Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Rundreise Andalusien – der Zauber Spaniens

Reisebericht: 04.05. – 11.05.2026

1001 Nacht – wir haben sie erlebt. Nicht in Arabien, sondern in Andalusien.

Katrin Jähne

Ein Reisebericht von
Katrin Jähne

Flamencoabend im Patio Sevillano in Sevilla – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Altstadt von Cordoba – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Kirche der wichtigsten Schutzheiligen von Ronda – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Altstadt von Ronda – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Garten Generalife, Alhambra, Granada – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Eingangstor zu den Nasridenpalästen, Alhambra, Granada – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Sprengstoffspürhund am Eingang zu den Nasridenpalast, Granada – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Jakobskirche, Malaga – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Kathedrale, Malaga – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Markthalle in Malaga – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Finca Juanito, Malaga – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Überquerung Flugfeld nach der Grenze, Gibraltar – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL)

Anreise

Aus verschiedenen Teilen Deutschlands reisten wir heute an. Am Nachmittag traf sich die gesamte Reisegruppe zu einem ersten Kennenlernen und einem gemeinsamen Erkundungsgang durch die Stadt.
Unser erster Weg führte uns zu den Setas – den „Pilzen" von Sevilla. Einige Mitreisende entschieden sich, hoch hinauf zum Aussichtspunkt zu fahren, andere zog es zum Plaza de España. Also spazierten wir weiter kreuz und quer durch Sevillas Gassen, bis wir schließlich diesen beeindruckenden Platz erreichten. Die Schrittzähler unserer Handys tanzten Tango 😉.
Zurück im Hotel war jedoch noch lange keine Nachtruhe angesagt – im Gegenteil! Wir machten uns erneut auf den Weg, diesmal zum Abendessen im Restaurant Casa Roman im jüdischen Viertel. Bei Tapas und Getränken wurden wir kulinarisch verwöhnt.
Und da wir heute ohnehin schon bestens in Übung waren, spazierten wir nach dem Abendessen zu Fuß zurück ins Hotel.
Ein gelungener erster Reisetag neigte sich seinem Ende entgegen.

Sevilla zu Fuß – Schritt für Schritt verliebt

Entspannt trafen wir uns am Morgen mit unserer Stadtführerin Pilar in der Hotellobby. Noch schnell die Audiogeräte verteilt – und schon war die Tour eröffnet. Pilar zeigte uns nicht nur ihre Stadt, sondern öffnete uns auch die Tür zu ihrem schier unerschöpflichen Wissensschatz. Eine wandelnde Sevilla-Enzyklopädie, die dabei nie aufhörte zu strahlen.
Durch das malerische jüdische Viertel spazierten wir zum prachtvollen Alcázar. Nach einer kurzen Wartezeit – die Vorfreude stieg mit jeder Minute – öffneten sich die Tore zum Königspalast. Und was uns dahinter erwartete, ließ so manchen Mund offen stehen: ein wunderschöner Palast und ein traumhaft angelegter Park, der Augen und Sinne gleichermaßen verwöhnte.
Nur wenige Schritte vom Alcazar entfernt befindet sich die Kathedrale, die groß und prächtig im Herzen Sevillas thront – als hätte sie nie vorgehabt, sich von irgendetwas beeindrucken zu lassen. Auch ihr Inneres hielt, was die imposante Fassade versprach: pure Pracht vergangener Zeiten. Impossant auch das Grabmal von Kolumbus, welches vier monumentale Sargträger zeigt, die die historischen Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra symbolisieren. Ob in dem doch recht großen Sarg überhaupt irgendwelche Überreste von Kolumbus liegen... keiner weiß es so genau.
Nach der Besichtigung verabschiedeten wir uns herzlich von Pilar, die uns mit viel Liebe und Leidenschaft die Geschichte ihrer Stadt näherbrachte. Gracias, Pilar – du warst unschlagbar!
Einige unserer Reisegruppe erklommen noch mit mir den 104 m hohen Glockenturn der Kathedrale, die Giralda. Ursprünglich eigentlich als Minarett der Hauptmoschee erbaut. Wir merken so langsam, die spanische, und speziell die Andalusische Geschichte ist sehr eng mit der maurischen verknüpft.
Nun gehörte die Stadt ganz uns. Ob beim Mittagessen in einem der zahlreichen Restaurants, bei einer Bootsfahrt auf dem Guadalquivir, einer Kutschfahrt durch die Altstadt, oder die wunderschöne und impossante Plaza de España – Sevilla hatte für jeden das passende Programm parat. Die Stadt macht es einem wirklich nicht schwer, sich in sie zu verlieben.
Am Abend brachte uns unser Busfahrer Álvaro zum Patio Sevillano – einer Flamenco-Bar. Anderthalb Stunden lang erlebten wir andalusische Leidenschaft in ihrer reinsten Form: Stampfen, Drehen, Feuerfunken in den Augen.
Zurück im Hotel noch schnell zu Abend gegessen – und mit einem Kopf voller wunderschöner Bilder sanft ins Kissen gesunken.

Córdoba – Andalusiens schönstes historisches Durcheinander

Heute zog es uns nach Córdoba. Über die mächtige Puente Romano – die imposante römische Brücke über den Guadalquivir – gelangten wir in die Altstadt. Unser Ziel: die Moschee. Oder die Kathedrale. Oder eben die Kathedralenmoschee. Eigentlich alles davon gleichzeitig. Denn genau das macht die berühmte Mezquita-Catedral de Córdoba so besonders: ein Bauwerk, das Römer, Mauren und Christen einfach gemeinsam in die Geschichtsbücher geschrieben haben.
Wie schafft man es, aus einer Moschee eine Kirche zu machen, ohne dieses wundervolle Bauwerk zu zerstören? Ganz einfach: Man baut mittendrin, auf den Gebetsplatz der Moschee eine Kathedrale. Groß, mächtig und mit der Bescheidenheit eines Weltherrschers. Denn selbst die Reconquistadores – die Rückeroberer – waren von der Schönheit der Moschee so verzaubert, dass sie es nicht übers Herz brachten, sie dem Erdboden gleichzumachen.
Dabei ist dieses Bauwerk auch ein bemerkenswertes Paradebeispiel frühen Recyclings: Die Mauren bedienten sich kurzerhand der Hinterlassenschaften der Römer und verbauten die Säulen alter Tempelanlagen – die ohnehin ungenutzt in der Gegend standen – einfach in ihre Moschee. Nachhaltig war man also schon damals.
So entstand diese einzigartige Moschee-Kathedrale, die uns noch heute innehalten und staunen lässt. Das Verrückteste daran: Von Raum zu Raum wechselt man gefühlt in ein anderes Jahrhundert – ein Zeitreise-Erlebnis der besonderen Art.
Nach so viel Geschichte ging es weiter – natürlich mit noch mehr Geschichte 😉.
Wir spazierten durch das jüdische Viertel der Altstadt, vorbei an engen Gassen und blumengeschmückten Patios in allen Farben des Regenbogens.
Schließlich erreichten wir wieder den Ausgangspunkt unserer Führung und verabschiedeten uns herzlich von Maria, unserer charmanten örtlichen Reiseleiterin. Zu diesem Zeitpunkt meldete sich bei allen ein leises, aber unmissverständliches Hungergefühl. Zum Glück wartete bereits ein gedeckter Tisch auf uns – im Restaurant „Bodegas Mezquita", direkt um die Ecke.
Wir wurden mit lokalen Tapas verwöhnt. Was auf den ersten Blick überschaubar wirkte, hatte es kulinarisch ganz schön in sich – und so kämpfte die eine oder andere tapfere Seele am Ende heldenhaft darum, keinen Teller stehenzulassen. Der Nachtisch? Der musste natürlich trotzdem noch irgendwie reinpassen. Ehrensache.
Nach etwas Freizeit – genutzt für das ein oder andere Souvenir und einen letzten Blick auf Córdoba – machten wir uns auf den Rückweg nach Sevilla. An uns vorbei zog wieder ein Meer an Olivenbäumen.
Zurück in der Stadt, durfte dann jeder selbst entscheiden, wie der letzte Abend in der andalusischen Hauptstadt ausklingen sollte. Unser Busfahrer bot uns die Wahl: entweder schon am Torre del Oro aussteigen und noch einmal durch die Altstadt schlendern – oder direkt zurück ins Hotel, um den Abend entspannt auf unserer schönen Dachterrasse mit Pool ausklingen zu lassen. Für jeden war das Passende dabei.

Ronda – Andalusiens dramatischste Aussicht

Heute hieß es, Koffer in den Bus und weiterreisen. Unser heutiges Endziel: Torremolinos an der Costa de Sol, der Sonnenküste. Aber natürlich fahren wir nicht direkt ans Meer, sondern nutzen auch diesen Tag, um eine andere wunderbare Stadt zu erkunden - Ronda. Eine Stadt, die wahrlich am Abgrund gebaut wurde. Tief hat sich der Fluss Tajo ins Gestein geschnitten.
Aber erst einmal treffen wir auf Daniel, unseren örtlichen Reiseleiter für Ronda. Mit jeder Menge Fachwissen, trockenem Humor und gefühlt hundert Geschichten im Gepäck führte er uns durch die verwinkelte Altstadt. Dabei ging es nicht nur um schöne Aussichtspunkte und alte Mauern, sondern auch um die Ursprünge des Stierkampfes und die große Rolle der Religion in Andalusien.
Für die einen ist der Stierkampf pure Tierquälerei, für die anderen Tradition. Daniel machte dabei schnell klar: Die Geschichte dahinter ist deutlich älter, als man denkt. Wer glaubt, der Stierkampf sei eine rein spanische Erfindung, liegt nämlich ordentlich daneben. Schon im minoischen Kreta sprangen mutige Akrobaten über Stiere – vermutlich nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Und im Römischen Reich liebte man ohnehin alles, was laut, gefährlich und möglichst spektakulär war: blutige Tierhetzen inklusive. Selbst aus der Zeit der arabischen Herrschaft im 10. Jahrhundert gibt es Berichte über Kämpfe mit wilden Stieren und anderen wilden Tieren.
Hier in Spanien wurden allerdings das erste Mal Regeln des Kampfes aufgestellt, die noch heute gelten, und daher wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass der Stierkampf hier entstanden ist.
Weiter ging es Richtung Abgrund – im wahrsten Sinne des Wortes. Die „neue" Brücke, im 18. Jahrhundert in bemerkenswert entspannten drei Jahren erbaut, überquert in 98 Metern Höhe den Fluss Tajo, der die Stadt Ronda selbstbewusst in zwei Hälften teilt. Der Fluss hat sich hier geduldig fast 200 Meter tief in den Kalkfelsen gegraben – ein atemberaubender Anblick, bei dem man unweigerlich einen kleinen Schritt zurücktritt.

Daniel führte uns anschließend in eine kleine Kirche, die die Hauptschutzheiligen von Ronda beherbergt – Nuestra Señora de la Paz. Was von außen bescheiden und unscheinbar wirkte, entpuppte sich im Inneren als wahres Kleinod: ein reichgeschmückter Altar und kunstvoll verzierte Heiligenfiguren, wohin das Auge auch blickte. Da unser Daniel nicht nur ein abgeschlossenes Geschichtsstudium, sondern auch ein Theologiestudium vorweisen konnte, fiel es ihm sichtlich leicht, uns die tiefe religiöse Verbundenheit der Andalusier auf ebenso kenntnisreiche wie unterhaltsame Weise näherzubringen.
Weiter schlenderten wir durch enge Gassen zur Kirche Santa María la Mayor, die von vielen auch als Kathedrale bezeichnet wird. Neben der einmal mehr beeindruckenden Baukunst beherbergt sie ein bemerkenswertes modernes Wandgemälde des letzten Abendmahls – mit einer ungewöhnlichen Note: Sämtliche Teilnehmer und Apostel sind hier als Frauen dargestellt. Die Reaktionen der Besucher reichen von „absolutes Juwel und Höhepunkt der Kirche" bis hin zu „nun ja … sehr gewöhnungsbedürftig“. Wie immer in der Kunst scheiden sich die Geister – und das ist ja auch gut so.
Die Zeit verflog wie immer viel zu schnell, und so hieß es, Abschied von Daniel zu nehmen – aber selbstverständlich nicht, ohne dass er uns zuvor noch großzügig mit Restaurantempfehlungen und Freizeittipps versorgt hatte.
Bevor es dann an die Costa del Sol weiterging, probierten wir aber noch eine kleine, aber feine lokale Spezialität: die Yemas del Tajo – kleine Kugeln aus Eigelb und Zucker.
Auf der Fahrt nach Torremolinos ließen wir die Eindrücke des Tages sacken, die Gedanken schweifen – und freuten uns einfach auf das Meer.
Im Hotel erwartete uns dann ein reich gedecktes Buffet – und wie in einem Strandhotel üblich – ein gut besuchtes Abendprogramm, das für die passende Urlaubsstimmung sorgte.

Granada – oder: Willkommen in Arabien

Voller Vorfreude fuhren wir heute nach Granada. Auf uns wartete die Alhambra – oder al-Qual'a al-hamrā, „die rote Festung", wie sie von den Arabern genannt wurde – eine der bedeutendsten Stadtburgen der Welt und ein Meisterwerk maurischer Architektur. Eine Mischung aus Festungsanlagen, Palästen und wunderschönen Gärten, die bei jedem sofort das Gefühl wachrief, mitten in einer Geschichte aus 1001 Nacht zu sein.
Doch zunächst trafen wir auf Pedro, unseren heutigen Reiseführer, der uns die nächsten Stunden durch die wunderschöne Gartenanlage Generalife (Jannat al-arif) – Sommerpalast und Landsitz der nasridischen Sultane – führte. Natürlich wusste er immer genau, wo die besten Hotspots für „das" perfekte Foto zu finden waren. So wanderten wir durch ein Meer aus Rosen, vorbei an plätschernden Springbrunnen und in kunstvollen Formen geschnittenen Zypressen – und versuchten dabei unablässig, diese Pracht im Bild festzuhalten. Im Hintergrund schlich sich dabei natürlich immer wieder der Palast ins Bild.
Schließlich war unsere Eintrittszeit gekommen. Pünktlich auf die Minute durften wir den Palast betreten – nicht eine Sekunde früher! Am Eingang erwartete uns diesmal „nur" eine ganz normale Taschenkontrolle – allerdings mit einem vierbeinigen Kollegen, der ein ausgesprochen feines Näschen für alles hatte, was dort nicht hineingehört.
Auch im Inneren wussten wir schlicht nicht, was wir zuerst fotografieren sollten. Wobei eines schon vorab gesagt sei: Kein Bild der Welt wird je die wahre Schönheit dieses Bauwerkes wirklich einfangen können. Man muss es einfach selbst erlebt haben.
Alles hat ein Ende - so auch unsere Führung. Doch wir hatten noch etwas Zeit, die Altstadt von Granada auf eigene Faust zu erkunden. Und auch hier: Wer nicht wüsste, dass er sich in Spanien befindet, könnte glatt meinen, durch die Souks von Marrakesch zu schlendern. Maurisches Flair trifft spanischen Lifestyle – oder ist es doch umgekehrt?
Schließlich hieß es: Adiós Granada! Doch nach so viel maurischer Geschichte durfte die Kulinarik natürlich nicht zu kurz kommen. Also probierten wir vor der Abfahrt noch schnell Baklavas – süß, buttrig und reichlich mit Nüssen gefüllt. Ein letzter kleiner Gruß aus Arabien, sozusagen.
Im Hotel wartete dann bereits ein gedeckter Tisch auf uns – und natürlich auch das Abendprogramm. Heute wieder feurig: mit Flamenco!

Málaga – zwischen Stadtbummel und Juanitos Finca

Nach einer sehr kurzen Fahrt – quasi nur um die Ecke vom Hotel – erreichten wir Málaga. Groß, modern und ausgesprochen lebendig.
Am Eingang zum Hafengelände stieg unser heutiger Reiseführer Francisco zu uns in den Bus. Gemeinsam erkundeten wir die Stadt zunächst fahrend. Erste Station: der Leuchtturm, der in Málaga kurz und knackig einen weiblichen Namen trägt – La Farola. Anschließend schlängelten wir uns hinauf zum Aussichtspunkt Gibralfaro, von dem aus sich eine grandiose Aussicht auf die Stadt, das Meer und die Stierkampfarena bot. Auf der Straße der Katholischen Könige ging es wieder hinunter – und unser Fahrer bewies dabei einmal mehr seine beeindruckenden Fahrkünste in den engen Gassen. Chapeau!
Nun stiegen wir aus und erkundeten die Stadt zu Fuß. Wir liefen vorbei am Rathaus, am römischen Theater am Fuße der Festung Alcazaba, entdeckten den Geburtsort Picassos und natürlich auch die Kathedrale. Trotz immer wieder einsetzenden Regens ließen wir uns die gute Laune nicht verderben – Regencapes und Schirme wurden kurzerhand gezückt, und weiter ging's. Nach einer kurzen Kaffeepause an einem strategisch äußerst klug gewählten Punkt – Kaffee, Turrón-Laden und Eisdiele in unmittelbarer Nachbarschaft, wie praktisch – besichtigten wir noch die Jakobskirche, auch diese wieder mit viel Prunk und Pracht ausgestattet.
Nach so viel Laufen durfte man sich ruhig etwas gönnen – und zwar die Spezialität von Málaga: Tortas Locas, auch loquitas genannt. Wohl verdient!
Francisco begleitete uns noch bis zur Markthalle, wo wir etwas Freizeit hatten – zum Stöbern in den Geschäften der Stadt oder zum Durchkämpfen durch die Menschenmassen in der Markthalle, um die farbenprächtigen Auslagen der vielen Stände zu bewundern. Beides lohnte sich.
Doch unser Tag war noch längst nicht zu Ende. Im strömenden Regen fuhren wir zu Juanito auf seine Zitrusplantage – und kaum waren wir angekommen, entschied sich die Sonne, uns wieder ein wenig zu beglücken. Wenn Engel reisen… 😇
Mit viel Witz und Charme führte uns Juanito über seine Plantage und ließ uns in Zitronen beißen – und davon hatte er einige Sorten. Unter der Sonne Spaniens gereift, waren sie gar nicht so sauer wie man es gewohnt ist. Saftig, süß und sauer zugleich – eine echte Offenbarung. Und die Orangen! Von denen wollten wir uns am liebsten gar nicht trennen – der Saft sprudelte schon beim Anschneiden heraus. Was haben wir gelacht! Weiter zum nächsten Baum, nächste Sorte, nächste Kostprobe… An diesen Nachmittag und an Juanito mit seinem unbändigen Humor werden wir uns noch lange erinnern.

Gibraltar – wo der Weg in die Stadt quer über die Landebahn führt

Ein letztes Mal hieß es für fast alle: rein in den Bus und los zum fakultativen Ausflug nach Gibraltar!
Zu Fuß ging es über die Landesgrenze. Gibraltar ist anders – spätestens beim Überqueren der Landebahn, um in die Stadt zu gelangen, war uns das mehr als klar.
Zunächst liefen wir zum Casemates Square, wo später unsere Rocktour starten sollte. Hier verabredeten wir einen Treffpunkt und hatten erst einmal Freizeit, um die vielen Geschäfte auf der Einkaufsmeile zu erkunden oder ein spätes Frühstück – beziehungsweise zeitiges Mittagessen – zu sich zu nehmen. Auch heute begleitete uns der ein oder andere Regenschauer. Aber schließlich wollten wir ja eine Prise britisches Flair – und dazu gehört nun einmal britisches Wetter. 😄
Pünktlich trafen wir uns zum Tageshighlight: einer Fahrt auf den Felsen. Auf teils abenteuerlichen Sitzplätzen fuhren wir in flottem Tempo durch die Altstadt. Unser heutiger Reiseführer? Ein USB-Stick. Immerhin – die Informationen kamen in deutscher Sprache. Es ging bergauf zum Europa Point, und wieder hatten wir Glück: Im Vordergrund der Leuchtturm, im Hintergrund die afrikanische Küste.
Weiter ging es hinauf zur St. Michael's Cave – einer absolut imposanten Tropfsteinhöhle, in der mit mystischer Musik und farbigen Lichtern eine wundervolle Atmosphäre geschaffen wurde. Vor der Höhle saß ein sichtlich gelangweilter Affe auf dem Geländer und zeigte keinerlei Interesse an unserer Gesellschaft. Wir haben es verkraftet.
So flott, wie es hinaufging, ging es auch wieder hinunter. Etwas verwundert waren wir allerdings schon, dass unsere Tour bereits beendet sein sollte – schließlich hieß es immer, man solle sich vor „den" Affen in Acht nehmen, und nicht vor „dem" Affen. Unser Fahrer hatte wohl bereits den Duft des Feierabendkaffees in der Nase und dachte sich: Alle Affen sehen doch eh gleich aus. 🐒
Also hieß es: Goodbye England – und Hola España!
In gemütlicherem Tempo fuhr uns unser Busfahrer Gaspar zurück ins Hotel. Noch schnell den Online-Check-in erledigt, und dann trafen wir uns alle ein letztes Mal zu unserem gemeinsamen Abendessen. In geselliger Runde ließen wir auch diesen Tag – und mit ihm eine unvergessliche Reise – gemütlich ausklingen.

Adiós Andalusien – du bleibst in unseren Herzen

Heute war kein Reisetag wie jeder andere. Heute ging es nach Hause.
Ein letztes Mal Café con leche, ein letzter Blick auf das Meer und die Sonne Andalusiens – dann hieß es: Koffer schnappen und ab zum Flughafen. Schon bald saßen wir an Bord und schauten zu, wie Málaga unter uns kleiner und kleiner wurde. Irgendwo da unten: Juanitos Zitronenbäume, die Alhambra, der Tajo-Abgrund und ein Rollfeld, das man einfach mal eben zu Fuß überquert.
Hasta luego, Andalusien. Wir kommen wieder. Versprochen. 🌞


Was bleibt? Der Duft von Orangen. Die Schönheit der Bauten Andalusiens, die kein Foto je wirklich einfangen kann. Und das Gefühl, eine Reise erlebt zu haben, die noch lange nachhallt – genau so, wie es eine richtig gute Reise eben tun sollte.
Behaltet eure Reiselust! Ihr wisst ja: "Reisen ist der schönste Weg, Geld auszugeben und trotzdem reicher zu werden."
Ich würde mich sehr freuen, euch auf einer anderen Reise wiederzusehen. Es gibt noch so viel zu entdecken – packen wir's an!
Eure Katrin 🌞


Kommentare zum Reisebericht