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Reisebericht: Rundreise Inselhüpfen auf den Kanaren

04.04. – 17.04.2019, Rundreise auf den Kanarischen Inseln Teneriffa - La Gomera - La Palma - Gran Canaria

Traum-Inseln im Atlantik: Diese Rundreise führte uns über die Kanarischen Inseln Teneriffa, La Gomera, La Palma und Gran Canaria. Grandiose Vielfalt und kurzfristige Klimaveränderungen durften wir auf den Inseln erleben.

1. Tag, 04. April 2019, Teneriffa, Anreise auf die Kanaren


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Aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands traten wir die Anreise auf die Kanaren an. Der Flug von Berlin ging quer durch Frankreich, dann über die schneebedeckten Pyrenäen, über das spanische Festland, später Portugal mit Lissabon und dann über den Atlantik. Nahe der afrikanischen Küste landeten wir auf der zentralen Insel Teneriffa. Da wir sehr früh gestartet waren blieb noch ein wenig Zeit um in Ruhe auf der Insel anzukommen.
Nach dem vielfältigen Abend-Buffet machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die belebte Playa de Amerikas, wo sich unser Hotel auch befand.

2. Tag, 05. April 2019, Teneriffa, Inselrundfahrt Teneriffa


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Nach einem ausgiebigen Frühstück begrüßte uns unsere örtliche Reiseleiterin. Wir begannen unsere Insel-Rundfahrt in nördlicher Richtung. In Candelaria, ein bekannter Wallfahrtsort, erfuhren wir etwas über die Geschichte der Guanschen und deren Bezirke. Heute ziert der Platz die Basílica de Nuestra Señora de Candelaria aus dem 20. Jahrhundert sehr schön anzusehende Skulpturen der Ureinwohner-Könige. Das aus Nordafrika stammende Berbervolk lebte zu seiner Zeit zwar technologisch noch in der Jungsteinzeit, zeigte aber in der Kultur schon hoch moderne Formen wie wir sie heute kennen. Die Guanschen besaßen damals riesige Hunde, die sie eigentlich als Hütehunde einsetzten, die sich aber auch als gute Kriegshunde erwiesen und die Römer sowie später andere europäische Nationen in Angst und Schrecken versetzten. Durch die großen Hunde der Ureinwohner erhielten die Inseln den beinamen Hundeinseln. Dies spiegelt sich auch noch heute im Wappen wieder.
Von hier ging es dann an Santa Cruz und La Laguna vorbei, bis ins herrliche La Orotava-Tal. In der Altstadt spazierten wir zum Rathaus, wo einmal im Jahr der große Platz mit einem riesigen Sand-Bild ausgelegt wird. Von dort ging es nun die steilen Straßen zum Casa de los Balcones aus dem 17. Jahrhundert hinauf. Wir vollendeten unsere Runde in La Orotava an einigen weiteren historischen Gebäuden sowie an der Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción.
Zum Mittag ging es in die Hafenstadt Puerto de la Cruz, welches ziemlich kanarisch ist, da die Einheimischen eher hier zu Hause sind als im Süden, wo man mehr Hotelpaläste findet als Wohnungen. Frisch gestärkt spazierten wir an der Promenade entlang und sahen die Meeresschwimmbecken des Kanaren-Architekten César Manrique, die kleine Kapelle Ermita de San Telmo, das Rathaus, den alten Hafen an der Playa del Muelle, die Fischfrau und einiges mehr.
Die Inselrundfahrt führte uns weiter in den Nord-Osten der Insel. Am sogenannte „Schwänzchen der Ente", in Icod de los bewunderten wir den ältesten Drachenbaum der Kanaren und einige andere interessante Pflanzen. Der Drachenbaum, mit einer Vielzahl an Verzweigungen und alter, knorriger Luftwurzeln, macht er einen sehr ehrwürdigen Eindruck.
Am Mirador de Garachico nutzten wir die Gelegenheit für ein Barraquito und sahen uns die 1706 vom Vulkan verschluckte Stadt von oben an, die in den Jahren danach wiederaufgebaut wurde.
Als nächstes hielten wir bei Los Gigantes und staunten über die Steilklippen der Küste, die hier rund fünf bis sechshundert Meter ins Meer abfallen. Doch am nächsten Tag wollten wir uns diese noch etwas genauer anschauen...

3. Tag, 06.04.19, Teneriffa, Garachico, Masca und Los Gigantes


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Ein Teil der Gruppe begab sich heute in den nord-östlichen Teil von Teneriffa. Als erstes fuhren wir nach Santiago del Teide und sahen uns dort die kleine Kirche an. Von dort ging es die Berge hinauf. Auf rund 1.117 Metern legten wir einen Fotostopp ein und konnten das Tal mit Santiago del Teide noch einmal von oben sehen. Es folgte Erjos, El Lagarito, El Tanque, bis wir schließlich nach Garachico kamen. Wir sahen uns die Plaza Juan González de la Torre an, wo auch noch das alte Hafentor zusehen war, das den Lavastrom überstranden hatte. Wir liefen den Berg hinauf zum Platz der Freiheit, wo auch Simon Bolivar ein Denkmal gesetzt bekommen hatte. Bei unserem Besuch durfte natürlich auch nicht die alte Mühle fehlen, die als einziges Gebäude die Naturkatastrophe von 1706 überstand. An dieser Stelle war auch die mächtige Brandung des Meeres sehr beeindruckend. Am Auswandererdenkmal fuhren wir vorbei und verließen den Ort. Über Los Silos ging es wenig später schon ziemlich steil und kurvig die Berge hinauf. Wir fuhren ins Teno-Gebirge nach Masca. Vom Mirador Hilda sahen wir das kleine Dorf erstmalig. Wir fuhren mit dem Bus ans Zentrum heran wo wir dann weiter zu Fuß die steilen Wege hinunter krackselten. In der alten Schule von Masca wurden uns ein paar Köstlichkeiten des Dorfes serviert.
Im Anschluss verließen wir das kleine Dorf mit seinem wunderschönen Panorama wieder und nahmen die nächste Etappe in Anlauf. Weitere unzählige, engverwundene Straßen standen uns bevor. Auch die sogenannten Beruhigungsblöcke nahmen einem kein bisschen die Anspannung. Dennoch, diese phänomenale Bergpanorama war einfach zu schön! Und unserer Busfahrer leistete auch hervorragende Arbeit, indem er uns souverän durch die schmalen Kurven brachte und zahlreiche Mietwagenfahrer koordinierte, die oft am verzweifeln waren...
Wir kamen dann nach Los Gigantes, wo wir im Hafen das Piratenschiff der Flipper Uno bestiegen. Ein paar Leute gingen gerade von Bord, als wir den Kai erreichten. Die Mannschaft schwang noch fleißig den Wischmopp. Das Schiff sah und wieder wie neu aus und war bereit für unseren Turn. Rauf auf die stürmische See! Die Crew verteilte gratis Bier und Wein und heiterte die Stimmung schon mal etwas an. Der Wellengang war wirklich enorm. Wir schipperten unter der riesigen Felswand der Los Gigantes entlang. Immer wieder schwabte eine Welle so stark an den Bug, dass ein Schwall Wasser über das ganze Schiff verteilt wurde und alle gehörig nass machte. Doch alles nahmen es mit Humor und ließen sich von der Sonne und dem Wind trocknen, bis der nächste Schwung Wasser einen übergoss. Schließlich kamen wir an der Punta de Teno an, wo auch ein Leuchtturm auf dem Felsen stand. Dort sahen wir zwei Tümmler Delphine im Wasser schwimmen. Doch leider tauchten sie immer wieder ab und wir bekamen sie nur aus der Distanz zu sehen. Der Wellengang war noch immer enorm stark – es war wirklich ein Wunder das niemandem schlecht geworden ist.
Am Ausgang der Masca-Schlucht legten wir noch einen kurzen Bade-Stopp ein und schipperten dann in den Hafen von Los Gigantes. Von dort kehrten wir ins Hotel an Playa de las Américas zurück.

4. Tag, 07.04.19, Teneriffa, grüner Norden – Anaga-Gebirge und Mercedes-Wald


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An diesem Morgen fuhren wir in den Norden der Insel. Gisela führte uns als erstes durch die grüne Lunge der Hauptstadt, dem Parque Garcia Sanabria. Eine fast sieben Hektar große Parkanlage mit vielen Pflanzen, idyllischen Wegen und einem Brunnen. Von diesem schönen Garten aus gingen wir zur Plaza del Príncipe, vorbei am Chicharito-Denkmal bis zur Markthalle von Santa Cruz. Dabei überquerten wir die Puente Serrador, die den Barranco de Santos überbrückt. Auf dem Markt genossen wir die tolle Atmosphäre, sahen die prall gefüllten Fisch-, Fleisch- und Gemüse-Theken sowie Obst-Stände an. Wir schleckten ein Eis oder genossen ein Espresso. Nach dem Besuch des Mercado Municipal Nuestra Señora de África La Recova ging es durch das futuristische Gebäude der Bibliothek zur Plaza Europa und dort schauten uns die Iglesia de la Concepción an. Den Abschluss unserer Santa Cruz Besichtigung machte die Plaza de España, an der wichtige Gebäude und Monumente stehen.
Nun kamen wir dem Gebirge schon ein Stück näher. Am Strand von Las Teresitas machten wir eine kurze Pause, dann schraubten wir uns die Serpentinen hinauf. Wir fuhren durch den ländlichen Naturpark des Anaga-Gebirges. Durch den Tunnel de Anaga gelangten wir auf die andere Seite der Ente. Wir sahen das Dorf Taganana von oben und schlängelten uns allmählich wieder nach unten an die Küste. Zum Mittagessen kehrten wir in das Casa Africa ein und ließen uns von einheimischen Spezialitäten begeistern. Nachdem wir gut gegessen hatten, blieb uns noch Zeit um das spektakuläre Gebirgspanorama und die rauschende Brandung zu genießen.
Weiter fuhren wir in den Wald des Parque Rural de Anaga. Hier war es nun wieder ein bisschen frischer. Am Cruz del Carmen hatten wir aber Glück! Der Wald, der überwiegend in einer dichten Nebelwolke verschleiert ist, ließ uns an diesem Tag freie Sicht. Mit grandioser Aussicht konnten wir ganz La Laguna sehen und sogar die Spitze vom Teide blickte aus ein paar leichten Wolken heraus. Dennoch gab es einen Temperaturunterschied von Küsten- zu Bergregion von etwas mehr als zehn Grad Celsius.
Zum Ende unseres Ausfluges sahen wir uns die historische Altstadt von San Cristóbal de La Laguna an. Wir starteten an der Plaza de Adelantado und schlenderten die Calle Herradores, an der einige historische Gebäude stehen, nach vorn zur Iglesia de la Concepción.
Zurück im Hotel angekommen konnten wir uns schon langsam auf das Abendessen vorbereiten. Wieder einmal standen viele Leckereien zur Auswahl.

5. Tag, 08. April 2019, Teneriffa, Vulkan Teide und Weinverkostung


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Es ging nach ganz oben! Am Morgen fuhren wir mit dem Bus über das Örtchen Chio zum Nord-Ost Eingang in den Nationalpark El Teide. Auf unserem Weg begleitete uns eine unbegreifliche Lava-Landschaft die von steinbrechenden Kanarischen Kiefern bewachsen ist. In einigen Aussichtspunkten machten wir halt um diese erstaunliche Natur mit der Kamera einzufangen. An den Roques de García war erstaunlicherweise keine Menschenseele. Unsere Gruppe war ganz allein an den beliebten Felsen, die phantasievolle Gestalten verstecken. Von hier hatten wir einen schönen und klaren Blick auf den Gipfel des Teide. Nun wollten wir dem höchsten Berg Spaniens aber noch ein Stück näherkommen. Mit der Seilbahn ging es hinauf – von der Talstation, die sich auf 2.356 Meter befindet, bis auf 3.555 Meter über dem Meeresspiegel, 163 Höhenmeter unterhalb des Teide-Gipfels. Leider konnten wir uns nicht sehr weit dort oben bewegen, da alle Wege wegen Eis und Rutschgefahr gesperrt waren. Aber trotzdem hatte sich die Auffahrt gelohnt. Es war eisig-kalt dort oben und des zog ein kräftiger Wind. Es war nicht alles unter uns bewölkt, sodass wir sogar bis an die Küste sehen konnten. Etwas weiter hinten in den Wolken steckte ein großer dunkler Fleck. Wir sahen sogar Gran Canaria aus der weißen Wolkendecke herausgucken.
Da wir uns aber nicht viel bewegen konnten fuhren wir schon etwas früher wieder nach unten. Nachdem wir alle Gäste wieder eingesammelt hatten, fuhren wir ins Besucherzentrum des Nationalparks, wo wir noch einiges Wissenswertes über die Entstehung der Kanarischen Inseln lernten. Der Teide-Geist berichtete uns. Wir verweilten noch ein wenig auf dem Hochplateau und stärkten uns im Restaurant Bamby. Wenig später stapften wir über den Mond – beinahe. In Wirklichkeit war es ein ockerfarbenes Basalt-Feld unterhalb des Teide. Aber sah schon ziemlich genau so aus wie auf dem Mond, zumindest unserer Vorstellung nach.
Am Schuh der Königin vorbei ging es wieder einige Meter nach unten, bis nach Vilaflor. Wir sahen uns die örtliche Kirche an und durften sogar den Natternkopf bestaunen. Die endemische Pflanze wächst nur hier auf der Insel und gilt als ein Wahrzeichen des Nationalparks El Teide.
Zum Abschluss des Tages kehrten wir in die Bodega Reverón ein und verzehrten ein paar Schluck Wein, leckeren Käse, Almogrote und Oliven.

6. Tag, 09.04.19, La Gomera, Tal des großen Königs – Valle Gran Rey


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Am Morgen wurden wir zum Hafen von Los Christianos gebracht. Mit der Fähre von Armas schipperten wir zur Nachbarinsel La Gomera.
Auf La Gomera begrüßte uns Andrea. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel untergebracht hatten, fuhren wir die steilen Serpentinen hinauf. Wir hatten großes Glück. Vor ein paar Tagen gab es noch einmal Regen auf der Insel. Womöglich der letzte für dieses Jahr. Aber durch das wenige Wasser erstrahlten die Hänge im saftigen Grün. Die überwiegenden Wolfsmilchgewächse waren sehr schön ergrünt. Eines der ersten Highlites des heutigen Tage war der Ausblick auf die los Roques. Die alten Vulkanschlote ragten wie Tempel in Richtung Himmel. Die Sicht war absolut klar. Schon bei den Ureinwohnern galten die Felsen, wie der Roque de Agando, als heilig und wurden als eine Art Tempel verwendet und auch als Reifeprüfung für junge Männer. Wir besuchten den Mirador Igualero und das Töpferdorf Chipude in unserem weiteren Reiseverlauf. Zum Mittag ging es in das Tal des Königs – das Valle Gran Rey. Ein paradiesischer Ort wo sich auch schon manch ein Aussteiger niedergelassen hat. In den urigen Lokalen an der Promenade fanden wir leckere Speisen aus der gomerischen Küche. Wir fuhren nach dem Essen weiter, in den Hafen und anschließend wieder die Berge hinauf. Am Aussichtspunkt Mirador del Palmarejo konnten wir den Weitblick über das gesamte Tal genießen.
Abends wurde uns ein Menü im Hotel serviert.

7. Tag, 10.04.19, La Gomera, Nordosten & Nationalpark Garajonay


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Nach der Übernachtung im Torre del Conde, unserem Hotel in San Sebastian de La Gomera, mussten wir leider schon wieder die Koffer packen. Denn am Abend sollten wir diese ruhige Insel schon wieder verlassen. Auf dem Weg auf die andere Seite der Insel durchquerten wir wieder den Nationalpark Garajonay. Wir fuhren anschließend wieder bergein und hielten in einer landestypischen Bäckerei, naschten ein paar hausgemachte Kekse und frischen Kaffee. Dabei durchquerten das Tal von Hermigua. Am Mirador de la Punta hielten wir Aussicht auf die Küste und die zahlreichen Bananenplantagen. Auf der anderen Seite des Berges kamen wir in das Dorf Agulo. Wir schlenderten durch das alte Dorf, dass mit seinen schönen, meist liebevoll restaurierten Häusern, der kleinen Kirche und den urigen Gassen imponierte. Zum Mittagsessen ging es zum Mirador de Abrante. Ein Aussichtspunkt über Agulo, der direkt an den Klippen erbaut wurde. Nach dem Essen demonstrierte uns der Kellner und der Koch die berühmte Pfeifsprache der Gomeros, die auch zum UNESCO-Kulturerbe gehört – El Silbo. Die Reise ging weiter und wir sahen uns das Besucherzentrum des Nationalparks Garajonay an und erfuhren dort noch einige weitere wissenswerte Dinge über die Insel. Der nächste Stopp hieß Mirador de Vallehermoso. Dort konnten wir, wie der Name schon sagt, in das wunderschöne Tal blicken, dass sich auf der Nordseite der Insel befindet. Am Ende unserer heutigen Inselrundfahrt durften wir noch in den zauberhaften Lorbeerwald bei der Laguna Grande eintauchen. Vermooste Bäume und sich windende Äste geben ein interessantes Schauspiel, die sich bei stetig ändernden Lichtverhältnissen wandeln. Auch der Waldboden, der in einem satten Lila erstrahlte, war wunderbar anzusehen. Dies war durch die Blüte des Kanaren-Storchschnabel hervorgerufen. Dann kehrten wir der Laguna Grande, die sich in der Mitte von Gomera befindet, wieder den Rücken und fuhren ins Tal nach San Sebastian zurück. Als nächstes Stand die Besichtigung der kleinen Stadt mir ihrem „Columbus-Weg" auf dem Programm.
Nach dem Abendessen spazierten wir in den Fährhafen der Insel. Von der Kaimauer hielten wir Ausschau auf unser Schiff. Mit etwas Verspätung legte es im Hafen an und wir konnten sogleich an Bord gehen. In der Dämmerung verließen wir den Hafen von San Sebastián und erreichten spät am Abend unser Hotel auf La Palma im Ort Cancajos.

8. Tag, 11. April 2019, La Palma, Der Süden von La Palma – Salz und Vulkane


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Insel Nummer drei auf unserer Reise – La Palma. Mit Rudi, unserem örtlichen Reiseleiter, ging es am Morgen in Richtung des Nationalparks. Bevor wir in den bewaldeten Teil des Nationalparks auffuhren, bestattetet wir dem Besucherzentrum einen Besuch ab. Dort hatte man die Möglichkeit einige Informationen visuell veranschaulicht zu bekommen. Innerhalb des Parks, in dem man nur mit einer Genehmigung hineinfahren darf, am Aussichtspunkt La Cumbrecita, machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Kiefernwald. Die Luft war herrlich klar und die Sonne wärmte uns das Gesicht. Nach ein paar Meter rauf und runter kamen wir am Aussichtspunkt Lomo de Las Chozas an. Wir konnten den Wald und die unglaubliche Ruhe genießen.
Als nächstes führte uns die Reise in den Süden der Insel. Schließlich erreichten wir die Saline von Fuencaliente. Hier wird aus dem Meerwasser kostbares Salz gewonnen. Es ist die letzte kommerzielle Saline der Kanaren. Über mehrere Becken hinweg lässt man das Meerwasser immer weiter verdunsten, sodass der Salzgehalt des Wassers ansteigt. Am Ende des Prozesses ist der Salzgehalt so hoch, dass man es abschöpfen kann. An der Saline legten wir auch unseren Mittagsstopp ein, und konnten uns dann frisch gestärkt den „kürzlich" ausgebrochenen Vulkanen widmen.
Am Besucherzentrum des Vulkan San Antonio konnten wir auf dem Kraterrand des Vulkans entlang spazieren. Wir gelangten bis zu einem Aussichtpunkt. Von diesem konnte man noch einen weiteren Vulkan sehen – der Teneguia-Krater. Er gehört zu den jüngeren auf der Insel aus dem Jahr 1971. Von oben sah man, wie die dunkle schwarze Lava aus der Erde floss, in der Ferne war auch die Saline zu erkennen.
Unser nächstes Ziel lag in der Mitte der Insel La Palma. In der Nachbarschaft von Monte Pueblo, wo sich die Keramik-Werkstätten von Don Ramon befinden, sahen wir die traditionelle Fertigung von Tongefäßen und Keramik im allgemeinen, wie es einst schon die Ureinwohner taten. Die Herstellung erfolgt dabei ohne die Verwendung einer Töpferscheibe, denn das war den Ureinwohner nicht bekannt. Alles wird von Hand geknetet, geschliffen, geschabt und geschnitzt sowie poliert. Eine äußerst aufwändige Arbeit, die das Erbe der Ureinwohner schützen soll.
Wir verließen die Werkstatt von Don Ramon und fuhren weiter zum Aussichtspunkt Mirador de la Concepción, der sich über Santa Cruz befindet. Von dort führte uns unsere Rundreise in den Wallfahrtsort Las Nieves, wo wir die Kirche der heiligen Señora de Las Nieves, also der Jungfrau vom Schnee, besichtigten. Außen ist sie relativ schlicht, doch innen wunderschön dekoriert und ausgeschmückt und mit 1.800 Kilogramm mexikanischem Silber verziert. Zum Abschluss des Tages machten wir einen Stopp im Zentrum von Santa Cruz, an einer Nachbildung des Columbus-Schiffes Santa Maria und dem Denkmal der Enano-Zwerge, die alle fünf Jahre zum legendären Inselfest Bajada de la Virgen de las Nieves tanzen...

9. Tag, 12. April, La Palma, Observatorien – Roque de los Muchachos


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Wir fuhren mit dem Bus nach Santa Cruz, Hauptstadt La Palmas. Wir begannen die in der O´Daly Straße. Wir schlenderten die historische Straße hinauf, sahen uns den Palacio Salarsar aus dem 17. Jahrhundert an und kamen zur Plaza España, wo auch das Rathaus und die Kirche Matriz de El Salvador liegen. Im Rathaus sahen wir uns die Wandmalerei an, die das wesentliche Leben der Kanarios in der Vergangenheit wiederspiegelt. Dann ging es zur Markthalle von wo aus wir wieder an den Hafen gingen.
Wir verließen die Küste und es ging nach oben! Von nahezu null Metern über dem Meeresspiegel fuhren wir mit dem Bus die schmale und kurvige Straße aufwärts. Wir passierten mehrere Klimazonen auf unserem Weg zur Spitze auf 2.426 Metern – Roque de los Muchachos. Das Wetter dort oben war perfekt! Klare Sicht und praller Sonnenschein. Von unten zogen langsam Wolken auf, dennoch konnte man bis in die Küstengebiete blicken. Ein wirklicher Höhepunkt der Reise war aber auch der Anblick der Teleskope und Sternwarten, die dort oben Milliarden-Schwer errichtet wurden. Interessant waren auch die neuen MAGIC-Teleskope, die keine Schutzhülle besitzen. So konnten wir einen guten Eindruck erlangen, wie es wohl unter den riesigen Kuppeln der Gebäude aussieht. Ziemlich „abgespaced" dort oben kann man da nur sagen.
Gegen Mittag fuhren wir in nord-westlicher Richtung nach Punta Gorda. Im Restaurante Parrillada Pino de La Virgen fanden wir ein nettes Plätzchen in der Sonne und die Wirtschaft brachte uns leckere kanarische Speisen auf den Tisch.
Zum Abschluss unserer Inselrundfahrt auf La Palma ging es zum Mirador El Time, wo wir noch mal die Gelegenheit auf einen leckeren Barraquito hatten. Mit Blick über Los Llanos, Tazacorte und den Süd-Westen der Insel konnten wir die letzten Momente genießen.
Am Abend stand uns das genüssliche Buffet des H10-Hotels zur Verfügung. Anschließend nahmen wir unsere Koffer aus dem Gepäckraum und es ging zum nahegelegenen Flughafen. Mit der Binter-Propeller-Maschine flogen wir auf die gut 240 Kilometer entfernte Insel Gran Canaria, wo wir am späten Abend ankamen. Glücklicherweise war der folgende Tag mit Freizeit vorgesehen, so dass wir nicht zu früh aufstehen mussten und uns von den erlebnisreichen Tagen erholen konnten.

10. Tag, 13.04.19, Gran Canaria, Freizeit auf unserer vierten Insel


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Der heutige Tag stand zur freien Verfügung. Da wir im Süden der Insel Gran Canaria untergebracht waren, nahe Maspalomas und der Playa de Inglés, war es natürlich praktisch den großzügigen Sandstrand zu nutzen. Entweder wanderte man die kilometerlangen Dünen entlang oder machte es sich am Strand bequem. Ein Tag um die herrliche, kanarische Sonne auszunutzen.
Am Abend traf sich die Reisegruppe zum Buffet und genoss die leckeren Speisen, die das Hotel Caserio bereitstellte.

11. Tag, 14.04.19, Gran Canaria, Süd-Osten von Gran Canaria


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Am Morgen fuhren wir zu den Dünen von Maspalomas. Vom Hotel Santa Mónica spazierten wir die sandwüstenartige Formation entlang und genossen die Morgensonne.
Wenig später fuhren wir mit dem Bus die Küstenstraße zum Ferienort Puerto Rico entlang. Ein Barranco aus Beton – dicht an dicht sind hier die Hotels gebaut. Von einem Aussichtspunkt sahen wir für uns doch ein erschreckendes Beispiel, wie tausende sonnensüchtiger Urlaub machen.
Es ging weiter nach Puerto Mogán, dem Venedig von Gran Canaria, diesmal aber mit dem Boot statt unseres Busses. Wir schipperten die steile und trockenen Küste entlang und konnten die verschieden Steinschichten und Höhlen bewundern. In Puerto Mogán genossen wir den besonderen Charm aus Yachthafen, Fischerdorf und der Blumenbehangenen Gassen. Die hauptsächlich weißen Häuser am Hafen waren mit farblichen Akzenten bemalt. Große Blumen ranken an den Hauswänden entlang. Der Hafen wirkte sehr idyllisch und lud zum Besuch eines Restaurants, Cafés oder der Lädchen zum Bummeln ein. Mit dem Bus ging es zurück in Richtung Maspalomas und dabei durchfuhren wir Meloneras mit den unzähligen, ehemaligen Tomaten- und Gemüseplantagen. In Maspalomas drehten wir eine Runde um den 56 Meter hohen Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert, der mit zum Wahrzeichen der Gegend zählt. Wir warfen auch ein Blick in das kürzlich renovierte Museum und genossen die Aussicht von der Dachterrasse. Am späten Nachmittag lockte der Strand der Playa de Inlés.

12. Tag 15.04.19, Gran Canaria, Inselrundfahrt


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Heute stand die Inselrundfahrt von Gran Canaria auf dem Programm. Nach gut einer Stunde Fahrt kamen wir im nördlichen Teil der Insel, an der Kirche von Arucas, an. Das Gebäude im neugotischen Stil wurde einst vom katalanischen Architekten Manuel Vega March, der ein Schüler Gaudis war, entworfen. Das Bauwerk, welches aus dunklem Basalt gefertigt wurde, ist von 1909 bis 1917 erbaut wurden, aber tatsächlich erst Ende der 1970er Jahre vollendet wurden.
Nicht weit entfernt lag der Garten der Gräfin von Arucas, auch bekannt als Jardín de la Marquesa, den wir uns in Ruhe ansahen und auch einen kleinen Bananen-Likör verkosteten.
Wir setzten unsere Inselrundfahrt mit dem Besuch in Teror fort. Der zwölfeinhalb Tausend Einwohner Ort lockt viele Besucher mit einer wunderschönen Wallfahrtskirche. Der Dorfkern hatte auch ein paar schöne kanarische Holzbalkone zu bieten. Wir schlenderten also bei herrlichem Wetter die Calle Real de la Plaza hinunter bis zur Basilika de Nuestra Señora del Pino. Das Gotteshaus wurde zwischen 1760 und 1767 im neoklassizistischen Stil erbaut und birgt im Innern einen vergoldeten Barockaltar mit der holzgeschnitzten Statue der Jungfrau del Pino, der Schutzpatronin der Insel Gran Canaria. Wir drehten eine Runde um die Kirche herum, sahen unter anderem noch das Haus der Stadtverwaltung im kanarischen.
Am Aussichtspunkt Balcón de Zamora gab es leckere kanarischen Speisen zum Mittag. Von dort hatte man auch noch eine schöne Aussicht auf den Ort Teror. Nach diesem köstlichen Drei-Gänge-Menü ging die Fahrt weiter. Über den Barranco de la Virgen bis zum Aussichtspunkt Degollada Becerra von wo aus wir einen grandiosen Ausblick auf den Roque Nublo hatten. Der Roque Nublo, mit seinen 1.813 Metern über dem Meeresspiegel, zählt neben dem Pico de las Nieves mit 1949 Metern über dem Meeresspiegel zu den höchsten Erhebungen der Insel Gran Canaria. Doch der Himmel war heute so klar, dass wir auch nochmal die Spitze des Teide, des höchsten Berg Spaniens, sehen durften.
Nach einer Erfrischung am Mirador de Tunte fuhren wir den steilen Canyon zur Südseite der Insel hinunter. In dem kleinen Örtchen Fataga machten wir noch einmal Halt. Der kleine, knuffige Ort verzauberte mit seinen weißen Häuschen und den niedlichen Gassen. Wunderschöne Blumenstauden konnten wir dort entdecken.
Am Mirador Degollada de las Yeguas machten wir unseren letzten Stopp für heute. Wir genossen ein letztes Mal den Blick in den beeindruckenden Canyon und konnten auch schon den Strand von Maspalomas sehen.

13. Tag 16.04.19, Hauptstadt Gran Canarias – Las Palmas


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An diesem Tag bot sich uns die Möglichkeit der Hauptstadt der Insel Gran Canarias einen Besuch abzustatten. Mit dem Bus ging es in den Norden der Insel, wo wir innerhalb der Stadt, nahe der Triana ausstiegen. Als erstes ging es in den Mercado Vegueta. Eine typische kanarische Markthalle, in der viele Köstlichkeiten angeboten werden und Kunden ein reichhaltiges, farbenfrohes Angebot an Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch geboten bekommen. Wir durchquerten die Altstadt von Las Palmas. Wir standen vor der kleine Kapelle Ermita de San Antonio Abad, in dessen Vorgängerbau soll einst Christoph Kolumbus 1492 gebetet haben bevor er seine Reise in die „Neue Welt" antrat. Denn er rastete sowohl auf La Gomera, als auch auf Gran Canaria. Wir besuchten die Plaza del Pilar Nuevo sowie den Santa Ana Kirchplatz. Die Kathedrale selbst vereint Baustile aus den Epochen der Renaissance, dem Barock, des Historismus sowie Klassizismus.
In der „Freizeit" hatten wir die Möglichkeit für einen Bummel durch die Läden und Geschäfte der Triana, einer beliebten Einkaufsstraße in Las Palmas. Oder man sah sich das Columbus Museum an.
Am Aussichtspunkt Alta Vista durften wir über die Hafenanlagen von Las Palmas und den schmalen, bebauten Überweg auf die Halbinsel der Stadt blickten.
Wenig später, am Auditorium, das dem spanisch-österreichischem Tenor Alfredo Kraus gewidmet ist, nutzen wir dieses als Ausgangspunkt für weitere Erkundungen. So war es einfach herrlich den langen Stadtstrand Las Canteras entlang zu spazieren. Nun mussten wir uns langsam von den sonnenreichen Inseln verabschieden und die letzten Stunden im Paradies genießen. Am Nachmittag fuhren wir zurück in den Süden der Insel. Eine Gelegenheit um den Sandstrand und das frische Meer zu genießen, oder allerletzte Einkäufe zu machen.
Am Abend saßen wir gemeinsam beim Essen im Hotel Caserio und genossen das großzügige Essen. Wir ließen den Abend in der Poolbar ausklingen.

14. Tag 17.04.19, Heimreise


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Nun mussten wir den Kanaren auf Wiedersehen sagen. Der Tag der Heimreise war gekommen. Wir wurden zum Flughafen transferiert und flogen wieder in die Heimat. Für viele von uns ging der Flug über Bilbao und Paris direkt nach Leipzig.


Ich hoffe ihr alle hattet spannende Erlebnisse auf den kanarischen Inseln die lange in Erinnerung bleiben. Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

¡Hasta la proxima!
Sonnige Grüße,
Eric

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