Rundreise Balkan – Von Serbien bis Nord–Mazedonien
Reisebericht: 18.05. – 30.05.2026
Auf unserer Rundreise haben wir sechs Balkanländer besucht und ihre vielfältige Kultur und unberührte Natur kennengelernt.
Ein Reisebericht von
Wolfgang Eckert
Anreise nach Serbien und Fahrt nach Novi Sad
Heute begann unsere spannende Balkanreise mit dem Flug nach Belgrad. Nach der Ankunft wurden wir herzlich von unserer örtlichen Reiseleiterin empfangen und fuhren gemeinsam weiter in Richtung Novi Sad. Schon unterwegs erhielten wir erste Eindrücke von der fruchtbaren Landschaft der Vojvodina. Weite Felder mit Mais, Weizen und Gemüse zogen an uns vorbei – nicht umsonst gilt diese Region als Kornkammer Serbiens.
Am Nachmittag erreichten wir Novi Sad und bezogen unser Hotel. Anschließend unternahmen wir einen ersten gemeinsamen Rundgang durch die charmante Stadt, die 2022 Europäische Kulturhauptstadt war. Besonders schön war die elegante Architektur im Stil von Barock, Neoklassizismus und Neo-Gotik. Überall spürte man den habsburgischen Einfluss vergangener Zeiten.
Zum Abschluss des Tages kehrten wir in ein traditionelles Restaurant ein. Bei regionalen Spezialitäten und einem gemütlichen Abend lernten wir uns noch besser kennen und freuten uns auf die kommenden Reisetage.
Petrovaradin, Sremski Karlovci und Belgrad
Nach dem Frühstück besuchten wir zunächst die mächtige Festung Petrovaradin hoch über der Donau. Von hier bot sich uns ein herrlicher Blick über Novi Sad und den breiten Fluss. Die Anlage erzählte eindrucksvoll von der bewegten Geschichte zwischen Habsburgern und Osmanen.
Weiter ging es nach Sremski Karlovci, einer bezaubernden Barockstadt mit großer historischer Bedeutung. Beim Spaziergang sahen wir die Domkirche, den Patriarchenpalast und weitere prächtige Gebäude. Besonders spannend war die Geschichte des Friedens von Karlowitz, der hier einst geschlossen wurde.
Am Nachmittag erreichten wir Belgrad. Während unserer Stadtführung sahen wir die imposante Festung Kalemegdan am Zusammenfluss von Donau und Save. Von hier oben bot sich ein wunderbarer Blick über die Stadt. Am Abend ließen wir den Tag im bekannten Bohème-Viertel Skadarlija ausklingen. Bei serbischen Grillspezialitäten und musikalischer Atmosphäre erlebten wir das lebensfrohe Belgrad von seiner schönsten Seite.
Oplenac, Topola und Vrnjačka Banja
Heute führte uns die Reise in das grüne Herz Serbiens nach Topola und Oplenac. Schon von weitem sahen wir die prächtige Kirche des Heiligen Georg auf dem Hügel thronen. Im Inneren waren wir tief beeindruckt von den farbenreichen Mosaiken, die das gesamte Gotteshaus schmücken.
Auch die Krypta mit den Gräbern der serbischen Königsfamilie war ein besonderer Ort voller Geschichte und Würde.
Ein weiterer Höhepunkt war die Weinverkostung auf dem ehemaligen königlichen Weingut. Umgeben von sanften Hügeln und Weinbergen probierten wir ausgezeichnete regionale Weine. Anschließend stärkten wir uns in einem Dorfrestaurant bei landestypischen Spezialitäten.
Am späten Nachmittag erreichten wir Vrnjačka Banja, den berühmtesten Kurort Serbiens. Wir waren die ersten Gäste eines neu eröffneten Hotels am Rande des Ortes. Den Abend genossen wir in entspannter Runde an der Bar.
Zlatibor–Gebirge und Museumsdorf Sirogojno
Nach dem Frühstück fuhren wir in die Bergwelt des Zlatibor-Gebirges. Die Landschaft wurde immer ursprünglicher und beeindruckte mit Wäldern, Höhenzügen und klarer Luft.
Unterwegs besuchten wir das serbisch-orthodoxe Kloster Žica. Die alte Klosterkirche mit ihren wertvollen Fresken vermittelte uns einen tiefen Einblick in die religiöse und kulturelle Geschichte des Landes.
Am Nachmittag erreichten wir das Museumsdorf Sirogojno. Inmitten der Natur sahen wir liebevoll erhaltene Holzhäuser, Scheunen und Werkstätten aus vergangenen Jahrhunderten. Beim Rundgang fühlten wir uns in eine andere Zeit versetzt und erfuhren viel über das Leben der Bauernfamilien im 19. Jahrhundert.
Später kamen wir im Ferienort Zlatibor an. Viele von uns nutzten die freie Zeit für einen Spaziergang am kleinen See oder einen Kaffee im Ort. Die frische Bergluft tat uns allen gut.
Über die Drina nach Bosnien und Herzegowina
Heute verabschiedeten wir uns von Serbien und fuhren durch waldreiche Landschaften Richtung Bosnien und Herzegowina. Unser Ziel war Višegrad am Fluss Drina, wo wir zunächst eine Bootsfahrt auf der Drina unternahmen. Langsam glitten wir durch die eindrucksvolle Schlucht, vorbei an steilen Felswänden, grünen Hängen und kleinen Dörfern. Die Ruhe und Schönheit der Landschaft machten diese Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.
Anschließend besuchten wir die berühmte Drina-Brücke, die durch den Roman von Ivo Andrić weltbekannt wurde. Das Bauwerk beeindruckte uns durch seine Eleganz und seine geschichtliche Bedeutung. In der Mittagspause erkundeten wir individuell die Innenstadt von Višegrad.
Danach setzten wir unsere Reise nach Sarajevo fort. Am Abend erreichten wir die bosnische Hauptstadt und ließen uns im historischen Viertel Baščaršija bosnische Spezialitäten schmecken. Die orientalische Atmosphäre begeisterte uns sofort.
Sarajevo entdecken
Heute erkundeten wir Sarajevo bei einer ausführlichen Stadtführung. Die Stadt faszinierte uns durch ihre Mischung aus Orient, Mitteleuropa und Moderne. Moscheen, Kirchen und Synagogen liegen hier nah beieinander und zeigen die kulturelle Vielfalt der Stadt.
Wir sahen das Gebäude, vor dem 1914 das Attentat auf Franz Ferdinand stattfand, sowie das eindrucksvolle Rathaus im neomaurischen Stil. Auch die Herz-Jesu-Kathedrale und die Gazi Husrev Moschee gehörten zu unserem Rundgang.
Besonders lebendig war das alte Viertel Baščaršija mit seinen kleinen Gassen, Werkstätten und Cafés. Viele von uns nutzten den freien Nachmittag für einen Bummel oder eine Kaffeepause in einem der traditionellen Häuser.
Am Abend genossen wir erneut typische bosnische Küche – dazu gehörten gefüllte Paprika und süße Baklava als Dessert.
Mostar und Trebinje
Heute hieß es Abschied nehmen von Sarajevo. Durch die Bergwelt Bosniens fuhren wir entlang der Neretva in Richtung Mostar. Schon die Fahrt durch die Schlucht war landschaftlich beeindruckend.
In Mostar erwartete uns die berühmte Alte Brücke, die sich elegant über den Fluss spannt. Sie ist Symbol der Stadt und UNESCO-Welterbe. Beim Spaziergang durch die Altstadt spürten wir den orientalischen Charme mit Basargassen, kleinen Geschäften und alten Steinhäusern.
Nach etwas Freizeit setzten wir unsere Reise fort. Unterwegs begleiteten uns Weinberge und Karstlandschaften der Herzegowina. Am Nachmittag erreichten wir Trebinje, eine wunderschöne kleine Stadt am Fluss Trebišnjica. Die mediterrane Stimmung machte diesen Ort besonders angenehm.
Dubrovnik, Kotor und Budva
Heute führte uns die Reise zunächst nach Dubrovnik in Kroatien. Beim Betreten der Altstadt durch das Pile-Tor fühlten wir uns wie in einer anderen Zeit. Die mächtigen Mauern, Paläste, Kirchen und der berühmte Stradun beeindruckten uns sehr.
Nach dem Rundgang blieb Zeit für eigene Entdeckungen. Einige spazierten zum Hafen, andere gönnten sich ein Eis oder Kaffee mit Blick auf das Meer.
Anschließend reisten wir weiter nach Montenegro. Die Fahrt entlang der Bucht von Kotor war trotz eines unfallbedingten Staus ein landschaftlicher Höhepunkt. In Kotor selbst erkundeten wir die historische Altstadt mit ihren engen Gassen und venezianischen Bauwerken.
Am Abend fuhren wir weiter nach Budva, wo wir unser Hotel bezogen.
Erholung in Budva
Heute stand ein ruhigerer Tag auf dem Programm. Viele von uns genossen die freie Zeit am Strand oder bummelten durch die Altstadt von Budva. Das angenehme Klima und der Blick auf das Meer sorgten für echte Urlaubsstimmung.
Wer mochte, konnte am fakultativen Ausflug nach Cetinje teilnehmen und die ehemalige Königsresidenz Montenegros kennenlernen.
Am Abend trafen wir uns alle wieder und genossen gemeinsam ein köstliches Abendessen in einem typischen Fischrestaurant. Danach lud uns unser Reiseleiter zum „Sundowner“ auf die Hotelterrasse ein.
Albanien und weiter zum Ohridsee
Heute verließen wir Montenegro und fuhren nach Albanien. Die Strecke durch das ursprüngliche Hinterland vermittelte uns eindrucksvoll den wilden Charakter des Balkans.
In Tirana lernten wir die lebendige Hauptstadt Albaniens kennen. Rund um den Skanderbeg-Platz sahen wir Moschee, Oper, Bibliothek und moderne Gebäude. Dabei erhielten wir interessante Informationen über das Leben der Einwohner unter dem Diktator Enver Hoxha.
Am Nachmittag führte uns die Reise weiter durch Flusstäler und Berglandschaften bis nach Nordmazedonien. Gegen Abend erreichten wir unser Hotel am Ohridsee, ein wunderschöner Ort mit mediterranem Flair.
Ohrid, die Perle des Balkans
Heute besichtigten wir die historische Stadt Ohrid. Hoch über dem See bot sich uns ein fantastischer Blick auf Wasser und Berge.
Wir sahen die Kirche des Heiligen Johannes von Kaneo, eine der schönsten Fotomotive des Balkans, sowie weitere bedeutende Kirchen und antike Ausgrabungen.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit für einen Spaziergang am See oder zur Entspannung.
Beim Abendessen direkt am See genossen wir mazedonische Spezialitäten und die besondere Atmosphäre dieses Ortes.
Skopje
Nach dem Frühstück reisten wir weiter nach Skopje. Unterwegs begleiteten uns noch einmal herrliche Landschaften und Gebirgszüge.
In der Hauptstadt Nordmazedoniens sahen wir eine faszinierende Mischung aus orientalischer Altstadt und monumentaler moderner Architektur. Wir spazierten durch den Basar, entlang des Flusses Vardar und über große Plätze mit imposanten Denkmälern.
Am Abend ließen wir unsere Balkanreise bei einem letzten gemeinsamen Essen stimmungsvoll ausklingen.
Heimreise
Heute hieß es Abschied nehmen vom Balkan. Mit vielen Eindrücken, neuen Bekanntschaften und unvergesslichen Erlebnissen traten wir die Heimreise an. Hinter uns lagen abwechslungsreiche Tage voller Geschichte, Natur, Kultur und herzlicher Begegnungen. Diese Reise wird uns noch lange in schöner Erinnerung bleiben.
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