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Reisebericht: Zugreise - Schweizer Dampfbahnromantik

01.07. – 07.07.2020, 7 Tage Rundreise Schweiz mit Flüeli-Ranft - Dampfahrten auf die Rigi und das Brienzer Rothorn - Furka-Dampfbahn - Nostalgie-Zahnradbahn auf die Schynige Platte

Wir erleben nostalgisches und modernes Bahnfahren, aber auch Schifffahrten geniessen wir

1. Tag: Anreise nach Flüeli-Ranft


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In Dresden begann unsere erste Reise nach langer Zeit der Abstinenz und des Wartens wegen Corona mit einer großen Vorfreude, nicht nur vom Busfahrer und dem Reiseleiter, sondern auch von unseren Gästen. Über Zustiege in Nossen und Chemnitz führte unsere Route zunächst vorbei an Bayreuth, Nürnberg, Ansbach sowie über Ulm in Richtung Bodensee. Wir fuhren durch den 6,9 km langen Pfändertunnel bis wir bald die Grenze zur Schweiz erreicht hatten. Entlang des Rheins ging die Reise nach Sargans und weiter Richtung Zürich. Links fuhren wir am Walensee vorbei, die Churfirsten grüßten von oben, allerdings bei starkem Regen und ganz dunklen Wolken. Unsere Fahrt führte weiter durch die Zentralschweiz mit der Region des Vierwaldstätter Sees. Am Abend erreichten wir unser Hotel Flüematte in Flüeli Ranft. Dort wurden wir für 6 Nächte untergebracht. Nach dem Check in trafen wir uns zu einem schmackhaftem Abendessen.

2. Tag: Ausflug nach Brienz und Dampfzugfahrt auf das Brienzer Rothorn


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Unser heutiges Ziel war das Berner Oberland. Wir fuhren zunächst am Morgen nach Brienz, machten unterwegs einen Fotostopp am Lungener See. In Brienz wechselten wir das Beförderungsmittel und fuhren mit dem Zug auf das Brienzer Rothorn. Die Fahrt mit der berühmten Brienz-Rothorn-Bahn, auf das 2.350 Meter hohe Brienzer Rothorn, ist ein fantastisches Erlebnis. Die Zahnradbahn überwindet die 7,5 Kilometer lange Strecke in 55 Minuten über eine beeindruckende Fahrtstrecke. Unsere Fahrt führt über Brücken, Tunnel, Wälder sowie Wiesen. Auf über 2350 Metern Höhe erreichten wir die Gipfelstation. Auf dieser angekommen, führte unser Weg ins Bergrestaurant. Hier wartete eine kleine Überraschung von Eberhardt-Travel auf unsere Gäste. Wir probierten das typische Alpengericht Älplermagronen. Uns wurde ein Teller mit Teigwaren, Kartoffeln, Rahm, Käsesauce und gerösteten Zwiebeln und Apfelmus serviert. Das schmeckte schon sehr gut. Für viele etwas ungewohnt aber durchaus lecker. Und woher kommt dieser Name? Älpler, das sind die Bewohner der Alpen und die Magronen leiten sich von den italienischen Makkaroni ab. Eine Suppe und ein Dessert rundeten das köstliche Menü ab.
Dieses Mittagessen wird uns in guter Erinnerung bleiben. Nach dem Essen hatten wir noch etwas Zeit um die Umgebung zu genießen. Während der Abfahrt nach Brienz erlebten wir einen heftigen Regenschauer. Als wir jedoch in Brienz ankamen schien die Sonne wieder und alle konnten noch ein wenig die schöne Kleinstadt genießen. Unser Fahrer Frank fuhr uns dann wieder zurück zum Hotel. Den Tagesabschluß bildete wieder ein schmackhaftes Abendessen.

3. Tag: Fahrt mit dem Nostalgiezug auf die Schynige Platte


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Heute erwartet uns ein weiteres Bahnerlebnis, welches uns ins Berner Oberland nach Wilderswil führte. Hier bestiegen wir die liebevoll gepflegte, nostalgische, elektrische Zahnradbahn und fuhren auf die Schynige Platte auf 1960 Meter. Die Auffahrt verlief neblig und auf der Bergstation angekommen, hatte sich der Nebel ausgebreitet. Wir konnten leider nichts sehen, außerdem nieselte es ganz leicht. Einige Gäste unternahmen trotzdem einen kurzen Spaziergang durch den sehr schön angelegten Alpengarten. Über 650 verschiedene Pflanzen sind hier zu bewundern. Traumhafte Aussichten waren allerding nicht zu genießen und wir erahnten nur die Richtung des Dreigestirns mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Am Nachmittag kehrten wir vorzeitig wieder nach Wilderswil zurück und fuhren in den nahegelegenen Ort Interlaken. Interlaken ist mittlerweile ein international anerkannter Ferienort und wichtiger Ausgangspunkt auf das Jungfraujoch. Jeder von uns unternahm einen kleinen Spaziergang durch den mondänen Ferienort. Wir bemerkten allerdings, dass Interlaken sehr unter Corona gelitten hat. Es sind viele Geschäfte geschlossen und kaum ein Tourist war auf der Straße zu sehen. Am späten Nachmittag kehrten wir zurück zum Hotel und genossen das anschließende Abendmenü.

4. Tag: Fakultative Fahrt mit dem Gotthard Panorama Express


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Nach dem Frühstück fuhr uns unser Fahrer Frank nach Luzern. Nach einem kurzen Stadtbummel bewegten wir uns auf einem Schiff in der 1. Klasse nach Flüelen. Wir genossen die herrlichen Uferpromenaden und das in der Sonne blinkende Wasser. In Flüelen wechseln wir das Transportmittel und steigen in den Gotthard Panorama Express 1. Klasse. Die Plätze waren für unsere Fahrt auf der alten Gotthard-Bahnstrecke schon reserviert.
Und los ging es auf einer der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Aus unserem exquisiten Panoramawagen bemerkten wir die Nordrampe der Gotthardbahnstrecke und dann die beeindruckenden Kehrtunnel auf der Strecke in den Kanton Tessin. Dabei sahen wir die auf einer Anhöhe thronende Kirche von Wassen dreimal. Nachdem wir dann in Bellinzona der Hauptstadt des Kantons Tessin angekommen waren, hatten wir nur einen kurzen Aufenthalt. Auf unserer Fahrt zurück fuhren wir mit der Bahn durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Fahrt durch den 57 km langen Tunnel dauerte genau 18 min. Beeindruckend ist die Geschwindigkeit mit ca. 170 km/h. Damit waren wir schnell in Art Goldau zwischen Zuger- und Lauerzer See. Hier erwarteten uns bereits unsere Busfahrer und zurück ging es ins Hotel zum schmackhaften Abendessen.

5. Tag: Fahrt mit dem Raddampfer und Zugfahrt auf die Rigi


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Zunächst fuhren wir wieder bei Sonnenschein nach Luzern. Von hier aus ging es mit dem nostalgischen Raddampfer „Uri" über den sonnenüberfluteten Vierwaldstätter See bis Vitznau. Vom Wasser aus bestaunten wir das Bergpanorama um uns. Gut zu sehen waren die Rigi, der Pilatus, das Stanserhorn sowie der Bürgenstock. In Vitznau stiegen wir um in die Vitznau-Rigi-Bahn und erklommen die Königin der Berge. Der historische Zug windet sich mit der Dampflok ganz gemächlich durch Wälder und Wiesen und bringt uns auf die Rigi in 1.800 m Höhe. Wir konnten eine fantastische Sicht auf die Zentralschweizer Seen und die Berge der Berner Alpen geniesen. Nach dem wir den Ausblick ausgiebig in uns aufgenommen hatten, fuhren wir mit dem elektrisierten Zug über Rigi-Staffelhöhe und Rigi-Kaltbad zurück nach Vitznau. Die Busrückfahrt erfolgte immer entlang des Seeufers bis nach Küssnacht. Hier begaben wir uns auf die Spuren von Wilhelm Tell und legten einen kleinen Zwischenstopp an der Hohlen Gasse ein. Weiter entlang des Sees hielten wir nochmals kurz an der Astrid-Kapelle und erreichten Luzern. Im Hotel wartete wieder ein schmackhaftes Abendessen auf uns.

6. Tag: Fahrt mit der Furka-Dampfbahn


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Auch heute erwartet uns wieder eine spannende Zugfahrt. Dafür standen wir frühzeitig auf. Zunächst führte unsere Fahrt im Bus entlang der alten Gotthardstrecke. An der Teufelsbrücke machten wir kurzen Fotostopp. In Realp angekommen, begaben wir uns auf die Spuren des ursprünglichen Glacier Express. Wir fuhren per Dampfzug von Realp durch den Furka-Scheiteltunnel bis nach Oberwald. Leidenschaftliche Hobby-Eisenbahner und Bahnbegeisterte aus der Schweiz und aus Deutschland, haben die Strecke und die Züge in ihrer Freizeit liebevoll restauriert und betreiben seit 2010 die Strecke ehrenamtlich. Wir sind begeistert von dieser technischen Höchstleistung und vor allem von der Liebe zu der bis heute gelebten Tätigkeit auf der Strecke. In Oberwald stiegen wir wieder in den Bus und erklommen gemeinsam den Grimselpass. Die Straße über den Pass ist eine Meisterleistung des Straßenbaus. Auf über 2165 Metern Höhe bestaunten wir dies und den kleinen Murmeltierpark. Weiter führte unsere Route hinunter ins Haslital. Unterwegs lassen wir es uns aber nicht nehmen, noch einen kleinen Zwischenstopp am Käsestand von Judith kurz unterhalb des Passes einzulegen. Eberhardt-Travel hatte eine kleine Kostprobe von Schweizer Käse und Wurst für uns vorbereitet. Weiter ging unsere Busfahrt über Meiringen, vorbei am Denkmal von Sherlok Holmes. Anschließend machten wir noch kurz Halt an der Kirche von Sarnen um die Gräber von Bruder Klaus zu betrachten. Danach kehrten wir zum Hotel in Flüeli Ranft zurück und jeder konnte nochmals den Ort und die Umgebung genießen. Den Tagesabschluss bildete wieder ein schmackhaftes Menü.

7. Tag: Heimreise


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Vollgepackt mit vielen schönen Erlebnissen kehrten wir nach Hause zurück. Am Abend erreichen wir planmäßig Dresden.Liebe Reisegäste,
ich hoffe, Sie sind auch zu Hause gut angekommen und werden unsere gemeinsamen Eindrücke der Reise noch lang in Erinnerung behalten. Sie waren eine tolle Reisegruppe und unser Fahrer Frank und ich als Ihr Reiseleiter möchten uns nochmals bei Ihnen recht herzlich für Ihre Unterstützung und Zusammenarbeit bedanken. Insgesamt sind wir 2350 km gemeinsam gereist.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit frei von Corona, viel Lust am Reisen und ein Wiedersehen mit Eberhardt-Travel.

Ihr
Andreas Kunzmann

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