Chile, Bolivien und Peru – legendäres Andenhochland
Reisebericht: 04.11. – 01.12.2010
28 unvergessliche Tage sind wir durch Südamerika gereist und haben Chile, Bolivien und Peru auf mit allen faszinierenden Facetten kennen lernen dürfen. Lesen Sie selbst!
Ein Reisebericht von
Frieda Schilling
Chile: Santiago – Atacama–Wüste
Bereits während des Informationsabends lernt sich der Großteil der Reisegruppe kennen und die Vorfreude steigt auf die Reise nach Südamerika. Bequem geht es dann mit dem Haustür-Transfer-Service zum Flughafen nach Berlin, von wo aus wir via Madrid in die chilenische Haupstadt Santiago de Chile starten. Nach einem langen Flug haben wir es geschafft und haben das novemberliche Grau Deutschlands hinter uns gelassen und sind im Frühling gelandet. Nach einer Stadtbesichtigung enden wir mit einem leckeren Mittagessen am Fischmarkt und stoßen auf den Beginn unserer Reise mit einem Getränk an, das uns noch länger unterwegs begleiten wird: Der Pisco Sour! Sowohl Chile als auch Peru haben diesen Cocktail auf Traubenschnapsbasis mit Limettensaft zu ihrem Nationalgetränk erklärt.
Am nächsten Tag geht der Flug in den Norden Chiles, nach Calama und in die Flussoase San Pedro in der Atacama-Wüste, eine der trockensten Wüsten der Welt. Zusammen mit unserer Reiseleiterin Elena entdecken wir die Schönheiten dieser Landschaft, die besonderen Gesteinsformationen bei einem Spaziergang durch das Mondtal und hinauf auf eine Sanddüne von der aus wir den Sonnenuntergang beobachten.
Am nächsten Tag geht es hinauf zu den Hochlandlagunen auf über 4.000 Metern Höhe. Während unseres schmackhaften Picknicks mit chilenischem Rotwein blicken wir auf das strahlende Blau der Lagune, an deren Ufer die grazilen Vikunjas grasen. Sie ernähren sich von dem Ichu-Gras, sehr hartem Gras, dass von den Hochlandbewohnern zum Decken der Häuserdächer verwendet wird. Später sehen wir Flamingos, die sich von den winzig kleinen Tierchen im Wasser des Salzsees ernähren.
Früh aufstehen heißt es am nächsten Morgen, denn es geht auf zu den El Tatio-Geysieren, einem Naturschauspiel, das besonders in der Frühe, wenn es in der Wüste noch bitterkalt ist, beeindruckend ist. Während sich langsam die ersten Sonnestrahlen über dem Feld mit blubbernden und zischenden Dampfsäulen ausbreiten, genießen wir ein zweites Frühstück. Auch hier sehen wir eine ganze Herde von Vikunas von Nahem. Nach dem kühlen Morgen genießen wir das warme Wasser der Puritamaquellen - wunderschön in einer tiefen Schlucht elegenen Naturbädern. Beim Abendessen in einem der Restaurants in San Pedro erleben wir beeindruckende Kochkünste, chilenische Musik und vor allem ein Dessert der besonderen Art, in dem eine Graupenart und ganze Pfirsiche in einem schmalen Glas serviert werden. Ein schöner letzter Abend in Chile, bevor wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zur bolivianischen Grenze machen.
Bolivien: Salar de Uyuni – Sucre – La Paz – Titicaca–See
Wir steigen um auf Jeeps, die beladen sind mit allen Vorräten für die nächsten Tage - denn es geht durch das unwegsame Gelände Boliviens in der Hochebene und bis zum Salzsee von Uyuni. Auch unsere eigene Köchin haben wir dabei, die sich in den nächsten Tagen um unser leibliches Wohl kümmern wird. Hier oben in der Höhe ist die Luft dünn und die Fahrstrecke ist holperig und staubig, doch der Ausblick auf die verschiedenen bunte Lagunen entschädigt.
Andenflamingos sind an der Roten Lagune zu sehen, deren Pigemente das Gefieder der Flamingos so farbenreich strahlen lassen. In sehr einfacher Unterkunft in einem typischen kleinen Dorf übernachten wir bevor wir uns am nächsten Morgen weiter durch die karge Landschaft bewegen. Unterwegs begegenen uns nur wenige Menschen, aber wir sehen viele Lamas und Alpakas. Die Hochlandbewohner kauen Coca-Blätter und tragen sehr farbenfrohe Kleidung. Besonders die Frauen tragen schwere Lasten, wie Feuerholz, und tragen auch ihre Kinder in bunte Tücher gewickelt auf dem Rücken. Auf dem Land ist die Geburtenrate sehr hoch, denn die Kinder werden in der Landwirtschaft als Altersvorsorge der Eltern gebraucht.
Am Abend erreichen wir ein weiteren Wüstenort, San Juan de Uyuni, in dessen Nähe ein Mumienfriedhof von den Riten vergangener prekolumbianischer Kulturen zeugen. In der Höhe pfeift der Wind um das kleine Hotel, in dem wir die Nacht verbringen. Bei Kerzenschein essen wir unser Abendessen.
Dann haben wir den größten Salzsee der Welt erreicht - den Salar de Uyuni!
Die Dimension dieser riesen weißen Salzpfanne ist überwältigend. Inmitten dieser einmaligen Lanschaft, über die wir mit unseren Jeeps brausen, befindet sich die Insel Incahuasi mit vielen blühenden Kakteen. Wir wandern bis zum höchsten Punkt der Insel und machen beeindruckende Fotoaufnahmen. Abends kehren wir ein in ein Hotel, das komplett aus Salzblöcken erbaut wurde. Von der liebevoll eingerichteten Anlage aus genießen wir den Sonnenuntergang über dem glitzernden Salzsee.
Auch am nächsten Tag widmen wir uns weiter dem "weißen Gold", das in einem kleinen Ort von Hand gewonnen wird. Wir sehen, wie das Salz zu kleinen Pyramiden aufgetürmt wird, anschließend mit Lastwagen transportiert und von Hand in Plastikbeutel gefüllt wird, die über eine Flamme versiegelt werden. Dann erreichen wir die Stadt Uyuni, was in der einheimischen Sprache "Platz der Lasttiere" bedeutet. Keine Schönheit, aber für uns die Möglichkeit bolivianisches Geld zu tauschen und ein wenig an Einkäufen zu tätigen. Eine Musikkapelle marschiert die Hauptstraße entlang.
Am Abend erreichen wir die Stadt Potosi, die Stadt am Cerro Rico, dem "reichen Berg", die während des Abbau von Silbers eine der größten und reichsten Städte der Welt war. Unter unmenschlichen Bedigungen, auf Kosten der indigenen Hochlandbewohner wurde hier unter den Spaniern unermesslicher Reichtum erwirtschaftet. Die Lage der Stadt auf großer Höhe und die sauerstoffarme Luft machten diese Arbeit besonders hart. Heute wirkt die Stadt chaotisch, aber der mit Girlanden geschmückte Berg thront immer noch über der Stadt und erinnert an ihre Vergangenheit.
Wir essen zu Abend in einem kleinen Restaurant und werden von stimmungsvoller traditioneller Musik begleitet. Am nächsten Tag besuchen wir die spanische Münzpräge, das "Casa de Moneda" in dem das gewonnene Silber zu Münzen geformt wurde. Über Land geht es weiter in die bolivianische Hauptstadt Sucre, die ein ganz anderes Stadtbild präsentiert. Auf angenehmen 2.600 Metern gelegen, eine weiße Stadt mit schönen Parks und vielen Kolonialbauten eröffnet sich uns während einer Stadtrundfahrt. Von einem Aussichtspunkt sehen wir die von verschiedenen Hügeln umrandete Stadt.
Von Sucre aus machen wir uns auf den Weg zu einem einmal die Woche stadtfindenden Markt in Tarabuco. Hier tauscht die indigene Bevölkerung ihre Waren aus und heutzutage gibt es auch viele Möglichkeiten um Souvenirs und Kunsthandwerk zu erstehen. Besonders die bunten gewebten Stoffe und Strickware aus Alpaka-Wolle verlocken. Zurück in Sucre fliegen wir nach La Paz. Ein Streik der Taxi- und Busfahrer in der Innenstadt führt uns dazu, unser Programm ein wenig zu tauschen und so besuchen wir direkt die Ruinenstätte von Tiwanaku. Die Ausgrabungen finden immer noch statt und wir sind begeistert von der alten Baukunst. So gibt es zum Beispiel einen steinernen Lautsprecher, geformt wie ein menschliches Innenohr, der auch heutzutage noch die Stimme des Sprechenden so stark verstärkt, dass er auch aus weiter Entfernung auf dem Platz zu hören ist.
Von der Oberstadt El Alto gelangen wir hinab in den höchsten Regierungssitz der Welt. Ein unglaublicher Blick über diese zwischen die Berge gequetschte Stadt bietet sich uns. Je tiefer im Tal gelegen, desto teurer sind die Häuser und Wohnungen, auf den Berghängen haben sich die Armen in riesigen Sieldungen niedergelassen. Ein überwältigender Anblick! Wir lassen uns vom Luxus verwöhnen und übernachten im Ritz Hotel. Am Abend besuchen wir eine Folkloreshow mit Musik und Tanz und kosten Lama- oder Alpakafleisch.
Am Morgen dann lernen wir diesen riesigen Moloch während einer Stadtrundfahrt besser kennen und handeln auf dem Hexenmarkt mit den alteingesessenen Damen, die gegen jedes Leiden und für jeden Wunsch ein Mittelchen bereitstehen haben. Von getrockneten Lamaföten über Glückstropfen ist alles dabei.
Wir fahren nach Copacabana, eine Stadt am Titicacasee, nach der der heutzutage weltberühmte Strand in Rio de Janeiro benannt wurde. Die Pilgerstadt erhält auch heute noch regen Zuspruch. Als wir ankommen, sind nicht nur überall frische Blumen arrangiert, die Pilgerer gebracht haben, sondern werden in einer lauten Zeremonie Autos gesegnet. Neue Jeeps stehen neben gebrauchten Taxis und werden üppig mit Blumen geschmückt, mit Bier übergossen und Knallern beworfen - damit der neue Besitzer allzeit sichere Fahrt habe. Bis aus Peru kommen die Fahrer hierher um an diesem Spektakel teilzunehmen.
Mit dem Boot gelangen wir auf die im Titicacasee gelegene Sonneninsel. Nach einem anstrengenden Aufstieg hinauf bis zu unserer Ecolodge werden wir mit einer granidosen Aussicht belohnt. Unser Gepäck wird mit dem einzigen Fortbewegungsmittel der Insel, mit Mauleseln, transportiert. Es ist ein besonderes Gefühl auf der Sonneninsel, auf dielaut der Mythologie der Inka der Sonnengott Inti seine Kinder herabließ, zu übernachten. Eine weitere Insel, die Mondinsel auf der die Ruinen der Jungfrauen zu sehen sind, besuchen wir am nächsten Morgen. Während einer Wanderung überqueren wir die Insel, anschließend gibt es ein schmackhaftes typisches Mittagessen, aus Lachsforelle, kleinen Fischen und Huhn, Maiskolben, Kartoffel und Süßkartoffeln, Saubohnen und vielem mehr. Mit dem Boot gelangen wir wieder auf das Festland und überqueren die Grenze nach Peru.
Peru: Cuzco – Heiliges Tal – Machu Picchu – Arequipa – Nazca Linien – Lima
Am Grenzübergang nach Peru werden wir vom Zollbeamten begrüßt. "Podolski" ruft er mit Blick auf meinen Pass und lacht - er kennst sich aus mit dem deutschen Fußball. Wir fahren weiter entlang des Ufers des Titicacasees und gelangen nach Puno. Nach vielem traditionellen Gerichten, mit Quinoa und Reis, Lama und Alpakafleisch oder Lachforelle gönnen wir uns heute eine Holzofenpizza - eine willkommene Abwechselung währen dieser Reise.
Wir besuchen die schwimmenden Inseln der Uros, die uns in die Kunst des Schilfinselbaus einweihen. Wir werden mit Gesang begrüßt und einige Gäste können nicht wiederstehen auch die bunte Kleidung der Einheimischen anzuprobieren. Am Nachmittag sehen wir die impressionanten Totentürme, die zur Bestattung genutzt wurden.
Eine Straßenblockade von aufgebrachten peruanischen Urwaldbewohnern, die seit Tagen vor den Toren Punos auf der Hauptstraße protestieren lässt uns bangen, ob wir unsere Fahrt wie geplant fortsetzten können. Doch wir haben Glück, am Morgen unserer Abfahrt sind die Straßen wieder passierbar und wir gelangen zu unserem Überlandbus nach Cusco. Unterwegs können wir jedoch noch die Schäden des Protests sehen, doch die Polizei hat die Lage unter Kontrolle. Mit vielen interessanten Stopps unterwegs, unter anderem an der Kirche von Andahuaylilla und auf einem hohen Pass erreichen wir schließlich den ?Nabel der Welt".
Unser schönes Hotel Picoaga liegt unweit des Hauptplatzes und so gehen wir zum Abendessen in ein Lokal mit Blick direkt auf die Kathedrale. Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg das heilige Tal der Inka zu erkunden. Zuerst statten wir dem Dorf Chinchero einen Besuch ab, das sich auf das Färben und Weben von Stoffen spezialisiert hat. Dann bestaunen wir die kreisrunden Terassen von Moray.
Bei den Salinen von Maras sehen wir erneut Salzabbau, diesmal auf kleinen Terassenförmigen Flächen, auf denen einzelen Familien das Salz abbauen und in Säcken oftmals barfuß hinauf befördern. Pro Sack erhalten sie für diese Schufterei 4 Sol, umgerechnet etwas mehr als einen Euro. Wir wandern bergab durch diese wunderschöne Landschaft, überqueren einen Fluss und kehren ein in ein paradiesisch anmutendes Restaurant, mit vielen Blumen und einem traumhaften Buffet.
In Ollantaytambo angekommen, erklettern wir die Festung der Inka, bevor wir in dem Ort übernachten.
Der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Perubesuchs nähert sich: Machu Picchu. Mit dem Panoramazug fahren wir durch den Nebelwald. Unterwegs durchqueren wir Tunnel und fahren entlang des Urubamba-Flusses.
Angekommen in Aguas Calientes lassen wir unser Gepäck im Hotel, kaufen ein wenig Obst und Wasser ein und fahren mit dem Bus die Serpentinenstraße hinauf zum Machu Picchu. Das Wetter ist traumhaft, der Himmel klar und wir genießen die besondere Stimmung dieses bis heute so mysteriösen Ortes. Den ganzen Tag bleiben wir in der Anlage, genießen den Ausblick und lassen uns von unserem Reiseleiter Ronald viele Besonderheiten zeigen. Am nächsten Tag können wir erneut hinauf fahren, doch es regnet. Die Schäden der letzten großen Überschwemmung von Aguas Calientes sind immer noch deutlich sichtbar. Einige entscheiden sich, nicht nochmals hinauf zum Machu Picchu zu fahren, sondern besuchen alternativ einen Schmetterlingsgarten, den botanischen Garten und ein Museum mit Ausstellungsstücken der Inka.
Mit dem Zug geht es zurück nach Cusco, an Bord gibt es Essen und auch Unterhaltungsprogramm, sodass die Fahrt kurzweilig ist. Angekommen in Cusco fahren wir hinauf auf einen Aussichtspunkt mit Christusstatue und fotografieren die hellerleuchtete Stadt - Cusco by night, einfach traumhaft schön. Nach einem späten Abendessen im herrlichen Salon fallen wir in unsere Betten.
Am nächsten Tag erkunden wir dann die Innenstadt von Cusco, sehen die beeindruckende Kathedrale und fahren nach Saksayhuaman, einen heiligen Ort der Inka. Gigantsiche Steinblöcke wurden von den weit entfernt liegenden Steinbrüchen hierher gebracht. Eine peruanische Schulklasse studiert folkloristische Tänze ein.
Dann verlassen wir die Stadt und fliegen nach Arequipa, eine riesige Stadt, die wegen der Vulkanasche, die sie färbte, auch die weiße Stadt genannt wird. Wir fahren durch den Colca Canyon, durch bergige und fruchtbare Landschaft bis nach Chivay. Hier springen wir in die heißen Quellen, die so heiß sind, dass man sich fast verbrüht. Auch in der Nacht brauchen wir nicht zu frieren, in jedem Bett liegen Wärmflaschen für uns bereit.
Es heißt früh aufstehen um rechtzeitig am "Cruz del Condor", einem Beobachtungspunkt für die riesigen Vögel zu sein. Nur mit den Aufwinden am Morgen können sie sich in der Schlucht in die Lüfte schwingen. Wir warten lange mit schönem Blick hinab in die Colca-Schlucht, doch die Kondore lassen sich nur sehr weit in der Ferne blicken. Zurück in Arequipa steht für die Mutigen Meerschweinchen auf dem Speiseplan. In einem Spezialitätenrestaurant gibt es fritiertes oder gegrilltes Meerschwein, komplett mit Kopf, Zähnchen und Krallen auf dem Teller. Doch für Tierfreunde gibt es auch vegetarische Pizza. Die Taxifahrt zum Restaurant ist ein besonderes Erlebnis, denn die Fahrweise der einheimischen Fahrer mit ihren kleinen, wendigen gelben Wagen ist rasant.
Weiter geht unsere Reise über geschlungene Serpentinenstraßen an der Küste entlang. In unserem 5-Sterne Bus mit zwei Fahrern fühlen wir uns sicher, doch auch wir besuchen die von vielen Kraffahrern frequentierte Kapelle am Wegesrand, wo für eine sichere Fahrt gebetet wird, Kerzen ausgestellt werden und Passfotos in kleine Altare geklebt werden.
Wir machen eine Mittagspause mit leckerem Picknick direkt an der Pazifikküste, einige Delfine sind im Meer zu sehen. Wir sammeln Muscheln und genießen den Sonnenschein bevor wir die Fahrt fortsetzen. Nach einem langen Fahrttag erreichen wir unser Hotel in Nasca. Hier lebte Maria Reiche, die gebürtige Dresdenerin, die ihr Leben der Erforschung der Nascalinien widmete, die letzen Jahre ihres Lebens. Die wunderschöne Hotelanlage hat einen großen Außenpool und nach der langen Fahrt nutzen viele die Gelegenheit um ein paar Bahnen zu schwimmen.
Am nächsten Morgen fliegen wir über die Nascalinien, Geoglyphen, die in den Boden geritzt wurden und sich dem Betrachter nur aus der Luft erschließen. Dies erfordert Geduld und einen stabilen Magen, aber am Ende gibt es ein ein Diplom für alle erfolgreichen Absolventen des Fluges. Nach einem kurzen Besuch der Bewässerungsanlagen von Cantayoc, werden wir eingeweiht in die Kunst der Keramikherstellung der Nasca-Kultur. Eine Keramiken zeigt uns die Vorgehensweise der Formung und Färbung der Kunstwerke auf traditionelle Weise.
Die Panamericana entlang fahren wir, mit einem Stopp an der Huacachina-Lagune mit riesigen Sanddünen, auf die Halbinsel Paracas. Eine traumhafte Hotelanlage erwartet uns mit Poollandschaft und Blick auf den Ozean. Gerne würden wir hier eine Verlängerungswoche zum Entspannen einlegen.
Am nächsten Vormittag fahren wir mit dem Boot zu den Ballestas-Inseln auf denen sich Komodore, Blaufußtölpel und Pelikane sowie Seelöwen und Humboldt-Pinguine tummeln. Sicher haben wir selten vorher jemals soviele Vögel auf einem Fleck gesehen, teilweise sind die Inseln schwarz wegen der vielen Tiere. Als besonderes Highlight sehen wir auch die Baby-Pelikane.
Dann brechen wir auf in die peruanische Haupstadt Lima. Die Fahrt geht entlang sogenannter "junger Dörfer"- pueblos jovenes, die als illegale Siedlungen am Straßenrand errichtet werden. Ohne Infrastruktur wie Abwasser, Strom oder Straßen, werden in sehr kurzer Zeit Hütten aus Strohmatten errichtet, in denen dann arme Familien siedeln. Sie hoffen, das Land von der Regierung zugesprochen zu bekommen, wenn sie hier eine gewisse Zeit lang wohnen und versorgt zu werden mit dem Nötigen. Erst dann werden "richtige" Häuser gebaut.
Während einer Stadtrundfahrt durch Lima wird uns bewusst, dass wir mittlerweile den 1. Advent hinter uns haben, denn hier sind erste Weihnachtsdekoration zu bestaunen. Wir sehen viele Sehenswürdigkeiten der Stadt und besuchen die Kathedrale und das Kloster San Francisco, sowie das beeindruckende Goldmuseum mit vielen Schätzen, vor allem von prä-Inka Kulturen. Darunter befinden sich riesige Nasenringe und sogar Goldtapete.Beim Abschlussabendessen mit professionellen Tanzvorführungen aus den unterschiedlichen Regionen diese komlexen Landes lassen wir die Reise mit ihren vielen unterschiedlichen und interessanten Eindrücken nocheinmal Revue passieren.
Am letzten Morgen heißt es dann ausschlafen und in Ruhe die Koffer packen. Sandwiches vom beliebten Café an der Ecke werden von den letzten Soles gekauf und nach einem Besuch im archäologischen Museum fahren wir dann zum internationalen Flughafen. Via Madrid geht es zurück ins winterlichen Berlin. Hier erwarten uns unsere Transferfahrer, die tapfer durch Schneeverwehungen auf der Autobahn fahren und uns sicher, mit vielen Fotos im Gepäck, zurück nach Hause bringen. Eine unvergessliche Reise!
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