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Herrliche Sonnentage zwischen Bergen, Seen und Traditionen im Berner Oberland

Reisebericht: 24.05. – 29.05.2026

Interlaken ist unser Ausgangspunkt für erlebnisreiche Tage mit Besuchen in Bern, Schifffahrt auf dem Thunersee, in der Aareschlucht, auf dem Jungfraujoch und im Emmental mit Alphorn, Gebäck und Käse.

Annette Probst-Weise

Ein Reisebericht von
Annette Probst-Weise

018 Brienz - am Brienzersee – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 022 Meiringen - Bergführerdenkmal – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 071 Emmental - Besuch in der Erlebniswelt Kambly – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 078 Emmental - Typische Bauernhäuser – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 093 Emmental - Affoltern - Besuch in der Schaukäserei – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 095 Emmental - Affoltern - Besuch in der Schaukäserei – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 130 Bern - Bundesplatz – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 144 Bern - Münster – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 145 Bern - Münster – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 198 Ausflug auf das Jungfraujoch - auf der Sphinx - Blick zur Kleinen Scheidegg – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 201 Ausflug auf das Jungfraujoch  - auf dem Aletschgletscher – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL) 203 Ausflug auf das Jungfraujoch - Alpine Sensation – © Annette Probst-Weise (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Interlaken – 850 km

Unsere Reise führt uns vorbei an Bayreuth und Nürnberg zunächst zum Bodensee. Da Pfingstsonntag ist, erreichen wir die Grenze zur Schweiz nach entspannter Fahrt. Durch Rheintal, weiter entlang des Walensees und des Zürichsees führt uns die Route über den Hirzel in die Zentralschweiz. Wir reisen vorbei am Vierwaldstättersee, am Sarner See und am Lungernsee weiter über den Brünigpass ins Haslital. Wir sehen den Brienzersee und kommen nach Interlaken. Im Carlton Europe Vintage Erwachsenenhotel werden wir bereits erwartet. Den Tag beenden wir mit einem schmackhaften Abendessen auf der Terrasse des Restaurants mit Blick auf den Jungfraugipfel und die umliegenden Berge.

Ausflug nach Brienz, nach Meiringen und in die Aareschlucht – 117 km

Der erste Frühsommer des Jahres meint es etwas zu gut mit uns und den Temperaturen. Also fahren wir gleich am Morgen nach Brienz. Im Dorf am gleichnamigen See arbeiten entdecken wir viele schön verzierte Holzhäuser. Brienz wird auch als Schnitzerdorf der Schweiz bezeichnet. Es gibt eine Holzbildhauerschule und mehrere Schnitzer und Holzbildhauer haben ihre Werkstätten hier. Wir spazieren am Seeufer entlang und entdecken einige der schönen Holzplastiken. Der See liegt in seiner ganzen Schönheit vor uns. Es wird Zeit unseren nächsten Besuchspunkt anzusteuern. Cordula, unsere Chauffeurin, bringt uns mit dem Bus weiter nach Meiringen. Arthur Canon Doyle weilte einige Zeit in Meiringen und schrieb einige seiner bekannten Romane. Daran erinnern das Denkmal für Sherlock Holmes und einige Informationstafeln zur Geschichte um den vermeintlichen Tod von Sherlock Holmes und Professor Moriarty am Reichenbachfall. Wir spazieren noch etwas durch den Ort und schauen beim Bäcker vorbei, welcher die berühmten Meringe, ein Gebäck aus gezuckertem Eischnee herstellt. Inzwischen ist es recht warm geworden. Also wird es Zeit für eine Abkühlung. Mit unserem Bus erreichen wir den Eingang der Aareschlucht. Ein gewaltiger Felsriegel aus hartem Gestein versperrt seit der letzten Eiszeit den Weg der Aare durch das Haslital. Seither arbeitet sich die Aare seit vielen Millionen Jahren unaufhörlich durch den Felsriegel. Wir spazieren an imposanten bis zu 180 Meter hohen Felswänden vorbei, welche sich zu einer Schlucht auftürmen und angenehme Temperaturen schaffen. Dabei bestaunen wir die eindrücklichen Gletschermühlen und sehen einen Wasserfall. An der engsten Stelle zwängt sich das Wasser in nur einem Meter Breite durch das harte Gestein. Ein angenehmer und erlebnisreicher Spaziergang über Stege durch die kühle Schlucht beschließt unseren Ausflug. Am frühen Nachmittag kehren wir nach Interlaken zurück und verbringen den Nachmittag nach unseren Wünschen.

Schweizer Traditionen im Emmental – 218 km

Heute erwartet uns ein spannender Ausflug in das Emmental. Das Emmental besticht durch seine liebliche Landschaft, hübsche Dörfer und viele traditionelle Handwerksbetriebe. Zunächst fahren wir nach Eggiwil. Auf dem Knubel erwartet uns Familie Bachmann in ihrer Alphornwerkstatt. Walter Bachmann erklärt uns in seiner Werkstatt sehr anschaulich und kurzweilig die Geschichte seiner Familie, des Alphorns und dessen Herstellung. Er erzählt und demonstriert uns sehr anschaulich, wie die Alphörner aus Tannenholz in mühevoller Handarbeit gebaut werden. Nur sehr wenige Arbeitsgänge führen Herr Bachmann und sein Mitarbeiter mit Hilfe von Maschinen aus. Hobeln, Schleifen und Kleben – alles wird immer noch mit selbstgebauten Spezialwerkzeugen des Großvaters per Hand ausgeführt. Für die Herstellung eines Alphorns benötigt Walter Bachmann etwa 80 Arbeitsstunden. Wir sind begeistert so nah und anschaulich diese Handwerkskunst kennen lernen zu dürfen. Anschließend führt uns unsere Reise weiter durch das wunderschöne Emmental mit seinen typischen Bauernhöfen nach Trubschachen. In der Erlebniswelt Kambly tauchen wir ein in die Welt der Kekse. Im Jahr 1910 kam ein junger Bäckergeselle aus dem Waadtland der Liebe wegen in das Emmental. Er lernte in einer Bäckerei und begann Brezeli – feine Biscuite-Kekse – zu backen. Seit damals schon werden hier die leckeren Kambly-Kekse gebacken. In einer kleinen Multi-Media-Show erleben wir wieder sehr anschaulich die Geschichte der Familienfirma. Wohl nur hier erleben wir eine Küche, in der sich wie von Geisterhand die Schubladen alleine öffnen und schließen, der Quirl in der Schüssel den Teig rührt und das Nudelholz diesen allein ausrollt. So eine Küche wünscht sich wahrscheinlich jede Hausfrau. Zwei Konditorinnen beobachten wir bei der Arbeit. Natürlich können wir die vielen leckeren Kekse und Gebäcke nach Herzenslust probieren. Keiner kann diesen Köstlichkeiten widerstehen. Zu verführerisch sind die Leckereien und so wandert manch Kekstüte mit in den Bus. Wieder haben wir eine lange Handwerkstradition im Emmental kennengelernt.
Am Nachmittag ist die Emmentaler Schaukäserei unser Ziel. Während einer Führung erleben wir zuerst, wie in den verschiedenen Jahrhunderten die Käseherstellung erfolgte. Wir erfahren im Stöckli als erstes, wie in der Holzhütte im 18. Jahrhundert über dem offenen Feuer Käse im Kupferkessi und mit Formen aus Holz hergestellt wurde. In der ehemaligen Käserei mit der modernen Produktion mit automatisierten Abläufen, welche bis 2025 in Betrieb war, bekommen wir eine Ahnung, wie die großen Käselaibe auch heute noch mit Maschinen und dennoch mit Muskelkraft entstehen. Auf dem Königsweg erfahren wir viel über die Geschichte des Emmentaler Käses aber auch, wie die berühmten Löcher in den Emmentaler Käse kommen. Es wird eine spezielle Säure der Milch zugesetzt und diese bildet Gasblasen im Käse. Daraus entstehen dann die Löcher im Käse. Zum Schluss dürfen wir den Käse verkosten und den Geschmack der verschiedenen Reifegrade probieren. Anschließend bringt uns der Bus nach Interlaken zurück.

Bundesstadt Bern und Schifffahrt auf dem Thunersee – 168 km

Heute steht ein Besuch der Bundeshauptstadt Bern auf unserem Programm. Wir erreichen den Bärenpark und können die Wappentiere von Bern, drei stattliche Braunbären sehr gut beobachten. Unsere Stadtführer erwarten uns zu einer interessanten Stadtrundfahrt und einem Stadtrundgang. Zunächst geht es in den Rosengarten, wo über 200 Rosensorten blühen und sich uns ein herrlicher Blick über die Stadt eröffnet. Unser Stadtführer Daniel berichtet uns über die interessante Geschichte der Stadt. Wir sehen den Bundesplatz mit dem Bundeshaus und der schweizerischen Nationalbank. Wir spazieren direkt durch die Altstadt. Die imposanten Sandsteinhäuser mit den wunderschönen Laubengängen beeindrucken uns. Einzigartige historische Brunnen zieren die Stadt. Natürlich darf ein Blick auf das Münster mit dem Portal mit der Darstellung des Jüngsten Gerichtes nicht fehlen. Besonders fasziniert uns der Zytgloggenturm mit seiner einmaligen astronomischen Uhr. Ein Schmied aus Deutschland erbaute das technische Meisterwerk im 15.Jahrhundert. Drei Jahre arbeitete er an seiner einzigen Uhr, die er je baute. Auch heute funktioniert sie noch immer mit dem Original-Uhrwerk. Uns bleibt genügend Zeit für einen individuellen Spaziergang durch Bern. Am Mittag bringt uns der Bus nach Thun. Wir unternehmen einen kleinen Spaziergang durch die schöne ehemalige Zähringerstadt. Dabei bestaunen wir an der AEK Bank eine ungewöhnliche Festgeldanlage: vor der Bank sind 1.826 Franken in 1.826 Münzen in den Boden eingelassen. Diese erinnern an das Jahr 1826, das Gründungsjahr der Bank. Nun erwartet uns das Motorschiff Thun. Auf einer gemütlichen Fahrt geht es über den Thunersee nach Interlaken. Wir lassen die Landschaft an uns vorüberziehen und sehen die lieblichen Orte am Ufer. In Interlaken-West verlassen wir das Schiff und fahren mit dem Bus zum Hotel. Am Abend verwöhnt uns das Team vom Hotel wieder passend Programm des Tages mit einem leckeren Käsefondue zum Abendessen.

Ein Traumtag auf dem Jungfraujoch – 35 km

Schon am Morgen weckt uns strahlender Sonnenschein und wir sehen die Berge. Wir freuen uns auf einen erlebnisreichen Tag auf dem Jungfraujoch auf 3.454 Metern Höhebei tollem Wetter. Unsere Chauffeurin Cordula bringt uns mit dem Bus nach Lauterbrunnen. Hier besteigen wir die Wengeralp-Bahn fahren zur Kleinen Scheidegg. Schon während der Fahrt eröffnen sich uns einmalige Aussichten in die Bergwelt des Berner Oberlandes. Dabei sehen wir Wengen, Mürren und das Schilthorn. Auf der Kleinen Scheidegg erwarten uns der Eiger mit seiner berühmten Nordwand, der Mönch und die Jungfrau im gleißenden Sonnenlicht. Wir sehen bereits das Jungfraujoch, unser Ziel im herrlichen Sonnenschein. Es bleibt Zeit für viele schöne Fotos oder um einfach nur das Panorama zu genießen. Die Jungfraubahn bringt uns durch den Eiger und den Mönch auf das Jungfraujoch. Die Bahn legt einen kurzen Stopp ein und wir können durch Fenster zum Eismeer, einem riesigen Gletscherabbruch, schauen. Unser Aufenthalt auf dem Jungfraujoch bietet uns ausreichend Zeit, um bei dem Rundgang die einmaligen Erlebnisse zu genießen. Mit dem Lift erreichen wir den höchsten Aussichtspunkt, der Sphinx auf 3.571 Metern. Atemberaubend ist die Aussicht auf den Aletschgletscher eingerahmt von den Berner und Walliser Alpen im Sonnenschein. Unsere Blicke gehen zurück zur kleinen Scheidegg und zur Jungfrau und dem Mönch. Einfach nur fantastisch! Im Eispalast erleben wir das Gletschereis ca. 40 Meter unter der Oberfläche des Gletschers und bewundern tolle Eisplastiken. Sehr interessant ist eine Schicht Sägespäne im Eis. Die Späne brachte man 1946 in einem extrem heißen Sommer als Schutz auf den Gletscher auf. Nun entdecken wir diese Schicht im Eispalast und sie wandert ständig nach unten. Selbstverständlich versäumen wir es nicht, auf das Plateau und zum Aletschgletscher zu gehen. Hier stehen wir im ewigen Schnee. Uns begeistert die herrliche Bergwelt. Wir sehen aber auch, wie stark der Schnee und das Eis im heißen Sommer auf dem Jungfraujoch geschmolzen ist. In der Alpinen Sensation im Berg spazieren wir durch die Galerie, die sich mit der Geschichte des Baus der Jungfraubahn und dem Erbauer Adolf Geyer-Zeller befasst. Nach dem tollen Aufenthalt fahren wir vom Jungfraujoch mit der Bahn zur Station Eigergletscher. Wir wechseln nochmals die Bahn und fahren mit dem Eiger Express – einer Gondelumlaufbahn in deren Gondeln bis zu 25 Personen einen Sitzplatz haben nach Grindelwald Terminal. Dabei sehen wir den Männlichen und das Lauberhorn. Am Terminal Grindelwald, welches von einem Flughafenterminal inspiriert wurde, bleibt noch kurz Zeit, um sich umzuschauen. Anschließend erwartet uns unsere Chauffeurin Cordula und wir kehren mit dem Bus nach Interlaken zum Hotel zurück. Wir sind uns alle einig: wir durften einen absoluten Traumtag erleben!

Heimreise – 850 km

Leider müssen wir heute Abschied nehmen vom schönen Berner Oberland. Nach dem Frühstück treten wir unsere Heimreise an. Ein letztes Mal geht es durch das Haslital und über den Brünig-Pass. Vorbei am Vierwaldstättersee und Walensee führt uns die Route ins Rheintal. Wir verlassen die Schweiz und setzen unsere Rückreise durch Deutschland fort. Am Abend erreichen wir unsere Heimatorte.


Bei Ihnen, unseren lieben Reisegästen,
möchten wir uns herzlich bedanken für die schöne Zeit, die wir gemeinsam in der Schweiz erleben durften. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Ihnen meine zweite Heimat näherzubringen. Cordula hat Sie mit ihrem Paulchen sehr gern durch das schöne Berner Oberland chauffiert. Wir wünschen Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund und vielleicht Uf Widerluerge ein anderes Mal in unserer Schweiz Ihre Annette Probst-Weise und Chauffeurin Cordula


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