7 Tage, 3 Kantone und viele unvergessliche Eindrücke
Reisebericht: 14.06. – 20.06.2026
Diese exklusive Reise bot ein abwechslungsreiches und sehr niveauvolles Programm wie besondere Hotels, Panoramazüge 1. Klasse und einem Hauch von Luxus. - Typisch Eberhardt Travel!
Ein Reisebericht von
Günter Thomas Menzel
Anreise und ein außergewöhnliches Hotel
Pünktlich um 6:00 Uhr hießen wir die ersten Gäste am Flughafen Dresden in unserem bequemen Reisebus willkommen. Dank perfekt koordinierter Transfers zu den Zustiegsorten begann die Reise absolut reibungslos. Wie bei jeder langen Busfahrt gab es in der Mittagszeit neben mehreren Getränken auch knackige Wiener, Bockwurst oder Suppen. Gegen 15:00 Uhr passierten wir die Schweizer Grenze und fuhren entlang des Fürstentums Liechtenstein in Richtung Süden.
Ein erstes Panorama-Highlight erwartete uns auf der Passhöhe des Julierpasses auf 2.284 Metern. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir unser Ziel, das Hotel Edelweiss in Sils.
Dieses Hotel hinterließ vom ersten Moment an einen ausgezeichneten Eindruck. Schon beim Eintreffen in der mondänen, von sanfter Live-Klaviermusik erfüllten Empfangshalle wurde spürbar, dass Gastfreundschaft hier noch gelebt wird. Danach begrüßte die Geschäftsführerin jeden Gast persönlich. Das Gepäck wurde von Angestellten im Laufschritt vom Bus (!) in die Zimmer gebracht.
Das Glanzstück des Hauses – der in prachtvollem Jugendstil erstrahlende Speisesaal – bot den perfekten Rahmen für die abendlichen, exquisiten Fünf-Gang-Wahlmenüs. Es waren jedoch auch die kleineren Aufmerksamkeiten, die den Aufenthalt so exklusiv machten: das liebevolle Betthupferl, der diskrete Turndown-Service in unseren Zimmern während des Abendessens oder das schwere Besteck. Personalmangel scheint in diesem Haus ein Fremdwort zu sein.
Als Ausdruck besonderer Wertschätzung erkundigten sich die Hotelmanagerin und der Küchenchef am zweiten Abend persönlich an allen Tischen nach dem Wohlbefinden unserer Gäste. Dieses Hotel bildete den glanzvollen Auftakt unserer Reise. Willkommen in Graubünden – dort, wo die Welt noch in Ordnung ist.
Wasser, Kremser und Bergbahn – unser Tag in St. Moritz und Umgebung
Der erste Morgen in der Schweiz erwachte unter einem azurblauen Himmel – ein gutes Omen, das uns fortan jeden Tag dieser Reise begleiten sollte. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir St. Moritz. Bekannt ist St. Moritz aber vor allem durch das zum Teil mondäne Klientel und die Exklusivität der Hotels. Namen wie Tina Turner, George Clooney, Claudia Schiffer, Liz Hurley und Gunter Sachs sind mit St. Moritz fest verbunden.
Hier wurden wir von unserer charmanten Stadtführerin Susi begrüßt, die uns interessante Einblicke in die Historie des Ortes gewährte. Unser erster Halt führte uns zum Paracelsus-Forum in St. Moritz Bad. Das dort seit über drei Jahrtausenden geschätzte eisen- und kohlensäurehaltige Heilwasser begründete einst den Weltruf des Kurortes. Eine Kostprobe überzeugte uns von seinem mineralischen Charakter. Mit unserem Reisebus befuhren wir Teile der legendären Bobbahnstrecke. Da es sich um eine Naturbobbahn handelt, wird die Straße im Winter von zahllosen Helfern in eine Eisrinne verwandelt, während Teilabschnitte im Sommer regulär befahrbar sind.
Während des anschließenden Spaziergangs flanierten wir vorbei an den prachtvollen Luxushotels und besuchten die Verkaufsräume einer traditionellen Schokoladenmanufaktur. Im Gespräch erfuhren wir viel Wissenswertes über die landestypische Kultur und Gesetzgebung der Schweiz. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es ein per Volksentscheid festgelegtes Verbot für Burkas in der Öffentlichkeit und Minarette in der Schweiz gibt.
Nach etwas Freizeit, die viele Reisegäste für einen Mittagsimbiss nutzten, fuhren wir weiter nach Pontresina wo bereits unsere Kremsertroikas warteten
In ca. 90 Minuten fuhren wir mit den Kremsern durch das wildromantische Val Rosegg, ein weitgehend unberührtes wildromantisches Tal, das touristisch nur sanft genutzt werden darf.
Vorbei an blühenden Alpenrosen, Enzian und gelbem Hahnenfuß bot sich uns eine idyllische Kulisse, in der sich mit etwas Glück sogar Gämsen und Steinböcke beobachten ließen. Am Endpunkt der Kremserfahrt eröffnete sich uns der majestätische Anblick des Roseggletschers und des fast 4.000 Meter hohen Piz Roseg.
Der späte Nachmittag hielt ein weiteres Highlight bereit. Mit einer Standseilbahn fuhren wir auf den Muttoas Muragl. Er ist mit 2.456 Metern der zweithöchste Punkt, den wir auf unserer Reise als Gruppe erreichten. Dank der Gästekarte des Hotels Edelweiss war die Fahrt für uns kostenlos.
Der Muttoas Muragl bescherte uns bei klarer Sicht ein sehr beindruckendes Panorama der Schweizer Bergwelt – ein verheißungsvoller Vorgeschmack auf die kommenden Tage.
Mit den eleganten Klängen eines Live-Konzerts des Tango Quartetts Zürich im Vestibül unseres Hotels fand dieser erlebnisreiche Tag einen beschwingten Ausklang.
Von Italien in die Schweiz – Fahrt mit dem Bernina Express
Mit einem ´Allegra´ begrüßten wir den dritten Tag unserer Reise. ´Allegra´ ist rätoromanisch (sehr alter Dialekt, der zum Teil in Graubünden gesprochen wird) und heißt so viel wie Guten Tag oder Gruetzi.
Dieser Tag stand fast vollständig im Zeichen des Bernina Express´. Seit 2008 gehört er zum Weltkulturerbe. Der Bernina Express verbindet Tirano in Italien mit Chur in der Schweiz. Wir fuhren mit ihm auf dem spektakulärsten Teilstück von Tirano nach Pontresina.
Unsere Reise begann am Morgen zunächst mit der Busfahrt nach Tirano. Dazu passierten wir den 2.309 Meter hohen Berninapass. Auf der Passhöhe legten wir bei 8 °C eine Rast ein und genossen den Ausblick auf den Cambrena-Gletscher. Kurze Zeit später empfing uns das italienische Tirano mit mediterranem Flair und sommerlichen 28 °C.
Italienisches Eis, Espresso, Cappucino, Aperol Spritz und Pizza (alles preiswerter als in der Schweiz) waren für zwei Stunden die Hauptthemen.
Kurz nach 13:00 Uhr hieß es dann „Bitte einsteigen“ in den Panoramawagen (1. Klasse) des Bernina Express. Der Zug startet in Tirano auf einer Höhe 429 m, steigt auf eine Höhe von 2.253 m und erreicht danach Pontresina auf einer Höhe von 1.805 m. Diese Strecke gilt als ingenieurtechnisches Meisterwerk. Um die enormen Steigungen zu bewältigen, windet sich der Zug in spektakulären Kehren und kunstvollen Tunneln durch die Bergwelt. Ein absoluter Höhepunkt war die Überquerung des berühmten Kreisviadukts von Brusio, auf dem der Zug auf engstem Raum elegant an Höhe gewinnt. Am Scheitelpunkt der Strecke, der Station Alp Grüm, bot ein halbstündiger Aufenthalt die perfekte Gelegenheit für Erinnerungsfotos.
Nach der Rückkehr blieb am späten Nachmittag noch Zeit für ein weiteres Erlebnis. Dank unserer Hotel-Gästekarte konnten wir die Signalbahn von St. Moritz hinauf auf 2.130 Meter ebenfalls kostenfrei nutzen.
Zugfahrt mit dem Glacier Express durch das Herz der Schweizer Alpen von St. Moritz nach Zermatt
Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst lag vor uns. Die Fahrt mit dem Glacier Express führt über 291 Brücken und durch 91 Tunnel tief durch das alpine Herz der Schweiz. Eindrucksvoll zeigte sich die Technik, wenn der Zug an den steilsten Abschnitten spürbar in den Zahnradantrieb griff. Wir genossen den außergewöhnlichen Komfort der ersten Klasse und den ungestörten Blick durch die großen Panoramafenster
Über Kopfhörer erhielten wir interessante Information über das jeweilige Fahrgebiet. Die acht Stunden der Reise vergingen wie im Flug, da sich die Schweizer Bergwelt unentwegt von einer neuen Seite zeigte. Zu den Höhepunkten gehörten die Überquerung des historischen Landwasserviadukts, die Fahrt durch die Rheinschlucht, die nach der letzten Eiszeit durch riesige Bergstürze entstand oder Orte wie der bekannte Wintersportort Andermatt.
Auf dem Oberalppass erreichten wir mit 2.033 Metern den höchsten Punkt, von wo aus sich der Blick auf die schneebedeckten Walliser Viertausender öffnete.
Eine Stunde später fuhren wir durch den 15 km langen Furkatunnel, der die Zentralschweiz mit dem Rhonetal verbindet. Pünktlich auf die Minute rollte unser Zug in Zermatt ein.
Bei fortwährend herrlichem Wetter genossen wir beim Abendessen den freien Blick auf das zum Greifen nahe Matterhorn im sanften Abendlicht. Im Anschluss flanierten viele Reisegäste durch die malerischen Gassen von Zermatt oder ließen den Abend beim Public Viewing ausklingen.
Zermatt – Ein Tag zur freien Gestaltung oder das Erlebnis auf dem Gornergrat
Viele Reisegäste nutzten diesem Tag für den fakultativ angebotene Ausflug auf den Gornergrat. Andere nutzten ihn zum Ausschlafen oder Bummeln in und um Zermatt.
Die Gornergratbahn umrundete zunächst immer höher steigend Zermatt.
Ab der Station Riffelalp auf rund 2.211 Metern ließen wir die Baumgrenze hinter uns, während sich das majestätische Matterhorn immer imposanter in unser Blickfeld schob.
Bei 3.089 Metern erreichte die Gornergratbahn ihre Endstation. Das Panorama, das sich uns bot, war das wohl Beeindruckenste unserer ganzen Reise. Mehrere Viertausender, blauer Himmel, kristallklare Luft und mehrere majestätische Gletscher können weder mit Worten exakt beschrieben oder mit Fotos authentisch festgehalten werden. Man muss dort gewesen sein!
Viele Reisegäste besuchten in der Bergstation auf dem Gornergrat das Panoramakino mit einer 3-D-Projektion über die vier Jahreszeiten am Matterhorn oder ließen sich auf der Sonnenterasse ein Bier oder einen Aperol schmecken.
Für den Rückweg wählten einige die sportliche Variante und wanderten ein Stück auf den Pfaden hinab zur jeweils nächsten Bahnstation. Obgleich der Abschied von diesem alpinen Paradies vielen schwerfiel, blickten wir voller Vorfreude auf das nächste große Highlight, das uns am kommenden Tag erwarten sollte.
Vom Kanton Wallis zum Vierwaldstättersee – auf den Pilatus mit der steilsten Zahnradbahn der Welt
Zermatt ist komplett autofrei, so dass unser Bus in Täsch, einen Nachbarort von Zermatt, parkte. So fuhren wir an diesem Tag zunächst mit einem Pendelzug nach Täsch. Alles war perfekt organisiert. In Täsch erwartete uns der Bus mit unserem zuverlässigen und immer freundlichen Busfahrer Mike, der schon eine Stunde zuvor mit unserem Gepäck nach Täsch fuhr.
Auf unserer Fahrt nach Luzern, hielten wir kurz in Goms. Typisch für Goms sind die historischen Holzgebäude, die meist aus dem 15. bis 17. Jahrhundert stammen. Dazu gehören Speicher, die man zum Schutz vor Mäusen auf Holzpfähle stellte und zusätzlich mit Steinplatten schützte.
Gegen Mittag erreichten wir den Grimselpass. Die Passhöhe, die auch die Grenze zum Kanton Bern markiert, beträgt 2.163 m. An diesem Tag kündigte sich bereits die große Hitzewelle an, die Europa in der Folgewoche heimsuchte. Deshalb waren wir sehr froh, dass uns die Zahnradbahn von Alpnachstadt am Vierwaldstätter See auf den Pilatus bereits 2 Stunden eher als avisiert mitnahm. Bei angenehmen 20 °C erreichten wir etwa um 15:00 Uhr den 2.132 m hohen Pilatus, dem Hausberg von Luzern. Die 30 minütige Fahrt war ein besonderes Erlebnis, denn die Zahnradbahn ist mit 48 % Steigung die steilste Zahnradbahn der Welt! Während fast alle Touristen am Abend vom Pilatus wieder herunter mussten, hatten wir das Privileg in jeweils einem Hotels zu übernachten. So hatten wir genügend Zeit auf den Wanderwegen das Gipfelmassiv zu erkunden. Mit etwas Glück konnten wir Steinböcke und Gemsen beobachten.
Zum Abendessen trafen wir uns im Victoria-Saal, der den imperialen Glanz der Belle Époque versprühte. Ein kurzes, kräftiges Sommergewitter mit Hagel bot uns am Abend ein Naturschauspiel und erinnerte uns an die Urwüchsigkeit der Schweizer Alpen
Abschied von den Alpen – Ein malerischer Sonnenaufgang und die Heimreise
Der frühe Morgen hielt einen wahrhaft magischen Moment für alle Romantiker –nicht zuletzt auch für den Reiseleiter – bereit. Wohlweislich hatte die Rezeptionistin am Vorabend die genauen Zeiten des Sonnenunter- und -aufgangs auf unseren Hotelkarten notiert. Das frühe Aufstehen wurde belohnt. Ein fast wolkenloser Himmel gab den Blick frei auf einen spektakulären Sonnenaufgang, der den Vierwaldstättersee und die Stadt Luzern in ein malerisches Licht tauchte – der beste Beginn unseres letzten Reisetages.
Nach dem Frühstück fuhren wir mit der Seilbahn hinab nach Fräkmüntegg, von wo aus uns die Panorama-Gondelbahn weiter nach Kriens brachte. Unweit der Talstation wartete bereits unser abfahrbereiter Reisebus. Es lag eine weite Strecke vor uns. Doch dank der perfekt koordinierten Anschlusstransfers und einer leistungsfähigen Klimaanlage im Reisebus (Außentemperaturen 35 °C) verlief die Rückkehr für jeden Gast angenehm und reibungslos.
Nun beginnt die Zeit der Aufarbeitung und der Erinnerung. Wir werden dafür einiges an Zeit benötigen.
Ade Schweiz, ade Alpen. – Wir kommen bestimmt wieder.
Liebe Reisegäste!
Ich hoffe, dass Ihr diese Reise noch lange in Euren guten Erinnerungen behalten werdet.
Mit Euch gemeinsam diese 7 Tage in der Schweiz zu verbringen bereitete mir sehr viel Spaß.
Vielleicht sehen wir auf einer anderen Reise bei Eberhardt Travel wieder.
Es würde mich sehr freuen.
Bis dahin alles Gute, viel Gesundheit und natürlich weiterhin viel Reisefreude.
Ade!
Günter Thomas Menzel
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