Alle unsere Urlaub-Hotels sind mit eigener Anreise (z.B. PKW, Bahn) buchbar.       Jetzt entdecken

Reisebericht: Zugreise - Schweizer Dampfbahnromantik

01.07. – 07.07.2020, 7 Tage Rundreise Schweiz mit Flüeli-Ranft - Dampfahrten auf die Rigi und das Brienzer Rothorn - Furka-Dampfbahn - Nostalgie-Zahnradbahn auf die Schynige Platte

Auf das Brienz Rothorn, zur Schynige Platte, mit Dampf über die Furka und als krönender Höhepunkt: Mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee und Fahrt mit dem Gotthard -Panorama - Express. Das waren unvergessliche Erlebnisse in der Bergwelt der Schweiz!

Die Berge rufen uns!


schweiz

1.7.2020. Welch eine Zeit liegt hinter uns! Mit Dankbarkeit nehmen wir unsere wiedergewonnene Reisefreiheit an die uns in den vergangenen Jahren selbstverständlich schien und die wir nun endlich zurückhaben! Erst der Verlust lässt uns schätzen was wir verloren haben.
Eine erwartungsfrohe Reisegesellschaft hat sich eingefunden; wir starten bei sonnigem Wetter in Dresden und nehmen, voller Vorfreude auf die schönen Erlebnisse die nun vor uns liegen, Kurs in Richtung Süden. Zunächst aber durcheilen wir mit unserem schönen Reisebus die Heimat; entlang des Erzgebirges verläuft unsere Fahrt nach Franken um, später an Nürnberg vorbei, die Reise in Richtung Süden weiter gehen zu lassen. Rechts der Autobahn grüßt uns der beeindruckende Kirchturm von Ulm und bald sind wir im Allgäu unterwegs. Dort, weiter im Süden, sind schon die Alpen auszumachen, aber, der Wetterbericht hatte es vermeldet: Gewitterstimmung liegt über den Bergen. Mächtige Haufenwolken streben nach oben und entwickeln ein gefährliches Potential. Aber das stört uns nicht, wir sitzen im Bus und gelangen bald hinüber in die Schweiz. Entlang der Erhebungen des Säntisgebirges schwenken wir in Richtung des Zürichsees ein und sehen rechts auch den fjordartigen Walensee im Glarner Land. Doch dann, schon am Zürichsee, verdunkelt sich urplötzlich der Himmel, Blitze zucken, Donner grollt und Petrus öffnet alle Schleusen des Himmels. Mit nur langsamer Fahrt geht es weiter während Hagel auf das Dach unseres Busses trommelt. Doch das geht schnell vorbei. Wir gelangen in der nächsten Stunde über den Berg bei Hirzel, an Luzern vorbei zu unserem Ziel Flüeli Ranft. Vom Wirt Marcello werden wir herzlich Willkommen geheißen, schnell sind die Zimmer bezogen und danach lassen wir uns das schmackhafte Abendessen gut munden. Nur Petrus hat schlechte Laune: Es donnert und blitzt bis in die Nacht hinein.

Erstes Dampfschnuppern - Die Brienz - Rothornbahn


schweiz

2.7.2020. Die Sonne ist über den Bergen aufgegangen, lichter Nebel löst sich schnell auf und unsere Reisegesellschaft findet sich, gut ausgeschlafen, beim Frühstück wieder. Erwartungsvoll drehen sich alle Gespräche um den ersten großen Höhepunkt unserer Reise und gegen neun starten unsere zwei Busse hinunter nach Sachseln und den Sarner See. Noch vom nächtlichen Regen und von der Morgensonne beschienen, glitzern die grünen Wiesen auf denen die Kühe ihr Morgenmahl halten, das ist Bergromantik pur! Dann steigen wir hinauf zum Brünigpass, haben dabei einen schönen Blick auf den See von Lungern und langen bald im Berner Oberland an. Wir sehen von oben wie die Aare ihren schnurgeraden Lauf in Richtung Brienzer See nimmt, wir haben dieselbe Richtung. Dann langen wir in Brienz an und lassen die Busse am See stehen. Gleich gegenüber befindet sich die Talstation der Rothornbahn, hier beginnt nun ein besonderes Abenteuer! Leider sind an diesem Vormittag zwei Dampfloks defekt, aber mit Diesel geht es auch bergan, nur fehlt dabei ein wenig die Romantik des Dampfes. Aber, besonders nachdem wir die Baumgrenze überschritten haben, überwältigt uns ein wahrhaft großartiger Ausblick. Umso höher wir steigen desto mehr tritt die Bergkulisse vor unsere Augen. Schon sind Eiger, Mönch und Jungfrau auszumachen, weitere 4 000er, gekrönt von ewigem Eis und Schnee, treten hervor und wir steigen immer mehr zu den Wolken empor. Wie Berggeister wabern sie vom Tal herauf und, oben auf über 2 200 Metern angelangt, suchen wir das schöne Restaurant auf um uns mit einer typische Schweizer Speise zu stärken: Es gibt Älplermagronen. Danach geht es aber hinaus zu den Aussichtspunkten um die Bergwelt in Ruhe bewundern zu können. Leider hat Petrus mehr und mehr Wolken gesandt, aber in den Lücken zeigen sich die Berge in ungeahnter Pracht. Immer im Wechselspiel von undurchdringlichem Nebel und grandioser Sicht vergeht der Nachmittag wie im Fluge; als unsere Reisegesellschaft bereit zur Abfahrt in den Wagen sitzt, zieht trommelnd ein Hagelschauer über unsere Köpfe hinweg. Bei der Abfahrt regnet es in Strömen; als wir dann nach einstündiger Fahrt unten in Brienz anlangen lacht uns, in schwülwarmer Luft, schon wieder die Sonne. Also gönnen wir uns ein Stündchen zum Bummeln im reizvollen Ort mit wunderschönen Ausblicken auf den See bevor wir zum Hotel zurückkehren.

Trübe Aussichten auf der Schynige Platte


schweiz

3.7.2020. Leider hat der Wetterbericht rechtbehalten: Ein Tief hat uns am heutigen Tag im Griff. Noch gestern weckte uns die Morgensonne, heute hängen bleigraue und regenschwere Wolken über dem Tal und an den Bergen. Dennoch lassen wir uns davon nicht beeindrucken und starten zu einem weiteren Höhepunkt unserer Tour. Erneut führt uns der Weg über den Brünigpass und hinunter zum Brienzer See um, nach kurzer Fahrt an Interlaken vorbei, den kleinen Ort Wilderswil zu erreichen. Wir sind etwas eher da damit sich die Eisenbahnfreunde mit der Technik der Bahn beschäftigen und auch einen Blick ins Depot hinein werfen können. Aber das Wetter wird leider nicht besser; dennoch freuen wir uns auf die Bergfahrt die uns ein weiteres Mal zeigt, was die Ingenieure der Schweiz zur damaligen Zeit geleistet haben. Es geht mithilfe der Zahnradtechnik steil bergan, der dichte Baumbestand weicht der hochalpinen Flora und, oben auf rund 2 000 Metern angelangt, sind wir direkt in den Wolken. Aber es regnet nicht, wenn auch ein kalter Wind durch die Sachen dringt; einen Höhepunkt schauen wir uns hier oben dennoch an: den Alpengarten. Fleißige Hände haben ihn angelegt, es gibt über 600 Pflanzenarten zu betrachten die alle sorgsam mit Schildern versehen wurden. Die gigantische Bergkulisse können wir zumindest auf den Bilden und Werbeplakaten bewundern, es sind die Aussichten die uns heute leider verwehrt blieben. Unsere Stimmung hat sich dadurch aber kaum eingetrübt; gegen das Wetter kann man nichts machen. Wenn es am Nachmittag auch keine Sonne gibt, wir gönnen uns dennoch, hier unten im Tal wieder bei angenehmen Temperaturen, einen Aufenthalt im Ort Interlaken der auch einiges zu bieten hat. Entlang der Höhenmatte sehen wir uns die Architektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts an, auch an Moderne fehlt es nicht und bei einem Kaffee in einem der zahlreichen und mäßig besuchten Restaurants gönnen wir uns hier eine schöne Zeit. Die letzte schöne Impression bringt uns eine Fahrt entlang des Ufers des Brienzer Sees, wir bewundern die alten Häuser des Oberlandes und sehen auch die Holzschnitzkunst für welche besonders der Ort Brienz weltberühmt ist.

Mit dem Schiff und auf der Schiene: „Gotthard Panorama Express"


schweiz

4.7.2020. Noch halb in den Träumen gefangen, kitzelt mich ein Sonnenstrahl aus dem Schlaf. Alles Trübe ist geschwunden, die Wolken fast aufgelöst und somit ist die Welt des Touristen wieder in Ordnung. Ein besonderes Erlebnis erwartet uns heute, und voller Optimismus verlassen wir die Hochebene von Flüeli Ranft um in Richtung Luzern einzuschwenken. Gesäumt von Pilatus und Stanserhorn gelangen wir an den Vierwaldstättersee und, vom großen Parkplatz hier, zu Fuß zum Zentrum. Hier gönnen wir uns ein Stündchen zum Bummeln in die reizvolle Altstadt von Luzern hinein und natürlich ist der Gang über die berühmte Kapellbrücke ein zwingendes Muss!
Doch dann, gegen elf, gelangen wir an Bord des Schiffes welches uns hinüber nach Flüelen und somit an das andere Ende des Sees bringen wird. Jeder hat sich ein gemütliches Plätzchen an Deck gesucht, ein Pfiff deutet die Abfahrt an und dann geht es los. Schnell entschwindet Luzern unseren Blicken; das Schiff legt an den wichtigsten Orten des Sees an und neue Passagiere kommen hinzu. Die Sonne wärmt uns, während ein angenehm kühles Lüftchen auf dem See für Erfrischung sorgt, solcherart ist das schlechte Wetter von gestern schnell vergessen! Der Vormittag vergeht, der Mittag kommt und nach kleinem Imbiss an Bord kommt das Ende des Sees schnell näher. In Flüelen verlassen wir das Schiff um in wenigen Metern den Bahnhof zu erreichen. Bald fährt der Zug ein der uns hinüber ins Tessin bringen wird.
Schnell haben wir unsere Plätze gefunden, ein Pfiff zeigt die Abfahrt an und bald danach beschleunigt der Zug. Nun gibt es immer etwas zu schauen; die Landschaft fliegt an den Fenstern vorbei und in den Kehrtunneln, welche in den Bergen verlaufen, gewinnen wir an Höhe. Doch dann wird es für längere Zeit dunkel; wir durcheilen den alten Gotthard - Tunnel der im ausgehenden 19. Jahrhundert fertiggestellt wurde und mit seinen 15 Kilometern noch bis heute ein grandioses Werk, von Menschenhand geschaffen, darstellt. Urplötzlich verlangsamt der Zug seine Fahrt und an den Tunnelwänden erscheinen Projektionen vom Bau dieses Tunnels, sehr beeindruckend!
Licht durchflutet den Wagen, die Tessiner Sonne steht über den Bergen und die Impressionen die wir hier genießen sind nun vom Italienischen geprägt, auch die Ortsnamen. In Bellinzona verlassen wir den Zug, schauen vom Bahnhof einmal kurz in die Altstadt hinein, aber es vergeht wenig Zeit und wir haben bald im Wagen des Zuges Platz genommen der uns an den Fuß der Rigi bringen wird. Soweit ist es aber noch nicht; ein ganz großer Höhepunkt erwartet uns nun: Die Fahrt durch den mit 57,1 Kilometern zurzeit längsten Tunnel der Welt, dem Gotthard - Basistunnel. Immer schneller fliegt die Landschaft an den Fenstern vorbei, der Zug beschleunigt ohne Unterlass und als wir dann in den Tunnel einfahren liegt die Höchstgeschwindigkeit bei, sage und schreibe, fast 250 km/h! Von dieser merken wir aber gar nichts, wir können sie nur erahnen. Denn, nach knapp einer Viertelstunde, langen wir wieder auf der anderen Seite der Alpen an. Die Fahrt endet in Arth - Goldau, steil ragt von hier die Rigi auf, diesen beindruckenden Berg werden wir morgen besuchen; zunächst bringen uns aber die Busse zurück zum Hotel und einem leckeren Diner entgegen.

Dampfbahnerlebnis Rigi


schweiz

5.7.2020. Gegen neun stehen unsere zwei Gruppen erneut vor dem Schiffsanleger 1 von Luzern um bald erwartungsvoll an Bord gehen zu können. Die Berge die uns umgeben erstrahlen in der Vormittgassonne, der Himmel ist zu dieser Stunde fast wolkenlos, Herz des Urlaubers, was willst du mehr!
Heute genießen wir die Fahrt mit dem historischen Raddampfer der uns im Inneren einen Teil seiner beeindruckenden Antriebstechnik zeigt. Gemütlich schippern wir eine runde Stunde über den Vierwaldstättersee bis nach Vitznau. Noch bevor wir anlegen deutet dunkler Rauch das Erlebnis an welches uns nun erwartet. Angetrieben mit Sibirischer Steinkohle soll es empor zur Rigi gehen, dem königlichen Berg den schon viel Prominenz vor uns besuchte. Wir müssen durch etwas Andrang unseren Weg hin zu den für uns reservieren Plätzen bahnen, behilflich dabei ist ein sympathischer Mitarbeiter der uns auf der Fahrt hinauf mit wissenswerten Informationen versorgen wird. Nun werden wir, angetrieben von der Dampflok, auch ordentlich durchgerüttelt, aber das bringt diese besondere Romantik nun einmal mit sich. Bald genießen wir einen umwerfenden Blick auf den Vierwaldstättersee, wir steigen unaufhörlich bergan, müssen aber unterwegs Wasser fassen, denn die Lok braucht bis hinauf enorme 2 000 Liter! Bald erscheint zu unserer Linken eine weitere atemberaubende Kulisse; flaches Land dehnt sich bis zum Horizont und wir sehen aus der Vogelperspektive hinunter zu den Seen, kleinen Wäldern und zahlreichen Feldern. Als wir oben am Kulm anlagen, treiben leichte Wolkengespinste aus dem Tal hinauf die sich aber schnell auflösen und den Blick auf die grandiose Bergkulisse wieder freigeben. Der freundliche Mitarbeiter der Bahn gibt uns in sehr origineller und typisch Schweizer Art noch einige Infos mit auf den Weg und nun kann die Entdeckung der Rigi beginnen. Nur wenige Höhenmeter hinauf und wir sind am Fuße des mächtigen Funkturmes angelangt und können von hier oben den Blick weit schweifen lassen. Gleich zu unseren Füßen ist der Zuger See zu sehen, etwas weiter links davon ein Zipfel des Vierwaldstättersees an dessen Ende Küssnacht liegt, eine Sehenswürdigkeit in der Nähe dieser Stadt werden wir dann noch auf der Heimfahrt besuchen. Im Rücken die schroffen Berge, vor uns flacheres Land und im elegante Flug schwärmen die Bergdohlen um uns her, Augenblicke die man nicht vergisst!
Doch auch hier vergeht die Zeit leider viel zu schnell; die Zahnradbahn, diesmal mit einer Elektrolok, bringt uns hinunter nach Vitznau und hier besteigen wir wieder unsere Busse. Strahlender Sonnenschein begleitet unseren Weg und bei Küssnacht besuchen wir die Hohle Gasse in welcher seinerzeit Wilhelm Tell seinem Widerpart dem Landvogt Gessler auflauerte, so wissen wir es jedenfalls von Friedrich Schiller, denn „...durch diese Hohle Gasse muss er kommen!"
Luzern und das bekannte Verkehrshaus hinter uns lassend, führt der Weg zurück und hinauf nach Flüeli Ranft, ein weiterer schöner Tag geht damit zu Ende.

Mit Dampf über die Furka


schweiz

6.7.2020. Heute mussten wir etwas früher aus den Federn; die fleißigen Hände im Hotel haben uns wie jeden Morgen auch heute ein leckeres Frühstück bereitet und bereits gegen halb acht sind wir dann unterwegs. Wir gelangen hinunter und fahren östlich entlang des Vierwaldstätter Sees zunächst in den Kanton Uri ein. Bei Altdorf verlassen wir aber die Autobahn und sind fortan auf der Landstraße unterwegs. Im Zentrum von Altdorf grüßt uns Wilhelm Tell mit seinem Sohn, er hat seine Armbrust in der Hand, schließlich fand seinerzeit hier die berühmte Szene mit dem Apfelschuss satt, dieses Denkmal erzählt davon. Dann geht es weiter auf einer immer schmaler werdenden Straße; bald schrauben wir uns mit dem Bus die atemberaubenden Serpentinen hinauf, die Berge rücken dabei immer näher heran: Wir sind in der Schöllenenschlucht angelangt. Kurz vor dem bekannten Ort Andermatt, in einer Schmalstelle des Tales, befindet sich die Teufelsbrücke; zahlreiche Mythen ranken sich um sie und wir legen hier eine kurze Fotopause ein.
Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem ersten Ziel Realp. Wir sind etwas eher da damit die Fotofreunde wieder auf Pirsch gehen können.
Ein Pfiff und der Dampfzug kommt vom Depot schnaufend zum Bahnhof gerollt. Schnell haben wir den für uns reservierten Wagen bestiegen, die Fahrt beginnt. Bald ist der kleine Ort unseren Augen entschwunden und wir sind nun inmitten von vielem Grün unterwegs. Kleine Gebirgsbäche kommen uns entgegen, links und rechts steigen die Berge des Furka - Massivs an, es ist einfach wunderbar! Dabei weht ein besonderer Duft in den Wagen; es riecht nach Dampf und Rauch und damit wird eine längst vergangene Zeit wieder lebendig die irgendwie auch den Menschen des digitalen 21. Jahrhunderts fasziniert. Unterwegs müssen wir wieder Wasser fassen, die Fotografen finden auch hier schöne Motive von der Bergnatur und wie sie der Mensch besiegte.
Nach dem Scheiteltunnel geht es dann wieder hinab; auf der rechten Seite sehen wir eine Geröllmasse, hier ragte einst der Rhone - Gletscher bis hinab, nun ist er arg geschrumpft. Leider neigt sich nun die Fahrt ihrem Ende entgegen; in Oberwald erwarten uns die Busse und bald erklimmen wir mit dieser modernen Technik den Grimselpass. Noch einmal auf dieser Reise befinden wir uns über 2 000 Meter; im Gehege lassen sich die Murmeltiere sehen und ringsum bescheint die Sonne die zum Teil schneebedeckten Bergspitzen.
Weiter, immer weiter geht die Fahrt; wir genehmigen uns einen kleinen Imbiss am Käsestand und dann geht es das Hasle - Tal hinab; wir sehen dabei in dieser kargen Bergwelt die zahlreichen Stauseen, sie dienen den in den Bergen versteckten Wasserkraftwerken als Reservoir.
Über den Brünigpass gelangen wir wieder in die Zentralschweiz; im Ort Sachseln steigen wir ein letztes Mal hinauf nach Flüeli Ranft, so endet nun auch dieser schöne Tag mit dem Bus.
Doch auch hier oben gibt es einiges zu entdecken; im Ort lebte im 15. Jahrhundert Niklaus von Flüe, genannt Bruder Klaus. Sein Wirken ist weltweit bekannt und diese besondere Örtlichkeit hat zahlreiche Erinnerungsstätten zu bieten die der interessierte Gast an diesem Nachmittag besuchen kann. Zum Abendessen sehen wir uns alle wieder, es ist das Letzte auf dieser Reise, morgen geht es leider schon nach Hause.

Abschied von der grandiosen Schweiz


schweiz

7.7.2020. Petrus macht uns das Abschiednehmen recht schwer. Über den Bergen ringsum hat sich ein fast wolkenloser blauer Himmel aufgespannt und die Sonne lacht uns entgegen als die freundliche Crew des Hotels uns ein letztes Lebewohl zuwinkt. Schöne Tage haben wir bei euch verbringen können und dafür danken wir, auch mit einer kleine Träne die wir uns schnell aus den Augenwinkeln wischen.
Wir nehmen dieselbe Strecke wie auf der Anreise und können bei strahlendem Sonnenschein noch einmal all die Schönheiten dieses Teils der Schweiz bewundern: Rigi und Pilatus, Zürich- und Walensee, das Rheintal und die Erhebungen des Säntisgebirges – alles fliegt an den Fenstern vorbei und wir genießen auch bei der Heimfahrt all das Wunderbare der Schöpfung.
Eine Stunde später sind die Berge schon entschwunden, die Räder des Busses surren auf dem Betonband der Autobahn die uns der Heimat immer näher bringt. Die Gedanken schweifen noch einmal zurück zu den schönen Tagen die wir miteinander verbringen konnten, das macht Appetit auf mehr und wir sind von dem Wunsch beseelt, dass die schlimme Epidemie, die uns bisher in ihren Klauen hielt, bald der Vergangenheit angehören möge.
Am Abend hat uns die Heimat wieder, das Alltagsleben beginnt, aber das ist irgendwie auch schön!

Steffen Mucke


Sei nicht verzweifelt, wenn es ums Abschiednehmen geht. Ein Lebewohl ist notwendig, ehe man sich wiedersehen kann. Und ein Wiedersehen, sei es nach Augenblicken, sei es nach Lebenszeiten, ist denen gewiss, die Freunde sind.

Richard Bach, Aphoristiker


Heute geh ich. Komm ich wieder, singen wir ganz andre Lieder. Wo so viel sich hoffen lässt, ist der Abschied ja ein Fest.

Goethe

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Captcha

Mit dem Eberhardt-Newsletter immer aktuell: Reiseberichte, Experten-Tipps & Angebote!
Sichern Sie sich 20 € auf Ihre nächste Buchung.

Folgen Sie uns in allen Netzwerken: