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Reisebericht: Zugreise - Schweizer Dampfbahnromantik

28.08. – 03.09.2019, 7 Tage Rundreise Schweiz mit Flüeli-Ranft - Rigi - Furka-Dampfbahn - Brienz-Rothorn-Bahn

Ob die Furka - Bergstrecke oder die Auffahrt auf die Rigi, aber auch die spektakuläre Fahrt mit dem Gotthard- Panoramazug: Bei dieser Reise sind alle Eisenbahnfreunde auf ihre Kosten gekommen! Und da war da noch die himmliche Ruhe in Flüeli - Ranft...

Auf ins Reich der Berge!


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28.8.2019. Nun hat das Warten endlich ein Ende gefunden; voller Erwartungen haben wir in unserem Reisebus Platz genommen, mit ihm werden wir heute in die Schweizer Berge gelangen, eine schöne Fahrt liegt vor uns. Das Wetter zeigt sich noch einmal hochsommerlich und gut gelaunt starten wir in Dresden. Der Weg führt uns durch das schöne Vogtland hinüber nach Franken; bei Nürnberg ein weiterer Zustieg und schließlich gelangen wir in Richtung Ulm. Nun, zur Mittgaszeit gönnen wir uns einen Imbiss und die Sonne tut was sie kann: Das Thermometer steht bei 30°. Bald können wir weitere Gäste begrüßen dann ist unsere Reisegruppe vollzählig. Gemeinsam geht es in Richtung Bodensee, ein Stück durch Österreich und bald langen wir in der Schweiz an. Hier werden wir von den Bergen des Appenzeller Landes begrüßt und entlang des Rheins nehmen wir unseren Kurs. Bei Sargans schwenken wir dann in Richtung Zürich ein und bald können wir den Walensee erblicken, ein erster romantischer Alpensee zeigt sich hier auf unserer Reise. Der Abend naht und bald langen wir bei Luzern an, etwas Stau aber der hält uns nicht ab unserem Ziel Flüeli Ranft zuzustreben. Unterdessen haben sich dicke Wolken aufgetürmt, Gewitter liegen in der Luft.
Am Hotel angelangt werden wir von unseren Gastgebern freundlich empfangen; schnell sind die Zimmer bezogen und dann lassen wir uns das leckere Abendessen mit gutem Appetit schmecken. Über den Bergen wetterleuchtete es schon die ganze Zeit und bald entladen sich mit Blitz und lautem Donner die Gewitter. Solcherart turbulent geht der erste Tag nun zu Ende.

Mit Dampf zum Brienzer Rothorn


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29.8.2019. Regenschwere Wolken hängen heute Morgen über den Bergen, die ganze Nacht hat es geregnet und auch jetzt, als wir zum Frühstück gehen, hält Petrus seine Schleusen geöffnet. Nach der ersten Stärkung des Tages starten wir gegen neun, es tröpfelt noch immer. Wir gelangen bergab und entlang des Sarner Sees verläuft unser Weg aufwärts in Richtung Brünigpass. Nach einer Serpentinenstraße sehen wir den Lungernsee, dicke Wolken haben sich auch hier festgehangen. Nach dem Pass gelangen wir schließlich ins Berner Oberland und bald an den Brienzer See. Auch wenn nun schon erste Wolkenlücken zu sehen sind, die Schirme klappen auf. Schon von weitem sehen wir den Dampf der Zahnradlok die uns nun nach oben bringen wird. Als wir es uns in den Wagen bequem gemacht haben geht die Fahrt bald los. Leicht ruckelnd nehmen wir den Aufstieg in Angriff und bei jedem Meter den wir an Höhe gewinnen zeigen sich uns neue, phantastische Panoramen. Durch Wald und Feld verläuft zunächst die Fahrt; entlang uralter Bauernhäuser mit bunten Blumenschmuck wird der Blick immer wieder frei und geht hinunter zum See. Bald sind wir über der Baumgrenze, grüne Wiesen erfreuen unser Auge nun und nach einstündiger Fahrt haben wir unser Ziel, das Brienzer Rothorn erreicht. Jetzt sind auch die Regenwolken verschwunden, doch bevor wir im Reich der Berge auf Entdeckung gehen, gönnen wir uns erst einmal ein leckeres Mittagessen zur Stärkung.
Danach genießen wir das nun wirklich überwältigende Panorama: Ganz unten, wie ein türkisener Edelstein, liegt der Brienzer See umgeben von schroffen Bergen an denen sich einige Wolken festgehangen haben. Wir genießen hier oben bei bestem Wetter eine wunderbare Zeit, man mag sich gar nicht davon losreisen, aber es muss sein. Bei der einstündigen Abfahrt bewundern wir noch einmal das einmalige Flair, gönnen uns etwas Freizeit im Ort Brienz und gelangen am späteren Nachmittag wieder zu unserem Hotel zurück, ein schöner Tag geht langsam zu Ende.Die Furka - Dampfbahn
30.8.2019. Heute müssen wir etwas früher aus den Federn; mein Blick geht aus dem Fenster direkt zum Stanserhorn hinter dem sich die Sonne langsam aufmacht aufzugehen. Kein Wölkchen trübt heute den Himmel und so starten wir voller Optimismus und sehen einem weiteren schönen Tag voller Erwartung entgegen. Unser Weg führt uns zunächst hinunter zum Vierwaldstätter See, an ihm entlang gelangen wir in den Kanton Uri. Hier rücken nun bald die Berge ganz eng an die Straße heran, durch die schroffe Schöllenenschlucht und vorbei an der Teufelsbrücke, langen wir oben im Urserental an und im Ort Realp endet vorerst die Fahrt mit dem Bus. Vor uns der Bahnhof und mit Dampf der dem Schornstein der Lok entsteigt werden wir auch hier begrüßt. Fleißige Hände haben diese Bergstrecke gerettet, diese Fahrt kommt nun einer Zeitreise gleich. Alles ist hier original: die roten Wagen aus alter Zeit, die Lok, ja selbst die Uniformen der Bahnmitarbeiter. Pünktlich starten wir und mithilfe der Zahnradtechnik geht es nun aufwärts. Wir sehen erneut die unberührte Natur der Schweiz, saftig grüne Wissen auf denen Kühe grasen, dazwischen nimmt der Wildbach seine Bahn und wir sind mittendrin! Es geht durch Tunnels und über abenteuerliche Brücken hinauf in Richtung Furkapass.
Dort ein etwas längerer Aufenthalt und danach durch den Scheiteltunnel wieder hinunter nach Gletsch. Auf der rechten Seite stürzt sich die junge Rhone hinab zu Tal, wir erahnen den Gletscher den es hier vor Jahren noch gab und nähern uns bald dem Ort Oberwald an, hier endet nun die wirklich eindrucksvolle Fahrt mit der Furka - Dampfbahn.
Am Bahnhof gönnen wir uns einen Imbiss und dann wagen wir mit dem Bus den Aufstieg zu einem weiteren Pass. Über spektakuläre Serpentinen gelangen wir hinauf und oben angelangt genießen wir in über 2 000 Metern eine grandiose Aussicht über die großartige Bergwelt der Schweiz. Dann geht es wieder hinab; entlang der zahlreichen Stauseen des Haslitals nähern wir uns Meiringen an. Hier soll ein Jahr lang Sherlock Holmes gelebt haben, so wollte es jedenfalls der Autor Doyle, denn der berühmte Meisterdetektiv war ja eine Phantasiegestalt. Hier gönnen wir uns bei hochsommerlichen Temperaturen noch ein Stündchen Aufenthalt um dann zurück zu fahren zu unserem Hotel.
Hier in Flüeli Ranft lebte einst der Bruder Klaus und wer will kann heute Nachmittag auf seinen Spuren wandeln. Ob Geburts- oder Wohnhaus, der Ranft im Tal mit der Kapelle, hier wird uns die Geschichte einer interessanten Persönlichkeit erzählt!

Die Gotthardstrecke


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31.8.2019. Auch heute steht uns ein weiterer schöner Tag bevor an dem Petrus wieder sein bestes geben wird. Die Sonne lacht als wir unsere Tour aufnehmen um am schroffen Pilatus vorbei in Richtung Luzern zu fahren. Hier gönnen wir uns eine gute Stunde für diese reizvolle Stadt; ein Gang über die blumengeschmückte Kapellbrücke, eine Stippvisite in die pittoreske Altstadt – dann treffen wir uns am Anleger; hier können wir bald das Schiff betreten. Vom sonnendurchfluteten Oberdeck aus genießen wir in den nächsten Stunden wunderbare Panoramen; steil steigen vom Vierwaldstätter See die Berge an, die Orte an denen das Schiff anlegt können reizvoller nicht sein. Selbst die Geschichte kommt nicht zu kurz: Wir legen am Rütli an, hier wurde einst die Schweiz begründet.
Die Schiffsreise endet in Flüelen; wir gelangen zum Bahnhof, hier erwartet uns schon der gut klimatisierte Panoramawagen des Zuges mit dem wir die alte Gotthard - Strecke erklimmen werden. Diese Tour wird nun auch eine Reise in die Bahngeschichte; wir steigen langsam aber stetig an und beim Ort Wassen passieren wir mehrere Kehrtunnels, wie sie im Berg verlaufen lässt sich an der Kirche beobachten die uns gleich in drei verschiedenen Perspektiven erscheint. Wunderbar sind die Erklärungen der Zugführerin und als wir in den alten Tunnel einfahren, sehen wir an einer Stelle Projektionen an den Wänden die uns den schwierigen Bau dieser Verbindung zeigt, einfach phantastisch!
Dann gelangen wir wieder ans Licht; das Tessin empfängt uns mit Sonnenschein und die reizvolle Fahrt geht nun abwärts. Begleitet von Wasserfällen und tiefen Schluchten erreichen wir den Ort Bellinzona, hier endet die Fahrt auf der alten Strecke.
Nach einer halben Stunde kommt der Zug von Süden und mit ihm werden wir nun durch den im Jahr 2016 angelegten Gotthard - Basistunnel gelangen. Noch ein wenig im Tessin unterwegs dann wird es dunkel. In rasanter Fahrt durcheilen wir runde 56 Kilometer Tunnel, es ist der längste seiner Art in der Welt, nun halten wir alle den Atem an und denken: Was für ein Wunderwerk haben hier Menschen geschaffen! Als wir wieder auftauchen gelangen wir am Vierwaldstätter See entlang, der Himmel hat sich bezogen und es regnet leicht. In Arth Goldau endet die eindrucksvolle Fahrt mit Schiff und Bahn; der Bus bringt uns nun zurück zum Hotel. Und als wir nach Flüeli Ranft aufsteigen kommt die Sonne heraus und weil es in Richtung Luzern noch regnet, hat sich ein bunter Regenbogen gebildet der nun den wunderschönen Ausflug farbenprächtig beendet.

Mit Dampf hinauf zur Rigi


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1.9.2019. Der Wetterbericht hat einen Wetterumschwung prognostiziert, mal schauen ob wir heute und morgen noch Glück haben. Der Morgen beginnt noch schön; auch wenn es einige Wolken gibt, der Start in Richtung Luzern verläuft vielversprechend. Wir gelangen am Sarner See entlang auch bald in diese schöne Stadt, hier gehen wir nun wieder zum Schiffsanleger NR. 1 und das rechtzeitige Kommen sichert uns auch heute gute Plätze. Der Himmel bleibt bewölkt als wir mit dem historischen Raddampfer „Schiller" starten, dennoch genießen wir erneut die schönen Impressionen auf dem Vierwaldstätter See. Heute endet die Fahrt nach einer Stunde im schönen Ort Vitznau, schon am Anleger können wir den Dampf der Rigi - Bahn schnuppern. Auch in dieser Bahn ist Platz für uns reserviert und bald geht es aufwärts, geschoben von einer Schweizer Lok und angetrieben von Sibirischer Steinkohle die richtig Dampf macht. Vorbei an schönen Häusern, grünen Wiesen und schroffen Abhängen gelangen wir, gut durchgerüttelt, hinauf zum Kulm. Trotz der Wolken, der Blick hinunter ist nahezu frei und hier oben zwischen Himmel und Erde genießen wir eine schöne Zeit. Dichter, Denker und gekrönte Häupter waren auf der Rigi und auch wir können die schöne Atmosphäre der verschiedenen Ausblicke in vollen Zügen genießen. Oben, gleich beim Funkturm, geht der Blick hinunter zum Zuger See, einmal umgedreht und wir sehen die Erhebungen die vom Vierwaldstätter See aufsteigen – einfach wunderbar. Dann steigen weiße Wolken Gespenstern gleich das Tal hinauf, verdecken kurz die Sicht um dann wie von Geisterhand wieder weggeblasen zu werden. In diesem Wechselspiel vergeht die Zeit wieder viel zu schnell; die Abfahrt zu Tal steht an und abwärts geht es wieder nach Vitznau.
Da wir noch etwas Zeit haben gönnen wir uns zwei Abstecher; einmal besuchen wir die Hohle Gasse wo einst Wilhelm Tell seinen Widersacher Landvogt Gessner zu Fall brachte. Zum anderen schauen wir etwas später im Ort Sachseln vorbei. Hier sehen wir die Pfarrkirche mit dem Eremitenrock von Bruder Klaus, seine Grabkapelle und das schöne Denkmal seiner Ehefrau Dorothee mit den Kindern. Dieser Tag geht dann daher auch etwas besinnlich zu Ende.

Ein Gipfel im Nebel: die Schynige Platte


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2.9.2019. Gestern Abend kam nun der schon angekündigte Wetterumschwung. Blitz und Donner brachten Regen und eine deutliche Abkühlung. Als wir uns heute auf den Weg machen, hängen dicke Wolken an den Bergen und die Straßen sind nass. Dennoch geht es noch einmal hinüber ins Berner Oberland; entlang des Brienzer Sees passieren wir Interlaken und langen im schönen Ort Widerswil an. Als wir am Bahnhof aussteigen müssen wir die Schirme aufspannen; hier überschreiten wir die Gleise um bald zur Zahnradbahn zu gelangen. Alles ist auch hier wie an den letzten Tagen perfekt für unsere Gruppe organisiert; historische Wagen in roter Farbe stehen bereit und wir nehmen auf den etwas harten Holzbänken Platz, alles eben ganz original.
Dann, heute mit Elekrokraft, starten wir um erneut einen bekannten Schweizer Gipfel zu erklimmen. Das wird heute leider ein trübes Unterfangen; kaum sind wir einige Höhenmeter angestiegen umhüllt uns eine Wolke die sich mit Konsequenz im Berg festgesetzt hat. In dieser Suppe gelangen wir hinauf zur Schynige Platte und können die Berge die von hier oben bei guter Sicht gesehen werden nur in unserer Phantasie erstehen lassen. Eiger, Mönch und Jungfrau im ewigen Schnee, diese grandiose Bergwelt bleibt uns heute leider verschlossen. Im niesligen Regen schauen wir aber dennoch im Alpengarten vorbei und können, sehr anschaulich mit zahlreichen Tafeln versehen, die einheimische Pflanzenwelt bewundern. Wenigstens das konnte uns Petrus nicht vermiesen!
Dicke Wolkensuppe auch bei der Abfahrt, Dauerregen als wir noch einen Abstecher in Interlaken machen, Dunst bei der Fahrt entlang des Brienzer Sees, leider gibt es nichts besseres an diesem Nachmittag zu vermelden. Da tröstet es auch wenig dass es, als wir unser Hotel in Flüeli Ranft erreicht haben, aufgehört hat zu regnen.
Gegen sieben, beim Abendessen sind wir aber längst wieder guter Laune und genießen den letzten gemeinsamen Abend bei angeregten Gesprächen, einem guten Glas Bier oder Wein und einem wirklich leckerem Diner; die Ungemach des heutigen Tages ist nun schon längst vergessen.

Die Heimreise


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3.9.2019. Wie schnell sind nun leider schon die Tage vergangen? Wir konnten viel erleben, die Eisenbahnfreunde sind auf ihre Kosten gekommen und das Wetter hat, bis auf gestern, gut mitgespielt. Gegen acht verlassen wir nun den gastlichen Ort bei sonnigem Wetter, um in Richtung Heimat zu gelangen. Wir durchfahren all die schönen Gegenden der Schweiz welche wir schon auf der Anreise gesehen haben, es ist also ein doppelter Genuss. Vorbei an Luzern schauen wir noch einmal hinüber zur Rigi, von dieser Spitze aus hatten wir so wunderschöne Ausblicke, später gelangen wir über Hirzel hinunter zum Zürichsee und bald in das Rheintal, auch hier zeigt sich uns noch einmal die gigantische Bergkulisse des Appenzeller Landes. Doch bald treten die Berge zurück; wir gelangen über Österreich nach Deutschland und bei Ulm verlassen uns schon die ersten Gäste. Ab sofort sind wir im flachen Land unterwegs um endgültig der Heimat zuzustreben. Wir genießen die letzten Stunden bei spätsommerlichen Temperaturen, die Sonne tut ihr Bestes und als sie sich dazu aufmacht hinter dem Horizont zu verschwinden, haben wir auch unser letztes Ziel der Reise, Dresden, erreicht. Hier wo alles begann endet die Tour, wir werden sie mit angenehmen Gedanken in unserer Erinnerung behalten.

Steffen Mucke




Schöne Tage – nicht weinen, wenn sie vergangen, sondern lachen, dass sie gewesen!
Rabindranath Tagore

Denn es ist nun einmal nicht anders, dass man, sobald man fertig ist, gleich wieder was Neues im Sinne haben müsse.
Goethe

Bildergalerie zur Reise

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