Den Bergen begegnen – und sich selbst
Reisebericht: 06.06. – 13.06.2026
Eine inspirierende Reise, beeindruckenden Berglandschaften und besonderen Begegnungen. Zwischen Wanderungen, Kultur und Genuss eröffneten sich neue Perspektiven.
Ein Reisebericht von
Nadine Fiedler
Anreise nach Südtirol – voller Vorfreude auf gemeinsame Erlebnisse
Noch bevor der erste Sonnenstrahl den Himmel berührte, begann unsere Reise. Bereits um 4 Uhr morgens machten wir uns von Dresden aus auf den Weg Richtung Südtirol. Die meisten von uns waren noch etwas müde, während draußen die Nacht langsam dem neuen Tag wich. Die frühen Stunden nutzten viele, um noch einmal die Augen zu schließen, zur Ruhe zu kommen und sich auf die kommenden Tage einzustimmen.
Mit jedem Kilometer wurde es heller. Die Sonne begrüßte uns mit ihrem warmen Licht und begleitete uns freundlich auf unserem Weg in den Süden. Die Fahrt verlief angenehm und entspannt. Kurze und längere Pausen boten immer wieder Gelegenheit, frische Luft zu schnappen, die Beine zu vertreten und neue Energie zu tanken. Es wurde geplaudert, gelacht und die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit wuchs spürbar.
Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich unser erstes Ziel: Schlanders im wunderschönen Vinschgau. Zwar etwas steif von der langen Fahrt, aber vor allem glücklich und erleichtert, angekommen zu sein. Die Stimmung in der Gruppe war ausgezeichnet. Überall waren erwartungsvolle Gesichter zu sehen, denn vor uns lagen Tage voller besonderer Erlebnisse, inspirierender Begegnungen, interessanter Gespräche und unvergesslicher Momente inmitten der beeindruckenden Südtiroler Bergwelt.
Mit dieser Vorfreude begann unser gemeinsames Abenteuer.
Im Angesicht des Königs Ortler – Naturerlebnis und Inspiration in Sulden
Nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Sulden. Schon die Fahrt durch die beeindruckende Bergwelt Südtirols ließ erahnen, welch besonderer Tag vor uns lag. Als wir gegen Vormittag ankamen, wurden wir sofort von den mächtigen Gipfeln der Ortlergruppe begrüßt, die sich majestätisch vor dem strahlend blauen Himmel erhoben.
Unsere Wanderung begann am Fuße des Berges und führte uns auf idyllischen Wegen hinauf zum Rosimboden. Schritt für Schritt tauchten wir tiefer in die faszinierende Naturlandschaft ein. Immer wieder öffneten sich atemberaubende Ausblicke auf den Ortler, die Königsspitze und den Monte Zebrù. Die gewaltigen Berge wirkten zugleich kraftvoll und beruhigend – als würden sie Geschichten von Freiheit, Mut und Beständigkeit erzählen.
Doch nicht nur die Gipfel zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Auch die Vielfalt der Pflanzenwelt, das Zwitschern der Vögel und die frische Bergluft machten diesen Weg zu einem Erlebnis für alle Sinne. Jeder konnte sein eigenes Tempo gehen, innehalten, staunen und die Natur auf seine ganz persönliche Weise erleben. Trotz unterschiedlicher Gehgeschwindigkeiten blieb die Gruppe verbunden. Immer wieder kamen wir zusammen, tauschten Eindrücke aus und genossen die gemeinsame Zeit.
Nach einer entspannten Rast mit herrlichem Bergpanorama machten wir uns auf den Rückweg. Die Sonne begleitete uns weiterhin und schenkte uns viele unvergessliche Ausblicke auf die einzigartige Landschaft des Nationalparks Stilfserjoch.
Am Nachmittag erwartete uns ein weiterer Höhepunkt: das Messner Mountain Museum Ortles. Tief im Berg verborgen widmet sich dieses außergewöhnliche Museum den Themen Eis, Gletscher und den großen Herausforderungen des Alpinismus. Die eindrucksvolle Atmosphäre regte zum Nachdenken an und eröffnete spannende Einblicke in die Welt der Berge und ihrer Geschichten.
Mit vielen neuen Eindrücken, inspirierenden Gesprächen und einem tiefen Gefühl der Verbundenheit mit der Natur kehrten wir am Abend zurück nach Schlanders. Ein Tag voller Schönheit, Bewegung und besonderer Momente ging zu Ende – und die Vorfreude auf die kommenden Erlebnisse war größer denn je.
Schloss Juval und Südtiroler Genussmomente
Der neue Tag führte uns zu einem Ort, der Geschichte, Kultur und Bergleidenschaft auf einzigartige Weise verbindet: Schloss Juval, dem Sommersitz von Reinhold Messner. Bereits der Weg dorthin war ein Erlebnis. Entlang des malerischen Schnalser Waalwegs wanderten wir durch eine Landschaft voller Ruhe, alter Kulturlandschaften und herrlicher Ausblicke.
Auf Schloss Juval angekommen, tauchten wir in die faszinierende Welt des berühmten Bergsteigers ein. Die historischen Gemäuer erzählen Geschichten von fernen Ländern, Expeditionen und der tiefen Verbundenheit des Menschen mit den Bergen. Zwischen Kunst, Kultur und persönlichen Erinnerungsstücken entstand für viele die Frage, was im Leben wirklich von Bedeutung ist.
Nach dem Museumsbesuch genossen wir die besondere Atmosphäre eines gemütlichen Hofschanks. Bei regionalen Köstlichkeiten, guten Gesprächen und herrlichem Wetter konnten wir die Eindrücke des Vormittags nachwirken lassen. Die Gruppe war voller Begeisterung und genoss diesen entschleunigten Moment.
Am Nachmittag erwartete uns ein weiterer Höhepunkt: Schloss Rametz bei Meran. Während einer spannenden Führung erfuhren wir viel über die lange Tradition des Südtiroler Weinbaus. Anschließend durften wir verschiedene Weine verkosten und die Vielfalt der Region mit allen Sinnen erleben. Es wurde gelacht, angestoßen und genossen. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich – ein Tag voller Kultur, Genuss und schöner Begegnungen.
Zwischen Bergwelten und Seegenuss – Schloss Sigmundskron und die Montiggler Seen
Heute stand ein ganz besonderer Ort auf unserem Programm: Schloss Sigmundskron, Heimat des Messner Mountain Museums Firmian. Schon beim Betreten der mächtigen Burganlage wurde spürbar, dass dieser Ort mehr ist als ein Museum. Hier geht es um die Beziehung zwischen Mensch und Berg, um Abenteuer, Grenzerfahrungen und die Frage nach dem Platz des Menschen in der Natur.
Die weitläufige Anlage lud zum Entdecken, Staunen und Verweilen ein. Jeder Raum eröffnete neue Perspektiven auf die Welt der Berge. Immer wieder führten Wege hinaus auf Aussichtspunkte, von denen sich beeindruckende Blicke über das Eisacktal und die umliegenden Gipfel boten.
Nach so vielen inspirierenden Eindrücken zog es uns am Nachmittag in die Natur. Die Montiggler Seen empfingen uns mit ihrer ruhigen, fast magischen Atmosphäre. Bei einem gemütlichen Spaziergang rund um den See genossen wir das Spiel von Licht und Wasser, lauschten den Geräuschen des Waldes und ließen die Seele baumeln.
Manche wagten sogar ein erfrischendes Fußbad im See, andere gönnten sich ein Eis oder einen Kaffee mit Blick auf das Wasser. Es waren diese einfachen Momente, die den Tag besonders machten. Natur, Gemeinschaft und Entschleunigung verbanden sich zu einem wunderbaren Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Bruneck – Zwischen Kulturgenuss und Wohlfühlzeit
Der heutige Tag begann mit einem Besuch des Messner Mountain Museums Ripa auf Schloss Bruneck. Hoch über der charmanten Altstadt gelegen, widmet sich dieses Museum den Bergvölkern der Welt und erzählt von ihren Traditionen, Lebensweisen und ihrer tiefen Verbindung zur Natur.
Während wir durch die historischen Räume schlenderten, eröffneten sich faszinierende Einblicke in verschiedene Kulturen und Lebensformen. Das Museum lud dazu ein, über den eigenen Horizont hinauszublicken und die Vielfalt unserer Welt neu zu entdecken.
Anschließend führte uns der Weg hinunter in die lebendige Altstadt von Bruneck. Trotz des Regens herrschte eine angenehme Atmosphäre. Die kleinen Gassen, Geschäfte und Cafés luden zum Bummeln und Verweilen ein. Jeder gestaltete den Nachmittag ganz nach seinen Wünschen.
Zurück im Hotel stand Entspannung im Mittelpunkt. Ob Sauna, Schwimmbad, Massage oder einfach eine ruhige Auszeit – alle nutzten die Gelegenheit, Körper und Geist etwas Gutes zu tun. So wurde aus einem regnerischen Tag ein wohltuender Tag der Erholung, der uns neue Kraft für die kommenden Erlebnisse schenkte.
Auf den Spuren einer Legende – Reinhold Messner Haus und die Sextner Dolomiten
Heute führte uns die Reise in eine der beeindruckendsten Berglandschaften Südtirols: nach Sexten. Schon während der Auffahrt mit der Seilbahn öffneten sich spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und machten Lust auf einen besonderen Tag inmitten der Dolomiten.
An der Bergstation angekommen, besuchten wir das Reinhold-Messner-Haus. Hier wurde deutlich, wie sehr Reinhold Messner von den Bergen geprägt wurde und wie tief seine Verbundenheit mit der Natur bis heute ist. Seine Gedanken über Freiheit, Abenteuer und die Beziehung zwischen Mensch und Berg begleiteten uns durch den Tag und regten zum Nachdenken an.
Anschließend genossen wir die herrliche Bergwelt bei einer gemütlichen Wanderung. Die berühmte Sextner Sonnenuhr mit ihren markanten Gipfeln zeigte eindrucksvoll, wie eng das Leben der Menschen früher mit der Natur verbunden war. Während wir die grandiosen Ausblicke auf uns wirken ließen, entstanden viele Gespräche über das Wesentliche im Leben und die Kraft der Berge.
Ein weiterer Höhepunkt war der Blick auf die weltberühmten Drei Zinnen. Auch wenn sie in der Ferne lagen, war ihre besondere Ausstrahlung deutlich spürbar. Immer wieder luden Bänke und Sonnenliegen dazu ein, innezuhalten, die Weite zu genießen und einfach den Moment zu erleben.
Mit vielen schönen Eindrücken und einem Gefühl tiefer Ruhe kehrten wir am Nachmittag ins Tal zurück. Es war ein Tag voller Naturverbundenheit, Inspiration und stiller Bergmomente.
Gipfelblicke und neue Perspektiven – Kronplatz, Corones und LUMEN
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Berge und ihrer Geschichten. Nach einem gemütlichen Spaziergang zur Talstation brachte uns die Seilbahn hinauf auf den Kronplatz. Schon die Fahrt selbst bot fantastische Ausblicke auf die umliegenden Täler und Gipfel.
Oben angekommen erwartete uns das Messner Mountain Museum Corones – ein architektonisches Meisterwerk, das förmlich mit dem Berg verschmilzt. Hier dreht sich alles um die großen Herausforderungen des Alpinismus und die Faszination, die Menschen seit Generationen in die Berge zieht.
Die spektakulären Panoramafenster eröffneten immer wieder neue Perspektiven auf die Dolomiten und die umliegenden Gipfel. Viele Teilnehmer ließen sich Zeit, die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und die Gedanken schweifen zu lassen.
Einige Gäste besuchten zusätzlich das LUMEN Museum, das die Bergwelt durch die Augen von Fotografen aus aller Welt zeigt. Die eindrucksvollen Bilder machten deutlich, wie unterschiedlich Menschen die Berge erleben und welche Emotionen sie hervorrufen können.
Am Nachmittag blieb Zeit für individuelle Erlebnisse. Manche genossen die Ruhe am Berg, andere erkundeten die Umgebung oder ließen die vielen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren. Wer wollte, konnte den Tag bei einer kleinen Wanderung zur idyllisch gelegenen Kneippanlage ausklingen lassen. Im schattigen Wald, begleitet vom beruhigenden Klang des Wassers, entstand ein wunderbarer Moment der Entschleunigung.
Ein Tag voller Weitblicke – nach außen in die Bergwelt und nach innen zu sich selbst.
Mit vielen Erinnerungen im Gepäck – Abschied von Südtirol
Eine erlebnisreiche Woche voller Begegnungen, Naturerlebnisse und inspirierender Momente ging heute zu Ende. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von unserem Hotel und machten uns auf den Heimweg Richtung Dresden.
Noch einmal begleiteten uns die beeindruckenden Landschaften Südtirols. Während der Fahrt über den Brenner und durch die Alpen blieb Zeit, die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Viele Erinnerungen wurden geteilt: die majestätischen Gipfel des Ortlers, die besonderen Museen Reinhold Messners, die Wanderungen durch die Bergwelt, die Weinprobe, die gemeinsamen Mahlzeiten und die zahlreichen Gespräche, die diese Reise so besonders gemacht haben.
Aus Fremden war eine Gemeinschaft geworden. Es wurde gelacht, erzählt und immer wieder über die vielen kleinen und großen Erlebnisse gesprochen, die uns in Erinnerung bleiben werden. Die Berge hatten uns nicht nur ihre Schönheit gezeigt, sondern auch Momente der Ruhe, Inspiration und Verbundenheit geschenkt.
Am Abend erreichten wir schließlich wieder Dresden. Müde von der langen Fahrt, aber erfüllt von unzähligen Eindrücken, verabschiedeten wir uns voneinander.
Was bleibt, sind nicht nur Fotos und Erinnerungen, sondern das Gefühl, eine besondere Reise erlebt zu haben. Eine Reise voller Natur, Kultur, Begegnungen und Inspiration. Und vielleicht auch die Erkenntnis, die Reinhold Messner so treffend beschreibt: Die Berge verändern nicht die Welt – aber sie können die Menschen verändern, die ihnen begegnen.
Die Berge bleiben, lange nachdem wir gegangen sind.
Sie hinterlassen Spuren – nicht auf unseren Schuhen, sondern in unseren Herzen. Diese Reise war geprägt von beeindruckender Natur, inspirierenden Orten, bereichernden Begegnungen und vielen gemeinsamen Momenten des Staunens.
Möge uns die Weite der Berge daran erinnern, dem Leben mit Neugier, Vertrauen und Offenheit zu begegnen. Danke für diese besondere gemeinsame Zeit.
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