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Madrid und Zentralspanien

Reisebericht: 27.04. – 03.05.2026

Königliche Paläste, erhabene Kathedralen und die weite, stille Seele Kastiliens berührten unsere Herzen und Sinne.

Katrin Jähne

Ein Reisebericht von
Katrin Jähne

Innenhof, Casa de las Conchas, Salamanca – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Alte Universität, Salamanca – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Kloster der heiligen Teresa von Avila – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Kathedrale von Avila – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Kathedrale von Avila – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Stadtmauer Avila – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Königspalast La Granja de San Ildefonso – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Königspalast La Granja de San Ildefonso – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Cibeles Brunnen, Madrid – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Königspalast Madrid – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Königspalast Aranjuez – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL)

Anreise

Ganz entspannt flogen wir heute zunächst von verschiedenen Flughäfen nach Frankfurt und weiter mit der nun kompletten Reisegruppe nach Madrid. Hier wartete bereits unser Busfahrer Samuel auf uns und brachte uns zum Ausgangspunkt unserer Rundreise durch Zentralspanien, in die wunderschöne Stadt Salamanca.
Einchecken, kurz frisch machen und schon ging es weiter ins Restaurant El Bardo - mitten in der historischen Altstadt. Bei sehr gutem Essen, leckerem Wein und tollen Gesprächen beendeten wir unseren ersten Urlaubstag und blickten voller Vorfreude auf die nächsten Tage.

Salamanca und Avila

Salamanca – Stadt der Gelehrten, Dichter und Denker. Und wer könnte das besser vermitteln als unsere charmante Stadtführerin Alicia, die uns die Geschichte auf ebenso kurzweilige wie kuriose Weise näherbrachte: von witzigen Studentenbräuchen bis zur alles entscheidenden Frage – wo ist der Frosch?
Vom Plaza Mayor schlenderten wir über die volkstümlich „Schinkenstraße" genannte Hauptstraße zum Jesuitenhaus, das die private päpstliche Universität beherbergt. Direkt gegenüber: die alte Bibliothek in der Casa de Conchas, dem Muschelhaus, mit einem Innenhof voller Symbole der Wissenschaft. Weiter ging es durch die schöne Altstadt ins Universitätsviertel – aber natürlich erst, nachdem wir den berühmten Frosch in der Fassade gefunden hatten. Schließlich wollten auch wir unser Glück nicht dem Zufall überlassen.
In den ehrwürdigen alten Hörsälen fragten wir uns mehr als einmal, wie die Studenten es stundenlang auf den harten Holzbänken ausgehalten haben. Lehrjahre sind halt keine Herrenjahre. Mit einem Kopf voller Eindrücke zogen wir weiter zum wohl imposantesten Bauwerk der Stadt: der alten und neuen Kathedrale, die nahtlos ineinander übergehen. Hier verabschiedeten wir uns von Alicia – und nutzten die Freizeit für eigene Erkundungen oder ein gemütliches Mittagessen in der Sonne.
Am Nachmittag holte uns Samuel ab und brachte uns in die alte Festungsstadt Ávila - eine der ganz wenigen Städte in Spanien mit einer komplett erhaltenen Stadtmauer und dem Geburtsort der hier verehrten heiligen Teresa. Wir besuchten ihr Kloster, erfuhren viel über ihr Leben und Wirken, liefen entlang der gewaltigen Festungsmauern und besichtigten auch hier die Kathedrale.
Am frühen Abend ging es zurück nach Salamanca – Koffer packen stand auf dem Programm. Aber natürlich nicht ohne Abendessen: Im Restaurant Don Bustos ließen wir den Tag bei einem köstlichen Menü ausklingen, wurden kulinarisch wieder bestens verwöhnt – und dank unseres überaus unterhaltsamen Kellners auch herzlich zum Lachen gebracht. Ein würdiger Abschluss für einen ereignisreichen Tag.

Segovia und La Granja de San Ildefonso

Adiós, Salamanca! Nach dem Frühstück half uns Samuel wie gewohnt beim Verstauen der Koffer – und schon rollten wir Richtung spanische Hauptstadt. Mit zwei lohnenswerten Zwischenstopps.
Unser erster Halt: das wundervolle Segovia. Schon von Weitem grüßt das Wahrzeichen der Stadt – das Aquädukt, eine beeindruckende römische Wasserleitung, die nach zweitausend Jahren noch immer so dasteht, als hätte sie niemand je infrage gestellt. Wir schlenderten durch enge Gassen, durch das jüdische Viertel, bis wir schließlich vor der Festung von Segovia standen, dem Alcazar – ein Bauwerk wie direkt einem Märchenbuch entsprungen. Kein Wunder, dass hier schon so mancher Film gedreht wurde. Und die Innenbesichtigung hielt, was die Fassade versprach: prachtvoll, wie es sich für eine Königsfamilie eben gehört.
Unser Spaziergang ging weiter zur Kathedrale. Danach blieb noch etwas Zeit für eine kleine kulinarische Stärkung – schließlich musste man bis zum Abendessen ja irgendwie durchhalten.
Weiter fuhren wir nach La Granja de San Ildefonso, dem nächsten imposanten Königspalast, wo uns die Gewitter einholten, die uns den ganzen Tag schon in der Ferne begleitet hatten. Doch auch hier hatten wir Glück: Kaum waren wir im Königspalast, öffnete der Himmel alle Schleusen. Wir waren – Gott sei Dank – im Trockenen. Die Gärten konnten wir aufgrund des Regens nur aus den Fenstern des Palastes bewundern.
Am Abend erreichten wir schließlich Madrid und bezogen unser Hotel, das Stadthotel Porcel Ganivet, nur wenige Gehminuten von der Plaza Mayor entfernt. Ausruhen? Überbewertet. Koffer abgestellt, kurz durchgeatmet – und schon trafen sich einige von uns wieder, um gemeinsam in das Restaurant El Mirador del Cuchillo zu laufen. Unsere kulinarische Rundreise durch Zentralspanien setzte sich fort.
Auf dem Rückweg ins Hotel gönnten wir uns noch eine kleine Abendrunde: über den Plaza Mayor, vorbei an der Markthalle, am Königspalast und der Kathedrale entlang – bis wir müde, aber rundum glücklich unser Hotel erreichten.

Madrid und Aranjuez

Der heutige Tag begann mit einer Verstärkung: Thomas, unser Madrider Reiseleiter, hatte sich fest vorgenommen, uns die Hauptstadt in ihrer ganzen Pracht zu zeigen – und er hielt Wort.
Zunächst erkundeten wir Madrid vom Bus aus: vorbei an prachtvollen Boulevards, dem Retiro Park, dem Botanischen Garten und der Stierkampfarena. Auch die Staatsbank, der berühmte Cibeles-Brunnen und die spanische Nationalflagge – mit stolzen 14 × 21 Metern derzeit die größte Flagge in Spanien – durften natürlich nicht fehlen.
Das heimliche Highlight der Rundfahrt war allerdings keine Sehenswürdigkeit, sondern die Einfahrt zum Busparkplatz unter dem Plaza del Oriente. Millimeterarbeit und Fingerspitzengefühl – Samuel bewies beides mit Bravour. Stehende Ovationen wären angemessen gewesen.
Ab hier übernahmen wir das Kommando zu Fuß. Quer durch die Altstadt führte uns Thomas am Tapas-Markt San Miguel, dem Plaza Mayor und der Puerta del Sol vorbei – dem pulsierenden Herz Madrids und Sitz der Regionalregierung. Über die Calle Arenal erreichten wir die Oper, wo wir eine wohlverdiente Pause einlegten.
Dann wurde es wieder königlich: der Palacio Real. Wenn ein Palast Macht ausstrahlt, dann dieser. Was sich im Inneren an Prunk entfaltet, lässt sich mit Worten – und erst recht mit Fotos – kaum wiedergeben. Hier muss man einfach einmal gewesen sein.
Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Aranjuez wartete. Der dortige Palast wirkt im Vergleich zu Madrid fast beschaulich-ländlich – und doch wurde auch er seinem königlichen Namen mehr als gerecht. Nach so viel Glanz und Gloria tat der Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark besonders gut, ehe wir am späten Nachmittag wieder nach Madrid aufbrachen.
Zurück im Hotel blieb gerade noch Zeit für eine kurze Dusche – dann starteten wir das nächste Abenteuer: die Metro. Ein kurzweiliges Erlebnis, das für sich selbst spricht.
Unser Ziel: das Restaurant La Catedral. Vorabend eines Feiertages, volles Haus, lebhafte Stimmung – und Tischnachbarn, die das Wort „Zimmerlautstärke" offensichtlich auf andere Art definierten als wir. Das Essen war trotzdem gut, die Unterhaltung am eigenen Tisch erforderte lediglich etwas mehr Einsatz. 😄
Den Abend beschlossen wir standesgemäß mit einem Verdauungsspaziergang zurück ins Hotel – Madrid bei Nacht als krönender Abschluss eines langen, ereignisreichen Tages. Weil es aber noch so lustig war, blieben wir noch kurz in der Lobby sitzen und ließen den Abend mit einem Chupito Madroño ausklingen – einem Likör aus den Früchten des Erdbeerbaums, einer echten Madrider Spezialität. Aufgrund der geringen Ernte findet man ihn kaum im Handel, nur in kleinen Tante-Emma-Läden hütet man ihn noch wie einen Schatz. Ein würdiger, sehr lokaler Schlusspunkt für einen königlichen Tag.

Toledo – Stadt der 3 Kulturen

Kaum eine Stadt in Spanien erzählt Geschichte so unmittelbar wie Toledo. Auf einem Felsen, den der Tajo auf drei Seiten umschließt, liegt eine der am besten erhaltenen Altstädte Europas – und schon von Weitem macht die mächtige Kathedrale unmissverständlich klar, wer hier das Sagen hat.
Bevor wir sie besuchen konnten, galt es allerdings erst, die Altstadt zu erreichen. Findige Köpfe haben dafür ein System von Rolltreppen in den Fels gebaut – gut für uns.
Toledo trägt den Beinamen „Stadt der drei Kulturen" zu Recht: Nirgendwo sonst in Zentralspanien ist das maurische, jüdische und christliche Erbe so greifbar präsent. Die Kathedrale bleibt dabei stets der unübersehbare Mittelpunkt – auch im Inneren verschlägt einem die schiere Größe schlicht die Sprache. Wir schlenderten durch das jüdische Viertel, vorbei an der Kirche San Tomé und an den zahllosen Messergeschäften, die die Gassen säumen. Und natürlich durfte ein Abstecher in den Klosterladen nicht fehlen – denn das beste Marzipan Toledos gibt es bei den Nonnen. Selbstverständlich haben wir es verkostet.
Da der 1. Mai auch in Spanien ein Feiertag ist, füllte sich die Stadt im Laufe des Vormittags zusehends – auch die Einheimischen nutzten den freien Tag für einen Ausflug in die eigene Geschichte.
Nach etwas Freizeit fuhren wir zurück nach Madrid, wo der Nachmittag zur freien Verfügung stand. Einige von uns zog es in die grüne Lunge der Stadt – den Retiro Park. Diese Idee hatten offensichtlich auch einige tausend Madrilenen. Doch trotz der Menschenmassen war der Spaziergang durch den Park, begleitet von Straßenmusikern, einfach schön.
Und dann: „Auf zum Abendessen!" Die komplette Gruppe machte sich per Metro auf zum Restaurant Tapa Tapa Arenal – Tapas-Abend für alle. Was folgte, war ein denkwürdiges Erlebnis. Tapa um Tapa landete auf dem kleinen Tisch, der irgendwann schlicht kapitulierte. Die fleißigen Kellner störte das herzlich wenig – sie stapelten munter weiter. Nach etwas mehr als einer Stunde standen wir, erstaunlich satt und leicht überwältigt, wieder auf der Straße.
Nach Hause? Sicher nicht. Also machten wir kurzerhand einen Abstecher nach Ägypten. Von der Oper liefen wir über den Plaza de España zum Templo de Debod – einem über 2.200 Jahre alten ägyptischen Tempel aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., der 1968 als Dankeschön für Spaniens Hilfe bei der Rettung nubischer Denkmäler von Ägypten geschenkt wurde. Stein für Stein abgebaut, 1972 im Parque del Oeste wieder aufgebaut – ein altägyptisches Bauwerk mitten im Herzen Spaniens. Man muss es gesehen haben.
Nach so vielen Kilometern zu Fuß fiel die Entscheidung leicht: Metro. Nach einigen vergnüglichen Irrungen und Wirrungen fanden wir schließlich den richtigen Bahnsteig – und gelangten, müde und glücklich, zurück ins Hotel.

Königspalast El Escorial – der größte Renaissansbau der Welt

Etwas wehmütig starteten wir in unseren letzten Ausflugstag. Das Ziel: San Lorenzo de El Escorial – ein monumentaler Komplex aus dem 16. Jahrhundert, UNESCO-Weltkulturerbe und Symbol des Goldenen Zeitalters Spaniens. Kloster, Basilika, Königspalast und Pantheon vereint in einem gewaltigen Granitbau im strengen Herrera-Stil. Die Hauptgrablege der spanischen Könige – und das sieht man ihr an.
Auf der Fahrt regnete es ununterbrochen. Aber wenn Engel reisen: Kaum waren wir in San Lorenzo angekommen, hörte der Regen für einen Moment auf – und wir gelangten trockenen Fußes in den Palast. Was uns im Inneren erwartete, ließ uns mehr als einmal sprachlos zurück. Immer wenn man dachte, nun habe man wirklich alles gesehen, wurde es noch einmal getoppt. Wir besichtigten den Patio de los Reyes, die Basilika mit ihrer 90 Meter hohen Kuppel, den Palast Philipps II. und die königliche Gruft – ein Ort, der Ehrfurcht und Staunen gleichermaßen auslöst.
Nach dem Besuch wollten wir noch durch die Gartenanlagen schlendern – doch der Wettergott hatte andere Pläne und schickte prompt den nächsten Gewitterschauer. Also riefen wir Samuel an und fuhren etwas früher zurück nach Madrid. Eine kurze Pause tat uns allen gut.
Denn der Nachmittag hatte es noch einmal in sich: Einige aus unserer Gruppe besuchten eine Flamenco-Vorstellung – Leidenschaft, Rhythmus und südspanisches Temperament pur. Am Abend fuhren wir fast alle ins Künstlerviertel, wo im Restaurant La Pecera de Bellas Artes bereits ein schön gedeckter Tisch auf uns wartete. Ein gelungenes Drei-Gänge-Menü – würdiger hätte der letzte gemeinsame Abend kaum sein können.
Der Abend war schlicht zu schön. Also: ein letzter Spaziergang. Entlang der Gran Vía, zur Puerta del Sol, über den Plaza Mayor – zurück zum Hotel. Doch auch dort wollte sich niemand so recht trennen. Und da noch etwas Madroño-Likör auf uns wartete, ließen wir uns in der Hotelbar nieder und ließen die ganze Reise noch einmal Revue passieren. Einen besseren Abschluss hätte es nicht geben können.

Heimreise

Den Abschied von Samuel, unserem treuen Busfahrer der letzten Tage, hatten wir bereits gestern – heute übernahm ein anderer Fahrer das Steuer für die letzte Etappe zum Flughafen. Auf der Fahrt warfen wir noch stille Blicke auf diese unglaubliche Millionenstadt. Madrid lässt einen nicht so leicht los.
Am Flughafen hieß es dann Abschied nehmen – alle flogen zurück nach Deutschland. Alle? Fast. Die Reisebegleitung hatte andere Pläne und verabschiedete sich bereits in Madrid – nicht ohne noch einmal dankbar auf diese wunderbaren gemeinsamen Tage zurückzuschauen.


Es war eine Reise, die bleibt. Königsstädte, goldene Altstädte, zu viele Tapas, ein ägyptischer Tempel mitten in Madrid – und mehr als ein Gläschen Madroño-Likör oder Wein.
Ihr wart, wie alle meine Gruppen, natürlich die allerbeste. Ich habe jeden gemeinsamen Moment genossen und mich Abend für Abend über die glücklichen Gesichter am Tisch gefreut. Ihr werdet mir in Erinnerung bleiben – und ich freue mich sehr darauf, den einen oder anderen von euch schon bald auf einem neuen Abenteuer begleiten zu dürfen.
Hasta pronto – bis bald!
Eure Katrin


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