Silvester am Fuße des Säntis
Reisebericht: 29.12. – 02.01.2026
Die Bräuche des Appenzeller Landes zur Silvesterzeit war für uns Anlass eine Reise in die Ostschweiz zu unternehmen
Ein Reisebericht von
Andreas Kunzmann
Montag 29.12.2025 Fahrt zur Schwägalp
Mit guter Laune im Gepäck und voller Vorfreude auf eine schöne Silvesterreise begann unsere Busfahrt in die Schweiz am Dresdener Flughafen. Unsere Reise verlief ruhig und planmäßig, alle zugestiegenen Gäste konnten pünktlich abgeholt werden. Vorbei an Nürnberg und Ulm und durch den Pfändertunnel führte unsere Route über den Grenzübergang Lustenau/Au in die Schweiz. War die Autobahnfahrt noch mit Nebel begleitet, erreichten wir die Schwägalp bereits am Nachmittag,der Säntis begrüßte uns im Sonnenschein. Auf der 1300m hoch gelegenen Alp im Appenzeller Land war jedoch von Schnee nicht viel zu sehen. Wir bezogen unsere Zimmer und mit einem schmackhaften Abendessen wurde der Tag beendet.
Dienstag 30.12.2025 Fahrt nach St. Gallen
Am heutigen Morgen fuhren wir mit der Säntis-Schwebebahn auf die Bergstation des 2500m hohen gleichnamigen Gipfels. Nach nur 10 Minuten Fahrt erreichten wir eine Höhe von 2500 m und damit den Endpunkt unserer Fahrt. Im Panoramarestaurant genossen wir zunächst ein ausgiebiges Frühstück und dabei konnten wir immer wieder aus den Fenstern auf die grandiose Bergwelt schauen. Nach dem Frühstück hatte jeder von uns die Möglichkeit die einzelnen Aussichtspunkte auf dem Säntis zu besuchen. Nach diesem traumhaften Start mit viel Sonne fuhren wir wieder mit der Schwebebahn zurück zum Hotel.
Dort wartete bereits unser Fahrer Lutz mit dem Bus, und wir unternahmen unseren ersten Ausflug in das 35 km entfernte St. Gallen. Die Stadt liegt südwestlich vom Bodensee in einem schmalen Hochtal der Voralpen und ist sowohl das wirtschaftliche als auch das kulturelle Zentrum der Nordostschweiz.
2 Stadtführerinnen informierten uns mit vielen Details über ihre Stadt. Im 7. Jahrhundert gründete hier der irische Wandermönch Gallus eine Einsiedelei. Aus dieser entstand dann Anfang des 8. Jahrhunderts ein Kloster und bald darauf unter dem Abt Otmar die Benediktinerabtei, die vom 9. bis zum 11. Jahrhundert eine Hochblüte erlebte und durch Schule und Bibliothek zu einem der kulturellen Höhepunkte nördlich der Alpen wurde. Besonders beeindruckend waren die meisten von uns vom Besuch der berühmten Stiftsbibliothek, die eine bemerkenswerte Innenarchitektur und überaus reichhaltige Bücherbestände aufweist und der imposanten Kathedrale. Anschließend hatte jeder von uns die Zeit, die Stadt mit ihren prächtig geschmückten Bürgerhäusern aus dem 16.-18. Jahrhundert selbstständig zu erkunden sowie durch die kleinen Geschäfte und Läden zu bummeln. Am späten Nachmittag kehrten wir dann wieder zu unserem Hotel auf der Schwägalp zurück und ließen diesen erlebnisreichen Tag bei einem Apero und gemeinsamen Abendessen ausklingen.
Mittwoch 31. 12 2025 Silvester–Chläuse, Fahrt nach Appenzell
Mit einem ausgiebigen Frühstück im Berghotel "Schwägalp" stärkten wir uns für den heutigen Tag. Zunächst fuhren wir gemeinsam in das benachbarte Urnäsch. Nach alter Tradition ist es im Appenzeller Land üblich, den Silvestertag mit dem Silvesterchlausen zu beginnen. Dabei ziehen die Schönen, die Schö-Wüeschten und die Wüeschten durch die Orte und wünschen den Bewohnern ein frohes neues Jahr. Mit ihren aufwändig gestalteten Kostümen sowie dem angestimmten Naturjodeln gaben sie uns ein einmaliges Bild über das Appenzeller Brauchtum. In der Sonne war es wohlig warm, bei bis zu -6 Grad Celsius.
Nach unserem Besuch in Urnäsch fuhren wir weiter in Richtung Appenzell, wo wir den Hauptort des Halbkantons Appenzell Innerrhoden erreichten. Der beschauliche Ort selbst besticht vor allem durch sein hübsches Ortsbild. Wir flanierten entlang der Hauptgasse des Ortes und bestaunten die St. Mauritius Kirche, das Rathaus sowie den Landesgemeindeplatz. Anschließend kehrten wir zum Hotel zurück und begannen mit unseren Vorbereitungen für den Silvesterabend. Zunächst trafen wir uns am Abend in der Empfangshalle des Hotels zu einem kleinen Aperitif. Nach dieser kleinen Einstimmung auf den letzten Abend des Jahres wechselten wir ins festlich geschmückte Restaurant. Den Abend genossen wir bei einem erstklassigen 8-Gänge-Menü, welches wahrhaft keine Wünsche offen ließ. Gegen 23.15 Uhr, also noch vor Mitternacht, fuhren wir dann erneut bei bester Wetterlage mit der Seilbahn auf den Säntis. In 2.500 Metern Höhe begrüßten wir schließlich mit einem Glas Sekt das Neue Jahr! Das war ein ganz besonderer Moment, denn wir standen inmitten der imposanten Berge und konnten das Lichtermeer begleitet von unzähligen Feuerwerken über dem Bodensee und dem gesamten Umland erleben! Wir waren uns einig, es war eine einmalig tolle Atmosphäre und ein gelungener Start ins neue Jahr!
Donnerstag 01.01. 2026 Ausflug nach Stein und Käsereibesichtigung
Den Neujahrstag begannen wir ganz gemütlich mit einem späten Frühstück. Auch heute hatten wir wieder herrliches Sonnenwetter. Wir unternahmen einen Ausflug nach Stein. Zunächst begrüßten wir das neue Jahr auf dem Parkplatz der Käserei mit einem Appenzeller Bitter. Die Wünsche für ein gesundes und vor allem friedliches neues Jahr wurden von allen Reiseteilnehmern ausgesprochen.
In der Appenzeller Schaukäserei erfuhren wir unter anderem, wie der wohlschmeckende Appenzeller Käse hergestellt wird. Gleichzeitig blickten wir hinter die Kulissen und erfuhren viel Wissenswertes über die Appenzeller Traditionen und Herstellung des würzigsten Käses der Schweiz. Dabei durfte natürlich eine kleine Verkostung nicht fehlen! Mehrere Reisegäste kauften den wohlschmeckenden Käse für zu Hause.
Nach der Rückkehr zum Hotel unternahm ein Teil unserer Gruppe mit Einbruch der Dämmerung einen "Neujahrs-Spaziergang" entlang des sogenannten "Laternliweges", wobei wir nochmals die einsame Bergwelt genießen konnten. Einige andere Gäste entspannten in der Wellness-Oase im Hotel! Ein letztes gemeinsames Abendessen und nette Gespräche rundeten diese wunderschöne Reise ab.
Heimfahrt
Heute heißt es zeitig frühstücken, denn wir müssen Abschied nehmen von dem schönen Hotel, und den vielen Angestellten, die uns rund um wunderbar betreut haben. Eigentlich wären wir gern noch geblieben. Das schlechte Wetter, was der Wetterbericht vorhersagt hatte blieb zum Glück aus, und wir konnten die vielen Kurven auf den ersten Kilometern beruhigt fahren.
Auf den Straßen in der Schweiz und Österreich kamen wir gut voran. Trotz teilweise starkem Verkehr und beginnendem Schneefall erreichten wir mit nur kleiner Verspätung unsere Zwischenziele und dem Endpunkt unserer Reise, die Bussonderstände am Flughafen Dresden.
Ich möchte mich als Reiseleiter gemeinsam mit Lutz, unserem Busfahrer, ganz herzlich bei Ihnen für die schönen Tage, Ihre Offenheit, Verständnis und Wir wünschen Ihnen für das neue Jahr viel Gesundheit, Frieden und weiterhin schöne Reisen. Und wenn Sie die mit Eberhardt-Travel machen, würden wir uns besonders freuen.
Ihr
Andreas Kunzmann
Reiseleiter
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