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Rundreise Katalonien – Den vielseitigen und kreativen Nordosten Spaniens intensiv erleben

Reisebericht: 10.05. – 17.05.2026

Die Rundreise durch Katalonien zeigte uns die Identität und Kreativität dieser spannenden, autonomen Region Spaniens - Spiritualität, Kunst, wilde Küste und Kulinarik machten sie perfekt.

Anette Rietz

Ein Reisebericht von
Anette Rietz

Markthalle Boqueria Barcelona – © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) Rückseite Sagrada Familia von Bildhauer Subirachs – © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) Moderner Lärmschutz Palau de la musica catalana – © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) Rebensorten Besuch Cava-Kellerei Penèdes Weingebiet – © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) Sortiment Besuch Cava-Kellerei Penèdes Weingebiet – © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) Cava-Verkostung mit Reiseleiter Ingo – © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL) © Anette Rietz (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Barcelona

Unsere Reisegruppe mit 18 Teilnehmern ist heute in Barcelona angekommen. Schon die Fahrt vom Flughafen ins Hotel gab uns einen ersten Eindruck von der lebendigen Stadt zwischen Mittelmeer und Bergen. Nach dem Check-in blieb noch etwas Zeit zum Ankommen und für erste Erkundungen der Umgebung. Am Abend genossen wir gemeinsam mit der Reisegruppe das erste Abendessen mit Tapas und anderen spanischen Köstlichkeiten in einem schönen Lokal an der Flaniermeile "Ramblas". Bei einem kleinen Abendspaziergang zurück ins Hotel stimmten wir uns auf Barcelona ein. Wir sind gespannt, was Katalonien (Catalunya) vom Rest Spaniens unterscheidet, sicher nicht nur die eigene Sprache, und freuen uns auf das abwechslungsreiche Programm der nächsten Tage.

Barcelona – der Modernismus und Antoni Gaudí in seinem Jubiläumsjahr 2026

Den heutigen Vormittag konnten wir bis zum Mittag frei gestalten. Gemeinsam sind wir zunächst in die Markthalle Boqueria an den Ramblas gegangen, um uns einen Eindruck über diese historische Halle zu verschaffen. Danach konnten wir individuell die Stadt ein wenig erkunden. Einige von uns nutzten die Zeit für einen Bummel durch die Altstadt, andere besuchten Museen oder setzten sich in ein Café und beobachteten das Treiben in den Straßen der Altstadt. Mittags kam unser örtlicher Reiseleiter und lud uns ein zu einer Stadtführung auf den Spuren des katalanischen Modernisme - einem Stil, der dem Jugendstil ähnelt, aber besonders dekorativ und phantasievoll ist. Unser Stadtrundgang begann in unserem zentral gelegenen Hotel. Zu Fuß liefen wir einige Blöcke zu den wichtigsten Gebäuden der großen Architekten Barcelonas aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts am Passeig de Gracia: Lluís Doménech i Montaner, bekannt für das prachtvolle Casa Lleó Morera, Josep Puig i Cadafalch, der das markante Casa Amatller baute und natürlich Antoni Gaudí, dessen Casa Batlló und Casa Milà ("La Pedrera") ebenfalls an dieser Prachtstraße liegen. Die Stile der einzelnen Vertreter dieser Epoche sind unterschiedlich und zeigen eine beeindruckende Kreativität und Genialität ihrer katalanischen Architekten. Bei einer Panoramafahrt bekamen wir anschließend einen großartigen Überblick über die Stadt mit ihren breiten Boulevards, Hügeln und Aussichtspunkten. Besonders beeindruckend war der Blick vom Montjuïc über die gesamte Metropole bis zum Meer.

Im Mittelpunkt des Tages stand anschließend die Sagrada Familia von Antoni Gaudí, eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Welt – und gleichzeitig ein Projekt, das noch immer nicht abgeschlossen ist und gerade deshalb so besonders wirkt. 2032 soll es fertig gebaut werden. Schon beim ersten Blick auf das Gebäude waren wir überwältigt. Die gewaltigen Türme, die detailreichen Fassaden und diese Mischung aus Naturformen und religiöser Symbolik haben sofort eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Wir haben sie uns von allen Seiten angesehen. Im Inneren hat uns das Lichtspiel durch die farbigen Glasfenster besonders beeindruckt – es fühlt sich fast an, als würde der Raum selbst lebendig werden. Die Arbeiten gehen auch heute noch täglich weiter. Ein Modell zeigt den aktuellen Stand des Bauwerkes und die noch zu erledigenden Arbeiten. Ein besonderer Aspekt ist die internationale Zusammenarbeit am Bau. Unter anderem ist auch eine Firma aus Bayern beteiligt, die die zentralen Glas- und Stahlbauteile für das monumentale Kreuz des Hauptturms gefertigt und erst vor ein paar Wochen montiert hat. Dieses Kreuz bildet den krönenden Abschluss des Jesus-Turms und ist ein technisches wie symbolisches Highlight des gesamten Projekts, das erst kürzlich der Welt vorgestellt wurde.
Für uns war es beeindruckend zu sehen, dass hier moderne Hightech-Architektur auf Gaudís über 100 Jahre alte Vision trifft. Die Präzision, mit der heute gearbeitet wird, steht in einem spannenden Kontrast zu den ursprünglichen, handwerklichen Anfängen des Baus. Am Ende des Besuchs sind wir noch eine Weile vor der Fassade der Rückseite stehen geblieben. Hier war vorrangig der katalanische Bildhauer Josep Maria Subirachs am Werk, der uns auf unserer Reise noch oft mit seinen besonderen Skulpturen begegnen wird. Trotz der vielen Besucher hatte jeder von uns das Gefühl, einen besonderen Moment erlebt zu haben – nicht nur ein Denkmal zu sehen, sondern ein Werk, das sich noch immer weiterentwickelt und Geschichte im Jetzt schreibt. Der Tag hat uns die kreative Seele Barcelonas und vor allem Antoni Gaudís auf besondere Weise nähergebracht. Genau vor 100 Jahren ist er am 10. Juni verstorben, weshalb die Katalanen ihren berühmten Architekten in diesem Jahr besonders ehren. Den Abend ließen wir individuell oder in kleinen Gruppen in der Nähe unseres Hotels ausklingen. Die Altstadt bietet eine Vielzahl an typischen Lokalen von Tapas bis zu Paella - da hatten wir die Qual der Wahl.

Stadtrundgang in Barcelona im Gotischen Viertel – Abendliche Besichtigung Casa Milà von Gaudí

Barcelona zeigte sich erneut von seiner vielseitigen Seite – lebendig, kulturell und entspannt zugleich. Am Morgen trafen wir uns mit unserem örtlichen Reiseleiter zu einer Stadtführung durch die schachbrettartig angelegten Straßen der Altstadt und das Gotische Viertel. Heute streiken hier die Lehrer in Barcelona. Ingo besuchte mit uns den römischen und mittelalterlichen Teil Barcelonas, das ehemals jüdische Viertel sowie den Künstlertreff Els Quatre Gats, in dem auch Pablo Picasso in seiner Jugend verkehrt hat. Die Idee für das Künstlerlokal hatte er aus seiner Zeit in Paris mitgebracht. Besonders beeindruckend fanden wir in der Altstadt die Kathedrale mit dem nahen Königspalast. Nach der Führung hatten wir Freizeit, bis wir uns am frühen Nachmittag zur Besichtigung des Palau della Musica catalana trafen, ein weiteres eindrucksvolles Konzert-Gebäude aus der Zeit des Modernisme. Die wunderschöne Dekoration aus Keramik, Holz, Bleiglas, Mosaiken und der herrliche Konzertsaal zeigten einmal mehr, dass die Architekten in Barcelona etwas Einzigartiges hinterlassen haben. Anschließend war Freizeit, um das Picasso-Museum oder andere Stadtviertel zu erkunden. Das Museum zeigt Picassos Werke aus der Jugendzeit ab 13 Jahren - diese sind selten zu finden.
Am frühen Abend trafen wir uns wieder in der Gruppe zum gemeinsamen Abendessen in einem typisch spanischen Lokal. Ein besonderer Ausflug zu einem der außergewöhnlichsten Bauwerke Barcelonas stand nach dem Abendessen für fast alle Gäste, die Interesse hatten, noch auf dem Programm: die Casa Milà, auch „La Pedrera“ (der Steinbruch) genannt. Schon von außen hatte uns gestern das Gebäude von Antoni Gaudí mit seiner wellenförmigen Steinfassade überrascht, die fast wie ein lebendiges Kunstwerk wirkt. Heute haben wir an einer abendlichen Führung durch die Innenbereiche bis auf das Dach teilgenommen. Im Inneren haben wir schnell gemerkt, wie konsequent Casa Milà von Antoni Gaudí als Gesamtkunstwerk gedacht wurde. Keine geraden Linien, kaum klassische Winkel – stattdessen geschwungene Formen, Lichtspiele und eine ganz eigene Atmosphäre. Während der Führung wurde uns einmal mehr bewusst, wie modern Gaudís Ideen schon zu seiner Zeit waren. Auch Möbel und Türklinken für Links- und Rechtshänder hat er bis ins Detail selbst erdacht. Den krönenden Abschluss der Besichtigung lieferte eine Licht– und Tonshow auf dem mit skulpturartigen Türmen versehenen Dach des Hauses, ein unvergesslicher Eindruck. Am Ende des Besuchs standen wir noch eine Weile in den Besucherräumen und haben bei einem Glas Cava, wie der Schaumwein des katalanischen Weingebiets Penèdes hier heißt, genossen – ein Besuch, der sicher in Erinnerung bleibt.

Königliches Kloster Poblet, Tarragona und das Kloster Montserrat

Wir verließen am Morgen Barcelona und machten uns auf den Weg ins katalanische Umland. Zunächst besichtigten wir das königliche Zisterzienserkloster von Poblet, das uns mit seiner klaren Architektur und Größe beeindruckte. Im Vergleich zum Kloster Montserrat konnten wir hier sehen, wie die Mönche im Kloster leben und welche Räumlichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Besonders schön ist der Kreuzgang mit dem bepflanzten Innenhof. Danach fuhren wir weiter nach Tarragona, wo wir durch die historische Altstadt spazierten und die römischen Spuren der Stadt entdeckten. Auch die Tradition der "Menschentürme" zu Feierlichkeiten wird hier besonders gelebt. Sie schweißt die Gemeinschaft zusammen, die gemeinsam auf das Ziel des höchsten von Menschen gehaltenen und gestützten Turmes hinarbeitet. Bei einer Mittagspause konnten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden und uns in einer der vielen Bars und Lokale entspannen und für den Nachmittag stärken. Im Anschluss stand ein Besuch einer Kellerei im Weingebiet Penèdes auf dem Programm, bei dem wir nicht nur Einblicke in die Produktion des katalanischen Schaumweins CAVA erhielten, sondern auch probieren durften. Eine Vertreterin des Unternehmens führte uns durch die historischen Räumlichkeiten und informierte über die verschiedenen Sorten Cava, die das Haus Freixenet produziert.
Danach führte uns die Fahrt durch die grüne Landschaft Kataloniens in die beeindruckende Bergwelt von Montserrat, wo das berühmte gleichnamige Kloster liegt. Der Papst wird Montserrat im Juni 2026 besuchen, weshalb alle schon Vorbereitungen treffen. Nach einem kleinen Spaziergang mit Ausblick ins tiefe Tal bezogen wir unsere Zimmer und erkundeten den Ort. Wir durften im Kloster-Hotel übernachten, ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem man die Stimmung des Ortes in sich aufnehmen kann. Auch das Abendessen hoch oben in den Bergen hatte etwas Außergewöhnliches. Während draußen langsam die Dämmerung über die zerklüfteten Felsen fiel, waren wir bereits gespannt auf den nächsten Morgen und die Besichtigung des Klosters zu früher Stunde. Man spürte, dass man an einem Ort ist, der seit Jahrhunderten von Ruhe und Spiritualität geprägt ist. Viele von uns haben diese Stille als etwas sehr Wohltuendes empfunden – ein Kontrast zu den lebendigen Tagen zuvor in Barcelona.

Erlebnis Montserrat und Weiterfahrt an die Costa Brava über Besalú, Girona nach Malgrat de Mar

Der heutige Morgen hat das gestrige Erlebnis noch übertroffen - wenn man in aller Frühe die Stimmung im Kloster erlebt. Noch vor Sonnenaufgang lag das Kloster in einer fast unwirklichen Ruhe. Die Berge waren in das erste Licht in warmen Farben getaucht. Wir trafen uns am frühen Morgen, um dem Gesang der Mönche zuzuhören – tief, gleichmäßig und unglaublich beruhigend. Heute war ein besonderer Tag, und wir durften an einer Messe mit Abendmahl teilnehmen. Dieser Klang, der sich mit der Stille der Berge vermischte, erzeugte eine fast magische Stimmung. Im Anschluss besichtigten wir im oberen Teil des Klosters die Schwarze Madonna. Ein Chor aus den USA war heute in Montserrat zu Besuch. Wir hatten die einmalige Gelegenheit, den eindrucksvollen Gesängen auf dem Platz vor dem Kloster zuzuhören - eine besonders spirituelle Atmosphäre für unsere Gruppe - umrahmt von dem spektakulären Massiv von Montserrat. Nach dem Frühstück und einer weiteren kurzen Führung mit unserem örtlichen Reiseleiter Ingo setzten wir unsere Reise Richtung Costa Brava fort.

In Besalú, einer mittelalterlichen kleinen Stadt mit einer imposanten Brücke, machten wir Halt für einen Spaziergang und ein individuelles Mittagessen. Auf den kleinen Regenschauer waren wir bereits eingestellt und nutzten die Zeit, ein Lokal für eine Mittagspause aufzusuchen. Anschließend fuhren wir weiter nach Girona - eine bunte Stadt mit einer beeindruckenden Kathedrale. Heute hatten wir besonderes Glück, denn wir erreichten Girona zur Zeit des Blumenfestes "Temps de Flors" mit einer wunderschönen Blumendekoration in den Straßen und Plätzen. Die Sonne hatte sich bis hierher ebenfalls wieder durchgekämpft, so konnten wir einen schönen Spaziergang durch die Gassen unternehmen. Die rote Stahlbrücke fällt in Girona besonders auf: Kein Geringerer als Gustave Eiffel hat sie erbaut! Die schönen Ecken der Altstadt von Girona waren auch bereits Film-Sets. Teile der Serie "Game of Thrones" und Szenen aus dem Film "Das Parfüm" wurden hier gedreht.

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel an der Küste in Malgrat de Mar. Dort konnten wir den Tag entspannt bei einem hervorragenden Abendessen ausklingen lassen. Auch für Live-Musik wurde in der Hotel-Bar gesorgt - für die, die noch Lust auf einen Sangría zum Abschluss des Abends hatte.

Salvador Dalí, die Landschaft der Empordà und die wilde Costa Brava

Heute stand alles im Zeichen von Salvador Dalí. In Figueres besuchten wir das berühmte Dalí-Theater-Museum, das uns mit seiner surrealen und kreativen Welt in Staunen versetzte. Er hat das entkernte Gebäude im Auftrag der Stadt selbst als Museum einrichten dürfen: ein wahres Meisterwerk der Kreativität und Kunst, das das Können des Meisters des Surrealismus in Höchstform widerspiegelt. Unser Reiseleiter Ingo versorgt uns den ganzen Tag mit Hintergrundinformationen zum Leben Dalís - beeindruckend und faszinierend zugleich, wenn man dazu die wichtigsten Orte seines Lebens hautnah erlebt. Nachdem wir Figueres erkundet haben, fahren wir weiter in den Urlaubsort der Kindheit von Dalí: nach Cadaqués. In dieser weißen Küstenstadt verbrachte Dalí viel Zeit als Kind und auch mit seiner späteren Frau Gala, mit der er ein Haus hinter dem Hügel besaß. Wir schlenderten durch die charakteristischen Gassen und hatten Zeit für eine ausgiebige Mittagspause.

Am Nachmittag besuchten wir das Schloss in dem charakteristischen Örtchen Púbol, das Dalí seiner Muse gewidmet hatte, die hier auch begraben ist. Ingo führt uns durch die Wohnräume und liefert Hintergrundgeschichten über das Leben des Paares, das hier getrennt und doch gemeinsam gelebt hat. Wieder wird deutlich, wie wichtig es ist, sich ein größeres Gesamtbild über die Persönlichkeiten zu machen, um ihren Lebensstil zu verstehen. Dalís Kunst ist so vielseitig und auch von wissenschaftlichen Erkenntnissen geprägt, da wird schnell klar, dass wir es mit einem äußerst spannenden Vertreter der katalanischen Kunstszene zu tun haben. Im Jahr 1989 ist Dalí mit 90 Jahren gestorben. Sein Grab ist im Dalí-Museum in Figueres zu finden.

Freizeit an der Costa Brava – fakultativer Ausflug nach Tossa de Mar

Der heutige Tag stand zur freien Verfügung. Einige von uns entspannten am Strand, andere unternahmen mit mir einen fakultativen Ausflug mit dem Bus ins nahe Tossa de Mar, ein malerischer Küstenort, der sofort mit seiner Mischung aus Küstenflair, Geschichte und entspanntem Urlaubstempo begeistert hat. Herrliches Wetter begleitete uns den ganzen Tag- einer schöner Abschlusstag unserer Katalonienreise.

Nach der Ankunft sind wir gemeinsam zur Altstadt von Tossa de Mar spaziert. Um 12 Uhr stand eine Bootsfahrt mit einem Glasbodenboot auf dem Programm, bis dahin hatten wir Freizeit am Meer. Eindrucksvoll lag vor uns die gut erhaltene Stadtmauer mit ihren Türmen, die sich direkt über dem Meer erhebt. Beim Schlendern durch die engen, gepflasterten Gassen mit ihren weißen Häusern und kleinen Plätzen hatten wir immer wieder schöne Ausblicke auf das tiefblaue Mittelmeer. Nach etwas freier Zeit im Ort – für einen Kaffee, einen Bummel oder einfach zum Genießen des Ambientes – ging es mittags aufs Wasser. Bei einer Bootsfahrt entlang der Küste haben wir die wilde Küste der Costa Brava - die ihr auch den Namen gibt - ganz aus der Nähe erlebt. Die zerklüfteten Felsen, versteckten Buchten und Grotten und das klare Wasser waren ein weiteres Highlight unserer Katalonien-Reise und ein krönender Abschluss unseres Besuchs an der Costa Brava. Vom Meer aus wirkte die Küste noch einmal wilder und ursprünglicher, fast wie eine Filmkulisse. Tatsächlich wurde Tossa durch Filmaufnahmen berühmt: Die weltberühmte Schauspielerin Ava Gardner verbrachte 1950 spektakuläre Wochen in Tossa de Mar, als sie dort den Hollywood-Klassiker „Pandora und der fliegende Holländer“ drehte. Ihre leidenschaftliche, turbulente Romanze mit dem Stierkämpfer Mario Cabré zog damals sogar Frank Sinatra nach Spanien. Im oberen Teil der Altstadt erinnert eine wunderschöne Statue von ihr an ihre Zeit in Tossa.

Am Nachmittag kehrten wir mit vielen schönen Eindrücken zurück ins Hotel – erfüllt von Sonne, Meer und diesem ganz besonderen Charme von Tossa de Mar. Heute Abend steht unser letztes gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Wir lassen es ganz entspannt ausklingen und sitzen anschließend noch gemeinsam in der Bar, um uns in Ruhe zu verabschieden, bevor wir morgen die Heimreise antreten.

Rückreise von Barcelona nach Deutschland

Nach dem Frühstück - und für zwei Gäste schon recht früh am Morgen - hieß es Abschied nehmen von Spanien. Wir wurden je nach Abflugzeit zum Flughafen Barcelona gebracht und traten mit vielen Eindrücken, Bildern und Erlebnissen die Rückreise an. Die Mischung aus Kultur, Natur und mediterranem Lebensgefühl wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Es war einen schöne Reise, bei der wir viel Spaß hatten und unser Wissen über Land, Kultur und Lebensart in dieser autonomen Region im Norden Spaniens erweitern konnten.


Antoni Gaudí, Salvador Dalí, Joan Miró und viele weitere Maler, Bildhauer und Architekten haben in Katalonien eindrucksvolle Kunstwerke und Architektur-Denkmale hinterlassen - ein Zeichen, dass diese Region eine ganz besondere Identität hat. Auch Pablo Picasso, gebürtig aus Malaga in Süd-Spanien, hielt sich viel in der inspirierenden Stadt Barcelona auf. Die Sagrada Familia soll bis 2032 fertiggestellt sein - so bleibt stets ein Grund, Barcelona und Katalonien mal wieder zu besuchen.


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