Reisebericht: Exklusive Rundreise Ukraine in kleiner Reisegruppe

27.07. – 04.08.2019, 9 Tage Rundreise durch die Ukraine mit Lemberg - Kiew - Odessa

Lemberg, Kiew, Odessa: drei unverwechselbare Städte in ganz verschiedenen Regionen der Ukraine, drei Orte mit einzigartigen Kulturdenkmälern, mit einer spannenden, uns oft unbekannten Vergangenheit und einer aufregenden Gegenwart, dazu völlig verschieden

1. Tag: Sonnabend 27.07.2019 – Auf nach Lemberg [ukrainisch: L'viv, russisch: L'vov, polnisch: Lwów]


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Wir reisten per Flugzeug aus Berlin und Frankfurt an, und in Wien ist unsere Gruppe dann komplett. Wir alle wollen für 9 Tage in die Ukraine reisen. Den Anfang machen wir in Lemberg [ukrainisch: L'viv], Kulturhauptstadt der Ukraine und Zentrum des früheren Ostgalizien. Wir sind wirklich sehr gespannt. Unser Wissen über dieses Land ist lückenhaft, aber das wird sich hier ändern. Dazu sind wir schließlich hergekommen.
Am Flughafen erwartet uns schon unsere örtliche Reiseleiterin Uliana. Sie bringt uns zu unserem Hotel, das nicht weit vom Stadtzentrum gelegen ist, d.h. für uns einen guten Ausgangspunkt für unsere Erkundungstouren in und außerhalb der Gruppe bilden wird.
Schon auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel erfahren wir allerhand über L'viv und zu unserem Programm der nächsten Tage hier. Nach einer kleinen Erfrischungspause im Hotel starten wir zu einem ersten Rundgang. Wir wollen uns in dieser neuen Stadt schnell orientieren können, uns zurechtfinden im jungen und doch so geschichtsträchtigen Lemberg. Gleich haben wir viele Fragen. Uliana ist eine erfahrene Reiseführerin und kennt das schon von ihren Gruppen, ganz gleich, woher sie kommen. Geduldig erklärt sie, beantwortet Fragen, aus denen sich dann sofort neuer Gesprächsstoff ergibt.
Dann ist es auch schon Zeit für unser gemeinsames Abendessen. Auch hier ist Uliana gefragt. Sie erklärt nicht nur die Speisen, die auf den Tisch kommen, sondern macht uns auch gleich mit der Küche der Ukraine bekannt, die eigentlich aus vielen regionalen Küchen besteht.
Am Abend sinken wir in die Betten, müde von der Reise, aber voller Eindrücke und freuen uns auf den nächsten Tag in Lemberg.

2. Tag: Sonntag 28.07.2019 – Lemberg [ukrainisch: L'viv, russisch: L'vov, polnisch: Lwów]


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Mit frischen Kräften starten wir unser heutiges Programm. Zunächst haben wir einen Besuch im Palast des Grafen Potozki [ukrainisch Potoc'kyj] geplant. Dies ist ein ganz besonderes Gebäude: prächtig und imposant, erbaut im Stil der französischen Neo-Renaissance vom Ende des 19. Jh. Hier ziehen uns Reliefs, Wandmalereien, Verglasungen und die zahlreichen Stuckaturen in ihren Bann. Nicht nur die Räume sind sehr schön, auch Gemälde von Weltrang kann man hier bewundern.
Anschließend gehen wir zum berühmten Opernhaus, wo wir von Uljana ebenfalls eine Menge erfahren, das einzigartige Treppenhaus und einen kleinen Saal sehen und bewundern können. Im großen Saal finden gerade Renovierungsarbeiten statt, die ab und zu sein müssen, und für die nur in der Spielzeitpause im Sommer Gelegenheit ist. Und einen kleinen Abstecher ins Nationalmuseum, das eine wertvolle Ikonensammlung beherbergt, schaffen wir auch noch. Uljana weiß einfach über alles sehr gut Bescheid und führt uns auch durch Teile dieser Sammlung.
Nach einer kleinen Mittagspause in der Stadt, schließlich muss auch der eifrigste Tourist etwas essen und trinken, folgt unser Nachmittagsprogramm: Ein Besuch im Freilichtmuseum Schewtschenko [ukrainisch Ševcenko]-Hain, wo die Beispiele historischer Holzarchitektur aus dem gesamten Westen der heutigen Ukraine zusammengetragen sind. Zahlreiche Schautafeln erläutern alles. Und heute ist hier ordentlich Betrieb, denn es ist Sonntag. Da kommen viele Familien hierher. Eltern und Großeltern erläutern Kindern die Geschichte des dörflichen Lebens in verschiedenen Regionen der heutigen Ukraine. Das verfolgen auch wir mit Interesse.
Und dann wartet noch ein weiterer Programmpunkt auf uns: der Ort Vynnyky bei L'viv. Aber zunächst besuchen wir noch die St.-Georgs-Kathedrale auf dem Jura-Berg.
Nun starten wir aber durch nach Vynnyky. Dort empfängt uns ein sehr schönes Musikprogramm. Zwei Meisterinnen ihres Faches spielen auf der Bandura und singen wunderbar dazu. Wir selbst sind während dieser Zeit künstlerisch tätig und versuchen uns als Glasmaler, durchaus mit Erfolg.
Anschließend wartet ein landestypisches Abendessen auf uns. Dabei verkosten wir Wodka und Liköre, lernen Trinksprüche und greifen immer wieder zu den großartigen Ergebnissen ukrainischer Kochkunst.
Zufrieden auch mit diesem Tag, kehren wir zurück ins Hotel nach L'viv und freuen uns auf einen weiteren Tag in dieser vielseitigen und uns inzwischen schon ganz vertrauten Stadt.

3. Tag: Montag 29.07.2019 – Lemberg [ukrainisch: L'viv, russisch: L'vov, polnisch: Lwów]


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Nach dem Frühstück haben wir mit Uliana einen ausführlichen Stadtrundgang. Es wird uns schnell klar, warum die Altstadt Lembergs in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen wurde. Die Stadt ist voller einmaliger historischer Gebäude. Ein Kulturdenkmal nach dem anderen zeigt sich uns.
Ganz in der Nähe unseres Hotels befindet sich die Ivan-Franko-Universität, d.h. die älteste Universität in der Ukraine. Die Oper, die als Perle europäischer Baukunst gilt, kennen wir ja schon von der gestrigen Besichtigung. Weiter sehen wir das Rathaus, den Marktplatz, das Arsenal, die Maria-Entschlafens-Kirche und auch die Armenische Kirche. Ebenso die Reste der Stadtbefestigung, die Hauptpost und zahlreiche schöne Jugendstil-Gebäude können wir bewundern. Uliana erklärt uns alles ganz genau, macht immer wieder auf Details aufmerksam. Wir lernen das jüdische und das armenische Viertel kennen und auch die Geschichte ihrer Bewohner.
Immer wieder kommen wir durch neue Gassen und Straßen, über belebte Plätze, sehen einladende Restaurants und jede Menge Kaffeehäuser. Überhaupt erfahren wir viel über die Kaffee-Kultur hier, aber auch über das Bierbrauen und über die Schokoladen-Herstellung, die hier ebenfalls eine Tradition hat. Die k&k-Vergangenheit dieser wunderbaren Stadt ist einfach überall spür- und auch sichtbar. Wir lernen viel über die Beziehungen zwischen Polen, Russland und Österreich, was uns die Gegenwart besser verstehen lässt. Uliana erklärt wirklich alles sehr gut, bezieht immer wieder typische Gebäude ein, weist auf Details hin.
Der Nachmittag ist frei, d.h. es bleibt uns noch Zeit für ein ganz individuelles Programm, für Fotos oder einfach nur zum Schlendern durch diese herrliche Stadt, auch für Souvenirs. Etwas Wehmut kommt auf, denn morgen reisen wir weiter. Aber auch auf Kiew, unser nächstes Ziel sind wir schon gespannt.

4. Tag: Dienstag 30.07.2019 –Auf nach Kiew [ukrainisch: Kyjiv, russisch: Kiev]


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Am Morgen nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von Lemberg, denn unsere nächste Station wartet auf uns: Kiew, die Hauptstadt der Ukraine. Von unserer netten und kompetenten Lemberger Reiseleiterin Uliana müssen wir uns nun verabschieden. Sie begleitet uns noch zum Flughafen. Über viele Themen, besonders auch über die der aktuellen Politik, konnten wir gut mit ihr sprechen. Immer wieder stellten wir dabei fest, dass wir inzwischen die Menschen hier viel besser verstehen, vor allen Dingen aber mehr über ihre bewegte Geschichte gelernt haben, aus der sich auch Gegenwärtiges verstehen lässt.
Aber nun sind wir einfach ganz gespannt auf Kiew. Dort begrüßte uns am Flughafen unsere örtliche Reiseleiterin Ludmila, begleitete uns zum Hotel, und schon auf der Fahrt dorthin beginnt auch in Kiew unser Besichtigungsprogramm.
Schnell zum Hotel Ukrajina, das ganz zentral gelegen ist, direkt am Majdan-Platz. Wir stellen die Koffer im Zimmer ab, und schon geht es los. Schließlich wollen und sollen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt der Ukraine kennenlernen.
Der Dnjepr [ukrainisch: Dnipro, russisch: Dnepr] ist in Kiew allgegenwärtig. Er trennt die Altstadt von der Neustadt. Eine Metro, deren Stationen teilweise über 100 Meter unter der Erde liegen, hat Kiew auch. Es gab also viel zu entdecken. Und wir waren entschlossen, wie man nur entschlossen sein kann.
Aber Kiew hat eine sehr große Zahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten, die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Da muss man auswählen.
An erster Stelle auf unserer Wunsch- und auch Programmliste steht das Höhlenkloster Lavra, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte orthodoxer Christen in der Ukraine. Inzwischen haben wir von Ludmila viel über Kiew erfahren. Es war im Mittelalter die Hauptstadt der Kiewer Rus', eines der mächtigsten Staaten Europas.
Anschließend fuhren wir zur ältesten Kirche Kiews, zur Kathedrale der Hl. Sophia. Heute konnten wir lediglich die Außenanlagen sehen, denn wir waren spät dran. Das Innere sollte morgen folgen, nach unserem Ausflug.
Das Denkmal für Bogdan Chmelnyc'kyj auf dem großen Platz, den wir überquerten, erklärte und Ludmila ebenfalls.
Dann fuhren wir weiter zum Andreassteig mit vielen Straßencafés und Kunstgalerien. Dort sahen wir auch die barocke Andreas-Kirche und hatten dazu eine schöne Aussicht auf die Stadt. Weiter führte uns unser Weg zur Michaelskirche, wo wir noch einen Teil einer orthodoxen Messe miterleben konnten. Die Gesänge beeindruckten uns tief.
Aber es zog ein Gewitter am Himmel auf, und nun wartete auch schon das Abendessen in einem urigen Restaurant ganz in der Nähe auf uns.
Zu Fuß schlenderten wir zum Hotel Ukrajina, vorbei an schön beleuchteten Springbrunnen und waren schon am geschichtsträchtigen Majdan-Platz, an dem sich unser Hotel befindet, der beste Ausgangspunkt für Besichtigungstouren aller Art. Da waren wir uns einig.

5. Tag: Mittwoch 31.07.2019 – Kiew [ukrainisch: Kyjiv, russisch: Kiev] – Meschyhirja [ukrainisch: Mežyhir'ja]


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Heute haben wir einen Ausflug nach Meschyhirja [ukrainisch: Mežyhir'ja] vor. Das 137 Hektar große Gelände liegt nördlich von Kiew, am Ufer des Flusses Dnjepr [ukrainisch: Dnipro, russisch: Dnepr].
Bis zum 22. Februar 2014 war hier die luxuriöse Residenz „Honka" des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch [ukrainisch: Janukovic].
Später wurde das gesamte Gelände von der Opposition zum „Volksmuseum der Korruption" erklärt. Wir machen auch eine kleine Rundfahrt durch den weitläufigen, sehr gepflegten Park. Auf der Hin- und Rückfahrt machte uns Ludmila mit der aktuellen Lage in Wirtschaft und Politik bekannt und erläuterte auch das Bildungs- und das Gesundheitswesen der Ukraine.
Und natürlich kommen wir immer wieder auf die Ereignisse auf dem Majdan zu sprechen.
Für die Freizeit am Nachmittag hatten wir schon Pläne: zunächst wollten wir das Goldene Tor sehen, dem der russische Komponist Modest Mussorgskij in seinem Werk „Bilder einer Ausstellung" ein Denkmal gesetzt hat. Dann unternahmen wir eine kleine Rundfahrt mit der Kiewer Metro, besichtigten einige Stationen und endeten an unserem Hotel. Aber unser Wunschprogramm ging noch weiter: wir spazierten zum Denkmal des Hl. Vladimir [ukrain.: Volodymyr], auch um es zu fotografieren. Volodymyr hat durch seine Taufe im Jahre 988 die Taufe und damit die Christianisierung seines Volkes initiert. Und wir sahen auch noch die neue Brücke, die zum Denkmal führt. Der Bürgermeister Klitschko hat diese Brücke gestiftet. Von oben konnten wir nun gut das Denkmal sehen, das an die Bewidmung der Stadt Kiew mit Magdeburger Recht erinnert. Das war heute ein wirklich randvolles Programm.
Abends machten wir noch einen Fotobummel über den Chreschtschatyk [ukrainisch: Chrešcatyk], die Flaniermeile Kiews, und immer wieder verweilten wir am Unabhängigkeitsplatz Majdan. Kiew bietet wirklich viel. Hier könnte man gut noch viel länger bleiben.

6. Tag: Donnerstag 01.08.2019 – Odessa [ukrainisch: Odesa, russisch: Odessa]


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Unser heutiges Ziel ist Odessa, die einzigartige Stadt am Schwarzen Meer. Und damit kommt für uns zwangsläufig der Abschied von Kiew.
So fahren wir nach einem frühen Mittagessen vom Hotel Ukrajina in Kiew zum Flughafen, verabschieden uns von unserer tüchtigen Reiseleiterin Ludmila, und los geht's nach Odessa. Diese Stadt wurde im späten 18. Jh. am nördlichen Rand des Schwarzen Meeres gegründet.
Auf dem Weg zum Hotel gibt es auch hier bereits erste Informationen von unseren örtlichen Reiseführer Stas. Und gleich soll auch unser Programm hier beginnen. Eine kurze Erfrischungspause im Hotel, und schon geht es los. Wir gehen durch die Stadt, lernen die wichtigsten Baudenkmäler kennen und bewundern. Odessa wird auch das „südliche Palmyra" genannt. Wir spazieren durch einen Park, sehen die weltberühmte Odessaer Oper, ein Entwurf des Wiener Architektenbüros Helmer & Fellner. Aber die Oper werden wir noch genauer betrachten können, wir werden sogar zu einer Aufführung gehen. Wir kommen vorbei am Rathaus direkt an der schönen Promenade. Dort steht auch ein Puschkin-Denkmal. Natürlich wollen alle die Potemkinsche Treppe sehen und den Hafen. Der ist unser nächstes Ziel, denn ein Schiff wartet schon auf uns. Wir unternehmen eine nun schon abendliche Rundfahrt im Hafen und fahren auch ein Stück hinaus. Auf der Rückfahrt ist Odessa schon wunderschön abendlich beleuchtet. So schlendern wir etwas müde, aber voller Eindrücke zum Hotel. Zunächst geht es die Potemkinsche Treppe hinauf. Natürlich gibt es auf der Weg zum Hotel jede Menge weiterer Informationen und Sehenswürdigkeiten. Stas ist ja mit uns unterwegs. Wir gehen vorbei am Denkmal für Katharina II., kommen noch einmal an der prächtige De Ribas Straße, d.h. der beliebten Flaniermeile der Stadt mit ihren zahlreichen Boutiquen und Restaurants vorbei. Sie ist ganz in der Nähe unserer Hotels.
Und Stas geht auch immer wieder auf die Geschichte der Stadt ein, beschreibt die Besiedlung, den Aufbau, das rasche Aufblühen der Stadt und vor allem die Ansiedlung auch deutscher Kolonisten. Aber die Gegenwart kommt ebenfalls nicht zu kurz. Wieder haben wir viele Fragen zu den Juden, Armeniern und einer ganzes Reihe weiterer Gruppen, die die Entwicklung dieser Stadt geprägt haben.

7. Tag: Freitag 02.08.2019 – Odessa [ukrainisch: Odesa, russisch: Odessa] – Festung Akkerman – Weingut Schabo [ukrainisch, russisch: Šabo]


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Heute wollten wir auf eine Tour außerhalb Odessas gehen. Schon die Fahrt war interessant, denn wir gewannen bei der Gelegenheit einen zumindest kleinen Einblick in das ländliche Leben. Nach ca. 2 Stunden Fahrt kommen wir in der genuesisch-türkischen Festung Akkerman in der Stadt Bilhorod-Dnistrousjkyj [ukrainisch: Bilhorod-Dnistrovs'kyj, russisch: Belgorod-Dnestrovskij] an. Die Stadt liegt ca. 100 km südlich von Odessa entfernt am Ufer der Mündung des Dnjestr [ukrainisch: Dnister, russisch: Dnestr] und wird zu den ältesten ständig bewohnten Städten der Welt gezählt. Ihre Gründung wird auf die Zeit vor ca. 2500 Jahren datiert.
Die Festung Akkerman liegt oberhalb des Dnjestr-Ufers. Ein örtlicher Führer erklärt uns die Geschichte. Stas übersetzt, und natürlich haben wir dort freie Zeit, um alles selbst ein wenig zu erkunden und Fotos zu machen.
Inzwischen ist es Mittag geworden. So haben wir in einem schönen Restaurant direkt am Wasser ein Mittagessen. Das ist auch gut so, denn eine Grundlage sollten wir haben, vor unserem nächstem Programm-Punkt, dem Besuch eines Weingutes. Wir fahren ins nahe gelegene Dorf Schabo [ukrainisch, russisch: Šabo], wo im gleichnamigen Weingut eine Führung und Verkostung ukrainischer Weine auf uns wartet.
Bei der Führung im Weingut erfuhren wir auch viel über die Geschichte des Weinbaus in dieser Region, die bis auf die alten Griechen zurückgehen soll. Sie haben die für den Weinanbau günstigen Boden- wie auch klimatischen Verhältnisse erkannt. Ein kleines Museum macht alles anschaulich. Dazu gibt es Filme und Schautafeln. Stas übersetzt alles. Die Weine, die wir verkosten konnten, waren vorzüglich.
Nun fahren wir beschwingt und voller Eindrücke auch dieses Tages zurück nach Odessa, gehen kurz ins Hotel, um dann gemeinsam zum Abendessen in die Stadt zu gehen, wieder mit Stas, der uns weiterhin viel erklärt, zeigt und überhaupt behilflich ist in allen Angelegenheiten.
Unser Heimweg zum Hotel ist dann schon nicht mehr so schwierig, denn ein wenig kennen wir uns schon aus.

8. Tag: Sonnabend 03.08.2019 – Odessa [ukrainisch: Odesa, russisch: Odessa]


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Heute soll es in die Katakomben von Odessa gehen, die sich über eine Gesamtlänge von 2500 Kilometern hinziehen. Es sind unterirdische Höhlen, eigentlich ehemalige, unterirdische Steinbrüche aus denen Sandstein als Baumaterial gefördert wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Katakomben auch von sowjetischen Partisanen genutzt. Sehr interessant war für uns auch wieder die Fahrt über Land, wie schon gestern.
Stas nutzte die Tour für weitere Ausführungen zu Geschichte und Gegenwart. Wieder zurück in Odessa, strebten wir auf den wohl berühmtesten Markt der Ukraine, den „Privoz-Bauernmarkt". Er existiert seit 1827 und zählt zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Alles kann man verkosten. Da staunten wir nicht schlecht. Wir wollten auch eine Kleinigkeit essen, denn für heute Abend hatten wir mit Hilfe unserer örtlichen Agentur Karten für die berühmte Odessaer Oper bekommen. Wir gehen in in die Oper Carmen von Gorges Bizet, gesungen in französischer Sprache mit ukrainischen Obertiteln, und sehen bei dieser Gelegenheit das einzigartige Gebäude der Oper von innen.
Nach diesem kulturellen Leckerbissen gingen wir gemächlich durch die Stadt ins Hotel, schon mit ein wenig Wehmut, denn der Opernbesuch war unsere letzte Aktivität dieser unvergesslichen Reise.

9. Tag: Sonntag 04.08.2019 – Gute Reise und vielleicht auf Wiedersehen Ukraine!


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Der letzte Tag unserer gemeinsamen Reise in drei wunderbare Städte der Ukraine war nun gekommen.
Unser Bus bringt uns zum Flughafen Odessa, von wo es über Wien zurück geht. Bis Wien blieben wir noch als Gruppe zusammen, dann trennen sich unsere Wege: ein Teil fliegt nach Frankfurt, der andere nach Berlin. Und natürlich haben wir schon neue Reisepläne geschmiedet, uns auch unterwegs immer wieder ausgetauscht.
In den 9 Tagen haben wir gemeinsam nicht nur großartige Sehenswürdigkeiten der wichtigsten drei Städte der Ukraine kennengelernt, sondern auch viel über die aktuelle Situation in Wirtschaft und Politik, im Gesundheits- und Bildungswesen erfahren. Damit können wir in Zukunft Berichte und Informationen über die Ukraine viel besser einordnen. Auch über die Nachbarn der Ukraine waren wir immer wieder im Gespräch, über Grenzveränderungen in Geschichte und Gegenwart und ihre Folgen für die Menschen.

Meinen Bericht schließe ich mit einem sehr herzlichen Dank an Sie, meine Damen und Herren, an Euch, liebe Reisefreunde und verbinde damit alle guten Wünschen sowie die Hoffnung auf ein Wiedersehen auf einer zukünftigen Reise. Ihr wart eine sehr interessierte, aufgeschlossene, disziplinierte Gruppe und habt durch Eure Fragen und Anregungen, durch Eure Aufmerksamkeit, ganz besonders aber auch durch Eure Achtsamkeit, selbst viel zum Gelingen dieser wunderbaren Tour beigetragen.
Es hat mir viel Freude gemacht, mit Euch in der Ukraine unterwegs zu sein. Gern erinnere ich mich an die Gespräche während unserer gemeinsamen Tour. Wieder einmal nehme ich zahlreiche Anregungen für meine Arbeit und auch für mich ganz persönlich aus diesen Gesprächen mit.
Euch alles, alles Gute, Gesundheit und Energie für viele schöne Reisen, auf denen wir uns dann ganz bestimmt begegnen.
Eure/Ihre
Dr. Inge Bily

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Ein sehr sehr guter Bericht zu einer wundervollen und perfekt organisierten Reise, an der ich teilgenommen habe..Mein Dank nochmals an die Reiseleiterin Dr. Inge Bily, an die örtlichen Reiseleiter und an die anderen Teilnehmer dieser Reise...LG Frank Wille

Frank Wille
11.08.2019

Auch für uns war es eine wunderschöne, gut organisierte Reise. Und vor allem wurde auf so manchen Wunsch extra, auch noch eingegangen. Vielen lieben Dank an Frau Dr. Inge Bily, und auch, wie Frank schon angeschrieben, an die anderen Teilnehmer.
LG Harald und Gissy Hanisch

Gissy Hanisch
20.08.2019
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