aber auch als Handelsstützpunkte- für den Handel mit den ansässigen Picten. Zeugen des

Hadrianswalls


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begegnen uns alsbald als wir, die alte Militärstraße nutzend, gen Westen fuhren. An einem alten Steinbruch, der heute ein See ist, halten wir und spazieren zu den Überresten eines Wachturmes- Geschichte zum Anfassen. Allerdings begleitet von Nieselregen und aufgeweichtem Boden- da mußten wir schon hart im Nehmen sein. So setzten wir unsere Reise fort und überquerten nach Carlisle die englisch-schottische Grenze. Das erste Dorf auf schottischem Boden heißt

Gretna Green


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da wollen wir hin. Es erlangte Berühmtheit als ein englisches Gesetz die Heirat von Minderjährigen und ohne Zustimmung der Eltern verbot. Das galt in Schottland nicht also zog es die jungen Paare hierher zum Heiraten. Noch heute kann hier geheiratet werden. Auch wir werden Zeugen einer Hochzeit, die gerade stattfindet, schauen uns im Museum um und fahren dann weiter nach

Glasgow.


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Hier treffen wir unsere Fluggäste, die z.T. schon einige Tage hier im Land sind bzw. heute angekommen sind. Nachdem endlich auch der letzte Transfer vom Flughafen im Hotel ist können wir unsere Zimmer beziehen und dann zu unserer Stadtrundfahrt starten. Wir treffen Fraser, unseren Stadtführer, in der Nähe der Kathedrale. Wir haben Glück und können die Kathedrale noch besichtigen, Fraser führt uns durch das Schiff und die Sakristei, erzählt von St. Mungo, dem Schutzheiligen der Stadt, der hier eine erste Kirche errichten ließ und von der Verteidigung der Kathedrale gegen die Eiferer der Reformation, die hier alles zerstören wollten. Dann steigen wir wieder in unseren Bus- und da müssen wir auch bleiben, der Regen verhindert weitere Fotostopps oder Ausstiege. Also sehen wir die Stadt, die Universitäten, Glasgow Green, den größten Terrakotta-Brunnen der Welt am Peoples Palace und auch das "Gürteltier" und das "Ufo" nur vom Bus aus- so schade, aber Fraser rettet mit seiner wunderbaren Art den Nachmittag und wir bedanken uns vielmals bei ihm für die Anekdoten und vielen Informationen zur Stadt und den Schotten. Zurück im Hotel ist die Pause kurz- wir treffen uns zu einem Spaziergang zu unserem Pub, in dem wir heute zu Abend essen werden- dem "Auctioneer". Ein leckeres 3-Gänge-Menü rundet den Tag ab und so spazieren wir zurück zum Hotel, nicht ohne der Central Sation, dem Zentralbahnhof, einen kurzen Besuch abzustatten. Eine tolle Architektur, alle sind begeistert von den Assistenten, die weiterhelfen können, dem Sicherheitspersonal und der Sauberkeit hier. Nun heißt es aber endgültig: Gute Nacht für heute und bis morgen!

Montag, der 12. August 2019


Ein wundervoller Tag in Schottlands Natur liegt vor uns und alle schicken bange Blicke gen Himmel- wird es wieder so weiterregnen wie gestern? Nein. Sonne begrüßt uns heute morgen und verspricht einen schönen Tag. Also beginnen wir mit dem schönsten See Schottlands- dem

Loch Lomond.


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Unterwegs hören wir das Lied vom Loch Lomond, erfahren die Geschichte dahinter und in Luss bummeln wir durch das Städtchen zum Ufer des Sees. Ein kleiner Spaziergang führt uns zur Kirche des Ortes und auf dem Friedhof schauen wir uns den Hogback an- ein Wikingergrab- um die 1400 Jahre alt. Weiter geht unsere Fahrt gen Westen nach Inverary. Doch am Aussichtspunkt Rest and be thankful müssen wir einfach halten- ist dieser Ausblick grandios! Dann erwartet und das unschottischste aller schottischen Castle:

Inverary Castle.


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Alle Baustile findet man hier und bezeichnend ist der Ausspruch eines Gastes hier: "das Beeindruckendste ist die völlige Missachtung der Kosten", also genießen wir den Fotostopp und einen kleinen Spaziergang im Park bevor es weitergeht nach

Oban.


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Der Ort heißt gälisch Kleine Bucht- heue leben hier ca. 8.500 Menschen. Von hier aus erreichen die Fähren die Inseln der Hebriden und hier findet sich auch Mc Caigs Folley: der Nachbau des Kollosseums vom Rom thront über der Stadt. Leider nie so vollendet, wie Mc Caig sich das gewünscht hatte, trotzdem hat er damit sich und seiner Familie ein Denkmal gesetzt- wie er es wollte. Wir besuchen den Hafgen und genießen fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte. Wo sollte man sonst das traditionelle Fish & Chips essen, wenn nicht hier in der Hafenstadt. Dann konnte sich jeder individuell umsehen und unsere Reise ging weiter nach Norden- das

Glen Coe- das Tal der Tränen


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war unser nächstes Ziel. Im Bus schon hörten wir die Geschichte vom Massaker an den Mc Donalds. Die Campbells hatten die Gastfreundschaft der Mc Donalds gesucht und dann hinterrücks alle unter 70 Jahren ermordet- auf Befehl des Königs. Was für eine Schmach in der Geschichte dieses Clans! Im Besucherzentrum konnten wir uns dann einen Film dazu ansehen. Viele nutzten die Gelegenheit dazu- draußen fiel wieder der berühmte schottische Regen und obwohl die Sonne durch eine Wolkenlücke am Himmel zu sehen war standen wir im Regen. Trotzdem hielten wir auf unserer Fahrt zurück nach Süden noch einige Male und ganz Unerschrockene ließen sich nicht abbringen, doch noch Fotos zu machen. So erreichten wir alsbald

Rannoch Moor


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und hier ließ es sich niemand nehmen, einmal federnden Moorboden unter den Füßen zu spüren. Die Aussicht von dem kleinen Hügel war grandios und auch das Wetter spielte ausnahmsweise mit. Hier bei uns Sonne und wenige hundert Meter weiter dunkelste Regenwolken- was für ein Schauspiel! Zurück ging es mit einem kurzen Stopp am "Green Welly", dem grünen Gummistiefel, und dem Loch Lomond entlang nach Glasgow. Es war schon spät geworden und manch einer ließ das individuelle Abendessen einfach ausfallen. Andere wieder zog es noch in die Stadt und so klang dieser Tag spät aus.

Dienstag, der 13. August 2019


Heute heißt es Abschied nehmen von Glasgow. Wir verlassen die Stadt Richtung Osten.

Stirling Castle


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ist unser Ziel. Die Schicksalsburg im Herzen Schottlands wollen wir erkunden. Scheinbar uneinnehmbar thront sie auf dem Castle Hill über der Stadt- und doch wechselte sie häufig den Besitzer. 1314 fand in der Nähe von Stirling Castle am Bannockburn eine entscheidende Schlacht statt, Robert the Bruce gewann sie und gewann damit die Freiheit für Schottland. Auf Stirling Castle angekommen unternahmen wir einen gemeinsamen Streifzug durch die Kapelle, durch die große Halle und die Staatsgemächer, erkundeten die große Küche und dann konnte jeder selbst entscheiden was er sich noch ansehen möchte. Viel zu schnell verging die Zeit und so trafen wir uns alsbald am Bus wieder um unsere Fahrt fortzusetzen. Unser nächstes Ziel war

Dunkeld Cathedral.


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Sie liegt zwischen Perth und Pitlochry und erhielt ihre Bedeutung als Kenneth Mc Alpin befehligte, die Gebeine des heiligen Columb hierher zu bringen um sie vor den Übergriffen der Wikinger zu schützen. So entwickelte sie sich zu einem geistigen und religiösen Zentrum und das konnte man heute in der Kathedrale auch nachvollziehen. Ein Spaziergang am Ufer des Tays rundete den Aufenthalt hier ab und nach einem Mittagsimbiss starteten wir zu unserem Besuch der

Blair Athol Distillery.


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Hier konnten wir uns mit allem vertraut machen was die Herstellung des Whiskys, des Wassers des Lebens, ausmacht. Natürlich durfte zum Abschluss einer Verkostung nicht fehlen und manch einer entschied sich, diesen edlen Tropfen mit nach Hause zu nehmen. Pitlochry selber lud uns dann ein zu einem Bummel durch dieses schöne Städtchen und so genossen wir den Nachmittag hier.  Eine besondere kleine Pause gönnten wir uns- wir hielten unweit von

Blair Atholl


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Sitz des Duke of Atholl, der die einzige private Armee Europas unterhält und besuchen das kleine Heimatmuseum. Wie auf einer Zeitreise werden wir mitgenommen zu Lebensumständen früher, landwirtshaftlichen Geräten. Haushalts- und technischen Gegenständen, manch einer erkennt das Seilerhandwerk wieder, nie und nimmer hätten wir das Klöppeln hier vermutet und so tasten wir uns staunend durch vergangene Zeiten. Die Fahrt führte uns weiter durch die Grampions Mountains bis nach Newtonmore zu unserem Hotel. Was für eine tolle Landschaft! Ein gutes 3-Gänge-Menü rundete den Tag ab und etliche trauten sich auch an Haggis heran- hmm. Hier eindeutig ein Genuss. Live Musik im Haus sorgte dann für einen tollen Abschluss des Tages.

Mittwoch, der 14. August 2019


Ein spätes Frühstück sorgt für einen relaxten Start in den Tag. Den beginnen wir heute am nördlichsten Punkt unserer Reise, einer Landzunge im Firth of Morray. Hier befindet sich das

Fort George,


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gebaut als finale Antwort der Engländer auf die Jakobitenaufstände- nie wieder sollt ihr euch erheben- das sollte dieses Fort ausstrahlen. Und so entstand eine der größten militärischen Anlagen Europas, sagenhafte 200.000 £ hatte es bereits im 18 Jahrhundert gekostet, das wären heute über 1 Milliarde £. Ausgestattet mit Übersichtsplänen und Audio-Guides konnte jeder das Gelände für sich erkunden, einige hatten Glück und sahen auch Robben und Delfine in der Bucht. Weiter ging unsere Fahrt zum

Culloden Battlefield


Hier stärkten wir uns vom Bordservice oder im Besucherzentrum und erfuhren die Geschichte der Schlacht im Culloden Moor. 1746 wurden die Jakobiten hier vernichtend geschlagen und in der Folge alle Traditionen der Highlander gebrochen, die Clanchefs vertrieben, das Land an Regierungstreue vergeben, Kilt, Tartan und Dudelsack wurden verboten und damit die Lebensader der Clans. Was für ein trauriges Kapitel des Landes. Unsere Fahrt aber ging weiter- Nessie wartete auf uns. Mit dem Schiff der Jacobite Cruise fuhren wir auf dem Loch Ness entlang bis zum

Urquart Castle.


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Bis zu 230 Meter soll Loch Ness tief sein, gut möglich, dass sich da Nessie verstecken kann. Zumal der See tiefschwarz ist und für unsere heutigen Mittel kaum erforschbar. Am Castle angekommen besuchten wir die Ruinen der einst mächtigen Burg hier und im Besucherzentrum erfuhren wir von der fast 1000-jährigen Geschichte, beginnend mit dem heiligen Columb bis hin zur Zerstörung durch die Grants, damit es nicht in die Hände der Jakobiten fiel. Mit unserem Bus folgten wir dem Loch Ness. In

Invermoriston


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dann noch ein Stopp- wir laufen zur alten Brücke, unter der sich der Moriston Falls tosend ergießt. Was für ein toller Anblick! Die Brücke übrigens ein Werk von Thomas Telford, von ihm sollten wir gleich noch mehr hören. In

Fort Augustus.


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Hier befindet sich eine Schleussentreppe, die zum Kaledonischen Kanal gehört. Thomas Telford plante und baute diese Verbindung von der Ost- zur Westküste, versprach man sich davon doch eine wesentliche Verkürzung der Wege für die Schifffahrt. Er verband dafür die vorhandenen Gewässer im Great Glen, dem großen Tal mit Kanälen. Die Höhenunterschiede glich er mit insgesamt 28 Schleusentreppen aus. Der erhoffte wirtschaftliche Erfolg allerdings blieb aus und so schippern heute vor allem Freizeitkapitäne den Kanal entlang. Wir konnten einige Schleusengänge beobachten und setzten dann unsere Fahrt fort. Am

Commando Memorial


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schließlich stoppten wir. Hier war früher ein Ausbildungsgelände für Offiziere und Soldaten. Heute steht hier ein Denkmal für die gefallenen Soldaten, auch die der heutigen Kriege. Imposant der Blick auf die Berge ringsherum, allen voran der Ben Nevis, mit seinen 1345 Metern der größte Berg Großbritanniens. Er behielt zwar eine kleine Wolkenkappe auf, war dennoch gut zu sehen. Weiter ging unsere Fahrt durch den Cairngorm Nationalpark, leise untermalt von schottischer Musik. Am Abend dann erreichten wir unser Hotel und nach einem leckerem Abendessen trafnen wir uns noch im Pub- Live Musik war angesagt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Fortsetzung folgt


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