Reisebericht: Rundreise Schweizer Gipfel – Titlis, Jungfraujoch, Klein Matterhorn

29.06. – 09.07.2013, 11 Tage Rundreise Traumgipfel Schweiz mit Engelberg – Titlis – Fieschertal – Eggishorn – Zermatt – Rothorn – Matterhorn – Interlaken – Jungfraujoch – Schilthorn


  Bildergalerie   Druckversion (PDF)   Kommentare   zur Reise
 
Die Schweiz und die Berge gehören untrennbar zusammen. In keinem anderen Land Europas sind die Gipfel imposanter Berge so gut mit Bahnen für Besucher erschlossen, wie in der Schweiz. Auf dieser Reise erleben Sie die höchsten Aussichtsberge der Schweiz. Ob Titlis, Bettmerhorn, Rothorn oder Jungfraujoch - alle haben sie Ihre eigenen Reize...
Ein Reisebericht von
Katrin Deutschbein
Katrin Deutschbein

1. Tag – Samstag, 29.06.2013: Anreise nach Engelberg (ab Dresden 803 km)

Pünktlich um 6 Uhr morgens ging es am Dresdner Flughafen los. Die letzten Gäste stiegen heute am Autohof in Münchberg zu und damit war unsere Reisegruppe mit insgesamt 30 Personen komplett. Wie bei unseren Reisen üblich, legten wir im Abstand von jeweils etwa zwei Stunden eine Pause ein. So konnte jeder mal etwas frische Luft schnappen beziehungsweise sich die Beine vertreten. Die Fahrt führte uns über Nürnberg und Ulm in Richtung Bodensee. Kurz nach Lindau erreichten wir bereits Österreich und damit das Bundesland Vorarlberg. Nach der Fahrt durch den 6,7 km langen Pfändertunnel ging es weiter bis zur österreichisch-schweizerischen Grenze Lustenau/Au. Nun waren wir endlich in der Schweiz! Vorbei an Liechtenstein, Sargans, dem Walensee und dem Zürichsee führte uns unsere Fahrt über die Hirzelhöhe in Richtung Luzern und schließlich in das Engelberger Tal. Am frühen Abend erreichten wir dann das Hotel "Schweizerhof" in Engelberg, unser Quartier für die ersten zwei Nächte. Dieses wurde vor rund 100 Jahren erbaut und durch umfangreiche Erneuerungen kann es den heutigen Gästewünschen voll entsprechen. Das Hotel liegt im Herzen eines Sommer- und Winterparadieses, in unmittelbarer Nähe des Kurparks und ist umgeben von einem beeindruckenden Bergpanorama. Wir wurden herzlich empfangen und jeder von uns war jetzt froh, nach der langen Fahrt angekommen zu sein. Manch einer nutzte nach dem Abendessen noch die Gelegenheit, um einen Bummel durch den Ort zu machen.

2. Tag – Sonntag, 30.06.2013: Schaukäserei Engelberg – Titlis

Den heutigen Tag verbrachten wir in Engelberg. Die Geschichte des Ortes geht auf die Gründung des Benediktinerklosters zurück. Einer Sage zufolge hatte der Gründer des Klosters im Traum eine Engelsstimme gehört, welche ihm verkündete, eine "Gott geweihte Stätte" zu gründen. Anfang des 12. Jahrhunderts wurde das Kloster gebaut und es wurde nach einem Namen gesucht, der zu diesem Kloster sinnvoll passen sollte. Plötzlich wurden Engelsstimmen gehört und man sah einen Chor von Engeln - diese sangen mit zauberhaften Stimmen das Gotteslob! Der Berg der Engel! So sollte das Kloster und die dazugehörende Siedlung der Talbewohner also von nun an heißen. Engel wurden zwar seither keine mehr gesichtet, Spuren von Engelbergs Geschichte sind jedoch heute noch zu entdecken. Am Morgen besichtigten wir die einzige Schweizer Schaukäserei in einem Kloster. Seit dem 12. Jahrhundert wird in Engelberg würziger Alpkäse hergestellt. Bereits im 16. Jahrhundert exportierte die Klosterkäserei auf Maultieren hunderte von Käselaiben. Heute verarbeitet die Schaukäserei im Kloster Engelberg gesunde und frische Berg- und Alpmilch zu verschiedenen Käsesorten, wie zum Beispiel zur berühmten glockenförmigen "Klosterglocke". Zwei Exemplare dieser hiesigen Spezialität konnten wir übrigens gewinnen - wir mussten nämlich schätzen, wie viel Käse der Schweizer im Durchschnitt jährlich verspeist; diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, es sind ziemlich genau 23 Kilogramm! Das hätte niemand erwartet, viele hatten erheblich mehr geschätzt - denn wenn es um Fleisch geht, vertilgt der Schweizer schließlich reichlich das Doppelte im Jahr. Anschließend spazierten wir entlang der Engelberger Aa zur Titlis-Talstation - von hier aus sollte es nun noch höher hinaus gehen, denn Engelberg liegt ja immerhin schon auf 1.000 Höhenmetern...! Mit einer Umlaufbahn erreichten wir nach etwa 15 Minuten die etwa 1.800 Meter hoch gelegene Station Trübsee, dann ging es mit einer Seilbahn weiter bis zur Station Stand und schließlich erreichten wir mit der Titlis Rotair - der ersten drehbaren Luftseilbahn der Welt - den höchstgelegenen Aussichtsberg der Zentralschweiz, den Titlis. Wir waren also angekommen auf 3.020 Metern Höhe! Hier erwartete uns ein atemberaubendes Berg-Panorama, obwohl der Wettergott noch nicht so ganz auf unserer Seite war! Die meisten unserer Reisegruppe wagten oben auf dem Titlis einen „Flug" mit dem Ice-Flyer, hier ging es mit einem Sessellift über eindrucksvolle Gletscherspalten zum Gletscherpark. Viele Gäste nutzten anschließend die zahlreichen Wandermöglichkeiten dieser Region - immer wieder empfehlenswert ist der bequeme Rundweg um den Trübsee, hier ist die Natur zum Glück noch in Ordnung!

3. Tag – Montag, 01.07.2013: Fahrt zur Riederalp (146 km)

Heute führte uns unsere Reise weiter in den Kanton Wallis. Mit unserem Bus ging es zunächst in Richtung Vierwaldstätter See, benannt nach den vier Waldstätten - Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern. Unser erstes Ziel war Altdorf, wo sich die legendäre Apfelschussszene der Tell-Erzählung zugetragen haben soll. Heute erinnert das Tell-Denkmal an diese Begebenheit. Unsere Route führte uns nun weiter in Richtung Schöllenen-Schlucht, eine von steilen Granitwänden gebildete Felsschlucht der Reuss zwischen Göschenen und Andermatt. An der sagenumwobenen Teufelsbrücke machten wir unseren nächsten Halt. Der Name stammt von einer Saumpfadbrücke des 15. Jahrhunderts an dieser Stelle. Über Andermatt und das Urserental fuhren wir mit dem Bus bis Realp. Hier nun begann die herrlich Straße hinauf zum 2.436 Meter hohen Furkapass. Dieser verbindet den Kanton Uri mit dem Kanton Wallis und ist die Wasserscheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Auf unserer Fahrt konnten wir übrigens auch die Gleisanlagen der alten Furka-Bergstrecke sehen. Diese wurde mit Eröffnung des Furka-Basistunnels vor über 30 Jahren leider stillgelegt und einer großen Initiative von Bahnfreunden ist es zu verdanken, dass man hier mittlerweile wieder mit alten Dampfloks fahren kann - übrigens Bahnromantik pur...! Nicht nur auf der Furka-Passhöhe, sondern auch am Rhonegletscher planten wir bei heute übrigens tollem Wetter einen Aufenthalt ein. Der Rhonegletscher ist heute noch knapp 10 Kilometer lang und war vor allem im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund seiner damals noch weit ins Tal hinunter reichenden Zunge eine große Touristenattraktion. Er schmilzt nunmehr seit der Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich und Experten gehen davon aus, dass er in etwa 100 Jahren beinahe vollständig verschwunden sein wird. Einige Gäste aus unserer Gruppe waren vom Rückgang des Gletschers geschockt, da sie vor ein paar Jahren schon einmal hier gewesen waren - man kann es wahrlich mit bloßem Auge erkennen! Anschließend besuchten wir am Nachmittag dann noch eines der herrlichen Walliser Dörfer im Obergoms, nämlich Niederwald. Dieser Ort besitzt einen hübschen kleinen Ortskern mit typischen Walliser Holzhäusern und ist übrigens auch der Geburtsort von Cäsar Ritz, dem Begründer der Hotelkette Ritz-Carlton. Schließlich erreichten wir Mörel, um von dort mit der Gondelbahn in nur etwa 10 Minuten hinauf zur 1.905 Meter hoch gelegenen Riederalp zu fahren. Die Riederalp ist ein herrliches Hochplateau und liegt im Bereich der seit 2002 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Bergregion Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Unser Ziel und Übernachtungsort für die nächsten zwei Nächte war das Hotel Art Furrer Resort. Dieses liegt direkt und sehr idyllisch am höchstgelegenen 9-Loch-Golfplatz Europas und bietet eine einmalige Aussicht auf die atemberaubende Walliser Bergwelt. Hier oben muss man sich einfach wohlfühlen...! Die Riederalp ist übrigens autofrei, hier fahren nur Elektroautos!

4. Tag – Dienstag, 02.07.2013: Wanderung zur Bettmeralp – Bettmerhorn

Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns zu einer gemeinsamen Wanderung zur benachbarten Bettmeralp auf - wir nahmen die bequeme und asphaltierte Straße. Nach einer reichlichen Stunde erreichten wir dann die Bahnstation zum Bettmerhorn. Mit einer Umlaufbahn ging es weiter hinauf und nach weiteren 15 Minuten kamen wir dann schließlich oben auf dem Bettmerhorn an. Von hier aus genießt man einen grandiosen Blick auf den etwa 23 Kilometer langen Aletschgletscher, den längsten Gletscher der Alpen und auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Wir waren begeistert, denn auch der Wettergott spielte heute wieder voll mit! Wir nutzten auch die Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung "Faszination Aletsch" - unbedingt empfehlenswert! Den Rückweg zur Riederalp gestalteten wir ganz individuell, denn es gibt hier unzählige Wandermöglichkeiten. Ein Teil der Gruppe wanderte beispielsweise ein Stück dem Bettmersee entlang und dann einen herrlichen Panoramaweg hinüber zur Riederalp - vor allem die Botaniker kamen hier voll auf ihre Kosten - Alpenpflanzen aller Art und in verschiedenen Farben! Wir erfreuten uns heute einfach an der Natur und der Idylle hier oben! Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und so manch einer nutzte die Annehmlichkeiten unseres Hotels, denn dieses verfügte auch über ein kleines Hallenbad und einen Wellness-Bereich mit Sauna. Zum Abendessen sahen wir uns alle wieder und tauschten uns über die herrlichen Eindrücke des Tages aus. Auch der Hotelier Art Furrer besuchte uns - ein ganz besonderes Highlight, denn die meisten Gäste kannten ihn schließlich bisher nur aus dem Fernsehen!

5. Tag – Mittwoch, 03.07.2013: Brig – Zermatt (47 km)

Heute hieß es nun schon wieder Abschied nehmen von der Riederalp - das fiel uns bei den heutigen regnerischen Witterungsverhältnissen zum Glück nicht allzu schwer! Mit der Gondelbahn erreichten wir am Vormittag bereits Mörel im Rhonetal und von dort fuhren wir nunmehr mit unserem Bus nur wenige Kilometer weiter. Brig war unser erstes Ziel, der Hauptort des deutschsprachigen Wallis. Wahrzeichen ist der Stockalperpalast, der bedeutendste barocke Palastbau der Schweiz. Der bekannte Handelsherr Kaspar Jodok Stockalper ließ im 17. Jahrhundert diesen großzügigen und geräumigen Wohnsitz erbauen. Die drei Türme, die weithin sichtbaren Markenzeichen des Palastes, sind mit vergoldeten Zwiebeln versehen worden und beherrschen den Hof. Ihnen wurden die Namen Melchior, Kaspar und Balthasar verliehen, was eine Anspielung auf die Heiligen Drei Könige sein sollte. Der höchste Turm trägt den Namen Kaspar, was natürlich auch auf den Erbauer selbst zurückzuführen ist. Unsere Fahrt durch das Rhonetal setzten wir anschließend bis Visp fort, weiter dann durch das Mattertal bis Täsch - hier war nun für unseren Bus wieder einmal Endstation! Mit dem Pendelzug erreichten wir den Bahnhof des autofreien Zermatt. Vom Bahnhof in Zermatt waren es nur etwa fünfzehn Gehminuten bis zum Hotel "Beau Site" - und unterwegs sahen wir dabei schon einige Sehenswürdigkeiten des Ortes. Um unser Gepäck brauchten wir uns auch hier nicht zu kümmern, denn dieses wurde bereits am Bahnhof in Täsch in Gepäckwagen der Bahn umgeladen und mit dem Pendelzug gelangte es dann zum Bahnhof Zermatt bzw. letztendlich wurde es mit dem hoteleigenen Elektroauto in Zermatt abgeholt. Nach einem reichhaltigen Abendessen als 4-Gänge-Menü im Hotel "Perren" ging ein weiterer Tag voller unvergesslicher Eindrücke zu Ende.

6. Tag – Donnerstag, 04.07.2013: Zermatt – Rothorn

Die Berge um Zermatt wollten nunmehr von uns erkundet werden. Heute stand erst einmal das 3.103 Meter hoch gelegene Rothorn auf unserem Programm. Zuerst fährt man hier mit einer modernen unterirdischen Standseilbahn von Zermatt aus zur Sunnegga hinauf und schließlich erreicht man über die Station "Blauherd" nach insgesamt etwa vierzig Minuten die oberste Station Rothorn-paradise. Ein tolles Panorama mit Matterhorn, Dufourspitze, Gornergrat und vielen anderen Gipfeln erwartete uns, noch dazu kam der Blick auf den Findelgletscher. Der Himmel war zwar teilweise bedeckt, aber die markantesten Gipfel erkannten wir trotzdem ganz gut! Einige von unseren Gästen nutzten diesen Tag auch für Wanderungen im Rothorn-Gebiet - besonders empfehlenswert ist hier der Blumenweg, der am besten von der Station Blauherd aus zu begehen ist. Auf diesem Themenweg trifft man auf verschiedene Themenposten, welche die Zermatter Flora und deren Eigenschaften präsentieren. Kurz vor dem Abendessen trafen wir uns alle im Hotel wieder. Alle Gäste waren bester Laune und bei einem schmackhaften Abendessen ließen wir diesen erlebnisreichen Tag ausklingen.

7. Tag – Freitag, 05.07.2013: Zermatt – Kleines Matterhorn oder Gornergrat

Heute hatten wir die Qual der Wahl, was unser Programm angeht. Manch einer von uns nutzte bei wiederum fantastischem Wetter am Morgen die Gelegenheit, um von Zermatt aus mit der Zahnradbahn zum 3.089 Meter hoch gelegenen Gornergrat hinauf zu fahren, andere wiederum entschieden sich für die Fahrt auf das 3.872 Meter hohe Kleine Matterhorn. Wieder andere  gönnten sich heute auch mal eine kleine Auszeit und blieben einfach in Zermatt, dem bedeutendsten Bergsteigerort und Wintersportplatz des Kantons Wallis. Auch hier gibt es immer wieder vieles zu entdecken - besonders sehenswert ist der Bergsteigerfriedhof, auf dem viele verunglückte Bergsteiger ihre letzte Ruhe gefunden haben. Unbedingt einen Besuch wert ist auch das Viertel Alt-Zermatt mit seinen typischen Walliser Holzhäusern. Die ältesten Häuser in diesem Teil des Dorfes stammen aus dem 15. Jahrhundert. Jeder gestaltete diesen Tag ganz individuell nach seinem Geschmack.

8. Tag – Samstag, 06.07.2013: Grimselpass – Interlaken (150 km)

Unsere Zeit in Zermatt war nun auch schon wieder vorüber. Gut gelaunt und mit herrlichen Gebirgserlebnissen im Gepäck fuhren wir am Morgen mit dem Pendelzug nach Täsch, wo uns unser Bus mitsamt unserem Gepäck bereits erwartete. Endlich wieder mal Bus fahren..., zwei Tage mit mehr oder weniger langen Wanderstrecken lagen hinter uns - einigen war die Müdigkeit anzusehen. Wir fuhren ins Rhonetal und dann weiter über Brig und Fiesch im Goms zum 2.165 Meter hohen Grimselpass. Auf der Passhöhe machen wir einen längeren Halt und die meisten von uns besuchten den hiesigen Murmeltierpark. Weiter ging es nun vorbei am Grimsel- und Räterichsbodensee hinunter ins Haslital, vorbei an der Aareschlucht und Meiringen ins Holzschnitzerdorf Brienz. Am Nachmittag bummelten wir hier am Brienzer See entlang oder besuchten eine der zahlreichen Holzschnitzereien. Entlang der Norduferseite des Brienzer Sees gelangten wir nach Interlaken. Am Nachmittag erreichten wir schließlich unser Hotel "Carlton-Europe". Hier sollten wir nun die letzten drei Nächte unserer Traumreise durch die Schweiz verbringen. Interlaken, zwischen dem Brienzer und dem Thuner See gelegen, war einfach der ideale Ausgangspunkt für unser Ausflugsprogramm in die Jungfrau-Region.

9. Tag – Sonntag, 07.07.2013: Fahrt auf das Jungfraujoch (34 km)

Mit wiederum perfekten Wetteraussichten ging es gleich früh in das südlich von Interlaken gelegene Lauterbrunnental. Unser Bus brachte uns zum Bahnhof von Lauterbrunnen und von dort aus setzten wir unsere Fahrt mit der Wengernalpbahn bis zur Kleinen Scheidegg und schließlich mit der Jungfraubahn zum Jungfraujoch fort. Es handelt sich hier um den höchstgelegenen Schienenbahnhof Europas - 3.454 Meter über dem Meer! Die Luft ist hier oben ziemlich dünn und überall wird man darauf hingewiesen, dass man langsam gehen sollte. Die meisten von uns besuchten zuerst die Sphinx-Terrassen - einzigartige Aussichten auf die umliegenden Berge und Gletscher erwarteten uns - einfach grandios und nicht mit Worten zu beschreiben, zumal kaum ein Wölkchen den Himmel trübte! Der Rundweg führte uns anschließend weiter zum Eispalast, hier findet man herrliche Eisskulpturen - allerdings aufgepasst, es ist teilweise ziemlich glatt hier...! Nach einem etwa knapp 4-stündigen Aufenthalt fuhren wir mit der Jungfraubahn zurück auf die Kleine Scheidegg und von dort erreichten wir mit der Wengernalpbahn am späten Nachmittag das "Gletscherdorf" Grindelwald, einem der meist besuchten Luftkurorte und Wintersportplätze des Berner Oberlandes. Der Ort auf etwa 1.000 Metern liegt weit verstreut auf den Matten des Talhangs der Schwarzen Lütschine. Unser Bus stand schließlich am Bahnhof "Grindelwald-Grund" für uns zur Abholung bereit. Wir waren alle ziemlich müde, denn die Höhenunterschiede der letzten Tage machten sich jetzt bemerkbar. Mit herrlichen Gebirgserlebnissen ausgestattet, erreichten wir am frühen Abend erneut unser Hotel in Interlaken.

10. Tag – Montag, 08.07.2013: Fahrt auf das Schilthorn (37 km)

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir den letzten Ausflugstag unserer Rundreise durch die Schweiz. Das Wetter war wie fast schon selbstverständlich wieder prächtig! Unser Bus brachte uns nach Stechelberg am Ende des Lauterbrunnentales. In Lauterbrunnen legten wir zuvor noch einen kurzen Fotostopp am imposanten 288 Meter hohen Staubbach-Wasserfall ein. Von hier aus waren es nur wenige Minuten bis Stechelberg, dem Ausgangspunkt für unsere Fahrt auf das Schilthorn. Mit Seilbahnen in vier Sektionen ging es nun schließlich auf das 2.970 Meter hohe Schilthorn hinauf. Bereits die ca. 35-minütige Fahrt mit der Luftseilbahn versprach dank der Panorama-Kabinen ein ganz besonderes Erlebnis. Die Reise führte uns an tosenden Wasserfällen und schroffen Felswänden vorbei - gigantisch! Auf dem Schilthorn angekommen, erwartete uns zwar ein wolkenreiches 360-Grad-Panorama, der Blick auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau war dennoch teilweise möglich...! Manch einer setzte sich ganz gemütlich in das erste Berg-Drehrestaurant der Welt, bei schönem Wetter gleitet hier nämlich das atemberaubende, hochalpine Bergpanorama mit über 200 Berggipfeln lautlos und majestätisch vorbei. Im Touristorama konnte man ein Panorama-Video über die Region erleben und sah Ausschnitte aus dem auf dem Schilthorn gedrehten James-Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", auf den Spuren des Agenten 007. Am frühen Nachmittag waren wir bereits in Interlaken zurück, um den letzten Tag unserer Reise in aller Ruhe ausklingen zu lassen. Jeder verbrachte den Nachmittag auf seine Art und Weise, manche spazierten gemütlich durch den Ort, einige unternahmen eine Schifffahrt auf dem Thuner oder Brienzer See, einige fuhren auf den Hausberg Harder Kulm und wieder andere entspannten sich einfach nur. Die Freude beim heutigen Abendessen war übrigens riesig, denn es wurde uns eine Deutschschweizer Spezialität gereicht - es gab leckere Rösti!
Kleiner Tipp für alle Fans der Kartoffel: Kartoffeln schälen und grob raspeln. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und 3 bis 4 Minuten ziehen lassen. Kartoffelmasse gut ausdrücken. Schmalz in einer beschichteten Pfanne stark erhitzen, die Kartoffelmasse darin verteilen und fest andrücken. Bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten braten. Die Rösti mit Hilfe eines Topfdeckels oder Tellers wenden und in 10 bis 12 Minuten zu Ende braten.

11. Tag – Dienstag, 09.07.2013: Heimreise (bis Dresden 870 km)

Jede Traumreise hat ein Ende und nun war es auch für uns soweit. Die Reiseroute führte uns vorbei am Südufer des Brienzer Sees, über den Brünigpass (mit kleiner Verzögerung durch ein vor uns fahrendes Kehrfahrzeug), vorbei an Luzern, dem Zürich- und dem Walensee in Richtung Bodensee. Durch den 6,7 Kilometer langen Pfändertunnel ging es vorbei an Memmingen, Ulm und Nürnberg. Nach herrlichen 11 Tagen bei tollem Wetter sollte es also nun wieder nach Hause gehen. Pünktlich kurz vor 20 Uhr erreichten wir den Dresdner Flughafen, den Ausgangspunkt unserer Reise. Der Abschied war herzlich, denn 11 Reisetage mit gemeinsamen Erlebnissen verbinden schon irgendwie... Die meisten unserer Gäste nutzten den zuverlässigen Haustürtransfer-Service von Eberhardt TRAVEL und somit erreichten wir ganz entspannt unsere Heimatorte.
Wir haben tolle Erfahrungen machen können und jeder hat seine eigene und persönliche Schweiz kennen gelernt. Es gibt ganz sicher Gäste die sich wie ich in dieses kleine Alpenland im Herzen Europas verliebt haben und vielleicht doch irgendwann zurückkommen.
Den Bus für diese bei Eberhardt TRAVEL durchgeführte 11-tätige Reise durch die Schweiz stellte unser langjähriger Servicepartner Puschmann zur Verfügung. Ingo, unser Buschauffeur, steuerte den Bus souverän und zuverlässig - nochmals vielen Dank dafür!
Ich hoffe nunmehr auf ein Wiedersehen - vielleicht sogar in der Schweiz...! Allen Mitreisenden wünsche ich an dieser Stelle nochmals alles Gute, Gesundheit und weiterhin viel Reiselust!
Ihre Reiseleiterin Katrin Deutschbein

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht