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Reisebericht: Rundreise Andalusien - der Zauber Spaniens

12.03. – 19.03.2020, 8 Tage Rundreise mit Sevilla - Cordoba - Ronda - Granada mit Alhambra - Malaga - Gibraltar - Costa del Sol

13 Eberhardt-Gäste führt es zum Frühlingsbeginn Anfang März in die südspanische Region Andalusien. Atemberaubende andalusisch-maurische Architektur, Flamenco und Meerblick in Zeiten von Corona. Eine Reise, die in Erinnerung bleibt.

Donnerstag, 12.03. ¡Bienvenido a Sevilla!


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Am Donnerstagvormittag trifft sich unsere Eberhardt-Gruppe am Frankfurter Flughafen, um die südspanische Region Andalusien zu bereisen. Der Flieger bringt uns in weniger als drei Stunden in die Hauptstadt Andalusiens, nach Sevilla. Am Flughafen in Sevilla werden wir von unserem Busfahrer Manolo in Empfang genommen und zu unserem Hotel Catalonia Giralda im Stadtzentrum gefahren. Schon kurze Zeit später brechen einige von uns zu einem Spaziergang auf, um einen ersten Eindruck von Sevilla erhaschen zu können. Der Frühling ist in Sevilla bereits angekommen und die Blüten der Orangenbäume entfalten einen herrlichen Duft, der die Straßen erfüllt. Es begleiten uns dabei angenehme Temperaturen über 20 Grad bei Sonnenschein. Zunächst führt es uns in die rustikale Bar El Rinconcillo, in der wir auf ein kühles Getränk oder einen Café americano einkehren. Im Anschluss spazieren wir zum Metropol Parasol, eine futuristische Holzkonstruktion, die als Sonnenschutzdach fungiert. Für die Sevillaner stellt es das moderne Wahrzeichen ihrer Stadt dar, das sie gern als die „Setas" bezeichnen, was mit die Pilze zu übersetzen ist. Wir schlendern weiter durch die engen Gassen in die Altstadt und erblicken schon von weitem den Turm der Kathedrale Giralda, der als ehemaliges Minarett in den Himmel emporragt. Wir passieren den Campus der Universität, die zu den größten Spaniens zählt und kehren daraufhin zu unserem Hotel zurück. Am Abend trifft sich unsere Eberhardt-Gruppe, um sich besser kennenzulernen. Wir nehmen unser gemeinsames Abendessen im Hotel ein, das wir uns schmecken lassen. Danach freuen wir uns auf unser Bett, schließlich sind die meisten von uns bereits seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen. In diesem Sinne sagen wir ¡Buenas noches y hasta mañana!.

Freitag, 13.03. Sevilla in seiner beeindruckenden Vielfalt


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Gut erholt lassen wir uns ein leckeres Frühstück im Hotel schmecken und stärken uns für die heutige Stadtführung. Im Anschluss werden wir von unserer örtlichen Reiseleiterin Pilar abgeholt, die uns heute die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt zeigen möchte. Doch zunächst erfahren wir, dass der königliche Palast El Alcazar wegen der COVID-19-Ausbreitung geschlossen bleibt. Glücklicherweise hat Pilar die tolle Idee, alternativ das Casa de Pilatos zu besichtigen. Unsere Eberhardt-Gruppe bestaunt den andalusischen Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert, der einen italienischen Renaissance-Stil und arabischen Mudéjar-Stil eindrucksvoll vereint. Anschließend führt uns Pilar durch die Altstadt Sevillas und bringt uns die reiche Geschichte der Stadt näher. Wir besichtigen sodann die Kathedrale, die zu den größten gotischen Bauwerken in Spanien zählt. Außerdem befindet sich dort der Sarkophag des Christopher Kolumbus. Wer danach noch Lust hat, einen atemberaubenden Überblick über Sevilla zu erhalten, besteigt mit der Reisebegleitung Carina den Turm Giralda. Als sich langsam der Hunger bemerkbar macht, kehren wir in eine Tapasbar ein und lassen uns Tortilla, Jamón ibérico (Schinken) und Kroketten schmecken.
Gut gestärkt führen wir mit unserem Nachmittagsprogramm fort. Einige von uns schließen sich einem Spaziergang zum Plaza de España an, der zu den bekanntesten und schönsten Plätzen der Stadt zählt. Anschließend passieren wir die Kathedrale und brechen zu einer Schifffahrt auf, die am Festungsturm Torre de Oro beginnt. Bei Sonnenschein schippern wir über den Fluss Guadalquivir und sehen weitere Sehenswürdigkeiten, die am Ufer gelegen sind. Durch die Altstadt und ihre kleinen verwinkelten Gässchen führt es uns zurück ins Hotel, wo wir uns auf eine kleine Verschnaufpause freuen. Am Abend erwartet einige unserer Eberhardt-Gruppe noch ein Höhepunkt in unserem Programm: eine typisch andalusische Flamenco-Show. Mit dem Taxi erreichen wir den Tablao Flamenco El Arenal, wo uns eine faszinierende und intensive Vorführung des Flamenco geboten wird. Tanz, Gesang und muskalische Begleitung sind beeindruckend komponiert und berühren auch uns emotional. Am späten Abend kehren wir begeistert zurück und nehmen im Hotel unser reichliches Abendessen ein, wo wir auf die anderen unserer Gruppe treffen, die sich das Essen bereits früher haben schmecken lassen. Nach diesem erlebnisreichen und langen Tag freuen wir uns auf unser Bett und einen erholsamen Schlaf.

Samstag, 14.03. Ausflug in die bezaubernde Hafenstadt Cádiz


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Den heutigen Tag lassen wir mit einem ausgiebigen Frühstück starten, das Buffet im Hotel bietet uns schließlich eine reiche Auswahl. Sodann brechen wir zu unserem heutigen Ausflug nach Cádiz auf. Da die Mezquita in Córdoba leider vorerst geschlossen bleibt, möchten wir Cádiz als schöne Alternative besuchen. Wir werden bereits von unserem Busfahrer Juanito erwartet, der uns Richtung Süden zum Hafen Puerto de Santa María fährt. Mit dem Katamaran erreichen wir nach einer halbstündigen Fahrt die alte Hafenstadt Cádiz, die fast allseitig vom Meer umgeben ist. Dort angekommen treffen wir auf unsere örtliche Reiseleiterin Marianne, die uns in die Altstadt führt und die Geschichte der Hafenstadt näherbringt. Über den Rathausplatz schlendern wir am Meer vorbei und legen einen Halt bei der Kathedrale ein. Die Bäckereien in Cádiz, die an den Ecken der Altstadtstraßen zu finden sind, bieten in den Schaufenstern ihre lokalen Spezialitäten Turrón de Cádiz an. Dieses leckere und durchaus nahrhafte Marzipangebäck probieren wir sogleich.
Marianne führt uns weiter bis zum Plaza de Flores, von wo aus wir zur Markthalle gelangen. Eine überaus reiche Auswahl an Fisch, Fleisch und frischem Obst und Gemüse wird von den dortigen Händlern angeboten.
Die angenehme, ruhige Atmosphäre in Cádiz lässt uns die derzeitige besorgniserregende Ausbreitung des COVID-19 glatt vergessen. Doch parallel findet eine Kabinettssitzung statt, in der über ein Dekret diskutiert wird, das eine Ausgangssperre zur Folge hätte. Noch während diese Verhandlungen laufen, entscheidet sich Reisebegleiterin Carina in Abstimmung mit Eberhardt dazu, die Reise leider frühzeitig zu beenden. So schwer diese Entscheidung auch fällt, die Sicherheit unserer Gruppe hat in dieser besonderen Situation oberste Priorität. Glücklicherweise wurde in der Eberhardt-Zentrale in Dresden schnell gehandelt und so durfte Reisebegleiterin Carina noch vor dem Mittagessen verkünden, dass unsere Gruppe gemeinsam am Montag den Rückflug antreten wird. Die Erleichterung war auf den Gesichtern unserer Gruppe abzulesen. Mittlerweile war es nun auch offiziell, dass der Notstand ausgerufen ist und ab kommendem Montag acht Uhr eine Ausgangssperre gilt, die nur Ausgänge wie einen Arzt- oder Supermarktbesuch oder den Weg zur Arbeit erlaubt.
Wir kehren in eine Tapasbar am Plaza de San Antonio ein und lassen uns ein Drei-Gänge-Menü bei einem Weißwein schmecken, während einige zu Hause bereits die frühere Rückkehr verkünden und auch die Liebsten nun beruhigt sein dürfen. Am Nachmittag schlendern wir noch durch die Fußgängerzone Cádiz oder am Meer entlang, bis uns unser Busfahrer Juanito wieder nach Sevilla in unser Hotel bringt. Am Abend treffen wir uns, um uns gemeinsam das Abendessen schmecken zu lassen und in netter Runde den Abend ausklingen zu lassen. Von weitem hören wir tösenden Applaus, der einige Minuten anhält. Die Sevillaner klatschen gemeinschaftlich von den Fenstern und Balkonen aus für die Ärzte, Ärztinnen und Pflegepersonal, die in diesen Stunden dem Land wegen des Coronavirus stark beistehen. Wir erleben diese emotionale Geste hautnah mit und spüren dabei auch den Stolz über den Zusammenhalt, den die Spanier bei dem Kampf gegen die Epidemie verspüren.
Nun freuen wir uns nach einem eindrucksvollen und aufregenden Tag auf unser Bett und einen erholsamen Schlaf.

Sonntag, 15.03. Olivenhaine soweit das Auge reicht


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Am heutigen Morgen klingelt der Wecker ein wenig früher, schließlich wollen wir unsere Reise mit einem letzten Höhepunkt ausklingen lassen: ein Besuch der Stadt Granada, die Hochburg der andalusisch-maurischen Kultur. Besonders berühmt ist Granada durch die überwältigende Festungsanlage Alhambra. Wir werden pünktlich von unserem Busfahrer erwartet, der uns heute nach Granada, im Süd-Osten Andalusiens, bringen möchte. Auf der Autobahn angelangt bemerken wir bereits jetzt die Leere, die vorherrscht, wenige Autos sind noch zu sehen. Leider überkommt einem unserer Eberhardt-Gruppe ein Unwohlsein, das uns entscheiden lässt, den Ausflug abzubrechen und zurück nach Sevilla umkehren zu lassen. Wir sind uns alle einig, dass es die einzig richtige Option ist. Auf dem Rückweg legen wir einen kurzen Halt in der kleinen Stadt Carmona ein, von der aus wir eine Aussicht über die weitläufigen Olivenhaine haben, die in dieser Region die wirtschaftliche Grundlage darstellen. Als wir in Sevilla ankommen, bemerken wir, dass bereits jetzt alle Bars und Restaurants geschlossen sind. Da Sonntag ist, hat auch kein Supermarkt geöffnet. Wir entdecken an der Ecke in der Nähe unseres Hotels noch einen kleinen Tante-Emma-Laden, in dem wir uns mit dem Nötigsten eindecken können. Am Nachmittag geht es unserem Gast leider noch nicht besser und Reisebegleiterin Carina samt Ehefrau entscheiden sich, ärztlichen Rat im Krankenhaus Macarena einzuholen. Nach einigen Stunden, in denen reichlich Untersuchungen durchgeführt werden, gibt es glücklicherweise Entwarnung und wir kehren erleichtert zurück ins Hotel. Unsere Eberhardt-Gruppe erwartet uns bereits und wir sind alle froh, uns gemeinsam wohlauf das Abendessen schmecken zu lassen. Ein Sekt rundet das Abendessen ab und während andere sich auf ihr Bett freuen oder noch die Koffer packen, lassen einige von uns den Abend am Pool gemütlich ausklingen.

Montag, 16.03. Rückreise nach Deutschland


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Ein letztes Mal lassen wir uns das Frühstück schmecken, bevor uns unser Busfahrer Manolo pünktlich abholt und zum Flughafen bringt. Die Ausgangssperre ist nun offiziell und die Polizei kontrolliert bereits jetzt, ob sich die Bewohnerinnen und Bewohner daran halten.
Am Flughafen angelangt, erwartet uns eine lange Schlange am Schalter der Fluglinie. Viele Deutsche treten wohl heute die Heimreise an. Auch das Fernsehen ist anwesend, um eine Berichterstattung abzugeben. Es wird sogar unsere Eberhardt-Gruppe interviewt und Reisebegleitung Carina gibt ein positives, zuversichtliches Statement zur Rückreise ab. Da das Fernsehteam auf der Suche nach einem dramatischen Szenario ist, zieht es weiter und so werden wir wahrscheinlich nicht ins spanische Fernsehen gelangen. Doch das ist nicht weiter schlimm, schließlich hebt unser Flieger nach Berlin äußerst pünktlich ab. In Berlin Schönefeld angelangt, trennen sich die Wege unserer Eberhardt-Gruppe, die sich nun darauf freut, bald den Heimatort mit dem Zug zu erreichen.

Meine liebe Eberhardt-Gruppe: Auch wenn wir die Rundreise leider nicht wie geplant beenden konnten, bin ich froh, dass wir nun alle wieder daheim bei unseren Liebsten sind. Sobald sich die Lage wieder beruhigt hat, würde ich mich freuen, wenn Sie mich noch einmal auf einer Eberhardt-Spanienreise begleiten mögen.
Passen Sie bis dahin gut auf sich auf und bleiben Sie gesund.
In diesem Sinne: ¡Hasta la vista!

Ihre Eberhardt-Reisebegleitung
Carina Schmidt

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