Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Die Große Andalusienreise ES–GRAND (Petit) vom 17.–30.03.2026

Reisebericht: 17.03. – 30.03.2026

Flamenco, Sherry-Wein, Stierkampf und die Alhambra. Bei dem Gedanken an Spanien kommen uns sofort diese Begriffe in den Sinn, ihren Ursprung haben sie aber alle in Andalusien.

Dirk Schlosser

Ein Reisebericht von
Dirk Schlosser

008-Malaga – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 010-Malaga – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 024-Gibraltar Europa-Point – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 045-Sanlucar de Barrameda – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 047-Sanlucar de Barrameda – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 081-Cordoba Blumengasse – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 082-Cordoba Mezquita – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 090-Cordoba – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 094-Jaen Arabische Baeder – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 106-Granada Alhambra – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 131-Antequera – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) 153-Ronda – © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL)

1.Tag, Dienstag, 17.03.2026: Anreise nach Malaga

Unsere Reise begann mit den Flügen nach Malaga. Pünktlich, wie geplant, kamen wir am dortigen Flughafen an und fuhren mit dem Bus zu unserem Hotel „Soho Boutique Colón“. Nach dem Eintreffen aller Gäste im Hotel und etwas Freizeit, trafen wir uns wieder, um gemeinsam zum Abendessen zu spazieren. Entlang der Flaniermeile Calle Marqués de Larios ging es zum Traditionsrestaurant „El Pimpi“.

2.Tag, Mittwoch, 18.03.2026: Málaga

Am Morgen wurden wir von unserem Stadtführer Fran vom Hotel abgeholt. Wir sahen mit ihm die Kathedrale, das Römische Theater und das Wohnhaus von Antonio Banderas. Am Geburtshaus von Pablo Picasso hatten wir Freizeit für eine Kaffeepause. Zum Abschluss besuchten wir die Markthalle und verabschiedeten uns von unserem Stadtführer Fran. Der Nachmittag war für individuelle Entdeckungen in Malaga vorgesehen. Ein Großteil der Reisegruppe besuchte den Botanischen Garten der Stadt. Am Abend trafen wir uns wieder an der Rezeption, um gemeinsam zum Abendessen in die Taberna „Del Pintxo Larios“ spazieren zu gehen.

3.Tag, Donnerstag, 19.03.2026: Malaga – Marbella – Gibraltar

Nach einem ausgiebigen Frühstück holte uns der Bus vom Hotel ab und wir fuhren nach Marbella. Dort angekommen, spazierten wir zunächst an der Strandpromenade entlang und gingen anschließend an den Plastiken von Salvador Dali vorbei zum Park „Parque de la Alameda“. Über den wohl schönsten Platz der Stadt, den „Plaza de los Naranjos“ ging es zur Kirche „De Nuestra Señora de la Encarnación“, wo wir auch unseren gemeinsamen Rundgang beendeten und Freizeit für eigene Entdeckungen war. Mit dem Bus ging es anschließend nach Gibraltar. Auf spanischer Seite sziegen wir aus und gingen zu Fuß über die Grenze. Dort wurden wir von einem kleineren Bus abgeholt und nach einer kurzen Pause im Terminal begann unsere Rundfahrt in Gibraltar. Auf der Fahrt hörten wir lustige Geschichten und Begebenheiten über Gibraltar, von denen wahrscheinlich nur die Hälfte stimmte. Unser erster Fotostopp war der Leuchtturm am Europa-Punkt. Es stürmte und regnete, wodurch die marokkanische Küste nicht zu sehen war. Der nächste Besichtigungspunkt war die Saint Michaels Cave, eine Tropfsteinhöhle, die während des zweiten Weltkrieges als Lazarett genutzt wurde. Schon bei unserer Ankunft begrüßten uns die Berberaffen. Diese schwanzlose Makakenart lebt auf Gibraltar und es heißt, so lange sie hier sind, bleibt Gibraltar unter britischer Hoheit. Nach unserer
Rundfahrt hatten wir Freizeit für einen kleinen Bummel entlang der Main Street. Zurück auf spanischem Gebiet ging es mit unserem Bus und unserem Fahrer Tulio zu unserem Hotel in Jerez de la Frontera.

4.Tag, Freitag, 20.03.2023: Jerez de la Frontera – Stadt der Pferde und des Sherrys

Der Tag begann verregnet, weshalb wir das kurze Stück vom Hotel zur Spanischen Hofreitschule mit dem Bus fuhren. Punkt 12.00 Uhr begann die Vorführung der Pura Rassa de Espaniola- Show. Es gab Durchsagen in verschiedenen Sprachen, auch in Deutsch. Leider war das Filmen und Fotografieren verboten. Die Show bot Einzeldressuren sowie Vorführungen mit Pferdegespannen. Nach der Veranstaltung fuhren wir
mit dem Bus ins Stadtzentrum von Jerez. Hier hatten wir etwas Freizeit für die Mittagspause. Einige Gäste besuchten die Kathedrale. Nach der Pause wurden wir in der Bodega „Byas Gonzalez“ erwartet. Wir erfuhren etwas über ihre Geschichte und sahen riesige mit Fässern gefüllte Weinkeller. Zum Abschluss konnten wir drei Sherry-Weine probieren. Mit dem Bus ging es danach zu unserem Hotel zurück.

5.Tag, Samstag, 21.03.2026: Jeep–Tour und Bootsfahrt im Nationalpark Donana

An diesem schönen Tag fuhren wir mit dem Bus nach Sanlucar de la Barrameda und. holten unsere Fahrkarten für die Boots- und Jeepfahrt am Informationszentrum ab. Anschließend war in der Altstadt Freizeit für die Mittagspause. Wir hatten großes Glück und konnten die Proben der Spielmannszüge für die Karwoche miterleben. Danach ging es mit dem Bus zurück zum Informationszentrum, von wo aus uns eine Fähre ans gegenüberliegende Ufer des Rio Guadalquivirs brachte. Mit dem Jeep-Bus fuhren wir entlang des scheinbar endlosen Strands am Atlantiks und hielten inmitten einer grandiosen Dünenlandschaft. Anschließend ging es auf unbefestigten Straßen durch den Wald des Nationalparks „Cote de Donana“. Wir sahen Rehe, Wildschweine und Flamingos. Auch ein ehemaliges Palais, welches lange Zeit von der spanischen Regierung für Staatsbesuche genutzt wurde, bekamen wir zu Gesicht. Zum Abschluss hielten wir in einem verlassenen Dorf ehemaliger Köhler und Bootsbauer. Seit es den Nationalpark gibt, dürfen keine Bäume mehr für den Bootsbau gefällt werden. Dann ging es mit dem Ausflugsschiff auf dem Guadalquivir flussabwärts bis nach Sanlucar de Barrameda, wo unser Bus auf uns wartete.

6.Tag, Sonntag, 22.03.2026: Bootsfahrt nach Cadiz – Sevilla

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Fährterminal in El Puerto de Santa Maria und anschließend mit dem Katamaran nach Cadiz. Dort angekommen, begrüßte uns unsere Stadtführerin Elizabeth zur gemeinsamen Stadtrundfahrt und zum gemeinsamen Spaziergang durch ihre Heimatstadt. Wir sahen das „Monumento a la Constitución“ am Plaza de la Hispanidad, die Markthalle, den Blumenplatz (Plaza de las Flores), die Kathedrale und endeten am Rathausplatz (Plaza San Juan de Dios). Nach dem Stadtrundgang hatten wir bis 15.30 Uhr Freizeit in Cadiz. Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Sevilla, wo wir bei herrlichem Sonnenschein den Plaza de Espana besichtigten und dadurch einen fantastischen ersten Eindruck von der Hauptstadt Andalusiens erhielten. Vom Spanischen Platz aus ging es direkt zu unserem Hotel.

7.Tag, Montag, 23.03.2026: Sevilla zu Fuß erleben

Unser Stadtführerin Kate holte uns nach dem Frühstück direkt vom Hotel ab. Wir spazierten durch die Juderia, dem ehemaligen Judenviertel Sevillas, und besichtigten als erstes den großartigen Real Alcazar, dessen Grundmauern teilweise noch auf römischen Ursprung zurückgehen. Die beeindruckendsten Gebäude stammen allerdings aus dem 14. Jahrhundert, der Regentschaft von Pedro des Grausamen. Er ließ mit Hilfe maurischer Baumeister einen Palast für seine Geliebte im Mudejarstil erbauen. Nach der Besichtigung dieses Palastes und des Palastes von Karl dem V. verbrachten wir unsere Pause in den Gartenanlagen des Alcazar, einer von Palmen und Wasserbecken durchzogenen Anlage. Von dort ging es dann weiter zur Kathedrale von Sevilla, erbaut auf den Umrissen eines römischen Tempels und einer späteren Moschee. Von dieser sind noch der Orangenhof sowie das Minarett, der heutige Glockenturm (Giralda), erhalten. Neueste Messungen haben ergeben, dass die Kathedrale von Sevilla die größte auf spanischem Boden ist, was wir auch nicht anzweifelten. Kate erläuterte uns den Chor und den Hochaltar sowie die bewegende Geschichte des beeindruckenden Kolumbusgrabes. Zumindest ein Teil der Gebeine stammt von Christoph Kolumbus, das hat eine DNA-Analyse im Jahr 2006 ergeben. Nach der Besichtigung der Kathedrale verabschiedeten wir unsere Stadtführerin und hatten anschließend Zeit für die Mittagspause oder eigene Unternehmungen. Einige von uns nutzten die Gelegenheit, um auf den Glockenturm Giralda zu steigen, von welchem sich eine tolle Aussicht über die Dächer von Sevilla bot. Am Abend fuhren wir zum Flamenco-Lokal „Tablao Flamenco el Arenal“. Nach einem reichhaltigen Abendessen begann die Vorstellung. Es tanzten mehrere einzeln auftretende Flamenco-Künstler, die von einem Sänger und einem Gitarrenspieler begleitet wurden. Die Darsteller gaben ihr Bestes und verausgabten sich völlig. Nach der Flamenco-Vorstellung fuhren wir mit dem Bus zu unserem Hotel zurück.

8.Tag, Dienstag, 24.03.2026: Olivenöl–Hacienda – Carmona – Medina Azahara

Am Morgen hieß es Abschied nehmen von Sevilla. Unser erstes Ziel war die Olivenölverkostung bei „Aceites Basilippo“. Nach einer sehr informativen Erläuterung über den Anbau der Olivenbäume auf der Plantage und der Besichtigung der Produktionsanlagen konnten wir zwei unterschiedliche Olivenöle probieren. Anschließend fuhren wir nach Carmona, eine typisch „weiße“ andalusische Stadt, deren Besiedlung bis in die vorgeschichtliche Zeit zurückreicht. Die Römer nannten die Siedlung „Carmo“. Sie bauten ein Amphitheater und eine Nekropole mit Urnengräbern für ihre Verstorbenen. Zuerst besuchten wir die Nekropole und anschließend spazierten wir durch die engen Gassen der Stadt zum Parador von Carmona. Von dessen Balkonterrasse bot sich uns ein weitläufiger Blick über die fruchtbare Ebene. Nach einer Mittagspause am Plaza de San Fernando besuchten wir die Festungsanlage (Alcazaba) am Sevilla-Tor. Die Aussicht vom Festungsturm war einmalig. Uns lag ein weißes Häusermeer zu Füßen. Von Camona fuhren wir zur ehemaligen Kalifenstadt „Medina Azahara“. Ein Transferbus brachte uns zum Ausgrabungsgelände. Vieles wurde bereits freigelegt, trotzdem ist nur ein Zehntel der ursprünglichen Anlage zu sehen, aber auch das war beeindruckend genug, wie z.B. das östliche mehrbogige Eingangstor in die Stadt, der Empfangspalast des Kalifen (von außen) sowie das Eingangsportal des Hauses des Wesirs (Casa de Yafar). Besonders eindrucksvoll waren die beiden riesigen, terrassenförmig angelegten Gartenanlagen, welche sich an den Empfangspalast anschlossen. Von der Ausgrabungsstätte ging es mit dem Transferbus zurück zum Parkplatz, wo unser Fahrer Tulio bereits wartete, um uns zu unserem Hotel in Cordoba zu bringen.

9.Tag, Mittwoch, 25.03.2026: Stadtrundgang in Cordoba

Um 09.15 Uhr trafen wir uns mit unserer Stadtführerin Ines am Eingangstor der Mezquita. Unsere Führung begann mit einem Spaziergang ins ehemalige jüdische Viertel der Stadt und zum Denkmal des Arztes Maimonides. Gleich nebenan blieb wie durch ein Wunder eine der Synagogen Cordobas bestehen. Nach der Vertreibung der Juden 1492 diente sie als Krankenhaus, später als Versammlungsraum der Zunft der Schuhmacher. Seit 1885 wurde sie zum Nationaldenkmal erklärt und ist heute ein Museum. Von der Juderia aus führte uns Ines zur Mezquita-Kathedrale. Das Minarett dieser ehemaligen Moschee dient heutzutage als Glockenturm der Kathedrale. Die Mezquita war die Hauptmoschee des westlichen Kalifats und wurde über die Jahrhunderte von den islamischen Baumeistern immer wieder erweitert und ausgebaut. Im Inneren versanken wir im endlosen Wald aus über 850 Säulen und Hufeisenbögen. Besonders kunstvoll ist die Gebetsnische (Mihrab) gestaltet worden, von der aus der Imam das Gebet vortrug. Im 16. Jahrhundert begann unter Karl dem V. die größte bauliche Veränderung. Im Inneren der Mezquita entstand eine katholische Kathedrale, für deren Bau 70 Säulen weichen mussten. Heute wird die Mezquita-Kathedrale ausschließlich als katholisches Gotteshaus genutzt. Ines gab uns viele interessante Details zu Architektur, Geschichte und Religion. Schade, dass die Führung irgendwann zu Ende war! Wer wollte, konnte nach der Führung noch ein wenig in der Mezquita bleiben. Zum Mittagessen waren wir im Restaurant „Taberna del Rio“ verabredet und im Anschluss nahmen die meisten Gäste unserer Gruppe an einem gemeinsamen Spaziergang durch das Stadtzentrum teil. Dieser führte uns zum Plaza de la Corredera, zum römischen Tempel und zum Plaza de Tentillas.

10.Tag, Donnerstag, 26.03.2026: Cordoba – Jaen – Granada

Von Cordoba aus fuhren wir nach Jaen. In der gleichnamigen Provinz befindet sich das größte Olivenanbaugebiet der Welt. Jaen ist neben dem Olivenanbau bekannt für die Schlacht in den Ebenen von Tolosa im Jahre 1212, in der das christliche Heer die Mauren besiegte. In Jaen erkundeten wir das Stadtzentrum bei einem kleinen Spaziergang, besuchten anschließend die Kathedrale und die arabischen Bäder. Danach fuhren wir mit dem Bus zum, auf einen hohen Bergrücken liegenden, „Parador der Jaen“ und wanderten von da zum Aussichtspunkt „Santa Catalina“. Am großen weißen Kreuz des Aussichtspunktes angekommen, hatten wir einen schönen Blick auf die Stadt und die Kathedrale. Vom Parador aus brachte uns der Bus zu unserem nächsten Reiseziel nach Granada. Vor dem Abendessen begaben wir uns auf einen gemeinsamen Spaziergang und sahen die ehemalige Karawanserei, die Capilla Real, die ehemalige Medrese, die Kathedrale von Granada sowie den Plaza Bib-Rambla. Unser Spaziergang endete am Hotel, wo wir zum Abendessen erwartet wurden.

11.Tag, Freitag, 27.03.2026: Granada – Alhambra und Albaicin

Mit dem Bus fuhren wir am Vormittag zur Alhambra. Unser Stadtführer Pedro verteilte die Audio-Empfänger und wir begannen mit der Besichtigung. Das Wetter war fantastisch und wir genossen den Spaziergang durch die großzügige Anlage des Generalife. Wir liefen durch ein Labyrinth aus schattigen Hecken, zwischen denen, von Pflastersteinen gesäumte, Wasserbecken für angenehme Abkühlung sorgen. Die Anlagen, gegliedert durch hohe Thuja-Hecken mit vielen Wasserspielen und kleinen Kanälen, machen den ehemaligen Sommersitz der maurischen Könige zu einem wahren Paradies. Im Anschluss besuchten wir den Palast Karls des V. und die Paläste der Nasriden. Im Empfangssaal der maurischen Herrscher fühlten wir uns in die Vergangenheit zurückversetzt. Vor unserem geistigen Auge sahen wir den Sultan auf weichen Polsterkissen in seiner Fensternische sitzen. Über ihm, in 18 Metern Höhe, erhob sich eine gewaltige Stalaktiten-Kuppel aus Zedernholz. Von drei Seiten fiel dumpfes Licht auf die eintretenden Gesandten ein, so dass sie den Sultan nur in groben Umrissen im Schatten erkennen konnten. Das war beabsichtigt und flößte Respekt ein. Nach all den Besichtigungen verabschiedeten wir unseren fantastischen Reiseleiter Pedro und hatten Zeit für eigene Entdeckungen. Wer wollte, konnte noch in der Alhambra bleiben, aber die meisten Gäste spazierten vom Alhambra-Hügel hinunter zum Stadtzentrum. Am Abend holte uns Tulio mit dem Bus vom Hotel ab und fuhr uns auf den Albaicin-Hügel zum Aussichtspunkt „Mirador San Cristobal“. Von diesem Standort aus hatten wir eine fantastische Sicht auf die Stadtmauer und das dahinter liegende ehemalige maurisch-arabische Albaicin-Viertel. Vom Aussichtspunkt ging es zu Fuß durch verwinkelte Gassen zum Plaza Larga und zum Plaza San Nicolas, auf dem Kunsthandwerk angeboten wird und verschiedene Musiker für ein stimmungsvolles Ambiente sorgen. Am Schönsten ist allerdings der Blick auf den gegenüberliegenden Alhambra-Hügel. Unser Abendessen nahmen wir in einem Marokkanischen Restaurant inmitten des Albaicin-Viertels ein.

12.Tag, Samstag, 28.03.2026: Region Antequera – Nationalpark El Torcal

Am Morgen hieß es Abschied nehmen von Granada und Weiterfahrt in südwestliche Richtung. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt kamen wir im Naturpark „El Torcal“ an. Dieses Gebirge ist eine phantastische, aus Kalkstein bestehende Karstlandschaft, welche über Jahrmillionen durch Sturm und Regen ausgewaschen wurde. Von den beiden begehbaren Routen wählten wir für unsere Wanderung die grüne, kürzere Route, welche etwa eine Stunde in Anspruch nahm. Nach der Wanderung fuhren wir mit dem Bus zur Mittagspause zum Restaurant "Mirador de Antequera". Anschließend spazierten wir durch die schmalen Gassen zur Kirche Santa Maria und von dort entlang weißer Gassen hinunter ins Stadtzentrum, wo uns unser Fahrer Tulio wieder abholte. Wir fuhren zu den Dolmen-Gräbern „Viera“ und „Menga“ aus der Jungsteinzeit. Im Museum der Anlage sahen wir zunächst einen Film über den Bau der gewaltigen Anlagen, bevor wir sie besichtigten. Beide stehen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Von Antequera fuhren wir anschließend zu unserem Hotel Cortijo Salinas in der Sierra de Ronda.

13.Tag, Sonntag, 29.03.2026: Stadtrundgang in Ronda – Weinverkostung

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Ronda. Dort erwartete uns unser Stadtführer Jesus und gemeinsam spazierten wir zur gewaltigen Schlucht des Rio Guadalevin, welcher die Stadt in Alt- und Neustadt teilt. In der Altstadt führte er uns durch enge Gässchen zum Palacio Mondragon. In ihm residierten die maurischen Herrscher Granadas, wenn sie in Ronda weilten, sowie in späterer Zeit die katholischen Könige. Anschließend ging es zum Rathausplatz (Plaza de Duquesa de Parcent) und zur Kathedrale „Santa Maria la Mayor“. Wie viele andere Kirchenbauten wurde auch sie an Stelle einer ehemaligen Moschee errichtet. Das einstige Minarett ist der heutige Glockenturm. Von der Altstadt ging es hinunter zur Puente Viejo. Anschließend folgte der Aufstieg zur Neustadt. Der Name Neustadt ist etwas verwirrend, da sie bereits um das Jahr 1500 gegründet wurde. Wir hatten einen atemberaubenden Blick in die Schlucht des Rio Guadalevin sowie auf das fruchtbare Umland. Die Brücke ist sagenhafte 100 Meter hoch und das Wahrzeichen der Stadt. Nachdem uns Jesus in unsere Freizeit entlassen hatte wurden wir wieder Zeugen der Osterprozessionen. Das war sehr eindrucksvoll! Es bestand auch die Möglichkeit die Stierkampfarena zu besuchen. Sie ist die älteste Spaniens und wurde im Jahr 1785 eingeweiht. Am Ende des 18. und am Anfang des 19. Jahrhunderts wurden hier von Pedro Romero die Regeln des modernen Stierkampfes ausgearbeitet, die sogenannte „Schule von Ronda“, die bis heute Gültigkeit besitzt. Am Nachmittag fuhren wir zur Weinverkostung in die Bodega „Kieninger“. Die Anfahrt mit dem großen Bus war nicht so einfach und Tulio musste sein ganzes Können unter Beweis stellen. In der Bodega angekommen, erfuhren wir zunächst etwas über den Herstellungsprozess und die verschiedenen Produkte. Danach konnten wir die verschiedenen Weine probieren. Ein tolles Erlebnis inmitten der Weinfelder und mit Blick auf Ronda!

14.Tag, Montag, 30.03.2026: Heimreise von Malaga

Am letzten Tag unserer Reise wurden die ersten beiden Gäste unserer Gruppe bereits am Vormittag abgeholt. Alle anderen hatten noch bis Mittag Freizeit um die schöne Hotelanlage zu genießen. Aufgrund von angekündigten Warnstreiks des Flughafen-Bodenpersonals in Malaga und vielen anderen Flughäfen fuhren wir eine halbe Stunde eher als geplant vom Hotel los. Die meisten Abflüge verspäteten sich um eine Stunde. Dadurch haben Gäste unserer Reisegruppe ihre Anschlussflüge von Frankfurt nach Dresden und Leipzig nicht mehr geschafft und verbrachten noch eine Nacht in einem von der Lufthansa vermittelten Hotel, bevor am nächsten Tag weitergeflogen werden konnte.

Glücklicherweise hat mit der Weiterleitung des Gepäcks alles gut geklappt.


Es war eine sehr schöne Reise, die allen Gästen gut gefallen hat. Herzlichen Dank an die Produktmanager!

Dirk Schlosser, 12.04.26


Bildergalerie zur Reise


Kommentare zum Reisebericht