Mallorca per Rad – mit charmanten Landhotel
Reisebericht: 20.03. – 27.03.2011
13 kleine „Krabbelkäfer“, wie wir liebevoll von den Radrennfahrern genannt wurden, radelten stolze 237 Kilometer auf der schönen, abwechslungsreichen Insel Mallorca. Mit viel Freude und Ge
Ein Reisebericht von
Nicole Fischer
Reisebericht
Sonntag, 20.03.11
Am Sonntagmorgen bei Sonnenschein starteten alle 12 Radfreunde pünktlich mit Air Berlin von Dresden, Leipzig und Berlin nach Mallorca. Nach reichlich 2 Stunden Flug landeten wir etwas zeitlich versetzt gegen 13:30 Uhr am Flughafen in Palma de Mallorca, wo wir auch schon von Fernando, unserem Radreiseleiter, erwartet wurden. Nachdem wir uns alle begrüßt hatten, fuhren wir mit einem Kleinbus zum Radladen in Palma, welcher direkt an der Küstenpromenade liegt. Hier standen auch schon die Räder und Helme für uns bereit. Wir stellten die Sattelhöhe entsprechend ein, einige tauschten noch in ein anderes Rad um und dann starteten wir zur kleinen Einradelrunde entlang der Küstenpromenade mit Radweg. Mallorca empfing uns mit Sonnenschein und wohligen
17 Grad. Nach der Küstentour radelten wir noch ein kleines Stück durch Palma. Vorbei an der Kathedrale, dem Rathaus mit dem urigen Olivenbaum, entlang der kleinen, sauberen Gassen zum „Plaza Major" und zurück zum Radladen. Hier stellten wir die Räder ab, denn diese wurde anschließend verladen und zum Hotel gebracht. Nach 30 Minuten Kaffeepause trafen wir uns 17:00 Uhr am Bus wieder und fuhren in das Landesinnere, in das kleine Dorf Ruberts, zu unserem Landhotel Son Jorda. Hier wurden wir sehr freundlich und liebevoll vom Besitzer empfangen. Jeder bezog sein Zimmer in der herrschaftlichen, charmanten Finca. Um 18:30 Uhr trafen wir uns alle im Kaminzimmer und stießen bei einem guten Glas Rotwein auf unsere bevorstehende gemeinsame Reise an. Fernando stellte die geplanten Etappen der nächsten Tage vor und wir tauschten uns über unsere Erwartungen und die verschiedenen vorherrschenden Meinungen über Mallorca aus. Bis auf zwei Gäste waren alle das erste Mal auf der Insel und natürlich gespannt, was sie hier alles erwartet. Von dieser geselligen, netten Runde gingen wir nahtlos zum schmackhaften Abendessen über. Gut gesättigt und müde vom Anreisetag verabschiedeten wir uns mit voller Vorfreude auf den nächsten Tag.
Montag, 21.03.11:
Bei blauen Himmel, Sonnenschein und Vogelgezwitscher erwachten wir am Morgen in ländlicher Idylle. Gegen 08:00 Uhr trafen so nacheinander alle zum Frühstück ein. Auch Fernando kam, um mit uns gemeinsam den Tag zu beginnen. Gegen 09:00 Uhr war auch Isabel, die Geschäftspartnerin von Fernando und unsere Tourenchefin der nächsten Tage, da. Wir bereiteten die Räder vor und bestückten uns mit einer Flasche Wasser, einem Müsliriegel und den sonnig gereiften Orangen aus Fernandos Garten. Isabel stellte sich und die Route des heutigen Tages vor. Dann ging es auch schon los. Wir sattelten die Räder und fuhren auf kleinen, schmalen Straßen ohne nennenswerten Autoverkehr, Richtung Monturii. Schon nach wenigen Kilometern war zu erkennen, dass alle fit sind und wir schnell voran kamen. Unterwegs legten wir einige kleine Stopps ein, wo Isabel über die Pflanzen und deren Verwendung auf der Insel erzählte. Bereits 11:00 Uhr standen wir vor den Toren Porreres, wo wir unsere Mittagspause geplant hatten. Da alle so fit waren, entschieden wir uns, zum Kloster Sion zu fahren. Das Kloster liegt in 250 Meter Höhe und ist über eine circa 2 Kilometer lange Serpentinenstraße zu
erreichen. Oben angekommen, wurden wir von einer tollen Aussicht belohnt. Fernando testete an diesem Tag ein Elektrofahrrad, was seine Wirkung an diesem Berg besonders zeigte. Nach einer Verschnaufpause und Gruppenbild rollten wir wieder den Berg hinab nach Porreres auf den Marktplatz. Fernando schloss alle Fahrräder mit einem langen Schloss zusammen und wir gingen gemeinsam zu einem der Kaffees am Platz und setzten uns in die Sonne. Bei Pa Amb Oli - einer mallorquinischen Spezialität - und verschiedenen Getränken genossen wir die Sonnenstrahlen. Hier stellten wir fest, dass wir längst nicht die einzigen Radfahrer auf der Insel waren, aber dennoch anders bzw. besonders. Im Frühjahr ist die Insel voller Rennradfahrer, was man gegen Mittag in den zahlreichen Kaffees und Bars besonders beobachten kann.Nach der Stärkung sattelten wir wieder unsere Räder um zum heutigen Endziel - Llucmajor - zu radeln. Der Weg führte uns wieder über kleine, wenig befahrene Straßen. Eine kurze Geländeeinlage mit steinigem Weg war auch dabei, aber das wurde sofort wieder mit einer leicht abfallenden, gut asphaltierten Straße belohnt. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir das Zentrum von Llucmajor und endeten hier, mit circa 45 Radkilometer, unsere heutige Radtour. Nach einer Kaffeepause und einem kleinen Spaziergang fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hotel, wo wir unseren Tag mit Spargelsuppe, Pangasiusfilet und Birne an Rotwein zum Nachtisch genüsslich ausklingen ließen.
Dienstag, 22.03.11:
Unser zweiter Morgen auf Mallorca begann mit leicht bedecktem Himmel, etwas Sonnenschein und mäßigem Wind. Gleich nach dem Frühstück zogen wir unsere Radlersachen an, packten die Räder und den von Fernando bereitgestellten Proviant und starteten direkt vom Hotel aus mit den Rädern Richtung Sencelles. Auf kleinen Nebenstraßen radelten wir durch die wunderschöne, grüne Landschaft. Beim ersten Stopp klingelt Isabels Telefon - Fernando! Er hatte den Start verpasst und kannte den Weg nicht. Doch Dank Isabels Beschreibung konnten wir Ihn wenige Minuten später wieder in unserer Runde begrüßen. Bei einem typischen mallorquinischen Bauernhaus erzählte Isabel uns über das Leben auf Mallorca vor der großen Tourismuswelle. Zu dieser Zeit war die Landwirtschaft die wichtigste Einnahmequelle der Mallorquiner. Jetzt ist es unumstritten der Tourismus mit den großen Hotelanlagen an den Küsten der Insel. Doch davon sind wir weit weg, wir radeln weiter durch die dünn besiedelte Landschaft, bestaunen die hier und da einsam stehenden Fincas, die vielen Orangen- und Zitronenbäumen mit den sonnengereiften Früchten und die Felder und Wiesen. Zu unserer heutigen Kulisse zählen auch die am Horizont stehenden prächtigen Berge des Tramuntana Gebirges. Auf unserem Weg nach Campanet passieren wir die Dörfer Binisalem, Lloseta, Biniamar und Selva. Bei kühlen 12 Grad und mittlerem Wind erreichen wir gegen 13:30 Uhr Campanet, wo wir uns zu Mittag stärken. In einer urigen Bar sind wir umgeben von Einheimischen und genießen dieses Flair. Isabel springt spontan als Kellnerin ein und serviert uns sehr leckere Pa Amb Oli - die Richtigen, so wie es Isabel von Ihrer Oma kennt! Danach geht es weiter nach Norden. Im Tal entlang, umgeben von den Bergen, radeln wir nach Pollença. Unterwegs sehen wir einige prunkvolle Villen, auch die von Peter Maffay. Nach stolzen 54 Radkilometer sind wir in Pollença angekommen und in den Kleinbus umgestiegen. Bequem genossen wir die Serpentinenauffahrt zum Aussichtspunkt „Coll de Creueta", mit den steilen Felsen und dem weitem, blauen Meer. Eine fantastische Aussicht! Isabel gab uns eine mallorquinische Kostprobe - ein süßes Mandelgepäck. Auf dem Rückweg zum Bus setzten ein paar Regentropfen ein, die uns noch auf dem Weg bis Alcudia begleiteten. Doch unser anschließender Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt von Alcudia blieb trocken. Gegen 18:30 Uhr waren wir zurück im Hotel, wo wir den Tag mit leckerem Essen ausklingen ließen.
Mittwoch, 23.03.11
Der erste Blick aus dem Fenster zeigte uns leider bedeckten Himmel. Vorbeugend packten wir unsere Regenjacken ein, auch wenn wir diese glücklicherweise nicht brauchten. Aber erstmal der Reihe nach. Auch heute starten wir die Radtour direkt mit den Rädern ab dem Hotel. Von Ruberts aus folgten wir der Straße nach Lloret de Vista Alegre - Lloret der schönen Aussicht. Am Waldpark erfuhren wir, dass es in mehreren Regionen solche Parks gibt, wo Bänke und Tische aufgestellt werden und die die Menschen und Familien zum Grillen und Feiern nutzen. Weiter radelten wir auf einer wenig befahrenen Straße nach Sineu. Unterhalb des Marktes schlossen wir die Räder zusammen, um uns das rege Markttreiben anzuschauen. Schon bei der Einfahrt nach Sineu sahen wir an den Bussen und vielen Pkws, dass wir nicht die einzigen Touristen waren. Wir verabredeten uns für 12:30 Uhr wieder am Treffpunkt und dann schlenderten wir über den Markt mit den vielfältigsten Angeboten. Angefangen von Kleidung, Schmuck, Lederwaren, getrockneten Früchten, Nüssen, frischem Obst und Gemüse, Käse, Wurst, Oliven bis hin zu lebenden Tieren, wie Schafe, Ziegen, Hühner etc. schien es hier alles zu geben.
Die schöne Altstadt war voller Stände und voller Menschen. Den Berg hinauf bis zur Kirche, hindurch durch kleine Gassen, überall gab es Stände mit Waren zum Verkauf. Ringsherum um den Markt waren zahlreiche Kaffees, wo man die Einheimischen in geselliger Runde traf. Pünktlich trafen wir uns alle an den Rädern wieder und radelten dann in circa einer Stunde nach Petra. Bei noch bedecktem Himmel, aber trocken, kamen wir auf dem Hauptplatz und Radlertreff der Insel - in Petra an. Zahlreiche Rennradfahrer legten hier eine Pause ein. Wir, die Exoten der Radfahrer auf Mallorca, bestaunten die vielen Räder und die Radfahrer, die sich hier stärkten. Dann gingen wir dorthin, wo garantiert kein Rennradfahrer hingeht - zur Weinverkostung ins Weingut von Oliver Miguel. Im Weinkeller erfuhren wir viel über die Weinherstellung und die Weine, welche wir anschließend probierten. Als wir aus dem Keller wieder ans Tageslicht kamen, erfreuten wir uns an der Sonne. Schnell wollten wir wieder radeln. So fuhren wir bei Sonnenschein um 15:30 Uhr weiter in Richtung Ruberts. Nach einer reichlichen Stunden entschieden wir uns vor der Einfahrt in Richtung Ruberts, noch eine kleine Kurve zu holen und fuhren nach Pina, um dort noch einen guten Kaffee, ein kühles Bier oder einen frisch gepressten Orangensaft zu genießen. Anschließend rollten wir fast nur noch nach Ruberts nach Hause. Zum Abendessen verwöhnte uns der Koch mit Pasta als Vorspeise, Fisch auf gebackenen Kartoffeln und Panacotta mit einem Glas Sekt zum Nachtisch. Satt und glücklich über den schönen, trockenen Radlertag gingen wir schlafen.
Donnerstag, 24.03.11:
Am heutigen Tag hatten wir ein Geburtstagskind unter uns. Beim Frühstück überraschten wir es mit Blumen, einem Lied, Kuchen und einem Geschenk. Auch die Sonne gratulierte und wir genossen die wärmenden Strahlen nach dem reichhaltigen Frühstück. Unsere heutige Tour führte uns in den Süden von Mallorca. Mit dem Bus starteten wir vom Hotel, die Räder waren verladen und so ging es kurz nach halb zehn los. Leider waren wir heute einer weniger. Da sich ein Gast gesundheitlich nicht gut fühlte, blieb er im Hotel und machte eine eigene kleine Runde mit dem Rad. Die Busfahrt nach Campos war verbunden mit einer Extrarunde, da die Fahrerin den Weg nicht kannte. Das die Busfahrer Ruberts und die Umgebung nicht kennen, war schon auf den
letzten Fahrten aufgefallen. Wir sind hier in Spanien J. Letztendlich kamen wir dennoch wohl am Rande von Campos an, wo wir unsere Räder ausluden und zu den Salinenfeldern fuhren. Der Wind pfiff hier unten und natürlich von vorn. Von weitem sahen wir schon die Felder und die großen weißen Salzberge. Von den Salinen radelten wir zum Dorf Ses Salines und von hier weiter nach Santanyi. Die Landschaft im Süden ist wesentlich flacher und vor allem landwirtschaftlich geprägt. Bis auf kleinere Hügel sieht man keine Berge. Im Dorf Santanyi parkten wir unsere Räder am Rande eines Kirchengebäudes vor dem Markt und gingen dann in ein Lokal zum Mittag. In Santanyi leben viele Deutsche. So waren schon zwei Kneipen am Markt in deutschem Besitz. Bei Pa Amb Oli stärkten wir uns und beobachteten das Geschehen vor der Kirche, wo unsere Räder standen. Ein Filmteam baute auf und drehte dort eine Szene. Bei einer kurzen Pause holten wir schnell unsere Räder und rollten dann an die Cala Mondrago, die Bucht am gleichnamigen Naturschutzgebiet Mondrago. Blaues, wild tobendes Meer lag vor uns in einer mit Felsen umrahmten Bucht, dazu Sonne. Wunderschön! Wir genossen den Duft der frischen Meeresluft und die wärmende Sonne, bevor es weiter nach s'Algueria ging. Von der Küste mussten wir erstmal wieder hinauf und so strampelten wir in Ruhe bis zu unserer heutigen Endstation s'Alqueria. Bei Tageskilomter 44 endeten wir den Radtag bei Kaffee und Bier und fuhren anschließend mit dem Bus zurück ins Hotel.
Freitag, 25.03.11:
Heute war Radlerpause. Nach dem reichhaltigen Frühstück setzten wir uns bequem in den Bus. Fernando und Isabel waren als unsere Reiseleiter wieder mit dabei. Über die Landstraße fuhren wir nach Sollér. Auf der reichlich einstündigen Fahrt informierte uns Isabel über die Geschichte und das heutige Mallorca. Als wir aus dem Tunnel, welcher nach Sollér führt, heraus kamen, sahen wir schon das hübsche Städtchen Sollér, eingebettet in den Bergen, liegen. Wir liefen durch die schmalen Gassen bis zum zentralen Platz mit der imposanten Kirche, den Kaffees und Geschäften, wo mitten hindurch die historische alte Straßenbahn fährt. Mit dieser Straßenbahn fuhren wir eine Stunde später auch bis Port de Sollér. Die Sonne schien, es war angenehm warm und so stiegen wir eine Station früher aus und spazierten an der Bucht entlang bis zum Hafen. Gegen 13:00 Uhr wartete ein kulinarischer Höhepunkt auf uns - Paella Essen. In zweiter Reihe, oben auf einer kleinen Bergauffahrt war unsere Tafel, auf dem Fußweg, angerichtet. Uns bot sich ein herrlicher Ausblick auf den Hafen, die Bucht, das Meer und die rings herum liegenden Berge. Dazu Sonne satt! Allein von dieser grandiosen Atmosphäre waren wir begeistert. Dann servierten uns die Besitzer des urigen, echten mallorquinischen Lokals, einen wahren Gaumenschmaus. Angefangen
mit Oliven und Aioli, anschließend Salat und dann die zwei großen Pfannen Paella. Die Paella, das typisch, spanische Nationalgericht, aus Reis, Gemüse, Fleisch und Meeresfrüchten war eine wahre Köstlichkeit. Dazu genossen wir je nach Belieben Saft, Bier, Wein oder Sangria. Als Nachtisch brachten Sie uns noch Mandelkuchen mit Mandeleis. Nach so viel leckerem Essen waren wir sehr satt, beste Zeit um einen mallorquinischen Kräuterschnaps zu probieren. Neben dem bekannten „Tunel" brachte Isabel uns Ihren Favoriten „Herbes de Mallorca", welcher eine wirklich gute Wahl war. Mit einem Trinkspruch von Isabel stießen wir auf dieses kulinarisch schmackhafte und lustig unterhaltsame Paella Essen an. Anschließend liefen wir zu unserem Bus, um weiter, über den Aussichtspunkt Deia, nach Valldemossa zu fahren. Im Dorf Valldemossa, wo einst Chopin arbeitete, machten wir einen Verdauungsspaziergang durch die schmalen, sauberen Gassen mit dem mediterranen Flair. Gegen 17:00 Uhr trafen wir uns alle pünktlich am Bus, um zurück zum Hotel zu fahren. Das Menü für heute war Hühnersuppe, Tintenfisch mit Salsa und Pudding. Ein kleines Missverständnis bei der Bestellung für fünf Alternativen zu Tintenfisch, sorgte letztendlich für viel Spaß und einem Glas Sekt für alle am Tisch. Es war ein sehr unterhaltsamer, lustiger Abend mit interessanten Gespräch und Erfahrungen.
Samstag, 26.03.11:
Mit Vorfreude auf unsere heutige (leider) letzte Radtour unserer Reise, stärkten wir uns am Frühstücksbuffet. Die Sonne versteckte sich noch hinter den Wolken, als wir 09:30 Uhr in den Bus Richtung Cala Ratjada stiegen. In Cala Ratjada trafen wir unsere heutige Reiseleiterin, Elvira, die sich besonders gut im Osten der Insel auskennt. Schnell waren die neuen Räder angepasst und dann ging es auch schon los auf dem Weg Richtung Artá. Unsere temperamentvolle Elvira war schnell in Ihrem Element. Quirlig und freudig erzählte Sie uns alles zu Flora und Fauna und verpasste dabei die erste Einfahrt unserer Radrunde. Doch der kleine Umweg war schnell vergessen, die weiteren Wege führten uns abseits von großen Straßen, mitten durch die grüne, üppige Vegetation hindurch. Bei warmem Sonnenschein fuhren wir in das historische schöne Artá ein.
Als erstes strampelten wir hoch hinauf zur Wallfahrtskirche San Salvodor, die schon von Weitem sichtbar war. Hoch oben über den Dächern der Stadt genossen wir den weit schweifenden Blick in die Landschaft und sahen uns in den alten Gemäuern der Kirche um. Anschließen rollten wir wieder ein kleines Stück hinab auf den zentralen Markplatz, wo wir uns gemeinsam bei Sonnenschein unsere Mittag schmecken ließen. Gut gestärkt ging es gegen 14:00 Uhr weiter über wunderschöne Wege mit tollen Aussichten an das Meer nach Canyamel. Unterwegs stoppte unsere Botanik-Freundin Elvira immer wieder spontan ab, um wirklich sicher zusein, dass jeder die Pflanzenwelt Mallorcas kennenlernt. „Johannesbrotbaum links, Olivenbaum rechts und sehen Sie hinter uns die tolle Aussicht" - und das Bergauf - eine spanische Leidenschaft, die man einfach nur lieb haben kann. An der Cala Agulla, einer einsamen Bucht, erreichten wir das blaue Meer, dazu blauer Himmel und Sonnenschein - ein Traum! Nach einer Verschnaufpause radelten wir weiter entlang der Promenade und kleinen Nebenstraßen bis zur Gala Gat. Die kleine Sandbucht lud zum Verweilen ein und so steckten wir unsere Füße in den Sand und genossen, bis zum plötzlichen Aufruf von Elvira - „Los - wir machen weiter". Weiter führte uns unser Weg bergauf bis nach Capdera. Auch wenn die Zeit schon voran geschritten war, Capdera lud zum „Cafe con leche" ein. „Alte" Traditionen soll man ja nicht brechen und so genossen wir die Zeit im Kaffee und riefen Andreu, unseren liebvollen Hotelchef und Koch an, um das Abendessen auf 20:00 Uhr zu verschieben. Die letzte Etappe des heutigen Tages und der Reise führte uns noch mal durch die wunderschöne, vielfältige Natur mit grandiosen Aussichten in die Landschaft hinab bis an die Cala Ratjada. Mit 42 Radkilometern endeten wir überglücklich die Tour und fuhren zurück zum Hotel nach Ruberts. Auch am letzten Abend wurden wir wieder von einem sehr schmackhaften 3-Gänge-Menü verwöhnt. Mit viel Spaß und Tränen vom Lachen ließen wir den Tag, die Reise und unseren tollen Erlebnisse Revue passieren.
Sonntag, 27.03.11:
Wie schnell war doch die Zeit vergangen ist, jetzt packten wir schon wieder die Koffer für die Heimreise und nahmen Abschied von dem herzlichen und stets bemühten Personal des Hotels. Wir genossen hier eine wirklich liebevolle Betreuung. Um 10:00 Uhr stiegen wir in den Kleinbus und fuhren an die Playa de Palma in das Hotel Grand Fiesta, wo die Eberhardt Gäste der Rundreise wohnten. Im Kofferraum stellten wir unser Gepäck mit unter und trafen uns noch mal mit Isabel, um uns zu verabschieden. Zum ersten Mal in dieser Woche teilte sich die Gruppe. Einer ging mit den Rundreisengästen ins Aquarium, 3 fuhren mit dem Bus nach Palma und die anderen flanierten an der Strandpromenade entlang, um auch diesen Teil Mallorcas, der meist viel bekannter ist, kennen zu lernen. Die Playa de Palma ist geprägt von einem schönen Strand mit Promenade und den 15 Balnearios (Strandbars), dahinter die großen Hotelklötzer und die sich vielfach wiederholenden Souvenirgeschäften, Bars und Restaurants, die zum Großteil in deutschen Händen sind. Ja auch „Ballermann" gehört zur beliebten Urlauberinsel dazu. In unseren Augen ist das aber nicht das wahre, schöne Mallorca, das wir in den letzten 7 Tagen erlebten. So nach und nach trafen wir alle 12 Radfreunde wieder und verbrachten die letzten Stunden vor dem Abflug bei Sonnenschein an der Promenade. Lustig und unterhaltend beobachteten wir, schon etwas neidig, die vielen Radfahrer, mit den strammen Waden und Hintern . So ging die wunderschöne Radreise Mallorca mit einer harmonischen und lustigen Reisegruppe mit sehr guter Fitness zu Ende.
Ihr lieben, kleinen Krabbelkäfer! Ich danke allen für diese schöne Zeit und freue mich von Herzen auf ein Wiedersehen. Eure Nicole
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