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Spektakuläre Bergbahnen in der Schweiz

Reisebericht: 10.06. – 18.06.2026

Wer noch niemals in einer fassähnlichen Fahrkabine gefahren ist, oder noch niemals auf eine großen Kabinenbahn gestanden hat, der sollte unbedingt diese einmalige Reise unternehmen

Andreas Kunzmann

Ein Reisebericht von
Andreas Kunzmann

Blick in die Technik – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Bruder Klaus – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Man hat einen herrlichen Blick – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Ein Bahn kommt entgegen – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Talstation – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Die Bahn nach Arth Goldau – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Würsteproduktion – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) 20260615 150649 – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Viele Wanderwege – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Busparkplatz mit Nordwand – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Aussichtsplattform mit Rundumblick – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Rückfahrt vom Piz Gloria – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL)

10.06. Anreise nach Flüeli Ranft

Pünktlich 6.00 Uhr starteten wir mit 21 Gästen voller Erwartung ab Dresden Flughafen Richtung Schweiz. Unsere Fahrt auf der Autobahn war zügig und die Zustiege in Nossen, Hainichen und Chemnitz mit dem Fahrerwechsel verliefen planmäßig. Leider mussten wir in Reichenbach die Autobahn wegen eines Unfalls verlassen, sodass wir in Münchberg Verspätung hatten, die wir bis zum Zielort nicht mehr einholen konnten. In der Schweiz fuhren wir entlang des Rheines über Sargans bis zum Zürichsee. Weiter ging es durch Luzern bis nach Flüeli Ranft Alle 28 Reisegäste wurden durch Marcello herzlich empfangen, und konnten ihre gemütlichen und schönen Zimmer beziehen. Der Ort Flüeli- Ranft war Heimat und Wirkungsstätte des Schweizer Nationalheiligen Nikolaus von Flüe, der als Bruder Klaus bekannt und daher Wallfahrtsort ist. Vor dem Abendessen konnten wir auch die 2 Personen mit eigener Anreise im Restaurant begrüßen. Anschließend gab es dann das 3-Gang Abendmenü, welches uns für die lange Anreise entschädigte.

11.06. Stoos–Bahn Fronalpstock

Nach unserem gemeinsamen Frühstück fuhren wir entlang der Gotthardtautobahn bis Flüelen durch zahlreiche Tunnel nach Schwyz zur Talstation der Stoosbahn. Diese Bahn hält den Weltrekord der steilsten Standseilbahn der Welt (110% = 47 Grad Steigung). Die Fahrt mit dieser Bahn war ein Erlebnis, denn trotz der Steilheit saßen wir immer waagerecht in der Bahn. Von hier aus unternahmen wir einen Spaziergang bis zur Station des Sesselliftes. Angekommen an der Sesselbahn konnten wir dann mit den 4er Sesselliften zur Bergstation des Fronalpstock (1920 m) fahren. Oben angekommen bemerkten wir den Temperaturunterschied zum Tal. Teilweise lag noch ein schöner Belag aus frisch gefallenem Schnee. Aber die Sicht auf den Vierwaldstätter See erwärmte unsere Seele. Nach einer Einkehr im Bergrestaurant fuhren wir wieder über Stoos zum Tal. Für den Heimweg wählte unser Busfahrer Petr einen anderen Weg. Vorbei an Arth Goldau ging die Fahrt wieder ins Hotel, wo uns am Abend wieder ein schmackhaftes Essen gereicht wurde.

12.06. Stanserhorn, Luzern

Vorbei am Sarner See fuhren wir mit unserem Bus nach Stans zur Talstation der Standseilbahn. Mit ihr fuhren wir zunächst bis zur Mittelstation. Von da ging es weiter mit der CABRIO-Bahn auf das Stanserhorn auf 1898 m. Die Fahrt war ein Highlight, die Gondel hat ein offenes Oberdeck, welches man über eine Wendeltreppe erreichen kann. Am Antriebsrad auf dem Stanserhorn trafen wir uns mit 2 Rangern. In einer einstündigen Führung brachten sie uns den Berg und die Natur näher, auch eine Überraschung, die uns Eberhardt-Travel bereitet hat. Nach individuellen Spaziergängen und der Talfahrt fuhren wir weiter nach Luzern. Am Inseliquai verließen wir den Bus, und erkundeten zu Fuß diese großartige Stadt. Über die Reuss ging es natürlich die Kapellbrücke entlang. Dann bestaunten wir die alten Zunftshäuser, das Rathaus und natürlich den Fritschi-Brunnen. Nach dem Blick zur Peterskapelle hatten alle Gäste noch Zeit zur individuellen Begutachtung der Stadt. Nach der Heimfahrt gab es im Hotel wieder ein schmackhaftes Abendessen, jeder konnte, wie jeden Tag, noch nachbestellen.

13.06. Fakultativer Ausflug auf die Rigi mit Fahrt auf dem Vierwaldstätter See

Die „Königin der Berge“ rief und wir starteten frisch gestärkt nach Luzern zum Schiffsanleger auf dem Vierwaldstätter See. Ein mit vielen Touristen voll beladenes Motorschiff brachte uns innerhalb einer Stunde nach Vitznau. Der Vierwaldstättersee erhielt seinen Namen von den 4 angrenzenden Waldstätten (heute Kantone) Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern. Die Berge der Voralpen spiegeln sich in den 114km² langen + ca. 214m tiefen See. In Vitznau gab es nur einen kurzen Zwischenstopp, um ein Foto vom Bahnhof mit seltener Drehscheibe (gerade und gebogenen Gleis) und der Normalspur Zahnradbahn zu machen. Seit 1934 bringt die Rigibahn Touristen auf den Kulm in 1798 m Höhe. Seit 3 Jahren sind neue Wagen im Einsatz, die eine bequeme Fahrt sicherten. Wir hatten Glück, denn es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Alle Ausblicke in die Umgebung waren atemberaubend, und boten prima Fotomotive. Nach Rücksprache mit den Zugbegleitern konnten wir eine1 Stunde länger auf der Rigi bleiben, und so diesen Ausflug in vollen Zügen genießen. Nach der Talfahrt folgten wir weiter den Spuren von Friedrich Schillers Drama über den Nationalhelden Wilhelm Tell und dessen Spruch: „Durch diese hohle Gasse muss er kommen“. An dieser Hohlen Gasse mit seinem Informations – Pavillion machten wir Halt, und alle Gäste konnten das ehemalige Geschehen verfolgen. Ein kurzer Halt an der Astrid-Kapelle folgte. Das Abschiedsessen war wie immer lecker.

14.06. Freilichtmuseum Ballenberg, Fahrt nach Interlaken

Nach dem Frühstück verließen wir mit gepackten Koffern das gastliche Hotel und fuhren nach Hofstetten. Zwischendurch hatten wir noch einen Fotostopp am Lungerer See. Am Eingang West vom Ballenberg erwarteten uns schon 2 nette Museumsmitarbeiter zu einer einstündigen Führung durch das Freilichtmuseum Ballenberg. Hier wurden 109 originale Gebäude aus allen Landesteilen der Schweiz mit einheimischen Tieren, ursprünglichen Gärten, Feldern und Vorführungen des traditionellen schweizer Handwerkes ausgestellt.
Zum Mittag machten wir Pause im „Alten Bären“ einer Gaststätte auf dem Freilichtmuseum und labten uns an einem typischen schweizer Bergrestaurant-Gericht- „Älplermagronen“ (Makkaroni + Kartoffeln + deftige Soße + Käse + Apfelmus). Individuell erkundeten wir in der folgenden Freizeit das weitere Gelände zu Fuß.
Am Spätnachmittag brachte uns der Bus über Brienz am Nordufer nach Interlaken. Wir wurden vom Hoteldirektor und seinen Mitarbeitern herzlich begrüßt. Nach dem Abendessen liessen wir den Abend bei einem frisch gezapften Bier ausklingen. Hier ist jedes Zimmer individuell eingerichtet und die öffentlichen Räume haben mit den Antiquitäten ihren eigenen Charme

15.06. Fahrt zum Niesen und zum Blausee

Für heute war der Besuch des Niesens vorgesehen, die schweizer Pyramide am Thuner See. Die Sonne lachte und es versprach wieder ein wunderschöner heißer Sommertag zu werden. Wir fuhren zunächst nach Mülenen einem kleinen Ort im Kandertal, im Kanton Bern.
Vor einem Tag fand hier der 23. Niesener Treppenlauf über 11674 Stufen auf den Niesen statt. Der Sieger benötigte für die 11674 Stufen 56 min. Wir zogen jedoch die bequeme Fahrt mit einer der längsten Standseilbahnen der Welt (3499 m) auf den Gipfel vor. Wir erreichten den Niesen Kulm nach einer bewegten Fahrt und 1 Umstieg, denn die 1910 gebaute Bahn ruckelte sehr. Auf 2362 m hatten wir eine herrliche Aussicht auf den Thuner See und die umliegende Bergwelt. Einige Gäste unternahmen Erkundungen zu Fuß, andere genossen die Aussicht auf der Restaurantterrasse. Anschließend fuhren wir weiter ins Kandertal zum Blausee, einen kleinen Bergsee. Durch seine idyllische Lage und dem Mineraliengehalt, der bei Sonnenstrahlen zu einer türkisblauen Färbung führt, ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Die Besitzer dieses Sees, Familie Kambly (Biskuitfabrik im Emmental) bieten noch ein weiteres Highlight. Forelle frisch geräuchert oder lecker zubereitet im dortigen Restaurant, fast ein Muss. Nach etwas Freizeit verlassen wir den Märchenwald mit seinem verzauberten See. Zurück in Interlaken unternahmen noch einige Gäste Erkundungen im Ort. Zum Abendessen gab es wieder ein leckeres 3-Gang-Menü.

16.06. Fahrt nach Grindelwald und auf den First

Nach einem leckeren Frühstück in unserem Hotel starteten wir nach Grindelwald. Es gilt als Tor zur Jungfrauregion, wo Sommer wie Winter viele Touristen und Sportbegeisterte angelockt werden. Mitten im belebten Ort ist die Talstation zum First. In 6er Gondeln fährt die Seilbahn von Grindelwald über Bort und Schreckfeld zum First auf 2168 m. Während der 25 min. Fahrt hat man einen atemberaubenden Blick auf die Bergwelt Eiger- Mönch -Jungfrau. Aber auch das Schreckhorn und das Wetterhorn beeindruckten uns. Einige Gäste unternahmen auch eine kurze Wanderung zum Bachalpsee, ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Aber auch die blühende Flora lässt das ein oder andere Naturfoto entstehen.
Mit wunderschönen Eindrücken ging es zurück nach Interlaken.
Heute Nachmittag hatten wir endlich Zeit Interlaken näher kennen zu lernen. Eingebettet zwischen Thunersee und dem Brienzersee, beide verbunden durch die Aare, ist es eine belebte Gemeinde die vor allem von internationalen Jungfrau-Touristen profitiert. Für einige Gäste aus unserer Reisegruppe gab es noch einen Abstecher auf den Harder Kulm.

17.06. Fakultative Fahrt auf das Schilthorn

An Lauterbrunnen vorbei fuhren wir durch das Staubachtal zur Talstation Stechelberg. Die 3 neuen Bahnen zum Schilthorn sind seit einem Jahr fertiggestellt und so fuhren wir in 10 min. von Stechelberg nach Mürren (1638 m), mit der steilsten Seilbahn der Welt. Weiter ging es nach Birg (2677 m). Hier nahmen wir uns Zeit und verweilten eine längere Zeit auf der Freifläche vor dem Restaurant wo wir einen herrlichen Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau hatten. Die Filmkameras und Fotoapparate klickten. Einige Gäste probierten sogar den Skyline Walk, eine Aussichtsplattform aus Glas und Gittern hoch über dem Abgrund. Kurz vor 12.00 Uhr erreichten wir das Schilthorn auf 2970 m. Eberhardt-Travel hatte ein schmackhaftes Mittagessen im Piz Gloria, dem Drehrestaurant auf dem Gipfel, bestellt. Hier oben wurde 1969 der berühmte James Bond Film „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ gedreht. Im unter dem Restaurant liegendem Museum des Doppel-Null-Agenten James Bond verweilten wir noch eine ganze Weile, ehe es wieder zurück zur Talstation ging. Bei schönem Wetter konnten wir noch in Mürren, einem kleinen autofreiem Ort noch einen Spaziergang unternehmen. Anschließend spazierten in Interlaken einige Gäste noch durch den Ort, und dann wurden die Koffer schon wieder gepackt.

18.06 Heimreise

Heute hieß es Abschied nehmen von der Schweiz. Die Hoteldirektion hatte sich zur Verabschiedung eingestellt, und so fuhren wir nach aufregenden und erlebnisreichen Tagen mit vielen Schnappschüssen im Gepäck über Österreich nach Deutschland.


Auch im Namen von Petr möchte ich mich bei allen Teilnehmern dieser Reise bedanken. Es war sehr angenehm mit Ihnen zu reisen, auch Ihr Verständnis untereinander ist mir positiv aufgefallen. Bleiben Sie gesund, reisefreudig und buchen Sie wieder einmal eine Reise mit Eberhardt-Travel oder dem ATeam, vielleicht dann auch mit mir als Reiseleiter. Ich würde mich freuen.
Ihr
Andreas Kunzmann
Reiseleiter


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