Rundreise Spaniens Atlantikküste vom Baskenland bis Porto
Reisebericht: 04.06. – 15.06.2026
Unsere gemeinsame Reise führt uns von der baskischen Kunststadt Bilbao entlang der eindrucksvollen Nordküste bis ins malerische Porto. Wir erleben Kultur, Geschichte und Natur.
Ein Reisebericht von
Beate Klingebiel
Donnerstag 04. Juni Ankunft in Bilbao
Aus den verschiedensten Ecken Deutschlands treffen sich die meisten der Eberhardt Gruppe, um ab Frankfurt nach Bilbao im Baskenland zu fliegen. Das Wetter zeigt sich sowohl in Frankfurt wie auch in Bilbao von seiner regnerischen Seite. Die gute Stimmung in der Gruppe blieb
davon unberührt. Nach Ankunft in Bilbao waren alle froh, die Koffer da, der Bus stand parat.
Nach dem Einchecken im Hotel nutzten einige die Zeit für einen ersten Spaziergang. Die Basilica de Nuestra Señora de Begoña zu besichtigen ist eine gute Option sie befindet sich nur ein paar Meter entfernt vom Hotel. Sie ist die wichtigste Wallfahrtskirche der Stadt mit der Schutzpatronin im Inneren über dem Altar. Die Kirche beeindruckt auch von außen mit ihrer markanten gotischen Architektur.
Vor dem Abendessen treffen wir uns dann in der Lobby für einen Willkommensdrink und Vorstellungsrunde. Mit einem typischen baskischen Txacoli Wein stoßen wir auf eine schöne Zeit in Nordspanien an.
Beim anschließenden Abendbüffet ergeben sich erste nette Gespräche.
Freitag 5.Juni Stadtführung Bilbao, Guggenheim Museum, Restaurant Zurekin
Heute macht sich unsere Reisegruppe auf den Weg zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Bilbaos. Mit Reiseführern Christina geht es zunächst mit dem Bus hoch hinauf zum Berg Artxanda. Wir haben wunderbares sonniges Wetter und es bietet sich ein beeindruckender Panoramablick über die Stadt. Anschließend geht es weiter zur berühmten Puente Vizcaya, der historischen Schwebefähre, ein technisches Meisterwerk. Wir verfolgen wie die Fähre Menschen und Fahrzeuge über den Fluss Nervion transportiert. Dieses Bauwerk ( UNESCO Weltkulturerbe) verrichtet seit über hundert Jahren seinen Dienst. Weiter geht es entlang des Flusses Richtung Altstadt. Christina erzählt uns lebhaft die Entwicklung der Stadt Bilbao von der hässlichen Industriestadt zur modernen Metropole.
In der Altstadt geht es zu Fuß weiter. Wir schlendern durch die berühmten ursprünglichen " Siete Calles" Sieben Gassen. Sie bildeten im Jahr 1300 das gesamte Stadtgebiet, Händler, Handwerker und Seefahrer prägten hier das tägliche Leben. Zahlreiche Gebäude mit schmiedeeisernen Balkonen und teilweise mit Familienwappen sind sorgfältig restauriert. Wir schauen uns noch die Kathedrale an und unsere Führung endet auf der imposanten Plaza Nueva. Wir verabschieden Christina und haben noch Zeit uns auf eigene Faust umzusehen und leckere Pintxos zu probieren.
Am Nachmittag besuchen wir das weltberühmte Guggenheim Museum. Die von dem Architekten Frank Gehry entworfene Konstruktion aus Titan, Glas und Kalkstein ist schon ein eindrucksvolles futuristisches Kunstwerk für sich. Die geschwungen Formen und spiegelnden Titanplatten sind faszinierend. Zunächst schauen wir uns den mit tausend Blumen bepflanzen " Puppy" an. Ein riesiger 13m hoher Hund. Ein superbeliebtes Fotomotiv.
Im Inneren des Museums tauchen wir in die Welt der modernen zeitgenössischen Kunst ein. Hier gehen die Meinungen bezüglich der Kunst jedoch teilweise auseinander einige können sich begeistern andere äußern, dass viele Werke etwas schwer verständlich sind und sich ihnen die Aussage der Kunst nicht unmittelbar erschlossen hat. Kunst ist eben subjektiv....
Wir spazieren gemeinsam entlang des Flusses Nervion vorbei an der Zubizuri Brücke zu einem typischen baskischen Restaurant. Dort ist es brechend voll und laut aber wir finden es toll und genießen Wein und die Pintxos in authentischer Atmosphäre. Alle hatten einen wunderbaren Tag........
Samstag 06. Juni Ausflug nach San Sebastian
Heute hat unsere Reisegruppe einen abwechslungsreichen Ausflug nach San Sebastian unternommen. Der Tag beginnt am historischen Palacio de Miramar, dem ehemaligen Sommersitz der spanischen Königsfamilie. Das im englischen Landhausstil errichtete Schloss wurde im 19. Jahrhunderts für Königin Maria Christina erbaut und bietet einen beeindruckenden Blick über die Bucht von La Concha. Die gepflegten Gärten und Aussichtspunkte begeistern uns. Einige nutzen die Gelegenheit und laufen vom Schloss Richtung Funicular und fahren mit der über hundert Jahre alten Standseilbahn auf den Berg Igueldo. Leider lässt uns das Wetter etwas im Stich und der Himmel öffnet Hin und wieder seine Schleusen. Wir lassen uns dadurch unsere gute Stimmung nicht vermiesen. Mit Regenschirm und weitgehend wetterfester Kleidung machen sich einige mit Bea auf den Weg hoch zum Castillio auf den Berg Monte Urgull. Uns umgibt grüne Vegetation, nun ja, kein Grün ohne Regen. Auch wenn die Fernsicht etwas eingeschränkt war eröffnen sich unterwegs eindrucksvolle Ausblicke auf die Bucht und die Stadt. Heute haben wir hier oben Glück, das kleine Museum zur Geschichte der Stadt hat geöffnet. Sogar ganz hoch hinauf zur Christusstatue können wir gehen.
Wieder gut in der Altstadt angekommen kehren die meisten von uns in verschiedene Pintxos Bars ein, oder genossen ein Stück vom berühmten San Sebastian Käsekuchen. Andere schlendern durch die Gassen und wandern auf der wunderschönen Promenade am Meer entlang.
Am Nachmittag haben wir nach einer guten Stunde Fahrt unser Hotel in Bilbao wieder erreicht und freuen uns auf ein leckeres Abendessen.
Trotz des Regens war der Ausflug wunderbar.
Sonntag 7.Juni Laredo, Satoña, Altamira Höhle, Santillana del Mar
Nach unserer Ankunft in Laredo erkunden wir zunächst die historische Altstadt, die sogenannte Puebla Vieja. Dieser mittelalterliche Stadtkern mit seinen engen, gepflasterten Gassen, alten Herrenhäusern und der imposanten gotischen Kirche Santa María de la Asunción vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte der ehemaligen Hafenstadt. Die Altstadt gehört zu den bedeutendsten historischen Ensembles Kantabriens und bewahrt bis heute ihren besonderen Charme. Das Wetter ist heute wunderbar und pünktlich erscheint unser Boot.
Vom Hafen aus führt uns die Fahrt Richtung Santoña. Dabei bieten sich herrliche Ausblicke auf die steilen Klippen des Monte Buciero und die geschützte Natur der Bucht. Ein Höhepunkt ist der Blick auf den berühmten "Faro del Caballo", einen spektakulär gelegenen Leuchtturm, der hoch über dem Meer auf einem Felsen steht. Einst lebte dort der Leuchtturmwärter mit seiner Frau und fünf Kindern. Ein hartes und beschwerliches Leben. Vom Wasser aus konnten wir die einzigartige Lage des Leuchtturms besonders gut bewundern. Weiter entlang der steilen Klippen geht es mit dem Bootchen Richtung Santoña. Dort steigen wir aus und spazieren am Meer entlang dann vorbei an den berühmten Sardellenfabriken. Es ist Sonntag und keiner arbeitet heute. Dennoch finden wir ein geöffnetes Geschäft und wir nutzen die Gelegenheit Fischdosen zu kaufen. Die kleinen Fische aus dem Kantabrischen Meer gelten als besondere Delikatesse, sie sind sorgfältig gereift, filetiert und in Öl eingelegt.
Dann geht es weiter zur Altamira Höhle, eine der bedeutendsten Fundstätten prähistorischer Kunst. Wir erhalten interessante Informationen über die Entdeckung der Höhle und das Leben der Menschen vor mehr als 18.000 Jahren. Besonders beeindruckend sind die berühmten Darstellungen von Bisons, Pferden und Hirschen, die mit erstaunlicher Kunstfertigkeit an die Felsdecke gemalt wurden.
Da die originale Höhle aus Gründen des Denkmalschutzes nur sehr eingeschränkt zugänglich ist, besichtigten wir die originalgetreue Nachbildung, die sogenannte Neocueva. Diese vermittelt einen hervorragenden Eindruck von den einzigartigen Höhlenmalereien und den Lebensbedingungen der Menschen in der Altsteinzeit.
Während des Rundgangs erfahren wir viel über die Techniken der steinzeitlichen Künstler, die verwendeten Naturfarben und die Bedeutung der Darstellungen für die damaligen Gemeinschaften.
Am Busparkplatz versammelt sich unsere Reisegruppe zur Weiterfahrt und zur Freude aller überrascht uns ein Gast mit einer besonderen Aufmerksamkeit und spendiert spontan eine Runde Kantabrischen Wein für die ganze Gruppe. Tolle Idee, da waren wir uns natürlich sofort einig. Wir stoßen gemeinsam auf unsere wunderbare Reise an. Die Einladung sorgt für gute Stimmung und unterstreicht den schon so freundschaftlichen Zusammenhalt der Reisegruppe. Vielen Dank an den großzügigen Spender für diese schöne Geste, die von allen Teilnehmern sehr geschätzt wurde!!
Weiter geht es ins malerische Städtchen Santillana del Mar, das zu den schönsten und am besten erhaltenen historischen Orten Spaniens zählt. Bereits beim Betreten der Altstadt fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Die gepflasterten Gassen, prächtigen Steinhäuser mit ihren blumengeschmückten Balkonen und die mittelalterliche Atmosphäre verleiht dem Ort einen ganz besonderen Charme.
Während unseres Rundgangs bewundern wir die hervorragend erhaltene Architektur. In den kleinen Geschäften und Cafés entlang der Gassen können wir das lebendige Flair des Ortes genießen Wir sehen auch die beeindruckende Colegiata de Santa Juliana, das bedeutendste Bauwerk des Ortes.
Am Nachmittag Check in im Hotel in Santander das in unmittelbarer Nähe des Strandes liegt und bei diesem sonnigen Wetter laufen einige am Strand spazieren, oder mit Bea zur Isla Magdalena wo ein großes Kinderfest stattfindet. Wir laufen tapfer beergauf vorbei an einem Minizoo und Repliken historischer Schiffe. Oben angekommen, bewundern wir den Palacio de la Magdalena eine ehemalige königliche Sommerresidenz. Ja die Könige wussten die schönsten Plätze zu finden. Die fantastische Lage und die Aussicht beeindruckt uns.
Nach einem ereignisreichen Tag zieht es uns nun ins Hotel zum Abendessen.
Montag 8.6. Santander Comillas Capricho de Gaudi Queseria Cabrales
Frisch und erholt fahren wir Richtung Innenstadt von Santander. Dort besuchen wir das beeindruckende Centro Botín. Das moderne Kunst- und Kulturzentrum wurde vom renommierten Architekten Renzo Piano entworfen liegt direkt an der Bucht von Santander. Durch seine außergewöhnliche Architektur und die Lage über dem Wasser bietet das Gebäude einen besonderen Blick auf die Stadt und das Meer.
Im Anschluss unternehmen wir einen kurzen Stadtrundgang. Dabei erhalten wir einen Eindruck von der maritimen Atmosphäre Santanders, den gepflegten Grünanlagen und den charakteristischen Gebäuden der Innenstadt. Aufgrund eines Großbrandes 1941 sind nicht mehr viele historische Gebäude erhalten, aber die Stadt wirkt sehr edel und wird für ihre hohe Lebensqualität geschätzt.
Wir setzen die Fahrt fort in das malerische Küstenstädtchen Comillas. Während in der Altstadt entlang der Gassen alte Steinhäuser mit Holzbalkonen stehen, protzt auf dem Hügel über der Stadt das neoklassische, riesige Gebäude der ehemaligen Päpstlichen Universität, welches als Priesterseminar der Jesuiten diente. Kein bisschen bescheiden präsentiert sich auch der Palast des Marqués de Comillas im neugotischen Stil, direkt daneben seine private Kapelle, gebaut wie eine kleine Kathedrale (erbaut 1888)
Der Hauptgrund dieses Städtchen zu besuchen ist das Werk von Antonio Gaudí aus dem 19. Jahrhundert. Villa Quijano oder "El Capricho" (die Laune) genannt. Eine der wenigen Werke Gaudis außerhalb von Katalonien. Wir bekommen eine Führung durch die Villa. Er erklärt, dass Gaudis Modernisme-Stil sich hier durch eine Fusion von Musik, Natur und Architektur auszeichnet. Besonders zu erwähnen ist der runde Turm, der mit vielen Kacheln verkleidet ist, die Sonnenblumen abbilden. Auch die Glasfenster sind bemerkenswert, denn an ihnen erscheinen wieder Bezüge zur Musik und zur Natur (Tiere, die verschiedene Instrumente spielen). Die Räume sind auf Wunsch des Auftraggebers Maximo Diaz so angeordnet, dass sie dem Verlauf der Sonne folgen und möglichst viel Tageslicht zu erhalten. Die Fenster können auf unterschiedliche Weise geöffnet werden um Luftzirkulation und Temperatur zu regulieren. Alles sehr raffiniert und technisch innovativ für die damalige Zeit. Leider konnte der Bauherr nur ein paar Tage seine Villa genießen, er ist tragischerweise verstorben.
Der nächsten besondere Programmpunkt war der Besuch einer traditionellen Käserei. Nach der Ankunft erhalten wir von Juan, dem Besitzer des Bauernhofes zunächst einen Einblick in die Tierhaltung und besichtigten die Ställe mit Ziegen und Schafen. So niedlich auch die Babys, Zicklein und Lämmchen die frei durch den Stall wuseln und uns neugierig begutachten. Dabei erläutert Juan, welche Bedeutung die artgerechte Haltung, Zucht und die Qualität der Milch für die spätere Käseherstellung haben. Weiter geht es durch die Produktionsräume der Käserei. Nicht bevor wir jeder ein Käppi zum Schutz auf den Kopf setzen müssen, sieht lustig aus muss aber aus hygienischen Gründen zwingend sein. Wir erfahren Wissenswertes über die einzelnen Schritte der Blauschimmel Käseherstellung – von der Milchgewinnung über die Verarbeitung bis hin zur Reifung der verschiedenen Käsesorten und regionale Besonderheiten.
Höhepunkt des Besuchs war die Verkostung von drei unterschiedlichen Käsesorten, die sich in Geschmack, Konsistenz und Reifegrad unterscheiden. Dazu wird der traditionelle Sidra (Apfelwein) gereicht. Wir lernen die typische Art des Einschenkens kennen: Dabei wird der Sidra aus erhöhter Position in das Glas gegossen, damit der Sidra sein volles Aroma entfalten kann.
Durch die Berge geht es zu unserem nächsten Hotel in Ribadesella wieder ein Hotel direkt am Meer. Wir genießen heute ein außergewöhnlich gutes Abendessen und freuen uns über die vielen schönen Eindrücke des Tages.
Dienstag 9.6. Covadonga und Oviedo
Im Rahmen unseres Aufenthalts in Asturien besuchen wir Covadonga, einen der bedeutendsten religiösen und historischen Orte Spaniens. Die Anlage liegt in einer beeindruckenden Berglandschaft am Rand des Nationalparks Picos de Europa. Pelayo war der erste König Asturiens und eine wichtige historische Persönlichkeit Spaniens. Er führte den Widerstand gegen die muslimischen Eroberer an und errang bei der "Schlacht von Covadonga" 722 einen bedeutenden Sieg. Der Sieg gilt als Beginn der Reconquista (Rückeroberung)
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Heilige Grotte (Santa Cueva). Durch das himmlische, schützende Eingreifen der" Heiligen Jungfrau" (Santina genannt) wurde der Sieg Pelayos unterstützt. Die aus rosa Sandstein erbaute große Basilika wurde erst zwischen 1877 und 1901 erbaut. Leider lässt uns heute das Wetter etwas im Stich, es regnet.
Weiter geht es Richtung Oviedo. Nach der Mittagspause haben wir eine großartige kurzweilige Führung mit Beatrice durch die historische Altstadt. Wir bekommen interessante Einblicke in die Geschichte, Kultur und Architektur der Hauptstadt Asturiens. Besonders beeindruckend ist die Kathedrale von Oviedo, eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Angetan sind wir von der außergewöhnlichen Sammlung von Straßen- und Bronzeskulpturen die über das gesamte Stadtzentrum verteilt zu finden sind. Mehr als hundert Figuren und Denkmäler, die historische Persönlichkeiten, literarische Figuren, Künstler oder Szenen des traditionellen asturischen Lebens darstellen. Dadurch wirkt die Stadt wie ein großes Freilichtmuseum. Wir bedanken uns herzlich bei unserer örtlichen Stadtführerin und fahren zu unserem Stadthotel in Oviedo. Einige machen sich direkt wieder auf den Weg in die Innenstadt um die sehenswerte Kathedrale von innen zu besichtigen auch ein Museum lockt kostenfrei zum Besuch.
Mittwoch 10.06. Kathedralen Strand, Lugo, A Coruña
Heute Vormittag besuchen wir kurz den sogenannten Kathedralenstrand (galicisch: Praia das Catedrais) an der Nordküste Spaniens in der Provinz Lugo, nahe der Grenze zu Asturien. Seinen Namen verdankt der Strand den gewaltigen Felsbögen, Höhlen und Felssäulen, die durch Meereserosion entstanden sind und an die Gewölbe gotischer Kathedralen erinnern. Während unseres Besuchs ist zum Bedauern aller gerade Flut, das heißt wir können uns nur von oben ein Bild machen. Der Strand ist nur bei Ebbe begehbar. Es gibt einen Weg entlang der Klippen mit Blick aufs Meer und bei dem schönen Wetter heute wenigstens eine kleine Entschädigung.
Lugo, die Stadt zählt zu den ältesten Siedlungen Galiciens und wurde von den Römern als Lucus Augusti gegründet. Heute ist Lugo vor allem für seine außergewöhnlich gut erhaltene römische Stadtmauer bekannt.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Römische Stadtmauer von Lugo. Sie wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. errichtet, um die römische Stadt zu schützen. Mit einer Länge von etwa 2,1 Kilometern und ca 5m Breite umschließt sie noch heute vollständig die Altstadt. Die Mauer besitzt zahlreiche runde (71) Türme und mehrere Tore (10) und gilt als das am besten erhaltene Beispiel spätrömischer Befestigungsanlagen in Westeuropa. Seit dem Jahr 2000 gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Wir spazieren in der Altstadt bis zur beeindruckenden Kathedrale und genießen einen Spaziergang auf der Stadtmauer, jeder nach seinem Gusto. In diversen Restaurants finden alle ein leckeres Mittagessen.
Am späten Nachmittag erreichen wir A Coruña. Zuerst statten wir dem Herkulesturm einen Besuch ab. Im Jahr 2009 wurde der Tower of Hercules ( 55m hoch) von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Name geht auf eine alte Legende zurück. Nach der Überlieferung besiegte der griechische Held Heracles (Herkules) den Riesen Geryon und errichtete an dieser Stelle einen Turm als Siegesdenkmal. Diese Legende ist eng mit der Identität Galiciens verbunden. Es gibt schöne Wege rund um den Turm und wir genießen das tosende Meer.
Am Abend, nachdem wir in unserem Hotel etwas Zeit zum frisch machen haben geht es mit dem Bus in die Stadt. Wir schauen uns zunächst den Plaza de la Pita mit der gleichnamigen Statue an. Die Dame wurde bekannt durch ihre Rolle bei der Verteidigung der Stadt gegen einen englischen Angriff im Jahr 1589. Während der Belagerung durch die sogenannte englische Armada sollen die Angreifer bereits Teile der Stadtmauer überwunden haben. Der Überlieferung nach tötete María Pita einen englischen Offizier, ergriff dessen Fahne oder Lanze und rief die Einwohner zum Widerstand auf. Ihr Mut soll entscheidend dazu beigetragen haben, die Verteidiger zu motivieren und den Angriff zurückzuschlagen. María Pita gilt heute als Symbol für Mut, Widerstandskraft und die Geschichte Galiciens. Des weitern bewundern wir die berühmten Glasfassaden ( Man nennt A Coruna auch Stadt aus Glas) Ursprünglich wurden diese Glasfassaden an den traditionellen Fischerhäusern entworfen, um mehr Sonnenlicht und Wärme in die Wohnungen zu bringen.
Dann geht es zum Essen in ein typisch galicisches Restaurant. Wir werden überhäuft mit typischen Spezialitäten de Landes unter anderem Pulpo de Gallego, Calamares dazu guten Wein .....uns geht es sooo gut. Nachdem köstlichen Abendmahl gehen einige mit Bea zu Fuß zum Hotel zurück, tut gut nachdem reichhaltigen Essen.
Donnerstag 11.06. Cap Finisterre, Santiago de Compostela
Heute reisen wir ans "Ende der Welt"! Das Kap Finisterre (Cabo Fisterra) in Galicien, Spanien, ist der westlichste Punkt der iberischen Halbinsel und galt in der Antike als das „Ende der Welt“. Dem Tor ins Jenseits wo Meeresungeheuer lebten und alles verschlangen. Die Galizier sind schon recht abergläubig........
Es ist auch der symbolische Endpunkt vieler Jakobsweg-Pilger (Kilometer 0) und besticht durch dramatische Klippen und einen markanten Leuchtturm. An diesem schönen Fleckchen Erde ist uns das Wetter mal wieder wohlgesonnen. Einige von uns wollen es sich nicht nehmen lassen und wenigsten ein bisschen Pilgerfeeling erleben. So bietet es sich an 3km vom "Nullpunkt" Kap Finisterre aus bis zum Örtchen Finisterre zu "pilgern" immerhin sind es 3 Kilometer. Im Örtchen angekommen lockt erstmal ein kühles Getränk.
Anschließend erreichen wir mit dem Bus unser Hotel in Santiago de Compostela. Unsere örtliche Reiseführerin Susana holt uns vom Hotel ab und wir gehen vorbei durch kleine Gassen mit Gemüsegärtchen. Dann erreichen wir den großen lebendigen Platz "Praza do Obradoiro" das Herz der Stadt. Hier kommen alle zusammen die aus unterschiedlichsten Motiven Santiago besuchen. Pilger und Reisende aus aller Welt die Einzeln oder in Gruppen, laut oder leise, erschöpft oder freudig erregt auf dem Platz sitzen, liegen, stehen. Linker Hand Richtung Kathedrale liegt das ehemalige Hospital Real, heute ein Luxushotel. Nebenan befindet sich das heute Rathaus und ehemaliger Palast des Erzbischofs und rechts ein historisches Gebäude der Universität, eine der ältesten Spaniens.
Der Höhepunkt des Tages ist die Besichtigung der monumentalen Kathedrale von Santiago de Compostela. Schon von außen beindruckt sie durch ihre barocke Fassade. Sie wurde über dem Grab des Apostels Jakobus errichtet und zählt zu den wichtigsten christlichen Heiligtümern Europas. Wir bewundern das prachtvolle Hauptschiff mit seinen kunstvollen Verzierungen, den Hochaltar mit der Figur des Apostels Jakobus, die Krypta mit dem Grab. Die vier Fassaden der Kathedrale verkörpern verschiedene Epochen und Baustile.
Freitag 12.06. Bootsfahrt O' Grove, La Toja, Combarra
Bei sonnigem und warmen Wetter geht es nach O Grove ein beliebter Urlaubsort an den Rias Baixas. Eine informative Bootsfahrt zu den bedeutendsten Muschelzuchtgebieten Spaniens. Während der Tour erhielten wir interessante Informationen über die traditionelle Muschelzucht auf den sogenannten „Bateas“, den schwimmenden Plattformen zur Aufzucht von Muscheln, Austern und Jakobsmuscheln.
Ein Einblick in die Arbeit der Fischer und Muschelzüchter, die für die Region von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist.
Ein Höhepunkt der Bootsfahrt war die Verkostung frisch gedämpfter galicischer Muscheln an Bord. Frisch und köstlich. Kaum verspeist wird sofort für Nachschub gesorgt. Dazu gibt es köstlichen galicischen Weißwein. Die Stimmung wird ausgelassen und einige tanzen an Bord zu spanischer Musik. Gut gelaunt kommen wir nach einer Stunde wieder am Hafen von O Grove an.
Nach nur 10 Minuten Busfahrt erreichen wir über eine Brücke die Insel La Toja. Die Insel ist für ihre gepflegten Parkanlagen, ihre traditionsreichen Kurbäder und ihre besondere Atmosphäre bekannt. Viele Prominente besitzen hier ein Ferienhaus.
Wir besichtigten wir die berühmte Muschelkirche, die dem heiligen Caralampio geweiht ist. Die kleine Kapelle ist einzigartig, da ihre Außenfassade vollständig mit Jakobsmuscheln verkleidet ist. Die Muscheln symbolisieren die enge Verbindung Galiciens zum Meer und zum Jakobsweg.
Die Mittagspause verbringen wir in Combarro. Der historische Ortskern zählt zu den schönsten und bekanntesten Dörfern Galiciens. Mit seinen engen Granitgassen, den traditionellen Steinhäusern und dem direkten Zugang zum Meer vermittelt Combarro ein besonders authentisches Bild der galicischen Küstenkultur. Es gibt zahlreiche Hórreos, den für Galicien typischen Kornspeichern. Diese erhöht auf Steinpfeilern errichteten Speicher dienten früher zur trockenen und sicheren Lagerung von Getreide, Mais und anderen Lebensmitteln. Entlang der Uferpromenade stehen mehr als 30 Hórreos dicht nebeneinander und bilden ein einzigartiges Ensemble, das zu den Wahrzeichen des Ortes gehört. Anschließend fahren wir mit dem Bus zurück zu unserem Hotel in Santiago de Compostela. Ein bisschen Siesta ist nun nötig, denn heute ist es wahrlich heiß, über 30 Grad.
Am Abend ziehen die meisten von uns nochmal los um das Leben in der Stadt zu genießen. Besonders vom Alameda Park in unmittelbarer Nähe zum Hotel hat man eine fantastische Aussicht auf die abends beleuchtete Kathedrale und die Stadt.
Samstag 13.6. Baiona , Monte Tegra, Weiterfahrt nach Porto
Heute geht es Richtung Portugal. Den ersten Stopp legen wir in dem Küstenstädtchen Baiona ein. Die Altstadt von Baiona gehört zu den schönsten historischen Ortskernen Galiciens. Sie wurde 1993 als historisch-künstlerisches Ensemble unter Denkmalschutz gestellt und besteht aus engen, gepflasterten Gassen, Granithäusern, kleinen Plätzen und Kirchen etwas versteckt in der "zweiten Reihe" der Stadt. Auf einer Halbinsel liegt die „Burg von Baiona“ das Fortaleza de Monterreal , eine der Küstenfestungen Spaniens. Die Festung entstand zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert und diente dem Schutz der galicischen Küste gegen Piraten und feindliche Flotten. Heute befindet sich innerhalb der Mauern ein luxueriöses Parador Hotel. Unsere Gruppe verstreut sich, ein Teil schaut sich die Altstadt und die Pinta an, einige laufen mit mir rund um die Festung und wir haben immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den Atlantik.
Im März des Jahres 1493 überbrachte in Baiona der Kapitän der Pinta, Martín Alonso Pinzón, als Erster die Nachricht der Entdeckung der Neuen Welt nach Europa. Auf dieses Ereignis ist der Ort bis heute mächtig stolz und gibt natürlich auch den Anlass für eine ordentliche Fiesta. Eine Replika der Pinta liegt am Hafen von Baiona und ist ein Museumsschiff.
Weiter geht es hoch auf den 341 Meter hohen Berg Monte de Santa Trega und wir werden mit einem imposanten Panoramablick auf die Mündung des Flusses Río Miño in den Atlantik belohnt. Der Ausblick auf die Umgebung begeistert. Der Blick schweift über die portugiesischen und galicischen Küstengebirge. Entlang des Flusses Miño sind schöne, weiße Sandstrände zu entdecken.
Ein weiteres Highlight sind die "Castros". Im 6. Jahrhundert v. Chr. besiedelten Kelten diesen prominenten Hügel. Die in den Grundrissen erhaltene Dorfanlage (Castro de Santa Trega) wurde teilweise rekonstruiert. Prähistorische Felsbilder in den Steinen der Umgebung weisen auf die lange Siedlungsgeschichte des Ortes hin. Fundstücke der Ausgrabungen können in dem kleinen Museum besichtigt werden.
Die Siedlung war etwa von 100 v. Chr. bis 100 n. Chr. bewohnt. Obwohl die Römer bereits in der Region präsent waren, blieben viele traditionelle Elemente der keltischen Castro-Kultur erhalten, insbesondere die runden Steinhäuser.
Bevor wir wieder in den Bus zur Weiterfahrt einsteigen gibt es an diesem schönen Ort noch eine kleine Überraschung. Jeder Gast bekommt von Bea einen Becher mit Albariño Wein, dazu salziges Gebäck. Wir stoßen an auf die wunderschöne Reise, verabschieden uns von Spanien und begrüßen Portugal. Zum Nachtisch gibt es noch den berühmten Mandelkuchen aus Santiago de Compostela.
Auch unsern Busfahrer Carlos feiern wir, weil es uns sicher durch Spanien gefahren hat.
Am Nachmittag erreichen wir bei sonnigem Wetter Porto und einige machen sich direkt auf den Weg , die Stadt zu besichtigen.
Sonntag 14.6. Stadtbesichtigung Porto, Burmester, Abschiedsessen am Douro
Unsere örtliche Reiseführerin Celia holt uns um 9h ab. Zunächst können wir vom Bus aus einen ersten Eindruck dieser faszinierenden Stadt gewinnen. Leider hat Petrus seine Schleusen geöffnet und es regnet. Bei der Kathedrale von Porto (12Jh.). Seit 1996 ist sie ein UNESCO Weltkulturerbe steigen wir kurz aus. Von hier aus hat man eine guten Überblick, auf die einzelnen Stadtteile Portos.
Während der Weiterfahrt passieren wir die Harry Potter Buchhandlung, die Menschen stehen Schlange um sie zu besichtigen, gilt sie doch als eine der schönsten Buchläden in Europa. Vorbei am Löwenbrunnen vor der Universität, wo die neuen Studenten "getauft" werden und am Torre dos Clerigos mit der Barockkirche. Der Turm ist weithin sichtbar. Porto ist momentan leider eine Großbaustelle der Bürgermeister von Porto will unbedingt eine U-Bahn bauen. Die rosa Linie. Wann sie fertig wird ist noch ungewiss.
Wir fahren mit dem Bus auf die andere Seite des Flusses Douro in das Stadtviertel Gaia und laufen ein Stück bis zu der bekannten Burmester Portwein Kellerei. Die Familie Burmester hat deutsche Wurzeln und leitet sich von dem Wort Bürgermeister auf platt Burmeester ab. Wir erfahren einiges über die Herstellung des Portweins und besichtigen den Keller. Schließlich probieren wir einen weißen und einen roten Portwein.
Anschließend gehen wir über die berühmte Metallbrücke Dom Luis I. Fußgänger und Autobrücke, oben fährt die Straßenbahn entlang und ist auch für Fußgänger begehbar. Es bieten sich wunderbare Ausblicke auf den Douro und die farbenfrohen Häuserfassaden. Celia zeigt uns noch den Treffpunkt wo unser Bus uns nach der Mittagspause wieder zum Hotel bringt. Inzwischen zeigt sich auch die Sonne wieder.
Unsere Reise endet mit einem wunderbaren gemeinsamen Abschiedsabendessen in einem Restaurant am Douro. Während die Lichter der Stadt sich im Wasser spiegeln, denken wir zurück an die vergangenen Tage voller Entdeckungen, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse.
Schön war es, da sind sich alle einig.
Montag 15.6. Rückreise nach Deutschland
Um Punkt 8 Uhr werden unsere Koffer ein letztes Mal im Bus verstaut und es geht zum Flughafen. Wir kommen "relativ" pünktlich in Frankfurt an und einige sprinten los um ihre Anschlußflüge zu erreichen.............alle haben es geschafft!!
Gemeinsam haben wir die Vielfalt Nordspaniens erlebt, jeder Ort hatte etwas ganz besonderes zu bieten. Was diese tolle Reise aber wirklich einzigartig gemacht hat, waren nicht nur die grandiosen Kulissen, Städte, Kulturdenkmäler, Bootsfahrten, Spezialitäten, der fantastische Wein – das wart ihr. Danke für eure Neugier, eure Pünktlichkeit, euer Lachen und die wunderbare Harmonie in unserer Gruppe. Es war eine Freude mit euch Allen!
Wenn ihr das nächste Mal ein Glas Wein einschenkt, denkt an unsere gemeinsame Zeit zurück.
Muchas Gracias y Obrigado und vielleicht auf ein Wiedersehen bei einer anderen Eberhardt Reise.
Eure Bea
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien